Liebe

Eine Diebesgeschichte. Roman

von Peter Carey

Buch

Taschenbuch (335 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Michael Butcher Bone, einst erfolgreicher Avantgarde-Künstler, bleibt nach einer scheußlichen Scheidung nichts mehr. Zusammen mit seinem behinderten 220-Pfund schweren Bruder Hugh, sitzt er in der australischen Provinz. Der Alkohol wird mehr und die Perspektive weniger. Als plötzlich in einer Gewitternacht die schöne Kunstexpertin Marlene in Manolo Blahniks durch den Matsch gestöckelt kommt und den Brüdern den Kopf verdreht, bringt sie eine Lawine von Ereignissen ins Rollen, die sie alle für immer retten oder ruinieren wird. Ein wilder Ritt durch die internationale Kunstszene beginnt, von Manhattan nach Tokyo, voll von wahnsinnigen Sammlern und stilechten Betrügern, brilliant durchdacht und unglaublich komisch. Und gleichzeitig eine verrückte und romantische Liebesgeschichte mit überraschener Pointe, die dem Leser den Kopf verdreht und ihn atemlos zurücklässt.

Pressestimmen:

"Ein witziges und hinreißendes Geschenk von einem Buch." Daily Telegraph

Produktdetails

ISBN-10: 3-596-17405-8
EAN: 9783596174058
Originaltitel: Theft. A Love Story
Erschienen: 17.02.2012
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 335
Länge/Breite: 190mm/125mm
Gewicht: 255 g
Übersetzer: Bernhard Robben
Reihe: Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe
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Peter Carey

Peter Carey, 1943 in Australien geboren, lebt in New York. Den renommierten Booker-Prize bekam er zweimal verliehen.

Bernhard Robben

Bernhard Robben, Jahrgang 1955, war nach dem Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie als Deutschlehrer in Nordirland tätig. Seit 1986 arbeitet der Spezialist für irische und angelsächsische Literatur als freier Übersetzer und Journalist. Nebenbei ist er ehrenamtlicher Bürgermeister von Brunne, wo er seit 1992 mit seiner Familie lebt.

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Buchhändlertipps

  • Liebe Diebe Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Lukas Bärwald, am 30.04.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in St. Pölten

    Michael „Butcher“ Boon ist zutiefst egozentrisch veranlagt, badet mit Vorliebe in Selbstmitleid und kultiviert mit Leidenschaft seine sarkastische Weltsicht – kurz: ein durch und durch unsympathisch Erzähler. Butcher war in seiner australischen Heimat einst ein gefeierter junger Künstler, der jedoch nach einer nachhaltig missglückten Ehe und dem missglückten Versuch, sein wichtigstes Gemälde von seiner Ex-Frau zurückzustehlen ins Gefängnis musste und somit auch dem Kurzzeitgedächtnis der Kunstwelt entfiel. Nun ist er gezwungen, sich sein Täglich-Brot als Hausmeister bei einem ehemaligen Mäzen zusammen mit seinem geistig beeinträchtigten Bruder zu verdienen.
    Booker Prize-Gewinner Peter Carey konstruiert mit Michael Boon einen Ich-Erzähler, der die LeserInnen nicht nur irritiert, sondern aktive Ablehnung gegen denjenigen hervorruft, der einem da seine Geschichte entgegenjammert, -schimpft und -jubelt. Um dieses Übermaß an Selbstbezogenheit auszugleichen, stellt der Autor Butcher mit seinem Bruder einen zweiten Ich-Erzähler an die Seite. Kapitelweise erfährt man das Geschehen rund um Butchers Versuche, wieder Fuß in der Kunstwelt zu fassen und die aufkeimende, zweischneidige Liebesgeschichte zwischen ihm und der Schwiegertochter eines berühmten Malerfürsten aus seiner Sicht und nachfolgend aus der seines Bruders – der zusätzlich zu allen aufkeimenden Verstrickungen innerhalb der Geschichte auch noch in eben jene Frau verliebt ist.
    „Liebe“ ist ein bisweilen beißend sarkastischer, aber immer kurzweiliger und wendungsreicher Roman der zugleich Liebes-, Diebesgeschichte und lustvolle Karikierung des Kunstbetriebs ist. Wer offen ist für einen Protagonisten, der sich fast schon willentlich widersetzt, dass man sich mit ihm als Lesender identifiziert und das hohe Erzähltempo von Peter Carey mitzugehen gewillt ist, dem sei dieser furioser Roman nachhaltig empfohlen.

Kundenrezensionen

  • Was ist Kunst? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Susanne Pichler, am 18.11.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Michael "Butcher" Bone, einst äußerst erfolgreicher Maler in Sydney, verlor durch seine unschöne Scheidung so ziemlich alles: Kind, Geld, Haus, Status und Reputation. Als er von seiner nunmehrigen Exfrau, im Buch stets die "Klägerin" genannt, einige seiner Gemälde zurückholen sprich stehlen will, landet er sogar im Gefängnis. Nach diesem Gefängnisaufenthalt sind weder er noch seine Bilder länger gefragt. Mit seinem behinderten Bruder Hugh landet er in der australischen Provinz und versucht dort ein neues Meisterwerk zu erschaffen. Die nötigen Mittel erwirbt er sich durch Betrug und Lügen.

    Im künstlerischen Nirgendwo trifft er auf Marlene Leibovitz, Schwiegertochter eines hochangesehenen Malers. Die Folgen dieser Begegnung sind für Michael zunächst unvorhersehbar. Marlene zieht ihn in einen Strudel, der sich schneller und schneller dreht. Künstlerischer Egoismus, gepaart mit Größenwahn und Geldgier, lassen Michael Bone beinahe alle Grenzen überschreiten. Sydney, Tokyo und Manhattan sind die Stationen dieses Romans, die die Bühne für Künstler, Agenten, Auktionen und das große Geschäft liefern.

    Abwechselnd erzählen Michael und Hugh die Geschehnisse. Bald schon vermittelt der behinderte Hugh die klareren Einschätzungen und Zusammenhänge. Marlene bleibt für alle undurchsichtig, ihre wahren Ziele so undurchschaubar wie der Kunstmarkt.

    Peter Carey hat mit Michael "Butcher" Bone einen egoistischen, gefühlskalten, verlogenen, egozentrischen Narzissten erschaffen, der gerade dadurch auf den Leser faszinierend wirkt, ohne jemals sympathisch zu werden. Gleichzeitig ist das Buch eine Reise durch die europäische und amerikanische Welt der großen Maler.

    Die Handlung gestaltet sich verzwickt und mehr als einmal folgt man Peter Carey regelrecht atemlos. Ich bin mir nicht sicher, ob ich sämtliche Kniffe, Fallen und Lügen, die Marlene ausgelegt hat, richtig interpretiert habe. Gleichzeitig habe ich aber nicht den Eindruck, dass mir etwas Wesentliches im Zusammenhang fehlen würde. Besonders im letzten Viertel des Buches läuft Peter Carey zu unglaublicher Größe auf. Marlenes finale Tat ist so schockierend und unvorhersehbar, dass man gar nicht glauben mag, was man da liest.
    Dieses Buch hat mich besonders durch seine verschlungene und überraschende Entwicklung der Handlung gefesselt. Peter Carey erschafft Welten, in denen seine Protagonisten nahezu verschwinden. Seltsamer kann das echte Leben nicht sein.

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