Husch, husch Kätzchen
von
Thomas Zörner, am 14.12.2009
0
von 0
Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Es gibt sie natürlich, die Trittbrettfahrer, wenn ein langsam alternder Name wie "Batman" furios wiedererweckt wird, dann tauchen sie überall auf und werfen ihre Ergüsse auf den Markt, der sich inflationär geflutet sieht, von einem Ansturm schlechter Geschichten. Aber da Ausnahmen bekanntlich die Regel bestätigen, gibt es auch in dieser schieren Masse an Veröffentlichungen die feinen, kleinen Lichtblicke, die das Fanherz höher schlagen lassen, wie zB das famose "Joker" oder eben "Batman: Hush". Beinahe artverwandt mit dem englischen Wörtchen "Rush" zeigt sich die Story extrem ereignis- und temporeich. Jede Menge alter liebgewonnener Bösewichte und Figuren geben einen Auftritt und schön ist hierbei, das keiner zum puren Cameo verkommt, jeder macht Sinn. So trifft der Leser sowohl auf den neu gestalteten Killer Croc, wie auch auf Poison Ivy und Catwoman, die wieder eine tragende Rolle einnehmen darf, die sich diesmal aber drastisch von dem unterscheidet, was wir sonst von ihr kennen. Besonders nett ist aber die Gestaltung von Batman himself gelungen. Vorbei die Zeiten des seltsam psychotischen Rächers eines Frank Millers, hier ist er wieder der rational handelnde, und überlegte Held, der er sein sollte. Auch angenehm anders als bei Miller, normalerweise liebe ich den Mann, zeigt sich die gezeichnete Komponente. Jim Lee fährt sein ganzes Können auf und bietet wirklich wunderschöne Artworks, und dynamische Bilder. Die Rückblenden in Bruce Waynes Vergangenheit sind in einem verwaschenen schwarz-blau/weiß ebenfalls hübsch gestaltet, aber die Highlights sind die großen Panels, in denen sich Lee richtig austobt. Die Geschichte selbst dreht sich um einen neuen Gegner, der im Hintergrund agiert und bereits Killer Croc, sowie Poison Ivy für seine Zwecke gewinnen konnte. Ob dieser Fiesling nun jener alte Bekannte ist, der auf der letzten Seite offenbart wird oder nicht, wird sich Part 2 zeigen. Allerdings wäre dies dramturgisch beinahe ein Dämpfer. Nichtsdestotrotz ist "Hush" sicher eine der besten Veröffentlichungen im Batmanuniversum der letzten Jahre und darf von keinem Fan verpasst werden.