BuchhändlerInnen im Portrait

aus Kleve

Gesamte Rezensionen
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An meinem Beruf gefällt mir
Die gemeinsame Freude von Kunden und Kollegen an guten Geschichten und der Austausch darüber.
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Meine Rezensionen

  • Elsa ungeheuer
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    Zwischen Ferien auf dem Reiterhof und Kokain. Und Elsa.
    Rezension vom 10.04.2013
    Die Brüder Karl und Lorenz verbringen ihre Kindheit auf einem Bauernhof . Die Mutter ist psychisch labil – und begeht Selbstmord. Über diesen Verlust kommt der Vater nie hinweg. In dieser schwierigen Situation taucht Elsa auf; von ihrer Mutter bei den Großeltern im Dorf einfach abgeliefert. Mit ihrer trotzigen Art und merkwürdigen Kleidung fasziniert sie nicht nur die beiden Brüder, und bald dreht sich alles um sie.
    Jahre später ist Lorenz Star der internationalen Kunstszene, doch der Preis dafür ist hoch. Nichts ist so, wie es scheint. Und Karl? Und Elsa?

    Eine ganz ungewöhnliche Geschichte, vielschichtig und trotz der Schwere der Themen mit einer fast zauberhaften Grundstimmung, die man die ganze Zeit spürt, aber nur schwer beschreiben kann. Astrid Rosenfeld schreibt ganz besondere Geschichten und hat ungeheuer gute, ungewöhnliche und sympathisch skurrile Ideen.
  • Zwischen den Polen
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    Ein Niederrheiner in Polen
    Rezension vom 10.04.2013
    Zwei Jahre verbrachte Ludger Kazmierczak als Leiter des ARD-Hörfunkstudios Warschau mit seiner Familie „Zwischen den Polen“.

    Launig, amüsant aber auch kritisch widmet er sich in seinem Buch den Herausforderungen des polnischen Alltags. Dabei geht es ihm um die kleinen Banalitäten und Merkwürdigkeiten, denen sich die Zugereisten in einem Land auf dem Weg zur Moderne mit teilweise noch sehr greifbarer realsozialistischer Vergangenheit stellen müssen. So wird das Autofahren zur „Polska Fantasia“; „Kabanosy "- Wurst heißt auf gar keinen Fall „Cabanossi“; Bahnfahren wird zum Abenteuer; Kinder spielen mit Panzerballons – und was bitte sind „Expats“?

    Charmant ironisch geschrieben; auch sich selbst nimmt der Autor dabei gerne mal auf die Schippe - sehr kurzweilig und interessant. Ein informatives Buch, das viel „Frajda“ gemacht hat.
  • Sommer wie Winter
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    Bergpension mit Familienanschluss – Trügerische Idylle
    Rezension vom 10.04.2013
    Eine Familie aus einem kleinen, österreichischem Bergdorf wird psychologisch betreut; Pflegesohn Alexander und seine gleichaltrige Schwester Manu wurden bei einem Verkehrsunfall verletzt.
    Die Familie betrieb einen Bauernhof mit einer Pension für Touristen; eine ländliche Idylle... .

    In Interviewform und Rückblenden aus der Sicht der verschiedenen Familienmitglieder erzählt, setzt sich nach und nach ein ganz unidyllisches Bild zusammen. Mehr und mehr Fakten und Details passen zusammen; trotzdem zieht man immer wieder falsche Schlüsse. Judith W. Taschler gelingt es so, eine enorme Spannung aufzubauen. Die Geschichte wird immer mehr zu einem packenden Familiendrama.

  • Cooking is fun
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    Karibik für zu Hause
    Rezension vom 10.04.2013
    Dieses Kochbuch strahlt die pure Lebensfreude aus. Levi Roots, auf Jamaika aufgewachsen; Musiker; Familienmensch; in England zu Hause; kocht einfach im Sinne von nachkochbar – aber sehr raffiniert.

    Nicht nur ein Kochbuch, sondern karibisches Lebensgefühl für zu Hause!!!

    Sunshine, sunshine Reggae...
  • Ein ganzes halbes Jahr
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    Hoffnungslos...?? Hoffnungsvoll...??
    Rezension vom 21.03.2013
    Lou, 26, lebt mit ihren Eltern, dem hilfsbedürftigen Großvater, ihrer Schwester Treena und dem kleinen Neffen Thomas in einer winzigen Doppelhaushälfte im Schatten von Stortfold Castle – und hat soeben ihren Job verloren. Eine Tätigkeit als Pflegehilfe ist nicht gerade ihre erste Wahl, aber ihr bleibt nichts anderes übrig. In Granta House wartet eine ganz neue Welt auf sie... .
    Will Traynor, jung, reich, attraktiv – vom Hals abwärts gelähmt und lebensmüde. Er macht es Lou nicht gerade leicht, sich um ihn zu kümmern.

    Fortschritte, Rückschläge, Banales, Lebenswichtiges; zum Lachen und zum Weinen; man taucht sofort ein in diese besondere Geschichte. So lebendig geschrieben, dass man Will´s Gesichtsausdruck förmlich sehen kann, und Lou, in ihren bunten Klamotten.

    Traurig, witzig, voller Hoffnung, hoffnungslos – welchen Ausgang der Geschichte soll man sich wünschen?? Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann!!!
  • Hannes
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    "Nur" der beste Freund...
    Rezension vom 21.03.2013
    Uli hält fest zu Hannes, seinem besten Freund und Kumpel seit Kindertagen, der nach einem Motorradunfall im Koma liegt.

    Uli schreibt Briefe an seinen Freund und liest sie ihm vor – damit er auf dem Laufenden ist, wenn er wieder aufwacht. Vom Zivildienst schreibt Uli; dort erlebt er liebenswert skurrile Dinge – er berichtet von den Fortschritten, die Hannes macht. Er liest den Sportteil der Zeitung vor; erzählt von den Freunden, die immer seltener ins Krankenhaus kommen; von der Familie. Er schreibt so, wie er sich unterhalten würde, wenn sein Freund neben ihm sitzen würde und nicht im Koma läge... .

    Eine besondere Geschichte über Freundschaft, eigentlich deprimierend, und doch muss man immer wieder auch lachen. Berührend und nicht kitschig. Sehr gut gelesen von Johannes Raspe, der sich so glaubhaft in Uli hinein versetzen kann, dass man ganz gebannt zuhört.
  • Zeit der Raubtiere
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    Amerikanisch
    Rezension vom 21.03.2013
    Es fängt ganz harmlos an. Hausfrauenlangeweile; Familienleben; Ostküstenhitze.
    Die Cousinen Nick und Helena, gemeinsam aufgewachsen in Tiger House an der amerikanischen Ostküste, sind 1945 voller Erwartungen auf ihr neues Leben – nach dem Krieg; als Ehefrauen.
    Doch schon bald schleichen sich erste Enttäuschungen ein.
    Im Sommer 1959 trifft man sich in Tiger House wieder. Nick und Hughes mit Tochter Daisy; Helena mit Sohn Ed. Da entdecken die beiden Teenager das Opfer eines brutalen Mordes. Alle sind aufgeschreckt, alles wird hinterfragt; Beziehungen, Gefühle, Ereignisse. Auf verschiedenen Zeitebenen und aus mehreren Perspektiven erzählt setzt sich so allmählich ein unerwartetes Puzzle zusammen.

    Sehr amerikanisch, faszinierend, spannend und mit völlig unvorhersehbarem Ausgang... .
  • Literatur!
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    Informativ und peppig!
    Rezension vom 17.03.2013
    Ein Buch über die Welt der Bücher, das einfach ganz viel Spaß macht!!!

    Katharina Mahrenholtz und Dawn Parisi haben gut 700 Jahre Literatur in ein wunderbar kurzweiliges, peppiges, modernes Buch gepackt.

    Ob Hamlet oder Pippi Langstrumpf, Klassiker oder moderner Bestseller – alle werden kurz und knackig vorgestellt; witzig, treffend auf den Punkt gebracht und gekonnt illustriert.

    Eine „timeline“ durchzieht das Buch zur zeitlichen Einordnung; dabei gibt es noch allerhand Wissenswertes aus der Politik, Info´s über Erfindungen, besondere Ereignisse... und einige überraschende Ideen. Ein ganz besonderes Buch zum Immer-wieder-in-die-Hand-nehmen. Für mich ein Highlight.

    Und alles beginnt um 1300 mit Dante Alighieri, „Die Göttliche Komödie“... Viel Spaß!!!!
  • Madame Hemingway
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    Die Pariser Ehefrau
    Rezension vom 17.03.2013
    Hadley Richardson ist schon 28 Jahre alt, als sie in Chicago den jungen Draufgänger Ernest Hemingway kennen lernt... und sich in ihn verliebt. Überwiegend aus ihrer Sicht erleben wir ihr Leben im Paris der 20er Jahre, die Bohème und eine außergewöhnliche Ehe.

    Paula McLain gelingt eine wunderbar kurzweilige, lebendige Biographie in Romanform. Fakten und Phantasie mischt sie detailliert und sehr geschickt; man könnte meinen, mit dabei gewesen zu sein. Es ist ein ungewöhnlicher, toller Zugang zu Hemingway, seinem Leben, seinem Werk und macht neugierig auf diesen großen Schriftsteller!!

    Ein schönes Detail am Ende sind Informationen der Autorin und die Zeittafel „Bedeutende Ereignisse in Ernest Hemingways Leben“.
    Ein informatives, kurzweiliges Buch; hat mir sehr gut gefallen!!
  • Aus den Fugen
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    „Einer hört auf zu spielen, steht auf und sagt: ´Das war´s dann´- und geht“
    Rezension vom 07.03.2013
    Marek Olsberg, weltberühmter Pianist, gibt in der Berliner Philharmonie ein Klavierkonzert, steht mittendrin auf, schließt den Klavierdeckel … und geht.
    Der Abend verläuft nun ganz anders als geplant, wie von einem Dominostein werden völlig unerwartete Ereignisse in Gang gesetzt. So will z.B. Esther ihren Mann mit ihrer verfrühten Heimkehr überraschen... und was passiert nun mit dem Empfang, der nach dem Konzert stattfinden sollte? Leihkellner Lorenz ergreift eine unerwartete Gelegenheit und erkennt sich garnicht wieder.

    Man ist sofort mittendrin in dieser Geschichte der spannenden Verflechtungen und interessanten Zufälle, toll erzählt, einfach gut.