BuchhändlerInnen im Portrait

aus Köln
- Gesamte Rezensionen
- 651 (ansehen)
- Abteilung
- historische Romane und Krimis
- Lieblingsautoren
- ich lese querbeet und die Lieblingsautoren wechseln
- An meinem Beruf gefällt mir
- mit netten Leuten ins Gespräch zu kommen und immer wieder neue Trends und neue Themen aufzuspüren
-
John Rebus meets Malcom FoxRezension vom 21.03.2013Zur Freude seiner Fans hat John Rebus es ja nicht sehr lange als Rentner ausgehalten - wäre auch zu schade für seine ausgeprägten Fähigkeiten als Detective !
Und so findet sich Rebus in der Abteilung " Cold Case " wieder kann es aber immer noch nicht lassen auf seine sehr eigene und höchst unkonventionelle Art zu ermitteln ( um es mal vorsichtig auszudrücken....) So auch bei der Suche nach einer vermissten jungen Frau, die weitere ungeklärte Fälle nach sich zieht.Es gibt kaum Hinweise, kaum Spuren und Anhaltspunkte,mühsam gestaltet sich die Ermittlung , wird aber nach einer entscheidenden Wendung ganz schnell sehr rasant !
Wir treffen auf alte Bekannte wie Siobhan und Cafferty und erleben eine spannende Begegnung mit Malcom Fox, der ja so ganz anders gestrickt ist, als Rebus !
kurz und gut: LESENSWERT ! -
Will und Lou - ein außerordentliches PaarRezension vom 20.03.2013Dies Buch wird an niemandem spurlos vorübergehen, so viel kann ich versprechen! Lou ist eine liebenswerte junge Frau, die für ihre finanziell angeschlagene Familie sorgt , sich mit ihrem langjährigen Freund Patrick mehr oder weniger langweilt und nicht so genau weiß, was sie selbst eigentlich in ihrem Leben tun oder lassen möchte. Ihre ganze Rebellion besteht in ihrer ungeheuren Schlagfertigkeit und ihrem eigenwilligen Modegeschmack. Ausgerechnet Lou übernimmt nun die schwere Aufgabe Wills Gesellschafterin zu sein. Will, der sich nach einem schlimmen Unfall selbst aufgegeben hat, sitzt im Rollstuhl und erwartet keine Perspektive mehr. Die Liebe überrascht sie beide, die Konsequenzen auch und selbst an diesem Punkt wird die Geschichte nicht kitschig, die Taschentücher braucht man trotzdem...dem Wechselbad der Gefühle wird man sich nicht entziehen können ! Ein echter Filmstoff und ein Bestseller in jedem Fall ! -
im Schatten von Mussolino...Rezension vom 19.03.2013Familiengeschichte, Lebens- und Liebesgeschichte mit packendem geschichtlichem Hintergrund geben den Rahmen für Guiliana und Sophia, die eigentlich tragenden Figuren in diesem Roman.
Verschiedene Lebenswege kreuzen und verpassen sich über Jahre hinweg , das Schicksal steuert das Übrige hinzu und man liest sich einfach fest an diesem schönen und spannenden Schmöker...Kate Morton Leserinnen werden sich über den Nachschub freuen ! -
nächtliche Hungerattacken...Rezension vom 19.03.2013Ein anderer Mensch möchte er werden, das ist sein Wunsch und sein Ziel ,als Joachim Meyerhoff sich für einen Auslandsaufenthalt bewirbt.Es klappt und zunächst beginnt alles recht verheissungsvoll. Meyerhoff macht sich auf aus seiner norddeutschen Kleinstadt in Richtung Amerika, um die große weite Welt zu erobern .Doch der Tod seines Bruders stoppt alle Pläne, die Trauer im Elternhaus nicht messbarund eigene Absichten rücken in den Hintergrund !
Es gibt einen neuen Anlauf und neue Hoffnung, doch bei allem Witz und Charme bleibt ein Schatten der Trauer über den unvorhersehbaren Abschied und die eigentliche Veränderung in der Familie. Ein tolles Buch und eine spannende Entwicklungsgeschichte. -
Thüringsche ProvinzRezension vom 17.03.2013Absolut lesenswert ist diese üppig angelegte Familiensaga aus DDR Zeiten, die nach dem Krieg beginnt und bis zum Wendepunkt 1989 angelegt ist..Ähnlich wie im TURM von Tellkamp geht es um die gesellschaftliche und politische Situation der Menschen , doch im BRÜDER UND SCHWESTERN finden wir die kleinen, einfachen Leute vor !Im Mittelpunkt steht Willy Werchow, Direktor einer Druckerei und seine Familie.Das sind: Ruth, die schwer von Kriegszeiten traumatisierte Ehefrau,Tochter Britta, die von der Schule fliegt und zum Zirkus geht, der rebellische und nachdenkliche Sohn Matti und Erik der den Verhältnissen eher angepasste Spross. Veronika, Willys Geliebte mit der gemeinsamen heimlichen Tochter und Bernhard , der in Bayern lebende Bruder vervollständigen das Bild und veranschaulichen das leicht subversive Klima in den Alltagsszenen der Durchschnittsexistenzen in dieser Kleinstadt.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen, die Figuren sind voller Tiefe , sie sprechen frei weg und vermitteln so diese andere Welt in allen Schattierungen recht deutlich. Das Ende war leider für mich sehr abrupt, allerdings lässt mich das - WIRD FORTGESETZT- als allerletzten Satz doch auf Weiteres hoffen ... -
... nach der Tat, der vollbrachten, gibt es einiges zu beachten...Rezension vom 12.03.2013Wie sieht wohl jemand aus, der einen Auftragskiller sucht ?
Und wie beurteilt das Mordwerkzeug, in diesem Fall der Spaten, das Geschehen und die Tat ?
Auf der Wolzmüller-Alm gibt es eine grausige Entdeckung : eine Frauenleiche , eine Tote ohne Gesicht liegt im Unterholz. Für Hubertus Jennerwein und sein erprobtes Ermittlerteam führt das zu einem spannenden Auftritt ,fehlen darf allerdings auch nicht das Bestatterpaar Grasegger mit den entscheidenden Hinweisen !Witzig und schräg, tiefsinnig und temporeich - ein rundum gelungener Krimi, der auch ohne Lokalkolorit bestehen kann ! -
eine lebenserschütternde ErfahrungRezension vom 08.03.2013Ein Logbuch ist laut Wikipedia ein in in der Seefahrt übliches zwingend wahrheitsgetreues Aufzeichnungsmittel um tägliche Ereignisse und Vorkommnisse auf See zu dokumentieren.Für Connie Palmen ist es ein Mittel um dem Sturm der Empfindungen gerecht zu werden, der über sie hereinbricht nach der Krankheit und dem Tod ihres Ehemannes Hans von Mierlo .Ein über Grenzen hinweg prominentes Paar, das sich spät fand und die eine fast symbiotische Liebe verband ist hier anzutreffen und Connie Palmen ist es , die zurückblieb und damit fertig werden muss. Wie sinnlich und körperlich, ja fast intim ihre Trauer zu spüren ist, ist beim Lesen schwer auszuhalten, aber es ist authentisch, echt und nah - so nah wie Liebe und Tod sich sein können. -
Alicja, Kochana...Rezension vom 04.03.2013Eine Mutter mit sieben Schwestern zu haben ist nicht ganz so einfach, besonders wenn sie alle ähnlich fürsorglich ihre unendlich vielen guten Ratschläge verteilen.
Alicja hat zwar einen schwedischen Vater, doch der ist meist abwesend - sie selbst möchte am liebsten ein langweiliges Leben führen und Vollschwedin sein - aber es gibt nun mal Unabänderlichkeiten, die meistens durch die Überfürsorge ihrer polnischen Mutter verkörpert werden ...für eine fast Sechzehnjährige ist es nicht ganz so einfach alle Peinlichkeiten, die sämtliche Lebensbereiche betreffen, zu überstehen ! Doch Wärme , Spaß und Füreinander da sein sind die andere Seite und die weiß Alicja ebenfalls zu schätzen !
Ein Buch voller Humor und kultureller Spitzfindigkeiten für Mütter und Töchter in jedem Alter und aus jedem Kulturkreis ! -
Alkohol, Wahnsinn und SelbstmordRezension vom 03.03.2013Es gibt ein Davor und ein Danach, der Zeitpunkt :dazwischen liegt der traurige Unfalltod des jüngeren Bruder von Lucile - und danach scheinen die Tragödien nur so hervorzubrechen in dieser großen lebhaften Familie. Lucile, die Mutter der Autorin ,arbeitet schon Kind als Fotomodell, heiratet früh, bekommt zwei Töchter, trennt sich, beginnt zu trinken und Drogen zu nehmen. Doch dann wird die Situation immer bedrohlicher und die psychischen Ausfälle immer extremer. Eine äußerst schmerzhafte Mutter/Tochterbeziehung, die hier anhand der Familienbiografie rekonstruiert wird, vielleicht auch eine Befreiung und Versöhnung , die mit dem Freitod der Mutter eine dramatische Erlösung findet. Sehr bewegend, sehr mutig und voller Intensität ! -
Macht und MagieRezension vom 03.03.2013Eine schon fast therapeutische Geschichte über die Magie des Puppenspiels in existentieller Notlage.
Mika bastelt Puppen - ein Vermächtnis seines Großvaters - Prinz, Narr und Krokodil , alle werden sie im Warschauer Ghetto lebendig und lassen den von Not und Kummer bestimmten Alltag für eine kurzen Augenblick vergessen.
Doch es geht noch darüber hinaus, für Max einen deutschen Wehrmachtsoldaten bekommt die Prinzenpuppe eine lebensbestimmende und weisende Bedeutung - bis in die Gegenwart hinein ! Lesens - und für jede Generation empfehlenswert !














