Buch
gebunden (1723 Seiten)
Sprache: Deutsch
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Zwanzig Jahre nach seinem international gefeierten
Buch der Erinnerung legte Péter Nádas erneut ein Opus
magnum vor. Als die Parallelgeschichten 2005 in Ungarn
erschienen, wurden sie als ein «Krieg und Frieden des
21. Jahrhunderts» begrüßt.
1989, im Jahr des Mauerfalls, findet der Student Döhring
beim Jogging im Berliner Tiergarten eine Leiche. Mit
dieser kriminalistischen Szene beginnt der Roman, eröff-
net zugleich aber auch die weitgespannte Suche nach
einer düsteren Familiengeschichte, ihrer Schuld und
Mitschuld. Ein zweiter Hauptstrang ist die Geschichte
der Budapester Familie Lippay-Lehr und ihrer Freunde,
deren persönliche Schicksale mit der ungarischen und
deutschen Geschichte verknüpft werden. Die historischen
Markierungen sind die ungarische Revolution 1956, die
nachrevolutionäre Zeit, der ungarische Nationalfeiertag
15. März 1961 und, rückblickend, die Deportation der
ungarischen Juden 1944/45 bis zur Vorkriegszeit der dreißiger
Jahre in Berlin.
Der Roman entwirft ein Panorama europäischer Geschichte,
in einer überwältigenden Fülle von Geschichten,
die keine realistische Konstruktion zu einer Geschichte
vereinen könnte. Die eine große Metaerzählung
des Romans ist die Geschichte des Körpers, der für Nádas
zum Schauplatz der Ereignisse wird. Der männliche und
weibliche Körper und seine Sexualität prägen die Realität
der Personen, sie sind das «glühende Magma, das in der
Tiefe ihrer Seele und ihres Geistes ruhende Zündmaterial»,
das die Parallelgeschichten zur Explosion bringen.
Aufgrund seines analytischen Scharfblicks und der Kraft
seiner Personengestaltung stellt die internationale Kritik
Péter Nádas neben Proust. Wenn dessen großer Roman
am Beginn einer literarischen Moderne steht, dann mag
diese in den Parallelgeschichten ihre Vollendung finden.
Pressestimmen:
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 26.03.12
Parallelgeschichten ist nicht nur ein Roman, es ist ein literarisches Großereignis. Ein literarischer Hochkaräter, der mit so viel Geschichte und Geschichten gefüllt ist, dass es für zehn Bücher reichen würde.
| ISBN-10: | 3-498-04695-0 |
|---|---|
| EAN: | 9783498046958 |
| Erschienen: | 16.02.2012 |
| Verlag: | Rowohlt Verlag |
| Einband: | gebunden |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 1723 |
| Länge/Breite: | 222mm/154mm |
| Gewicht: | 1245 g |
| Übersetzer: | Christina Viragh |
Christina Viragh, geboren 1953 in Budapest, emigrierte 1960 in die Schweiz und lebt heute in Rom. Sie ist Schriftstellerin und übersetzt aus dem Ungarischen und Französischen. 2012 wurde sie mit dem Hauptpreis des Europäischen Übersetzerpreises Offenburg für ihre Übersetzungen aus dem Ungarischen ausgezeichnet.
Péter Nádas, geb. 1942 in Budapest, ist einer der bedeutendsten europäischen Erzähler. Er wurde u.a. mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur, dem französischen Prix du Meilleur Livre Étranger und dem Leipziger Bucpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet. Péter Nádas lebt in Budapest und Gombosszeg.
von Xirxe, am 31.01.2013
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von einer Kundin/einem Kunden, am 09.04.2012
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von Michael Mueller, am 24.03.2012
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