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Kyle Kingsbury ist eine Bestie, die nachts durch New York streift - ein hässliches Monstrum. Doch Kyle war nicht immer so. Er war mal ein Junge, mit dem jeder andere gerne getauscht hätte, ein gutaussehender, reicher und bei vielen Mädchen
beliebter Kerl. Doch er war auch arrogant, eingebildet und überheblich. Zur Strafe wurde er dazu verflucht, dieses grässliche Biest zu sein - jetzt kann nur noch die Liebe diesen Fluch brechen. "Ich bin eine Bestie. Eine Bestie. Kein Wolf
oder Bär, kein Gorilla oder Hund, sondern eine entsetzliche Kreatur mit aufrechtem Gang - ein Wesen mit Reißzähnen und Klauen. Aus jeder Pore sprießen mir Haare. Ich bin ein Monster. Du glaubst wohl, ich erzähle Märchen? Falsch. Ich lebe in
New York. In der Gegenwart. Ich bin keine Missbildung, bin nicht krank. Aber ich werde für immer so bleiben - bin ruiniert - es sei denn ..."
| Verkaufsrang: | 3.651 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-8387-0781-8 |
| EAN: | 9783838707815 |
| Originaltitel: | Beastly |
| Erschienen: | 07.2010 |
| Verlag: | Lübbe Digital |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 304 |
| Altersempfehlung: | ab 12 |
| Übersetzer: | Sonja Häussler |
| Erschienen bei: | Lübbe Digital |
| Übersetzt von: | Sonja Häussler |
| Spieldauer: | 512 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
von Doris Oberauer, am 29.12.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Grieskirchen
von Silke Hußmann, am 24.01.2012
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von Judith Fekete, am 19.07.2011
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1 (S. 216-217)
Einen Moment später, als wir hinaustraten, sahen wir, dass Polizeiautos das Gebäude umstellt hatten. Eine Menschenmenge und Reporter von allen Fernsehsendern, einschließlich des meines Dads, hatten sich ebenfalls dort versammelt. Und da war dieser Typ, dieser zwielichtige Dealer, der Lindy festgehalten hatte. Er sprach mit ihnen.»Da ist er!«, rief er, als er uns sah. »Das Monster, das mich angegriffen hat.«Stimmengewirr erhob sich in der Menge, als man mich entdeckte und bemerkte, dass ich keine Bestie war.»Das ist das Monster?«, rief eine Reporterin von Dads Sender.»Vorher sah er anders aus. Er hatte Reißzähne und Krallen und ... überall Haare.«Die Reporterin wandte sich an Lindy, offensichtlich hoffte sie, die Story noch zu retten. »Miss, haben Sie eine Bestie gesehen?«
»Natürlich nicht.« Lindy schaute mich an. Sie berührte mein Haar. »Ich habe noch nie eine Bestie gesehen. Aber dieser Mann da ...« Sie drehte sich zu dem Dealer um. »Er hat mich angegriffen. Vielleicht hätte er mich umgebracht, wenn da nicht dieser Junge hereingeplatzt wäre und mich gerettet hätte.«»Ich sagte es Ihnen doch schon«, schrie der Dealer. »Er ist das Monster. Durch Zauberei hat er sich verwandelt.«»Zauberei.« Lindys Lachen klang ein bisschen gezwungen, ein wenig gekünstelt. Die Menge lachte ebenfalls. »Zauberei und Bestien gibt es nur im Märchen – oder vielleicht auch in durch Drogen hervorgerufenen Halluzinationen. Aber Helden und Verbrecher sind real.«Jemand hielt mir ein Mikro vors Gesicht. »Haben Sie vielleicht eine Bestie gesehen?«
»Nein, habe ich nicht.« Ich nahm der Reporterin das Mikro aus der Hand, ganz autoritär, so wie mein Vater das gemacht hätte. »Aber diese Bestie – vielleicht war es nur ein ganz normaler Typ mit einer Hautkrankheit oder so. Vielleicht braucht er einfach nur Menschen, die ihn verstehen. Vielleicht beurteilen wir andere Menschen zu sehr nach ihrem Aussehen, weil das Wesentliche viel schwieriger zu erkennen ist.« Die Reporterin schnappte sich das Mikro wieder.
»Na, das war jetzt aber wirklich schmalzig.« Sie wandte sich von mir ab und sprach in die Kamera. »Keine heiße Spur in dem mysteriösen Fall eines monsterartigen Individuums, das in Brooklyn heute Abend U-Bahn-Passagiere terrorisierte.«Die Menge begann sich zu zerstreuen. Ein Polizeibeamter schnappte sich den Dealer. »Nicht so schnell, Freundchen. Ich habe Ihren Ausweis überprüft. Wie es scheint, liegt ein Haftbefehl gegen Sie vor ... und wir haben diese Waffe gefunden, die sie erwähnt hat.« Er wandte sich an Lindy und mich. »Würdet ihr so freundlich sein und mit auf die Wache kommen, um eine Zeugenaussage zu machen?«
»Selbstverständlich, Officer«, sagte ich und dachte daran, wie angepisst mein Vater darüber sein würde, ganz zu schweigen davon, dass er bestimmt völlig ausgeflippt war, als er diese ganze »Bestie in der U-Bahn«-Story gehört hatte, vor allem, weil sein eigener Sender darüber berichtete. Wahrscheinlich saß er bereits bei mir im Wohnzimmer.»Ich gehe überallhin«, sagte Lindy, »solange er mit dabei ist.«Der Polizeibeamte rollte die Augen. »Verliebte Teenager. Völlig verrückt.«Vielleicht hat er noch mehr vor sich hingebrummt, aber ich hörte ihn nicht. Wir waren zu sehr damit beschäftigt, uns zu küssen.