Rezensent im Portrait
aus Osnabrück
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Ein Juwel, das in keinem Kinderzimmer fehlen darfRezension vom 07.03.20131962 erschien die Erstausgabe von Der Räuber Hotzenplotz, einem der erfolgreichsten Kinderbücher aller Zeiten. 2012 nahm der Thienemann Verlag den 50. Jahrestag des Erscheinens zum Anlass, alle drei Hotzenplotz- Bände mit farbigen Originalzeichnungen erneut auf den Markt zu bringen.
Über die Genialität dieser Bücher brauche ich sicherlich nicht viel erzählen. Kinder vieler Generationen lieben sie wegen ihres Witzes und auch Erwachsene halten viel von ihnen, denn Otfried Preußler hat hinter allem Humor pädagogisch sehr wertvolle Geschichten versteckt. Besonders schön wird dies im dritten Band deutlich. Mit kindgerechten Worten erzählt er von den Räubereien des Hotzenplotz und den mehr oder weniger erfolgreichen Versuchen Kasperls und Seppels, diesem das Handwerk zu legen. An einigen Stellen ist die Wortwahl vielleicht etwas altertümlich, was aber nicht schadet, denn es macht großen Spaß, Kindern zu erklären, was diese Worte bedeuten und warum der Autor sie benutzt(e). Alle drei Hotzenplotz- Bände sind ein Muss in jedem Kinderzimmer und werden sicherlich noch viele Jahre große und kleine Leser begeistern.
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Berührend und ermutigendRezension vom 13.02.2013Alex Morels Debüt Survive ist eines der wenigen Bücher, das mit einem Minimum an Charakteren auskommt. Natürlich gibt es neben Jane und Paul noch andere Figuren, die für die Geschichte wichtig sind, der Großteil der Handlung spielt sich aber zwischen den beiden ab. Was völlig ausreicht, denn sowohl Jane als auch Paul sind Menschen, die in ihrem Leben schon einiges erleiden mussten und deren Vergangenheit allein Seiten füllend ist. Alle anderen sind nur Randfiguren und dienen mehr oder weniger dazu, Janes und Pauls Geschichte zu beleuchten.
Jane ist ein recht schwieriger Charakter, dem man so manches Mal unterstellen könnte, unglaublich egoistisch zu sein. Sie lügt und täuscht alle Menschen um sich herum mit dem Ziel, das zu bekommen was sie will. Da es sich dabei aber um ihren eigenen Tod handelt, ist die Frage, ob ihre Motive wirklich egoistischer Natur sind oder ob sie einfach nicht anders kann. Sympathischer wird Jane dadurch jedoch nicht. Den liebenswerten Teil ihres Charakters entdeckt man erst, als sie um ihr Leben zu kämpfen beginnt, und einen großen Anteil an dieser plötzlichen Sympathiezunahme hat Paul. Jane hält ihn zu Beginn für eine Nervensäge, dabei ist er das gar nicht. Er ist nur das komplette Gegenteil von ihr, spontan und fröhlich, womit Jane, deren Leben immer nach einen strengen Plan verlaufen muss, zuerst gar nicht umgehen kann. Doch so wie die beiden einander näherkommen und auftauen kommen sie auch dem Leser näher und berühren ihn mit ihren Geschichten.
Obwohl die Handlung bis auf die ersten 70 Seiten eigentlich nur aus Gesprächen zwischen Jane und Paul sowie ihrer Suche nach einem Ort, an dem sie nach dem Flugzeugabsturz von Rettungstrupps gefunden werden können, besteht, ist es sehr spannend. Besonders der Entwicklungsprozess, den Jane durchläuft, trägt dazu bei, dass plötzlich alles möglich scheint und man mit angehaltenem Atem zu ende liest um zu wissen wie die Geschichte ausgeht.
Survive ist ein außergewöhnliches Buch, das mit wenigen Charakteren und wenig Handlung auskommt, aber trotzdem eine berührende und irgendwie auch ermutigende Geschichte zu erzählen weiß. Vielleicht ist es nicht ganz das, was man sich vor dem Lesen vorgestellt hat, aber trotzdem lohnt es sich, denn in meinen Augen ist das, was man tatsächlich bekommt, noch besser als das, was man vielleicht erwartet hat.
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Der gemeinste Cliffhanger der WeltRezension vom 05.02.2013Im zweiten Teil der Chroniken vom Anbeginn entführt John Stephens den Leser von der ersten Seite an wieder in die magische Welt von Kate, Michael und Emma Wibberly. Auch wenn das erste Abenteuer schon eine ganze Weile zurückliegt, findet man doch schnell wieder in die Handlung hinein und ist erneut gefesselt von der Magie, die diese besondere Geschichte ausübt. Die Geschichte braucht etwas Zeit, um in Fahrt zu geraten, am Anfang gibt es einige Längen, doch als diese erst einmal überwunden sind, ist Das Buch Rubyn atemberaubend spannend. John Stephens lässt seine Helden nicht eine Minute zur Ruhe kommen, ständig gibt es neue Gefahren zu überwinden und Rätsel zu lösen. Dass die Geschichte dieses Mal in zwei Erzählstränge, einmal dem von Kate und einmal dem von Emma und Michael, unterteilt ist, trägt ebenfalls zu einer gewissen Rastlosigkeit bei, die diesem Buch zueigen ist. Sehr förderlich für die Spannung, doch manchmal fehlen einfach kleine Pausen zum durchatmen und ENT- spannen.
Bei der Entwicklung seiner Figuren hat der Autor erneut große Kreativität bewiesen. Einige Charaktere sind aus dem ersten Teil bekannt, doch es gibt viele neue Gesichter, mit denen es besonders Kate im New York der Vergangenheit zu tun bekommt. Aber auch Michael und Emma finden diverse neue Weggefährten, die, ebenso wie die Kates´, überwiegend für großen Spaß sorgen und viel Komik in die Geschichte bringen. Die Suche nach dem Buch Rubyn und den Eltern ist gefährlich und beschwerlich, doch die neuen Freunde der Kinder sind immer wieder für Lacher gut.
War es in Emerald noch sehr leicht, die einzelnen Figuren in gut oder böse einzugruppieren, fällt dies in diesem zweiten Teil schon deutlich schwerer. Die Geschwister bringen immer mehr Licht ins Dunkle, was das Verschwinden ihrer Eltern und die Suche nach den Büchern der Chronik angeht, und plötzlich verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse. Es ist nicht mehr klar ersichtlich, wer Freund ist und wer Feind, was den Leser ins Grübeln bringt. Und ihn natürlich neugierig auf den dritten Band, in dem sich hoffentlich alles auflöst, macht! Der Cliffhanger, mit dem Stephens das Buch enden lässt, ist allerdings einer der gemeinsten, die je in einem Buch zu finden waren. So gemein, dass er (zusammen mit den Längen am Anfang) für einen Sterneverlust verantwortlich ist! Eigentlich habe ich nichts gegen Cliffhanger, aber nach so einer rasenden, ruhelosen Geschichte dem Leser nicht mal das bisschen Entspannung zwischen den Bänden zu gönnen grenzt in meinen Augen an Folter. Dieses Buch zu lesen kann ich uneingeschränkt empfehlen, würde allerdings dazu raten, das Erscheinen des dritten Bandes abzuwarten um beide Bücher an einem Stück lesen zu können.
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Soooooooo schön!Rezension vom 18.01.2013Nach der erfolgreichen Perfect Chemistry Trilogie erobert mit Leaving Paradise der Auftakt zum nächsten vielversprechenden Zweiteiler von Simone Elkeles den deutschen Buchmarkt. Anders als bisher geht es in den beiden Büchern nicht um verschiedene Personen, sondern beide Male um Maggie Armstrong und Caleb Becker, deren Leben seit einem verhängnisvollen Unfall untrennbar miteinander verbunden sind. Beide sind in ihren jungen Jahren schon sehr vom Leben gekennzeichnet und dementsprechend schwer zugänglich, so dass es eine Weile braucht, um mit ihnen warm zu werden. Besonders bei Maggie gestaltet sich dieses ziemlich schwierig, denn man empfindet zwar Mitgefühl für sie, merkt aber auch schnell, dass sie nicht die Kämpferin ist, die sie vorgibt zu sein, sondern sich auf ihren Verletzungen ausruht und in Selbstmitleid badet. Das kostet sie einige Sympathiepunkte. Caleb dagegen schließt man von der ersten Seite an ins Herz. Ihm nimmt man ohne irgendeinen Zweifel ab, dass er das, was geschehen ist, zutiefst bereut und alles ungeschehen machen würde wenn er nur könnte. Den arroganten Mistkerl, den Maggie in ihm sieht, erkennt man kein einziges Mal.
Wie auch die anderen Elkeles- Bücher ist Leaving Paradise abwechselnd aus Calebs und Maggies Sicht erzählt, was es sehr einfach macht sich in die Gefühlswelt Protagonisten einzufinden. Obwohl man eigentlich immer über alles Bescheid weiß gibt es doch hin und wieder kleine überraschende Wendungen, die die ganze Geschichte in einem anderen Licht erscheinen lassen und die Spannung erhöhen.
Neben der Spannung lebt dieses Buch von großen Gefühlen. Caleb ist ein Junge zum verlieben, allen Verfehlungen zum Trotz, und man wünscht sich nichts sehnlicher, als jemandem wie ihm im wahren Leben zu begegnen. Immer wieder gibt es Szenen, in denen man gar nicht anders kann als laut und verträumt aufzuseufzen weil sie so schön sind. Und dabei komplett kitschfrei, wie nur Simone Elkeles es kann. Leaving Paradise gehört zu den Büchern, die man nach dem Lesen noch eine Weile an sein Herz drückt und streichelt. Von der Geschichte, die noch lange tief im Inneren des Lesers nachklingt, einmal ganz abgesehen.
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Lecker!Rezension vom 13.01.2013Mit diesem Buch hat man endlich die Gelegenheit, sich die französischen Leckereien zu Hause zuzubereiten. Allerdings befinden sich in diesem Buch nicht die im Klappentext angegebenen 99 Rezepte, sondern nur 26, die ausführlich mit Zutatenliste und Bild beschrieben sind. Auf einer der letzten Seiten werden allerdings 99 Beläge für Galettes und Crepes vorgeschlagen ohne dass es eine Anleitung für die Zubereitung gibt. Die 26 Rezepte aus dem Buch sind hier enthalten. Einige dieser Vorschläge bekommt man sicherlich auch ohne Anleitung hin, für andere wäre aber sicherlich ein Rezept von Nöten, das es leider nicht gibt.
Das Buch ist grob in zwei Bereiche geteilt in Galettes und Crepes. Den Anfang machen die Galettes. Bevor es mit den Belag- Rezepten losgeht, sind erst einmal das richtige Mehl und die Zubereitung des Galette- Teiges an der Reihe. Dann gibt der Autor noch zehn Tricks zum guten Gelingen und schließlich folgen 14 Rezepte für herzhafte Galettes. Diese sind sehr vielfältig, von Schinken über Meeresfrüchte bis hin zur vegetarischen Version ist alles dabei. Mir sind die Rezepte ein wenig zu fischlastig, was aber meine persönliche Empfindung ist. Man muss sich eben immer vor Augen halten, dass Autor und Rezepte aus der Bretagne stammen, wo Fisch zu jeder Mahlzeit einfach dazugehört.
Süße Leckermäulchen werden eher bei den Crepes- Rezepten fündig werden. Auch hier gilt: zuerst braucht man das Rezept für den perfekten Teig, dann sind die Beläge dran. Acht Stück gibt es, dann geht es ans Flambieren, denn natürlich darf der Klassiker Crepes Suzette ein diesem Buch nicht fehlen. Hier gibt Hervé Kerourédan drei seiner Rezepte preis, dabei auch eines für eine süße Galette.
Jedes Rezept erstreckt sich über zwei Seiten, wobei sich auf der einen immer Zutatenliste und Zubereitungsanleitung befinden, auf der anderen ein Bild vom fertigen Gericht. Die Seiten sind sehr übersichtlich gestaltet, man sieht mit einem Blick welche Zutaten benötigt werden und bei den Anleitungen werden ausreichend, aber nicht zu viele Worte gemacht. Muss etwas vorbereitet werden, z.B. eine Sauce, steht dieser Schritt direkt am Beginn der Anleitung. Auch die Bilder sind sehr puristisch, ein weißer Teller mit dem Crepes oder Galette darauf auf einem bunten Hintergrund. Das alleine reicht aber schon, um den Appetit anzuregen.
Zwischendurch gibt es immer wieder Bilder, die Landschaften, Blumen oder Stillleben zeigen. Diese sind sehr schön, ich hätte es allerdings besser gefunden wenn auch diese Seiten mit Rezepten gefüllt gewesen wären. Die Doppelseite über das typisch bretonische Getränk Cidre ist ganz nett und informativ, hätte aber meiner Meinung nach auch nicht unbedingt sein müssen.
Crepes & Galettes ist ein kleines, aber feines Buch, das in die Geheimnisse der Crepes- und Galettesbräterei einweiht und vielfältige Rezeptideen für jeden Geschmack bietet. Umso bedauerlicher find ich es, dass es 99 Rezepte verspricht und sich dann als kleine Mogelpackung entpuppt, denn das hat dieses Buch eigentlich gar nicht nötig. Es weiß durchaus mit weniger Rezepten zu überzeugen, auch wenn es für meinen Geschmack zu viele mit Fisch gibt. Trotzdem gibt es einige Rezepte, die Potenzial zum neuen Lieblingscrepes haben. -
Ein vielversprechender StartRezension vom 11.01.2013Nach Shades of Grey und diversen anderen erobert mit Crossfire die nächste erotische Buchserie um einen reichen Mann und ein Mädchen den Buchmarkt. Wer allerdings denkt, dass es sich dabei um einen billigen Abklatsch handelt, der wird schnell eines Besseren belehrt. Zugegeben, Gideon ist auf den ersten Blick durchaus mit Christian Grey vergleichbar, entwickelt sich dann aber zu einer völlig anderen Persönlichkeit. Eva Tramell ist jedoch, trotz ihrer ereignisreichen Vergangenheit, die sich im Laufe der Geschichte offenbart, von der ersten Seite an mutig und tough. Sie weiß genau was sie kann und was sie will und lässt sich von niemandem ins Boxhorn jagen. Das macht sie zu einer sehr angenehmen, sympathischen Protagonistin, die die Unzulänglichkeiten und schwierigen Charaktereigenschaften ihres männlichen Gegenparts Gideon auszubügeln weiß.
Eva und Gideon haben beide in ihren verhältnismäßig kurzen Leben einiges durchmachen müssen, das wird schnell klar. Was genau das war lässt die Autorin höchstens ansatzweise durchklingen und erhöht damit die Spannung und die Neugier auf die beiden Protagonisten enorm. Was die Erlebnisse mit Eva und besonders mit Gideon allerdings gemacht haben, ist wirklich erschreckend. Eine SM- Vorliebe haben sie allerdings nicht bei ihm geweckt, so dass sich dieses Buch auch für Leser eignet, die zwar erotische Literatur mögen, mit BDSM allerdings nichts anfangen können bzw. nichts darüber lesen möchten.
Die Erotikszenen lassen sich sehr angenehm lesen. Sie sind niveauvoll geschrieben, auch wenn sich die Autorin immer deutlicher Worte bedient und kein Blatt vor den Mund nimmt. Auch wenn Gideon und Eva kaum die Finger voneinander lassen können und ihre Gedanken sich meistens um den letzten oder nächsten Sex drehen reiht sich nicht eine Sexszene an die andere, so dass durchaus noch Platz für eine sinnige Handlung ist. Die Sylvia Day allerdings auf alle drei Teile verteilt zu haben scheint, denn Versuchung endet mit einem Cliffhanger und vielen unbeantworteten Fragen. Glücklicherweise lassen Teil zwei und drei nicht lange auf sich warten, so dass neugierige Leser bereits im März wissen, wie es mit Gideon und Eva weitergeht und im Mai wie ihre Geschichte endet.
Freunde erotischer Literatur kommen auch mit dieser Serie auf ihre Kosten, allerdings auf etwas andere Art und Weise als bei Shades of Grey. Dass Gideon kein Freund von Peitschen und Fesseln ist, schmälert die Lesefreude überhaupt nicht, im Gegenteil. Mir hat Crossfire noch besser gefallen als Shades of Grey. Gideon und Eva sind deutlich sympathischere Protagonisten als Ana und Christian und fallen einem höchstens mal ein ganz kleines bisschen auf die Nerven. Die Geschichte als Ganzes konnte mich mehr von sich überzeugen und ich freue mich auf Offenbarung im März.
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Die Drachinnen können mit den Drachen leider nicht mithaltenRezension vom 06.01.2013Über ein Jahr ist vergangen, seitdem der bisher letzte Teil dieser Serie auf den Markt kam. In der Geschichte sind seit Dragon Fire fünf Jahre ins Land gegangen, in denen die Cadwaladr- Sippe damit beschäftigt war, Krieg gegen andere Drachen zu führen. Dementsprechend schlecht sind Stimmung und Verfassung, in der sich die Drachen befinden. Sie sind frustriert, nicht nur psychisch, sondern auch sexuell, was sich in Aggressionen und Wutausbrüchen entlädt. Besonders Eibhear und Celyn haben sich zu großen Raufbolden entwickelt, die sich zu jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit prügeln. Die einzige, die sie in ihre Schranken weisen kann, ist Rhona. Da sie sich ebenfalls um ihre Geschwister kümmert, die sie anstelle ihrer Mutter großzog, wird sie von den anderen Drachen hämisch die Babysitterin genannt. Ein Name, der nicht recht zu dem Bild passen will, das man von Rhona erhält. Man merkt zwar, dass die Familie ihr sehr wichtig ist, aber wie eine Babysitterin wirkt sie nicht. Sie ist mutig, tapfer und treu und gewinnt damit schnell die Leserherzen. Aber sie weiß auch ganz genau, was sie will, und kommt ihr dabei jemand in die Quere, hat dieser ziemlich schlechte Karten. Was ihr allerdings, im Gegensatz zu ihren Vettern und ihrer Cousine, die in den bisherigen Bänden die Hauptrolle spielten, fehlt, ist der unschlagbare Cadwaladr- Witz. Zwar liefert Rhona sich spaßige Wortgefechte mit ihrer Sippe und auch Vigholf, aber an Fearghus, Briec, Gwenvael und Kieta kommt sie nicht annähernd heran.
Auch was die Erotik angeht kann Rhonas Geschichte nicht mit den anderen mithalten. Das Knistern zwischen ihr und Vigholf ist nicht wirklich deutlich spürbar und es gibt nur vereinzelte Erotikszenen, die nicht sonderlich aussagekräftig sind. G.A. Aiken verwendet einen großen Teil der Geschichte darauf, Kriegsereignisse zu beschreiben und vergisst dabei so Vieles, was ihre Drachengeschichten eigentlich ausmacht. So kommt es, dass Dragon Sin leider einige Längen hat, durch die man sich kämpfen muss.
Sehr interessant finde ich jedoch die Entwicklung, die Fearghus´ und Briecs Kinder in den vergangenen fünf Jahren durchlaufen haben. Sie sind zu vielversprechenden Charakteren herangewachsen, die großes Potenzial für weitere Geschichten haben.
Obwohl Dragon Sin in meinen Augen, wie auch schon Dragon Fire, eine eher schwache Fortsetzung ist, bin ich doch guter Dinge, dass G.A. Aiken bald wieder an alte Erfolge anknüpfen und mit ihrer Drachengeschichte begeistern kann. Denn im sechsten Teil geht es endlich um Eibhear und Izzy!
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Brilliert mit großartiger SpannungRezension vom 06.01.2013Nachdem ich den ersten Band von Lying Game in atemberaubender Geschwindigkeit verschlungen habe, wartete ich mit großer Spannung auf diesen zweiten Teil und darauf, zu erfahren, wie es mit Emma, Ethan und Sutton weitergeht. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn Weg bist du noch lange nicht konnte mich genau so fesseln wie Und raus bist du.
Emma ist immer noch auf der Suche nach Suttons Mörder und der Leiche ihrer Schwester. Verdächtig ist jeder aus Suttons Umfeld, ihre Freunde, ihre Schwester, ihr Freund Garrett. Beinahe jeder hätte ein Motiv sie umzubringen, denn Sutton war alles andere als ein netter Mensch. Darin unterscheidet sie sich sehr von Emma, die sich immer unbehaglicher in Suttons Rolle fühlt und versucht, im Rahmen ihrer Möglichkeiten nett zu ihren Mitmenschen zu sein ohne dass ihre Tarnung auffliegt. Aber auch Sutton, die quasi als Geist immer im Hintergrund präsent ist, bemerkt, dass ihr Verhalten nicht immer in Ordnung war und gewinnt so einige Sympathien zurück.
Sara Shepard gelingt es, innerhalb kürzester Zeit große Spannung aufzubauen bzw. den Spannungsbogen, der vom ersten auf den zweiten Teil bestehen bleibt, noch höher zu schrauben, so dass man keine Chance hat, sich dem Sog dieses Buches zu entziehen. Gemeinsam mit Emma und Ethan macht man sich auf die Suche nach dem Mörder, rätselt mit, kombiniert um immer wieder bei null anzufangen, denn die Autorin gibt nicht den leisesten Hinweis, wer Sutton tatsächlich auf dem Gewissen hat. Stellenweise ist die Spannung schier unerträglich, und trotzdem muss man weiterlesen, bis zur letzten Seite, zur letzten Zeile, zum letzten Wort.
Lying Game ist eine Buchreihe, die mit großartiger Spannung brilliert und perfekte Unterhaltung garantiert. Nicht nur jugendliche Thrillerfans, sondern auch Erwachsene dürften voll auf ihre Kosten kommen. Im Mai erscheint der dritte Teil Mein Herz ist rein, in dem es sich die Autorin sicher nicht nehmen lassen wird, ihre Leser mit einem fulminanten Finale zu überraschen.
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Ein niedlicher Begleiter durch die AdventszeitRezension vom 04.01.2013Elch Oskars wundersame Reise ins Weihnachtswunderland ist ein Adventskalenderbuch, welches mit seinen 24 Kapiteln kleine und große Kinder durch die ganze Adventszeit begleitet. Entgegen des mehrfachen Hinweises auf Buchdeckel und- Rücken 24 Adventskalendergeschichten handelt es sich um EINE fortlaufende Geschichte, die in 24 Kapitel unterteil ist, nicht um 24 einzelne Geschichten. Dieses Buch eignet sich also nur zum Vorlesen wenn das Kind/ die Kinder immer dieselben und immer dabei sind und man auch wirklich die Möglichkeit hat, alle 24 Kapitel zu lesen. Für Schulklassen, Kindergartengruppen o. Ä. ist dieses Buch daher nur bedingt geeignet.
Der Abschnitt eines Tages erstreckt sich immer über zwei Doppelseiten. Auf der ersten Doppelseite findet sich immer ein kurzes Gespräch zwischen Linus, Lisbeth und ihrer Tante Frida, die den Kindern die Geschichte von Elch Oskar erzählt. Außerdem gibt es ein großes Bild passend zum Kapitel und ein kleines Rätsel, bei dem sich die Kinder mit dem Bild auseinandersetzen müssen. Eine sehr schöne Idee, wie ich finde, denn die Bilder sind eine eingehende Betrachtung auf jeden Fall wert. Danach folgt auf einer Doppelseite das jeweilige Kapitel, welches jeden Tag aufs Neue eine Überraschung birgt, denn die beiden Seiten sind zugeklebt und müssen zum Vorlesen aufgetrennt werden.
Aufgrund der Kürze der Kapitel, aber auch wegen der Geschichte selbst ist Elch Oskars wundersame Reise ins Weihnachtswunderland vor allem für kleinere Kinder geeignet. Die Geschichte wird sehr kindlich erzählt und ist sehr einfach zu verstehen und zu durchschauen, so dass größeren Kindern der Anspruch fehlen könnte. An Niedlichkeit ist sie aber kaum zu übertreffen und man merkt, dass die Autorin sich bei der Entwicklung ihrer Figuren allergrößte Mühe gegeben hat. Die gleiche Mühe hat sich wohl Illustratorin Sonja Egger beim Zeichnen dieser Figuren gegeben, denn die Bilder zur Geschichte sind einfach toll.
Mir hat es großen Spaß gemacht, mich von Oskar, Greta und ihrer abenteuerlichen Reise durch die Adventszeit begleiten zu lassen, auch wenn ich mir von diesem Buch eigentlich etwas anderes versprochen hatte. Für die Zwecke, für die ich es eigentlich nutzen wollte (Vorlesen in einer wechselnden Kindergruppe), war es nicht geeignet, Familien und Selberlesern kann ich dieses Buch aber wärmstens empfehlen.
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Wohnen in weiß - gar nicht langweiligRezension vom 11.12.2012In ihrem Bildband Wohnträume in Weiß öffnet die Designerin Lisa Libelle die Tür zu ihrem zu Hause und zeigt ihren persönlichen Einrichtungsstil, den sie selbst als eine Mischung aus Shabby Chic, Vintage, fanzösischen Landhausstil und nordischem Stil bezeichnet. Nach einer kurzen Einführung zeigt sie im ersten Kapitel Weiße Inspirationen einige Räume ihres Hauses. Auf dem ersten Bild, das sich immer über zwei Seiten erstreckt, wird der gesamte Raum gezeigt, danach geht die Autorin mit ihren Fotos auf interessante Details innerhalb des jeweiligen Raumes ein. Mit kurzen Texten und Bildanmerkungen versorgt sie den Leser mit Informationen über Zimmer und Dekoelemente und gibt Tipps für das Dekorieren des eigenen Zuhauses.
Das Kapitel Aus Liebe zum Detail setzt sich mit verschiedenen Mustern und Materialien auseinander: Spitzen, Blüten, Uhren und Krüge, aber auch einen kleinen Unterpunkt zu, Thema Schrift und Beschriften gibt es. Hier zeigt die Autorin, dass es nur kleiner Details und ein bisschen eigener Kreativität bedarf, um die eigenen vier Wände romantischer zu gestalten.
In Im Refugium zum Träumen geht es nach draußen. Hier finden sich Tipps für einen Shabby chicen Garten und für romantische Picknicks. Da dürfen natürlich auch Rezepte nicht fehlen, mit denen der Picknickkorb gefüllt werden kann! Und für Picknickneulinge gibt es eine Checkliste für ein gelungenes Picknick, so dass nichts mehr schief gehen kann.
Im Kapitel Wohnen mit kleinen Farbtupfern verabschiedet sich die Autorin von ihrer rein in Weißtönen gehaltenen Einrichtung und zeigt, wie man mit kleinen rosafarbenen und mintgrünen Farbtupfern etwas Farbe in den weißen Wohntraum bringt, ohne seine Reinheit zu zerstören.
Willkommen im Gartenzimmer zeigt schließlich Lisa Libelles eigenen Garten, der ebenfalls in Weiß dekoriert ist. Er verfügt über eine faszinierende Gartenküche, in der die Autorin auch zu kochen scheint, zumindest gibt es in diesem Kapitel ein Rezept für selbstgemachte Pasta.
Das Kapitel Live Laugh Love scheint Lisa Libelle den Menschen in ihrem Leben gewidmet zu haben, denn es zeigt sie bei einem romantischen Ausflug mit ihrem Mann sowie die kleine Tochter einer guten Freundin. Der Fokus liegt in diesem Kapitel offensichtlich auf der Liebe, und die Dekorationstipps konzentrieren sich ebenfalls auf dieses Thema.
Feminin und Mädchenhaft zeigt all die Dinge, von denen die meisten kleinen Mädchen träumen ein Schminktisch mit duftendem Puder, ein altertümlicher Handspiegel, duftendes Badesalz, Ballettschuhe und Kleider aus Tüll.
Wohnträume in Weiß bietet schöne, einfache und sicherlich auch erschwingliche Möglichkeiten, um das eigene Zuhause romantischer zu machen. Es zeigt, dass ein weißer Einrichtungsstil keinesfalls kalt oder langweilig ist, sondern sich damit ein wunderbar warmes, gemütliches Heim schaffen lässt.
Die wundervollen Bilder, die den größten Teil der einzelnen Seiten einnehmen, sind ein wahrer Augenschmaus und laden immer wieder zum Betrachten und Träumen ein. Wohnträume in Weiß lohnt sich sowohl als Bildband für Freunde des weißen Wohnstils als auch für Menschen, die ihrem Heim eine neue Note geben möchten und auf der Suche nach Tipps sind.













