Der Metzger geht fremd,  Band 3

Der Metzger geht fremd, Band 3

Kriminalroman

von Thomas Raab

Buch

gebunden (359 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Durchaus mit Bewunderung für die Gründlichkeit der hiesigen Reinigungskräfte registriert Danjela Djurkovic die blitzblanken Fliesen des Kurschwimmbades. Es herrscht eine gespenstische Stille, denn außer ihr ist nur eine andere Person anwesend, die wie eine marmorne Statue am Grunde des Beckens liegt. Der Mann ist tot, daran besteht kein Zweifel. Mit seltener Gelassenheit alarmiert Danjela die Klinikleitung und schickt einen Hilferuf in Richtung ihres geliebten, eigensinnigen Willibald Adrian Metzger. Der sitzt in seiner fernen Restauratorenwerkstatt und bricht nur widerwillig in die Fremde auf. Doch bald schon nimmt ihn das Leben auf dem Land gefangen. Denn auch dort haben die Familien ihre Leichen im Keller.

Produktdetails

Verkaufsrang: 20.455
ISBN-10: 3-492-05308-4
EAN: 9783492053082
Erschienen: Dezember 2009
Verlag: Piper
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 359
Gewicht: 518 g
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Thomas Raab

Thomas Raab, geb. 1970, entdeckte schon während seines Mathematik- und Sportstudiums die Liebe zur Musik und zum Schreiben. In beiden Sparten preisgekrönt lebt er heute zusammen mit der Schauspielerin Simone Heher und der gemeinsamen Tochter als Sänger, Komponist und Autor in Wien.

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Buchhändlertipps

  • Ich kann mich meinen Kollegen nur anschließen!

    von Doris Oberauer, am 18.08.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Grieskirchen

    ... ein super Krimi, spannend und eine ordentliche Portion Schmäh!
  • großes Vergnügen

    von Edith Berger, am 13.09.2009 aus der Thalia-Buchhandlung in Graz

    Willibald Adrian Metzger ist wieder da...glücklicherweise. Seine Freundin Danjela allerdings weilt auf Kur und das ist der Wermutstropfen in Willibald Adrians beschaulichem Leben. Dieses verläßt er dann, um seiner Danjela bei der Aufklärung diverser Ungereimtheiten ( abgehackte Finger, unfreiwillige Todesfälle) beizustehen.
    Höchstes Lesevergnügen.
    Und...liebe Frau Kollegin Grexhammer - man darf sich eine Lesung von Thomas Raab (also die heißesten Neuigkeiten von "unserem" Metzger) nicht entgehen lassen...Urlaub ist manchmal Pech würde ich sagen.
    Es ist ein großes Vergnügen ihm zuzuhören.
  • Großer Lesespass

    von Helene Oberleitner, am 19.08.2009 aus der Thalia-Buchhandlung in Wels

    Thomas Raab hat sich in sehr kurzer Zeit in die Liga der meistgeliebten Krimiautoren geschrieben, nicht nur sein Held Metzger, Restaurator und Rotweingenießer ist einem schnell ans Herz gewachsen, auch der Autor selbst ist ein liebenswerter Zeitgenosse. Lesungen sind sehr zu empfehlen.
    Daniela, Metzgers Freundin ist auf Kur und stolpert, neugierig wie Sie ist wieder einmal über einen Toten, und schon nimmt eine traurige Familiengeschichte ihren Lauf....

Kundenrezensionen

  • Unterhaltsam und viele schöne Zitate! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 01.09.2011

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    Der fremdgehende Metzger ist nicht, wie ich zuerst erwartet hatte, ein Fleischer, sondern ein Restaurator mit doppeldeutigem Namen, der wohl schon einige Kriminalfälle gelöst hat. Diesmal muss er - da seine Herzensdame Danjela, die nicht nur den extravaganten Namen, sondern auch eine eher gewöhnungsbedürftige da osteuropäisch angehauchte Sprachart hat, einen Kuraufenthalt genießen darf - fernab der Heimat ermitteln.

    Und hier trifft er auf alles mögliche, nur nicht auf einfache und sofort klar erkennbare Familienstrukturen. Wer auf der einen Seite mal hopp ist, ist morgen schon wieder topp, und so geht es munter nicht nur mit dem Radl bergauf und bergab im Ermittlungsdschungel, der sich in den österreichischen Alpen befindet, in dem aber kein Tiger oder Löwe zuhause ist, sondern lediglich zwei Haie im Kurhotel eigenen Aquarium.

    Deren Zwiegespräche sind sehr unterhaltsam, und sie helfen auch tatkräftig bei der Ermittlung mit.... Und am Ende kommt doch alles anders, als man denkt.

    Thomas Raab hat einen fantastischen Krimi geschrieben, der aber an manchen Stellen einfach zu langatmig und an anderen Stellen einfach eine Kurve zu viel hat. Zwischendurch war ich so verwirrt, dass ich gar nicht mehr wusste, wer nun wer ist, oder wer gerade nicht jemand anderes ist. Die Fäden haben sich aber zum Ende schön zusammengefunden, der obligatorische finale Overkill durfte auch hier nicht fehlen und am meisten sind mir die Lebensweisheiten von Metzger, Danjela und Sascha in Erinnerung geblieben. Am schönsten war jedoch: "Wenn der Himmel für einen Moment seine Pforten öffnet, regnet es Glück an den dunkelsten Stellen." Oder eben ein wunderbares Buch.

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  • Von Biedermeier-Möbeln und sehnsüchtigen Fischen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von sabatayn76, am 24.07.2010

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    Zum Inhalt:
    Willibald Adrian Metzger fährt für ein paar Tage ins Grüne, um seine Lebensgefährtin Danjela Djurkovic in einem Kurhotel zu besuchen. Diese braucht dringend seelischen Beistand, nachdem sie eine Leiche im Schwimmbecken gesichtet hat. Beim Radeln durch den Wald findet Willibald wenig später einen mysteriösen Finger mit passendem Goldring. Willibald und Danjela ermitteln bald auf eigene Faust, inspizieren Zimmer, stellen Fragen, decken nach und nach immer mehr Zusammenhänge auf und erregen somit auch das Interesse des Täters.

    Mein Eindruck:
    Das Einlesen in "Der Metzger geht fremd" fiel mir sehr schwer. Die Sätze sind häufig sehr lang, die Sprache blumig, die Wortstellung oft ungewöhnlich. Danjelas gebrochenes Deutsch und ein mehrfaches Wechseln der Perspektive machen das Ganze noch schwieriger. Wenn man sich jedoch auf Raabs Stil einlassen kann, entdeckt man herzliche Charaktere, viel unterschwelligen Humor und eine sehr unterhaltsame Geschichte.

    Mein Resümee:
    Kein nervenaufreibender Krimi, jedoch durchgehend unterhaltsam. Komplex, aber nicht konstruiert. Ältere Protagonisten, doch keineswegs altbacken. Amüsante Begebenheiten, aber nicht läppisch. Geeignet für alle, die keine Massaker und verstümmelte Leichen brauchen, sich jedoch einen cleveren und durchdachten Krimi wünschen. Sehr gut!

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  • Die Vergangenheit einer Familie kommt ans Licht Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Bellexr, am 14.05.2010

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    Gemächlich, wortgewandt, witzig und stellenweise auch nachdenklich erzählt Thomas Raab seinen Krimi, der mit einem guten Schuss österreichischem Wortwitz und Dialekt gespickt ist. Dies ist zu wirklich jeder Zeit einfach nur unterhaltsam zu lesen und regt immer wieder zum Schmunzeln an.

    Die Story rund um die beiden „Unfälle“, die in den Augen von Danjela und Metzger keine sein können, sind zwar immer Bestandteil der Geschichte, jedoch legt der Autor mehr Wert auf das Zwischenmenschliche und so steht dies auch durchweg im Vordergrund des Krimis.

    Seine Charaktere sind einfach nur herrlich aus dem Leben gegriffen, stellenweise etwas überzogen angelegt und menscheln sehr. Die Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache und ihre des Öfteren verdrehten Sätze der aus Kroatien stammenden Danjela sind zu jeder Zeit spritzig, erfrischend und manchmal herrlich auf den Punkt gebracht und stören in keiner Weise das Lesevergnügen. Witzig fand ich auch, dass hier Haie zu Wort kommen und diese aus ihrer Sicht ein wenig über das Leben an sich und vor allem über das Leben der Menschen im Wellnessbereich des Kurhotels fachsimpeln.

    Da das Zwischenmenschliche im Vordergrund steht, ist der Krimi jetzt nicht unbedingt als spannend zu bezeichnen. Jedoch fühlt man sich zu jeder Zeit hervorragend unterhalten und zum Schluss überrascht die Geschichte mit einer überraschenden Wendung, die zwar zu erahnen ist, aber hier nimmt dann der Krimi noch mal richtig Fahrt auf und wird wirklich spannend.

    Alles in allem ein sehr unterhaltsamer Krimi mit einem eigenwilligen, sehr sympathischen Protagonisten, der einfach nur Spaß macht zu lesen.

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  • Die Grundernährung der Menschheit basiert auf psychischem Kannibalismus Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Gerhard Scheibel, am 08.03.2010

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    Die neueste Geschichte mit dem Restaurator Willibald Adrian Metzger und der Schulwartin Danjela Djurkovic um einen Stammbaum aus Verschollenen, Verstorbenen und Verstoßenen geht eher gemächlich los, bis plötzlich ein markerschütternder Schrei über den See vom Kurhotel geht, und am Himmel die Sonne hinter den aufziehenden Wolken verschwindet. Eine düstere, tragische Familiengeschichte, über die sich eine eisige Kaltfront breitgemacht hat, harrt ihrer schrecklichen Offenbarung. Nach "Der Metzger muss nachsitzen" und "Der Metzger sieht rot" der dritte leise und kluge Geniestreich von Thomas Raabe. Gefälliger Lehrinhalt: Auf dieser Welt liegt die Verteilungsgerechtigkeit im Argen.

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  • Der Metzger geht fremd Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Uta Pottgießer, am 12.02.2010

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    Ein neuer Fall für den kultigen Ermittler Willibald Adrian Metzger des österreichischen Schriftstellers Thomas Raab.
    Metzgers Danjela kurt in einem Provinzort und sieht sich bald der ersten Leiche im hauseigenen Schwimmbad gegenüber. Metzger eilt ihr natürlich, wenn auch zunächst widerwillig zur Hilfe.
    Wer den skurrilen Humor des Autors schätzt, wird auch hier wieder seine raffinierte Krimihandlung mögen, alle anderen mit Sinn für den etwas anderen Krimi sollten ihn unbedingt kennenlernen!

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  • Kurschatten Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sandra Schindelka, am 10.01.2010

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    Dies ist der 3. Fall mit Willibald Adrian Metzger. Diesmal fürht ihn ein nächtlicher Anruf von seiner Danjela, die im Kurschwimmbad eine Leiche entdeckt hat, in die Provinz und zu zwei schlimmen Verbrechen. Mit ganz viel Witz und Raffinesse zeigt Thomas Raab dem Leser wie der liebenswerte Willibald in diese Verbrechen verwickelt wird und so immer tiefer in die Wirren der Familienverhältnisse des Toten gerät. Besonders schön fand ich die Zwischenkapitel mit den Dialogen der beiden Kurhaie. Für jeden Metzger-Fan ein muß!

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  • Kur = Erholung ? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Silvia Gonther, am 03.01.2010

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    Freundin Danjela findet eine Leiche auf dem Grund des Kurschwimmbads. Also fährt Willibald ihr nach, zwar etwas widerwillig aber er will seiner Danjela doch beistehen. Dort angekommen ist manches anders als gedacht. Danjela und Willibald finden sich in einem Netz von Intrigen und Familienstreitigkeiten wieder…
    Nun gibt es den dritten Fall für den behäbigen Restaurator Willibald Adrian Metzger. Durch seine und Danjelas Neugier finden sich die beiden immer wieder in gefährlichen oder auch lustigen Situationen wieder. Der Metzger ist der richtige Lesestoff für alle Kommissar Kluftinger Fans.

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  • Der Metzger geht fremd Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Alina Grund, am 20.12.2009

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    Am liebsten hockt Willibald Adrian Metzger in seiner Werkstatt.Aber seine Danjela kurt in der Provinz und braucht ihren Metzger dringend...

    ...denn sie hat die Leiche eines Mannes am Boden des Schwimmbads entdeckt. Und da sie sich wundert,wie ein exzellenter Schwimmer,der Hällenbäder veräbscheute,in einem solchen ertrinken konnte,wird sie neugierig und ruft ihren Willibald zu Hilfe.

    Bald kommen sie einem tragischen und schrecklichem Familiengeheimnis auf die Spur.

    Der Metzger geht fremd ist ein außerst unterhaltsamer Krimi,mit interessanten Charakteren,in den man problemlos reinfindet,auch wenn man (wie ich) die zwei vorherigen Bände nicht gelesen hat.

    Allerding ist die Geschichte teilweise etwas umständlich formuliert,doch das wird durch die humorvollen Vergleiche und die Dialoge der Haie Anton und Ernst wieder wett gemacht.

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  • der Metzger geht fremd Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von sternthaler75, am 24.11.2009

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    Eine Leiche im Schwimmbad eines Kurhotels? Was ist dort geschehen? Mord oder Unglück?

    Willibald Adrian Metzger, seines Zeichens Restaurator, bekommt einen Anruf von seiner Freundin Danjela Djurkovic, die in genau diesem Haus Kurgast ist. Und auf ihr Bitten hin macht er sich auf den Weg zu ihr, um ein paar Tage zu verweilen. Nach mühsamer Anreise endlich am scheinbaren Ende der Welt angekommen, findet er einen abgetrennten Finger samt Ring im Wald. Wo ist die dazugehörige Person geblieben? Warum ist der Finger ab? Und dann gibt es plötzlich noch eine Leiche im Haifischbecken?

    Was ist hier nur los, in welchem Zusammenhang stehen die Beteiligten, welche Familiengeheimnisse offenbaren sich da? Der Metzger und seine Danjela geraten dabei ungewollt in einige verzwickte, aber auch komische Situationen, die es unbeschadet zu meistern gilt.

    Der Autor Thomas Raab hat bereits 2 Metzger-Krimis geschrieben, dies ist aber mein erster. Und ich habe ihn genossen. Mit urigem Charm und Humor, ein wenig grob, aber sehr herzlich, so habe ich dieses Buch empfunden. Seine Beschreibung der beteiligten Personen, Orte und Geschehnisse gelingt ihm gut, schnell hat man ein für sich passendes Bild vor Augen. Die Spannung wird anfänglich etwas flach gehalten, steigert sich aber im Verlauf, sodass ich das Buch irgendwann nicht mehr beiseite legen wollte. Wie ich finde, rundherum ein gelungener Krimi.

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  • Der Metzger geht fremd Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Claudia Sieber, am 07.11.2009

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    Der Metzger ist allein, seine Freundin Danjela Durkovic ist zur Kur und vertreibt sich dort, mit ihrer neuen Freundin Helene Burgstaller über alles und jeden lästernd, entspannt die Zeit. Doch dann wird im Schwimmbecken eine Leiche gefunden und vorbei ist es mit dem Frieden. Als Willibald Adrian Metzger, der seine Danjela eigentlich nur besuchen will, im Wald nahe der Kuranstalt dann noch einen Schrei hört und gleich darauf einen abgetrennten Finger findet, wird auch ihm klar, dass es hier ungemütlich werden könnte. Doch Danjela wird neugierig und versucht, etwas über die seltsamen Vorkommnisse herauszufinden.

    Die ganz große Stärke des Romans liegt in seinen Figuren. Willibald Adrian Metzger ist schrullig, seltsam, merkwürdig und absolut liebenswert, der brave Restaurator, der plötzlich in einen Mordfall verwickelt ist. Und sein Verhältnis zum von seiner Pensionswirtin geliehenen Fahrrad ist ebenfalls nicht das beste – kein Wunder, verliert er bei einem Sturz von selbigem doch einen halben Zahn. Ebenso einmalig und liebenswürdig ist auch Danjela Durkovic, mit ihrer ganz eigenen Art zu sprechen, ihrem faszinierenden Satzbau und ihrer direkten Art. Die übrigen Figuren sind ebenfalls gut gezeichnet, haben Ecken und Kanten und entwickeln sich schnell zu lebendigen Personen. Bonuspunkte gibt es für Anton & Ernst, die in kleinen Dialogen immer wieder selbst zu Wort kommen. Die beiden passen hervorragend in diesen etwas anderen Roman.

    Das Fazit fällt mir ein wenig schwer. Die Geschichte an sich ist spannend und gut konstruiert, bis kurz vor dem Schluss ist nicht ganz klar, wer in welcher Beziehung zu wem steht, wer der Mörder ist und wie alles zusammenpasst. Die Spannungskurve steigt bedächtig aber stetig an und vollführt gegen Ende einen guten Sprung. Stilistisch ist das Buch, wenngleich flüssig zu lesen, etwas anstrengend und das mindert den Lesespaß leider ein wenig. Doch all die (kleineren) Minuspunkte werden durch die einmaligen Charaktere wett gemacht, die auf dem Papier so lebendig werden wie sie es nur können. Nette Unterhaltung.

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  • Der Metzer geht fremd Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Claudia Sieber, am 07.11.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Metzger ist allein, seine Freundin Danjela Durkovic ist zur Kur und vertreibt sich dort, mit ihrer neuen Freundin Helene Burgstaller über alles und jeden lästernd, entspannt die Zeit. Doch dann wird im Schwimmbecken eine Leiche gefunden und vorbei ist es mit dem Frieden. Als Willibald Adrian Metzger, der seine Danjela eigentlich nur besuchen will, im Wald nahe der Kuranstalt dann noch einen Schrei hört und gleich darauf einen abgetrennten Finger findet, wird auch ihm klar, dass es hier ungemütlich werden könnte. Doch Danjela wird neugierig und versucht, etwas über die seltsamen Vorkommnisse herauszufinden.
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    Der ungewöhnliche Stil (Präsens und mehr kommentierend denn beschreibend) wirkt zu Beginn noch erfrischend, wird aber nach einer Weile leider eher platt und nervig. Dazu bei tragen sicherlich auch die reichhaltig eingestreuten österreichischen Begriffe (mit denen ich als norddeutscher herzlich wenig anfangen kann), das ständige „Oh, er ahnte noch nicht was auf ihn zukam“ und die oft krampfhaft wirkenden Witze und Seitenhiebe auf die Gesellschaft. Davon – und von den kursiv gesetzten Kapiteln, es mögen Rückblicke oder Perspektivwechsel sein, so sicher ist das nicht – abgesehen liest sich das Buch allerdings schnell und flüssig und lässt sich definitiv schwer aus der Hand legen. Ein interessantes Stilmittel sind auch die Indizien, die gesammelt und in Aufzählungsform dargeboten werden, so behält man als Leser stets den Überblick über den Stand der Dinge.
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    Die ganz große Stärke des Romans liegt in seinen Figuren. Willibald Adrian Metzger ist schrullig, seltsam, merkwürdig und absolut liebenswert, der brave Restaurator, der plötzlich in einen Mordfall verwickelt ist. Und sein Verhältnis zum von seiner Pensionswirtin geliehenen Fahrrad ist ebenfalls nicht das beste – kein Wunder, verliert er bei einem Sturz von selbigem doch einen halben Zahn. Ebenso einmalig und liebenswürdig ist auch Danjela Durkovic, mit ihrer ganz eigenen Art zu sprechen, ihrem faszinierenden Satzbau und ihrer direkten Art. Die übrigen Figuren sind ebenfalls gut gezeichnet, haben Ecken und Kanten und entwickeln sich schnell zu lebendigen Personen. Bonuspunkte gibt es für Anton & Ernst, die in kleinen Dialogen immer wieder selbst zu Wort kommen. Die beiden passen hervorragend in diesen etwas anderen Roman.
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    Das Cover zieren Abbildungen mit Jagdszenen(?), die Formen sind einfach, die Farben gut gewählt. Definitiv ein Buch bei dem ich im Buchladen stehen geblieben wäre und es in die Hand genommen hätte – und aufgrund des Klappentextes wäre es vermutlich auch in meinem Bücherregal gelandet.
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    Das Fazit fällt mir ein wenig schwer. Die Geschichte an sich ist spannend und gut konstruiert, bis kurz vor dem Schluss ist nicht ganz klar, wer in welcher Beziehung zu wem steht, wer der Mörder ist und wie alles zusammenpasst. Die Spannungskurve steigt bedächtig aber stetig an und vollführt gegen Ende einen guten Sprung. Stilistisch ist das Buch, wenngleich flüssig zu lesen, etwas anstrengend und das mindert den Lesespaß leider ein wenig. Doch all die (kleineren) Minuspunkte werden durch die einmaligen Charaktere wett gemacht, die auf dem Papier so lebendig werden wie sie es nur können. Nette Unterhaltung.

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  • In der Provinz ... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Marius Mueller, am 28.10.2009

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    Der Metzger ist schon wieder unterwegs, diesmal nicht im Fußballstadion, sondern in der Provinz, um seiner geliebten Danjela Djurkovic beizustehen, die sich auf Kur befindet.
    Und wo der Metzger weilt, da ist das Verbrechen nicht fern. Und tatsächlich kommt es schon bald in der Kuranstalt zum ersten Toten, der nicht der letzte bleiben wird. Der erste findet seinen Tod im Schwimmbecken, den nächsten verspeisen die Aquariumshaie…
    Der wohlbeleibte Restaurator kommt schon bald mithilfe seiner radebrechenden kroatischen Freundin düsteren Geheimnissen auf die Spur, die hinter der friedlichen Fassade der örtlichen Dorfgemeinschaft und dem malerischen Kurhotel schlummern. Nicht nur in der Stadt hat man Leichen im Keller, auch in der Provinz lauern Verbrechen und Gaunereien hinter jedem Haushalt.
    Nicht so schnoddrig und lahm wie der Brenner, sondern gebildet und kultiviert, so ist er, der Metzger mit Rufnamen Adrian. Ähnlichkeiten mit dem von Wolf Haas erfundenen österreichischen Kultermittler Simon Brenner kann man sicher nicht leugnen, dennoch ist der Held Raab ein eigenes Original, das mit seinem feinsinnigen Kunstverstand eigentlich so gar nicht in das Krimigenre passt.
    Doch aus dieser Diskrepanz zwischen Krimi und vergeistigten Restaurator schafft der österreichische Autor einen originellen Roman, in dem sogar Haifische Dialoge abhalten dürfen und auch sonst einiges an Skurrilität geboten wird.
    Abzug erfolgt meinerseits nur aufgrund des Plots, der mir zum Ende hin etwas zu undurchsichtig und verwirrend wird!

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  • tolles lesevergügen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von hans fügner, am 02.10.2009

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Raab ist ein Phänomen. Das ist nun sein dritter Metzger und noch selten hab ich die Reihe eines Autors gelesen mit dem Gefühl: Der wird immer besser. Besser, obwohl die ersten beiden Metzger wirklich schon grandios waren.
    Fantastisch, wie viel Handlungsstränge Raab in seine Dritten Roman verfolgt, nebeneinander herlaufen lässt, ohne dabei sein Ziel aus dem Auge zu verlieren, um am Ende einen Schnittpunk herzustellen, der verblüfft und unter die Haut geht. Der dritte Metzger ist zwar nicht weniger unterhaltsam als die beiden anderen, thematisch jedoch ernster. Immer dichter rückt der Handlungsverlauf an die Offenlegung einer tragischen Familiengeschichte heran und endet schließlich mit einem Paukenschlag, der mich trotz der Tragödie schmunzeln hat lassen. Zufrieden schmunzeln. Raab zeichnet die Figuren mit einer derartigen Eindringlich- und Genauigkeit, und das in wenigen Sätzen, dass sie Bestand der eigenen Wahrnehmung werden. Franzi Kaiser und Maria Zellmoser zum Beispiel werd ich lange nicht vergessen. Danke für dieses wunderbare Lesevergnügen und bitte: MEHR

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    von hans fügner, am 02.10.2009

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    Raab ist ein Phänomen. Das ist nun sein dritter Metzger und noch selten hab ich die Reihe eines Autors gelesen mit dem Gefühl: Der wird immer besser. Besser, obwohl die ersten beiden Metzger wirklich schon herausragend waren.
    Fantastisch, wie viel Handlungsstränge Raab in seine Dritten Roman verfolgt, nebeneinander herlaufen lässt, ohne dabei sein Ziel aus dem Auge zu verlieren, um am Ende einen Schnittpunk herzustellen, der verblüfft und unter die Haut geht. Der dritte Metzger ist zwar nicht weniger unterhaltsam als die beiden anderen, thematisch jedoch ernster. Immer dichter rückt der Handlungsverlauf an die Offenlegung einer tragischen Familiengeschichte heran und endet schließlich mit einem Paukenschlag, der mich trotz der Tragödie schmunzeln hat lassen. Zufrieden schmunzeln. Raab zeichnet die Figuren mit einer derartigen Eindringlich- und Genauigkeit, und das in wenigen Sätzen, dass sie Bestand der eigenen Wahrnehmung werden. Franzi Kaiser und Maria Zellmoser zum Beispiel werd ich lange nicht vergessen. Danke für dieses wunderbare Lesevergnügen und bitte: MEHR

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  • Fesselnd bis zum Schluß Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von steso, am 26.09.2009

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    Wilibald Adrian Metzger besucht seine große Liebe Danjela während eines Kuraufenthalts, nachdem sich dort ein Mord ereigntet hat. Getrieben von großer Neugierde stolpern die zwei von einer Spur zur nächsten, nähern sich so allmählich dem Mörder und kommen dabei einer komplexen Familientragödie auf die Spur.

    Der Autor läßt sich mit dem Spannungsaufbau reichlich Zeit, die Handlung kommt nur sehr gemächlich in Gang, dafür fesselt die Erzählung allerdings von der ersten Seite an mit ausführlichen Beschreibungen der Protagonisten. Diese werden sehr detaillverliebt beschrieben und weisen kleine oder größere Eigenheiten auf, die dem Roman durchgängig einen ganz besonderen Charme verleihen. Der Erzählstil ist dabei nicht neutral gehalten, sondern kommentiert teilweise süffisant die Handlung und vermittelt fast philosophische Weltanschauungen. Diese werden dem Leser allerdings so komprimiert dargeboten, dass sie den Erzählfluß nicht unterbrechen, trotzdem aber nicht abgedroschen wirken. Obwohl der erste Todesfall nicht der letzte bleibt, werden die Morde selbst nur angedeutet und dienen lediglich als Mittel, um die Handlung voranzutreiben.

    Der Roman zeichnet sich durch einen zunächst sehr eigentümlich erscheinenden Sprachstil aus, dabei ist auch der Gebrauch "dialektspezifischer" Wörter gewöhnungsbedürftig. Wer sich allerdings auf diesen Stil einlassen kann, der wird belohnt durch eine mitreißende und fesselnde Erzählung, die durch Wortwitz und Situationskomik reichlich Möglichkeiten zum Lachen bietet, dabei als Krimi aber auch so fesselt, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.

    Mein Fazit: Ich freue mich darauf, mehr von Thomas Raab zu lesen und werde mir auf alle Fälle auch die anderen Metzger-Krimis besorgen.

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  • Den Haien zum Fraß... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von schnegg72, am 23.09.2009

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    Die Danjela Djurkovic ist zur Kur und ruft - nach der Entdeckung eines toten Kurkollegen im Haifischbecken - ihren Willibald Adrian Metzger an, der natürlich sofort herbeieilt. Doch bis der dort ankommt, findet er unterwegs noch einen frauenlosen Finger mit Ring und im Hotel gibt es schon die 2. Leiche.
    Mit der ihr eigenen Eigenwilligkeit geht Danjela dem Ganzen natürlich auf den Grund. Und auch der Metzger, seines Zeichens Restaurator, kann es nicht wirklich lassen.
    So geraten die beiden in Irrungen und Wirrungen um einen uralten Familienzwist, der just in dieser Kuranstalt seinen Höhepunkt findet. Doch wer gehört jetzt eigentlich zu dieser Familie alles dazu? Und wer haßt jetzt wen am meisten?
    Herrlich humorvoll geschrieben, aber eben etwas gewöhnungsbedürftig. Unterhaltsam ja. Aber "Kalter Süden" war eindeutig spannender.

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    von schnegg72, am 23.09.2009

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    Die Danjela Djurkovic ist zur Kur und ruft - nach der Entdeckung eines toten Kurkollegen im Haifischbecken - ihren Willibald Adrian Metzger an, der natürlich sofort herbeieilt. Doch bis der dort ankommt, findet er unterwegs noch einen frauenlosen Finger mit Ring und im Hotel gibt es schon die 2. Leiche.
    Mit der ihr eigenen Eigenwilligkeit geht Danjela dem Ganzen natürlich auf den Grund. Und auch der Metzger, seines Zeichens Restaurator, kann es nicht wirklich lassen.
    So geraten die beiden in Irrungen und Wirrungen um einen uralten Familienzwist, der just in dieser Kuranstalt seinen Höhepunkt findet. Doch wer gehört jetzt eigentlich zu dieser Familie alles dazu? Und wer haßt jetzt wen am meisten?
    Herrlich humorvoll geschrieben, aber eben etwas gewöhnungsbedürftig. Unterhaltsam ja. Aber "Kalter Süden" war eindeutig spannender.

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  • Von Biedermeier-Möbeln und sehnsüchtigen Fischen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von sabatayn76, am 22.09.2009

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    Zum Inhalt:
    Willibald Adrian Metzger fährt für ein paar Tage ins Grüne, um seine Lebensgefährtin Danjela Djurkovic in einem Kurhotel zu besuchen. Diese braucht dringend seelischen Beistand, nachdem sie eine Leiche im Schwimmbecken gesichtet hat. Beim Radeln durch den Wald findet Willibald wenig später einen mysteriösen Finger mit passendem Goldring. Willibald und Danjela ermitteln bald auf eigene Faust, inspizieren Zimmer, stellen Fragen, decken nach und nach immer mehr Zusammenhänge auf und erregen somit auch das Interesse des Täters.

    Mein Eindruck:
    Das Einlesen in "Der Metzger geht fremd" fiel mir sehr schwer. Die Sätze sind häufig sehr lang, die Sprache blumig, die Wortstellung oft ungewöhnlich. Danjelas gebrochenes Deutsch und ein mehrfaches Wechseln der Perspektive machen das Ganze noch schwieriger. Wenn man sich jedoch auf Raabs Stil einlassen kann, entdeckt man herzliche Charaktere, viel unterschwelligen Humor und eine sehr unterhaltsame Geschichte.

    Mein Resümee:
    Kein nervenaufreibender Krimi, jedoch durchgehend unterhaltsam. Komplex, aber nicht konstruiert. Ältere Protagonisten, doch keineswegs altbacken. Amüsante Begebenheiten, aber nicht läppisch. Geeignet für alle, die keine Massaker und verstümmelte Leichen brauchen, sich jedoch einen cleveren und durchdachten Krimi wünschen. Sehr gut!

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  • Anfangs noch ganz lustig... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 16.09.2009

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    Es war mein erster Metzger und mit Sicherheit mein letzter...

    Der Schreibstil ist zwar anfangs recht erfrischend und lustig, ging mir aber nach ca. 80-100 Seiten gewaltig auf die Nerven (ich dachte man gewöhnt sich daran, ist mir leider nicht gelungen).

    Die Geschichte von Willibald, dem Restaurator, Danjela, seiner zur Zeit im Kurhotel befindlichen Freundin und der gefundenen Leiche eines Kurgastes im Schwimmbad geht nur sehr schleppend voran. Ich gestehe, daß ich nach ca. 100 Seiten abgebrochen habe, unter anderem, weil bis dahin immer noch nicht wirklich mehr passiert ist als schon in der Leseprobe zu lesen war.

    Wer sich mit der Sprache auseinandersetzen kann und will, und wer eher seichte Krimis mag, der ist hier sicherlich gut bedient. Wer jedoch einen flotten und kurzweiligen Krimi sucht, dem sei hiervon abgeraten.

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  • Perfekte Mischung aus Denkanregung, Spannung und Humor Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 14.09.2009

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    Alles beginnt so harmlos in einer Kuranstalt.Der Restauraror Willibald Adrian Metzger besucht seine Lebensgefährtin Danjiela bei Ihrem Kuraufenthalt im Sonnenhof (wobei hier das Sprichwort ganz treffend ist: Wo Licht ist, ist auch Schatten..). Gleich in den ersten Tagen ihres Aufenhaltes gibt es einen Toten. August-David Friedmann wird tot (und unbekleidet) im Schwimmbecken des Kurhotels aufgefunden. Nur wenig später findet der Metzger einen abgetrennten Finger samt Ring im Wald, wobei dieser Ring mit der Inschrift "August-David +Datum" versehen ist.Kurz darauf fällt auch noch der Hausmeister des Hotels einem tragischen "Unfall" zum Opfer.. Da nun Danjiela und ihr Metzger in jedem Fall über die Unendlichkeit ihrer Neugier eng miteinander verbunden sind, forschen die beiden nach und begeben sich damit in die tiefen Abgründe der Familientragödie Friedmann.



    Ich habe selten einen so vielfältigen Roman gelesen, der es immer wieder zu unerwarteten Wendungen bringt. Im Laufe der Handlung werden wie in kleinen Portionen immer wieder neue Verstrickungen unter den Charakteren preisgegeben, die ständig jemand anderen zum Tatverdächtigen machen. Zudem sind noch Einschübe mit den Gedankengängen eines anonymen Urhebers in kursiver Schrift zu finden, die der Leser zunächst nicht recht deuten kann. Bissige Bemerkungen wie zum Beispiel zum Toten Meer und den darin badenden, nicht ganz unbefleckten Pfarrer " Sie werden dem Namen noch alle Ehre machen", veranlassen den Leser, das Buch am liebsten in einem Zug zu lesen. Auch der Humor (häufig in Form von Ironie und Sarkasmus) machen den Roman zu einem Lesegenuss. Des Weiteren haben mich die kleinen "philosophischen" Botschaften des Autors überrascht (wie "Wer keine eigenen Entscheidungen treffen will, den treffen die Entscheidungen der anderen."). Als Leser denkt man dann auch unweigerlich darüber nach, in wie weit man diese Botschaften für sich selbst erkennen kann. Das Einzige, was ich zu bemängeln habe, ist das finale Szenario, in dem der gefesselte Metzger nur knapp den Flammen des brennenden Hirzinger-Hofes engeht, indem er mit der Nagelzwicke seiner Mutter die Fessel an Beinen und Händen löst. Das war dann nicht so sehr im Einklang mit dem Rest des Romanes..



    Insgesamt ist es Thomas Raab gelungen, einen anspruchsvollen witzigen Kriminalroman zu schreiben, den man so schnell sicher nicht vergisst. Deswegen 5 Sterne

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