Der Sohn des Teufels

Thriller. Deutsche Erstausgabe

von Jonathan Nasaw

Buch

Taschenbuch (493 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Der coolste aller Serienkillerjäger: FBI-Mann E. L. Pender


Seit er zusehen musste, wie seine Stiefmutter nach ihrem Tod von Aasgeiern nahezu aufgefressen wurde, wird Luke dieses Bild nicht mehr los. Er kommt in psychiatrische Behandlung und fühlt sich dort unschuldig eingesperrt. Er entschließt sich, eine Liste von Personen aufzustellen, mit denen er nach seiner Entlassung abrechnen will. Ganz oben steht ein Mann, der ihn in die Anstalt gebracht hat: der FBI-Beamte E. L. Pender.


Produktdetails

ISBN-10: 3-453-40512-9
EAN: 9783453405127
Originaltitel: Boys from Santa Cruz
Erschienen: 09.08.2010
Verlag: Heyne Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 493
Länge/Breite: 189mm/118mm
Gewicht: 396 g
Übersetzer: Jochen Stremmel
Reihe: Heyne-Bücher Allgemeine Reihe
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Jonathan Nasaw

Jonathan Nasaw lebt in Pacific Grove, Kalifornien. Mit "Die Geduld der Spinne" schaffte er es auf Anhieb in die Bestsellerlisten.

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Buchhändlertipps

  • Mein erstes Buch von diesem Autor! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Doris Oberauer, am 02.10.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Grieskirchen

    Der FBI Agend Pender ermittelt 1985 in einem Serienmordfall. Der Killer uns sein Komplizin begehen beide Selbstmord. Luke, damals 15 Jahre alt musste alles mit ansehen. Er wird bei den Großeltern untergebracht und kommt dann aber in eine Besserungsanstalt. Dort macht er eine Liste mit Personen die ihm Unrecht getan haben. Sobald er auf freiem Fuß ist, rechnet er mit ihnen ab…..

    Spannend!

Kundenrezensionen

  • Der Sohn des Teufels Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Kerstin Stutzke, am 26.08.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Als der 15-jährige Luke Sweet jr. von seinem Vater einen Anruf erhält, der sein Leben verändern soll, ahnt er noch nicht, wie sehr. Luke bekommt am Telefon mit, wie sein Vater sich umbringt, doch warum? Schnell wird ihm klar, das irgendetwas nicht in Ordnung ist. Seine Stiefmutter Theodora Schwantzer genannt Teddy steckt einen Koffer außerhalb des Wohnwagens in Brand und erschießt sich ebenfalls. Luke sen. hat seinem Sohn noch geraten, zu seinen Großeltern mütterlicherseits zu gehen, denn diese sind jetzt seine gesamte Familie.

    Derweil ermitteln Special Agent William C. Izzo und Special Agent E. L. Pender weiter gegen Luke sen., denn er steht im Verdacht, sogenannte Snuff-Filme produziert zu haben. Als die beiden Agenten das Grundstück der Sweets aufspüren, ist Luke jr. bereits auf der Reise zu seinen Großeltern. Die Agenten finden nur noch Teddy und den verbrannten Koffer vor und ein Video, das den Brand unbeschadet überstanden hat. Bei der Sichtung des Videos wird klar, Sweet sen. hat nicht nur einen Snuff-Film gedreht. Bei Grabungen auf dem Gelände werden 3 Schädel gefunden.

    Pender glaubt auf dem Video ebenfalls flüchtig Sweet jr. gesehen zu haben und macht Jagd auf ihn und tatsächlich kann er ihn bei seinen Großeltern stellen. Doch Pender linkt den Jungen, sodass er erst im Gefängnis und anschließend in einer privaten Therapieeinrichtung landet. Hier gelingt ihm, zusammen mit seiner Freundin Dusty Walker die Flucht, doch als diese durch einen Unfall stirbt, lastet ihm Pender dies als Mord an. Durch widrige Umstände während seiner Flucht tötet Luke jr. einen Indianer. Hierbei handelt es sich um einen Unfall, doch auch hieraus will ihm Pender einen Strick drehen, denn dieser ist überzeugt, dass Luke jr. ein Psychopath und Serienmörder ist. Einem Kopfgeldjäger gelingt es schließlich, Luke jr. in Gewahrsam zu nehmen und seine Großeltern haben für eine Unterbringung in einer Psychiatrie gesorgt. Fast 10 Jahre vegetiert er dort, bis ihm eine spektakuläre Flucht gelingt. Jetzt hat er nur noch ein Ziel: Rache an denen, die ihm Unrecht getan haben ...

    Von diesem Buch hatte ich mir eindeutig mehr versprochen! Der Plot wurde im ersten Teil des Buches sehr detailliert und actionreich ausgearbeitet, jedoch lässt die Story merklich nach der Flucht aus der Psychiatrie nach. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, zum mindest im ersten Teil, im zweiten war ich hingegen schon etwas angenervt, zumal deutlich zu erkennen war, in welche Richtung sich die Story entwickelt hat. Die Figuren fand ich überaus faszinierend dargestellt, gerade Protagonist Luke war mir sehr sympathisch, hingegen konnte FBI-Agent Pender zu keiner Zeit meine Sympathie erringen. Ich hoffe sehr, dass es solche Menschen wie diesen beschriebenen FBI-Agenten nicht im wirklichen Leben in solchen Institutionen gibt - eine absolute Schande. Bei diesem Buch handelt es sich um das erste Buch des Autoren, dass ich gelesen habe. Ich werde ihm sicherlich zu gegebener Zeit noch einmal eine Chance geben, mich von sich zu überzeugen, allerdings wird das wohl noch etwas dauern.

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  • Tolle Unterhaltung mit spannender Wendung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Nadja Timmann-Dörling, am 30.11.2010

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    Großartig, ich mag Jonathan Nasaw.
    Er versteht es einfach hervorragend, seinen Krimis eine höchst spannende Wendung zu verpassen, die mich immer einfach einfangen!
    Der Sohn des Teufels, tolle Unterhaltung für alle Krimifans, die es gerne böse - aber nicht zu blutig mögen!

    Viel Spaß

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  • Der Sohn des Teufels Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Monika Ziegler, am 27.11.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein grausamer Serienmörder entgeht seiner Verhaftung indem er vorher Selbstmord begeht. Ist sein minderjähriger Sohn Luke Mitwisser oder sogar Mittäter? Der Junge wird nach einer planlosen Flucht für unzurechnungsfähig erklärt und landet in einer geschlossenen Einrichtung.
    10 Jahre später befindet Luke sich auf einem Rachefeldzug, dicht verfolgt von dem FBI Agenten Ed Pender...

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An dem Morgen, als mein Vater aus Marshall City anrief, um uns mitzuteilen, dass ihm das FBI auf die Pelle rückte, war ich im Wohnwagen und sah zu, wie Teddy, meine Stiefmutter, sich anzog.
Versteht mich nicht falsch, ich war nicht scharf darauf, ihr dabei zuzusehen. Teddy war eine Transe mit Implantaten vor ihrer Geschlechtsumwandlung und gebaut wie ein Footballverteidiger mit Titten. Aber der August in den Sierras kann mörderisch sein (die Temperatur lag schon bei vierunddreißig Grad im Schatten), und der Wohnwagen hatte die einzige Klimaanlage auf dem Gelände. Ich war fünfzehn und wohnte allein in einem Schulbus ohne Klimaanlage, der vierhundert Meter von dem Wohnwagen entfernt den Berg hoch lag. Kein fließendes Wasser, aber ich hatte Elektrizität und so viel Intimsphäre, wie ich brauchte. Und was aus ihrer Perspektive wichtiger war: Big Luke und Teddy ebenfalls.
Als mein Vater anrief, saß ich an dem Klapptisch in der Kochnische und beschäftigte mich mit meiner zweiten Tasse Kaffee. Teddys umgekehrter Striptease fand am anderen Ende des Wohnwagens statt. Sie hatte die Schlafzimmertür offen gelassen und kam halb angezogen heraus, um ans Telefon zu gehen. Ich trug selbst nur Shorts und Sandalen. Weil ich nicht wollte, dass sie auf dumme Gedanken kam, tat ich so, als wäre ich wirklich daran interessiert, durch die halbgeöffneten Jalousien auf das Gemüsebeet hinter der Küche zu schauen, wo die staubigen Tomatenpflanzen an ihren Stangen hingen wie Soldaten, die man vor einem Erschießungskommando festgebunden hatte.
Irgendwie konnte ich an dem Schweigen erkennen, dass es sich um schlechte Nachrichten handelte. Teddy hatte sich in den Liegestuhl fallen lassen und sah aus, als hätte sie jemand mit einem Baseballschläger in den Bauch gehauen, und sie versuchte immer noch, Luft zu bekommen.
»Was ist los?«, fragte ich sie.
Sie schaute überrascht zu mir herüber, als hätte sie vergessen, dass sich noch jemand in dem Raum befand, und nickte dann langsam mit offen stehendem Mund und dem Telefon am Ohr. Mir war nicht klar, ob ihr Nicken eine Reaktion auf meine Frage oder das Telefon war. Schließlich bekam sie sich aber wieder in den Griff. Sie fing an, Sachen zu sagen wie: »Mach jetzt keine Dummheiten« und »Ich kümmere mich um alles« und »Niemand braucht was davon zu erfahren«. Dann schaute sie wieder zu mir hoch. »Das verklickerst du ihm besser selber«, sagte sie ins Telefon und hielt es mir hin.
Zehn Jahre sind seit diesem schrecklichen Morgen vergangen, aber ich kann mich immer noch an den merkwürdigen Geruch des Wohnwagens, das Brummen der Klimaanlage und die Art und Weise erinnern, wie die Staubkörnchen in den Streifen des Sonnenlichts tanzten, das sich durch die Jalousien hereindrängte, als ich durch den Raum ging und meiner Stiefmutter das Telefon abnahm. »Hallo?«
»Little Luke?«
»Dad?«
»Hau ab.«
»Was?«
»Verpiss dich. Gleich wird die Kacke ganz schön am Dampfen sein. Du solltest besser nicht darin verwickelt werden.«
»Wo soll ich denn hingehen?«
»Zu deinen Großeltern.«
Er meinte die Eltern meiner toten Mutter. Er war Vollwaise. Ich war kurz davor, einer zu werden. »Auf keinen Fall. Vergiss es.«
»Ich habe keine Zeit zum Diskutieren. Gib mir nochmal Teddy.«
Das war's. Kein letzter väterlicher Rat: Bleib dir selber treu oder: Piss nicht gegen den Wind. Nicht mal ein popeliges Tschüss, geschweige denn: Ich liebe dich. Ich konnte die Sirenen im Hintergrund hören, also ist mir klar, unter welchem Druck der Mann stand. Aber hätte ihn ein nettes Wort zu mir denn umgebracht, zum Teufel nochmal?
Stattdessen bekam ich Teddys letzte Worte an ihn zu hören. »Ich liebe dich Baby.« Darauf folgte eine Pause, die lang genug für ein: »Ich liebe dich auch, Baby« war. Sie muss gewusst haben, was als Nächstes kam, weil sie das Telefon von ihrem Ohr nahm. Wir hörten beide den Schuss. »Ihr Ärsche!«, begann Teddy in den Hörer zu schreien. »Ihr blöden Arschlöcher, leckt mich doch am Arsch!« Sie strapazierte ihren Wortschatz ganz schön.
Ich entwand ihr das Telefon, hörte eine Männerstimme, nicht die von Big Luke, etwas von einem feigen Hurensohn brüllen und legte auf. Ich weiß nicht, ob ich erklären kann, was ich in dem Moment fühlte. Es war so, als ob ich wüsste, was passiert war, und als ob ich es zur gleichen Zeit nicht wüsste. Alles andere war jedoch vollkommen klar, alles was ich sehen, hören und anfassen konnte. Teddy war in dem Sessel zusammengebrochen. Sie hatte einen Slip an, aber kein Hemd. Ihre fleischigen Arme hingen seitlich vom Sessel herunter, als gehörten sie nicht zu ihr. Ich legte ihr meine Hand auf die nackte Schulter. Sie war warm. Sie ergriff mein handgelenk und lehnte ihre feuchte Wange gegen meine Hand. Dann zog sie meine hand hinunter und drückte sie fest gegen ihre Brust. Ich glaube, sie hatte eine Sekunde lang vergessen, wer ich war, oder dachte, ich wäre mein Vater oder so. Mehr aus benommener Neugier als aus sonst einem Grund ließ ich meine Finger wandern. Sie fühlte sich okay an, entsprach aber nicht meinen Erwartungen. Ich konnte spüren, wie sich das Implantat hin und her bewegte.
Einen Augenblick später fand ich mich auf dem Boden wieder, und mir klangen die Ohren. Meine Stiefmutter war auf dem Weg ins Schlafzimmer. »Wenn du immer noch hier bist, wenn ich rauskomme, bring ich dich um.«


Zehn Uhr am Dienstagmorgen. Eine Überwachungsmaßnahme im Postamt in Marshall City, Kalifornien. Auf Penders Hula-Hemd breiteten sich schon, ausgehend von den Achselhöhlen, der Wölbung seines Bauchs und unten am Kreuz, Schweißflecken in Form von Landmassen aus und drohten sich zu vereinigen, als wollten sie die Pangäa-Hypothese in umgekehrter Reihenfolge illustrieren. Sein Partner Bill Izzo saß in einem Wagen mit Klimaanlage, der auf der anderen Straßenseite geparkt war, und machte Pender durch seinen fleischfarbenen Ohrhörer immer dann Meldung, wenn jemand, der der groben Beschreibung des unbekannten Subjekts, des Unsubs, entsprach - weiß, männlich, dunkelhaarig, Bodybuilder-Figur -, das Gebäude betrat.

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