Amnesie

Psychothriller

von Michael Robotham

Buch

Taschenbuch (446 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Halb ertrunken wird Detective Inspector Vincent Ruiz aus der Themse geborgen und liegt tagelang im Koma. Wieder bei Bewusstsein fängt sein Alptraum allerdings erst an, denn er kann sich an die letzten Wochen nicht erinnern. Sein einziger Anhaltspunkt ist das Foto eines Mädchens: Die kleine Mickey Carlyle war drei Jahre zuvor entführt worden und gilt seither als tot. Mit Hilfe des Psychologen Joe O Loughlin gelingt es Vincent, Teile seiner Erinnerung zurückzugewinnen. In ihm wächst der Verdacht, dass Mickey noch lebt und in großer Gefahr schwebt

Pressestimmen:

"Der australische Autor Michael Robotham ist superschlau, ein Meister in der Kunst, aussichtslose Situationen zu entwerfen. Sein zweites Buch ist vertrackt, romantisch. Thrill pur." Die Zeit

Produktdetails

Verkaufsrang: 528
ISBN-10: 3-442-47643-7
EAN: 9783442476435
Originaltitel: Lost
Erschienen: 14.03.2011
Verlag: Goldmann Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 446
Länge/Breite: 188mm/127mm
Gewicht: 393 g
Übersetzer: Kristian Aus d. Englischen v. Lutze
Reihe: Goldmanns Taschenbücher
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Kristian Aus d. Englischen v. Lutze

Lee Vance studierte in Harvard und arbeitete lange Jahre für Goldman Sachs, eine der ältesten und angesehensten Investmentbanken der Welt. Er lebt mit seiner Familie in New York.

Michael Robotham

Michael Robotham, geb. 1960 in New South Wales, Australien, war lange Jahre als Journalist für große Tageszeitungen und Magazine in London und Sydney tätig, bevor er sich ganz seiner eigenen Laufbahn als Schriftsteller widmete. Mit seinen Romanen sorgte er international für Furore und wurde mit mehreren Preisen geehrt. Michael Robotham lebt mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in Sydney.

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Buchhändlertipps

  • Spannend und kurzweilig Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Birgit Matthews, am 03.05.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in St. Pölten

    Ein Albtraum für Inspektor Ruiz, als er schwer verletzt und halb ertrunken aus der Themse gezogen wird. Nach einer Woche Koma erlangt er wieder das Bewusstsein, doch er hat keine Erinnerung an die letzten Wochen.
    "Amnesie" so die Diagnose der Ärzte. Zu Hause findet er in Styropor verpackte Diamanten und Stück für Stück, wie ein Puzzle fügt sich sein Gedächtnis zusammen. Mit Hilfe des Psychologen Joe und seiner Kollegin Ali gelingt es Ruiz nach und nach die schreckliche Vergangenheit zu rekonstruieren.

Kundenrezensionen

  • Grausam spannend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Brigitte Bouman-Mengering, am 23.08.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Inspector Ruiz passiert das denkbar Schlimmste.Er wacht aus einem Koma auf und erinnert sich an nichts.Sein Psychologenkollege Joe versucht ihm zu helfen und ab da wird es atemberaubend.
    Mir gefällt die Zusammenarbeit der beiden Charaktere sehr.Da ist niemand Koch oder Kellner,sondern jeder hat eine ausgeprägten Charakter.Und es ist ja so spannend.Klasse.

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  • Was ist, wenn man nichts mehr weiss?! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kathrin Wegmüller, am 22.07.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Detective Inspector Vincent Ruiz wird aus der Themse geborgen und liegt danach tageland im Koma. Als er aus dem Koma erwacht muss er bemerken, dass im sein Gedächtnis der letzten Wochen fehlt. Er beginnt die Vergangenheit zu rekonstruieren. Nach und nach kommt sein Gedächtnis zurück...

    "Amnesie", wie immer packend! Michael Robotham weiss, wie er seine Leser in seinen Bann schlagen kann. Unbedingt lesen, Spannung pur!

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  • Genauso stark wie "Dein Wille geschehe" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Daniela Lingg, am 16.05.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Robotham Fans- oder die, die es noch werden wollen- aufgepassst:
    Hochspannung von Anfang bis Schluss.
    Robotham versteht es einfach einen Thriller zu konstruieren, der nie langweilig ist, und dabei völlig real und ohne Übertreibungen die kapputten Seelen unserer Menschheit aufzuzeigen.
    Und immer wieder wird einem beim Lesen klar: es könnte genau so bei deinem Nachbar passiert sein...

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  • Auf der Suche nach der Wahrheit Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Sandra Enzler, am 05.04.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Detective Inspector Ruiz steckt tief in diesem Fall mit drin...
    Man fischt ihn schwer verletzt aus der Themse und erinnern kann er sich an nichts.
    Vage erinnert er sich immer wieder an Mickey.
    Was hat er jedoch mit Mickey zu tun, die wurde doch vor drei Jahren ermordet?
    Detective Inspector Ruiz glaubt nicht an ihren Tod. Sind dies Nachwehe seiner Verletzungen oder befindet er sich auf der richigen Spur?
    Hochspannung bis zum Schluss garantiert!

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    ja nein

Die Themse, London
Irgendwer hat mir mal erzählt, man wisse, dass es kalt ist, wenn man einen Anwalt mit den Händen in den eigenen Taschen sieht. Jetzt ist es noch kälter. Mein Mund ist taub, und ich habe bei jedem Atemzug das Gefühl, Eissplitter in die Lunge zu saugen.
Menschen schreien und leuchten mir mit Taschenlampen in die Augen. Ich klammere mich derweil an eine große gelbe Boje, als wäre sie Marilyn Monroe. Die ziemlich dicke Marilyn Monroe, die angefangen hatte, Tabletten zu schlucken, und so langsam verkam.
Mein Lieblingsfilm ist Manche mögen's heiß mit Jack Lemmon und Tony Curtis. Ich weiß nicht, warum mir das gerade jetzt einfällt, obwohl es mir bis heute ein Rätsel ist, wie irgendjemand Jack Lemmon für eine Frau halten kann.
Ein Typ mit einem wirklich buschigen Schnauzbart und einem Atem, der nach Pizza riecht, haucht in mein Ohr. Er trägt eine Schwimmweste und versucht, meine Finger von der Boje zu lösen. Ich kann mich vor Kälte nicht rühren. Er schlingt beide Arme um meine Brust und schleppt mich rückwärts durchs Wasser. Weitere Menschen, die ich wegen der Lichter nur in Umrissen wahrnehme, greifen nach meinen Armen und ziehen mich an Deck.
"Mein Gott, guck mal, sein Bein!", sagt irgendjemand.
"Er ist angeschossen worden!"
Über wen reden die?
Wieder fangen irgendwelche Leute an zu brüllen, rufen nach Verbandszeug und Blutplasma. Ein Schwarzer mit einem goldenen Ohrring sticht eine Nadel in meinen Arm und drückt einen Beutel auf mein Gesicht.
"Ich brauche Decken. Wir müssen ihn warm halten."
"Puls bei einhundertzwanzig."
"Einhundertzwanzig?"
"Puls bei einhundertzwanzig."
"Irgendwelche Kopfverletzungen?"
"Negativ."
Ein Motor heult auf, und wir setzen uns in Bewegung. Ich kann meine Beine nicht spüren. Ich spüre gar nichts - nicht einmal mehr die Kälte. Die Lichter verblassen auch. Dunkelheit sickert in meine Augen.
"Fertig?"
"Ja."
"Eins, zwei, drei."
"Vorsicht mit den Transfusionsschläuchen." "Alles klar." "Beatmung fortsetzen." "Okay."
Der Typ mit dem Pizzaatem keucht jetzt schwer und rennt neben der Trage auf und ab. Er drückt seine Faust auf den Beutel vor meinem Gesicht, um Luft in meine Lunge zu pressen, die sich gleich darauf hebt. Quadratische Lichter gleiten über mich hinweg. Ich kann noch sehen.
Eine Sirene heult in meinem Kopf. Jedes Mal, wenn wir bremsen, wird sie lauter und eindringlicher. Jemand spricht in ein Funkgerät. "Er kriegt gerade seine vierte Konserve. Er verblutet uns. Der systolische Druck sinkt."
"Er braucht Volumen."
"Drück ihm noch einen Beutel rein."
"Herzstillstand!"
"Herzstillstand. Siehst du?"
Eine der Maschinen stößt einen anhaltenden Warnton aus. Warum schaltet sie keiner ab?
Pizzaatem reißt mein Hemd auf und klatscht mir zwei Gummimatten auf die Brust. "ALLES KLAR!", brüllt er.
Der Schmerz bläst mir beinahe die Schädeldecke weg. Wenn er das noch mal macht, brech ich ihm beide Arme. "ALLES KLAR!"
Ich schwöre bei Gott, ich werde dich nicht vergessen, Pizzaatem. Ich werde mich genau erinnern, wer du bist. Und wenn ich hier rauskomme, suche ich dich. Im Fluss war ich glücklicher. Bringt mich zurück zu Marilyn Monroe.
Jetzt bin ich wach. Meine Augenlider flattern, als kämpften sie gegen die Schwerkraft an. Ich drücke sie fest zu, versuche es erneut und blinzele in die Dunkelheit.
Ich drehe den Kopf und kann die orangefarbene Leuchtanzeige einer Maschine neben dem Bett ausmachen, außerdem einen grünen Lichtpunkt, der über ein LCD-Display flimmert wie bei diesen Stereoanlagen mit hüpfenden farbigen Lichtwellen.
Wo bin ich?
Neben meinem Kopf steht ein Chromständer, im Metall spiegeln sich Sterne. An einem Haken hängt ein Plastikbeutel, prall voll mit einer durchsichtigen Flüssigkeit, die durch einen biegsamen Plastikschlauch fließt und unter einem abgeklebten Verband an meinem linken Unterarm verschwindet.
Ich bin in einem Krankenhauszimmer.

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