Die Tänzerin im Schnee

Roman

von Daphne Kalotay

Buch

Taschenbuch (479 Seiten)

3. Auflage.

Sprache: Deutsch

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Sie tanzten nur einen Winter. Was treibt eine junge Frau dazu, ihr Heimatland, ihren Ehemann und ein neugeborenes Kind zu verlassen? Schmerzhaft und schön erzählt Daphne Kalotay die Schicksalsgeschichte einer gefeierten Primaballerina. Ihr großer, bewegender Roman, der in 19 Sprachen übersetzt wurde, handelt von der Schönheit des Tanzes, dem Geheimnis alten Bernsteinschmucks und von fatalem Freundes- und Liebesverrat. In Boston beschließt die ehemalige Ballerina Nina Rewskaja, ihre Schmucksammlung versteigern zu lassen. Einst wegen ihrer Grazie und Schönheit "Schmetterling" genannt, ist sie nunmehr an den Rollstuhl gefesselt. Der Bostoner Professor Grigori Solodin glaubt, besagter Schmuck sei der Schlüssel zu einem lange verborgenen Geheimnis. Mit Hilfe der Auktionatorin Drew Brooks versucht er, das Rätsel der Primaballerina zu lösen. Damit entfesselt er eine schmerzliche Geschichte, die zurück ins Moskau der Nachkriegszeit führt. Eine Geschichte, die von Terror und Verrat, von Leidenschaft und Kunst und der langsamen Auslöschung der Menschlichkeit handelt. Mit umfangreichem Hintergrundmaterial zum Bolschoi-Theater, zur Stalinzeit und zu Bernsteinschmuck, inklusive Autoreninterview und Ballett-Glossar.

Produktdetails

ISBN-10: 3-7466-2802-4
EAN: 9783746628028
Originaltitel: Russian Winter
Erschienen: 12.03.2012
Verlag: Aufbau Taschenbuch Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 3. Auflage.
Seitenzahl: 479
Länge/Breite: 205mm/133mm
Gewicht: 542 g
Übersetzer: Gesine Schröder, Carina Tessari, Jasemin Dincer
Reihe: Aufbau Taschenbücher
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Gesine Schröder

Gesine Schröder, geboren 1976, studierte in Kiel und Berlin. Sie ist Übersetzerin.

Carina Tessari

Carina Tessari, geb. 1978, studierte Übersetzen in Berlin und übertrug u. a. Curtis Sittenfeld und Lindsay Graves ins Deutsche. Sie lebt in Mannheim.

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Kundenrezensionen

  • Wunderschön erzählt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 05.11.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die Geschichte wird wunderschön erzählt. Die politischen Umstände in der UdssR werden so eingebaut, dass es für die Geschichte wichtig und gut ist, man aber keinen politschen Roman liest.

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  • Russland und seine Künstler Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Anna Stiefel, am 23.08.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die ehemalige, kranke Starballerina Nina, die in Amerika lebt, lässt ihren Schmuck versteigern. Bei den Vorbereitungen dazu taucht ein Mann auf, der eine zu einem ihrer Sets passende Kette besitzt und mitversteigern lassen will.
    Daphne Kalotay lässt das Russland der 40er Jahre wieder auferstehen, gibt Einblicke in die Welt der Künste, der Diktatur Stalins und der sowjetischen Demokratie. Sie zeigt den damaligen Lebensstandard, die Angst vor Verhaftung und wie Menschen an dem System kaputt gehen und ihr ganzes Leben beeinflusst. Sehr lesenswert. Schön an kalten Tagen auf dem warmen Sofa.

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  • Künstlerleben unter Stalin Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Irene Hantsche, am 15.05.2012

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    Was bringt eine gefeierte Primaballarina im Moskau der 50er Jahre dazu, Hals über Kopf Theater, Mann und Freunde zu verlassen. Kolotay erzählt vom Leben der inzwischen 80-jährigen Nina. In jungen Jahren wurde sie gefeiert, nun ist sie alt, krank und einsam und sperrt sich gegen die schmerzhaften Erinnerungen.
    In Rückblenden fängt der Roman sehr anschaulich und interessant vor allem die Stalinzeit in Moskau ein, die Enge der Wohnungen, die sich viele Menschen teilen, die Schlangen vor den Geschäften und Ämtern und die Angst der Leute, das Falsche zu sagen. Wem kann man noch trauen? Zugleich gibt der Roman Einblicke in die Welt des Bolschoi-Theaters, in die harte tägliche Arbeit und die Entbehrungen der Tänzer für Anerkennung und Ruhm.
    Die „Tänzerin im Schnee“ ist durch die dichte Handlung spannend bis zuletzt und gibt gute Eiblicke in ein Künsterleben der Stalinzeit.

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  • Ergreifende Liebesgeschichte unter Stalin Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Monika Fuchs, am 03.04.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Daphne Kalotay hat einen wunderbaren Roman über das Ballett, die Liebe und das Leben im Russland zur Zeit Stalins geschrieben. Der Originaltitel „Russian Winter“ trifft den Inhalt des Romans allerdings wieder einmal deutlich besser als die deutsche Übersetzung, denn er bietet verschiedene Interpretationsmöglichkeiten: Natürlich ist es kalt in Moskau, aber es herrscht auch eine eisige Kälte zwischen den Menschen unter der Diktatur von Stalin.

    In diesem Roman werden zwei verschiedene Familiengeschichte geschickt miteinander verknüpft. Erst ganz am Ende löst sich der Knoten. Die Hauptpersonen sind Nina, eine Primaballerina des russischen Bolschoi-Balletts, ihr Ehemann und Lyriker Viktor Elsin, sein bester Freund und Komponist Gersch, dessen Freundin und ebenfalls Primaballerina Vera, Grigori Solodin, ein Übersetzer und Universitätsdozent und Drew, eine Mitarbeiterin eines großen Auktionshauses in Boston. Die Geschichte beginnt in der Gegenwart in Boston. Nina ist in der Zwischenzeit um die achtzig Jahre alt und gelähmt. Sie trifft sich mit der jungen Drew, um über den Verkauf ihres wertvollen Schmucks zu verhandeln. Da erfährt sie, dass ein unbekannter Spender eine Kette mit einem Bernsteinanhänger stiften will, die anscheinend zu einem Schmuckset passt, dass ihr gehört. Drew würde gerne mehr über diesem Schmuck erfahren, aber Nina will nichts davon wissen. Danach wechselt die Geschichte zwischen der Gegenwart und den Erinnerungen von Nina an die Vergangenheit hin und her.

    Nina und ihre Freunde waren in der Sowjetunion relativ privilegiert. So konnten sie durchaus, wenn auch getrennt voneinander, ins befreundete Ausland reisen. Doch als Stalin auch Juden zu verfolgen beginnt, ändert sich die Situation für die vier Freunde drastisch. Gersch wird verhaftet und die Freunde wissen nicht mehr, wem sie noch wirklich trauen können. Dann geschieht noch ein weiteres Unglück und Nina zieht daraus ihre Konsequenzen. Sie flieht aus der Sowjetunion ohne sich noch einmal mit ihrem Mann zu beraten. Zeit ihres Lebens versucht sie zu verdrängen, was damals passiert ist. Grigori Solodin ist als Baby von einem russischen Paar adoptiert worden. Seine Eltern sind mit ihm ebenfalls in die USA geflohen. Einzig eine Handtasche mit Briefen, Fotografien und der Kette mit dem Bernsteinanhänger sind ihm von seiner Mutter geblieben. Da die Briefe viele Bilder und Motive des Dichters Viktor Elsin enthalten und seine Mutter eine Primaballerina gewesen sein soll, zieht er hieraus Schlüsse über seine Herkunft. Er versucht Nina zu kontaktieren, aber sie weist ihn ab. Erst der Forscherdrang der Auktionatorin Drew bringt die ganze Tragödie endgültig ans Licht.

    Dieser Roman ist wunderschön geschrieben. Er vermittelt einen guten Einblick in das Leben unter Stalin und über die Qualen der Balletttänzerinnen. Es ist eine ausgesprochen spannende und tragische Geschichte, die mich bis zum Schluss gefesselt hat. Sie ist so wunderbar menschlich und zeigt, wozu Menschen in Extremsituationen fähig sind. Und dann ist sie ganz abrupt vorbei! Ich hätte die Personen gerne noch weiterverfolgt.

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