Vorlage besser als Hörbuch?
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einer Kundin/einem Kunden, am 27.08.2011
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Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Gleich das erste, was mir nach etwa 5-10 Minuten aufgefallen ist, war die Tatsache, dass ich mir wohl kein Hörbuch mehr kaufen werde, das Katja Riemann liest. Ihre Stimme hatte für mich in jedem Satz ein "gnäckgnäckgnäck"-Unterton und das war irgendwann nur noch nervig. Dass ich weiter am Ball geblieben bin und das Hörbuch zu Ende gehört habe, war nur der Story zu verdanken.
Die war jedoch für mich in großen Teilen sehr hieroglypisch und unverständlich. Ganz ehrlich - ich weiß nicht wirklich, in welcher Stadt das Buch spielt. Vielleicht ist es irrelevant, vielleicht habe ich es am Anfang überhört, vielleicht hätte man es durch die Andeutungen erraten können.... aber es ist immer nur von "der Stadt" die Rede, was mich am Ende schier in den Wahnsinn getrieben hat. Denn wenn Marie nun nach Berlin fahren will und ihr Freund auch mit ihr mitkommen würde - wie weit ist das denn eigentlich?
Vom Überfliegen der CD-Hülle war ich eigentlich der Meinung, die Hauptermittlerin heißt Franka, was mir deutlich sympatischer gewesen wäre, denn Riemanns "FRANZA" ging mir auch erheblich auf den Senkel. Aber das war dann wohl auch nur noch ein Tropfen ins Fass, der selbiges fast zum Überlaufen gebracht hätte, weil es eben die Riemann ist, die da so nervig liest.
Inhaltlich fand ich auch sehr schnell zum Täter und das Stochern der Ermittler im Nebel war manchmal doch schwer zu ertragen. Was dann aber gar nicht mehr ging, war für mich das Ende.... Sowohl die literarische Vorlage als auch die Hörbuch-Umsetzung, sprich: Sollte das Buch wirklich so abrupt enden wie das Hörbuch, bin ich froh, es nicht gelesen zu haben. Sollte das Buch am Ende wirklich so viel Tam-Tam im Drum-Herum der Aufklärung des Falls haben und sonst keine weitere Handlung mehr (die hier der Kürzung zum Opfer gefallen ist), wäre das Ende hierzu noch unpassender.
Zwischendurch dachte ich oft: Was will sie mir denn jetzt damit sagen? Denn viele Themen und Anspielungen, vor allem aus dem privaten Umfeld von Franza, waren irgendwie so getrennt vom Buch und ohne wirklichen Belang im Hörbuch, dass sie auch getrost hätten weggelassen werden können. Hier habe ich zum Beispiel den "Schwank" um die Kaffeemaschine im Büro von Felix und Franza im Kopf, bei deren Erläuterung Franza unfreiwillig Privates preisgibt - ohne das zu müssen.
Gabi Kreslehners Vorlage ist aber (bis auf das Ende) immer sehr unaufgeregt und kommt eher mit subtiler Angst einher. Jedoch erschien mir hier auch einiges nicht ganz logisch, denn es gab für mich (als Polizei-Laien) doch genügend Hinweise, warum vielleicht doch besser Franza die Ermittlungsleitung hätte abgeben sollen bzw. müssen.
Alles in allem habe ich aber ganz spannende Stunden mit dem Hörbuch verbracht, ich werde es wohl nicht zwingend weiterempfehlen, aber weitergeben (wenn denn die CDs schon mal im Haus sind...). Ich hatte den Eindruck, dass hier ein relativ gutes Buch nicht ganz so gut umgesetzt wurde und würde es dementsprechend als "nice to have" (aber eben kein must-have) klassifizieren.