BuchhändlerInnen im Portrait

aus Saalfeld /Saale

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Meine Rezensionen

  • Und dann kam Paulette
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    Eine Wohngemeinschaft voller Lebensfreude
    Rezension vom 09.03.2013
    Von der ersten Seite an war ich voll in diesem zauberhaften Roman drin. Eine tolle Sprache, ein aktuelles Thema und so viel Gefühl und herrliche Ironie.
    Dieses hochsensible Thema, die Vereinsamung älterer Menschen wird in diesem Roman so gut beschrieben dass man sich wünscht, es würde im normalen Leben so einfach funktionieren.
    Der Zusammenhalt in dieser WG zwischen Jung und Alt und wie gemeinsam Probleme gelöst werden, ist leicht und locker beschrieben.
    Sofort würde ich zu Ferdinands WG aufbrechen ;-)
    Empfehlen kann man dieses Buch für jedes Alter, es tut einfach der Seele gut.
  • Hundert Namen
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    Welche Geschichte würden Sie aus Ihrem Leben erzählen?
    Rezension vom 09.11.2012
    Dieser Roman liegt der Autorin besonders am Herzen, denn er handelt auf ganz eigene Weise vom Schreiben, von einer jungen Journalistin.

    Kitty Logan ist am Tiefpunkt ihres Lebens angekommen. Durch einen schweren Fehler hat sie fast das Leben eines Menschen zerstört. Dadurch auch ihren eigenen Ruf als Journalistin, ihre Karriere und den Glauben an sich selbst.

    Constance, ihre Freundin und Chefin, liegt im Sterben. Für diese will Kitty eine Geschichte zu Ende bringen, doch als sie Constance dazu befragen möchte, ist diese leider verstorben. Das Einzige was Kitty zur Verfügung steht, ist eine Liste mit Hundert Namen.

    Nun begibt Kitty sich auf eine wundervolle Reise zu den Menschen, die auf dieser Liste stehen. Jeder einzelne Charakter wirkt authentisch und geht einem direkt ins Herz.

    Die Aufgabe ist nicht immer ein Geheimnis oder eine Lüge aufzudecken oder irgendetwas Weltbewegendes herauszufinden. Jeder ganz gewöhnliche Mensch hat seine eigene Geschichte.

    Dieser Roman ist sehr gefühlvoll geschrieben, geht direkt unter die Haut und regt zum Nachdenken an.

    Welche Geschichte würde ich aus meinem Leben erzählen, wenn ich dürfte? Ich glaube, ich weiß es genau!

    Vom ersten Buch an bin ich ein großer Fan von Cecelia Ahern, habe alle ihre 9 Bücher gelesen. Dieses hat mir ganz besonders gefallen und ich möchte es gerne weiterempfehlen, also unbedingt lesen!
  • Flaschendrehen furioso
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    Perfekte Sommerlektüre
    Rezension vom 25.06.2012
    John Friedmann ist mit diesem Buch ein herrliches Debüt gelungen und ich hoffe sehr, er schreibt weiter.

    Dieser liebenswürdige "Deutsch-Türke" hat mit seinem Roman bewiesen, dass er trotz seines Images als "Erkan" ein talentierter, vielseitiger Autor ist.

    Flaschendrehen Furioso spielt in einer traumhaften, mediterranen Villa in Italien und ist durchweg mit Humor gespickt. Ganz oft musste ich beim Lesen laut lachen, aber auch innehalten und über manche Situation lange nachdenken.

    Alle Personen, mit den unterschiedlichsten Charakteren und Beziehungswirren, wachsen dem Leser ans Herz und schon bald stellt sich herraus, dass jeder seine eigene, nicht immer leichte Geschichte mit sich herumträgt.

    Genial hat Friedmann diese Charaktere aufeinanderprallen lassen und es kommt zu deftigen Wortgefechten, vor allem mit Ost-West-Hintergrund.

    Die Betitelungen untereinander sind köstlich!

    Der Romon ist knackig, lustig, urwitzig, herrlich, mit Tiefgang und ganz flüssig, kurzweilig zu lesen.

    Bitte mehr davon, Herr Friedmann ;o)
  • Die Kuppel
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    Unsere Zukunft im vereinten Europa 2035?
    Rezension vom 05.06.2012
    Zu viel zu wissen ist lebensgefährlich, diese Erfahrung macht Vincent Höfer, ein junger Militärpolizist, in diesem grandiosen Thriller.

    Wird es in naher Zukunft diese ganz andere aber nicht unwahrscheinliche Welt geben? Diese Frage beschäftigt mich nun total und läßt mich nicht los.

    Einen Tagger am Arm, welcher das Leben so wunderbar erleichtert und so praktisch ist. Tagger ersetzen Bargeld, Bankkarte, Personalausweis, Führerschein, Schlüssel und Computer.
    Nichts geht mehr ohne diesen Tagger, kein Einkauf, kein Arztbesuch, kein E-Kontakt in seinen vielfältigen Facetten, das gesamte Leben fließt auf diesem kleinen Gerät zusammen. Manche ließen sich einen Taggerchip direkt in den Arm einpflanzen...

    Alle Daten des Taggers aber laufen über einen zentralen Server, daran dachte kaum jemand!
    Wer an dieser Schnittstelle sitzt, der weiß alles!

    Stromiedel zeigt uns ein autoritäres Überwachungssystem im vereinten Europa mit dem Regierungssitz in Brüssel.

    Außerdem geht es um den Verfall der Städte und die Überalterung der Gesellschaft.

    Wohin mit all den Alten? Wie die Pflege finanzieren? Eiskalte Kosten-Nutzungsrechnung!?!

    So entstehen in diesem Thiller gigantische, luxuriöse Seniorenresidenzen mit künstlicher Atmosphäre.

    Dieses Buch ist bedrückend, nachdenklich stimmend, beängstigend, rasant, spannend, atmosphärisch, überzeugend, ernüchternd. Es ist erschreckend, was alles im Bereich des Möglichen liegt.

    Unbedingt lesen!!!!!
  • Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
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    Darf es eine gut zubereitete Tasse englischer Tee sein?
    Rezension vom 30.05.2012
    Die Engländerin , Helen Simonson, die in der Zwischenzeit in den USA lebt, hat mit ihrem Debütroman eine feine englische Liebesgeschichte geschrieben.

    Diese leise Romanze spielt in einem kleinen, beschaulichen Ort an der Kreideküste Englands und ist spannend, unterhaltsam und leidenschaftlich erzählt.

    Im Roman findet man großartige Charaktere, welche voller Intrigen und Verflechtungen miteinander verknüpft sind.

    Hauptdarsteller ist der 68 jährige Ernest Pettigrew, Witwer und Major a.D., ein Meister des trockenen, englischen Humors, ein britischer Gentleman der alten Schule, der Anstand und Würde besitzt, höflich und pflichtbewusst ist, der ein ruhiges Leben führt, gern den Golfclub aufsucht und gelegentlich zur Jagd geht.

    Als sein Bruder Bertie überraschend stirbt, tritt Mrs. Ali in sein Leben, versteht seine Trauer, steht ihm zur Seite. Sie ist 58 jährig, verwitwet, stammt aus Pakistan, ist klug und witzig.

    Aus der gemeinsamen Leidenschaft zur Literatur erwächst eine tiefe Freundschaft, welche nach Ansicht der Familien und Nachbarn alles andere als standesgemäß ist.

    Major Pettigrew stellt sich die Frage, was am wichtigsten ist, Familie, Konventionen oder Liebe und Leidenschaft?

    Dieses Buch macht aufmerksam auf viele schwierige Dinge, die einer Liebe im Wege stehen können.

    Sehr lesenswert!
  • Fluss der Wunder
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    Eine abenteuerliche Reise...
    Rezension vom 29.02.2012
    Eine Forscherin auf der Suche nach ihrem verschollenen Kollegen im dunklen Herz des brasilianischen Regenwaldes... Dieses Buch spricht wirklich alle Sinne an, man meint förmlich den Urwald zu riechen, in der Gluthitze zu schwitzen und die Vögel und Insekten zu hören...
    Geheimnisvoll und spannend entführt dieses Buch in eine fremde Welt voller Gefahren und Überraschungen.
  • Ein Sommer wie dieser
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    Der Sprung ins Ungewisse
    Rezension vom 29.02.2012
    Auf dieses Buch habe ich mit großer Spannung und Freude gewartet, da ich schon den Debütroman wunderschön fand - und ich bin nicht enttäuscht worden. Nach Jahrzehnten trifft Stephan die große Liebe seines Lebens wieder. Clara, mittlerweile Besitzerin einer kleinen Buchhandlung, lebt in einer eingespielten Ehe und hat eine erwachsene Tochter. Mit viel Feingefühl und schön formulierten Sätzen stellt die Autorin die großen Fragen des Lebens: Was ist man bereit für die Liebe aufzugeben? Was passiert, wenn man denen, die einen am nächsten stehen, wehtun muss? Was riskiert man für ein neues Leben?
    Spannend geschrieben, entfaltet das Buch eine Sogwirkung, der ich mich nicht entziehen konnte. Ein wunderschöner Lesegenuss!
  • Der Poet der kleinen Dinge
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    Ein sehr berührender Roman
    Rezension vom 16.11.2011
    Beim ersten Erblicken dieses Romans machte mein Herz einen Sprung, dachte ich doch sofort an "Das Labyrinth der Wörter". Schon dieses Buch hatte mich stark berührt und ich empfehle es mit ganz viel Engagement meinen Kunden.
    "Wie viele Menschen abonnieren aus Versehen das Unglück und kündigen dann nie wieder?" Diese Frage im Buch hat mich besonders zum Nachdenken angeregt. Trifft sie doch auf so viele zu, vor allem in diesem Büchlein.
    Wie wertvoll ist ein behinderter Mensch, der weder richtig sprechen noch laufen kann, der jedoch glücklich ist und sich über so viele kleine Dinge freuen kann. Als Gerard eines Tages beginnt, Alex schlichte und trotzdem poetische Gedichte vorzutragen, festigt sich eine ganz besondere, wunderbare Freundschaft. Alex lebt nie lange an einem Ort. Zur Zeit befindet sie sich in der Normandie, lebt aus dem Rucksack und jobbt auf einer Hühnerfarm. Da Gerard nie aus dem Haus seines Bruders und dessen dominanter und frustrierter Ehefrau kommt, beschließt Alex, Gerard mit Hilfe eines Handwagens spazieren zu fahren. Dabei lernen sie den perspektivlosen Cedric und dessen Kumpel, Oliver, den Bierdosenweitwerfer kennen. In schöner, klarer Sprache und auf ganz charmante Art beschreibt M. S. Roger, wie der behinderte Gerard das Leben seiner melancholischen Mitmenschen so beeinflusst, dass diese einen Ausweg aus dem eigenen tristen Leben finden, indem sie versuchen, Gerards Leben schöner zu gestalten.
    Voller kleiner Weisheiten steckt dieses Buch. Die Gestaltung der Seiten ist großzügig und bietet so Platz für eigene Gedanken.
    Großartig.
  • Die Mondspielerin
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    Zurück ins Leben
    Rezension vom 05.07.2011
    Jeder Mensch braucht im Leben Liebe, Anerkennung, eine Aufgabe, die ihm zeigt, dass man gebraucht wird.
    Marianne hat nichts davon, aber einen geizigen Ehemann, langweilig und lieblos an ihrer Seite. Nach einem missglückten Selbstmordversuch gelangt sie in ein völlig neues Leben in der Bretagne. Selbstbewusst und voller Freude und Energie kommt Marianne ins Leben zurück. Es ist für den Leser ein Genuss, die Veränderungen in und um Marianne mitzuerleben,ihre neuen Freundschaften und eine neue Liebe. Eine Geschichte, die Mut macht und Hoffnung gibt.