Rezensent im Portrait

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Über mich
lese gern (vor allem Thriller, Krimis, hin und wieder auch spannende Historische Romane, Kinderbücher und -romane). Eien wesentliche Leidenschaft ist aber auch das Spielen. Meine Einschätzung teile ich gerne mit Anderen. Ebenso suche ich beim Buchkauf Orientierung in den Meinungen anderer Leserinnen und Leser. Darüber hinaus gehören zu meinen liebsten Tätigkeiten das Spielen, Reisen, Radfahren (Touren+Mountainbike) sowie das Fotografieren. Schließlich bin ich auch selbst Spiele- und Buchautor.

Meine Rezensionen

  • So macht Jugendarbeit Schule
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    Anregungen zur Kooperation von Jugendarbeit und Schule
    Rezension vom 21.03.2012
    Die schulischen Rahmenbedingungen haben sich deutlich und einschneidend auf die zeitlichen Ressourcen und die freie Zeit von Kindern und Jugendlichen ausgewirkt. Die Teilnahme an außerschulischen Bildungsangeboten wird massiv durch die längeren Unterrichtszeiten verunmöglicht.

    Die Autoren des vorliegenden Buches beschreiben in Kapitel 1 zunächst die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen, nehmen die Ziele von Jugendarbeit kurz in den Blick und setzen auch einen Fokus auf die Zielsetzung einer christliche, dabei speziell auch noch auf die missionarischen Aufgaben von Kinder- und Jugendarbeit entsprechender Angebote.

    Im Kapitel „Jetzt geht’s rund“ werden die Abläufe einer reflektierten Analyse und der Zyklus einer Verzahnung von Theorie und Praxis von Jugendarbeit, aber auch zwischen Theologie und Lebenswirklichkeit beschrieben. Auch die Kooperationschancen und –möglichkeiten sowie die Planungsschritte einer Zusammenarbeit zwischen Jugendarbeit und Schule stellen unterschiedliche Autorinnen und Autoren dar. Hilfreich für die eigene Praxis sind dabei die Beispiele gelungener Kooperationsmaßnahmen, welche exemplarisch aufzeigen, wie ausgehend von einer bewussten Bedarfsanalyse verschiedene Modelle von Kooperation der angesprochenen Bereiche angegangen und umgesetzt werden können.

    Im dritten Teil des Buches schließlich wird es noch konkreter und ganz pragmatisch, wenn einzelne Projektideen von landauf-landab gelungenen kleineren und größeren Projekten gemeinsamen Zusammenwirkens von Jugendarbeit und Schule beschrieben werden. Kontaktdaten ermöglichen es, weiter gehende Erfahrungen oder Anregungen und Tipps direkt bei den Projektverantwortlichen abzufragen. Literaturangaben verweisen auf Grundlagentexte oder hilfreiche Texte zum Thema.

    Ein knappes, dennoch ausreichend interessantes Buch für christlich orientierte und motivierte Praktikerinnen und Praktiker, die sich auf den lohnenswerten Weg machen wollen, gelingend Jugendarbeit und Schule in Einklang zu bringen, ohne dabei an Profil und Identität zu verlieren.

    (c) 2012, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
  • 101 Reykjavík
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    Verworrener Lebensalltag eines Suchenden
    Rezension vom 19.03.2012
    Vermutlich muss man bekifft sein, um diese Geschichte als durchgängig nachvollziehbar und sinnvoll zu erachten. Bei mir ist der Roman leider durchgefallen. Auch wenn die isländische Kultur sicher eine andere ist, als die in Deutschland oder gar in Bayern, so erscheint der beschriebene Alltag aus der Sicht des etwa dreißigjährigen, arbeitsscheuen und bei seiner Mutter lebenden Protagonisten Hlynur doch positiv ausgedrückt skurril bis seltsam.

    Ewig im Bett herumliegen, Bier trinken, Drogen nehmen und hin und wieder ungeschützten Sex haben mag ja alles noch nachvollziehbar Lebensstil sein, doch das ständige „Pornosprech“ und „Sexdenk“ oder die sinnlosen Pseudophilosophischen Gedankenergüsse des dem Verrücktsein ziemlich nahe geratenden Hauptdarstellers Reyjavikischen Szenedaseins gehen beim Lesen doch ziemlich „auf den Geist“ – und das eben leider nicht im niveauvollen Sinn.

    Zwischendrin flammt zwar ein wenig trockener bis bissiger Alltagshumor durch, es gibt – eher krude – Späße und auch durchaus verzwickte Belastungen, wie die Tatsache, dass Hlynur vermutlich zwei verschiedene Frauen schwängerte. Bei der Überlegung, welche Botschaft der Autor mit seiner Erzählung über den prekär lebenden Gesellschaftsflüchtling aussenden will, kommt man eventuell auf folgenden Kern: Leserinnen und Leser sollen nachempfinden können, wie es ist, ein erfolgloses, von Perspektivlosigkeit und mangelnder echter Liebe und Anerkennung geprägtes Leben zu führen, dessen einziges Ziel zu sein scheint, die das vermeintliche Genussleben - Drogen, Alkohol, Sex, Pornos, schlechtes Essen und gnadenlose Langeweile - erschwerende Ereignisse in schlichten Thekenmonologen und Gedankensplittern darzustellen. Aber wer will das wirklich lesen oder wissen?

    1 Stern von 5. (c) 2012, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
  • Die Flüsse von London
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    Polizeiarbeit in der Geisterwelt
    Rezension vom 19.03.2012
    Ein wahrlich kriminelles Geisterstück liefert der Autor mit seinem fantastischen Roman hier ab. Ein junger Londoner Polizist geht seine ersten Dienstschritte und Ermittlungswege, als er unverhofft in eine sehr merkwürdige Situation gerät. Peter Grant war wegen seines eher durchwachsenen Abschlusses zunächst im Innendienst gelandet. Doch einige Tage zuvor hatte er eine merkwürdige Begegnung, denn er lernte den längst toten Nicholas Wallpenny kennen, der sich als Zeuge eines kurz zuvor geschehenen Mordes zu erkennen gibt.
    Bald darauf wird dem jungen Constable von dem etwas undurchsichtigen Inspektor Nightingale das Angebot gemacht wird, Zauberlehrling bei ihm zu werden. Die vermeintlich intuitive aber in Polizeikreisen durchaus umstrittene Art seines Kollegen begeistert und verwirrt ihn gleichermaßen. Dennoch lässt er sich neu- und wissbegierig auf eine Zusammenarbeit mit dem Inspektor ein und macht sich auf die Geisterjagd nach dem toten Zeugen, um diesem weitere Informationen zu entlocken.

    Die anfänglichen Dienstaufgaben mit seiner gut aussehenden, ebenfalls sehr jungen und vor allem deutlich erfolgreicheren Kollegin Lesley driften immer mehr in eine abstruse und unglaubliche Fantasygeschichte ab, in welcher Geister und Vampire das Geschehen bestimmen. Schließlich lernt der Polizist auch noch die Flussgötter „Vater und Mutter Themse“ und deren Kinder kennen. Kaum mehr glaubwürdig und völlig abgedreht verfolgt man die Geschichte, weitere Morde und Ereignisse, die nur noch geringfügig mit der realen Wirklichkeit eines Londoner Polizeilehrlings zu tun haben.

    Mag sein, dass jüngere jugendliche Leserinnen und Leser durchaus noch ihren Lesespaß mit dem Roman haben, doch braucht es wirklich eine große Lust an abstruser Magie, um mit Freude bis zu Ende zu lesen. Schade, denn die Idee zu Beginn, dass Intuition und ein wenig unwirkliche Fantasie die Erfolge des jungen Peter Grant hätten beflügeln oder befördern können, an sich nicht schlecht ist. Es zeigt sich, dass dieses Genre wirklich Geschmackssache ist. Für Fantasy-Liebende ist die „Die Flüsse von London“ sicher ein flüssig und niveauvoll verfasstes Lesevergnügen mit 4 von 5 Sternen, wer Zauberei und Magie weniger gern in Fiktionsgeschichten mag, wir wohl eher nur 3 Sterne als richtige Wertung akzeptieren.
    (c) 2012, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
  • Viereckige Bonsai-Katzen
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    Verrückte Scheinwahrheiten und moderne Mythen
    Rezension vom 19.03.2012
    Eine der bekanntesten Pressemeldungen heutige Zeit ist die von einer aus einem Flugzeug direkt in ein Fischerboot gefallenen Kuh, die im Verlauf eines Flugzeugtransports aus der Ladelucke gefallen sein sollte. Auch die im Internet verbreitete Meldung, es gäbe in eckige Flaschen gesperrte Katzen gehört zu diesem Unsinn.

    Alex Boese hat eine Vielzahl ähnlicher Mythen, Unwahrheiten, Kuriositäten und Fälschungen gesammelt. Nüchtern und nachprüfbar deckt er die unsinnigen und absurden Behauptungen auf, erläutert wie es zur Verbreitung kam und wo die Ursachen oder Hintergründe der Geschichten liegen. Jedem Kapitel ist ein „Reality Check“ an das Ende gestellt, bei welchem man selbst aktiv sehr aufschlussreich für sich anhand von Fragen prüfen kann, was man selbst glaubt, für wahr oder gelogen hält.

    Insbesondere aber klärt der Autor auf, berichtigt und lehrt das genaue Hinsehen und kritische Wahrnehmen solcher Meldungen. Und er deckt das Prinzip „Wenn man eine Lüge oft genug erzählt, fangen die Leute an, sie zu glauben“ auf. Ein Glossar gibt Hinweise darauf, auf was man bei Meldungen aller Art achten sollte.

    Bei allem Spaß und Vergnügen, den die vielfach witzig gemeinten Geschichten auch bergen … so ist aber auch sinnvoll, künftig zu vermeiden, dass grober Unsinn und bisweilen stark verunsichernde oder aufrührende Meldungen ungefiltert um die Welt gehen.

    (c) 2012, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
  • Auf Stadt-Spiel-Tour
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    Eine spielpädagogische Städtereise für Gruppen
    Rezension vom 19.03.2012
    Das 78seitige Buch enthält eine aktive Deutschlandreise für Mädchen und Jungen im Alter von 7-10 Jahren. Spielerisch werden 17 Städte in den Bundesländern besucht und stellvertretend für jede Besonderheit einer Stadt ein Spiel vorgestellt. Diese sind allesamt mit einfachen Mitteln und Gegenständen des Alltags nachzuspielen. „Rucki“, wie der Autor seine fiktive Begleitfigur - einen Rucksack – nennt, begleitet sozusagen die Spielenden, erläutert zu jeder Stadt ein paar Eckdaten und schließlich die Spielregeln.
    So stellt die Spielaktion neben dem Spielspaß in der Gruppe gleich auch noch eine kleine geografische Bildungseinheit dar. Um die Bedeutung und Qualität des Spielens zu vermitteln, benennt der Autor anfangs in knapper Form ein paar grundlegende Aspekte der Spielpädagogik. Gefolgt einer hilfreichen Darstellung wesentlicher Erfordernisse und Vorbereitungen für eine Spielleiterin oder einen Spielleiter, die wichtigen Aspekte bei der Planung einer Spielaktion folgt eine kurze Übersicht zu einzelnen Spielkategorien. Diese verdeutlicht Jörg Barstoß auch noch praxisnah mit jeweils einem Bei-Spiel. Drei kurze Andachten bereichern das Buch für alle, die auf spielerische Weise Geistliche Impulse in ihre Gruppen tragen wollen.
    Das Buch eignet sich als kurze Ersteinführung für Spielleiterinnen und Spielleiter, die sich an das Erlebnis Spielen mit Gruppen wagen und erste Kontakte mit Spielpädagogischem Handeln bekommen wollen.

    © 2012, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Spiel- und Kulturpädagoge, Füth/Bay.
  • Brot-Zeit!
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    Das knusprig-frische Brotbackbuch erste Güte
    Rezension vom 15.03.2012
    Zurück zur Natur" heißt nach erneuten Lebensmittel- und insbesondere Back-Skandalen die Devise. Wer sich gesund und sinnvoll ernähren möchte und zudem stets wissen will, was er isst sollte ohnehin am besten seine Speisen selbst herstellen aus frischen und unbelasteten Zutaten. Diese Erkenntnis spart auch das Täglich Brot nicht aus.

    Das vorliegende Grundlagen-Standard-Buch bietet eine ausreichende Fülle an Wissen und Erfahrung sowie eine Menge praktischer Unterstützung für so eine Lebensumstellung. Denn das ist es sicher. Wer sein Brot selbst backt lebt gesünder und besser.
    Brot besteht aus Mehl und da beginnt das bewusste Handeln an. Nur wer gutes Mehl verwendet, kann auch die Qualität des Brotes verbessern.

    Die profunde Autorin - selbst Müllerin - erläutert als Grundstock des Brotbackens verständlich Getreidesorten, Anbauweisen, Bestandteile und Verwendung. Auch ein paar Getreidekräuter sowie einige schlimme Schädlinge stellt sie ebenfalls vor. So lässt sich längst vergessenes Heimatkunde- und Biologiewissen auffrischen oder erstmals erfahren. Attraktive Fotos, Zeichnungen und Illustrationen lockern schon hier auf.

    Die Zusammensetzung eines Getreidekorns, die Verarbeitsweise bis hin zu den Mehltypen, Backgeräte und Backbräuche bereichern und führen endlich zur Praxis des Brotbackens.

    Ausführlich und mit wirklich vielen Schritt-für-Schritt-Fotos lernt man einen guten Brotteig herzustellen, das Brot in Form zu bringen und schließlich auszubacken. Grundlegendes zur Brotzubereitung und die unterschiedlichen Backeigenschaften der Mehle benennt die Bäckerin ebenso wie deren richtige Lagerung. Sogar historische und heutige Backhilfsmittel und Gewürze kann man in dem Buch kennen lernen.

    Eine zweiseitige Kurzvorstellung des Autorinneneigenen Brotbackofens reizt vermutlich die handwerklich begabten Leserinnen und Leser. Interessant ist die Übersicht der Brotbackfehler, da aussagekräftige Fotos mit eigenen Backerzeugnissen verglichen, künftige Fehler vermieden werden können.

    36 wohlschmeckende Brotarten beschreibt sie dann in ihrer Herstellung. Zutatenliste, Arbeitsschritte und Abbildungen der Brote - alles da und zur Nachahmung empfohlen. Süßes, Salziges, Würziges, Knuspriges, Helles, Dunkles, Vollkorn, Semmeln, Resteverwertung und Brotlagerung - kaum etwas fehlt. Das ganze Buch hindurch finden sich zudem kleine Geschichten, Anekdoten oder Gedichte rund um das Brot und Brotbacken und das Müllerlatein" erläutert zahllose Stichworte zum Thema. Quellenangaben und eine kleine Biographie vervollkommnen den umfassenden, Appetit anregenden und Brotbacklust weckenden wahren Erfahrungs-Schatz.

    (c) 3/2012, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
  • Briefe über die dämlichsten Bewohner des Universums
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    Neue extraterristrische Wahrheiten
    Rezension vom 15.03.2012
    Der vierköpfige außerirdische Fluppipi kehrte nach seinem letzten aufregenden Aufenthalt auf der Erde doch nicht gleich auf seinen Heimatplaneten zurück. Schließlich muss er seinen Eltern helfen, ausreichend Erdlinge für Forschungszwecke und vor allem für eine Zwangsverbesserung nach Hause zu bringen.

    So schreibt der wegen seiner sieben Greifarme und zahllosen Antennen, Glubschern und Winkern aus nachvollziehbaren Gründen als Schuljunge getarnte Extraterristrische Bub seinem Freund weiter Briefe über die für ihn so unglaublichen Vorgänge und Ereignisse auf der Erde.
    Erneut beschreibt er wöllig verwundert über die merkwürdigen Kleidungsstücke wie Gummistiefel mit Herzchen drauf oder Handüberzieher mit Hüten für Fingerkuppen oder Eis, welches sich als in Blöcke geformte eingefrorene Fische entpuppt.

    Spannend ist auch die spannende Befreiungsaktion von Zootieren, die mittels eines „Schrumpfer“ als Mini-Giraffen und Kleinstelefanten und –löwen von den als Wärter verkleideten „Kindern“ vollzogen wird. Richtig gefährlich ist jedoch die Bedrohung nicht nur der Besucher aus dem All, sondern der ganzen Erde durch die plüschig-flauschigen und niedlich wie „Smilies“ vor sich hingrinsenden „Wiffel-Biffel“. Da stockt einem doch der Atem, wenn man erfährt, zu was diese niedlichen Lächelbällchen fähig sind …

    Die skurrile und witzige Geschichte bereitet auch in ihrem zweiten Teil ordentlich Lesevergnügen, glänzt erneut mit lustigen Ideen und lässt mit einem zwinkernden Auge die Normalität des Menschenalltags ein wenig karikierend in einem anderen Licht stehen.
    Wer sich auf so eine verrückte Geschichte mit dem Besuch außerirdischer Wesen im Alltag des Normalen einlassen kann, wird viel Spaß daran haben und gerne zu einem – zu diesem – Buch greifen.

    (c) 3/2012, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
  • Vogelhäuschen
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    Einfach Nistkästen und Futterhäuser bauen
    Rezension vom 07.03.2012
    Die bunt gefiederten Vögel im Park, im Garten oder auf der Wiese fallen oft gar nicht auf. Sie gehören zu unserem Lebensraum einfach dazu. Das fröhliche Gezwitscher wird oft gar nicht bewusst wahrgenommen und erst, wenn mal keine Amselgesänge oder Meisengezwitscher zu hören wäre, würde man merken, wie sehr man sich an die Vögel gewöhnt hat und sie sehr vermissen würde.

    Der profunde Vogelkenner und Autor Eberhard Gabler erläutert nach der Darstellung eines geradezu idyllisch anmutenden idealen Gartens – „Gepflegte Wildnis“ - für Vögel und Insekten die Bedeutung heutigen Vogelschutzes, insbesondere durch Nistkästen und Fütterung. Schließlich fehlen vermehrt natürliche Nistorte und –plätze wie zum Beispiel abgestorbene oder morsche Bäume vor allem in städtischem Umfeld oder in Stadtrandlage. Auch in den so genannten Wirtschaftswäldern tun sich manche Vogelarten schwer, ein geeignetes Zuhause zu finden. Hinweise zu den verschiedenen Nistarten und –kästen einschließlich Einfluglochgröße für die einzelnen Vogelarten.

    Einige erprobte Vogelhäuser für kleine und große Vögel stellt Eberhard Gabler einschließlich Materialliste auf je zwei Seiten mit maßstabsgetreuen Illustrationen der Bauteile vor. Im Fließtext formuliert er den Zusammenbau; allerdings fehlen leider bildliche Darstellungen der einzelnen Arbeitsschritte. Die hätten aber Textergänzend gut getan, damit auch handwerklich etwas Ungeübtere sich beim Bau besser begleitet fühlen.

    Die Beobachtung der kleinen gefiederten Mitbewohner im Kleingarten oder nahegelegenen Park bietet die Möglichkeit, einen Bezug zur Natur und zu den so wichtigen Kleinlebewesen um uns herum zu bekommen. Das Bauen von Nistkästen und das dann mögliche Beobachten der Vögel bei der Aufzucht der Jungen bereitet Kindern eine große Freude.

    Die wichtigsten in unseren Gefilden vorkommenden heimischen Vögel stellt der Autor samt Farbfotos vor. Zum Schluss gibt der Autor noch Hinweise zur Notwendigkeit und Art der Winterfütterung, zeigt, wie man eine Futterglocke selbst herstellen kann und beschließt sein Buch mit einem Jahresplan zum Vogelschutz sowie einem Stichwortregister.

    Ein grundlegendes Buch für alle, die sich für die heimischen Vögel und deren Überleben einsetzen wollen und spätestens im Sommer mit fröhlichem Gesang für jede Nistmöglichkeit belohnt werden.

    (c) 2012 Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
  • Pegasus Spiele 53100G - Mondo: Erschaffe eine neue Welt
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    Ertragreiche Landschaften selbst gestalten
    Rezension vom 07.03.2012
    Alle Mitspielenden sind hier gleichzeitig im Spiel. Es gilt, möglichst schnell die Felder auf dem eigenen Tableau Punktgewinnträchtig aus meistens zweigeteilten und wenigen dreigeteilten Landschaftsplättchen zu belegen. Dreimal findet das hintereinander statt, dann gewinnt, wer nach diesen drei Runden die meisten Punkte ansammelte.

    Alle erhalten besagtes Ablagetableau, die Plättchen liegen unsortiert in der Mitte des Spieltisches und die schöne Zeitschaltuhr in Form eines Globus wird auf 7 Minuten eingestellt. So lange haben alle Beteiligten Zeit, sich mit einer Hand (!) Plättchen zu schnappen, vor (!) dem Ablegen zu drehen und zu wenden, so dass möglichst viele zusammenhängende und den vorgegebenen Wasser-, Wüsten-, Wald- oder Wiesenflächen entsprechende Gebiete entstehen. In sich abgeschlossene Landschaften erbringen dabei Sonderpunkte. Konnten zudem Plättchen mit abgebildeten Tieren untergebracht werden, bringt das zusätzliche Punkte. Aktive Vulkane oder leere Flächen bringen Punktverlust, Bonuschips sorgen für Punktgewinn und wer die meisten Vulkane auf dem Plan eingebaut hat, bekommt den „Vulkan“-Chip kann in der nächsten Runde auch aktive Vulkane als Plus zählen. Es gilt das Grundprinzip „Was liegt, pickt“ – abgelegte Kärtchen dürfen also nicht mehr verändert werden.

    Das hektische Such- und Legespiel bereitet nach der kurzen Einführung für ordentlich Stimmung am Spieltisch, insbesondere in Vollbesetzung, da dann die Plättchen rar werden. Schnell zu überlegen, Überblick und rasches Handeln sind ebenso nötig wie das berühmte Quäntchen Glück, um im Gewühl der suchenden Hände und Kärtchen die gesuchten und gewünschten heraus zu greifen und richtig anzulegen. Schön, einfach, schnell, spaßig und immer wieder herausfordernd für alle Altersstufen und Gruppenzusammensetzungen. Der Spielspaß und –reiz wird durch Varianten und Ergänzungen zudem gut unterstützt.

    (c) 2012, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalitst, Spiel- und Kulturpädagoge, Fürth/Bay.
  • Ludus & Co
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    Spielerische „Entwicklungshilfe“ für Gruppen
    Rezension vom 30.01.2012
    Der Dauerbrenner des seit 15 Jahren zur Grundaustattung von Trainer/innen und Coaches gehörenden Buches kommt etwas überarbeitet daher. Einige neue Spiele wurden aufgenommen und zahlreiche Abbildungen zur Unterstützung der Spielanleitungen hinzugefügt.

    Wie bisher auch finden in dem querformatigen Buch sich eine Vielzahl (88) von erprobten und Praxis gerechten Spielen zu den Kategorien Warming-up, Kooperation, Kommunikation, Motivation oder auch Sensibilisierung gut geordnet zusammengefasst. Wichtige Indikatoren zu Gruppengröße, Spielgeschwindigkeit und –intensivtät, Dauer, zu den Inhalten oder dem benötigten Material erleichtern die Auswahl eines Spiels. Jedes Kapitel wird mit einer praktischen Inhaltsübersicht der Spieltitel ergänzt um einen kurzen erläuternden Satz gut eingeleitet.

    Alle Spielanleitungen sind nachvollziehbar beschrieben und weisen in aller Regel auch noch ein paar Tipps für mögliche Varianten auf. Außerdem kommentiert der Autor knapp die Wirkung oder Bedeutung jedes Spiels.

    Für nahezu jede Gruppensituation können Spiele passend zum jeweiligen Prozessualen Entwicklungsstand ausgewählt und eingesetzt werden. Da der Autor über langjährige Erfahrung im Einsatz der Spiele verfügt, ist ein Gelingen so gut wie sicher. Die richtige Einschätzung, wann welches Spiel für welche Gruppe in der eigenen Praxis passt, muss sich freilich auf die reflektierte Erfahrung der Anwenderinnen und Anwender stützen.

    Ein hervorragendes, leider hochpreisiges Grundwerk für spielfreudige Seminar- und Gruppenleitende und ihre Teilnehmenden. Auch in schulischen und Freizeitkontexten sehr gut brauchbar.

    (c) 1/2012, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Spiel- und Kulturpädagoge, Fürth/Bay.