Der magische Dieb - Auf der Jagd nach dem Stein der Macht, Band 1

von Sarah Prineas

Buch

gebunden (292 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Das Kinderbuch-Highlight des Jahres!


Ein Dieb ist einem Magier sehr ähnlich. Er hat flinke Finger und lässt Dinge verschwinden. So wie der junge Conn, der von der Hand in den Mund und dem Griff in die Taschen anderer lebt - bis er eines Nachts etwas stiehlt, das ihn eigentlich töten müsste: Er raubt den Zauberstein des Magiers Nevery und bleibt doch merkwürdigerweise unversehrt.


Neugierig geworden nimmt Nevery den Jungen bei sich auf und damit beginnt für Conn ein Wettlauf gegen die Zeit: Binnen 30 Tagen muss er seinen eigenen Zauberstein finden, um ein Magier zu werden, während ihn und seinen Meister zugleich das rätselhafte Schwinden der Magie in der Stadt in Atem hält.


. Der fulminante Auftakt einer packenden Trilogie


. Fesselnd, magisch, voll origineller neuer Fantasy-Momente


. Mit einem unglaublich charmant-schlitzohrigen Helden, der zu Herzen geht


. Mit Kartenmaterial und durchgehend illustriert


Produktdetails

ISBN-10: 3-570-13561-6
EAN: 9783570135617
Originaltitel: The Magic Thief - Stolen
Erschienen: 17.08.2009
Verlag: Cbj
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 292
Gewicht: 500 g
Altersempfehlung: ab 10
Übersetzer: Knut Krüger
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Sarah Prineas

Sarah Prineas lebt mit ihrem Mann, einem Physikprofessor, und ihren beiden Kindern in Iowa City und unterrichtet an der dortigen Universität u. a. Literatur und kreatives Schreiben.

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Kundenrezensionen

  • Ein unterhaltsames Buch, das junge Leser in die Welt der Magie entführt. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von RezensentInnen des Österreichischen Bibliothekswerks, am 07.04.2011

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    "Conn ist ein Waisenjunge und ein sehr geschickter Taschendieb und Schlossknacker. Eines Tages klaut er einem Magier dessen magischen Locusstein. Der Magier erkennt sofort, dass Conn ein ganz besonderer Junge ist, und nimmt ihn als Lehrling bei sich auf. Die Aufgabe der Magier ist es, das Mächteverhältnis in der Stadt im Gleichgewicht zu halten, wofür sie die Magie benötigen. In letzter Zeit scheint die Magie jedoch rasch zu schwinden und dagegen muss etwas unternommen werden. Zauberlehrling Conn ist genau der Richtige, um seinen Meister in dieser Angelegenheit zu unterstützen. Dazu muss er aber erst seinen eigenen Locusstein finden, ohne den ein Magier machtlos ist. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
    Obwohl die Autorin in Bezug auf Namensgebung nicht besonders einfallsreich ist (Stadtteile heißen beispielsweise Sunrise und Twilight) und der Ausgang der Geschichte vorhersehbar ist, gibt es immer wieder witzige und überraschende Stellen, die das Buch lesenswert machen. So erlaubt der Magier Conn zum Beispiel, ihn beim Vornamen zu nennen, wenn dieser ihm dafür beibringt, wie man Schlösser knackt. Auch der nach und nach zunehmende Einblick in das Verhältnis der Figuren zueinander sorgt für Spannung. (Susanne Probst)"

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  • spannend und einfach magisch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Carina Nickenig, am 14.06.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der junge Conn lebt als Dieb auf der Straße in Twighlight. Eines Nachts stiehlt er dem Magier Nevery seinen Zauberstein und eigentlich müsste dieser Conn verletzen. Wie durch ein Wunder bleibt der Junge unversehrt. Der Magier Nevery nimmt Conn in seine Obhut und von nun an ist er Neverys Lehrling. Sarah Prineas beschreibt mit sehr viel Spannung und Magie wie sich Conn seinen neuen Aufgaben stellt. Schließlich muss der Junge zur Zauberschule gehen und auch seinen Zauberstein finden. Dann ist da auch noch Keeston, der ihm das Leben schwer macht. Auf der Jagd nach dem Stein der Macht ist der erste spannende Teil einer Trilogie und für alle Harry Potter-Fans geeignet. Man wird gefesselt von Conns Abenteuern und man will wissen, ob er seinen Zauberstein findet.

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  • Magisch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Asti, am 03.01.2010

    1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Conn schlägt sich mit Diebstählen und Schlösser knacken durchs Leben. Als er eines Abends einen alten Mann bestehlen will, erwischt er dessen magischen Stein. Der alte Mann ist der Magier Nevery, der vor 20 Jahren aus der Stadt verbannt wurde. Doch da der Energiepegel der Stadt Wellmet immer mehr sinkt, ist er zurückgekehrt. Wiederwillig nimmt er Conn als seinen Lehrling auf und ahnt nicht, dass gerade er es ist, der der Stadt helfen kann......Ein wirklich schön geschriebenes Buch für Jugendliche Fantasy-Fans. Hoffentlich werden die Fortsetzungen genauso spannend!

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  • Für alle Fans von Harry Potter und Bartimäus Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Anne Rusche, am 08.12.2009

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    Ein tolles Buch, spannend, lustig und so fesselnd, dass ich mich jetzt schon mega auf die Fortsetzung freue! Für alle Jungs und Mädels ab 10 Jahren.

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  • Der magische Dieb Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Nicolai Walter Wolf, am 05.11.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Inhalt:
    Conn ist ein Dieb und ein Einbrecher, sprich ein Meister des Schlösserknackens. Er lebt in einem undankbaren Viertel, das sich Twilight nennt. Eines Tages, mit ziemlichen Hunger und in Geldnöten, stiehlt er den Locus Magicalicus eines Magiers, nämlich den von Nevery Fingers. Der ist ganz erstaunt, denn normalerweise würde Conn das Berühren des Steines umbringen - tut er aber nicht und es öffnet sich eine neue Welt für Conn; die Welt eines Lehrlings.

    Rezension:
    Die Covergestaltung ist wieder mal aüßerst gut gelungen - Lob an den Gestalter. Dieses ist auch vom Original her übernommen worden (The magic thief).
    Anfangs ist man ein wenig skeptisch, denn die Begegnung zwischen Conn, ein zerlumpter Haufen und Nevery, ein großartiger Magier, ist nicht gerade sehr freundlich gestaltet und grundsätzlich wird die Verbindung zwischen den beiden nicht gerade als dankbar beschrieben. Normalerweise zeigt man ein Interesse an jemanden, wenn dieser ein bestimmtes Talent für etwas aufweist - das ist hier aber erst einmal nicht der Fall. Nevery sieht in Conn nur einen Laufburschen, womit Conn nicht zurechtkommt. Doch Conn hat eben besagte Talente und Nevery gibt ihm eine Chance - er muss innerhalb 30 Tage seinen eigenen Locus Magicalicus finden, um als Lehrling akzeptiert zu werden und erst ab hier beginnt die Verbinung zwischen Conn unc Nevery ein wenig "aufzutauen".
    Die Autorin Sarah Prineas gestaltet die Geschichte sonst ansehnlich und mit gezieltem Auge, geht auf wichtige Dinge ein (Kleidung, Aussehen, Charaktereigenschaften), entwickelt diese auch weiter und vergisst nicht ein paar Bösewichte mit hinzu zu dichten und auch Freunde, die Conn zur Seite stehen.
    Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass mich diese Konstellation der Charaktere an eine andere, spannende Geschichte erinnert (möchte sie hier nicht nennen, wenn sie jemand wissen will, kann er mich fragen). Es scheint mir, bewusst oder unbewusst, ein wenig abgekupfert worden zu sein (gerade, wenn der Meister immer wieder das Wort "Junge" benutzt, um Conn zu meinen, muss ich immer wieder an dieses andere Buch denken).

    Aber das Buch hat nicht nur schlechte Eigenschaften - im Gegenteil. Da Erzählstil aus Conns Sicht ist, bekommt man keine anderen Eindrücke der anderen Charaktere. Doch hat die Autorin dies sehr gut überbrückt, in dem sie eine Art Tagebuch des Meisters Nevery eingebaut hat und man so ein den Gedankengängen von ihm teilhaben kann. Dies ist mit grauen Seiten im Buch gut hervorgehoben und außerdem gibt es noch ein kleines Schmankerl dazu, denn zu jedem neuen Kapitel (diese variieren zwischen 5 und 9 Seiten, ideal für Kinder) ein hübsches Bild.

    Fazit:
    Das Buch ist auf jeden Fall gelungen, wenn auch ein wenig Zweifel bleiben, ob nicht ein wenig geschummelt wurde. Dann bleibt die Frage offen, ob es für Kinder nicht doch ein wenig, wie soll man sagen, zu hart ist, denn die Beziehung zwischen Conn und Nevery ist nicht gerade nett. Kinder könnten, dies durchaus falsch verstehen, denn, wenn man etwas besonders gut kann, sollte man doch das Interesse anderer wecken und Anerkennung ernten oder?

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  • Der magische Dieb Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Nina Debold, am 31.10.2009

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    Dieses Buch ist der Auftakt einer neuen genialen Fantasy Trilogie. Der Straßendieb Conn bestiehlt unglücklicherweise einen Magier. Was er nicht weiß ist, das dieser Gegenstand, den er entwendet hat, ihn normalerweise sofort umbringen würde. Dass das nicht eintrifft, weckt die Neugier des Magiers und er beschließt den Jungen als Lehrling bei sich aufzunehmen. Schnell muss sich Conn nicht nur mit dem Magier auseinandersetzen, der sich kaum um seinen Lehrling kümmert, sondern gerät mitten in politische Intrigen. Zusätzlich beschäftigt ihn das rätselhafte Verschwinden von magischer Kraft in der Stadt in der er lebt.
    Mit viel trockenem Humor erzählt die Autorin diese spannende Geschichte. Für Kinder ab 10 Jahre und Erwachsene, die gerne skurrile witzige Geschichten mögen.

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  • Spannung - Magie -einfach Originell... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Karin Truch, am 08.09.2009

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    Der erste Band einer neuen Trilogie im Reich der Fantasyromane. Der Held Conn ein Schlitzohr wie er im Buche steht ,wird Zauberlehrling per Zufall.
    Ein lustiges spannendes Lesevergnügen- nicht nur für Jungs.

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  • Witzig und schön gestaltetes Buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Anna Weidinger, am 08.09.2009

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    Ich kann mich meinen Kolleginnen nur anschließen. Dieses Buch ist traumhaft schön, sehr witzig und spannend geschrieben. Besonders gefallen hat mir, dass man durch Nevery´s Tagebuch immer seine Sicht der Dinge erfährt, die ja zum Teil absolut nicht mit der Sicht von Conn übereinstimmt.
    Die Rezepte am Ende des Buches, die Geheimschrift und die Illustrationen zwischendurch machen dieses Buch für mich so empfehlenswert. Ich freue mich auf den zweiten Teil und wer Lust hat kann sich auch mal die Homepage www.der-magische-dieb.de ansehen. Hier gibt es einiges zu entdecken .-)










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  • Super! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Anke Heuer, am 03.09.2009

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    Diese Geschichte macht wirklich Spaß!
    Ein rasantes Lesevergnügen voller Spannung und Abenteuer! Conn ist ein sehr sympathischer Held, seine Gegenspieler wirklich fies und jede noch so kleine Nebenfigur gut ausgedacht - dadurch liest sich die Geschichte fast vo selbst! Ich warte dringend auf den nächsten Band!!

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  • Vom Dieb zum Magier Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Cornelia Fiedler, am 13.05.2009

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    Der junge Conn ist ein begabter Dieb. Eines Nachts stiehlt er doch tatsächlich einem Magier dessen Zauberstein. Jeder andere hätte das nicht überlebt, Conn aber geschieht nichts, was der Magier höchst interessant findet, weshalb er ihn als Zauberlehrling bei sich aufnimmt... Diese originelle Geschichte ist der 1. Teil einer Trilogie. Conn mag man sofort, der Magier Nevery ist eher der brummige Typ, von seinen Gedanken erfährt man aus zahlreichen Tagebucheintragungen, auf die man in jedem Kapitel schon gespannt ist. Zahlreiche Illustrationen und Kartenmaterial machen dieses Buch zu einem spannenden, kurzweiligen Schmöker.

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Ein Dieb ist in vielerlei Hinsicht wie ein Magier. Ich habe flinke Hände. Und ich kann Dinge verschwinden lassen. Doch dann habe ich den Locus Magicalicus des Magiers
gestohlen und wäre dadurch beinahe selbst für immer verschwunden.
Es war eines späten Abends in Twilight und so stockfinster wie im Sack eines Einbrechers. Die Straßen waren wie ausgestorben. Ein rußiger Nebel kroch den Fluss herauf. Nur hier und da war das dumpfe Echo schattenhafter Gestalten zu hören, die durch die Gassen huschten. Der hohle Klang der einsamen, heruntergekommenen Stadt umhüllte mich.
Der abendliche Regen hatte die Pflastersteine unter meinen nackten Füßen glitschig gemacht. Meinen flinken Fingern war an diesem Tag kein Glück beschieden gewesen, ich hatte mir weder ein Abendessen noch eine Kupfermünze stibitzen können, um eines zu kaufen. Mein Magen knurrte vor Hunger. Ich hätte es woanders versuchen sollen, zumal der Underlord noch ein Hühnchen mit mir zu rupfen hatte und seine Gefolgsleute mich nur zu gern windelweich geprügelt hätten. Ich hielt mich in einem Durchgang versteckt und lauerte.
Doch es war bereits spät und hatte wieder zu regnen begonnen - ein stilles, eiskaltes Nieseln, das mir durch Mark und Bein ging. Eine Nacht, wie geschaffen für Nachtaale. Ich krümmte mich in meinem Versteck zusammen und träumte von einer warmen Mahlzeit.
Dann hörte ich sie. Es waren Schritte, die durch ein Klopfen unterbrochen wurden. Tapp, tapp, klack. Tapp, tapp, klack. Ich zog mich ganz ins Dunkel zurück und wartete. Ein gebeugter, bärtiger alter Mann schlurfte mir entgegen. In einen Mantel gehüllt und auf einen Stock gestützt, kämpfte er sich die steile Gasse hinauf und brummte vor sich hin. In diesem Moment wusste ich - im Gegensatz zu ihm -, dass seine Geldbörse mein Abendessen finanzieren würde.
Ich war nur ein Schatten, ein Lufthauch, eine federleichte Hand, die unmerklich hinter ihm auftauchte, blitzschnell einen Gegenstand aus der Tasche seines Mantels zog und sogleich wieder verschwunden war. Perfekte Arbeit.
So dachte ich zumindest. Der Alte setzte seinen Weg unbeirrt fort, während ich mich in mein Versteck zurücksinken ließ und die Hand öffnete, um meine Beute zu begutachten.
Selbst im Schatten schien der Gegenstand, den ich gestohlen hatte, dunkler als dunkel zu sein, und obwohl der Stein, den ich erblickte, kleiner war als die Faust eines Säuglings, war er doch gleichzeitig schwerer als das Herz eines Mannes, der dem Galgen entgegenschreitet. Es war ein magischer Gegenstand. Der Locus Magicalicus eines Magiers. Als ich den magischen Stein anstarrte, begann er, rötlich zu leuchten, wie glühende Kohlen auf einer winterlichen Feuerstelle. Dann zuckte ein greller Blitz auf, und mit einem Mal tanzten helle Funken durch die Gasse und vertrieben die Schatten, die flohen, als wären sie ängstliche schwarze Katzen.
Ich hörte, wie der Magier zurückkam. Jeweils zwei Schritte, gefolgt vom Klacken seines Gehstocks. Rasch schloss ich meine Hand um den Stein und ließ ihn tief in meiner Tasche verschwinden. Schlagartig war es wieder stockdunkel. Als ich mich umdrehte und noch versuchte, meine Augen an die Dunkelheit zu gewöhnen, bog der alte Mann um die Ecke, streckte seine große Hand aus und packte mich an der Schulter.
»So, Junge ...«, sagte er. Seine Stimme war rau und tief.
Ich rührte mich nicht vom Fleck. Ich weiß, wann ich in der Tinte sitze.
Der alte Mann starrte mich mit funkelnden Augen an. Für einen langen, bedrückenden Moment herrschte absolute Stille. Ich spürte das Gewicht und die Wärme des Steins in meiner Tasche. Dann sagte er: »Du siehst hungrig aus.«
Das war ich zweifellos. Ich nickte vorsichtig, zögernd.
»Wie wär's mit gebratenem Schweinefleisch, Kartoffeln und Kuchen?«
Ich schluckte. Mein Verstand sagte mir, dass dies keine gute Idee war. Der alte Mann war ein Magier, das war sonnenklar, und wer würde schon freiwillig mit einem Magier zu Abend essen?
Aber mein Seit-gestern-leerer-Bauch gab mir lautstark zu verstehen, dass er Schweinefleisch, gepfefferte Kartoffeln und Kuchen wollte. Er befahl mir zu nicken und ich tat ihm den Gefallen.
»Dann komm«, sagte der alte Mann. »Das Wirtshaus an der Ecke hat immer noch geöffnet.« Er ließ mich los und setzte sich in Bewegung und ich folgte ihm. »Ich heiße Nevery«, sagte er. »Und wie heißt du?«
Ich halte generell nichts davon, einem Magier meinen Namen zu verraten, also lief ich schweigend neben ihm her. Der Magier hatte bereits direkten Kurs auf das Wirtshaus genommen, doch bemerkte ich, wie mir seine leuchtenden Augen unter der Hutkrempe einen scharfen Blick zuwarfen.
Die Gaststube wurde von einem Kohlenfeuer erleuchtet und war bis auf den Wirt menschenleer. »Abendessen!«, orderte der Magier und streckte zwei Finger in die Luft. Der Wirt nickte und verschwand in der Küche. Wir nahmen an einem Tisch Platz. Ich saß mit dem Rücken zur Wand und Nevery mir gegenüber, sodass mir der Fluchtweg versperrt war.
»So, Junge«, wiederholte der Magier, indem er seinen Zylinder abnahm. Jetzt sah ich, dass Neverys Augen schwarz, Haare, Bart und Augenbrauen hingegen silbergrau waren. Unter seinem grauen Mantel trug er eine schwarze Hose, einen gleichfarbigen samtbesetzten Gehrock sowie eine bestickte schwarze Weste - alles ein wenig heruntergekommen, als wäre er früher wohlhabender gewesen. Er lehnte seinen Spazierstock mit dem goldenen Knauf gegen den Tisch. »Ein ziemlich kalter, feuchter Abend für einen Reisenden, findest du nicht?«
Ein kalter, feuchter Abend für jeden, dachte ich und nickte.
Er schaute mich an. Ich erwiderte seinen Blick.
»Aber du siehst kerngesund aus«, sagte er wie zu sich selbst. »Kein Anzeichen irgendeiner Schwäche ...«
Wieso Schwäche? Wovon redete er?
»Du hast mir deinen Namen noch nicht gesagt«, fuhr er fort.
Das hatte ich auch nicht vor und zuckte die Schultern.
Nevery öffnete seinen Mund, um weiterzusprechen, doch in diesem Moment brachte der Wirt das Essen und stellte scheppernd die vollen Teller vor uns auf den Tisch.
Die verführerisch duftenden Fleischstücke hatten eine knusprige Kruste, die glänzenden Kartoffeln schwammen in Butter und waren mit einer feinen schwarzen Pfefferschicht überzogen. Im nächsten Moment kehrte der Wirt abermals zurück und brachte uns einen großen Kuchen, der von saftigen, mit Puderzucker bestäubten Beeren strotzte.

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