Rezensent im Portrait
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Amüsante Geschichte in tollem, ausgefallenem SettingRezension vom 26.04.2013Simone Elkeles hat die Reihe um Amy und Avi geschrieben bevor sie die Leaving Paradise und die Fuentes Romane verfasst hat. Und wie die meisten Autoren das tun, hat Simone hier über das geschrieben, das sie kennt: Israel aus der Sicht einer Amerikanerin, die aber Wurzeln in diesem Land hat. Und genau das spürt man hier auch. Man erkennt deutliche Unterschiede zu ihren anderen Romanen. Zunächst einmal, ist diese Geschichte hier mit sehr viel Humor verbunden. Amy, die im Moshav, in dem ihr Vater aufgewachsen ist, versucht irgendwie Fuß zu fassen, war wirklich äußerst amüsant. Ich denke da an Schafscherduelle und kleine Hunde, die nicht ordnungsgemäß bellen können. Und natürlich an Avi. Avi, den Typen ohne T-Shirt, der sie verwöhnte Ami Zicke nennt und den sie zu Beginn so rein gar nicht leiden kann. Aber wie das so ist, steckt mehr hinter Avi, als Amy anfangs noch glaubte.
Was ich hier auch so toll fand, das war, dass Israel sehr gut rüber gebracht wurde. Die Vorurteile, die Amy zu Beginn hat, werden ziemlich bald ausgeräumt. Auch das war sehr amüsant, wenn die gute Amy beispielsweise der Ansicht ist, dass die Israeliten kein Wort englisch verstehen... Ja, ich weiß, Amy ist ziemlich oberflächlich, aber so ist sie ja nur zu Beginn. Das Buch ist nämlich nicht nur lustig. Amys Safta, also ihre Großmutter, hat Krebs, mit ihrem Vater hatte sie nie eine enge Bindung und fühlt sich, als hätte er niemals um sie gekämpft, weil er ihre Mutter, nachdem klar war, dass sie schwanger ist, nicht geheiratet hat. Und Amy muss sich selbst finden, sie muss ihre Wurzeln finden und begreifen, was für sie im Leben wirklich wichtig ist. Sie wächst über sich hinaus und genau das ist es, was mir so gut gefallen hat. Es gibt eine erstaunliche Charakterentwicklung!
Simone Elkeles scheut auch nicht davor, die Schattenseiten Israels in die Geschichte mit einzubeziehen. Soldaten überall und ein Bombenanschlag, der Amy völlig aus der Bahn wirft. Aber auch hier beschreibt sie die Dinge nicht einseitig. Avi ist beispielsweise mit einem Palestinenser befreundet, trotz der Umstände, die herrschen. Und dann ist da auch die Tatsache, dass jeder junge Erwachsene in Israel zur Armee gehen muss. Avi stehen nach diesem Sommer drei Jahre bevor und das ist etwas, das nicht nur ihre Beziehung nur noch komplizierter macht.
Abschließend noch ein Unterschied zu den anderen Romanen der Autorin: Dieser hier ist nur aus Amys Sichtweise geschrieben, das hatte ich bei Simone Elkeles bisher ja noch nicht, aber auch das hat mir mal gefallen, weil man eben nicht immer alles über die andere Person schon vorher weiß...
FAZIT
Schreibstil: 4 Sterne
Charaktere: 4 Sterne
Spannung: 3,5 Sterne
Emotionale Tiefe: 4 Sterne
Humor: 4 Sterne
Originalität: 4 Sterne
Eine amüsante Geschichte, die besonders durch das ausgefallene Setting Israel und die damit verbundenen Konflikte sofort überzeugen kann. Ein wenig anders, als das, was man so von Simone Elkeles gewohnt ist, aber trotzdem sehr gute Unterhaltung! -
Würdiger Abschluss!Rezension vom 23.04.2013Crystal ist ein Mensch mit Humor. Sie nimmt das Leben wie es kommt, denn bei dem Leben, das sie geführt hat, blieb ihr gar nichts anderes übrig. Klar, manchmal ist sie unsicher, aber wer kann ihr das verdenken, wenn ihre Savant Kräfte scheinend zu nichts zu gebrauchen sind?! Dadurch, dass sie der Telepathie aufgrund ihrer Kräfte, nicht fähig ist ohne, dass ihr schlecht wird, hat sie auch keine Hoffnung mehr, jemals ihren Seelenspiegel zu finden. Und dann kommt Xav in ihr Leben und sie kann ihn ganz und gar nicht ausstehen. Das war zur Abwechslung einmal so angenehm, dass die beiden keine Ahnung hatten, dass sie füreinander bestimmt sind! Dadurch lernten sie sich ganz normal kennen und später, als sie begannen sich zu mögen, kam das Problem auf, dass sie natürlich glaubten, KEINE Seelenspiegel zu sein. Generell beschäftigt sich der Roman sehr stark mit den Seelenspiegeln und damit, ob es nicht manchmal besser ist, seinen Spiegel gar nicht zu kennen. Eine von Crystals Schwestern führt zum Beispiel eine ganz normale Beziehung zu einem ganz normalen Menschen und das ist vielleicht nicht so innig wie eine Seelenspiegel Beziehung, aber sie ist glücklich, hat sogar Kinder und ihr Spiegel würde das alles bloß ruinieren. Inwiefern hätte dieser Spiegel also das Recht, eine solche Beziehung zu ruinieren?!
Es ging hier auch sehr darum, sich selbst zu finden. Als ihr Vater gestorben ist, hat Crystal das so aus der Bahn geworfen, dass sie ihre Abschlussprüfungen in der Schule ziemlich vergeigt hat. Und jetzt, fast drei Jahre später, folgt sie ihrer großen Schwester wie ein Schatten und hat keine Ahnung, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Wenn man es so betrachtet, war der Roman also auch deutlich erwachsener, obwohl sowohl Crystal als auch Xav jetzt nicht unbedingt das typische Verhalten von zwei Erwachsenen zeigen. Der Roman spielt in Venedig und es wird dort gerade ein Actionfilm gedreht, bei dem die beiden über Verbindungen eine kleine Statistenrolle spielen. Dort zeigte sich am stärksten der Humor, mit dem die Geschichte geschrieben ist. Dieser Humor hat das Buch zu etwas anderem, etwas neuem gemacht.
Auch stellt sich hier heraus, warum es keine weiteren Romane von den Benedict Brüdern mehr geben wird und nur die Geschichten von Zed, Yves und Xav erzählt worden sind. Aber das zu erklären würde zu sehr spoilern. Auf jeden Fall hat mir diese Lösung wirklich gut gefallen und ich muss auch sagen, es kam überraschend und das hätte ich nach drei Romanen in der Savant Welt so nicht erwartet.
FAZIT
Schreibstil: 4,5 Sterne
Charaktere: 4 Sterne
Spannung: 4 Sterne
Emotionale Tiefe: 4 Sterne
Humor: 4 Sterne
Originalität: 4 Sterne
Ein würdiger Abschluss der Reihe, der die Sache ganz neu angeht, es aber auch auf diese neue Weise wieder schafft, den Leser zu packen. Für Fans von Band eins und zwei sicher ein Muss! -
Sylum und Wharfton vereint...Rezension vom 18.04.2013Die Geschichte setzt kurz vor der Ankunft der Menschen in Sylum an, was ich recht gut fand, da Gaia sich an ihre Führungsposition mittlerweile gewöhnt hat und man das auch merkt. Das meine ich nicht im negativen Sinne. Gaia will das alles eigentlich nicht. Sie will die Macht nicht, nicht die Aufmerksamkeit, aber das Schicksal hat sie nun einmal in diesen Weg gedrängt und wenn sie ihn gezwungen ist zu gehen, dann will sie auch das beste daraus machen. Deshalb stört es hier auch nicht, wenn Gaia Befehle erteilt oder hart zu ihren Untertanen ist. Man hat ja gleichzeitig noch immer Leon und auch Peter, die sie zurechtweisen, wenn sie über die Stränge schlägt und dafür war ich hier sehr dankbar. Leon hat mir generell wirklich gut gefallen, da er die Dinge in die Hand nimmt, wenn Gaia das nicht tut und die beiden sich auch sonst wirklich gut ergänzen. Was das angedeutete Liebesdreieck betrifft, das Band zwei beherrscht hat, so steht das hier ganz außer Frage, auch wenn Peter nicht wirklich loslassen kann oder will. Ich persönlich fand das sehr gut, weil so keine Zeit auf diesen Teil der Geschichte verwendet wurde. Viele eher geht es hier wieder stärker um das Mutter-Sein, auch aufgrund einer Art Leihmutter-Agentur, die sich in Gaias Abwesenheit in der Enklave gebildet hat.
Die Geschichte spielt zu großen Teilen in der Enklave, weil es immer wieder Verhandlungen und auch Verhaftungen gibt. Dabei waren vor allem die Verhaftungen gnadenlos. Bruder Iris kommt wieder einmal zu jeder Menge schauriger Auftritte, die mir die reinste Gänsehaut bereitet haben. Ich glaube generell, dass diejenigen, die Probleme mit Band zwei hatten, sich freuen werden zu hören, dass hier an vieles angeknüpft wird, das in Band eins schon angerissen wurde. Die Geschichten von Sylum und Wharfton wurden zusammengeknüpft und in dieses große Finale verwandelt.
Dabei geht es nicht nur um die eigentliche Geschichte, sondern wieder geht die Geschichte tiefer, schneidet moralische Fragen und Themen an, die berühren und zum Nachdenken anregen. Und auch dieses Mal fordert das Ende der Unterdrückung Opfer, die wie ich finde die bisher schlimmsten gewesen sind. Ich hätte niemals mit diesem Ende gerechnet, hätte nie geglaubt, dass Gaia dieses Elend würde durchleben müssen, aber irgendwo passte es zur Geschichte und es war ein Opfer, das auch ich für den Frieden bereit wäre zu zahlen.
Einziger Kritikpunkt liegt in einer Szene. Gaia macht ja immer mal wieder Fehler und das ist nur menschlich, aber in dieser einen Szene macht sie etwas, das ich einfach nur als dumm beschreiben kann.
FAZIT
Schreibstil: 4,5 Sterne
Charaktere: 4,5 Sterne
Spannung: 4,5 Sterne
Emotionale Tiefe: 4 Sterne
Humor: 3,5 Sterne
Originalität: 3,5 Sterne
Ein würdiger Abschluss einer fantastischen Reihe, der zu den Wurzeln der Geschichte zurückkehrt, sie mit dem Stamm verbindet und neue, fantastische Äste sprießen lässt! Eine Trilogie, die man gelesen haben muss! -
Tolle Atmosphäre mit sympathischen Charakteren - Leider auch etwas vorhersehbarRezension vom 15.04.2013Gemma und Harper leben bei ihrem Vater, ihre Mutter leidet seit einem Autounfall an Gedächtnisverlust, was zur Folge hatte, dass Harper Gemma quasi erzogen hat. Diese enge Beziehung der beiden und auch das Problem, dass Harper es schwerfällt Gemma gehen zu lassen, wurde mit den fantastischen Elementen verknüpft. So ist Harpers extreme Fürsorge hier deutlich begründet, da Gemma tatsächlich in Gefahr schwebt. Die Krankheit der Mutter der beiden war ein weiterer interessanter Konflikt, von dem ich gerne noch ein wenig mehr gelesen hätte, aber vielleicht folgt das ja noch in den weiteren Bänden.
Ich mochte es sehr, dass das ganze später auch mit mythologischen Elementen verknüpft wird und mehr an der Geschichte war, als es auf den ersten Blick schien.
Besonders überzeugend ist bei Watersong die Atmosphäre, die Amanda Hocking geschaffen hat. Diese bedrohliche, mysthische, faszinierende Aura, die die drei Mädchen umgibt, zieht auch den Leser in ihren Bann. Dabei sind die drei wirklich grausam, ja geradezu gnadenlos und es gibt mehrere Morde, die auf ihr Konto gehen, was dem Roman die nötige Spannung verliehen hat.
Ich bin ein Mensch, der das Wasser liebt, habe jahrelang mehrfach die Woche geschwommen, weshalb ich Gemma und ihre Liebe zum Meer sehr gut verstehen konnte. Generell waren mir die beiden Schwestern wirklich sympathisch. Und das obwohl sie sich eigentlich ständig streiten. Das würde man in so einer Situation ja eher weniger erwarten, aber so sind Geschwister nun einmal. Auch gefiel es mir, dass Harper schon ein wenig älter und damit auch erwachsener wird. Was die Liebesgeschichten angeht (Und ja, ich spreche hier im Plural), so hat mich die von Gemma und Alex nicht so wirklich überzeugen können. Während man bei Harper und Daniel das Gefühl hat, dass sich die beiden gut kennen lernen und einfach mögen und sie auch gut zusammenpassen, hatte man bei Alex und Gemma eher den Eindruck, dass die Bezeihung recht flach bleibt und das, obwohl sich die beiden schon seit ihrer Kindheit kennen. Das war wirklich schade.
Ein weiterer Kritikpunkt war, dass das Buch ziemlich vorhersehbar verlaufen ist. Ein Charakter wird eingeführt nur um ihn eine Szene später dramatisch sterben zu lassen... Und, dass Harper die Feder fand, war meiner Meinung nach ein wenig zu eindeutig. Trotzdem fand ich die Geschichte originell und sehr gut durchdacht. Die Charaktere handeln nachvollziehbar und die Welt und Geschichte der Fantasy Aspekte war in sich schlüssig und konnte mich überzeugen.
Fazit
Schreibstil: 4 Sterne
Charaktere: 4 Sterne
Emotionale Tiefe: 3,5 Sterne
Spannung: 3,5 Sterne
Humor: 3,5 Sterne
Originalität: 4 Sterne
Amanda Hocking schafft einen Roman mit einzigartieger Atmosphäre und sympathischen Charakteren. Wenn der Roman weniger vorhersehbar verlaufen wäre und die Liebesgeschichte von Harper mich mehr überzeugt hätte, hätte mir das mit Sicherheit genauso gut gefallen wie Die Tochter der Tryll Trilogie. Zu lesen lohnt es sich allemal und ist auch nur sehr knapp an den 4 Sternen vorbeigeschrammt.
3,5 Sterne! -
3,5 Sterne - Schöner Roman in magischem PrincetonRezension vom 28.03.2013Ich habe von der Autorin ja auch schon Ice gelesen und finde, dass sie mich dahingehend ein wenig an Kai Meyer erinnert, dass ihre Szenerie immer so komplett anders gewesen ist. Bei Ice hatten wir diese Winterwelt fern ab von jeder Zivilisation, während wir hier schon viel eher einen Urban Fantasy Roman haben mit dem allseits bekannten Princeton als Mittelpunkt. Ich persönlich finde das äußerst bewundernswert, besonders, da "Vessel" so klingt, als sei es wiederum eine völlig neue Szenerie.
Die Idee an sich, nämlich, dass Princeton ein magischer Ort ist, in dem es eine Geheimorganisation gibt, die ihre Mitglieder sehr gewählt aussucht und die dafür sorgt, dass das Mysterium der Universität nicht ans Licht kommt, fand ich doch recht originell. Auch die Vielfalt der verschiedenen magischen Wesen, die hier vorkommen, konnte mich überzeugen. Spannung haben wir jede Menge und ich habe mich um ehrlich zu sein auch gewundert, dass so viel Handlung in 350 Seiten passt. Sarah Beth Durst scheint eine der seltenen Exemplare von Autor zu sein, die ein Händchen für Einzelbände haben. Andere Autoren hätten hieraus eine Trilogie gemacht, so hat mir das aber wirklich gut gefallen und die Autorin beweist damit, dass es auch anders geht.
Auch sehr gut hat mir gefallen, dass Lily immer mehr über die Vergangenheit erfährt. Vor allem erfährt sie mehr über ihren Vater und Tye erfährt mehr über seine Mutter und von Jakes Eltern hört man auch so eine ganze Menge. Und doch hielt die Autorin bis zum Schluss noch ein paar Überraschungen bereit.
Es werden verschiedene Konflikte angesprochen, darunter auch das Problem, dass ihre Mutter an Demenz leidet und wie Lily damit umgeht. Das war für mich persönlich mit am interessantesten, auch da es einem Lily von Beginn an sympathisch macht. Auch ist sie kein naiver Charakter, sondern nimmt alles gern selbst in die Hand. Tye war ebenfalls auf Anhieb jemand, von dem man gern liest. Auch wenn ich bei den Worten "sein schiefes Lächeln" die Augen verdreht habe. Mal im ernst: Ich habe noch nie jemanden schief lächeln sehen und doch tun das in Romanen ständig die werten Herrschaften.
Mein einziges Problem war Jake und damit auch das "Liebesdreieck". Beides war meiner Meinung nach völlig überflüssig. Jake war für mich jemand, den ich mir so nicht vorstellen könnte. Es gibt keinen Menschen auf dieser Welt, der so ist wie Jake, nie im Leben. Er ist wie diese ganzen Mauerblümchenhauptcharaktere nur in männlicher Ausführung. Das Ende war dadurch auch wirklich seltsam. Besonders, da für mich eigentlich klar war, wen Lily wirklich mag. Außerdem hat Jake teilweise ziemliche Stimmungsschwankungen. Generell einfach seltsam! Trotzdem haben mir die Charaktere alles in allem wirklich gut gefallen.
FAZIT
Schreibstil: 4 Sterne
Charaktere: 4 Sterne
Emotionale Tiefe: 3,5 Sterne
Spannung: 4 Sterne
Humor: 3,5 Sterne
Originalität: 3,5 Sterne
Ein weiterer sehr schöner Roman von Sarah Beth Durst, der mir ein klein wenig schlechter gefallen hat als Ice, uns aber in ein magisches Princeton entführt, das mich sofort begeistern konnte! -
Ausgefallener Roman mit tollen CharakterenRezension vom 25.03.2013Was geschah mit Mara Dyer ist eigentlich ein Roman, von dem ich nicht allzu viel erwartet hatte. Ich hätte ihn auch gar nicht gelesen, wenn es da nicht ein paar Bloggerinnen gegeben hätte, die davon geradezu geschwärmt haben. Und ich wurde nicht enttäuscht!
Der Roman ist vor allem dadurch etwas besonderes, dass es mal nicht diese typische Art von Urban Fantasy Geschichte ist. Mara hat mit psychotischen Schüben zu kämpfen, vor allem mit Erinnerungen daran, was den Tod ihrer Freunde verursacht hat. Michelle Hodkin spielt hier mit Realität und Halluzination und paart das dann noch mit dem Fantasy Aspekt, sodass man wirklich keine Ahnung hat, was nun wirklich ist und was nicht. Diese Idee ist wirklich originell und machte den Roman zu etwas ganz besonderem. Allein die Einführung in die Geschichte war genial! Mara erzählt uns, dass das eigentlich nicht ihr Name ist, sondern dass ihre Anwältin ihr geraten hat, einen anderen Namen zu verwenden. Und sie gesteht, dass sie mehrere Menschen umgebracht hat. Man sollte meinen, dass dem Leser Mara sofort unsympathisch wird, aber so ist das ganz und gar nicht. Ich hatte eher Mitleid mit ihr. Sie hat keine Ahnung, was geschehen ist, aber man selbst als Leser weiß aus dem Vorwort, dass sie Schuld daran trug. Das ist genial gewählt worden und mit der Grund, warum ich den Roman so verschlungen habe.
Und der andere Grund heißt Noah. Noah ist wie eine Mischung aus Adrian (Bloodlines) und Tucker (Unearthly) und das ist so ziemlich die beste Mischung, die ich mir vorstellen kann. Dabei wirkt die Liebesgeschichte kaum gestellt, sondern man versteht irgendwo, dass er sich für sie interessiert (Auch, weil sie einfach ein interessanter Charakter ist!) und man versteht, dass sie sich nicht auf ihn einlassen kann und will. Übrigens hat Noah wie ich finde kein "eigenes dunkles Geheimnis"... So dunkel ist seines nämlich nicht gerade. Im Vergleich zu Maras ist es sogar ziemlich hell, fast schon blendend. Durch die Gespräche der beiden war der Roman übrigens auch sehr amüsant. Ich hab an mehreren Stellen wirklich gelacht, was man ja sonst eher selten hat. Und wie auch schon den Plot betreffend, war auch die Liebesgeschichte etwas recht Ausgefallenes. Vor allem, da Noah so viel wert auf Offenheit legt und Mara auch mal sagt, wenn er der Meinung ist, sie mache etwas falsch. Vor allem zum Ende hin war das sehr angebracht und hat mir sehr gut gefallen. Und da sind wir beim Ende. Es kommt eine Wende, die ich wirklich so GAR NICHT habe kommen sehen! Und ich weiß wirklich nicht wie ich das aushalten soll auf die deutsche Version von Band zwei zu warten.
FAZIT
Schreibstil: 4,5 Sterne
Charaktere: 4,5 Sterne
Spannung: 4,5 Sterne
Emotionale Tiefe: 4,5 Sterne
Humor: 4,5 Sterne
Originalität: 4,5 Sterne
Ein Roman, der aus den vielen Urban Fantasy Geschichten deutlich heraus sticht! Sollte man aufgrund der Charaktere und der originellen Geschichte DRINGEND lesen!
4,5 Sterne! -
Tolle, ausgefallene JugenddystopieRezension vom 25.03.2013Ich hatte sehr hohe Erwartungen. Im Nachhinein wäre es vielleicht besser gewesen, wenn ich weniger erwartet hätte. So hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, als lauere da ein Funken, der einfach nicht überspringen will...
Partials ist ein Dystopie Roman, der anders ist. Man merkt dem Roman an, dass er nicht von einer Dame, sondern von einem Herren verfasst worden ist, denn es gibt keine mädchenhaften Schwärmereien, auch wenn der Hauptcharakter eine 16 Jährige ist. Das hat mir wirklich gut gefallen. Kira wird einem fast auf Anhieb sympathisch, vermutlich gerade weil sie nicht schwärmend durch die Gegend läuft. Was diese ganze Romantikecke angeht, so hat mich die Art und Weise wie damit verfahren wurde, an Die Verratenen erinnert: Kira hat zwar einen Freund und es wird auch ab und an angeschnitten, aber das nimmt hier keine entscheidende Rolle ein. Im Gegenteil, in diesem Roman geht es vor allem um eines: Die Menschen. Ja, richtig, nicht die Partials, sondern die Menschen. Ich hatte das bei Dark Destiny schon geschrieben: Ich liebe Romane, in denen es um mehr geht und Partials ist definitiv so ein Roman gewesen. Wie Dan Wells schon gleich zu Beginn feststellt, beschäftigt sich "Partials - Aufbruch" mit dem Thema "Manchmal muss man einfach in die Hand beißen, die einen füttert". Die Frage, was man durch die Autoritätsfiguren erdulden sollte und wann man den Entschluss machen muss, zu handeln. Verpackt ist diese Thematik in eine Geschichte um den Untergang der Menschheit durch eine Krankheit namens RM, die noch immer jedes Neugeborene tötet. Und der einzige Weg, ein Heilmittel zu finden, ist die zu untersuchen, die immun sind: Die Partials! Dabei steht wie auch bei Dark Canopy (Womit die Geschichte übrigens bis auf die Partials/Percents so gut wie keine Parallelen hat!!!) generell die Erschaffung der Partials und damit die Eigenschaft der Gesellschaft heute im Mittelpunkt. Wie konnte die Menschheit zulassen, dass sie so unterdrückt werden? Und inwiefern sind die Partials dann die "Bösen", wenn sie sich zur Wehr gesetzt haben?
Partials ist eine sehr nachdenkliche Geschichte, die viel Wert auf den Tiefgang legt. Das einzige, was ich hier auszusetzen hätte, wäre der etwas ruhige Einstieg. Dan Wells legt viel Wert auf die Einführung in Kiras Welt, weshalb der Beginn für mich etwas langsam wirkte. Erst als wirklich die Partials in den Vordergrund rückten, konnte mich die Geschichte richtig fesseln. Wo der Beginn aber noch ruhig ist, ist das Ende geradezu rasant. Ein Hindernis jagt das nächste, eine Entdeckung die nächste und immer wieder muss Kira die richtigen Entscheidungen treffen - Oder das Ende der Menschheit wird tatsächlich eintreffen...
FAZIT
Schreibstil: 4 Sterne
Charaktere: 4 Sterne
Spannung: 4 Sterne
Emotionale Tiefe: 4,5 Sterne
Humor: 3,5 Sterne
Originalität: 4 Sterne
Ein wirklich genialer Roman, der aus der Flut aus Dystopien heraus sticht, den ich mir aber noch besser vorgestellt hatte. Trotzdem eine fantastische Idee, von der ich gerne mehr lesen möchte! -
4,5 Sterne! Grandiose Fortsetzung mit bitterem NachgeschmackRezension vom 19.03.2013Ich habe das Buch schon vor Tagen beendet, konnte mich aber nicht wirklich dazu durchringen eine Rezension dazu zu schreiben. Das Problem: Ich muss mich damit konfrontieren, dass mir das Ende leider nicht so gefallen wollte wie ich mir das gewünscht hätte. Aber dazu später mehr.
Dark Destiny ist genauso voller Verzweiflung, voller Hoffnung, voller Spannung und voller berührender Szenen wie Dark Canopy. Jedes Wort verzaubert, schockiert und reißt den Leser mit in Joys Verzweiflung, in ihre Hoffnung Neel doch noch einmal sehen zu dürfen, in die Möglichkeit, dass die doch noch ihr Happy End finden... Es ist genau das, was ich mir erhofft hatte. Die Charaktere sind einfach bezaubernd und ich habe jede Seite des Romanes genossen.
Besonders gut hat mir hier gefallen, dass man das alles endlich aus einem weiteren Blickwinkel betrachtet, man erfährt, wann es spielt und auch wo. Man erfährt, dass der Ort, an dem Joy und Neel ihr Leben verbracht haben, nicht das System aufweist, das im Rest der Welt vorherrschend ist. Dass es Orte auf der Welt gibt, in denen die Menschen nicht mehr von den Percents unterdrückt werden und dass die Welt einer friedlichen Zukunft entgegen strebt. All das konnte mich völlig faszinieren.
Natürlich ist auch die Suche nach den Antworten auf die Fragen um Neels Tod sehr berührend. Man weiß zwar ohnehin, dass er nicht tot sein kann (entschuldigt bitte den Spoiler, aber das kommt schon relativ früh in der Geschichte ans Licht, von daher hoffe ich, ihr werdet es mir verzeihen), aber ihre Verzweiflung ist doch spürbar. Und dann dieser Moment, als sich die beiden wiedersehen und diese Phase, in der sie zusammen sind und man glaubt, dass sie endlich, ENDLICH auf dem richtigen Weg sind vollkommen glücklich zu sein. Nun, bei Jennifer Benkau weiß man ja nun einmal, dass solche Momente sehr kostbar sind, da sie sehr schnell enden. Und was präsentiert sie uns? Krieg. Auch hier sind dort wieder so atemberaubend geschriebene Szenen mit dramatischen Elementen, bei denen es aber auch immer um mehr geht. Ich liebe diese Art von Geschichten. Jennifer Benkau erzählt nicht nur von Joy und Neel, nicht nur von den Percents, sie erzählt vom ureigenen Wesen der Menschen, von dem, was uns bewegt, was uns antreibt. Sie schafft eine Geschichte, die etwas tiefgehendes ausdrückt. Und genau das liebe ich so sehr daran!
Nun, irgendwann muss ich ja doch zu diesem Teil kommen, so lange ich das auch hinausgezögert habe. Das Ende. Leider war das für meinen Geschmack viel zu offen, obwohl es genauso wunderschön geschrieben war wie der Rest der Geschichte
FAZIT
Schreibstil: 5 Sterne
Charaktere: 5 Sterne
Spannung: 5 Sterne
Emotionale Tiefe: 5 Sterne
Humor: 3,5 Sterne
Originalität: 5 Sterne
Ein genialer abschließender, sehr spannender Teil, dem ich nur zu gerne die volle Punktzahl geben würde, es aber aufgrund des Endes und vor allem der unbeantworteten Fragen einfach nicht kann. Liebe Frau Benkau, warum nicht einfach doch noch eine Fortsetzung schreiben, dann bekäme dieser Teil alle Sterne dieser Welt von mir! -
Grandioses Finale eines Epos!Rezension vom 04.03.2013Zur Aufmachung
Ich finde die Cover noch immer toll =) Vor allem die Liebe zum Detail ist super. Die kleinen verschnörkelten Löwen auf dem Goldrand geben einem das Gefühl. man lese ein griechisches Epos und nun... Ist dem nicht auch so? ;)
Zum Buch
Als ich den ersten Teil dieser Reihe gelesen hatte, habe ich Folgendes geschrieben: "Ich werd dem Ganzen gleich jetzt keine 5 Sterne geben, kann aber nicht wirklich begründen, warum das so ist. Denn die Charaktere sind super, die Spannung ist da, der Humor ist da, die Liebesgeschichte ist sehr romantisch ohne wirklich schnulzig zu sein. Aber trotzdem hat mir das gewisse Etwas gefehlt."
Das gewisse Etwas. Heute, nach dem Abschluss dieser Trilogie kann ich ganz klar sagen: Es HAT das gewisse Etwas!
Die letzten finalen Szenen diser Reihe bilden immer wieder Parallelen zu den Geschehnissen in Troja. Das trojanische Pferd, der epische Kampf von Achilles und Hektor und dann der Pfeil, der Achilles' Schwachstelle trifft, Helen(a), die mit sich ringt, weil sie weiß, dass sie der Ursprung dieses Krieges ist. ES WAR EPISCH! Vor allem, da man auch immer wieder Helens Flashbacks dabei hatte, wenn die Erinnerungen ihrer Vorfahrin wieder hoch kamen. Und obwohl es diese ganzen Parallelen aufwies, so war es doch etwas Eigenes. Denn würden sich die Ereignisse wiederholen, so würde der Kreislauf der Parzen nicht gebrochen werden und genau da liegt ja das Problem. Diese ganze ausgeklügelte Geschichte und ganz besonders diese ganz eigene Art eines Trojanischen Pferdes, die ich wirklich brilliant fand, waren einfach fantastisch. Auch der epische KRIEG am Ende, war genau das, was ich mir von dem Roman erhofft hatte. Besonders, da dies der erste und damit einzige Teil war, in dem die Götter des Olymps in Erscheinung getreten sind.
Was die Liebesgeschichte anging... Nun, ich persönlich habe da von Helens Seite schon so mit gerechnet. Allerdings hat es sich die Autorin vielleicht auch ein wenig leicht gemacht, obwohl die Charaktere es wohl schwer genug hatten, besonders da es ja dann doch auch noch den einen oder anderen Tod zu verzeichnen gab.
Das einzige, was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war, dass jeder Claire verziehen hat für das was sie getan hat. Ich finde so etwas UNVERZEIHLICH! Sie wollte, dass Helen STIRBT! Sowas kann man doch nicht verzeihen! Selbst meiner besten Freundin, nein, gerade meiner besten Freundin würde ich soetwas nicht verzeihen. Nie im Leben, nicht nach ewigen Entschuldigungsbekundungen und Helen verzeiht das quasi sofort, sie wird nicht einmal wirklich wütend. Allerdings hat sie mir das schon irgendwo auch sympathisch gemacht. Trotzdem: Claire hätte eine üble Strafe verdient gehabt!
Fazit
Schreibstil: 5 Sterne
Charaktere: 5 Sterne
Spannung: 5 Sterne
Emotionale Tiefe: 5 Sterne
Humor: 4 Sterne
Originalität: 4,5 Sterne
Ein grandioses Finale dieser ganz, ganz, ganz tollen Trilogie, die beweist, dass griechische Mythologie auch in der heutigen Zeit noch funktionieren kann! -
Ausgefallener Roman mit fantastischem SettingRezension vom 19.02.2013Zur Aufmachung
Mir persönlich gefällt das deutsche Cover besser als das Original auch wenn man beim deutschen viel weniger ein Gefühl dafür hat, wie die Geschichte sein wird. Andererseits ist Dein göttliches Herz entflammt eine Geschichte, die sehr vielseitig ist und im Originalcover wird nur die düstere Seite präsentiert.
Beim Titel allerdings muss ich sagen, dass ich beide Titel nicht wirklich mag. Der deutsche klingt zwar toll, leider aber auch sehr durchschnittlich. Und bei englischen habe ich das gleiche Problem wie mit dem englischen Cover... Insgesamt gefällt mir die deutsche Version aber doch noch ein klein wenig besser.
Zum Buch
Dein göttliches Herz entflammt war nicht das, was ich erwartet hatte. Es hat mich auf eine sehr positive Weise überraschen können, da die Geschichte wirklich außergewöhnlich ist.
Zunächst einmal spielt die Geschichte ein wenig in der Zukunft. 2016 etwa und bei New 2 handelt es sich um New Orleans, das aufgund von schrecklichen Überschwemmungen, Stürmen etc. fast völlig zerstört ist. Niemand wagt sich mehr dorthin. Niemand außer den übernatürlichen Wesen dieser Welt. Und so herrschen die Novem, die neun Familien, über New 2 und schotten es so gut wie möglich vor der Außenwelt ab.
Das ganze spielte also in der Zukunft, es kamen alle möglichen verschiedenen Wesen darin vor wie Vampire oder Hexen, aber gleichzeitig ist die Hauptgeschichte an die griechische Mythologie angelehnt. Denn Ari ist verflucht. Genau wie alle ihre weiblichen Vorfahren. Und bevor sie New 2 überhaupt erreicht, wird sie von einem Krieger mit Schwert angegriffen, der versucht sie zu töten. Glücklicherweise findet sie aber in New 2 auch Freunde. Und sowohl Ari als auch diese Freunde waren mir wirklich sympathisch. Man kann eigentlich gar nicht anders als sie zu mögen, auch weil sie wirklich authentisch und ausgefallen sind.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Spannung, die ziemlich lange hochgehalten wird, aber auch der Verlauf, den die Geschichte nimmt. Es gibt immer wieder sehr interessante Wendungen, die ein ganz neues Licht auf die Geschichte werfen.
Und dann ist da noch die Tatsache, dass Kelly Keaton offenbar eine sehr tiefe Leidenschaft für New Orleans hegt. Die Beschreibungen waren einfach wundervoll und ich würde es am liebsten sofort besuchen. Auf jeden Fall ein wirklich gut gewähltes Setting, besonders für diese teilweise dunkle, teilweise sehr amüsante, bunte Geschichte. Das Setting hat auch stark dazu beigetragen, dass sich das Buch nicht wie jedes x-beliebige Urban Fantasybuch las.
Im Angesicht der Liebesgeschichte, an der ich absolut nichts auszusetzen habe, gibt es eigentlich nur ein kleines Manko: Das Buch ist verdammt kurz und dementsprechend auch sehr schnell durchgelesen. Das war etwas schade, aber es lässt sich ja leider nicht ändern. Kann man nur auf Teil zwei warten ;)
Fazit
Schreibstil: 4 Sterne
Charaktere: 4 Sterne
Emotionale Tiefe: 3,5 Sterne
Spannung: 4 Sterne
Humor: 4 Sterne
Originalität: 4 Sterne
Eine ausgefallene Geschichte, die mich besonders durch das fantastische Setting, die tolle Idee und die Charaktere überzeugen konnte. Ich freue mich auf Teil zwei!













