BuchhändlerInnen im Portrait
aus Linz
- Gesamte Rezensionen
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- Filiale an der JKU Linz
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Informativ, anschaulich und amüsantRezension vom 31.07.2012Judith Swaddling erzählt in diesem Reclam-Bändchen klar strukturiert und angenehm lesbar die Geschichte der antiken olympischen Spiele und des antiken Olympia. Die immer wieder eingeflochtenen zeitgenössischen Berichte und Anekdoten, die Fotos, Zeichnungen und Rekonstruktionen machen die Darstellung locker und anschaulich, man bekommt bisweilen fast das Gefühl, selbst die Anlage durchwandert und die Spiele besucht zu haben. Auch so manche romantische Vorstellung (dabei sein ist Alles) wird berichtigt: Es gab nur einen Sieger; der zweite oder dritte Platz war wertlos.
Der erste einführende Teil des Buches erläutert kurz die Ursprünge der Spiele, führt dann anhand eines tollen Lageplans durch die Kult-und Sportstätte und beschreibt Bau und Funktion der verschiedenen kultischen und Sport-Anlagen.
Der Schwerpunkt des Buches liegt aber natürlich auf der Darstellung der antiken Wettkämpfe:
Berichte und Regeln, Vorbereitung und Training, Wettbewerbsprogramm, die einzelnen Disziplinen im Detail, Preisverleihung und Feiern, Politik und Skandale.
Den Abschluss macht ein kurzer Abriss der verschiedenen neuzeitlichen Versuche, die olympische Idee wiederzubeleben von den Olympic Games upon Cotswold Hills im 17. Jh. bis hin zu Baron de Coubertin und den ersten modernen Spielen von 1896.
Die übersichtliche Struktur, die Karten und das ausführliche Stichwortverzeichnis machen dieses kleine gelbe Büchlein auch zum preiswerten Nachschlagewerk und Reisebegleiter nach Olympia.
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(Fast) alles Wichtige in einem BandRezension vom 31.07.2012Das Metzler Lexikon Antike soll in einem handlichen Band Nichtfachleuten (wie mir) einen schnellen und zuverlässigen Zugang zur Welt der griechisch-römischen Antike eröffnen, was den Autoren meines Erachtens hervorragend gelungen ist.
Alles in allem werden präzise und zuverlässige Informationen zu so gut wie allen naheliegenden Stichworten von der griechischen Frühzeit bis in die Spätantike geboten Personen- und Sachartikel aus Literatur und Philosophie, Geschichte, Geographie und Archäologie, den Wissenschaften, Alltags-, Kunst-, Kultur- und Mentalitätsgeschichte, Mythologie und Religion. Da sich das Buch an Nichtfachleute richtet, wird keine Kenntnis der antiken Sprachen vorausgesetzt, dankenswerter Weise finden sich bei jedem Stichwort Angaben zur Betonung. Die diversen Fotos, Skizzen (z.B. zu Tempelformen, zur Rotationsmühle oder zu Frauenfrisuren) und Karten (z.B. auch zu Korinth oder Olympia) erhöhen die Anschaulichkeit.
Nicht nur wer zu bestimmten Personen oder Stichworten knappe und präzise Informationen sucht, wird hier in aller Regel fündig werden Artikel zu Themen wie Ackerbau, Ernährung, Finanzwesen, Nacktheit oder Zweite Sophistik laden zusätzlich zum Schmökern ein. -
Alle drei Bände in FarbeRezension vom 31.07.2012Zum fünfzigsten Geburtstag des Räubers gibt es alle drei Hotzenplotz-Bücher in einer Schatzkiste in etwas größerem Format und mit sämtlichen Originalzeichnungen von Franz Josef Tripp, von Mathias Weber behutsam und mit viel Liebe zum Detail koloriert.
Natürlich kann man auch nur den Band eins lesen, eine schon klassisch gewordene, abgeschlossene Kasperl-Geschichte. Ich habe als Kind die Geschichten in Band zwei aber mindestens so geliebt und Band drei gibt der Hotzenplotz-Geschichte einfach ein gutes und lustiges Ende.
Die schon klassischen Geschichten warten mit den typischen Kasperltheater-Figuren auf (das Krokodil kommt erst im zweiten Band!) und sie könnten auch tatsächlich auf einer Kasperlbühne spielen (Kasperl, pass auf!). In relativ kurze Kapitel unterteilt, mit bloß einer Erzählebene, sodass man sie auch schon kleineren Kindern ab 4 / 5 Jahren (immer wieder) vorlesen kann.
Band 1: Der Räuber Hotzenplotz hat Großmutters Kaffeemühle geraubt und Kasperl und sein Freund Seppel machen sich daran, Wachtmeister Dimpflmoser zu helfen und den Bösewicht zu fangen. Weil sie ihre Kopfbedeckungen tauschen und Hotzenplotz den Kasperl nun für den einfältigen Seppel hält, können sie letzten Endes nicht nur "Plotzenhotz" dingfest machen, sondern auch den schrecklichen Zauberer Petrosilius Zwackelmann überlisten und eine gute Fee befreien.
Band 2: Der Räuber Hotzenplotz hat den Oberwachtmeister Dimpflmoser überrumpelt und ist aus dem Spritzenhaus entkommen. Damit nicht genug, er isst auch noch Großmutters Bratwürste mit Sauerkraut ratzeputz auf, entführt sie und nimmt Kasperl und Seppel gefangen! Zum Glück hat Kasperl eine Idee und unterstützt von Frau Schlotterbecks Kristallkugel und ihrem Krokodil Wasti kann Oberwachtmeister Dimpflmoser den Bösewicht abführen - bloß Wasti kann nicht geholfen werden.
Band 3: Im dritten Teil will Hotzenplotz seinen Räuberhut an den Nagel hängen und ein ehrbarer Bürger werden. Weil ihm das allerdings keiner glaubt und ihm auch weiter jede Gaunerei in die Schuhe geschoben wird, müssen Kasperl und Seppel ihm helfen vor allem braucht der Hotzenplotz einen neuen Beruf. Der dritte Band um den Räuber mit den sieben Messern ist vielleicht nicht mehr ganz so erfindungsreich wie die ersten beiden Teile, aber er führt zu einem liebenswerten und guten Ende nicht nur für Hotzenplotz. -
Hotzenplotz nun in Farbe! hängt seinen Räuberhut an den NagelRezension vom 31.07.2012Im dritten Teil will Hotzenplotz seinen Räuberhut an den Nagel hängen und ein ehrbarer Bürger werden. Weil ihm das allerdings keiner glaubt und ihm auch weiter jede Gaunerei in die Schuhe geschoben wird, müssen Kasperl und Seppel ihm helfen vor allem braucht der Hotzenplotz einen neuen Beruf.
Der dritte Band um den Räuber mit den sieben Messern ist vielleicht nicht mehr ganz so erfindungsreich wie die ersten beiden Teile, aber er führt zu einem liebenswerten und guten Ende nicht nur für Hotzenplotz.
Für diese zum fünfzigsten Geburtstag des Räubers Hotzenplotz erschienene Jubiläumsausgabe (in etwas größerem Format als die klassischen Bände) hat Mathias Weber sämtliche schwarz-weißen Originalzeichnungen (!) von Franz Josef Tripp behutsam und mit viel Liebe zum Detail koloriert.
Die alten Bände mit den schlichten Schwarz-Weiß-Zeichnungen sind natürlich nach wie vor erhältlich, aber wer den Hotzenplotz lieber in Farbe mag, wird mit dieser Ausgabe seine Freude haben! -
Hotzenplotz Nr. 2 - nun in Farbe!Rezension vom 31.07.2012Der Räuber Hotzenplotz hat den Oberwachtmeister Dimpflmoser überrumpelt und ist aus dem Spritzenhaus entkommen. Damit nicht genug, er isst auch noch Großmutters Bratwürste mit Sauerkraut ratzeputz auf, entführt sie (die Großmutter natürlich) und nimmt Kasperl und Seppel gefangen! Zum Glück hat Kasperl eine Idee und unterstützt von Frau Schlotterbecks Kristallkugel und ihrem Krokodil Wasti kann Oberwachtmeister Dimpflmoser den Bösewicht abführen - bloß Wasti kann nicht geholfen werden.
Kinder, denen Der Räuber Hotzenplotz gefallen hat, werden sicher auch mit dem zweiten Band um den irgendwie doch ruppig-liebenswerten Bösewicht ihre Gaudi haben, ich habe diesen Teil als Kind noch mehr geliebt als den ersten.
Für diese zum fünfzigsten Geburtstag des Räubers Hotzenplotz erschienene Jubiläumsausgabe (in etwas größerem Format als die klassischen Bände) hat Mathias Weber sämtliche schwarz-weißen Originalzeichnungen (!) von Franz Josef Tripp behutsam und mit viel Liebe zum Detail koloriert.
Die alten Bände mit den schlichten Schwarz-Weiß-Zeichnungen sind natürlich nach wie vor erhältlich, aber wer den Hotzenplotz lieber in Farbe mag, wird mit dieser Ausgabe seine Freude haben! -
Klassisch gewordene Kasperlgeschichte - nun in Farbe!Rezension vom 31.07.2012Der Räuber Hotzenplotz hat Großmutters Kaffeemühle geraubt und Kasperl und sein Freund Seppel machen sich daran, Wachtmeister Dimpflmoser zu helfen und den Bösewicht zu fangen. Weil sie ihre Kopfbedeckungen tauschen und Hotzenplotz den Kasperl nun für den einfältigen Seppel hält, können sie letzten Endes nicht nur "Plotzenhotz" dingfest machen, sondern auch den schrecklichen Zauberer Petrosilius Zwackelmann überlisten und eine gute Fee befreien.
Die schon klassische Geschichte vom Räuber Hotzenplotz wartet mit den typischen Kasperltheater-Figuren auf (bis auf das Krokodil, das kommt erst im zweiten Band!) und sie könnte auch tatsächlich auf einer Kasperlbühne spielen (Kasperl, pass auf!). Sie ist in relativ kurze Kapitel unterteilt und kommt mit einer Erzählebene aus somit kann man sie auch schon kleineren Kindern ab 4 / 5 Jahren (immer wieder) vorlesen.
Für diese zum fünfzigsten Geburtstag des Räubers Hotzenplotz erschienene Jubiläumsausgabe (in etwas größerem Format als die klassischen Bände) hat Mathias Weber sämtliche schwarz-weißen Originalzeichnungen (!) von Franz Josef Tripp behutsam und mit viel Liebe zum Detail koloriert.
Die alten Bände mit den schlichten Schwarz-Weiß-Zeichnungen sind natürlich nach wie vor erhältlich, aber wer den Hotzenplotz lieber in Farbe mag, wird mit dieser Ausgabe seine Freude haben! -
Das Testament des Gideon MackRezension vom 30.06.2012Gideon Mack, Sohn eines schottischen Pastorenehepaares, glaubt zwar weder an Gott noch an den Teufel, entschließt sich aber nichtsdestotrotz, den Beruf seines Vaters zu ergreifen und wird Pastor in der kleinen schottischen Gemeinde Monimaskit.
Eines Tages entdeckt er im Wald einen uralten Monolithen, der auf keiner Karte verzeichnet ist. Und als er versucht, einen Hund zu retten, stürzt er in einen reißenden Fluss, wird durch ein unterirdisches Höhlensystem gespült, in dem nach einer alten Sage der Teufel wohnen soll, und überlebt körperlich fast unversehrt. Als ihm niemand glauben will, dass er vom Leibhaftigen persönlich gerettet worden ist, verfasst er sein Testament bzw. eigentlich seine Lebensgeschichte. Vielleicht nicht wirklich spannend, aber fantasievoll, manchmal ins Sagenhafte abgleitend und mit einem gelegentlichen Augenzwinkern. Du bist für deinen Berufsstand ebenso wenig typisch wie ich für meinen sagt der Teufel.
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Von Menschen und AmeisenRezension vom 30.06.2012Der berühmte Ameisenforscher und Soziobiologe E. O. Wilson erzählt in seinem ersten Roman die Abenteuer des Raff Cody, der in Alabama am Rande eines unberührten Naturparadieses aufwächst, das ihn schon als Kind in seinen Bann zieht, der aber statt Biologie Rechtswissenschaften studiert, um das Naturgebiet schützen zu können.
Die Rahmenhandlung ist spannend, in einfacher Sprache erzählt, kommt ohne große Brüche aus und erinnert teilweise an Jugendbuchklassiker wie Huckleberry Finn.
Herzstück des Buches ist aber zweifellos die von Raff verfasste Ameisenchronik: Leben und Sterben einer Ameisenkolonie werden hier aus Sicht der Ameisen erzählt ohne die Insekten zu vermenschlichen und trotzdem verständlich, lehrreich und mitreißend!
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Neues vom Herrn SimonRezension vom 30.06.2012Der Ex-Polizist und Ex-Detektiv Simon Brenner hat sein altes Leben hinter sich gelassen und arbeitet jetzt als Chauffeur. Als Herr Simon kutschiert er die kleine Helena zwischen Vater (Baulöwe) und Mutter (Leiterin einer Abtreibungsklinik) hin und her.
Leider machen die Anti-Depressiva den Herrn Simon manchmal ein wenig langsam und so kommt es, dass er einmal die Helena für eine ganze Weile im Auto sitzen lässt, weil er noch tanken muss und sich im Tankstellen-Shop nicht zwischen zwei Schokoladen entscheiden kann, und dann ist der Kindersitz leer, die Helena nirgends zu sehen, entführt. Die Suche nach der Kleinen führt den nunmehrigen Ex-Chauffeur in diverse Abgründe zwischen Abtreibungsgegnern, Politik und Bauwirtschaft. Und in einem ganz speziellen dieser Abgründe trifft er auch den lieben Gott.
Wer Haas Sprachstil und witz schätzt, die teils abgehackten Sätze und Gedankensprünge, quasi dings, mag, wird auch mit dem neuen Brenner bzw. Herrn Simon seine Freude haben.













