Tolle Spielmechanik, tolles Thema
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Tifor, am 27.07.2011
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Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Zunächst zum Thema des Spiels: Die Warhammer-Welt ist eine düstere Fantasy-Welt, die seit fast 30 Jahren existiert (zunächst als Hintergrund für das Tabletop-Spiel Warhammer) und ständig weiterentwickelt wurde. Bei Interesse gibt es viele Artikel im Netz zu diesem Thema.
Zur Mechanik:
Zwei Spieler spielen gegeneinander. Jeder sucht sich ein Deck (Kartenstapel zusammengehöriger Karten) aus, wobei es 4 zur Auswahl gibt (in diesem - hier besprochenen - Basisspiel): Orks, Zwerge, Imperium (Menschen) und Chaos.
In diesem Deck befinden sich Karten, die Einheiten, Gebäude oder besondere Aktionen beinhalten. Diese gilt es nun, Stück für Stück auf dem Tisch auszuspielen. Dabei werden sie um eine besonders große Karte gruppiert, die von Anfang an auf dem Tisch liegt, die das eigene Königreich repräsentiert. Je nachdem wo man nun seine Karten relativ zu dieser Königreichskarte ausspielt, haben sie unterschiedliche Auswirkungen. Entweder kann man mehr Karten pro Runde nachziehen, mehr Ressourcen nutzen (um Karten auszuspielen oder besondere Karteneffekte zu nutzen) oder den Gegner angreifen.
Ziel ist es, durch Angriffe (oder Sonderkarten) das gegnerische Königreich so stark zu beschädigen, dass zwei der drei Zonen als zerstört gelten.
Spieler, die mit Sammel-Kartenspielen vertraut sind, werden hier keine Schwierigkeiten mit den Regeln haben, Anfänger könnten zunächst etwas verwirrt sein, allerdings hilft es, wenn man tatsächlich einfach immer den Regeltext wörtlich ausführt. Manchmal scheint dann zwar eine Aktion unsinnig, macht aber Sinn, sobald man erkannt hat, wie bestimmte Kombinationen von Karten aufeinander Wirken.
Die verschiedenen Decks sind von der Spielmechanik her sehr schön auf die entsprechende Rasse zugeschnitten: Orks gewinnen durch ständiges Angreifen, Zwerge sind eher defensiv und werden immer stärker, je länger sie spielen, Chaos hat viel Möglichkeiten, den Gegner außerhalb von Angriffen zu beeinflussen und das Imperium ist sehr flexibel, kann also gut auf Überraschungen reagieren.
Die künstlerische Gestaltung und materielle Qualität der Karten ist super!
Ich selbst besitze nur das Grundset, aber nach vielen gelesenen und gehörten Rezensionen scheint es so zu sein, dass jemand, der nur das Grundset besitzt, durchaus gegen Spieler bestehen kann, die einige Erweiterungen besitzen. Bei klassischen Sammelkartenspielen (z.B. Magic) kauft man ja Erweiterungen, bei denen man nicht weiß, welche Karten drin sind, außerdem ist es da so, dass besonders seltene Karten und Kartenkombinationen viel häufiger gegen Decks gewinnen, die nur häufige Karten beinhalten. Bei Warhammer Invasion weiß man zum einen bei den Erweiterungen genau, welche Karten enthalten sind, zum anderen muss man keine Erweiterungen kaufen um gegen Freunde mit vielen Erweiterungen zu bestehen.
Ich hoffe, dass das jetzt alles nicht zu verwirrend war - mir gefällt das Spiel jedenfalls sehr, ebenso meiner Frau. Man kann mit diesem Set viel Spaß haben und wenn man irgendwann etwas Abwechslung haben möchte, kauft man sich einfach ein bis zwei Erweiterungspackungen. Außerdem ist die Spielmechanik so interessant, dass es auch sehr auf die eigentliche Taktik während des Spiels ankommt, nicht so sehr darauf, welche Karten man im Deck hat.
Ach ja, einziger klitzekleiner Minuspunkt ist, dass es keine schöne Ordnung für die Karten gibt. Sie liegen ohne Hilfsmittel lose in der Box.