Julischatten

Ausgezeichnet mit dem Jugendliteraturpreis Segeberger Feder 2013

von Antje Babendererde

Buch

gebunden (475 Seiten)

2. Auflage

Sprache: Deutsch

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Sim heißt eigentlich Simona und will um jeden Preis auffallen. und das tut sie wie ein bunter Hund im Reservat Pine Ridge im Nordwesten der USA, mit ihren merkwürdigen kurzen Haaren, ihren verrückten Klamotten und dem schiefen Lächeln. Doch als sie die unzertrennlichen Freunde Jimi und Lukas kennenlernt, ändert sich etwas für sie. Denn der blinde Lukas zeigt ihr eine ganz neue Sicht auf der Welt und auf sich selbst. Und in den attrativen Jimi verliebt sie sich Hals über Kopf. Doch die Dinge in Pine Ridge sind nicht so, wie sie scheinen. Während die Ereignisse sich überschlagen, die ihrer dreier Leben für immer verändern soll, muss Sim erkennen, dass sie sich für einen der beiden Jungen entscheiden muss. Für Lukas oder für Jimi.


Produktdetails

Verkaufsrang: 16.919
ISBN-10: 3-401-06589-0
EAN: 9783401065892
Erschienen: Jänner 2012
Verlag: Arena Verlag GmbH
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 2. Auflage
Seitenzahl: 475
Länge/Breite: 212mm/148mm
Gewicht: 800 g
Altersempfehlung: ab 14
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Antje Babendererde

Antje Babendererde, geboren 1963 in Jena, ist freie Autorin. Nach einer Töpferlehre war sie zunächst als Arbeitstherapeutin in einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie tätig. Die Autorin hat ein spezielles Interesse an der Kultur der Indianer. In ihren Romanen verarbeitet sie Eindrücke und Erlebnisse, die sie während ihrer USA-Reisen in verschiedenen Reservaten gesammelt hat. Antje Babendererde wurde für ihren Jugendroman "Libellensommer" mit dem Erwin-Strittmatter-Sonderpreis und dem DeLiA für den besten deutschsprachiger Liebesroman ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Liebengrün in Thüringen

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Kundenrezensionen

  • Immer wieder fantastisch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Karin Wenzlawiak, am 24.07.2012

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    Antje Babendererde schafft es immer wieder den Leser in ihren Bann zu ziehen. Genau wie bei Libellensommer, Indigosommer oder all ihren anderen fantastischen Werken gehen wir mit ihr auf eine Reise in die indianischen Kulturen und andere Welten. In diesem Buch ist es das verkorkste Leben von Simona, genannt "Sim", die in die "Verbannung" zu ihrer Tante nach Amerika geschickt wird. Sim taucht ein in fremde Kulturen und muss Freud und Leid der als "Touristenattraktion" benutzten Indianer miterleben. Besonders angetan haben es ihr Jimi Little Wolf und sein Hunka - Bruder Lukas Brave. Jeder der beiden hat seine eigene Welt und Sim taucht in jede einmal ein.


    Immer wieder zieht mich Antje Babendererde durch eine ganz besondere Art von Magie in ihre Bücher, in ihre Welt. Man kann nicht aufhören zu lesen, bis auch der letzte Buchstabe auf der letzten Seite aufgesogen ist.

    Ich bn begeistert, immer wieder.

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  • Julischatten Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Katharina Wacker, am 10.04.2012

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    Simona, die eigentlich lieber Sim genannt wird, ist sauer. Sauer auf ihre große, perfekte Schwester, die nie betrunken im Teich gelandet ist, und sauer auf ihre Eltern, die sie zum Entzug den Sommer über zu Tante Jo ins Indianer-Reservat schicken.
    Eintönige Wochen in der Prärie stehen ihr bevor - so glaubt Sim zumindest, bis sie den draufgängerischen Jimi und den einfühlsamen, blinden Lukas im Reservat kennenlernt. Schnell entwickelt sich ein Wirrwarr aus Gefühlen und die Freundschaft der zwei Indianer droht zu zerbrechen, als Sim sich für einen der beiden entscheiden muss ...

    Antje Babendererde führt uns mit "Julischatten" in eine Welt, die wir hier nur erahnen können. Zwischen erster Liebe, den Tücken der Jugend und Wildwestromantik beschreibt sie einfühlsam und anschaulich das schwierige Leben im Indianerreservat, zeigt uns Perspektivlosigkeit und den Versuch, eine einst starke Kultur zu erhalten.
    Die Protagonistin Sim besticht mit ihrem trotzigen Charme von Anfang an und die lebendigen Landschaftbeschreibungen erwecken Sehnsüchte nach der Weite der Prärie.
    Ein sympathisches Jugendbuch, das nicht nur jungen Frauen gefallen wird!

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  • Julischatten Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sigrid Waletzke, am 02.04.2012

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    Simona ist ein 16-jähriges Mädchen.Ein schlimmes Erlebnis bringt sie dazu immer mehr Vergessen im Alkohol zu suchen. Als ihre Eltern sich keinen Rat mehr wissen, stellen sie Sim vor 2 Alternativen: Entweder eine Entziehungskur oder die Sommerferien bei ihrer Tante in einem Indianerreservat in den USA zu verbringen. Sim hat ihre eigenwillige Tante Johanna schon immer bewundert, also entschließt sie sich zu ihr zu reisen. Doch im Pine-Ridge-Reservat erkennt sie, daß auch hier die Menschen mit vielen Problemen zu kämpfen haben.

    Antje Babendererde ist es wieder einmal gelungen, eine faszinierende Geschichte vor dem Hintergrund des Lebens der Indianer in der heutigen Zeit zu schreiben .

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  • Ein Buch das berührt und zum Nachdenken anregt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Lisa Schleicher, am 07.03.2012

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    In diesem Buch geht es um die junge Sim aus Deutschland, die in ihren Sommerferien zu ihrer Tante ins Pine-Ridge-Indianerreservat fliegt. Dort trifft sie auf die Indianerjungs Jim und Lukas, die seit Kindertagen eine tiefe Freundschaft verbindet. Die drei Jugendlichen sind in dieser Zeit oft zusammen und es entwickelt sich eine Dreiecksgeschichte, die in einem dramatischen, unvorhersehbaren Finale endet.
    Die Charaktere sind einmalig und die Schauplätze dieser Geschichte detailreich beschrieben, man ist sofort in dieses Buch eingetaucht.
    Antje Babendererde gelingt es, das reale Leben der Menschen in den Reservaten zu zeigen, die mit Arbeitslosigkeit, Drogen und der Gewissheit kämpfen müssen, von der Regierung alleinegelassen worden zu sein. Trotzdem spürt man auch die Hoffnung der Menschen, dass es eine Verbesserung geben kann.
    Ein spannendes Buch, unbedingt lesenswert !

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  • So mitreißend und voller Gefühle Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sarah Schindele, am 25.02.2012

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    Die Geschichte um die 16-jährige Sim, die zum Schutz vor dem Alkohol zu ihrer Tante ins einsame Pine Ridge Reservat geschickt wird, verspricht von Anfang an nicht einfach zu werden. Der blinde Lukas und Jimi, sein Hunka Bruder, nehmen Sim mit auf eine Reise voll wirrer Gefühle, erschreckende Wahrheiten, vor allem aber auf eine Reise zu sich selbst. Die Geschehnisse überschlagen sich so unvorhersehbar, dass wir uns dem Bann dieser im Stich gelassenen Kultur nur schwer entziehen können.


    Wie immer schafft es Antje Babendererde uns eine fremde Welt mit ihrer Geschichte näher zu bringen, ohne dabei die Realität schleifen zu lassen, sondern gerade diese besonders ins Licht zu ziehen. Die Charaktere sind so echt und menschlich, dass wir sie miterleben und fühlen können.
    Vielseitig und intensiv, dieses Buch lässt einen nicht mehr los.

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  • Großartig! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Eva L., am 16.02.2012

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    In „Julischatten“ nimmt Antje Babendererde ihre Leser erneut mit auf eine Reise in die Welt der Indianer. Dieses Mal geht es in das Pine- Ridge- Reservat in South Dakota. Doch wer hier Wildwestromantik mit Tipis, Friedenspfeife und Blutsbrüderschaft erwartet, wird enttäuscht sein. Die Autorin verbrachte 2010 zwei Monate in eben diesem Reservat und schildert erschreckend authentisch die beinahe menschenunwürdige Situation, in der die Indianer dort leben müssen, auf beeindruckende Art und Weise. Von der Regierung ihrer Kultur beraubt und in Reservate gepfercht leben die meisten Menschen in Armut mit Müllbergen um sich herum und versuchen, ihren trostlosen Alltag mit Drogen und Alkohol zu verdrängen. Teenagerschwangerschaften sind an der Tagesordnung und Zukunftsperspektiven gibt es so gut wie keine.

    Das Grundgerüst der Geschichte ist ähnlich dem anderer Babendererde- Bücher: eine Deutsche kommt nach Amerika, um ihre Probleme in den Griff zu bekommen und lernt dort einen Indianer kennen. Aber die Handlung ist keinesfalls abgekupfert, vorhersehbar oder bekannt, ganz im Gegenteil! Die Autorin schafft es immer wieder, sich etwas Neues auszudenken und versteht es wie keine andere, dem Leser die Welt und die Kultur der Indianer nahezubringen. Sie schafft es mit ihrem wunderbaren Schreibstil, vor dem geistigen Auge Bilder und Szenen entstehen zu lassen als sei man life dabei. Ich hatte wirklich das Gefühl, mit Sim in South Dakota zu sein und die Geschichte mitzuerleben.

    Sim ist eine Figur mit vielen Ecken und Kanten und alles andere als perfekt, was es dem Leser leicht macht, sich mit ihr zu identifizieren. Auch wenn ihr Verhalten manchmal alles andere als verständlich ist, schließt man sie doch bald ins Herz, denn man bekommt schnell eine Ahnung davon, was mit diesem Mädchen geschehen ist. Mit Jimi und Lukas hat Antje Babendererde zwei Herzensbrecher geschaffen, die man einfach gernhaben muss, wobei ihr ehrlich sagen muss, dass mich die Dreiecksgeschichte zwischen den beiden und Sim ein bisschen gestört hat. Dreiecksgeschichten findet man mittlerweile in jedem zweiten Buch und sie sind mir einfach über. Das ist aber meine ganz persönliche Meinung und ich glaube auch, dass „Julischatten“ ohne diese Dreierbeziehung nicht hätte funktionieren können.

    Es fällt mir schwer, das, was ich beim Lesen dieses Buches empfunden habe, in Worte zu fassen. Ich bin begeistert von der Geschichte, vom Können der Autorin, die mich wieder einmal restlos von sich überzeugen konnte, aber auch entsetzt und traurig über das, was den amerikanischen Ureinwohner angetan wird. Ich liebe das Buch, aber hasse viele Dinge, die darin passieren. Ich kann nur jedem empfehlen: lest dieses Buch und macht euch selbst ein Bild davon, wie großartig es ist. Denn das, was ich darüber schreiben kann, wird ihm in keinster Weise gerecht.

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  • Spannend, mitreißend und etwas für's Herz! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Literella.blog.de, am 31.01.2012

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    Inhalt:
    Sim, die eigentlich Simona heißt, versucht alles, um aufzufallen. Sie trägt ihre Haare in einer knall roten Stachelfrisur, schneidert sich selbst kunterbunte Shirts und extrem kurze Röcke. Mit ihren Eltern hat sie nur Probleme und der Konkurrenzdruck, den sie durch ihre scheinbar perfekte Schwester spürt, entfernt sie immer mehr von ihrer Familie. Eines Tages erleidet sie eine Alkoholvergiftung und ihre Eltern sehen nur noch einen Ausweg: Entziehungskur oder sechs Wochen Zwangsurlaub bei ihrer Tante Jo, die in Amerika in einem Indianerreservat lebt. Die Wahl fällt Sim nicht schwer. Kaum dort angekommen trifft sie auf die Indianer Jimmi und Lukas. Wie sehr dieser Aufenthalt und gerade diese beiden Jungs ihr Leben verändern werden, kann sie zu diesem Zeitpunkt nicht einmal erahnen.

    Meine Meinung:
    Auch dieses Buch von Frau Barbendererde spielt wieder in der Welt der Indianer, welche die Autorin wie keine Zweite vor dem Auge ihrer Leser entstehen lassen kann.
    Von der ersten Seite an zieht die Geschichte ihre Leser in den Bann. Sim ist ein sehr spannender Charakter, der auf den ersten Blick verrät, dass es noch einiges an ihr zu entdecken gibt und sie ein Geheimnis mit sich herum trägt. Ich war sehr gespannt auf ihre Entwicklung im Laufe der Handlung.
    Die indianische Welt ist wieder einmal sehr gut getroffen. Die Autorin schafft es immer wieder den schmalen Grat, der zwischen der bitteren Realität der in den Reservaten lebenden Indianer und der Mystik um die indianische Kultur liegt, nicht in eine Richtung zu überspannen. Besonders gut gefällt mir, dass sich die Autorin nie in Klischees verfängt, sondern die unverblümte Wahrheit beschreibt, wobei sie auch nicht vor Themen wie dem Alkoholmissbrauch und dem Drogenkonsum innerhalb der Reservate zurückschreckt. Gleichzeitig wirkt die ganze Problematik nicht aufgesetzt oder zu aufdringlich.
    Die durch die aufeinander prallenden Kulturen entstehende Situationskomik hat mich an einigen Stellen laut auflachen lassen. Die optisch doch sehr ausgeflippte Sim will so gar nicht in die enge, traditionelle Welt des Reservates passen und sorgt dadurch für so manch lustige Situation.
    Ihre Charaktere entwickelt Frau Barbendererde mit sehr viel Liebe zum Detail und versieht sie mit so vielen Facetten, dass sie absolut echt wirken und man selbst dem Widerling der Geschichte noch immer etwas Positives abgewinnen kann und ihn letztlich ins Herz schließt.
    Die Handlung an sich hat alles was eine gute Geschichte ausmacht. Sie hat Witz, Charme, Spannung und durch die beiden Brüder, auf die Sim gleich zu Beginn ihrer Reise trifft, auch eine gehörige Portion Herzklopfen.

    Fazit:
    Ein Buch, das wieder einmal das Leben in den Reservaten vor meinem inneren Auge hat entstehen lassen, mich hat mitfiebern, lachen und bangen lassen und welches ich jedem Fan der Autorin und auch solchen, die es noch werden wollen, sehr ans Herz legen kann!

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