Abendland

Roman. Ausgezeichnet mit dem Bodensee-Literaturpreis 2008

von Michael Köhlmeier

Buch

Taschenbuch (775 Seiten)

2. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Carl Jacob Candoris - Mathematiker, Weltbürger, Dandy und Jazz-Fan - ist fünfundneunzig, als er seine Lebensbeichte ablegt. Aufschreiben soll sie der Schriftsteller Sebastian Lukasser, Sohn des Gitarristen Georg Lukasser, den Candoris im Wien der Nachkriegsjahre kennengelernt hat. Candoris erzählt von seinem Großvater, der einen berühmten Kolonialwarenladen betrieb, von seinen seltsamen Verwandten, bei denen er in Göttingen während seines Studiums lebte, vom Wien der Nachkriegszeit - wo Sebastians Geschichte beginnt, die Geschichte einer Selbstfindung, die sich über die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts erstreckt. Im Spiegel zweier ungleicher Familien entsteht so ein kluger, reicher, witziger und lebenssatter Generationenroman über unsere Zeit.

Pressestimmen:

"Köhlmeier hat über sechs Jahre an seinem Roman gearbeitet. Ursprünglich schrieb er mehrere längere Erzählungen und dieses Verfahren ist noch ein wenig zu spüren, denn manche Abschnitte könnten unbesorgt für sich alleine stehen. Er verknüpft sie aber gekonnt miteinander und hat sein großes Personal, das zu verschiedenen Zeitabschnitten und auf verschiedenen Kontinenten auftaucht, gut im Griff."
Buchkultur Dezember 2008

Produktdetails

ISBN-10: 3-423-13718-5
EAN: 9783423137188
Erschienen: 01.11.2008
Verlag: dtv
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 2. Auflage
Seitenzahl: 775
Länge/Breite: 193mm/126mm
Gewicht: 663 g
Reihe: dtv-Taschenbücher
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Michael Köhlmeier

Michael Köhlmeier, geboren 1949, wuchs in Hohenems/Vorarlberg auf, wo er auch heute lebt. Für sein Werk wurde der österreichische Bestsellerautor unter anderem mit dem Manes-Sperber-Preis, dem Anton-Wildgans-Preis und dem Grimmelshausen-Preis ausgezeichnet.

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Kundenrezensionen

  • Unbedingt lesen! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Erika Föst, am 29.04.2012

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    Eine Geschichte des letzten Jahrhunderts, geschildert werden 3 unverwechselbare, eigenwillige Charaktere, die uns Einblick in die politischen, wissenschaftlichen und kulturellen Entwicklungen der Zeit geben. 800 Seiten Lebenserfahrung und man möchte immer weiter lesen.

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  • Opus Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Birgit Eiglmeier, am 27.02.2011

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    Eigentlich eine schnell erzählte Geschichte: Ein alter Mann bittet einen jungen Freund, seine Lebensgeschichte aufzuschreiben.

    Doch Köhlmeier führt den Leser an dieser erzählten Lebensgeschichte durch ein breites Themenspektrum, da sammelt sich Zwischenmenschliches, erlebte Politik und gelebte Musik, Physik und Weltreisen.

    Dieses Buch ist ein wahrer Schmöker, für den man Zeit und Muße braucht und die Offenheit, sich hineinfallen zu lassen. Es lohnt sich.

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  • langer Lesegenuss Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christine Fehlhaber, am 07.11.2010

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    Selten so viel gelernt auf fast 800 Seiten und trotzdem hätte ich gern weiter gelesen. Entlang dreier Lebensläufe hüpft der Autor von Kontinent zu Kontinent, wechselt die Zeiten so spannend und gut erzählt, dass ein regelrechter Sog entsteht. Passt zu Mann & Frau mit Hang zu Horizonterweiterung und nicht nachlassender Neugier!
    C.Graf

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  • Bemerkenswert einfach. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Alexander Waldhör, am 13.01.2010

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    Mit diesem Roman ist Köhlmeier ein leichtfüssig inszenierter und doch informationsgeschwängerter Ausflug durch das vergangene Jahrhundert gelungen. Der Autor verwendet drei Personen, durch die er den Lesenden in in sich abwechselnden, Kurzgeschichten gleichenden Episoden in den primären Handlungsstrang einführt. Dennoch wünscht man sich oft, Herr Köhlmeier hätte das eine oder andere Detail unerwähnt gelassen, da sich manche ebensolcher so gar nicht ins Gesamtbild einfügen wollen. Dies ist jedoch nur ein Tropfen auf dem heissen Stein eines ansonsten wundervoll geschriebenen und inszenierten Buches. Unbedingt lesen.

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  • Langer Lesegenuss! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christiane Graf, am 05.07.2009

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Selten so viel gelernt auf fast 800 Seiten und trotzdem hätte ich gern weiter gelesen. Entlang dreier Lebensläufe hüpft der Autor von Kontinent zu Kontinent, wechselt die Zeiten so spannend und gut erzählt, daß ein regelrechter Sog entsteht. Passt zu Mann & Frau mit Hang zu Horizonterweiterung und nicht nachlassender Neugier!

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  • Im großen Bogen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Polar, am 08.12.2008

    1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Weit ist die Geschichte gespannt, die Michael Köhlmeier in seinem Roman erzählt. Auch wenn man sich zwischendurch wünscht, er hätte den einen oder anderen Schlenker ausgelassen, um nicht jedes Feld seit der K.u.K-Monarchie zu besetzen und mit seiner Familiengeschichte zu verknüpfen, ist ihm doch ein unterhaltsamer Roman gelungen, der mit glänzenden Passagen aufwartet. Nicht zuletzt wenn ein Nachbarn den Hund des Helden tötet, obwohl er nur auf ihn aufpassen soll, der Besitzer ausrastet, sich rächen will und seinerseits in einen Gewehrlauf stiert, um als Nazi beschimpft zu werden und erniedrigt davonzuschleichen. Köhlmeiers ausgeprägter Hang zur Beschreibung einer glänzenden, von Selbstzweifeln geprägten Musikerexistenz, die detailliert Abgründe wie Triumphe eines solchen Lebens nachzeichnet, fasziniert in ihrer gnadenlosen Spiegelung. Der Begnadete Vater des Helden ist ein Genie und doch zerbricht sein Leben und das seiner Familie fast mit. So tauchen in dem Roman Figuren auf, die allesamt irrlichtern, sich begegnen, kreuzen, verlieren. Mit dem Etikett Künstlerroman ist der Geschichte schwer beizukommen. Eher hastet hier ein Sohn der Vergangenheit hinterher und versucht den Menschen gerecht zu werden, denen er darin begegnet, indem er sie aus der Zeit, den Träumen, dem Scheitern zu verstehen versucht. Nicht zuletzt, um zumindest dem Vater zu verzeihen. Bemerkenswert wie Köhlmeier dabei Fiktion und Fakten verbindet und eine Familie vor uns entsteht. Vom Sterbebett aus - und was sind Erinnerung anders als in ein Sterbebett eingebunden - lässt sich vermutlich leichter, versöhnlicher erzählen.

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