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Mozart!-Das Musical-Gesamt

Inklusive signierter Covercard

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MOZART! Das Musical aus der Feder des Erfolgsduos Michael Kunze und Sylvester Levay beleuchtet den Weltmusiker, die historische Figur, eine Legende der klassischen Musik. Mozart wird hier als außerordentlich begabter Künstler gezeigt, der dennoch oder gerade deshalb mit den einfachen Herausforderungen des Lebens kämpft. MOZART! - ein Drama über das Erwachsenwerden - will eine zum Klischee gewordene historische Figur von Verkitschung und Vergötterung befreien. Nach zahlreichen Aufführungsserien in insgesamt sieben Ländern (Österreich, Deutschland, Japan, Schweden, Süd-Korea, Tschechien, Ungarn) und bereits mehr als 1,9 Millionen Besuchern weltweit wird die VBW-Eigenproduktion ab Herbst 2015 an seinen Uraufführungsort zurückkehren! Außerdem wird das Musical durch ein neues Lied von den Autoren Michael Kunze (Buch und Liedtexte) und Sylvester Levay (Musik) bereichert - ein Liebesduett zwischen "Mozart" und "Constanze" wird ab September erstmals zu hören sein. Die musikalische Leitung des 27-köpfigen Orchesters übernimmt VBW-Musikdirektor Koen Schoots. Cast: Wolfgang Mozart: Oedo Kuipers +++ Leopold Mozart: Thomas Borchert +++ Hieronymus Colloredo: Mark Seibert +++ Constanze Weber / Nissen: Franziska Schuster +++ Nannerl Mozart: Barbara Obermeier +++ Baronin von Waldstätten: Ana Milva Gomes +++ Cäcilia Weber: Brigitte Oelke
Portrait
Librettist Michael Kunze entdeckte nach 200 Top-Ten-Hits und zwei Number-One-Songs in den USA in den 1980er-Jahren das Musical für sich. Er übersetzte Werke von Andrew Llojy Webber, schrieb die deutschen Versionen von u.a. "A Chorus Line", "Der kleine Horrorladen", "Der König der Löwen" und "Mama Mia!", erhielt einen Grammy und 56 Goldene und 23 Platin Schallplatten. 2005 wurde er mit dem ECHO für sein Lebenswerk geehrt.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Anzahl 2
Erscheinungsdatum 04.12.2015
EAN 9120006683661
Genre Musical
Hersteller Alive Ag
Komponist Original Cast Wien
Verkaufsrang 1.746
Musik (CD)
24,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Mozart nach 15 Jahren in neuer Fassung
von Lisa T. am 19.01.2016

Die Dreadlocks der Hauptfigur sind verschwunden, ebenso die vampirartige Schminke des Ensembles – stattdessen wartet die Neufassung mit einem Teenager im Jogginganzug, mit (inzwischen fast gewohnt) nicht vorhandenem Bühnenbild und einem VW-Bus auf. Die visuellen Eindrücke sind es hier die dem Theaterbesucher deutlich vor Augen führen, dass die VBW wieder... Die Dreadlocks der Hauptfigur sind verschwunden, ebenso die vampirartige Schminke des Ensembles – stattdessen wartet die Neufassung mit einem Teenager im Jogginganzug, mit (inzwischen fast gewohnt) nicht vorhandenem Bühnenbild und einem VW-Bus auf. Die visuellen Eindrücke sind es hier die dem Theaterbesucher deutlich vor Augen führen, dass die VBW wieder einmal bemüht waren, eine zeitgerechte Fassung (ähem) auf die Bühne zu bringen. Die CD-Aufnahme dagegen bringt nicht viele Neuerungen, bis auf das obligatorische neue Lied, das Levay und Kunze für die Neufassung schreiben mussten („Wir zwei zusammen“). ANSCHAUEN sollte man sich dieses Musical also sehr unvoreingenommen. Getragen wird das ganze Stück von Hauptdarsteller Oedo Kuipers, dem man in jeder Sekunde den nie erwachsen gewordenen Mozart abnimmt. Schauspielerisch ein übergedrehtes Wunderkind, dem niemals Grenzen aufgezeigt worden sind. Stimmlich könnten hier noch einige Grenzen überschritten werden. Kuipers IST Mozart in diesem Stück, singt aber meistens zu brav nach den Noten. Bei „Wir wird man seinen Schatten los?“ hätte ich mir (auch wenn diese Szene eine der eindrucksvollsten des ganzen Stückes ist) etwas mehr Pioniergeist von ihm gewünscht. Trotzdem ein riesiges Lob an Kuipers und einen nach der ersten Vorstellung tief verankerten Respekt davor wie er uns durch das ganze Stück führt. Die beeindruckendste Szene ist wohl jene, in der er seinem Vater letztendlich gegenübertritt („Stolz“) und für einige Sekunden das erste und einzige Mal erwachsen genug ist um die Hochachtung, die ihm gebührt, auch von Leopold Mozart einzufordern. Das nachfolgende „Warum kannst du mich nicht lieben?“ ist für mich immer wieder der Höhepunkt des Theaterabends bzw. der CD; knapp gefolgt von „Schließ dein Herz in Eisen ein (Reprise)“ und schlussendlich und unausweichlich „Mozarts Tod“. Thomas Borchert (Leopold Mozart), Mark Seibert (Fürsterzbischof Colloredo) und Ana Milva Gomes (Baronin von Waldstätten) müssen meiner Ansicht nach nicht extra hervorgehoben werden. Ein Trio aus eingespielten Musicalstars, die in Borcherts Fall eine etwas zu routinierte, aber immer noch beeindruckend unterdrückende Vaterfigur; in Seiberts Fall einen fabelhaft nuancierten Widersacher und in Gomes’ Fall eine (wie immer) stimmlich einprägsame Performance, die aber letztendlich nur dazu da zu sein scheint, uns konstant an die Existenz von „Gold von den Sternen“ erinnern zu wollen, spielen. Viel interessanter sind hier die kleineren Nebenrollen wie etwa Jon Goldsworthy als Graf Arco, der uns mit der Bandbreite seiner ausgebildeten Baritonstimme immer wieder erstaunt. Oder Johannes Glück als Emanuel Schikaneder, der sowas von perfekt in die Rolle des Wiener Unterhalters passt, dass ihm diese Rolle auf den Leib geschneidert zu sein scheint. Das neue Lied „Wir zwei zusammen“ ist eine sehr kitschige, aber zugleich berührende Hommage an die Beziehung Mozart und Constanze und an die Stimmen Oedo Kuipers‘ und Franziska Schusters (Constanze Weber), die hier traumhaft miteinander harmonieren - in meinen Ohren eine gelungene Erweiterung. Ansonsten sind die großen „Entdeckungen“ dieser Gesamtaufnahme all die halbvergessenen Lieder, die immens wichtig für das Fortschreiten der Handlung sind, aber trotzdem nicht in die Mozart-Aufnahme 1999 aufgenommen wurden, wie z.B. „Die Wunder sind vorüber“, „Ich bin, ich bin Musik“ „Stolz“ und „Der einfache Weg“. Einen Stern Abzug bekommt diese CD-Neufassung von mir, weil sie (zum Glück nicht visuell, aber doch) die Familie Weber völlig in den Dreck zieht. Diese Figuren mögen auch bei der letzten Fassung in den 90ern jene gewesen sein, über die man sich in diesem Drama-Musical lustig machen konnte, aber niemals auf diesem bodenlosen Niveau wie bei dieser Neufassung. Ich habe nicht einmal etwas gegen den VW-Bus der Weber’schen mit dem die Unbeständigkeit und Leichtlebigkeit der Familie porträtiert wird, aber ich habe definitiv etwas gegen Figuren, die derart dümmlich dargestellt werden (und am Ende sogar die Todesszene mit Pietätlosigkeit überschatten), dass man sich fragt, ob es bei den VBW mittlerweile Mode ist, Charaktere einzubringen bzw. bestehende Charaktere so zu überdrehen, dass man sich als Zuschauer ständig fragt, was diese Figuren in so einem Musical zu suchen haben - mein einziger schwerwiegender negativer Punkt. Ansonsten eine Mozart!-Aufnahme, die ambitioniert modern und frisch ist und der man als Levay/Kunze-Fan sehr viel abgewinnen kann. Ich trauere der Zeit entgegen, wenn Mozart nicht mehr in Wien sein wird.

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