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Unterwerfung

Roman

(3)
Goncourt-Preisträger Michel Houellebecq erzählt in "Unterwerfung" die Geschichte des Literaturwissenschaftlers François. Der Akademiker
forscht im Frankreich einer sehr nahen Zukunft zu dem dekadenten Schriftsteller Huysmans, der ihn sein Leben lang fasziniert. Zugleich verfolgt er die Ereignisse um die anstehende Präsidentschaftswahl: Während es dem charismatischen Kandidaten der Bruderschaft der Muslime gelingt, immer mehr Stimmen auf sich zu vereinigen, kommt es in der Hauptstadt zu tumultartigen Ausschreitungen.
Wahllokale werden überfallen, Autos brennen auf den Straßen. Als schließlich ein Bürgerkrieg unabwendbar scheint, verlässt François Paris ohne ein bestimmtes Ziel vor Augen. Es ist der Beginn einer Reise in sein Inneres.
"Unterwerfung" handelt vom Zusammenprall der Kulturen und stellt Fragen zum Verhältnis von Orient und Okzident, von Judentum, Islam und Christentum - Fragen, die heute so relevant sind wie nie. Michel Houellebecq präsentiert sich als furchtloser Gesellschaftsdenker, der die bestimmenden Spannungsverhältnisse unserer Epoche mit großer Ernsthaftigkeit - und zugleich mit virtuoser Ironie ausdeutet.
Portrait
Michel Houellebecq wurde 1958 geboren. Er gehört zu den wichtigsten Autoren der Gegenwart, seine Bücher werden in über vierzig Ländern veröffentlicht. Auf Deutsch ist nahezu sein gesamtes Werk bei DuMont verlegt. Zuletzt erschienen der mit dem renommiertesten französischen Literaturpreis, dem Prix Goncourt, ausgezeichnete Roman »Karte und Gebiet« (2011), der Gedichtband »Gestalt des letzten Ufers« (2014) sowie sein Roman »Unterwerfung« (2015).
Norma Cassau, geboren 1975, studierte Komparatistik und Osteuropastudien in Berlin und Kasan. Seit 2009 übersetzt sie Literatur aus dem Russischen und Französischen.
Bernd Wilczek war nach dem Studium mehrere Jahre Universitätslektor in Frankreich. Er übersetzte u. a. Maurice Blanchot, André Glucksmann sowie gemeinsam mit Norma Cassau Michel Houellebecqs Roman >Unterwerfung<.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Erscheinungsdatum 16.01.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783832188375
Verlag DUMONT Buchverlag
Verkaufsrang 643
eBook (ePUB)
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„Unterwerfung“

Helmuth Fahrngruber, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

Frankreich hat im Jahr 2022 einen gemäßigten islamischen Präsidenten gewählt, um eine rechtextreme Präsidentin des Front National zu verhindern. Nach bürgerkriegsähnlichen Zuständen kehrt gespannte Ruhe im Land ein. Das Alltagsleben verändert sich sichtbar, Frauen ziehen sich aus Beruf und der Öffentlichkeit immer mehr zurück, Juden Frankreich hat im Jahr 2022 einen gemäßigten islamischen Präsidenten gewählt, um eine rechtextreme Präsidentin des Front National zu verhindern. Nach bürgerkriegsähnlichen Zuständen kehrt gespannte Ruhe im Land ein. Das Alltagsleben verändert sich sichtbar, Frauen ziehen sich aus Beruf und der Öffentlichkeit immer mehr zurück, Juden verlassen das Land für immer. Der französische Skandalautor Michel Houellebecq entwirft ein überzeichnetes Bild der sanften Islamisierung von Politik und Gesellschaft eines europäischen Landes.

Die Hauptfigur Francois, ein misanthroper, zynischer Literaturprofessor in seinen 40ern, ist der eigenen Existenz überdrüssig. Umnebelt von Alkohol, ambitionslos und narzisstisch verstört verkehrt er seit jeher im saturierten akademischen Milieu von Paris, dessen orientierungslose Unverbindlichkeit für ihn das Sinnbild einer dekadenten westlichen Gesellschaft darstellt. Die Unterwerfung zu den Bedingungen der neuen politischen Machthaber erfolgt ohne großes Aufsehen, an Geld mangelt es nicht. Auch der Hauptprotagonist kehrt, nachdem er von der neuen Universitätsführung in die vergoldete Frühpension geschickt wurde, doch wieder an die Universität zurück. Ein üppig dotierter Posten, verbunden mit vielen weitern Annehmlichkeiten, lässt ihn zum Islam überzutreten.

Das Buch ist eine gelungene soziale Satire, es tadelt weniger die Religion und die Kultur des Islam, als vielmehr die Gleichgültigkeit und Mutlosigkeit einer indifferenten, orientierungslosen westlichen Gesellschaft.

„Je suis Houellebecq“

Gregor Schwarzenbrunner, Thalia-Buchhandlung Lentia

François ist im Jahr 2022 Hochschullehrer für Literatur an der Sorbonne Nouevelle. Die Anstellung ist für den Literaturwissenschaftler wie geschaffen, denn hauptsächlich unterrichtet er nur mittwochs und seine restliche Zeit kann er seinen zwei größten Liebschaften widmen. Einerseits der Liebe zu Studentinnen, die er jährlich wechselt François ist im Jahr 2022 Hochschullehrer für Literatur an der Sorbonne Nouevelle. Die Anstellung ist für den Literaturwissenschaftler wie geschaffen, denn hauptsächlich unterrichtet er nur mittwochs und seine restliche Zeit kann er seinen zwei größten Liebschaften widmen. Einerseits der Liebe zu Studentinnen, die er jährlich wechselt und andererseits der Liebe zur Literatur, insbesondere der Literatur von Joris-Karl Huysmans. Als die Präsidentschaftswahlen anstehen und einige Wahllokale überfallen werden, spitzt sich die Situation zu und François verlässt Paris.

Auf das neue Werk des umstrittenen Provokateurs Michel Houellebecq einzugehen, ohne auch auf die feigen Anschläge auf Charlie Hebdo hinzuweisen, wäre fatal und in keinster Weise richtig. Houellebecqs Roman ist in Frankreich am selben Tag erschienen als auch die Anschläge passiert sind und dabei hat er einen persönlichen Freund, Bernard Maris verloren. Der wohl bedeutendste französische Gegenwartsliterat hat, bei der einzigen Lesung im deutschsprachigen Raum, per Livestream hab ich sie mir angesehen, die Vorwürfe das sein Roman islamophob sei, von sich gewiesen, sich allerdings im selben Atemzug gewünscht und beinahe bereut es nicht gewesen zu sein, denn dann hätte sich seine Botschaft vielleicht deutlicher herauskristallisiert. Grundsätzlich muss man festhalten, dass Literatur alles erzählen darf und soll. Hier eine Grenze zu ziehen was man dürfe, oder nicht wäre verhängnisvoll und würde eigentlich auf einen diktatorischen Machtmissbrauch hinweisen.

Schlussendlich stellt sich für mich, als Leser dieses Romanes dann auch die Frage: „Wie hätte ich es gelesen, wenn es die Anschläge nicht gegeben hätte?“ Vielleicht wäre der Roman ganz anders interpretiert worden, vielleicht wären die zahlreichen Diskussionen anderes ausgefallen, und ich hätte Unterwerfung in ein fiktives Frankreich verbannt, aber so bekommt die Geschichte eine gehörige Portion Realismus, auf die einige Leser wahrscheinlich sehr verstörend und ängstlich reagieren werden.

Die eigentliche Provokation oder Satire, abgesehen von der schweren Identitätskrise des Hauptprotagonisten, liegt für mich ganz klar in der überzeichneten Hochschulllehrerschaft und in der politischen Landschaft, hier hätte allerdings die Figur des Mohammed Ben Abbes etwas mehr Substanz oder Gewicht vertragen. Vielleicht klingt zwischen den Zeilen auch ein wenig Gesellschaftskritik mit, aber das ist nun mal das Los einer guten dystopischen Erzählung. Sicher ist, dass man noch viel mehr in diesen Roman interpretieren wird, als uns allen lieb ist. So bleibt der abgehalfterte und deprimierte Hochschullehrer im Fokus des Lesers, der zwischen Angst, Einsamkeit von guten und schlechten Sex pendelt. Unterwerfung ist der erste Roman von Houellebecq den ich gelesen habe, und wird bestimmt nicht der Letzte gewesen sein.

„pures Lesevergnügen“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

"Über die Literatur ist vieles, vielleicht zu vieles geschrieben worden ( als Literaturwissenschaftler steht mir dieses Urteil mehr als jedem anderen zu), dabei ist die spezifische Besonderheit der Literatur, der hohen Kunst der westlichen, vor unseren Augen untergehenden Welt nicht schwierig zu bestimmen. Die Musik kann im selben Maße "Über die Literatur ist vieles, vielleicht zu vieles geschrieben worden ( als Literaturwissenschaftler steht mir dieses Urteil mehr als jedem anderen zu), dabei ist die spezifische Besonderheit der Literatur, der hohen Kunst der westlichen, vor unseren Augen untergehenden Welt nicht schwierig zu bestimmen. Die Musik kann im selben Maße wie die Literatur erschüttern, eine gefühlsmäßige Umkehr, Traurigkeit oder absolute Ekstase bewirken; die Malerei kann im selben Maße wie die Literatur verzücken, einen neuen Blick auf die Welt eröffnen. Aber allein die Literatur vermittelt uns das Gefühl der Verbundenheit mit einem anderen menschlichen Geist, mit allem, was diesen Geist ausmacht, mit seinen Schwächen und seiner Größe, seinen Grenzen, seinen Engstirnigkeiten, seinen fixen Ideen, seinen Überzeugungen; mit allem was ihn berührt, interessiert, erregt oder abstößt"........
Es sind Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Die traditionellen Parteien haben keine Gesprächsbasis mehr. Auf den Pariser Straßen lösen sich Kundgebungen, Krawalle und Straßenschlachten ab. Immer mehr verdichten sich die Vorzeichen, dass der muslimische Kanditat Ben Abbes durchaus ernstzunehmende Chancen auf den höchsten Posten im Land hat. Zu zerstritten sind die alteingesessenen Parteien. Charismatisch, besonnen und beruhigend tritt der Führer der Bruderschaft der Muslime in der Öffentlichkeit auf. Das Bildungsministerium ist der letzte Stolperstein und Objekt der Begierde....
"Unterwerfung" von Michel Houellebecq ist pures Lesevergnügen

„Lebt von den Schlagzeilen...“

Jasmin, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

Er erzählt in Unterwerfung die Geschichte des Literaturwissenschaftlers François. Der Akademiker forscht im Frankreich einer sehr nahen Zukunft zu dem dekadenten Schriftsteller Huysmans, der ihn sein Leben lang fasziniert. Zugleich verfolgt er die Ereignisse um die anstehende Präsidentschaftswahl: Während es dem charismatischen Kandidaten Er erzählt in Unterwerfung die Geschichte des Literaturwissenschaftlers François. Der Akademiker forscht im Frankreich einer sehr nahen Zukunft zu dem dekadenten Schriftsteller Huysmans, der ihn sein Leben lang fasziniert. Zugleich verfolgt er die Ereignisse um die anstehende Präsidentschaftswahl: Während es dem charismatischen Kandidaten der Bruderschaft der Muslime gelingt, immer mehr Stimmen auf sich zu vereinigen, kommt es in der Hauptstadt zu tumultartigen Ausschreitungen. Als schließlich ein Bürgerkrieg unabwendbar scheint, verlässt François Paris ohne ein bestimmtes Ziel. Es ist der Beginn einer Reise in sein Inneres.

Leider war dieser Roman eine Qual für mich. Ich konnte mich nur mit Mühe dazu durchringen, den Roman zu lesen. Hier und da gab es einige gute Dialoge, aber das war es auch schon. Meiner Meinung nach passierte nichts und ich verstehe nicht, warum das Buch so lange auf der Bestsellerliste war.
2 Sterne weil ich einen besseren Einblick in den Islam bekam und wegen den zwei bis drei tollen Dialogen.

„Überbewertet“

Sabrina Reiter, Thalia-Buchhandlung Wien, Donauzentrum

"Unterwerfung" ist der bis dato kontroverseste Roman des Franzosen Michel Houellebecq, in dem es um die politischen Entwicklungen in Frankreich in nicht allzu ferner Zukunft geht.

Im Jahr 2022 hat es die Muslimische Bruderschaft an die politische Spitze Frankreichs geschafft und das Land verändert sich zusehends im Sinne ihrer Religion.
"Unterwerfung" ist der bis dato kontroverseste Roman des Franzosen Michel Houellebecq, in dem es um die politischen Entwicklungen in Frankreich in nicht allzu ferner Zukunft geht.

Im Jahr 2022 hat es die Muslimische Bruderschaft an die politische Spitze Frankreichs geschafft und das Land verändert sich zusehends im Sinne ihrer Religion. Der Protagonist des Buchs erzählt, wie ihn dieser Machtwechsel beruflich, er ist Literaturwissenschaftler, und privat beeinflusst und wie sich die Menschen in seiner Umgebung wandeln.

Ich habe mir von "Unterwerfung" so einiges erwartet und wurde bitter enttäuscht. In erster Linie philosophiert der Protagonist vor sich hin, erzählt von seinen weiblichen Eroberungen, von welchen er nicht viel zu halten scheint, und widmet zig Seiten dem Autor, über welchen er seine Dissertation verfasst hat. Die Handlung selbst ist so gut wie nicht existent, der Protagonist ist mir zutiefst unsympathisch und die frauenfeindliche Ausstrahlung dieses Romans finde ich empörend.

Ich kann verstehen, wieso dieser Roman umstritten ist und denke auch, dass er politisch und religiös Interessierten und frankophilen Lesern sehr wohl gefallen kann. In meinem Lieblingsbücher-Regal wird er seinen Platz aber bestimmt nicht mehr finden.

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Kundenbewertungen


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Armes Frankreich
von Lutz Pickartz aus Hemmoor am 05.03.2015

So könnte es kommen, nüchtern ohne Aufregung geschildert. irgendwie bringe ich es mit mit den aktuellen Geschehnissen in Frankreich in Verbindung.Für mich stellt sich die Frage, ob es in Deutschland auch passieren könnte?

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Ein grosses Fragezeichen.......
von einer Kundin/einem Kunden aus Dettenheim am 28.01.2015

Um es vorwegzunehmen: ich habe auf Seite 288 das Buch geschlossen und in die Bibliothek verschoben (es ist halt gekauft). Des Aufhebens vor der Veröffentlichung ist meines Erachtens das Buch nicht wert. Man weiss nicht recht, soll es ein Erotikroman mit politischen Einsprengseln sein oder umgekehrt? Es stimmt schon, "sex... Um es vorwegzunehmen: ich habe auf Seite 288 das Buch geschlossen und in die Bibliothek verschoben (es ist halt gekauft). Des Aufhebens vor der Veröffentlichung ist meines Erachtens das Buch nicht wert. Man weiss nicht recht, soll es ein Erotikroman mit politischen Einsprengseln sein oder umgekehrt? Es stimmt schon, "sex sells" - aber die präzise und detaillierte Beschreibung der Variationen der sexuellen Aktivitäten der Hauptperson sprengen ein wenig den Rahmen..

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1 1
Ohnmacht, Nihilismus, Unterwerfung
von einer Kundin/einem Kunden am 02.02.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

François ist Literaturprofessor und hat soeben mit dem Beginn seiner Professur sein leben aufgegeben. Als er zu seiner Studienzeit noch jedes Semester eine neue Studentin zur Geliebten hatte, so hatte er als angehender Doktorant auch weiterhin jedes Semester eine neue Studentin zur Geliebten gehabt. Doch nun fühlt er sich... François ist Literaturprofessor und hat soeben mit dem Beginn seiner Professur sein leben aufgegeben. Als er zu seiner Studienzeit noch jedes Semester eine neue Studentin zur Geliebten hatte, so hatte er als angehender Doktorant auch weiterhin jedes Semester eine neue Studentin zur Geliebten gehabt. Doch nun fühlt er sich einsam, ohnmächtig. Jeden Abend sitzt er mit Mikrowellenfraß und mehreren Flaschen Wein oder Spirituosen vor seinem PC und schaut Pornos. Doch während sich in seinem Leben nichts mehr tut, verläuft in seinem Land ein regelrechter Wandel. An jeder Ecke finden sich muslimische Läden, Restaurants oder Imbisse. Der charismatische und muslimische Politker Ben Abbes wird sogar zum Präsidenten gewählt, um eine Wahl der rechtspopulistischen Front National Vorsitzenden Marine Le Pen zu verhindern. Plötzlich sind die Universitäten geschlossen. Der Unterricht und der Sozialstaat werden auf den muslimischen Glauben angepasst, Polygamie wird als rechtens anerkannt, Schulen sollen dem islamischen Glauben gerecht genährt und gelehrt werden, die Studentinen an der Universität dürfen nur noch stark bekleidet erscheinen - wenn sie überhaupt noch erscheinen dürfen. Ein Umschwung, der den Literaturprofessor jedoch keineswegs stört. Zwar bekommt er die Panik mit, die seine Freunde und Bekannten befällt, und zieht sich kurzeitig zurück, doch als er merkt, dass sein Leben auch weiterhin aus Mikrowellenfraß und Wein besteht, beschließt er zurückzukehren. Der neuste Roman des Skandalschriftstellers Michel Houllebecq greift ein äußerst interessantes wie brisantes Thema auf, das durch die grausamen Anschläge leider zum momentanen Mittelpunkt kontroverser Disskussionen wird, entrinkt jedoch schier in Belanglosigkeit. Dennoch sollte jeder, der sich für die momentane Lage interessiert dieses Buch unbedingt anlesen und sich ein eigenes Bild machen, wie man sich in einer solchen Lage verhalten sollte.

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2 0
Fiktion oder schon Realität?
von Nils Janning am 15.02.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Handelt es sich wirklich um Fiktion? Um eine düstere Zukunftsvision, die Houellebecq hier schildert? Die letztendliche Unterwerfung in diesem Roman geschieht mehr oder weniger freiwillig, weil die Presse schon lange schweigt zu den Verbrechen oder auch dem moralischen Fehlverhalten der Moslems in Frankreich - so erzählt der Autor -... Handelt es sich wirklich um Fiktion? Um eine düstere Zukunftsvision, die Houellebecq hier schildert? Die letztendliche Unterwerfung in diesem Roman geschieht mehr oder weniger freiwillig, weil die Presse schon lange schweigt zu den Verbrechen oder auch dem moralischen Fehlverhalten der Moslems in Frankreich - so erzählt der Autor - und der Deutsche Leser hat ein augenfälliges Déjà-vu. Wenn man doch nichts ändern kann, warum sich dann nicht unterwerfen? Würde man sich auflehnen, würde man ohnehin von den Moslems (es geht nicht nur um Islamisten, es geht um Moslems in Frankreich) ermordert oder durch die veröffentlichte Meinung um seine Existenz gebracht. Und so schlecht ist die Unverwerfung unter den Islam ja dann doch nicht, weiss auch Houellebecq zu erzählen: eine Frau im Alter von ca. 40 für die Küche, eine weitere (15 järhige) für den Sex, eine dritte oder vierte in Reserve, je nach gesellschaftlicher Stellung. Wiedereinführung des Patriarchats, Emanzipation war gestern. Migräne? Na und? Frauen haben dem Mann jeder Zeit zu willen zu sein. Und last but not least sind auch die Migranten-Banden von den Straßen verschwunden. Die Islamisierung der westlichen Wertegemeinschaft hat also viele positive Seiten (für Moslems und solche, die es werden wollen), wenn man sich den Erkenntnissen von Houellebecqs Hauptfigur anschließen will. Allerdings solle man sich klar machen, dass der Author ein klassischer verweichlichter Europäer ist, der seiner Haupfigur ebenfalls die Rolle des klassischen, femininisierten, europäischen Weicheis zugedacht hat. Deshalb sind auch Gedanken an Selbstmord, nie aber an Selbstverteidigung allgegenwärtig. Nie kommt die Hauptfigur auf die Idee, sich gegen die Islamisierung zu wehren oder gar andere zu suchen, die ebenfalls nicht einverstanden sind. Es herrscht kollektives Schweigen und schließlich folgt kollektive Konvertierung zum Islam, damit das Leiden ein Ende hat - zu feige sogar zum Selbstmord - zur Verteidigung der eigenen Kultur und der ehemals eigenen Werte sowieso. Die Geschichte ist realistisch erzählt aber wohl auf Grund von Angst vor islamistischem Terror extrem relativiert. Wer es wirklich wissen will und an Stelle von weichgespültem Gejammere Klartext bevorzugt, dem sei Akif Pirinccis (gebürtiger Türke und deshalb sicher kein Rechtsextremist) "Deutschland von Sinnen: Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer" nahegelegt. Der Autor redet Klartext über den Islam, die Islamisierung und die Moslems. Das vom Akif Pirincci beschriebene Szenario spielt in Deutschland und ist die bittere Realität. Sie geht über Houellebecqs französisches Szenario leider deutlich hinaus, wie der Terror der jüngsten Zeit eindrucksvoll beweist. Houellebecq schreibt über Terror und Attentate, die nicht verhindert werden, über die die Presse nicht mehr berichtet und die auf politischer Ebene gewollt oder geduldet werden. Und in Deutschland? Am 15.02.2015 wurde der Karnevalsumzug in Braunschweig wegen islamistischer Terrorgefahr verboten, in Dänemark verübt am gleichen Tag ein "gebürtiger Däne" namens Omar Abdel Hamid el-Hussein einen islamistischen Terroranschlag mit mehreren Toten. Eine Pediga-Demonstration wurde wegen islamistischer Terrorgefahr verboten und etliche, folgende Demonstrationen wegen angeblichem Polizeinotstand ebenfalls. Europa kapituliert längst vor der Islamisierung und alle diejenigen, die sich dagegen auch nur zu äußern versuchen, werden von den Gutmenschen sogleich als "Nazischweine" verunglimpft (Zitat Cem Özdemir auf Facebook - natürlich selbst Moslem und bei dieser radikalen Wortwahl vermutlich radikaler Islamist). Und so ist davon auszugehen, dass sowohl Houellebecq als auch Akif Pirincci wohl Recht behalten werden und wir das in aller kürzester Zeit zu spüren bekommen und live erleben werden. Jeder einzelne von uns... Der Zug ist abgefahren, wir alle wissen es. Michel Houellebecq und Akif Pirincci wissen zumindest aus der drohenden Katastrophe noch Kapital zu schlagen. Lesen Sie diese deren Bücher, damit Sie anschließend sehenden Auges den Untergang des Abendlandes erleben können!

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Reine Fiktion oder doch möglich?
von Anyah Fredriksson aus Hannover am 22.09.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

François ist Literaturprofessor an der Pariser Universität, Sorbonne II. Was er in seinen eigenen Studienzeiten begann, hält er noch immer aufrecht, nämlich Beziehungen zu Studentinnen, erst waren es seine Kommilitoninnen nun sind es seine eigenen Studentinnen. Die Beziehung dauert meistens nur knapp ein Jahr, dann wird sie von „ihr“... François ist Literaturprofessor an der Pariser Universität, Sorbonne II. Was er in seinen eigenen Studienzeiten begann, hält er noch immer aufrecht, nämlich Beziehungen zu Studentinnen, erst waren es seine Kommilitoninnen nun sind es seine eigenen Studentinnen. Die Beziehung dauert meistens nur knapp ein Jahr, dann wird sie von „ihr“ beendet. François lebt ansonsten zurückgezogen und versuche Menschen zu meiden. Die Wahl zum nächsten Präsidenten steht in Frankreich kurz bevor. Während François einzig darüber nachdenkt, welche Vorteile ein Wahlergebnis für seine Universität haben könnte, verändert sich die Stimmung im Land. Er selbst nimmt die aufkommende Bedrohung nur langsam wahr, wie Schießereien von Arabern, das Verbot von Juden an der Universität – alles ein schleichender Prozess. Doch auch François beginnt sich zu fragen, ob die Familien seiner moslemischen Studentinnen eigentlich wissen, was er so unterrichtet und auch er beginnt sich zu sorgen. Wir Leser beginnen die aufkeimende Bedrohung erst unterschwellig zu erahnen, bis Michel Houellebecq die Ausmaße immer deutlicher werden lässt, in seiner fiktiven, in der nahen Zukunft spielenden, Dystopie „Unterwerfung“. Ich mag den Schreibstil des Autoren sehr gerne, er kann mich vom ersten Moment an mitnehmen und fesseln. Michel Houellebecqs Sprache ist schön und klar, sein verwendetes Tempo empfinde ich für das Lesen als angenehm. Meine Bewertung für dieses Buch sind ganz klar fünf von fünf möglichen Sternen und ich empfehle es absolut weiter. Natürlich kam das Buch zum richtigen aktuellen, politischen Zeitpunkt auf den Markt, doch dass es sich hierbei um eine Fiktion handelt, darf der Leser meiner Meinung nach jedoch nicht vergessen. Noch ein Zitat, da ich es selbst nicht besser ausdrücken könnte: „Ein Buch, das man mag, ist zudem vor allem ein Buch, dessen Autor man mag, dem man gern begegnet, mit dem man gern seine Tage verbringt.“

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Eine brisante Vision Frankreichs unter der Herrschaft der Islamischen Bruderschaft. Spannend trotz oder wegen des lethargischen Protagonisten und seine eindrucksvolle Wandlung!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ich bin beeindruckt! Anspruchsvoll, fesselnd und wider Erwarten objektiv und kritisch spinnt der Autor hier eine verstörende Zukunftsvision.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein brillanter Roman über das brisante Thema der Islamisierung Europas. Eines seiner besten Bücher und die literarische Möglichkeit einer Welt.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Eine böse Satire über das Versagen der politischen Eliten.

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Unterwerfung
von einer Kundin/einem Kunden am 04.06.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Wenn man die zynischen und teils fühllos-, fast pornographischen Facetten des Romans von Michel Houellebeque erträgt oder „wegsteckt“, ist dieses Werk eine Meisterleistung der Gesellschaftsanalyse des modernen Frankreich- und kommt uns denn Manches nicht gar sehr bekannt vor (wir leben alle in Europa)? Wohin geht die –unsere- Zukunft? Besitzen wir,... Wenn man die zynischen und teils fühllos-, fast pornographischen Facetten des Romans von Michel Houellebeque erträgt oder „wegsteckt“, ist dieses Werk eine Meisterleistung der Gesellschaftsanalyse des modernen Frankreich- und kommt uns denn Manches nicht gar sehr bekannt vor (wir leben alle in Europa)? Wohin geht die –unsere- Zukunft? Besitzen wir, das Abendland, denn noch eine Identität? Hat die „Moderne“, der Zeitgeist, alles schon hinweggefegt? Wo sind unsere Werte? Können wir noch glauben? Was sagt uns unsere Geschichte? Houellebeque schreibt zugespitzt, satirisch und nimmt große Teile der intellektuellen Elite seines Landes scharf und bitterböse auf`s Korn. Ein Vergnügen!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ich als Houellebecq- Fan habe alle seine Bücher gelesen. Daher kann ich sagen dieses Werk ist gut aber in meinen Augen nicht sein bestes. Trotzdem unbedingt lesenswert !

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Mit diesem Roman hält der Autor einer müde gewordenen intellektuellen Schicht den Spiegel vor die Nase,die sich nur noch für ihr persönliches Wohlbefinden interessiert. Macht Spaß.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Eine Dystopie, die auf literarischer Ebene eher unterhält als auf erzählerischer Ebene. Radikal und hintergründig hält Houllebecq der europäischen Gesellschaft den Spiegel vor.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Eine ironische Parabel an das ach so politische Frankreich. Für Fans des Autors auf jeden Fall eine Empfehlung.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Was wäre wenn..unerschrocken geschilderte Zukunftsvision, die dem Leser das Blut gefrieren lässt. Ohne Fan des Autors zu sein, muss ich dieses Buch jedem Demokraten ans Herz legen

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein Gläubiger wird Präsident von Frankreich. Nicht schlimm finden Sie, ich auch. Aber der Präsident ist Moslem. Dann wird die Geschichte interessant, finden sie nicht auch?

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Unterwerfung ist auch Entscheidung des Einzelnen
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 17.02.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Eine Möglichkeit Kenntnisse über andere Kulturen zu gewinnen. Die Entscheidung muß man für sich selbst treffen. Auch andere Glaubensrichtungen haben eine Geschichte die in der Gegenwart immer wieder geprüft wird.

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von einer Kundin/einem Kunden am 01.08.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ich hatte mir wesentlich mehr von der Thematik Islam erwartet. Stattdessen wird die politische Ebene von Francios Lamentiererei, Huysman und Selbstmordgedanken verdrängt...schade

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein komplexes, schwieriges Thema grandios aufbereitet. Selbstverständlich provoziert er mit einigen Aussagen, aber das gehört zu einem Buch dieser Art dazu.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Kein noch so guter Marketing Experte hätte das Erscheinungsdatum dieses Buches besser planen können....

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