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Sterneneisen

(3)
Rezension
Mit dem Longplayer "Sängerkrieg" gelang der Band aus Berlin vor drei Jahren erstmals der Sprung auf Platz eins der Charts. Nun wollen In Extremo an diese Bestmarke anknüpfen. Die zwölf neuen Songs auf "Sterneneisen" warten mit einem Kreativschub auf - inklusive neuem Drummer und prominenten Gästen. In Extremo konnten bislang mit jedem neuen Album ihre Fangemeinde weiter vergrößern. Und auch "Sterneneisen" wird diese Tradition fortführen, denn es ist das vielseitigste Album in der 15-jährigen Bandgeschichte. Den Kreativschub verdankt die Formation nicht zuletzt dem neuen Schlagzeuger Specki T.D., der früher bei der Band Letzte Instanz spielte. "Wir mussten gar nicht lange suchen, nachdem Der Morgenstern im Frühjahr 2010 die Band verlassen hat", erklärt Das Letzte Einhorn alias Michael Rhein. Und Die Lutter alias Kay Lutter ergänzt: "Eigentlich wollten wir ein Vorspiel abhalten, aber wir sind gar nicht dazu gekommen, denn Specki hat menschlich so gut zu uns gepasst, dass wir uns gleich für ihn entschieden haben." Entsprechend motiviert begann die Gruppe mit Aufnahmen zu "Sterneneisen". "Druck verspüren wir eigentlich immer", berichtet Das Letzte Einhorn, "aber den machen wir uns in der Regel schon selbst". Der Nummer-eins-Erfolg von "Sängerkrieg" hätte indes für In Extremo im Studio keine große Rolle gespielt. "Bei mir ist der Druck erst weg, wenn wir die Studiotür hinter uns zumachen", erklärt Flex der Biegsame alias Marco Zorzytzky. "Denn dann kannst du eh nichts mehr machen." Dabei bereiteten sich die sieben Musiker auf die Aufnahmen zum neuen Album zum ersten Mal wirklich gut vor: "Von einer Auszeit, die wir uns nach ,Sängerkrieg' gegönnt hätten kann daher keine Rede sein", sagt Das Letzte Einhorn. Denn nachdem das Album 2008 erschienen war, tourte die Band 16 Monate durch Deutschland, Österreich und Russland und fing gleich danach an, Ideen für neue Stücke zu sammeln. Einige Songs entstanden sogar erst im Studio. Für zwei Titel holten sich In Extremo prominente Gäste ins Studio, die zudem alte Bekannte der Band sind. Bei "Unsichtbar" ist Mille Petrozza, Frontmann von Kreator, als Sänger zu hören, und für "Hol die Sterne" verpflichtete die Band den Grafen von Unheilig. "Ich kenne den Grafen bereits seit zwölf Jahren, als er noch in Clubs vor 20, 30 Leuten gespielt hat", erklärt Das Letzte Einhorn. Textlich packen In Extremo auf "Sterneneisen" diesmal auch heiße Eisen an. Im Song "Auge um Auge" geht es zum Beispiel um die von vielen Staaten noch immer praktizierte Todesstrafe. Und auch ein paar Rückgriffe auf die eigenen Wurzeln erlaubt sich die Band. So zitiert das Septett im Mittelteil des Songs "Siehst du das Licht" das mittelalterliche "Stella Splendens" aus der Liedersammlung "Llibre Vermell de Montserrat", die aus dem 14. Jahrhundert stammt. Mit "Sterneneisen" ist In Extremo ein kompaktes, um neue Klangfarben angereichertes Rockalbum gelungen. Norbert Schiegl (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 25.02.2011
EAN 0602527613543
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8,99
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Cooler Auftritt von In Extemo !!!
von Vielgood aus Hamburg am 10.07.2014

Das Album "Sterneneisen" ist wunderbar und ist zum Mit- und Nach-Trällern genau das Richtige ! Ich hatte das Glück die Band auf der Trabrennbahn in Hamburg live zu sehen, mit Schandmaul im Doppelkonzert, und es war ein besonderer Leckerbissen ! Das könnt Ihr Euch ja vorstellen ! :)... Das Album "Sterneneisen" ist wunderbar und ist zum Mit- und Nach-Trällern genau das Richtige ! Ich hatte das Glück die Band auf der Trabrennbahn in Hamburg live zu sehen, mit Schandmaul im Doppelkonzert, und es war ein besonderer Leckerbissen ! Das könnt Ihr Euch ja vorstellen ! :) Beim Livekonzert gab es auch eine Pyroshow, die sich gewaschen hatte ! Also haltet die Augen und Ohren auf nach dem nächsten (Groß) Konzert von In Extremo und vielleicht habt Ihr, ob Fan oder Neuling, ja ebenso Interesse die Biografie zu lesen, auch hier im Shop zu ergattern.

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nur gut
von einer Kundin/einem Kunden aus Möckmühl am 20.11.2011

Sie waren und sind einfach hammer!!! Im gegensatz zu anderen Bands bleiben sie sich treu. das Konzert war der wahnsinn so wie das album auch.

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Fliegende Ritter
von Thomas Zörner aus Lentia am 17.05.2011

Das Cover spricht bereits Bände. In Extremo entfernen sich immer weiter von der Schublade "Mittelalterrock" und werden zu einer Rockband, die eben auch mittelalterliche Instrumente einsetzt. Das heißt, dass man sich auch textlich von althochdeutscher Lyrik abwendet, und sich teils zeitgenössischerem widmet. Der Beginn ist allerdings absolut InEx. "Zigeunerskat" ist... Das Cover spricht bereits Bände. In Extremo entfernen sich immer weiter von der Schublade "Mittelalterrock" und werden zu einer Rockband, die eben auch mittelalterliche Instrumente einsetzt. Das heißt, dass man sich auch textlich von althochdeutscher Lyrik abwendet, und sich teils zeitgenössischerem widmet. Der Beginn ist allerdings absolut InEx. "Zigeunerskat" ist textlich wieder mal etwas Lobgesang, garniert mit Schumnzeln. Auch "Gold" klingt klar nach den Deutschen, selbst wenn der Refrain etwas ruppiger klingt, als bekanntes Liedgut. "Viva La Vida" ist mein erstes richtiges Highlight der Platte, denn es pendelt zwischen musikalischem Kabarett (Sänger Einhorn zu Beginn als Trunkenbold ist herrlich), und poppiger Rocknummer, samt hymnischem Refrain, ganz großes Kino. Mit "Siehst du das Licht" folgt gleich die nächste starke Nummer, die besonders im Chorus wieder mitreißt sondergleichen. Auch "Stalker" gefällt, da sich In Extremo hier zum ersten Mal ganz neuen Themen zuwenden, und sich überraschend düster geben. "Hol die Sterne", mit Unterstützung vom Graf von Unheilig, ist der einzige wirkliche Schwachpunkt des Albums. Zu sehr Schmachtfetzen ist es geworden. "Sterneneisen" poltert wie das namensgebende Gestein vom Himmel. Ähnlich herb wie "Gold", gefällt gut. "Zauberspruch No. VII" stimmt dann all jene versöhnlich, denen es bisher ans Mystik und Mittelalter gefehlt hat. Bekannte Kost, wie immer brauchbar. Interessanter wird es wieder bei "Auge um Auge", das sogar noch eine Zacken düsterer ist, als "Stalker", immerhin befasst es sich textlich mit der Todesstrafe, feudiges Gehopse wäre wohl unangebracht. "Schau zum Mond" gibt sich etwas belanglos zwischen den beiden großen Nummern, die es umrahmen, denn auch "Unsichtbar" ist richtig gut, auch dank Gastsänger Mille, der erst kürzlich bei Volbeat mitgröhlte. Mit "Ich vermiss dich" setzt InEx die Tradition fort ihre Alben ruhig ausklingen zu lassen, und die Nummer ist sicher die bessere Ballade im Vergleich mit "Hol die Sterne". "Sterneneisen" ist ein überraschendes Album. Weniger Ritterlichkeit, mehr Härte bietet die Band hier und beschreitet ihren neuen Weg erhobenen Hauptes. Immer weiter so ihr Spielleute.

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