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So zärtlich war das Ruhrgebiet

Eine Kindheit in den siebziger Jahren

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Skurril und liebevoll schildert Laabs Kowalski, aufgewachsen in der Schützenstraße in Dortmund, eine Kindheit, wie sie nur in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts möglich war:
»Zurückblickend mag man sich bisweilen fragen, wie wir als Kinder überhaupt so lange überleben konnten. Wir saßen in Autos, die weder mit Sicherheitsgurten noch mit Airbags ausgestattet waren. Unsere Kindermöbel und Spielsachen waren voller Blei und Kadmium. Beim Fahrradfahren trugen wir nie einen Helm. Wir aßen Süßigkeiten und wurden trotzdem nicht zu dick. Wir tranken mit anderen Kindern aus derselben Flasche und starben nicht nur nicht daran – wir kriegten nicht mal Herpes. Statt Playstation, Wii, Nintendo und dergleichen mehr hatten wir etwas, das viel, viel besser war: Geschwister, Spielgefährten, Freunde. Und eine Familie, die hatten wir auch – eine mit vielen Tanten, Onkeln, Cousins und Cousinen, Großtanten, Großeltern und anderen, die nicht mit uns verwandt waren, aber dennoch zur Familie gehörten.«
Kowalskis komische Anekdoten und Erinnerungen sind eine Hommage an diese ungewöhnliche Familie, die aus liebenswerten Individualisten bestand, wie es sie heute kaum noch irgendwo gibt, weil ihre natürlichen Habitate – die Zechen, die Büdchen, die Kneipen – so nicht mehr existieren. Ein Buch für alle Leserinnen und Leser ab vierzig – nicht nur aus dem Ruhrgebiet.
Portrait

Laabs Kowalski
wurde 1963 in Dortmund geboren und ist tief im Ruhrgebiet verwurzelt. Sein erster Roman erschien 1998. Viele weitere Bücher folgten, zuletzt »Totensommer. Das Mädchen, das den Himmel nicht mochte« im Satyr Verlag (auch als dtv-Taschenbuch: 2012).
Kowalski schreibt außerdem Drehbücher für das Fernsehen, lieferte Texte für Rudi Carrell, Martina Hill, Atze Schröder, Dirk Bach und Jürgen von der Lippe und arbeitet als Musikjournalist.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 128
Erscheinungsdatum 01.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-944035-53-6
Verlag Satyr Verlag
Maße (L/B/H) 196/128/17 mm
Gewicht 147
Buch (Taschenbuch)
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"Hömma!"
von solveig am 17.09.2015

„Hömma!“ Fahrradfahren ohne Helm, Autofahrten ohne Sicherheitsgurt, Spiele ohne Elektronik - nicht (mehr) vorstellbar? Wer in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts aufgewachsen ist, kann sich noch gut daran erinnern. Das Leben damals war deswegen nicht gefährlicher, der Alltag nicht grauer als heute. So erzählt Laabs Kowalski... „Hömma!“ Fahrradfahren ohne Helm, Autofahrten ohne Sicherheitsgurt, Spiele ohne Elektronik - nicht (mehr) vorstellbar? Wer in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts aufgewachsen ist, kann sich noch gut daran erinnern. Das Leben damals war deswegen nicht gefährlicher, der Alltag nicht grauer als heute. So erzählt Laabs Kowalski als einer, der jene Zeit als Kind miterlebt hat, von den Freuden und Leiden der „kleinen Leute“, aus dem Alltag und von besonderen Ereignissen. In kurzen Episoden schildert er die Jahre 1969 bis 1980, ein Jahrzehnt (prägende) Kindheitserlebnisse im „Pott“, untermalt von Dialekt-Proben - hömma. Laabs, im Norden Dortmunds groß geworden, entwirft ein sehr persönliches Bild seiner weitläufigen Familie, der Schulfreunde und ersten Freundinnen vor dem Hintergrund einer damals noch tristen, kohlenstaubgeschwängerten Umgebung. Dabei wird nichts beschönigt oder gar verklärt. Aus der Sicht des Heranwachsenden hält er Jahr für Jahr Rückschau auf alltägliche und für ihn wichtige Ereignisse, anekdotenhaft, ironisch und häufig überspitzt. Aber er kommentiert auch allgemeine kulturelle Strömungen; so bedeutet progressive Musik für ihn - wie für die meisten Teenager - kleine Fluchten aus dem täglichen Einerlei. Etliche Schwarz-Weiß-Fotos geben Eindrücke jener Zeit wieder und unterstreichen den Hauch von Nostalgie. Denn inzwischen hat sich Dortmund, hat sich das Ruhrgebiet verändert. Die Stadt, so wie er sie als Kind kannte, gibt es nicht mehr. Laabs Kowalski wirft einen Blick zurück, „abba wem sachich dat, woll!“

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So zärtlich war das Ruhrgebiet So zärtlich war das Ruhrgebiet
von abetterway am 29.09.2015

Meinung: Das Cover ist ok und erinnert an eine TV-Serie muss ich sagen, aber gut. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig und ich konnte mich bis zum Schluss nicht damit anfreunden. Im Grunde genommen handelt es sich bei dem Buch um eine Zusammenfassung des TV-Programms ind er damaligen Zeit welche für den... Meinung: Das Cover ist ok und erinnert an eine TV-Serie muss ich sagen, aber gut. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig und ich konnte mich bis zum Schluss nicht damit anfreunden. Im Grunde genommen handelt es sich bei dem Buch um eine Zusammenfassung des TV-Programms ind er damaligen Zeit welche für den Erzähler "wichtig" waren. Ich hatte mir eigentlich etwas anderes vorgestellt und vielleicht konnte ich mich ausch deswegen nicht mit dem Buch anfreunden. Fazit: Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen.

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Eine satirisch angehauchte Biographie über eine leicht schlagkräftige Familie im Arbeitermilieu
von Caroas aus Zell am See am 27.09.2015

Laabs beschreibt in diesem Buch seine Kindheit in den 70ern, seine Familie die dem Arbeitermilieu im Pot entstammten, die Musik und die Fernsehshows welche diese Zeit prägten. Der Schreibstil ist etwas abgehackt und manchmal werden einem zusammenhanglose Absätze entgegengeworfen. Mit dem Ruhrgebiet an sich hat diese Geschichte nichts zu tun, sie... Laabs beschreibt in diesem Buch seine Kindheit in den 70ern, seine Familie die dem Arbeitermilieu im Pot entstammten, die Musik und die Fernsehshows welche diese Zeit prägten. Der Schreibstil ist etwas abgehackt und manchmal werden einem zusammenhanglose Absätze entgegengeworfen. Mit dem Ruhrgebiet an sich hat diese Geschichte nichts zu tun, sie könnte in jeder beliebigen Stadt in Deutschland oder Österreich gewesen sein. Fazit: Entweder man mag dieses satirische Buch über Labb Kowalskis Familie oder man mag es nicht. Auf jeden Fall solle man es mit leicht dunkelschwarz angehauchten satirischen Humor lesen, ansonsten verzweifelt man daran.

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