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Schattenboxer

(ungekürzte Lesung)

(1)
Dein Gegner ist mächtig.
Er zeigt sich nicht.
Du kämpfst gegen Schatten.
Erst gestern stand Vincent Che Veih von der Düsseldorfer Kripo vor diesem Grab: Pia, die 17-jährige Nichte eines Kollegen, hat sich das Leben genommen und wurde hier beigesetzt.
Jetzt liegt eine zweite junge Frau inmitten der Blumen und Trauerkränze. Entstellt von zahllosen Verletzungen, Spuren eines tagelangen Martyriums. Abgelegt am Ende einer stürmischen Nacht. Warum ausgerechnet hier?
Pia und die ermordete Alina kannten einander nicht, und doch glaubt Vincent an eine Verbindung. Er beginnt, einen alten Mordfall aufzurollen und stößt auf ein Komplott, in dem seine eigene Mutter, eine bekannte RAF-Terroristin, eine Rolle spielt.
Dann verschwindet eine weitere junge Frau ...
Portrait
Horst Eckert, geb. 1959 in Weiden/Oberpfalz, lebt als hauptberuflicher Autor in Düsseldorf. Er studierte Politische Wissenschaft und arbeitete fünfzehn Jahre als Fernsehjournalist.
Im Jahr 1995 erschien sein Debüt "Annas Erbe". Seine Romane gelten als "im besten Sinne komplexe Polizeithriller, die man nicht nur als spannenden Kriminalstoff lesen kann, sondern auch als einen Kommentar zur Zeit" (Deutschlandfunk). Sie sind in mehrere Sprachen übersetzt sowie preisgekrönt (u.a. Friedrich-Glauser-Preis für "Die Zwillingsfalle", Krimi-Blitz für "Schwarzer Schwan").
Wie kaum ein Zweiter versteht er es, Spannung mit Tiefgang zu erzeugen, indem er Seelen in all ihren Schattierungen auslotet. Dabei erweist er sich zudem als schonungsloser Chronist unserer Zeit.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3-Hörbuch-Download
Sprecher Dietmar Wunder
Anzahl Dateien 90
Erscheinungsdatum 09.03.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783863462338
Verlag Kuebler Verlag
Spieldauer 570 Minuten
Format & Qualität MP3, 192 kbit/s, 570 Minuten, 426.23 MB
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Kundenbewertungen


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sehr gut und zu empfehlen
von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 30.03.2015

Am 1.4.91 wird Werner Wineken, Präsident der Treuhandanstalt von einem Scharfschützen ermordet. Davon berichtet der Prolog. 23 Jahre später wird die 17 jährige Pia, Nichte eines Kollegen des hiesigen Kommissariats, nach einem Selbstmordversuch beerdigt. Später findet man ausgerechnet auf ihrem Grab eine ermordete junge Frau. Haben... Am 1.4.91 wird Werner Wineken, Präsident der Treuhandanstalt von einem Scharfschützen ermordet. Davon berichtet der Prolog. 23 Jahre später wird die 17 jährige Pia, Nichte eines Kollegen des hiesigen Kommissariats, nach einem Selbstmordversuch beerdigt. Später findet man ausgerechnet auf ihrem Grab eine ermordete junge Frau. Haben sich die beiden jungen Frauen gekannt und was haben diese beiden Taten miteinander zu tun? Hauptkommissar Vincent Veih soll mit seinem Team Licht ins Dunkel bringen. MEINE MEINUNG : Dieser Politthriller ist von der ersten bis zur letzten Seite sehr spannend geschrieben. Vorhandene Zeitsprünge von 1991 und 2014 sind überschaubar und gut verständlich. Der Schreibstil ist locker, flüssig und zeitweise rasant. Der Autor hat mich von Anfang an beim lesen gefesselt. Die Geschichte ist authentisch, gut recherchiert, nachvollziehbar und besitzt keine Längen. Der Prolog und die sieben Teile des Thriller 's sind in 81 unterschiedlich lange Kapitel unterteilt sodass man ihn auch gut zur Seite legen kann und gut wieder in die Geschichte findet. Hauptkommissar Vincent Veih hat zusätzlich ein interessantes Privatleben, mittlerweile geschieden ist seine neue Freundin Journalistin. Mit seiner Mutter, welche in seiner Kindheit als Sympathisantin der RAF im Gefängnis saß, hat er immer noch ein schlechtes Verhältnis. Der Autor schafft es sehr gut Vergangenheit und Gegenwart mit mehreren Fällen zu verbinden. Erst am Ende des Buch's erfahre ich als Leserin wie alles zusammen passt und das eine oder andere ist ziemlich überraschend. Die einzelnen Protagonisten werden interessant, mit ihren persönlichen Eigenarten dargestellt. Schattenboxer ist mein erster Thriller von Horst Eckert. Trotz zweitem Fall war er für mich gut zu lesen und zu verstehen. Jedes Buch ist für sich abgeschlossen. Der Titel konnte sich am Ende für mich recht schlüssig erklären. Ich war und bin sehr begeistert von diesem tollen Buch und freue mich auf weitere Fälle von dem Autor Horst Eckert. FAZIT : Dieser Politthriller verdient es weiter empfohlen zu werden.

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Überzeugender Polizei-Thriller
von ech am 29.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Auch der zweite Auftritt von Vincent Veih weiß zu überzeugen. Wie auch im vorangegangenen Buch "Schwarzlicht" liefert Horst Eckert einen Polizei-Thriller ab, in dem die Geschichte sowie die Haupt- und Nebenfiguren überzeugen. Der Plot ist vielschichtig angelegt, die losen Enden werden aber zu einem stimmigen Gesamtbild verknüpft. Auch die Vergangenheit bzw.... Auch der zweite Auftritt von Vincent Veih weiß zu überzeugen. Wie auch im vorangegangenen Buch "Schwarzlicht" liefert Horst Eckert einen Polizei-Thriller ab, in dem die Geschichte sowie die Haupt- und Nebenfiguren überzeugen. Der Plot ist vielschichtig angelegt, die losen Enden werden aber zu einem stimmigen Gesamtbild verknüpft. Auch die Vergangenheit bzw. Herkunft der Hauptperson spielt wieder eine wichtige Rolle, die offenen Fragen, die hier bleiben, lassen für die Zukunft noch einige erwarten.

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Präziser Politkrimi
von einer Kundin/einem Kunden am 15.04.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Vincent Veih, Leiter des KK11, muss einen Mord aufklären. Auf dem Grab einer Selbstmörderin, der 17-jährigen Nichte eines Kollegen, liegt die übel zugerichtete Leiche einer jungen Frau. Es gibt nur eine Verbindung zwischen den beiden: Eine Initiative, die sich für die Freilassung eines verurteilten Mörders einsetzt, den sie für... Vincent Veih, Leiter des KK11, muss einen Mord aufklären. Auf dem Grab einer Selbstmörderin, der 17-jährigen Nichte eines Kollegen, liegt die übel zugerichtete Leiche einer jungen Frau. Es gibt nur eine Verbindung zwischen den beiden: Eine Initiative, die sich für die Freilassung eines verurteilten Mörders einsetzt, den sie für unschuldig halten. Vincent soll die Akten von damals prüfen, der Wiederaufnahmeprozess steht bevor. Plötzlich findet sich Zeugin, die sich damals illegal im Land aufhielt, nicht aussagen wollte. Sie behauptet nun, mit dem Verurteilten zur Tatzeit zusammengewesen zu sein. Zwei Fälle für Vincent. Dann verschwindet eine weitere junge Frau, die Kollegin der Ermordeten auf dem Grab. Vincents Freundin, eine Journalistin, recherchiert für ein Buch über die RAF. Sie glaubt durch Vincent beste Möglichkeiten zu haben, an Informationen zu kommen: Polizeiunterlagen, die Mutter. Vincent geht das zu weit. Wer hatte damals Horst-Werner Winneken ermordet? Gab es wirklich die dritte Generation der RAF. Vincents Mutter, eine ehemalige RAF-Terroristin, präsentiert zur gleichen Zeit ihre Autobiografie. Und nun verschwindet auch noch Vincents Freundin. Horst Eckert ist wieder ein spannender Politkrimi gelungen. Vincent befindet sich im Strudel der Ereignisse und muss an vielen Stellen recherchieren. Seine Ermittlungen werden ständig boykottiert. Es besteht der Verdacht, der Beweismanipulation durch Kollegen und auf der anderen Seite versucht das BAK etwas zu vertuschen. Seine Mutter ist auch nicht kommunikativ, wenn es um ihre Vergangenheit geht und schon gar nicht der abgetakelte Polit-Barde, der ein Comeback versucht, ein Freund seiner Mutter. Veits Freundin rückt ihm obendrauf auf die Pelle, will mit ihm zusammenziehen, ihr Junge braucht eine Vaterfigur. Vincent boxt gegen Schatten. Ein spannender Plot, einzelne Ereignisse die Stück für Stück verbunden werden, spannend bis zur letzten Seite. Der Mord an dem damaligen Treuhand-Chef und langjährigen Hoesch-Manager Detlev Rohwedder wurde bis heute nicht aufgeklärt. So könnte es gewesen sein. Horst Eckert verknüpft Fiktion mit Geschichte. Die Polizeiarbeit wird realistisch dargestellt, die kantigen Charaktere geben der Geschichte den letzten Schliff. Ein rundum gut zu lesendes Buch in präziser, schnörkelloser Sprache.

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Schattenboxer
von dorli am 09.04.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Düsseldorf, 1991. Attentat auf Rolf-Werner Winneken, den Präsidenten der Treuhandanstalt, erzählt aus der Sicht des Schützen. Zeitsprung in das Jahr 2014. Vincent Veih und seine Kollegin Anna Winkler sind auf dem Weg zur Beisetzung von Pia Ziegler. Die Nichte des Kollegen Stefan Ziegler hat sich zwei Jahre nach einem Überfall,... Düsseldorf, 1991. Attentat auf Rolf-Werner Winneken, den Präsidenten der Treuhandanstalt, erzählt aus der Sicht des Schützen. Zeitsprung in das Jahr 2014. Vincent Veih und seine Kollegin Anna Winkler sind auf dem Weg zur Beisetzung von Pia Ziegler. Die Nichte des Kollegen Stefan Ziegler hat sich zwei Jahre nach einem Überfall, bei dem sie selbst schwer verletzt und ihr damaliger Freund ermordet wurde, das Leben genommen. Nur einen Tag später eilt Vincent wieder zum Friedhof – die grausam zugerichtete Leiche eines jungen Mädchens wurde auf Pias Grab abgelegt… „Schattenboxer“ ist der zweite Fall für den Düsseldorfer Hauptkommissar Vincent Veih, der Thriller lässt sich aber bestens ohne Kenntnis des vorherigen Bandes lesen. Horst Eckert hat mich mit diesem Thriller von der ersten bis zur letzten Seite fest im Griff gehabt. Die Geschichte wird flüssig und spannend erzählt und der gesamte Handlungsverlauf ist sehr gut durchdacht und ausgefeilt. Man wird hineingezogen in einen Strudel aus vergangenen und gegenwärtigen Geschehnissen - der aktuelle Mord weist Verbindungen zu einem älteren Fall auf, die Aktivitäten von RAF sowie die Verwicklungen und Verstrickungen vom BND spielen eine große Rolle. Während man Vincent durch seinen nicht ganz einfachen Alltag begleitet, werden die zurückliegenden Ereignisse Stück für Stück ans Tageslicht befördert und nach und nach kommen immer mehr überraschende Tatsachen und Verbindungen zum Vorschein. Neben den Ermittlungen machen Querelen mit Kollegen und Vorgesetzten Vincent das Leben schwer. In seinem Privatleben läuft es nicht rund, er und Freundin Saskia entfernen sich immer mehr voneinander. Und auch die Beziehung zwischen Vincent und seiner Mutter ist weiterhin geprägt von Meinungsverschiedenheiten über ihre RAF-Vergangenheit. Aber Vincent Che Veih ist ein Kämpfer, er lässt sich nicht unterbuttern, scheut keinen Gegenwind und bleibt seiner Linie treu – ein starker Charakter, den man gerne bei seinen nicht immer einfachen Ermittlungen und manchmal auch gefährlichen Aktionen begleitet. „Schattenboxer“ hat mich durchweg begeistert. Die stets fesselnde Handlung und die ausdrucksstarken Figuren bieten spannende Unterhaltung und lassen zu keiner Zeit Langeweile aufkommen.

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Ein Polizei-Thriller der Extraklasse!
von einer Kundin/einem Kunden aus Erkelenz am 26.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Diesen Polizei-/Politik-Thriller von Horst Eckert muss man sich unbedingt merken. Die knapp 400 Seiten haben mich mehr als gefesselt. Im Mittelpunkt des Thrillers steht der Kriminalhauptkommissar Vincent Che Veih. Zwei Fälle beschäftigen den Ermittler: Ein Verbrechen aus der Vergangenheit sowie der Selbstmord der 17jährigen Pia. Als wären diese beiden Fälle nicht schon... Diesen Polizei-/Politik-Thriller von Horst Eckert muss man sich unbedingt merken. Die knapp 400 Seiten haben mich mehr als gefesselt. Im Mittelpunkt des Thrillers steht der Kriminalhauptkommissar Vincent Che Veih. Zwei Fälle beschäftigen den Ermittler: Ein Verbrechen aus der Vergangenheit sowie der Selbstmord der 17jährigen Pia. Als wären diese beiden Fälle nicht schon genug, liegt einen Tag nach Pias Beerdigung ein weiteres Mädchen zwischen den Trauerkränzen auf dem Grab. Beide Opfer scheinen auf den ersten Blick keinerlei Verbindung zu haben. Die Hauptfigur, Vincent Che Veih, hat mir direkt gefallen. Aus einem schwierigen Elternhaus stammend (Mutter war RAF-Terroristin), erweist er sich als ein Mensch, der nicht einfach in eine Schublade gesteckt werden kann. Zu beachten sei auch sein Zweitname Che, der wohl auf den marxistischen Revolutionär Che Guevara hindeuten soll. Sozusagen wohl ein bleibendes Vermächtnis seiner Mutter, die mit linken Extremisten gegen den deutschen Staat vorging. Damit trifft dieser Thriller auch gleichzeitig den derzeitigen politischen Status Quo, da das linke Spektrum momentan auch wieder sehr stark im Kommen ist. Die schweren Randale bei der Eröffnung der Europäischen Zentralbank in Frankfurt sind da nur ein Beispiel. Geschickt verwebt Horst Eckert alte und neue Geschehnisse in kurzen Kapiteln und lässt die Spannung stetig ansteigen. Sehr positiv fiel mir ebenfalls auf, dass der Autor, ähnlich wie die skandinavischen Krimischriftsteller, einen guten Einblick in das Privatleben von Vincent Veih gibt. Auch der Kriminalhauptkommissar scheint Angst vor festen Bindungen zu haben und scheut sich mit seiner Freundin eine gemeinsame Wohnung zu beziehen. Vielleicht aber auch ein Ablenkungsmannöver, um mit seiner alten Liebe Nina wieder eine Wiedervereinigung zu erleben. Im Gegensatz zu den Skandinaviern verzichtet Horst Eckert bei Vincent Veih auf die Einbindung von starken Abhängigkeiten zu Rauschgift oder Alkohol. Ein Stilmittel, das in dortigen Büchern gerne genommen wird. Was ich für mein Kopfkino besonders reizvoll fand, waren die Örtlichkeiten, die in diesem Buch vorgekommen sind. Wenn man im Rheinland aufgewachsen ist, dann kann man sich mehr als bildlich die Geschehnisse vorstellen. Als Beispiel sei nur die Verfolgungsjagd von Hagenberg erwähnt. Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen und ich denke eine Fortsetzung ist mehr als angebracht, denn das Verhältnis von Vincent zu seiner Mutter und sein Liebesleben geben wohl genügend Stoff für einen neuen Band.

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Ein Krimi, wie er sein muss
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 21.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

»Linker Hand näherten sich die frischen Reihengräber für die Sargbestattung. Das jüngste von ihnen war noch ohne Grabstein oder Kreuz. Eine Gymnasiastin lag seit gestern dort, sie hatte sich umgebracht, wie er gehört hatte. … Wie immer hatten die Kollegen sämtliche Kränze und Blumengebinde auf der zugeschütteten Grube angerichtet,... »Linker Hand näherten sich die frischen Reihengräber für die Sargbestattung. Das jüngste von ihnen war noch ohne Grabstein oder Kreuz. Eine Gymnasiastin lag seit gestern dort, sie hatte sich umgebracht, wie er gehört hatte. … Wie immer hatten die Kollegen sämtliche Kränze und Blumengebinde auf der zugeschütteten Grube angerichtet, in diesem Fall ein wahrer Blütenberg. … Etwas schimmerte dort obenauf. Torsten stoppte das Bokimobil und stieg aus, um sich die Sache anzusehen. Hatte sich jemand einen bösen Scherz erlaubt? Nach wenigen Schritten wurden ihm die Knie weich. Seine Eingeweide verkrampften sich. Er hielt die Luft an. Nein. Bitte nicht. Mit zitternden Fingern rief Torsten die Chefin auf dem Handy an. „Herr Heise?“, kam ihre Stimme aus dem Apparat – offenbar hatte sie seine Nummer auf ihrem Display richtig gedeutet. Die Worte verweigerten sich ihm. Er kämpfte mit dem Brechreiz. „Was gibt’s, Herr Heise?“ „Das ist keine Puppe“, antwortete er. „Was meinen Sie?“ Torsten krümmte sich, würgte und hustete ausgiebig. Der Magensaft brannte sauer im Rachen. Er wischte sich mit dem Ärmel der Arbeitsjacke über den Mund und nahm das Handy wieder ans Ohr. „Hallo, sind Sie noch dran?“ „Herr Heise, was ist los?“ Hastig beschrieb Torsten, was vor ihm in den Blumen lag.« Ein toter Mensch kann einen Friedhofsangestellten normalerweise nicht aus der Ruhe bringen. Doch der Körper der jungen Frau, der auf dem frischen Grab einer anderen jungen Frau abgelegt wurde, ist über und über mit Wunden übersät. Ganz eindeutig wurde sie vor ihrer Ermordung grausam gefoltert. Vincent Veih, der Leiter des Düsseldorfer KK11, weiß schon bald nicht, wo ihm der Kopf steht. Am Vortag noch war er dabei, als Stefan Ziegler, einer seiner Kollegen, seine 17jährige Nichte Pia zu Grabe tragen musste und nun liegt auf dem frischen Grab der Körper eines anderen – ermordeten – Mädchens. Die beiden hatten scheinbar nichts miteinander zu tun – oder vielleicht doch? Zeitgleich gerät Vincents Behörde unter Beschuss: Bei den Ermittlungen gegen einen jungen Farbigen soll unsauber gearbeitet worden sein. Wurde ihm tatsächlich ein Mord in die Schuhe geschoben? Vincent, der an diesen Ermittlungen nicht beteiligt war, muss nun die Aktivitäten seiner eigenen Kollegen hinterfragen. Und auch privat ist einiges los. Seine Freundin Saskia – eine Journalistin - möchte nicht nur mit ihm zusammenziehen, sondern sie arbeitet zudem an einem Buchprojekt, bei dem sie den 1991 erfolgten Mord an dem Präsidenten der Treuhandanstalt wieder aufrollen möchte. Der Todesschütze konnte nie ermittelt werden, aber Saskia sieht nun neue Ansatzpunkte und vielleicht kann ja auch Vincent mithelfen und einen Kontakt zu seiner Mutter vermitteln…? Wer „Schwarzlicht“, den ersten Fall für Vincent Veih gelesen hat, der ahnt schon, wie das Treffen zwischen Vincent und seiner Mutter Brigitte ablaufen wird. Brigitte war aktives Mitglied der RAF, ist nun nach Verbüßung ihrer Haftstrafe auf freiem Fuß und alles andere als glücklich darüber, dass ihr Sohn „ausgerechnet“ Polizist geworden ist. Das Verhältnis der beiden kann man vorsichtig formuliert als angespannt bezeichnen. Trotzdem stellt Vincent den Kontakt zwischen Saskia und seiner Mutter her, allerdings hat er zu diesem Zeitpunkt noch keine Vorstellung davon, was das Wühlen in der Vergangenheit in der Gegenwart für Auswirkungen haben kann. (Anmerkung noch an dieser Stelle: Wer „Schwarzlicht“ nicht gelesen hat, muss keine Verständnisprobleme befürchten.) Das war mal wieder ein großartiger Krimi! Vincent ist mir als Charakter sehr sympathisch, zudem finde ich seinen persönlichen Hintergrund faszinierend. Er ist ein Mann, der als Junge von seinem Nazi-Großvater aufgezogen wurde, weil sich seine linksextreme Mutter zwischen ihren Terrorakten nicht um ihn kümmern konnte oder wollte. Der erwachsene Vincent ist nicht immer einfach im Umgang, aber ein guter Polizist ist er auf jeden Fall. Daher konnte ich miterleben, wie er sich Stückchen für Stückchen die anstehenden Probleme vornimmt. Der Schreibstil gefiel mir sehr und lud mich ein, durch das Buch zu fliegen ;-) Dabei war es trotz der teilweise komplexen Zusammenhänge nicht schwierig, diese nachzuvollziehen. Im Verlauf der Handlung gibt es immer wieder Rückblenden, bei denen der Leser ebenfalls stückchenweise Informationen erhält. So kann man wunderbar mitraten und versuchen, irgendwelche Zusammenhänge zwischen den einzelnen Vorfällen herzustellen. Eins kann ich verraten: Es wird richtig spannend! Fazit: Spannend, verstrickt, überraschend. Ein Krimi, wie er sein muss.

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Leseempfehlung!
von Thomas Jessen aus Frankfurt am Main am 21.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Und wieder ein toller Krimi von Horst Eckert. Ich wurde auf ihn aufmerksam durch den Vorgänger von Schattenboxer, das war „Schwarzlicht“ der Auftakt der Reihe um Vincent Che Veih. Besonders gefallen haben mir auch dieses Mal die absolut glaubhaften Dialoge, sowie die fein gezeichneten Figuren. Es gelingt Horst Eckert immer... Und wieder ein toller Krimi von Horst Eckert. Ich wurde auf ihn aufmerksam durch den Vorgänger von Schattenboxer, das war „Schwarzlicht“ der Auftakt der Reihe um Vincent Che Veih. Besonders gefallen haben mir auch dieses Mal die absolut glaubhaften Dialoge, sowie die fein gezeichneten Figuren. Es gelingt Horst Eckert immer wieder seinen Figuren Leben einzuhauchen, so dass man sich absolut in sie hineinversetzen kann. So langsam werde ich Düsseldorfer, so toll beschreibt der Autor die Schauplätze und somit die Stadt. Es gelingt Horst Eckert immer wieder aufs Neue den Leser mit seiner Schreibweise recht früh in seinen Büchern abzuholen. So erging es auch mir, und wie immer, einmal angefangen hat man keine Chance das Buch vor dem Finale aus den Händen zu legen. Apropos Finale, auch hier überrascht er seine Leser immer wieder, denn mit einem Finale so wie gelesen hätte ich nicht unbedingt so gerechnet. Immer wieder legt der Autor geschickt falsche Fährten, dass es für den Leser, der mitermittelt, nicht leicht ist vor dem Ende auf den oder die Täter zu kommen. Stückchenweise lässt er Informationen durchsacken, ohne jedoch so viel zu verraten, dass es für den Leser zu einfach wird. Die Spannung steigert sich langsam aber stetig, bis sie sich dann in einem „Finale Furioso“ entlädt. Wie schon für den ersten Band dieser Reihe „Schwarzlicht“ auch hier 5 Sterne sowie eine Leseempfehlung

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Spannende Geschichte, eingeschränkteLeseempfehlung
von Sabrina Kleweken aus Düsseldorf am 08.07.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Die Geschichte des Buches klingt vom Klappentext her spannend und auch die erst 100 Seiten sind mitreissend. Jedoch wurde die Geschichte mit st eigener Seitenzahl allerdings sehr komplex und ich hatte teilweise Probleme, zusammen zu halten, wer welche Figur ist, wer welche Beziehung zu wem hat/hatte oder welche Figuren... Die Geschichte des Buches klingt vom Klappentext her spannend und auch die erst 100 Seiten sind mitreissend. Jedoch wurde die Geschichte mit st eigener Seitenzahl allerdings sehr komplex und ich hatte teilweise Probleme, zusammen zu halten, wer welche Figur ist, wer welche Beziehung zu wem hat/hatte oder welche Figuren in Verbindung stehen. Meiner Meinung nach ist es störend, wenn ich beim Lesen eines Namens einer Nebenfigur mich jedes Mal fragen muss 'Wer war das noch?' Die Geschichte entpuppt sich zum Ende hin als derart komplex, dass mit den verschiedenen Handlungssträngen ght drei verschiedene Bücher hätten gefüllt werden können. Der Autor wollte hier meiner Meinungnachzu viele Felder beackern. Schon die Geschichte über die ermordeten Mädchen und die Aufklärung dieser Fälle hätte für das knapl über 390 Seiten starke als Story ausgereicht. Auch enthielt mir die Geschichte zu viele Zeitsprünge. Zum Ende hat sich bei mir der Eindruck verfestigt, dass der Autor alle Ebenen der Geschichte auf biegen und brechen unbedingt verbinden wollte, so wirken manche Zusammenhänge schnell dahingeschustert und wenig glaubhaft. Au h das Gewirr an Beziehungen zwischen den verschiedensten Figuren ist anstrengend bei Lesen, eine Legende ala George R. R. Martin wäre hier hilfreich. Um auch etwas Positives zu schreiben: Dem Autor gelingt es auf den Punkt Spannung zu erzeugen und durch diese Stromschnellen der Geschichte wird man regelrecht mitgerissen.

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