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My One And Only Thrill

(3)
Das neue Album von Melody Gardot ist eine extrem charmante Fortsetzung ihrer Blitz-Karriere. Produktion und Orchester-Arrangements aus den Händen von Grammy-Preisträgern Larry Klein und Vince Mendoza verleihen der honigsüßen Stimme dieser jungen Frau mit der tragischen Geschichte die richtige Tiefe. Viele ihrer selbst geschriebenen Songs klingen schon beim ersten Hören wie Klassiker der Amercian Songbook-Geschichte. Sie lassen nie die nötige Prise Jazz oder Blues vermissen, bleiben dabei aber elegant, leichtfüßig und sexy. Viele Journalisten beschwören hier bereits die nächste Norah Jones herauf. Ist dieser Vergleich ein Segen oder ein Fluch? Wie dem auch sei - Melody Gardot ist in jedem Fall eine verführerische Diva mit viel Talent.
Rezension
Mit einem ergreifenden Konzert in der Londoner Union Chapel stellte Melody Gardot am 11. März ihr neues Album, "My One And Only Thrill", vor. Universal Music will der 24-jährigen amerikanischen Sängerin und Songwriterin damit auch in Deutschland zum Durchbruch verhelfen. "My One And Only Thrill" kam in Großbritannien schon am 16. März in die Läden die deutsche Veröffentlichung ist für den 24. April geplant. Und mit den elf neuen Songs dieses Albums rechtfertigt Melody Gardot alle Lorbeeren und Lobeshymnen, die sie bereits für ihr Debüt, "Worrisome Heart", einsammeln konnte. Für die Streicherarrangements auf "My One And Only Thrill" zeichnet kein Geringerer als Vince Mendoza verantwortlich die Produktion besorgte Larry Klein, einst Gatte von Joni Mitchell, der unter anderem für Madeleine Peyroux, Till Brönner und Tracy Chapman gearbeitet hat. Mendoza und Klein sorgten dafür, dass die fragil wirkende Stimme von Melody Gardot in ihren höchst verführerischen Songs bestens zum Tragen kommt. Neben der Intensität und Tiefe dieser Künstlerin verblassen selbst berühmte Kolleginnen wie Norah Jones oder Diana Krall Vergleiche mit Größen wie Peggy Lee, Joni Mitchell oder Billie Holiday sind nicht zu weit hergeholt. Das zeigte sich exemplarisch beim Konzert in London: Begleitet von ihrer Tourband - Bassist Ken Pendergast, Drummer Charles Staab, Patrick Hughes (Trompete) und Bryan Rogers (Saxofon) - sowie einem Ensemble aus Streichern und Harfe schlug Melody Gardot das Publikum mit leisen Tönen zwischen Blues, Jazz, Chanson, Folk und Samba in ihren Bann, meist spielte sie dabei Gitarre, zwischendurch setzte sie sich ans Klavier. Dabei bewiesen die neuen Stücke, welche ungewöhnliche Reife diese junge Künstlerin schon erreicht hat vor allem die Streicher verleihen Songs wie "Baby I'm A Fool" Tiefe und irisierende bis irritierende Schattierungen. Der einzige Song auf dem neuen Album, der nicht aus ihrer Feder stammt, ist "Somewhere Over The Rainbow" - und im Konzert kam das brasilianische Arrangement des Evergreens hervorragend rüber. Mit "Les Étoiles" präsentiert Melody Gardot zudem ein waschechtes französisches Chanson, mit dem sie ihre Liebe zu Paris gesteht ("la ville de mes rêves" - "die Stadt meiner Träume"). Im Gespräch mit MusikWoche versicherte sie nach dem Konzert glaubhaft, dass ihr Name kein Pseudonym wie Alicia Keys oder John Legend, sondern echt sei von der Großmutter, die aus Polen stammte, habe sie ihre frankophile Ader geerbt. "In Frankreich denken natürlich alle, mein Name sei eine Anspielung auf Brigitte Bardot und Melody Nelson" - letztere ist Hauptperson eines Chansons von Serge Gainsbourg. Kein Wunder, dass Melody Gardot mit "Worrisome Heart" unter den Jazzplatten des Jahres 2008 in Frankreich den vierten Platz belegte - mit 23.800 verkauften Exemplaren überrundete sie sogar Norah Jones. Bei "Worrisome Heart" stürzten sich die Medien auf die Geschichte der jungen Frau: Mit 19 wurde sie beim Fahrradfahren von einem SUV schwer verletzt. Der Verursacher beging Fahrerflucht Melody Gardot, die schon Klavierunterricht gehabt hatte, landete mit Beckenbrüchen und Schädel/Hirn-Trauma auf der Intensivstation. Beim monatelangen und schmerzhaften Heilungsprozess halfen ihr Songs, die sie im Rahmen einer Musiktherapie schrieb und sang. Einige dieser Songs wurden auf der EP "The Bedroom Sessions" veröffentlicht, der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte - und ein Beispiel dafür, wie Musik helfen kann. Doch seitdem kommt Melody Gardot mit Stock und dunkler Brille auf die Bühne sie ist lichtempfindlich und braucht wegen eines Tinnitus Ohrenstöpsel. Auch Marek Lieberberg ist anscheinend von den Qualitäten der Künstlerin überzeugt: Er holt sie am 20. Mai zum einzigen Konzert in Deutschland nach Frankfurt in die Alte Oper. Manfred Gillig-Degrave (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 24.04.2009
Sprache Französisch, Englisch
EAN 0602517967816
Genre Jazz
Hersteller Universal Music Vertrieb - A Division of Universal Music GmbH
Verkaufsrang 1.754
Musik (CD)
7,99
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Kundenbewertungen


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Atemholen
von einer Kundin/einem Kunden am 09.01.2016

Eine wunderbare Stimme, sinnbetörend und zartschmelzend. Das ist wie Wellness für die Ohren, Lounge-Musik-Charakter in schönster Form. Atemholen in einer schnellen Zeit geht wunderbar mit Melody Gardot.

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