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Er ist wieder da

Der Roman

(12)

Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva, dafür unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende startet er gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur, sondern erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und »Gefällt mir!«-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy? All das und mehr: Dieser Roman ist ein literarisches Kabinettstück erster Güte.

Portrait
Timur Vermes wurde 1967 als Sohn einer Deutschen und eines 1956 geflohenen Ungarn geboren, studierte in Erlangen Geschichte und Politik und wurde dann Journalist. Er schrieb für die "Abendzeitung" und den Kölner "Express" und arbeitete für mehrere Magazine. Seit 2007 veröffentlichte er als Ghostwriter vier Bücher, zwei weitere sind in Vorbereitung.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 398
Altersempfehlung 16 - 99
Erscheinungsdatum 08.10.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-404-17178-1
Verlag Lübbe
Maße (L/B/H) 188/123/38 mm
Gewicht 400
Auflage 7. Auflage 2014
Verkaufsrang 23.468
Buch (Taschenbuch)
10,30
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Buchhändler-Empfehlungen

„Dieses Buch ist …“

Romana Langer, Thalia-Buchhandlung Wien

…böserweise recht gut zu lesen. Hitler schafft es scheinbar auch im Jahre 2012 die Aufmerksamkeit an sich zu reißen, und wenn es auch nur über einen Roman ist. Der/ die LeserIn kann sich gut in Hitlers verwirrten Charakter versetzen, als er plötzlich im Jahr 2011 inmitten von Berlin aufwacht und keine Ahnung hat, warum er nicht mehr …böserweise recht gut zu lesen. Hitler schafft es scheinbar auch im Jahre 2012 die Aufmerksamkeit an sich zu reißen, und wenn es auch nur über einen Roman ist. Der/ die LeserIn kann sich gut in Hitlers verwirrten Charakter versetzen, als er plötzlich im Jahr 2011 inmitten von Berlin aufwacht und keine Ahnung hat, warum er nicht mehr ganz das Ansehen hat, als zu seiner Zeit. Trotzdem schafft er es überraschend gut sich durchzukämpfen und noch mehr…soviel sei verraten…

„Grenzgenial!“

Manuela Wolfmayr, Thalia-Buchhandlung Wien

Ein geniales Experiment vom Autor Timur Vermes, sprachlich anspruchsvoll umgesetzt. "Er ist wieder da" bewegt sich an den Grenzen des Möglichen und zeigt wie weit "Meinungsfreiheit" gehen kann. Wenns unter Humor fällt, ist anscheinend alles erlaubt.

Dieses Buch regt definitiv zum Nachdenken an, worüber wir so Lachen und wo es eigentlich
Ein geniales Experiment vom Autor Timur Vermes, sprachlich anspruchsvoll umgesetzt. "Er ist wieder da" bewegt sich an den Grenzen des Möglichen und zeigt wie weit "Meinungsfreiheit" gehen kann. Wenns unter Humor fällt, ist anscheinend alles erlaubt.

Dieses Buch regt definitiv zum Nachdenken an, worüber wir so Lachen und wo es eigentlich aufhören sollte mit dem Spaß. Was mich erstaunt hat, war, dass ich mir kein einiziges Mal dachte "Das ist jetzt zu weit hergeholt" oder "Das könnte in der Realität nie so passieren", denn Hitlers Aufstieg Teil 2 wirkt nachvollziehbar und logisch.

Ein grenzwertiges Buch, das zur Vorsicht mahnt, nicht alles zu glauben was in den Medien unterstützt wird. Das Ende hat mich dann auch ganz schön erstaunt, aber selber lesen heißt die Devise :)

„Berlin und Hitler heute“

Pia Lemberger, Thalia-Buchhandlung Wien

Wir lernen schon als Kinder, dass es keine Monster gibt. >Schau mal unter dem Bett... siehst du? Da ist nichts!< Ja, Monster gibt es nicht, aber im Laufe des Lebens lernen wir, dass es keine Monster sind, vor denen wir uns fürchten müssen. Der Wolf im Schafspelz ist derjenige, der unbehelligt die Herde reißt.

Und genau darum geht
Wir lernen schon als Kinder, dass es keine Monster gibt. >Schau mal unter dem Bett... siehst du? Da ist nichts!< Ja, Monster gibt es nicht, aber im Laufe des Lebens lernen wir, dass es keine Monster sind, vor denen wir uns fürchten müssen. Der Wolf im Schafspelz ist derjenige, der unbehelligt die Herde reißt.

Und genau darum geht es auch in Timur Vernes' Roman. Ein Monster ist er, zetert die alte Oma - eine KZ-Überlebende - von Hitlers Sekretärin Frau Krömeier. Solange, bis sie ihm gegenüber sitzt. So schlimm ist er ja gar nicht. Es geht ja nur darum, Missstände zu beheben, Dinge anzupacken, die alle aufregen... und keiner tut was dagegen. Nun ist da endlich einmal jemand, der die Dinge anspricht und ausspricht - und noch dazu in lustiger Uniform. Wenn es Comedy ist, dann darf man lachen, man muss sogar lachen. Alle finden es lustig, nur einer nicht. Einer meint es todernst, fühlt sich auserkoren.

Warum hat das Schicksal ihn, Adolf Hitler, ausgewählt? Warum nicht Bismarck oder einen anderen erfolgreichen Kriegsführer? Weil er der einzige ist, der dem deutschen Volk zu seiner verdienten Macht und Größe verhelfen kann. Deswegen ist er auferstanden.

Hitler ist wieder da. Gestärkt durch die Dummstell- und Wegschaumentalität und ausgestattet mit der Fähigkeit, kategorisch alle Schwächen im Umfeld aufzudecken, steigt er zum Youtube- und TV-Star auf. Mit Hilfe der neuen Medien, ist es ein leichtes, die Unzufriedenheit in der Bevölkerung zu schüren. Fast noch einfacher als anno dazumal...

Verstörender Roman über den in der Gegenwart auferstanden "Führer". Worüber darf man heute noch lachen? Wo beginnt Spaß und wo hört er auf? Es war spannend, dieses Buch zu lesen, aber letztendlich auch sehr beunruhigend. Der Stil ist sicher nicht jedermanns Sache. Mir hat er sehr gut gefallen, einigen wird er für dieses sensible Thema aber zu heiter sein.

Gespannt bin ich auch, ob es eine Fortsetzung zu "Er ist wieder da" geben wird. Jedenfalls ein starker Debütroman vom Nürnberger Timur Vernes.

„Echt genial!“

Kerstin Ponleitner, Thalia-Buchhandlung Pasching

Alleine die Vorstellung das Hitler im Jahr 2012 in Berlin wieder auftaucht ist ja schon ganz schön verstörend, aber es in soviel Humor und Sarkasmus zu verpacken ist einfach genial!

Obwohl die Geschichte auch etwas erschreckendes an sich hat, liest und lacht man gerne über dieses Buch!
Alleine die Vorstellung das Hitler im Jahr 2012 in Berlin wieder auftaucht ist ja schon ganz schön verstörend, aber es in soviel Humor und Sarkasmus zu verpacken ist einfach genial!

Obwohl die Geschichte auch etwas erschreckendes an sich hat, liest und lacht man gerne über dieses Buch!

„Jetzt wird zurückgeschossen“

Thomas Horvath, Thalia-Buchhandlung Linz, Lentia City

Stellen sie sich vor er ist wieder da. Adolf H. punkt wacht neben einem Fußballfeld in Berlin der Gegenwart auf. Zuerst verwirrt erkennt H. das es Zeit ist das deutsche Volk wieder ihrem abgestammten Platz in der Geschichte einzunehmen. Dabei stößt Adolf H. punkt auf für uns typische seltsame Hindernisse. Das er mit seiner Rhetorik Stellen sie sich vor er ist wieder da. Adolf H. punkt wacht neben einem Fußballfeld in Berlin der Gegenwart auf. Zuerst verwirrt erkennt H. das es Zeit ist das deutsche Volk wieder ihrem abgestammten Platz in der Geschichte einzunehmen. Dabei stößt Adolf H. punkt auf für uns typische seltsame Hindernisse. Das er mit seiner Rhetorik in der heutigen Zeit doch Erfolg hat ist amüsant wie auch erschreckend.

„Erschreckend komisch“

Barbara Krenn, Thalia-Buchhandlung Pasching

Nach langer Zeit wieder mal ein Buch, das ich nicht aus der Hand legen konnte!

Bitterböser, durchdachter Humor bei dem bei dem einen das Lachen, genau zum richtigen Zeitpunkt, im Hals stecken bleibt.

Ein Hightlight mit Gänsehautfaktor.
Nach langer Zeit wieder mal ein Buch, das ich nicht aus der Hand legen konnte!

Bitterböser, durchdachter Humor bei dem bei dem einen das Lachen, genau zum richtigen Zeitpunkt, im Hals stecken bleibt.

Ein Hightlight mit Gänsehautfaktor.

„Er ist wieder da...“

Tanja S., Thalia-Buchhandlung St.Pölten

Die Fantasie kennt keine Grenzen!
Timur Vermes erzählt eine Geschichte, die nicht nur unglaublich klingt, sondern auch unheimlich! Hitler im Jahr 2011, er erzählt aus seiner Sicht der Dinge bestimmte Aspekte, die sich in der "neuen" Zeit abspielten, die ihm mehr als fremd vorkamen. Er lernte schnell Leute kennen da er mit seiner Uniform
Die Fantasie kennt keine Grenzen!
Timur Vermes erzählt eine Geschichte, die nicht nur unglaublich klingt, sondern auch unheimlich! Hitler im Jahr 2011, er erzählt aus seiner Sicht der Dinge bestimmte Aspekte, die sich in der "neuen" Zeit abspielten, die ihm mehr als fremd vorkamen. Er lernte schnell Leute kennen da er mit seiner Uniform und sein Wesen an sich sehr auffällig unterwegs war.
Da er immer mehr auf viel wurde er immer mehr populärer bei den Leuten und so begann seine Geschichte ...

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
5
3
3
0
1

Gelungene Gesellschaftssatire.
von einer Kundin/einem Kunden am 23.10.2014

Timur Vermes ist eine wunderbare und zum Schreien komische Gesellschaftssatire gelungen. Für seine Satire bedient er sich einer der grausamsten Personen des letzten Jahrhunderts: Adolf Hitler. Manch einer wird sich hier fragen, ob man so etwas darf und hier werden sich die Geister bei so einer heiklen Person scheiden.... Timur Vermes ist eine wunderbare und zum Schreien komische Gesellschaftssatire gelungen. Für seine Satire bedient er sich einer der grausamsten Personen des letzten Jahrhunderts: Adolf Hitler. Manch einer wird sich hier fragen, ob man so etwas darf und hier werden sich die Geister bei so einer heiklen Person scheiden. Jedoch gelingt es dem Autor auf erschreckende, wie auch wundersame Weise genau durch diese Person der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten. Ich habe mich köstlich amüsiert und doch kamen mir einige Passagen mehr als erschreckend vertraut vor. Als dann Hitler auf dem Weg nach oben ist, beschleicht den Leser der erschreckende Gedanke, ob in unseren doch so "aufgeklärten Gesellschaft" so eine Person nochmals die Chance hätte die Macht zu ergreifen oder glanzlos untergehen würde.Ein bitterböses und kluges Buch, bei dem sich aber trotzdem wunderbar amüsieren darf.

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5 0
Grenzwertiges Hitlertainment
von NiWa aus Euratsfeld am 15.11.2014

Er ist wieder da. Adolf Hitler, Führer, Diktator, politisches Oberhaupt, der Massenmörder, erwacht auf einer harmlosen Wiese, ist total verwirrt und begreift schlussendlich in einem Kiosk das mittlerweile das Jahr 2011 geschrieben wird. Eva ist weg, der Fettsack Göring ist unauffindbar und nicht einmal der ergebene Propaganda-Minister Goebbels ist vor... Er ist wieder da. Adolf Hitler, Führer, Diktator, politisches Oberhaupt, der Massenmörder, erwacht auf einer harmlosen Wiese, ist total verwirrt und begreift schlussendlich in einem Kiosk das mittlerweile das Jahr 2011 geschrieben wird. Eva ist weg, der Fettsack Göring ist unauffindbar und nicht einmal der ergebene Propaganda-Minister Goebbels ist vor Ort, von Himmler ganz zu schweigen. Aber Hitler hat es schon einmal an die Spitze geschafft und auch im Jahr 2011 wird er sich nicht mit weniger begnügen. Nachdem Hitler erwacht und einen vorübergehenden Unterschlupf findet, ist es seine Art und Weise, die ihn ins Fernsehen bringt, wo er rasch die Quoten in die Höhe treibt und sich insgeheim über den vermeintlichen Sieg die Hände reibt. Bei diesem Buch fällt es mir schwer, eine Rezension zu schreiben, weil ich zugeben muss, ich habe stellenweise Tränen gelacht! Nein, ich habe nicht über Adolf Hitler gelacht, sondern mit ihm, und das ist meiner Ansicht nach schon sehr bedenklich. Die Geschichte wird aus der Perspektive des Führers erzählt. Anhand seiner Gedanken, Reden und Gespräche erlebt der Leser seinen Aufstieg im Showbusiness und ich musste aufgrund seiner Schlagfertigkeit und sehr pragmatischen Denkweise häufig laut loslachen. Hier muss man die ausgiebige Recherche des Autors loben, weil der Gesamteindruck des Charakters Adolf Hitler sehr authentisch wirkt und diversen Aufzeichnungen aus Büchern, Film und Fernsehen entspricht. Während man oft von amüsanten Gedanken zu erheiternden Gesprächen springt, wird man dazwischen mit langatmigen Monologen konfrontiert, die bekanntlich ja der historischen Person entsprechen. Allerdings ist es eben ein heikles Thema und ich bin mir nicht sicher, ob man es auf diese Weise behandeln soll. Zumindest betont Timur Vermes gleich an mehreren Stellen, dass die Judenfrage nicht witzig ist und trotzdem hat das Buch einen pietätlosen Beigeschmack für mich, den ich nicht so einfach runterspülen kann. Ich denke, dieses Buch sollte tatsächlich von jedem gelesen werden, der sich dafür interessiert, schon allein, um zu einem eigenen Eindruck zu gelangen! Und bei der Lektüre sollte man bitte immer daran denken, es geht um Adolf Hitler - Führer, Diktator, Massenmörder.

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3 0
Er ist wieder da
von kleeblatts-buecherblog aus Mertesheim am 01.01.2015

Es ist Sommer im Jahre 2011. Auf einem leeren Baugrundstück liegt ein Mann und schlägt die Augen auf. Adolf Hitler ist zurück und findet sich orientierungslos mitten in Berlin wieder. Doch er passt sich erstaunlich schnell seiner neuen Situation an. Und mit seinem Geschick, Reden zu schwingen und Leute... Es ist Sommer im Jahre 2011. Auf einem leeren Baugrundstück liegt ein Mann und schlägt die Augen auf. Adolf Hitler ist zurück und findet sich orientierungslos mitten in Berlin wieder. Doch er passt sich erstaunlich schnell seiner neuen Situation an. Und mit seinem Geschick, Reden zu schwingen und Leute zu seinen Gunsten einzunehmen, schafft er es, sich eine Karriere aufzubauen, die er in früherer Zeit schon einmal hingelegt hat. Wie auch meiner Bloggerfreundin Sonja fällt mir eine Rezension zu diesem Roman recht schwer. Ihr Aussage „Darf man über Hitler lachen?“ ist durchaus gerechtfertigt. Aber auch ich bin zu dem Schluss gekommen, dass man es darf. Zumindest mit einer gesunden Portion an Verantwortungsbewusstsein. Allein die Idee, Hitler mit seinen Ansichten im heutigen Berlin auf die Leute loszulassen, finde ich eine durchaus geniale Idee. Und es ist schon lustig, Hitler dabei zu begleiten, wie er versucht, sich an das heutige Leben anzupassen. Doch dieses „Lustigsein“ hält nicht so lange an, denn bald kommen die Hasspredigen auf die Juden, das Einnehmen der Leute und die Gefolgschaft mehrerer Personen. Und so kann man sich vorstellen, wie Hitler seinen Weg nimmt. Ich persönlich war fasziniert von der Schreibweise des Autors, der in der Ich-Perspektive davon erzählt, wie Hitler auf dem Grundstück aufwacht, sich nach kurzem Orientieren einen Weg zu einem Zeitungskiosk bahnt und von dort aus alles seinen Anfang nimmt. Mit Pointen wie Blitzreinigung, die Homepage eine „Heimseite“ zu nennen und dort ein Führerhauptquartier einzurichten, sich mit „mein Führer“ anreden zu lassen und durch seine doch teilweise charmante Art die Leute für sich einzunehmen, ergibt sich letztendlich eine sehr interessante Geschichte, die zeigt, wie beeinflussbar die Menschen sind. Insgesamt schildert der Autor ein sehr mutiges Thema mit sehr, sehr ernstem Hintergrund und schafft es trotzdem, sich damit nicht ins Abseits zu stellen bzw. alles ins Lächerliche zu ziehen. Gestört hat mich allerdings schon, dass Hitler sich gar nicht damit auseinandersetzt, warum er eigentlich 2011 plötzlich auf einem verlassenen Grundstück aufwacht. Warum wacht er dort auf? Warum gerade dort? Warum gerade er? Es gibt hier viele Fragen, die von ihm aber als gegeben hingenommen werden. Er wacht auf und macht einfach dort weiter, wo er aufgehört hat. Auch das Ende ist sehr prompt und lässt zuviel Spielraum für die Fantasie, die in meinem Fall nicht so gut ausgefallen ist. Trotz allem Bedenken, muss ich dem Buch dann doch eine hohe Bewertung geben, ist allein schon die Idee, das Herantrauen an ein gewagtes Thema sowie die Umsetzung einfach nur gelungen. Fazit: Ein mit alten Ideen versehener Hitler im modernen Deutschland.

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1 0
Absurd, undenkbar, aber trotzdem erschreckend komisch
von Thomas Ludwig aus Coburg am 10.05.2016

Adolf Hitler erwacht nach seiner Selbsttötung mitten in Berlin. Der Suizid war offensichtlich nicht nur erfolglos, sondern hat den GröFaZ auch ins Jahr 2011 gebracht. Als er diesen Umstand erkennt und merkt, dass er jetzt ohne seine früheren Gehilfen auskommen muss, plant er schon wieder Großes. Dass er von... Adolf Hitler erwacht nach seiner Selbsttötung mitten in Berlin. Der Suizid war offensichtlich nicht nur erfolglos, sondern hat den GröFaZ auch ins Jahr 2011 gebracht. Als er diesen Umstand erkennt und merkt, dass er jetzt ohne seine früheren Gehilfen auskommen muss, plant er schon wieder Großes. Dass er von vielen Leuten nicht als er selbst, sondern als Komiker oder Parodist gehalten wird, nimmt er zunächst nicht wahr. Es spielt für ihn ohnehin keine Rolle, denn für seine Pläne ist ihm jedes Mittel recht, und er lässt sich gelegentlich auch zu Handlungen herab, die er in "seiner Zeit" so nie gemacht hätte. Es gibt natürlich auch ewig Gestrige, die ihm erneut huldigen. Seine TV-Auftritte werden sehr erfolgreich und sorgen dafür, dass die Popularität des "Führers", der von der Mehrheit noch immer nicht als echt erkannt wird, ständig steigt. Er bekommt den Grimme-Preis (!) und lädt Renate Künast (!!) in seine erste eigene Sendung ein, wird aber dann von rechtsradikalen Skinheads (!!!) verprügelt. Trotz allem sieht es am Ende für ihn recht gut aus. Die Geschichte ist eigentlich absurd, würde aber anders nicht funktionieren. Obwohl es sehr viele Stellen gab, die mich zum Schmunzeln, zum Grinsen, meistens aber zum Lachen gebracht haben, handelt es sich um eine bitterböse Satire, die ihre Wirkung vor allem daraus zieht, dass der Autor den Duktus von Hitler sehr gut getroffen hat. Genau so, wie Timur Vermes es geschrieben hat, würde der "Führer" auch gesprochen bzw. gedacht haben (wobei Letzteres immer nur eine Ahnung sein kann). Ich war mir nicht sicher, ob es möglich oder sogar politisch korrekt ist, eine solche Parodie zu verfassen. Aber ich bin froh, sie gelesen zu haben.

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0 0
Erschreckend...wie gut Satire sein kann!
von einer Kundin/einem Kunden am 03.12.2015

Eines sollte in der heutigen Zeit jedem - gerade jedem deutschen Staatsbürger - bewusst sein: Die Zeiten, in denen Adolf Hitler der Mann war, "dessen Name nicht genannt werden durfte", sind eindeutig vorüber! Dieser Mann ist bedauerlicherweise Teil der deutschen Geschichte, und wie Joseph Stalin oder Mao Zedong, eine... Eines sollte in der heutigen Zeit jedem - gerade jedem deutschen Staatsbürger - bewusst sein: Die Zeiten, in denen Adolf Hitler der Mann war, "dessen Name nicht genannt werden durfte", sind eindeutig vorüber! Dieser Mann ist bedauerlicherweise Teil der deutschen Geschichte, und wie Joseph Stalin oder Mao Zedong, eine Mahnung an die Welt. Trotz all der Grausamkeiten stellt sich immer wieder eine Frage: Darf man über Hitler lachen? Wenn ja, dann wie? Wann? Wo? Warum? Wie oft? Ich persönlich rate an dieser Stelle: Lesen Sie Timur Vermes‘ Fiktion "Er ist wieder da.", dann wissen Sie es! Der Autor hat den schwierigen Balanceakt zwischen Komik und Abscheu mit einer gewissen Perfektion gemeistert und präsentiert somit Satire vom feinsten! Dabei sind es unter anderem der Aufprall von Vergangenheit und Gegenwart, die Ideologie der Nationalsozialisten oder die markanten Eigenarten von Hitler, die einem hin und wieder wenigstens ein Schmunzeln entlocken. Dazu hinterlässt das Szenario einen spürbaren Nachgeschmack und regt zum Nachdenken an. Hervorragend für alle, die sich einer gewissen Herausforderung stellen möchten.

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Einfach sensationell
von einer Kundin/einem Kunden aus Waidhofen/Thaya am 02.11.2015

Böse, witzig, erheiternd, gut lesbar - Timur Vermes in absoluter Höchstform!

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Gewagt und doch komisch, erschreckend und doch wieder komisch. Wer hätte gedacht, dass man über etwas lachen kann was mit Hitler zu tun hat.
von Ambermoon aus Wien am 18.06.2015

Der Führer mal anders...und zwar hilflos, obdachlos, verdreckt und, das wohl schlimmste für ihn - ohne Gefolgsleute und, oh mein Gott, das Volk - SEIN Volk erkennt ihn nicht. Eine herrliche Satire im leichten Schreibstil und der Dialekt des fiktiven Hitlers einfach zum Schreien komisch. Ein sehr gewagtes Experiment... Der Führer mal anders...und zwar hilflos, obdachlos, verdreckt und, das wohl schlimmste für ihn - ohne Gefolgsleute und, oh mein Gott, das Volk - SEIN Volk erkennt ihn nicht. Eine herrliche Satire im leichten Schreibstil und der Dialekt des fiktiven Hitlers einfach zum Schreien komisch. Ein sehr gewagtes Experiment des Autors wie ich finde, aber es hat funktioniert. Irgendwie tat mir sogar das arme Würstel Adolf Hitler leid und das hat mich wiederum erschreckt...aber immerhin mit einem Grinsen im Gesicht.

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Lesenswert
von einer Kundin/einem Kunden aus Düren am 05.02.2016

Lustiges und interessantes Buch, das auch zum Nachdenken anregt. Auch als Hörbuch zu empfehlen, da der Sprecher wirklich gut ist. .

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Was wäre wenn?
von Kerstin Stutzke aus Berlin am 18.10.2015

Am 30. August 2011 erwacht ein Mann mitten in Berlin. Er trägt eine alte, nach Benzin stinkende Uniform und obwohl er weiß, er wer ist, ist er sich nicht ganz sicher, was in der Zwischenzeit passiert ist. Sicherlich weiß er noch, was er als letztes getan hat, doch seitdem... Am 30. August 2011 erwacht ein Mann mitten in Berlin. Er trägt eine alte, nach Benzin stinkende Uniform und obwohl er weiß, er wer ist, ist er sich nicht ganz sicher, was in der Zwischenzeit passiert ist. Sicherlich weiß er noch, was er als letztes getan hat, doch seitdem hat sich viel verändert. Berlin wie er es kannte, ist nicht mehr, die Stadt hat sich verändert und überhaupt, auch die Bewohner scheinen von einem Tag auf den anderen ihren Respekt verloren zu haben, immerhin waren sie bisher immer sehr respektvoll ihm gegenüber, denn er ist ja nicht irgendwer, er ist Adolf Hitler, Reichskanzler Deutschlands. Doch derzeit ist er allein, keine Verbündeten und auch keine Eva in Sicht. Fakt ist, sein Stab steht ihm augenscheinlich nicht zur Verfügung, doch er wäre nicht Adolf Hitler, der Führer des deutschen Volkes, wenn er die Sache nicht selbst in die Hand nehmen würde. Kurz gesagt: Allein schafft er es nicht, aber er findet schnell und unerwartet Hilfe bei einem Zeitungskrämer. Dieser ist begeistert von der Performance des Mannes, der sich Adolf Hitler nennt, wirkt er doch so authentisch, das man ihn schon fast für den echten halten könnte, wäre dieser nicht schon vor Jahrzehnten verstorben. Dass dieser Mann auf die Bühne gehört, ist ihm sehr schnell klar. Tatsächlich gelingt es dem Zeitungskrämer, Leute aus einer Produktionsfirma auf den wiederauferstandenen Adolf Hitler aufmerksam zu machen und auch diese sind so angetan, dass sie mit ihm arbeiten wollen. Schnell hat der Adolf-Hilter-Künstler Erfolg, auch wenn niemand weiß, wer er wirklich ist, die Leute amüsieren sich köstlich über ihn, doch er selbst hat so mit den Tücken des Alltags zu kämpfen, zum Beispiel mit einem Flachbildfernseher oder gar einem Handy. Doch er hat ein Ziel vor Augen - wieder in die Politik ... Was wäre wenn? Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Ganz ehrlich, obwohl das Thema an sich sehr umstritten sein mag, ich habe mich herrlich amüsiert, als ich Zeuge dessen wurde, was der wiedererwachte Adolf Hitler als Gegenwart kennen und damit umgehen lernen musste, denn solche Sachen wie Flachbildschirme, Computer und Handys sind für uns normale Alltagsgegenstände, aber wie sie auf Menschen einer anderen Zeit wirken mussten, die keine Gelegenheit hatten, diese Technik mitzuerleben, sondern von jetzt auf gleich damit konfrontiert werden - einfach göttlich. Jedoch muss ich sagen, ich hätte mir hier, gerade zum Ende des Plots hin, einen etwas anderen Verlauf der Geschichte gewünscht. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Gerade der Protagonist konnte mich mit seinem Unwissen der modernen Welt und seinem (aus heutiger Sicht) veraltetem Weltbild voll und ganz überzeugen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt hätte, denn ich war wirklich gespannt, wohin mich diese Geschichte führte.

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Guter Anfang, schwaches Ende
von einer Kundin/einem Kunden aus Krefeld am 17.05.2016

Adolf Hitler wacht im heutigen Berlin wieder auf. Das Buch ist unterhaltsam, leicht und locker geschrieben. Der Witz im Buch, vor allem am Anfang, war neu und trocken. Genau mein Geschmack. Allerdings, und das finde ich sehr schade , gibt es eine Stelle an der es mit der Handlung nicht... Adolf Hitler wacht im heutigen Berlin wieder auf. Das Buch ist unterhaltsam, leicht und locker geschrieben. Der Witz im Buch, vor allem am Anfang, war neu und trocken. Genau mein Geschmack. Allerdings, und das finde ich sehr schade , gibt es eine Stelle an der es mit der Handlung nicht wirklich weiter geht. Und trotzdem kommt das Ende schnell und überraschend. Es hat mich mit dem Gefühl hinterlassen, dass die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt wurde. Schade

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Na ja
von einer Kundin/einem Kunden aus Rödermark am 22.07.2015

Ich habe deutlich mehr erwartet. Natürlich, es ist lustig und gut geschrieben, doch leider ist dies kein durchgängiger Zustand. Der Anfang ging gut voran, dann hatte es einige Längen, bis es schließlich wieder lustig leicht zu lesen war. Fazit: Es ist mal ein etwas anderes Buch. Lustig, aber auch teilweise erschreckend.... Ich habe deutlich mehr erwartet. Natürlich, es ist lustig und gut geschrieben, doch leider ist dies kein durchgängiger Zustand. Der Anfang ging gut voran, dann hatte es einige Längen, bis es schließlich wieder lustig leicht zu lesen war. Fazit: Es ist mal ein etwas anderes Buch. Lustig, aber auch teilweise erschreckend. Der Schreibstil ist gut. Sowohl das Cover, als auch das Schriftbild sind gut aufgemacht.

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Dieses Buch ist Zeitvergeudung!
von einer Kundin/einem Kunden am 17.02.2015

Ich fand das Buch nicht gut. Sehr großer Unfug, der wenig unterhaltsam ist. Ich kann nur davon abraten das Buch zu kaufen.

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0 2
erst lachst du, dann bleibt dir das Lachen im Hals stecken - schwarzer Humor bis ans Limit des Erträglichen - SUPER
von einer Kundin/einem Kunden am 23.09.2014
Bewertetes Format: Medium: Hörbuch (MP3-CD)

Was das Buch schon sehr gut geschafft hat, nämlich zu zeigen, dass man Witzfiguren wie Hitler nicht unterschätzen darf, leistet Sprecher Christoph Maria Herbst in Perfektion in diesem Hörbuch. Der Stromberg-Darsteller, der auch Hitler imitieren kann, bringt den Hörer zunächst zum Lachen. Man kann diese naive, von der aktuellen... Was das Buch schon sehr gut geschafft hat, nämlich zu zeigen, dass man Witzfiguren wie Hitler nicht unterschätzen darf, leistet Sprecher Christoph Maria Herbst in Perfektion in diesem Hörbuch. Der Stromberg-Darsteller, der auch Hitler imitieren kann, bringt den Hörer zunächst zum Lachen. Man kann diese naive, von der aktuellen Welt überforderte und tatsächlich symphathische Hitlerfigut einfach nicht ernst nehmen. Aber dann bleibt das Lachen im Halse, denn dieser Hitler ist in seinem kleinen Horizont sehr gerissen und zielstrebig und er kommt genau dahin, wo er sein will.......

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7 0
Er ist wieder da
von einer Kundin/einem Kunden aus Oberglatt/ZH am 02.02.2013
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Inhalt: Adolf Hitler wacht im Sommer 2011 Mitten in Berlin auf einem unbebauten Grundstück auf. Nach einer kurzen Phase der Orientierungslosigkeit, macht er sich daran, seine offenbar vom Schicksal vorgesehene Bestimmung doch noch zu erfüllen. Er fasst praktisch sofort wieder Fuss, wenn auch in anderer Weise als 60 Jahre zuvor.... Inhalt: Adolf Hitler wacht im Sommer 2011 Mitten in Berlin auf einem unbebauten Grundstück auf. Nach einer kurzen Phase der Orientierungslosigkeit, macht er sich daran, seine offenbar vom Schicksal vorgesehene Bestimmung doch noch zu erfüllen. Er fasst praktisch sofort wieder Fuss, wenn auch in anderer Weise als 60 Jahre zuvor. Zuerst erhält er einen Gastauftritt bei einem gestandenen Comedian, wenig später, wegen seines überwältigenden Erfolges, eine eigene Sendung. Die Begeisterung über die perfekte Kopie und die stupenden Detailkenntnisse des "Künstlers" ist gross. - Ausser bei den Parteien ganz rechts aussen. Deren Vertreter fühlen sich und Deutschland von Adolf Hitler veräppelt. Vor einem Opernbesuch wird Hitler in einer Nebengasse spitalreif geschlagen, was ihn endgültig in den Status eines Superstars erhebt, der für all jene Werte steht, die Hitler gerade eben nicht verkörpert. Jede politische Partei versucht, ihn zu einem Parteieintritt zu bewegen, ein Verlag meldet sich und will seine wahre Geschichte verlegen. Meine Meinung: Den Anfang des Buches habe ich beinahe atemlos gelesen, derart gespannt war ich auf das Zusammentreffen des Demagogen mit unserer Gegenwart. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Diktion ist überzeugend, die Schlussfolgerungen Hitlers stimmten mit dem historischen Bild, das "man" von ihm hat überein. Während zu Beginn der Geschichte, als Hitler sich mit der Gegenwart vertraut macht, die lustigen Episoden überwiegen, (Beispiel: Sein Erklärungsversuch einer www-Adresse "vor Kälte schlotternder Knabe") wird der Ton je länger desto ernster, wenn er beginnt, die deutsche und europäische Wirklichkeit in seinem Sinn zu interpretieren. Die ganze Story ist ein Lehrstück für die Kommunikations-These von Watzlawick, dass die Nachricht im Empfänger entsteht, da jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit hat. Da Hitlers Umwelt davon ausgeht, dass er ein Schauspieler ist, der Leser aber weiss, dass man es mit dem echten Hitler zu tun hat, ergeben sich immer wieder verstörende, manchmal witzige oder irritierende Situationen. Ein eindrückliches Beispiel dafür ist es, wenn Hitler sagt: "Das Thema Juden ist nicht witzig", womit er eine Vorgabe der "Dame Bellini" einhält, allerdings stehen hinter dieser Aussage natürlich diametral entgegengesetzte Gedankenkonstrukte. Das Buch hat mich sehr beeindruckt. Es ist klug, entlarvend, unterhaltsam, böse und gleichzeitig lustig. Es muss für den Autor eine Freude gewesen sein, die deutschen Spitzenpolitiker mit den Augen und dem Munde Hitlers beschreiben zu dürfen. Kann man aus dieser Politsatire etwas lernen? Ich meine Ja. Einserseits, wie Kommunikation funktioniert und wie unsere Gegenwart auf einen Demagogen wirken mag. Andererseits aber auch, dass wir uns nicht vor einem wiedererstandenen Hitler in Acht nehmen müssen, der nur noch als Comedian "ernstgenommen" wird, sondern vor einem neuen, modernen "einfachen Gefreiten" mit der Bessessenheit und den Fähigkeiten eines Hitler. In diesem Sinn sollten wir nach vorne schauen und am Buch "Es ist nicht alles gut" arbeiten, während Hitler ja sein Buch "Es war nicht alles schlecht" schreibt. Ich empfehle das Buch unbedingt weiter.

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5 0
Er ist wieder da
von Cora Lein aus Berlin am 12.06.2013
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Vorweg: Wie soll ich eine Rezension über ein Buch schreiben, welches mich zum Lachen brachte, das Thema aber gar nicht witzig ist? Wie soll ich etwas bewerten – gefallen, nicht gefallen – wenn es mir textlich gefallen hat, aber der Inhalt erschreckend gefährlich ist?! Antwort: Ich weiß es nicht und versuche... Vorweg: Wie soll ich eine Rezension über ein Buch schreiben, welches mich zum Lachen brachte, das Thema aber gar nicht witzig ist? Wie soll ich etwas bewerten – gefallen, nicht gefallen – wenn es mir textlich gefallen hat, aber der Inhalt erschreckend gefährlich ist?! Antwort: Ich weiß es nicht und versuche mein bestes! Inhalt: 2011 – Adolf Hitler erwacht auf einem verlassenen Grundstück in Berlin. Allein! Und warum ist seine Uniform dreckig und stinkt? Sein Weg aus dieser Lage: Seine Männer finden! Leider scheint er als einziger wieder in Berlin zu sein, denn er trifft keine Bekannten, dafür aber einen Zeitungsverkäufer. Dieser hilft Hitler im Glauben es handele sich um einen Schauspieler zurück ins Rampenlicht. Hitler wird (Fernseh-)Demagoge – ein angesehener Redner und Führer eines Volkes … Schreibstil: Der Schreibstil von Timur Vermes ist göttlich! Ich habe lange nicht mehr so gelacht und Tränen geweint. Doch das erschreckende: Der Leser lacht nicht ÜBER, sondern MIT Hitler. Durch den Erzählstil in der ich-Form ist der Leser im Kopf von Hitler und bekommt jeden Gedankengang und jede Verwirrung mit – denn nach 66 Jahren hat sich in Germania ganz schön was verändert. Der Ausdruck ist angemessen und sozial verträglich was dieses Werk noch lesenswerter macht. Charakter: Hitler ist im Buch eine recht heitere Person, dies kann natürlich von seinen kleinen Verwirrungen kommen – logisch wenn er 66 Jahre verschlafen hat. Oder aber, Hitler war wirklich ein sehr interessanter Mensch. Reden und gute Argumente finden scheint er wohl schon damals gut gekonnt zu haben, sonst wäre sein Aufstieg wohl zu verhindern gewesen. Allerdings mache ich mir nun, nach dem Lesen, so meine Gedanken ob es nicht noch einmal zu so einem Aufstieg kommen kann. Hitler ist im Buch als erstes für einen Comedian gehalten worden und erhielt leicht Zutritt zum TV. Auch die anderen Fernsehsendungen sowie die Politik machten es ihm leicht einen Angriffspunkt zu setzten und sich zielsicher zu etablieren. Durch richtige und gute Argumente wurde er mir zeitweise sogar sehr sympathisch und ich mochte seine Ausführungen und konnte sogar voll und ganz zustimmen. Cover: Das Cover ist stimmig und bedarf glaube ich keiner weiteren Erklärung. Fazit: Ein erschreckendes Buch mit vielen Fakten und wirklich guten Argumenten. Eine Leseempfehlung traue ich mich diesmal gar nicht wirklich auszusprechen, denn ich weiß nicht recht für wen diese Satire zu heftig oder verträglich ist. Ich vergebe 4 Sterne für einen amüsanten und nachdenklich stimmenden Roman.

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5 1
Er ist wieder da
von einer Kundin/einem Kunden aus Frickenhausen am 21.02.2015
Bewertetes Format: Medium: Hörbuch (MP3-CD)

Schon das Buch war klasse, das Hörbuch von Stromberg/Herbst gelesen - der Hammer. Die ganze Geschichte wird durch die Betonung und Stimme einfach plastisch und das Kino im Kopf sehr deutlich. Sehr empfehlenswert. schnelle Lieferung! Alles gut!

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2 0
langweilig bis nichtssagend
von einer Kundin/einem Kunden aus Offenbach am Main am 08.08.2013
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Ich weiss nicht, warum diese Geschichte so hoch gelobt wird. Ich finde sie ziemlich flach - ein Hitler welcher nur durch Kenntnis der NS-Zeit glänzt aber sonst keine neuen Akzente setzt. Als Satire zu zahm und als Geschichte ohne wesentlichen Inhalt.

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3 1
Fantastisch
von einer Kundin/einem Kunden aus Düsseldorf am 05.07.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Hab schon lange nicht mehr so beim Lesen lachen müssen. Ich war fast traurig, als ich zu Ende gelesen hatte.

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1 0
Genial!
von Marija Milicevic aus Innsbruck am 13.06.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Nach 66 Jahren schafft es Hitler an die Spitze, aber wie? Er erwacht im Jahr 2011 mitten in Berlin auf einem Grundstück auf, ohne Krieg. Er ist die beste Unterhaltung, denn die Menschen finden er spielt seine Comedy-Rolle als Hitler super, doch für ihn ist das nicht lustig, denn... Nach 66 Jahren schafft es Hitler an die Spitze, aber wie? Er erwacht im Jahr 2011 mitten in Berlin auf einem Grundstück auf, ohne Krieg. Er ist die beste Unterhaltung, denn die Menschen finden er spielt seine Comedy-Rolle als Hitler super, doch für ihn ist das nicht lustig, denn er meint es ernst. Ein erschreckendes Buch mit vielen Fakten und wirklich guten Argumenten. Ein Roman, den man nicht so leicht aus den Händen legt. In einem Moment lacht man, im anderen denk man sich "Darf ich über so etwas lachen?". Ein gewagtes Thema von Timur Vermes, dass uns zum Lachen und Nachdenken bringt.

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1 0
Keine "leichte" Lektüre
von StEn aus Eisenach am 13.01.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Anfänglich ist dieses "Höttler"-Sprech etwas gewöhnungsbedürftig, aber letztlich war das Buch überaus kurzweilig und stellenweise unfassbar bissig. Der Autor verfügt über ein beachtliches Detailwissen und bringt interessante Gedankenspiele ein. Faszinierend ist auch, wie Vermes es schafft, die sehr typische hitlerische Polemik der Weimarer "Kampfzeit" ohne Bruch auf die heutigen... Anfänglich ist dieses "Höttler"-Sprech etwas gewöhnungsbedürftig, aber letztlich war das Buch überaus kurzweilig und stellenweise unfassbar bissig. Der Autor verfügt über ein beachtliches Detailwissen und bringt interessante Gedankenspiele ein. Faszinierend ist auch, wie Vermes es schafft, die sehr typische hitlerische Polemik der Weimarer "Kampfzeit" ohne Bruch auf die heutigen Verhältnisse anzupassen, wenn sich "Hitler" an seinen täglichen Beobachtungen und Erlebnissen hemmungslos und -für diese Republik - ungemein respektlos "abarbeitet". Eindeutig: Für einen Hörer mit den geschichtlichen Basiswissen sehr hörenswert! Fehlende Kenntnis der geschichtlich-politischen Zusammenhänge mindern das Hörvergnügen beträchtlich! Und wie immer sehr angenehm zu hören: C . M. Herbst. Danke für dieses Buch.

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