Die Bücherdiebin

Roman

(134)
Selbst der Tod hat ein Herz …
Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet. Dann Äpfel, Kartoffeln und Zwiebeln. Das Herz von Rudi. Die Herzen von Hans und Rosa Hubermann. Das Herz von Max. Und das des Todes. Denn selbst der Tod hat ein Herz.
„Die Bücherdiebin“ ist eine Liebesgeschichte, eine Hommage an Bücher und Worte und eine Erinnerung an die Macht der Sprache, die im Roman von Markus Zusak viele Facetten zeigt: den lakonisch-distanzierten Ton des Erzählers, Poesie und Zuversicht – und die reduzierte Sprache der Nazipropaganda.
Portrait
Markus Zusak wurde 1975 geboren. Zu den mittlerweile fünf veröffentlichten Romanen des Autors gehören »Der Joker« und der weltweite Bestseller »Die Bücherdiebin«, der in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurde. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Sydney.
Zitat
Die Bombenangriffe des zweiten Weltkrieges und den Holocaust kennt Markus Zusak, der 1975 in Sydney geboren wurde, nicht aus eigener Erfahrung. Aber seine Eltern und Großeltern haben ihm erzählt, zum Beispiel von einer Brotrinde, die ein Mann einem sterbenden Juden reichte, oder vom Geräusch, das eine Bombe auf dem Weg zu ihrem Vernichtungsziel macht. Er hat diese Geschichten gesammelt und daraus einen Roman geschaffen, in dessen Mittelpunkt das Mädchen Liesel Meminger steht. Aber nicht sie selbst erzählt, sondern der Tod als Person, der fasziniert ist von dieser besonderen jungen Frau. Es gibt unzählige Vorstellungen vom Tod. Oft handeln sie von der Angst der Menschen vor dem Moment, in dem sie ihm gegenüberstehen. In diesem Buch jedoch treffen wir auf einen Tod, der die Menschen liebt. Er nimmt ihnen nicht das Leben, sondern er ist lediglich zur Stelle, um behutsam ihre Seelen in Empfang zu nehmen. Dieser Tod verspürt kein Mitleid mit den Sterbenden, aber die übrig Gebliebenen rühren ihn zutiefst. Liesel ist so eine Zurückbleibende, die die Trauer kaum ertragen kann. Aber sie findet einen entscheidenden Trost: die Bücher, die ihr in allen möglichen und unmöglichen Situationen buchstäblich in die Hände fallen. Obwohl sie zunächst gar nicht selber lesen kann, weckt jedes Buch einen Hunger, der nur durch geschriebene Wörter und Buchstaben gestillt werden kann. So wird sie zur Leserin und zur Bücherdiebin, weil das die einzige Möglichkeit für sie ist, an die begehrten Schätze zu kommen. Und so überlebt sie den Tod ihres kleinen Bruders, die Trennung von den Eltern, die Zeiten, in denen sie vom Hunger todkrank danieder liegt, und die Stunden in einem Keller, wo eine dicht gedrängte Menschenmenge sich von ihrer Stimme wegtragen lässt - von allen Bomben und Sirenen, wo sie mit ihrem Vorlesen ihre eigene Seele und die der anderen rettet. Der Tod erzählt diese Geschichten mit einer Liebe zum Detail, manchmal erläuternd, mal prägnant und oft fröhlich. Gerade diese Unbekümmertheit aber ist es, die den erwachsenen Lesern oft den Atem anhalten lässt. Jüngere Leser werden den schwarzen Humor des Autors sicher nicht ganz erfassen, aber sie werden mit ihrem oft untrüglichen Gespür für Wahrhaftigkeit den eigentlichen Gehalt dieses Romans begreifen. Sie werden mit Liesel Fußball spielen und sich auf dem Schulhof prügeln, das Lesen mühsam erlernen, die Angst vor den Bomben spüren, mit ihr Bücher stehlen gehen und ihre letzte Brotrinde auf der Straße liegen lassen, damit sie von jüdischen Kindern gefunden werden kann. Sie werden mit Liesel entdecken, dass der Hunger manchmal kleiner wird, wenn man sein Brot mit anderen teilt, und dass sogar Schläge manchmal weniger schmerzlich sind als das Gefühl, einen anderen Menschen im Stich gelassen zu haben. "Hunger?", fragte Rudi. Liesel erwiderte: "Bärenhunger! Auf ein Buch!" Zum Beispiel auf dieses! (Rezension von Gabriele Hoffmann aus dem Libri-Fachkatalog Harry & Pooh 2008/2009)
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 608, (Printausgabe)
Altersempfehlung ab 12
Erscheinungsdatum 11.12.2008
Sprache Deutsch
EAN 9783894804275
Verlag Cbj
Originaltitel The Book Thief
Verkaufsrang 7.633
eBook
8,99
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Ein absolut empfehlenswertes Buch für Jugendliche ab 14 Jahren. Bestens geeignet für Bibliotheken und Schulen. Ein absolut empfehlenswertes Buch für Jugendliche ab 14 Jahren. Bestens geeignet für Bibliotheken und Schulen.

„Ihr werdet sterben. “

Théo Romeh Gumpenberger, Thalia-Buchhandlung Steyr

Liesl verliert ihren kleinen Bruder an den Tod. Und wird kurz darauf bei Pflegeeltern abgegeben. Diese kümmern sich so gut es geht um sie. Doch das Geld fehlt an allen Ecken und Enden. Alle setzen auf den Führer. Liesls neuer Papa weiß aber schon recht früh das dieser nicht nur gutes im Schilde führt. Er lernt Liesl das lesen und erschafft Liesl verliert ihren kleinen Bruder an den Tod. Und wird kurz darauf bei Pflegeeltern abgegeben. Diese kümmern sich so gut es geht um sie. Doch das Geld fehlt an allen Ecken und Enden. Alle setzen auf den Führer. Liesls neuer Papa weiß aber schon recht früh das dieser nicht nur gutes im Schilde führt. Er lernt Liesl das lesen und erschafft so eine kleine Bücherdiebin die eigentlich nur gutes im Kopf hat.

Vorab, ich habe das Buch in Englisch gelesen. Der Schreibstil ist ungewöhnlich und sehr gut. Ich mag dass die Geschichte aus der Sicht des allwissenden Todes erzählt wird und vor allem liebe ich wie er die Geschichte erzählt. Denn plötzlich hat der Tod ein Herz.
Obwohl ich selten Bücher und Filme über die NS-Zeit sehe, da dieses Thema in der Schule schon fast etwas zu genau durchgenommen wird, könnte ich dieses Buch immer und immer wieder lesen. Es ist anders. Und das ist auch gut so.

„Ein sympathischer Tod“

Birgit Matthews, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

Der Tod kann auch sympathisch und ein Herz haben. Er ist in dieser Geschichte der Erzähler und bemüht eine fröhliche Seite zu zeigen. Zum ersten Mal begegnet er der 9-jährigen Liesel 1939 am Grab ihres kleinen Bruders. Dort beginnt auch ihre Karriere als Bücherdiebin und sie stiehlt ihr erstes Buch. Sie lernt lesen und von da an wird Der Tod kann auch sympathisch und ein Herz haben. Er ist in dieser Geschichte der Erzähler und bemüht eine fröhliche Seite zu zeigen. Zum ersten Mal begegnet er der 9-jährigen Liesel 1939 am Grab ihres kleinen Bruders. Dort beginnt auch ihre Karriere als Bücherdiebin und sie stiehlt ihr erstes Buch. Sie lernt lesen und von da an wird das Stehlen von Büchern für sie zur Leidenschaft genauso wie das Lesen. Liesel wächst im Schatten von Krieg und Holocaust in einem Stadtviertel von München heran. Eine ergreifende und naturgemäß traurige Geschichte, die jedoch nicht erdrückt und sehr zu Herzen geht.

Dem Autor ist mit seinem poetischen und ungewöhnlichen Schreibstil ein wahres Meisterwerk gelungen.

„Bücherdiebin“

Ingrid Führer, Thalia-Buchhandlung Gmunden

Zusak, ein australischer Autor mit deutschen Wurzeln, lässt in diesem Buch den Tod zu Wort kommen. Ein interessanter Ansatz! Und ein sehr gut geschriebenes Buch über das grausame Nazi-Regime.


Klassenlektüre!
Zusak, ein australischer Autor mit deutschen Wurzeln, lässt in diesem Buch den Tod zu Wort kommen. Ein interessanter Ansatz! Und ein sehr gut geschriebenes Buch über das grausame Nazi-Regime.


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Kundenbewertungen


Durchschnitt
134 Bewertungen
Übersicht
112
20
2
0
0

Ein Klassiker
von einer Kundin/einem Kunden am 07.05.2014

Dieses Buch ist schon ein wahrer Klassiker und dennoch habe ich es erst jetzt gelesen. Im Nachhinein denke ich mir: "Was bin ich für ein Idiot, dass ich das noch nicht früher gelesen hab?" Es ist eine wundervolle Geschichte über die Liebe, Freundschaft und Familie im dritten Reich! Ich hatte... Dieses Buch ist schon ein wahrer Klassiker und dennoch habe ich es erst jetzt gelesen. Im Nachhinein denke ich mir: "Was bin ich für ein Idiot, dass ich das noch nicht früher gelesen hab?" Es ist eine wundervolle Geschichte über die Liebe, Freundschaft und Familie im dritten Reich! Ich hatte stellenweise wirklich Tränen in den Augen und an keiner Stelle war die Geschichte langweilig! Grandios. Liebe Leute, die Bücherdiebin sollte man wirklich gelesen haben!

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1 0
Tröstlich
von einer Kundin/einem Kunden am 10.04.2013

Die neunjährige Liesel wird 1939 von Pflegeeltern in der Nähe von München aufgenommen. Bei den Hubermanns erfährt das kleine Mädchen den Zweiten Weltkrieg als etwas schönes und etwas schreckliches zugleich. Ihre Freundschaft zu dem Nachbarjungen Rudi und dem Juden Max, der sich im Keller der Familie versteckt hält, lassen... Die neunjährige Liesel wird 1939 von Pflegeeltern in der Nähe von München aufgenommen. Bei den Hubermanns erfährt das kleine Mädchen den Zweiten Weltkrieg als etwas schönes und etwas schreckliches zugleich. Ihre Freundschaft zu dem Nachbarjungen Rudi und dem Juden Max, der sich im Keller der Familie versteckt hält, lassen sie immer wieder Angst und Trauer vergessen. Was kaum einer weiß, das kleine Mädchen ist eine Diebin. Sie klaut Bücher, um endlich lesen zu lernen und sie klaut Herzen; die Herzen von Mama Rosa und Papa Hans, von Rudi und Max und – das Herz des Todes, der in diesen Tagen mehr zu tun hat als ihm lieb ist. Ihre kindlich naive Sicht auf die Dinge und ihre Kämpfernatur bewegen ihn dazu ihre Geschichte zu erzählen. Er schildert, wie Liesel ihren Bruder verliert, wie sie ihr erstes Buch im Schnee findet und das zweite aus der Asche klaut; er beschreibt ihre Liebe zu Rudi und zu den Büchern und ihre Freundschaft zu Max. Und immer wieder berichtet der Tod, wie die Welt um die Himmelsstraße langsam zusammenbricht, bis zu dem Tag, an dem auch die Himmelsstraße zusammenbricht. Am Ende bleibt man allein zurück – mit einem lachenden und einem weinenden Auge und mit den Erinnerungen.

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Die Bücherdiebin
von S. Drisch aus Weiterstadt am 25.11.2010

Zugegeben, die ersten 30 Seiten dieses außergewöhnlichen Romans waren für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Gewöhnungsbedürftig deshalb, weil der Erzähler dieser Geschichte der Tod persönlich ist. Da wir uns im Deutschland des Jahres 1939 befinden, ist der Tod neben seiner Erzählertätigkeit auch in seinem "Hauptberuf" komplett ausgelastet: Die ersten Deportationen beginnen, viel... Zugegeben, die ersten 30 Seiten dieses außergewöhnlichen Romans waren für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Gewöhnungsbedürftig deshalb, weil der Erzähler dieser Geschichte der Tod persönlich ist. Da wir uns im Deutschland des Jahres 1939 befinden, ist der Tod neben seiner Erzählertätigkeit auch in seinem "Hauptberuf" komplett ausgelastet: Die ersten Deportationen beginnen, viel zu viele Menschen verlieren ihr Leben. Fast zufällig lernen wir da Liesel Meminger kennen, ein 10jähriges Mädchen, das vor allem eines liebt: Bücher.... "Die Bücherdiebin" ist sowohl ein großartiger Jugendroman als auch eine eindringliche Geschichte für Erwachsene. Vor allem aber ist dieses Buch wunderschön, tief bewegend und traurig zugleich. Unbedingt lesen!!

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