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Der Meister und Margarita

Roman

(6)
Der Teufel persönlich stürzt Moskau in ein Chaos aus Hypnose, Spuk und Zerstörung. Die Heimsuchung für Heuchelei und Korruption trifft alle – ausgenommen zwei Gerechte … Bulgakows Hauptwerk ist, in der Tradition von Goethes „Faust“, Dostojewskis „Die Brüder Karamasow“ und Thomas Manns „Doktor Faustus“ längst ein Klassiker der literarischen Moderne.







Portrait
Michail Bulgakow wurde am 15. Mai 1891 in Kiew geboren und starb am 10. März 1940 in Moskau. Nach einem Medizinstudium arbeitete er zunächst als Landarzt und zog dann nach Moskau, um sich ganz der Literatur zu widmen. Er gilt als einer der größten russischen Satiriker und hatte zeitlebens unter der stalinistischen Zensur zu leiden. Seine zahlreichen Dramen durften nicht aufgeführt werden, seine bedeutendsten Prosawerke konnten erst nach seinem Tod veröffentlicht werden. Seine Werke liegen im Luchterhand Literaturverlag in der Übersetzung von Thomas und Renate Reschke vor.

Thomas Reschke, geboren 1932 in Danzig, studierte Slawistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1955-1990 war er Redakteur und Lektor der DDR-Verlage "Kultur und Fortschritt" und "Volk und Welt". Seit 1956 übersetzt er literarische Werke aus dem Russischen, seit 1990 hauptberuflich als freier Übersetzer. Heute zählt er zu den produktivsten deutschen Russisch-Übersetzern der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, seine Übersetzung eines Großteils der Werke Michail Bulgakows gilt als hervorragend. Thomas Reschke wurde für seine Übersetzungen vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem F.-C.-Weiskopf-Preis (1975), dem Maxim-Gorki-Preis des Sowjetischen Schriftstellerverbandes (1987), dem Deutschen Jugendliteraturpreis, Sparte Übersetzung (1992), dem Bundesverdienstkreuz (2000) sowie in Anerkennung seines Lebenswerks dem Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW (2001).

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 510
Erscheinungsdatum 18.04.2006
Serie Sammlung Luchterhand
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-62093-0
Verlag Luchterhand Literaturverlag
Maße (L/B/H) 185/118/38 mm
Gewicht 402
Originaltitel Master i Margarita
Buch (Klappenbroschur)
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Kundenbewertungen


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Man kann nicht...
von einer Kundin/einem Kunden aus Erfurt am 22.10.2011

.... wiedergeben, worum es wirklich in dem Buch geht. Der Teufel stürzt sich in das Moskauer Leben und die Stadt un Ihre Bewohner damit in ein Chaos aus Spuk, Selbstzweifeln, Phantasien und vielem mehr. Doch wie reagiert der Leser? Immer anders. Dieses Buch lässt für jeden Leser den Spielraum es so zu... .... wiedergeben, worum es wirklich in dem Buch geht. Der Teufel stürzt sich in das Moskauer Leben und die Stadt un Ihre Bewohner damit in ein Chaos aus Spuk, Selbstzweifeln, Phantasien und vielem mehr. Doch wie reagiert der Leser? Immer anders. Dieses Buch lässt für jeden Leser den Spielraum es so zu empfinden und so wahrzunehmen, wie er es mag und versteht. Jeder Leser kann einfach nicht anders, als induviduell auf das Dasein des Teufels zu reagieren. Für mich am faszinierendsten: Jedes mal, wenn ich dieses Buch lese (ca. alle 2 Jahre) eröffnet sich mir ein neuer Blickwinkel. Ein Buch, was in keinem Schrank fehlen sollte.

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Lesenswert!
von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 27.01.2015

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen! Bulgakow seziert auf brilliante Art und Weise den Zeitgeist des damaligen Russlands! Charmanter Witz kommt dabei nicht zu kurz. Großartig! Diese Ausgabe selbst hält (aus meiner Sicht) was sie verspricht. Gut leserlich. Liegt angenehm in der Hand.

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Verwirrend? Geistreich? Genial? Oder doch verrückt?
von Jaqueline Wohlgemuth aus Augsburg am 18.06.2010

Dieses Buch vereint wirklich alles. Eine Geschichte zu schreiben, in der der Teufel höchstpersönlich eine Stadt wie Moskau in Chaos und Wahnsinn stürzt, welche gleichzeitig Kritik an der damalig vorherrschenden Gesellschaft darstellt, scheint ein Geniestreich. Eine wirklich anspruchsvolle Lektüre, die keine überraschende Wendung auslässt.

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Der Meister und Margarita
von Stefanie Strachotta aus Berlin am 30.09.2009

Einen Inhalt des Romans wiederzugeben gestaltet sich allgemein als sehr schwierig. Das liegt daran, dass die Geschichte - besonders der erste Teil- aus vielen kleinen Erzählsträngen einzelner Personen besteht. Der Roman streift viele Arten der Literatur. Die Realität des damaligen jungen Russlands und Fiktion, Historisches und Teile aus Sagen, Satire und... Einen Inhalt des Romans wiederzugeben gestaltet sich allgemein als sehr schwierig. Das liegt daran, dass die Geschichte - besonders der erste Teil- aus vielen kleinen Erzählsträngen einzelner Personen besteht. Der Roman streift viele Arten der Literatur. Die Realität des damaligen jungen Russlands und Fiktion, Historisches und Teile aus Sagen, Satire und schwarzer Humor; sogar eine Liebesgeschichte wird erzählt. Eben die des Meisters und Margarita. Und dieser großartige Facettenreichtum steht sich nicht im Wege, sondern ergänzt sich prima und ergibt nur im Zusammenhang so eine tolle fantastische Geschichte. Ich war sehr begeistert und kann dieses Buch nur sehr empfehlen. Einfach großartig.

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Gut und Böse
von Polar aus Aachen am 21.08.2008

Unter Diktaturen greift man am besten zur Satire, wenn man die Zustände anprangern will. Selten hat man einem Teufel so gern bei der Arbeit zugesehen. Zumal wenn man von der Zensur weiß, unter der Bulgakow sein Meisterwerk geschrieben hat. Mit Hilfe der Phantasie entflieht Bulgakow der bleiernen Zeit unter... Unter Diktaturen greift man am besten zur Satire, wenn man die Zustände anprangern will. Selten hat man einem Teufel so gern bei der Arbeit zugesehen. Zumal wenn man von der Zensur weiß, unter der Bulgakow sein Meisterwerk geschrieben hat. Mit Hilfe der Phantasie entflieht Bulgakow der bleiernen Zeit unter Stalin. Allein dass der Teufel, der sich Vorland nennt, ein Ausländer ist, mag der Zensur gefallen haben. Ganz mochte sie den Roman trotzdem nicht veröffentlichen, und er mußte in den Sechziger Jahren erst wieder entdeckt werden. Die Handlung ist Komplex, dreht sich um einen Schriftsteller ohne Namen, den seine große Liebe, die unglücklich mit einem anderen verheiratet ist, liebevoll Meister nennt. Außerdem gibt es den Insassen einer Irrenanstalt, der ein Buch über Pontius Pilatus geschrieben hat. Ihm ist der Teufel in Gestalt Volands, einem Professor für Schwarze Magie begegnet, der vorgibt, schon beim Verhör Jesus durch Pilatus zugegen gewesen zu sein. Menschen verschwinden, tauchen plötzlich ungewollt in Jalta auf, es kommt zu Todesfällen. Hinter allem scheint jener mysteriöse Voland zu stecken. Die Handlung in Moskau wird verschränkt mit jenem Buch über Pontius Pilatus, in dem die letzten Tage Jesus beschrieben werden. Die Ereignisse überstürzen sich in Moskau wie im antiken Jerusalem und es werden satirisch verkleidete Parallelen zu tatsächlichen Ereignissen in Moskau gezogen, ohne sie direkt zu benennen. Eine Farce um politische wie religiöse Erlösung. Im Mittelpunkt der Teufel und eine geheimnisvolle Geliebte, die sich auf einen Handel mit ihm einläßt, indem sie sich auf einem Ball das Knie küssen lassen soll, um ihre Liebe zu retten. Am Ende die Katharsis: Jesus rettet alle, selbst den Teufel. Für sowjetischen Verhältnisse zu Zeiten Bulkagows sicher nicht das, was der Staat hören wollte.

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Der Teufel ist los in Moskau
von Zitronenblau am 17.02.2010

Bulgakows populärster Roman "Der Meister und Margarita" ist eine abgedrehte, polyphone Story, die im weitesten Sinne den Faust-Stoff wieder aufgreift. Ich habe den Roman mit gemischten Gefühlen gelesen. Die phantastischen Elemente katapultieren ihn in einen (grenzwertig) magischen Realismus hinein, dem Realismus wird der Krieg erklärt. Der Teufel, Voland, kommt... Bulgakows populärster Roman "Der Meister und Margarita" ist eine abgedrehte, polyphone Story, die im weitesten Sinne den Faust-Stoff wieder aufgreift. Ich habe den Roman mit gemischten Gefühlen gelesen. Die phantastischen Elemente katapultieren ihn in einen (grenzwertig) magischen Realismus hinein, dem Realismus wird der Krieg erklärt. Der Teufel, Voland, kommt mit seinem Anhang nach Moskau (biblische und mythische Wesen wie Behemoth etc.) und treibt seinen Schabernack mit den Bewohnern der Stadt, welcher im "Vollmondball" (Zimmer 50) gipfelt (so eine Art Walpurgisnachtmotiv). Es gibt sehr viele allegorische und symbolische Semantiken (z.B. Pudelmotiv), die unter aberwitzigen und skurrilen Bildern eingeflochten werden, sodass in diesem ganzen surrealen Plot oftmals nicht klar ist, ob wir eine satyrische Maskerade oder einen sinnlosen Scherz vor Augen geführt bekommen. Der Meister (Faust-Äquivalent) hat einen Roman über Pontius Pilatus (judäaischer Präfekt, der Jesus ans Kreuz verurteilte) geschrieben. Der Leser bekommt auch immer wieder einige Einblicke in die Pilatus-Geschichte, wobei Bulgakow hier eine Story-in-the-Story-Technik anwendet, das ich persönlich sehr schätze (Metafiktion). Diderot hat dieses Konzept mit seinem "Jacques" bekannter Maßen auf die Spitze getrieben. Wie dem auch sei, der Meister war mal in seine Margarita verliebt, ist es immer noch, geriet aber, nachdem niemand sein Pilatus-Buch drucken wollte, in die Irrenanstalt. Margarita trauert nun um seine Liebe und bekommt das Angebot vom Teufel: sei Ballkönigin und du siehst ihn wieder. Sie tut es, beide sehen sich anschließend wieder. Am Ende werden sie - nachdem Gott höchstpersönlich den Pilatus-Roman gelesen hat - durch den Tod erlöst, wiewohl der gute Teufel selbst als Instrument der Erlösung fungiert (Bezug zu Goethe: "Nun gut, wer bist du denn? - Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.") und Moskau wieder verlässt. Freilich spielt Bulgakow auf viele Themen und Zustände in der Realität des Stalinismus an, die er parodiert. Das Phantastische ist Mittel zur Durchbringung des Romans durch die Zensur (was jedoch nicht ganz geklappt hat). Oft wird das Geldmotiv (bzw. die Habgier der Menschen) und andere Sünden abgehandelt. Stark ins Satyrische gerät auch - wie bei Kafka - die Bürokratie. Selbst der Vollmondball vollzieht sich dehnend und molochartig unter scheinbar sinnlosen "Amtshandlungen" (Kniekuss usf.). Bulgakow evoziert eine grotesk-schizoide Faustrevue, die wohl zur Standardlektüre gehört.

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