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Der japanische Liebhaber

Roman

(21)
Isabel Allende auf dem Höhepunkt ihres Schaffens
»Es liegt an uns, ob die Liebe ewig währt.«
Für Irina ist der neue Job ein Glücksfall. Die junge Frau soll für die Millionärin Alma Belasco als Assistentin arbeiten. Mit einem Schlag ist sie nicht nur ihre Geldsorgen los, sondern gewinnt auch eine Freundin, wie sie noch keine hatte: extravagant, überbordend, mitreißend und an die achtzig. Doch bald spürt sie, dass Alma verwundet ist. Eine Wunde, die nur vergessen scheint, wenn eines der edlen Kuverts im Postfach liegt. Aber wer schreibt Woche um Woche diese Liebesbriefe? Und von wem stammen all die Blumen? Auch um sich von den eigenen Lebenssorgen abzulenken, folgt Irina den Spuren, und es beginnt eine abenteuerliche Reise bis weit in die Vergangenheit.
Isabel Allende erzählt von Freundschaft und der unentrinnbaren Kraft einer lebenslangen Liebe. Davon, wie Zeit und Zwänge über eine solche Liebe hinweggehen und sie verwandeln, in Verbundenheit, Wehmut und ein leises Staunen – darüber, schon so lange gemeinsam unterwegs zu sein.
Rezension
"Isabel Allende schreibt stimmungsvoll über eine Liebe, die weit in die Vergangenheit reicht."
Meike Schnitzler, Brigitte 02.09.2015
Portrait
Isabel Allende, 1942 in Chile geboren, ging nach Pinochets Militärputsch 1973 ins Exil. Die Erinnerungen ihrer Familie, die untrennbar mit der Geschichte ihres Landes verwoben sind, verarbeitete sie in dem Weltbestseller Das Geisterhaus. Allende zählt zu den meistgelesenen Autorinnen weltweit, ihr gesamtes Werk erscheint auf Deutsch im Suhrkamp Verlag.
Svenja Becker lebt als Übersetzerin (u. a. Allende, Guelfenbein, Onetti) in Saarbrücken.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 06.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42496-4
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 217/139/33 mm
Gewicht 478
Originaltitel El amante japonés
Auflage 2
Verkaufsrang 35.635
Buch (gebundene Ausgabe)
22,60
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
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Bewegende Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am Main am 18.09.2015

Mit großer Spannung habe ich das neue Buch von Isabel Allende in die Hand genommen. Ich habe fast alle ihre Bücher gelesen, und sie steht ganz oben auf der Liste meiner Lieblingsautorinnen. Und auch von dem neuen Buch bin ich begeistert. Der einzigartige Schreibstil und die wunderbar charakterisierten Protagonisten,... Mit großer Spannung habe ich das neue Buch von Isabel Allende in die Hand genommen. Ich habe fast alle ihre Bücher gelesen, und sie steht ganz oben auf der Liste meiner Lieblingsautorinnen. Und auch von dem neuen Buch bin ich begeistert. Der einzigartige Schreibstil und die wunderbar charakterisierten Protagonisten, die einem die Figuren nahebringen, machen das Lesen zu einem wahren Vergnügen. Das Buch beginnt mitten im Zweiten Weltkrieg, als das Mädchen Alma von ihren jüdischen Eltern von Polen aus nach Amerika zu der Familie ihrer Tante geschickt wird. Der Bruder weilt zu dieser Zeit bereits in London. Nur die Eltern können sich nicht entschließen, ihre Heimat zu verlassen, was ihnen zum Verhängnis wird. Die kleine 8-jährige Alma ahnt wohl, daß sie ihre Eltern nie mehr wiedersehen wird und hat große Schwierigkeiten in Amerika heimisch zu werden, obwohl sie bei ihren Verwandten liebevoll aufgenommen wird. Eine große Hilfe ist ihr ihr Cousin Nathaniel, der sich rührend um sie kümmert. Einen Freund fürs Leben findet Alma in Ichimei, dem Sohn des Gärtners der Familie Belasco, der später die große Liebe ihres Lebens wird. Das Buch erzählt von den Höhen und Tiefen der jüdischen Familie Belasco und der japanischen Einwandererfamilie Tukuda während des Zweiten Weltkrieges bis in die heutige Zeit. Alma lebt mit ihren jetzt 80 Jahren in einem Altenheim, in das sie plötzlich und zum Erstaunen ihrer Familie eingezogen ist. Hier hofft sie Ruhe und Abgeschiedenheit zu finden. Die junge Pflegerin Irina Bazili hilft ihr bei der Regelung ihrer Angelegenheiten, und auch ihr Enkel Seth steht ihr zur Seite. Immer wieder verschwindet Alma für zwei Tage, ohne zu sagen, wohin sie fährt. Sie kommt immer gut gelaunt zurück, so daß Irina und Seth sich verbünden, um hinter ihr Geheimnis zu kommen. Wer schickt Alma immer Blumen und von wem sind die Briefe in den gelben Briefumschlägen? Alma ist eine ganz besondere Frau, eigensinnig und selbstbestimmt ist sie ihren Weg gegangen und hat ihre große Liebe zu Ichimei gelebt, war aber nicht bereit, ihn zu heiraten, weil dies einen gesellschaftlichen Abstieg aus ihrem Luxusleben bedeutet hätte. Eine schlimme Zeit hat sie durchzustehen, als nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Habour in Amerika die japanischen Einwanderer enteignet und interniert wurden. Dieser Teil des Buches war für mich besonders interessant zu lesen, weil ich hierüber so gut wie nichts wußte. Insofern arbeitet die Autorin auch einen Teil amerikanischer Geschichte auf und viele gesellschaftliche Tabus werden angeprangert. Bewegend ist auch das Schicksal von Irina beschrieben, die aus Moldawien stammt, und erst durch den Job in dem Altenheim und durch den Umgang mit Alma und Seth wieder ins Leben findet. Die Lebensläufe der einzelnen Protagonisten werden ausführlich beschrieben. So gelingt es dem Leser, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, ihre Gedankengänge nachzuvollziehen und sich in sie hineinzuversetzen. Und über allem steht die große Liebesgeschichte von Alma und Ichimei. Was für ein wunderbares Buch, dem ich ganz viele Leser wünsche.

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Ein wunderschöne Liebesgeschichte!
von einer Kundin/einem Kunden am 13.10.2015

Der neue Roman von Isabel Allende spielt auf zwei Zeitebenen einmal die Erinnerungen an die Zeit des zweiten Weltkrieges und in der heutigen Zeit. Während Alma sich an ihre große Liebe Ichimei erinnert, versucht ihr Enkel Seth ihr Leben zu rekonstruieren und das Herz ihrer Betreuerin für sich zu... Der neue Roman von Isabel Allende spielt auf zwei Zeitebenen einmal die Erinnerungen an die Zeit des zweiten Weltkrieges und in der heutigen Zeit. Während Alma sich an ihre große Liebe Ichimei erinnert, versucht ihr Enkel Seth ihr Leben zu rekonstruieren und das Herz ihrer Betreuerin für sich zu gewinnen. Trotz oder gerade wegen der ruhigen Schreibweise ist das Buch spannend bis zur letzten Seite. Man fiebert mit den Protagonisten mit und wünscht ihnen, dass sie ihre große Liebe finden. Für alle Fans von Isabel Allende und ruhigen, bezaubernden Liebesgeschichten. Aber auch Liebhaber historischer Bücher sollten einen Blick riskieren, weil man viel über das Schicksal japanischstämmiger Familien in den USA zur Zeit des zweiten Weltkrieges erfährt.

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1 0
Berührende Liebesgeschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 15.09.2015

Ich liebe Isabel Allendes Bücher. Auch diesmal kann sie mit der Geschichte um Alma und Ichimei wieder überzeugen. Sie beschreibt ein Stück Zeitgeschichte, indem sie das Schicksal US-Amerikaner japanischer Abstammung im 2. Weltkrieg schildert. Es ist die Geschichte einer unmöglichen Liebe. Alma und Ichimei dürfen nicht zusammen sein, aber... Ich liebe Isabel Allendes Bücher. Auch diesmal kann sie mit der Geschichte um Alma und Ichimei wieder überzeugen. Sie beschreibt ein Stück Zeitgeschichte, indem sie das Schicksal US-Amerikaner japanischer Abstammung im 2. Weltkrieg schildert. Es ist die Geschichte einer unmöglichen Liebe. Alma und Ichimei dürfen nicht zusammen sein, aber finden sie dennoch Wege, gerade das zu tun. Jahre später kommen Almas Enkel Seth und die junge Irina ihr Geheimnis auf der Spur. Dieser Roman ist einfach wunderbar. Genießen Sie diese Geschichte!

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Literarisches Meisterwerk!
von La novelera am 13.07.2016

Die junge Irina findet Anstellung in einem Altenheim und lernt dort die verschiedensten Charaktere kennen. Nachdem sie Schlimmes durchgemacht hat und ihre Vergangenheit so weit wie möglich hinter sich lassen möchte, ist die Arbeit mit den alten Menschen Balsam für ihre Seele. An ihrem neuen Arbeitsplatz lernt sie auch... Die junge Irina findet Anstellung in einem Altenheim und lernt dort die verschiedensten Charaktere kennen. Nachdem sie Schlimmes durchgemacht hat und ihre Vergangenheit so weit wie möglich hinter sich lassen möchte, ist die Arbeit mit den alten Menschen Balsam für ihre Seele. An ihrem neuen Arbeitsplatz lernt sie auch die hochbetagte Dame Alma und deren Enkel Seth kennen, der sich in sie verliebt und zunächst vergebens um sie wirbt. Doch beide haben ein gemeinsames Vorhaben: sie wollen herausfinden, wohin Alma so oft verschwindet, von wem sie Briefe erhält und jede Woche Blumen. Gemeinsam begeben sie sich auf die Spuren von Almas Vergangenheit und lösen das Rätsel um den „japanischen Liebhaber.“ Ein Meisterwerk! „Der japanische Liebhaber“ war mein erstes Allende Buch (und das, obwohl ich lateinamerikanische Autoren wie Vargas Llosa oder García Márquez ziemlich gerne lese) und ich muss sagen, ich war hellauf begeistert. Noch im Nachhinein staune ich über die Ideen, die Allende in diese verschlungene Geschichte einfließen lässt. Dem Leser wird nicht einfach die Story vor die Nase gesetzt, sondern er gleitet sanft hinein in diese Geschichte und lernt die Hauptfiguren nach und nach kennen (von denen man am Anfang manchmal noch gar nicht dachte, dass es die Hauptfiguren sind). Und dann diese wunderbare Art, mit der Allende die Worte zum Klingen bringt (bzw. sei hier ein Lob an die Übersetzerin Svenja Becker auszusprechen). Das Buch ist einfühlsam geschrieben, schreckt aber auch nicht zurück vor ehrlichen Worten. Die Liebe spielt eine tragende Rolle, nicht nur im romantischen Sinne, sondern auch auf vielfältige andere Weise, denke man an die geschwisterliche Liebe, die Alma mit Nathaniel verbindet oder die, welche Kirsten, die Mitarbeiterin Almas mit Down-Syndrom für jene empfindet und diese zulässt. Noch in die Beziehung zu ihrer Katze Neko lässt Allende ganz viel Liebe einfließen und natürlich zu ihrem japanischen Liebhaber. Der Roman zeichnet sich auch dadurch aus, dass man immer wieder von unvorhergesehenen Geschehnissen überrascht wird. Es kommen immer mal wieder Details und Ereignisse zum Tragen, die den Leser sehr verwundern. Zudem lernt man einiges über die Zeit der japanischen Internierungslager in den Staaten und über die Gepflogenheiten der Japaner im Allgemeinen. Das Buch schlägt man mit einem warmen Gefühl im Herzen zu und mit ein wenig Wehmut, dass die Geschichte zu Ende erzählt ist. Ein ganz wunderbares Buch, das vom wahren Leben erzählt und der Seele einfach gut tut.

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Wunderschön!
von Bani am 15.06.2016

Ich bin grosse Fan von Isabel Allende, sie beschreibt alles so real so gefühlvoll mit Humor. Das Buch der japanischer Liebhaber kann ich nur empfehlen. Die historische Aspekten fand ich sehr interessant, ich wusste nicht das Japaner in der Zeiten von zweite Weltkrieg solch Demütigung und Elend erlebt haben,... Ich bin grosse Fan von Isabel Allende, sie beschreibt alles so real so gefühlvoll mit Humor. Das Buch der japanischer Liebhaber kann ich nur empfehlen. Die historische Aspekten fand ich sehr interessant, ich wusste nicht das Japaner in der Zeiten von zweite Weltkrieg solch Demütigung und Elend erlebt haben, das hat mich sehr traurig gemacht.

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Allende ist Klasse!
von einer Kundin/einem Kunden am 11.01.2016

Und wieder ist isabel Allende ein sehr spannender Roman gelungen! Es geht um eine japanische Auswandererfamilie, die versucht in Kalifornien ihr Glück zu finden. Geschichte mitreißend erzählt!

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Eine Hommage an Liebe und Freundschaft
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 27.12.2015

Irina tritt ihre neue Stelle in der Seniorenresidenz Lark House an. Diese Arbeit macht ihr sehr viel Spaß und verändert allmählich ihr Leben. Bald arbeitet sie nebenbei als persönliche Assistentin einer der Bewohnerinnen, Alma Belasco, und lernt deren Enkel Seth kennen. Zu dritt gehen sie ein Projekt an, Seth... Irina tritt ihre neue Stelle in der Seniorenresidenz Lark House an. Diese Arbeit macht ihr sehr viel Spaß und verändert allmählich ihr Leben. Bald arbeitet sie nebenbei als persönliche Assistentin einer der Bewohnerinnen, Alma Belasco, und lernt deren Enkel Seth kennen. Zu dritt gehen sie ein Projekt an, Seth möchte ein Buch schreiben, das jedoch nur deswegen Gestalt annimmt, weil Irina ihn dazu anhält. Bald entdecken Seth und Irina, dass Alma nur einen Teil ihrer Geschichte erzählt, jedoch ein großes Geheimnis macht um ihren japanischen Liebhaber, Ichimei Fukuda. Die beiden jungen Menschen sind neugierig geworden. Der Leser taucht dadurch sowohl in die gegenwärtige Geschichte um diese drei Menschen ein, erfährt aber auch Almas Lebensgeschichte und Irinas großes Geheimnis. Allein nach dem Titel hätte ich eine Schnulze erwartet, die in vielem an der Oberfläche bleibt. Doch die Autorin ist mir bereits anderweitig bekannt für tiefergründige Romane, so dass ich trotzdem neugierig wurde. Und ich wurde reich belohnt durch einen wunderschönen Roman um Menschen, die mit viel Mut und Lebenswillen ein Schicksal gemeistert haben, das sie leicht aus der Bahn hätte werfen können. Dazu passt das Happy End, das die Autorin ihren Protagonisten gönnt. Isabel Allende ist ein warmherziges Buch gelungen über Menschen, die ihrer Zeit voraus waren, ein Hommage an die Liebe, die Freundschaft und das Leben in allen Facetten. Dabei baut sie ganz nebenbei einen äußerst unbekannten Aspekt der amerikanischen Geschichte ein, nämlich den Umgang mit japanischen Einwanderern in der Zeit des zweiten Weltkriegs, was mir bisher völlig unbekannt war. Erst nach und nach enthüllt die Autorin das ganze Ausmaß der Geschichte, erst zum Schluss setzt sich ein ganz besonderes Gesamtbild zusammen, das ein grandioses Ganzes ergibt. Jede der Protagonisten erscheint von Anfang an sympathisch, doch erst zum Schluss überwältigt den Leser der ganz eigenwillige Weg, den jeder für sich und alle zusammen eingeschlagen haben in einer Welt, die ihnen ansonsten viele Zwänge übergestülpt hat. Dieses Buch hat mich angenehm überrascht, und gerne empfehle ich es uneingeschränkt weiter.

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Der japanische Liebhaber
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 26.10.2015

Die junge Irina ist im Senioren- und Pflegeheim so beliebt, dass auch die vermögende Alma Belasco auf sie aufmerksam wird. Sie benötigt eine persönliche Hilfe für kleine Haushaltstätigkeiten und Schreibarbeiten um weiterhin selbstständig das Apartment im Seniorenheim zu bewohnen. Alma lebt sehr zurückgezogen und hat wenig Kontakt mit anderen... Die junge Irina ist im Senioren- und Pflegeheim so beliebt, dass auch die vermögende Alma Belasco auf sie aufmerksam wird. Sie benötigt eine persönliche Hilfe für kleine Haushaltstätigkeiten und Schreibarbeiten um weiterhin selbstständig das Apartment im Seniorenheim zu bewohnen. Alma lebt sehr zurückgezogen und hat wenig Kontakt mit anderen Menschen, doch so langsam vertraut sie sich Irina an. Seit Irina bei Alma arbeitet kommt auch ihr Enkel Seth immer häufiger zu Besuch und um den Kontakt zu ihrem Enkel zu beleben geht Alma auf das Angebot ein, ihr Leben zu recherchieren und aufzuschreiben. Alma selbst kam als Kind aus Polen nach Kalifornien, ihr Onkel und ihre Tante nahmen sie als ihr Kind auf, besonders nachdem ihre Eltern im Konzentrationslager umgekommen waren. Die erste schwere Zeit ihres jungen Lebens verbrachte sie in Gesellschaft ihres Cousins Nathaniel und dem Sohn des Gärtner, Ichimei Fukuda. Doch plötzlich wurde Ichimei mit seiner Familie weg gebracht. Nach dem Angriff auf Pearl Harbor wurde alle japanisch abstämmigen in ein Lager gepfercht und müssten dort mehrere Jahre verbringen. Nur durch die Fürsprache der Familie Belasco konnten die Fukudas nach Ende des 2. Weltkrieges sich ein neues Leben aufbauen und aus Almas Freundschaft zu Ichimei wurde eine stürmische Liebe. Doch sie hatte nicht den Mut, ein Leben an einen immer noch als geächtet angesehen Japaner zu verbringen und so heiratete sie ihren Cousin Nathaniel. Die Liebe zu Ichimei sollte sie ihr Leben lang begleiten. Isabel Allende versteht es meisterlich, die Empfindungen der Personen zu beschreiben. Jede Gefühlsregung ist nachzuempfinden, die Handlungsweisen einleuchtend. Sobald man glaubt zu verstehen, wie die Verbindungen der einzelnen Protagonisten untereinander sind, verschiebt sich die Sichtweise und alles ist wieder anders. Das macht den Roman spannend neben all der Herzenswärme. Und auch Irini ist nicht die, die man glaubt vor sich zu sehen. Alle haben ein Geheimnis und eine Vergangenheit mit der sie klar kommen müssen. Ein einfühlsamer, interessanter und spannend geschriebener Roman.

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Eine Liebe im Verborgenen
von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath am 07.10.2015

Alma Belasco ist eine wohlhabende, souveräne, unnahbar wirkende ältere Dame, die bereits im neunten Jahrzehnt ihres Lebens steht. Sie lebt in einer kleinen Wohnung der Seniorenresidenz " Lark House" im nordkalifornischen Berkeley. Als dort die junge Irina anfängt zu arbeiten, bittet Alma diese, ihr als Assistentin zur Seite zu... Alma Belasco ist eine wohlhabende, souveräne, unnahbar wirkende ältere Dame, die bereits im neunten Jahrzehnt ihres Lebens steht. Sie lebt in einer kleinen Wohnung der Seniorenresidenz " Lark House" im nordkalifornischen Berkeley. Als dort die junge Irina anfängt zu arbeiten, bittet Alma diese, ihr als Assistentin zur Seite zu stehen. Da Irina den zusätzlichen Verdienst mehr als nur gut gebrauchen kann, stimmt sie zu. Nach und nach lernen sich die beiden unterschiedlichen Frauen näher kennen und respektieren. Es entsteht ein enges Vertrauensverhältnis, aus dem letztendlich sogar eine Art Freundschaft hervorgeht. Schritt für Schritt öffnet sich Alma Irina gegenüber und offenbart ihr lang gehütetes Geheimnis. Aber auch Irina hat eine verborgene Seite, die insbesondere Seth, Almas Enkel, aufdecken möchte. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven in unterschiedlichen Zeitebenen erzählt. Zwischendrin sind außerdem Passagen aus dem Briefwechsel zwischen Alma und ihrer großen, geheimen Liebe eingestreut. Das bedarf zwar einiger Aufmerksamkeit, um nicht den Faden zu verlieren, gleichzeitig wird dadurch aber permanent das Interesse und die Neugier des Lesers aufrechterhalten. Dabei gibt es einige längere, rein erzählende bzw. beschreibende Passagen ohne bzw. mit sehr wenig wörtlicher Rede. Stellenweise ist dies etwas langatmig, besonders zur Mitte hin. Aber es lohnt sich durchzuhalten. Es entwickelt sich eine sehr schöne, ruhige und anrührende Geschichte mit Tiefgang, die sich zu lesen lohnt. Cover, Klappentext und Leseprobe haben mich sofort angesprochen und ich hatte mich auf ein weiteres tolles Buch dieser Autorin gefreut. Ich wurde auch nicht enttäuscht, allerdings steckte zwischen den Buchdeckeln eine ganz andere Art von Geschichte, als ich zunächst vermutet hatte. Ich bin von einer eher leichten, etwas geheimnisvollen Liebesgeschichte ausgegangen. Es handelt sich wohl auch um eine bewegende Liebesgeschichte, aber es steckt noch soviel mehr dahinter. Es geht genauso um Freundschaft, Familienbande und Schicksale in den Kriegswirren. Es gibt leicht philosophische Gedankengänge, ebenso wie informative Ansätze über Aspekte aus dem 2.Weltkrieg, die mir persönlich so gar nicht bewusst waren, wie z.B. das Schicksal der in Amerika lebenden Japaner. Insgesamt ist dieser Roman also sehr vielschichtig. Manch einem mag evt. sogar zuviel hineingepackt sein und natürlich sind diese Themen auf nur 336 Seiten nur eher kurz angerissen, aber für mich hat alles wunderbar zusammengepasst. Und die Ansätze bieten genug Potential zum Nachdenken. Die einzelnen Protagonisten sind sehr lebensnah dargestellt und ich konnte mich in alle Hauptpersonen hineinversetzen und ihre Gedankengänge nachvollziehen. Sie wirken sehr authentisch und ich konnte mir klare Bilder von ihnen und ihren Lebensumständen machen. Besonders Alma entwickelt sich zu einer außergewöhnlichen, starken, selbstbewussten Frau, die trotz der Konventionen dieser Zeit ihren ganz eigenen Weg findet. Also, ich denke, alle LeserInnen die gerne Liebesgeschichten mit ansprechendem Hintergrund und fernab von Kitsch mögen, sind mit diesem Buch wunderbar bedient.

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Eine Hymne auf die Liebe
von Wedma am 23.09.2015

„Der japanische Liebhaber“ ist eine Hymne auf die Liebe, die über den Tod hinaus alles übersteht und überdauert. Der Roman erzählt im Wesentlichen die Lebensgeschichte von Alma Belasco (geb. Mendel). Als kleines Mädchen wurde Alma Mendel von ihren Eltern vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges von Danzig nach Amerika zur... „Der japanische Liebhaber“ ist eine Hymne auf die Liebe, die über den Tod hinaus alles übersteht und überdauert. Der Roman erzählt im Wesentlichen die Lebensgeschichte von Alma Belasco (geb. Mendel). Als kleines Mädchen wurde Alma Mendel von ihren Eltern vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges von Danzig nach Amerika zur Tante geschickt, die dort ihre Familie und einen wohlhabenden Rechtsanwalt als Ehemann hatte. Bei der Familie Belasco wächst Alma auf, erlernt später einen Beruf und verbringt letztendlich ihr ganzes Leben. Auch die Lebensgeschichten ihrer Freunde und ihrer Familien sind in den Erzählteppich hineingewoben worden. Großteil der Handlung liegt in der Vergangenheit und erzählt die Geschichten der Familien Mendel, Belasco, Fukuda, auch die von Irina und ihrer Großeltern in Moldawien. Die Reminiszenzen sind gut mit der Rahmenhandlung der Gegenwart verknüpft. Der Zeitrahmen umfasst ca. 90 Jahre: von 20-ger Jahren des 20 Jh. bis ca. ins Jahr 2010. Themen wie Liebe, Freundschaft, insb. Gesellschaftsschichten und kulturellen Unterschiede übergreifende Männerfreundschaft, das Altwerden, Leben und Sterben spielen in diesem Roman eine bedeutende Rolle, ebenso die Verfolgung der Juden, aber auch ein Thema, das nicht gerade oft literarisch verarbeitet wurde, wie die jahrelange Internierung der in USA lebenden Japaner und ihrer Kinder in einem Ghetto-ähnlichem Lager während des zweiten Weltkrieges, der Umgang mit der Homosexualität in den 60-ger Jahren in USA und später, das Leben der einfachen Menschen in Moldawien vor und nach dem Verfall der Sowjetunion. Ohne unnötig zu romantisieren oder überflüssig zu dramatisieren, eher schlicht und ergreifend, ist dieser Roman erzählt worden. Mit dem Erzähler in der dritten Person, der hin und wieder einen Hang zum Allwissenden aufweist, gibt es recht viel Narrativ, aber das passt recht gut zum Stoff insgesamt. Da sind etliche spannende Lebens- und Liebesgeschichten in den Romanteppich hineingewoben worden, sodass das Werk nicht nur für die ausgewiesenen Romantiker/innen lesenswert sein dürfte. Passend fand ich auch diese feinen Einsprengsel von Lebensweisheiten, wie z.B. Gedanken zum Glücklich, bzw. Zufriedensein, wie Schokostückchen in einem Stracciatellaeis, die hier und dort aufblitzen und die Geschichte insgesamt ungemein bereichern. Die Figuren erscheinen authentisch, wie gerade dem Leben entsprungen. Jede der Figuren hat ihr Problem und/oder Geheimnis, das im Laufe der Geschichte gelöst/gelüftet wird, was für etliche Überraschungen sorgt. Besonders herrlich fand ich die Männer der Familie Belasco: beruflich und gesellschaftlich über die Generationen hinweg erfolgreich wie pflichtbewusst, wohlhabend, verständnisvoll, großzügig, mit dem Herzen auf dem richtigen Fleck. Sie kamen mir ein wenig wie die edlen Ritter aus den Märchen vor. Da möchte man/frau einfach glauben, dass es solche Männer nicht nur auf den Seiten eines Romans gibt, das manchmal insgesamt wie ein Märchen anmutet: das beliebte Aschenputtel-Motiv und einige anderen, wie die Phase der Prüfungen, an denen die Heldin wächst, etc., sind auch dabei. Alma Belasco als Figur, wie ihre Geschichte insgesamt, ist auch wunderbar geworden. Sie hat so ein spannendes wie bewegtes Leben gehabt, dass sie das Zeug hat, noch länger im Gedächtnis der Leser/innen zu bleiben, wie auch sämtliche Bewohner der Seniorenresidenz, in der Alma ihre letzten Jahre verbringt. „Der japanische Liebhaber“ ist durchaus ein Buch, das man/frau mehrmals lesen kann. Insgesamt ist die Geschichte recht mächtig, keine leichte Kost, vielschichtig, dramatisch, ausdrucksstark und lädt zum Nachdenken ein: Was ist Glück? Welche Rolle spielt die Freundschaft, die Familie, die Liebe? Wie sah es damit früher aus, wie hat sich das heute verändert? Fazit: ein sehr gut gelungener Roman über das Leben, die Liebe und den Tod. Dafür gibt es von mir die wohl verdienten 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Berührend und menschlich
von LinaLiestHalt am 14.09.2015

Ich bin schon viele Jahre ein Fan, aber mit diesem Roman ist es Isabel Allende im besonderen Maße gelungen, mich in ihren Bann zu ziehen. Die junge Osteuropäerin Irina lernt in einer Seniorenresidenz die beeindruckende Alma Belasco kennen, die als jüdisches junges Mädchen noch rechtzeitig vor dem Überfall auf Polen... Ich bin schon viele Jahre ein Fan, aber mit diesem Roman ist es Isabel Allende im besonderen Maße gelungen, mich in ihren Bann zu ziehen. Die junge Osteuropäerin Irina lernt in einer Seniorenresidenz die beeindruckende Alma Belasco kennen, die als jüdisches junges Mädchen noch rechtzeitig vor dem Überfall auf Polen von ihren Eltern zu Verwandten nach Kalifornien geschickt wurde und dort den Krieg und ihr fortlaufendes Leben verbringt. In ihrer einzigartigen einfühlsamen Sprache bringt uns Isabel Allende ein nicht so präsentes Kapitel der Geschichte des Zweiten Weltkrieges näher und erschafft im Verlauf eine tragische und emotionale Liebesgeschichte, die immer noch von den Geschehnissen der Vergangenheit behaftet ist. Die Ausarbeitung der Charaktere ist wie immer makellos und einfühlsam. Jede Figur ist wichtig für die Geschichte und hat etwas an sich, für das man sie einfach lieben muss. Allende schafft ein tiefes Verständnis für die Umstände und Entscheidungen ihrer Protagonisten. Für mich mal wieder ein ganz besonderes Buch aus der Feder dieser ausnahmslos talentierten Autorin.

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Es liegt an uns, ob die Liebe ewig währt.
von Inge Weis aus Pirmasens am 13.09.2015

Die schönste Liebesgeschichte der Welt. "Der japanische Liebhaber" ist ein Roman voller Lebenskraft und Poesie. Die junge Irina arbeited als Assistentin der betuchten eigensinnigen Alma Belasco, und sie spürt, dass ihre Chefin ein schmerzhaftes Geheimnis mit sich herumträgt. Schmerz, der nur besänftigt scheint, wenn einer der Liebesbriefe im Postfach... Die schönste Liebesgeschichte der Welt. "Der japanische Liebhaber" ist ein Roman voller Lebenskraft und Poesie. Die junge Irina arbeited als Assistentin der betuchten eigensinnigen Alma Belasco, und sie spürt, dass ihre Chefin ein schmerzhaftes Geheimnis mit sich herumträgt. Schmerz, der nur besänftigt scheint, wenn einer der Liebesbriefe im Postfach liegt. Aber wer schickt Alma Woche um Woche diese Botschaften? Wer liebt, muß warten, muß leiden können. Wenn sich auch niemand vorstellen mag, dass es Jahre, dauern wird, bis die Sehnsucht nicht länger ungestillt bleibt. Schon Plato behauptete, Liebe ist nur in dem, der liebt. Somit dürfte sich die unglücklich Verliebte Alma Belasco auf der sicheren Seite des Lebens befinden. Nur es zu glauben, fällt schwer. Was für ein erfülltes Leben hätte sie haben können, wenn sich nicht dauernd nur die Möglichkeit des Träumens ergeben hätte. Der angebetete Ichimei Fukuda bleibt für sie in all den Jahren unerreichbar. Es gibt sicher nicht wenige, die behaupten würden, nur so habe er und sie ihre Liebe konservieren können, diese Liebe habe sich nie dem Alttag stellen, abnutzen brauchen. Isabell Allende hat keine Scheu davor, sich in die Nähe des Kitsches zu begeben und verwandelte eine Geschichte, die schwächere Autoren höchstens zu einer Romanze ausgeschrieben hätten, in eine wunderbare Liebesallegorie, die sich über die Zeit und alle Hindernisse hinwegsetzt. Fesselnd und bewegend ein Schmöker vor allem für Liebeskranke, die auf ein Wunder hoffen. Isabell Allende erzählt und schreibt stimmungsvoll über eine Liebe, die weit in die Vergangenheit reicht und ihre komische, ironische, traurige Geschichte ist vom handfest und dauerhaft robusten Stoff der großen Literatur und sie "singt der Liebe ihr Hohelied in schier unendlicher Melodie bis zum HappyEnd" das so wunderschön ist, dass wir uns wünschten, sie selbst erlebt zu haben, ..auch wenn die Aussicht, fast ein halbes Leben auf die Liebe zu warten, beinah unerträglich scheint. Aber allein wegen der atemberaubend großartigen sprachlichen Darstellung wollen wir trotzdem dabei sein! Die gut ueber 336 Seiten lesen sich wie eine warmer Strom. Ein interessante Geschichte ueber eine grosse Liebe und das Leben. Das Ende haette ich mir anders gewuenscht, aber .... Für Leserinnen und Leser jeder Generation!

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Der japanische Liebhaber
von einer Kundin/einem Kunden am 05.09.2015

In ihrem neuen Roman lässt Isabel Allende den Leser in das Leben der Alma Belasco eintauchen, einer älteren, reichen Dame, die mit achtzig Jahren beschlossen hat, aus ihrem Familienanwesen in ein Altersheim zu ziehen. Dort trifft sie auf Irina, der gewissenhaften und beliebten Mitarbeiterin im Altersheim, die ihre persönliche... In ihrem neuen Roman lässt Isabel Allende den Leser in das Leben der Alma Belasco eintauchen, einer älteren, reichen Dame, die mit achtzig Jahren beschlossen hat, aus ihrem Familienanwesen in ein Altersheim zu ziehen. Dort trifft sie auf Irina, der gewissenhaften und beliebten Mitarbeiterin im Altersheim, die ihre persönliche Assistentin wird, sehr zur Freude von Almas Enkel Seth, der sich unsterblich in Irina verliebt hat. Zusammen machen Irina und Seth die Entdeckung, dass Alma schon seit Jahren einen japanischen Liebhaber hat, und versuchen das Geheimnis zu entschlüsseln. Isabel Allende hat wieder einen mitreißenden und am Rande spirituellen Roman geschrieben, den man einfach lieben muss!

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Berührende Lebensgeschichte ...
von Sharon Baker von sharonbakerliest aus Mönchengladbach am 26.06.2016

Irina ist zuversichtlich, dass sie ihr neuer Job mal längerfristig an einem Ort fesselt, denn das Lark House scheint genau das richtige für sie zu sein, allerdings plagen sie immer noch Geldsorgen. Bis eines Tages Alma Belasco im Seniorenheim auftaucht und Irina als Assistentin engagiert. Irina ist überglücklich, aber... Irina ist zuversichtlich, dass sie ihr neuer Job mal längerfristig an einem Ort fesselt, denn das Lark House scheint genau das richtige für sie zu sein, allerdings plagen sie immer noch Geldsorgen. Bis eines Tages Alma Belasco im Seniorenheim auftaucht und Irina als Assistentin engagiert. Irina ist überglücklich, aber auch neugierig, wer ist diese eigensinnige Frau? Alma ist eine Einzelgängerin, unnahbar, extravagant und schon über achtzig. Bekommt jede Woche einen Brief und Blumen, verschwindet über mehrere Tage und scheint ein Geheimnis nach dem anderen zu haben. Irina ist fasziniert und Almas Enkel Seth, von Irina, zusammen versuchen sie aus allem schlau zu werden und beginnen eine Reise in die Vergangenheit. Wer schreibt die Briefe? Was werden sie entdecken? Und wohin wird Irina und Seth die Reise führen? Isabell Allende ist bekannt für ihre großen gefühlvollen Geschichten und da ich noch nichts von ihr gelesen, aber einen Hang für Japan habe, dachte ich, es wird mal Zeit, diese Autorin zu entdecken. Immerhin lockt sie ja einen mit Geheimnissen und verbotenen Reizen. Wer möchte da nicht das große Ganze erfahren. Die Geschichte spielt eigentlich über eine längere Zeit im Seniorenhaus und wird durch viele Rückblenden aus Almas Leben unterbrochen. So lernen wir zuerst Irina kennen und wer denkt, dass Alma allein geheimnisvoll ist, muss sich mal Irina genauer anschauen. Sie lässt sich nicht in die Karten gucken, behält ihre Vergangenheit genauso unter Verschluss und lässt Seth nicht an sich ran, obwohl er ständig ihre Nähe sucht. So wird das auf dem ersten Blick etwas verschleiert, da im Mittelpunkt Alma steht, aber man sollte diese elfenhafte Person nicht wirklich aus den Augen lassen. Sie ist ein wichtiger Punkt in Almas Leben in Seniorenhaus und eine gute Beobachterin, durch ihre Augen lernen wir diese ältere Dame nämlich zuerst kennen. Alma ist nicht nur für ihre anderen Buchcharaktere interessant, sondern auch für den Leser, ich hatte ja mit vielen gerechnet, aber mit solch einer dramatischen Lebensgeschichte nicht. So fängt ihre frühste Erinnerung im Zweiten Weltkrieg an, wie sie Polen verlassen muss, um bei ihrem Onkel in San Francisco Unterschlupf zu finden. Dort lässt sie keinen an sich ran und blüht erst richtig durch die Freundschaft zu ihren Cousin Nathaniel und den Gärtnersohn Ichimei auf. Diese drei Schicksale werden sich im Laufe dieser Geschichte immer wieder verweben, begegnen und ganz gravierend in den eigenen Leben einmischen. Jeder der Drei wird schwere Schicksalsschläge zu verkraften haben und die Autorin gibt hier wirklich ein Gesellschaftsbild Amerikas wieder, das nicht die Sonnenseite widerspiegelt. So haben wir gesellschaftliche Zwänge, politische Auswirkungen und fehlender Mut sein Leben offen so zu leben, wie es seine Gefühlswelt gerne hätte. Was mich aber am meisten schockiert hat, waren die Gefangenen Lager für die Japaner nach dem Pearl Harbor Angriff, diese dunkle Seite der USA kannte ich noch nicht und hat mich wirklich sprachlos und überaus traurig zurückgelassen. Ich könnte mich hier noch mehr dazu auslassen, aber ich werde es nicht tun, Gesellschaften sind grausam, egal wo auf der Welt, die eine folgenden Generationen wird, dafür immer noch angeprangert und die anderen schweigen darüber. Isabel Allende hat hier wirklich große Gefühle und eine ganz außergewöhnliche Liebesgesichte aufs Papier gebracht. Sie kann unglaublich feinfühlig und sensibel erzählen, einen fesseln und schockiert zurück lassen. Mir hat es unglaublich gut gefallen, wie sie Sehnsüchte, Traditionen, Zwänge und Träume ineinanderfließen lässt und so eine bewegende Zeit geschildert. Sie nimmt uns ja nicht nur mit in die Vergangenheit, nein, sie lässt sie vor unseren Augen aufblühen und lebendig werden. Allerdings habe ich auch recht lange für dieses Buch gebraucht und das liegt an der ganzen Dramaturgie. Jeder ihrer Figuren, aber auch wirklich jede, hat ein dramatisches Ende, ich finde gut, dass sie schwere Themen gewählt hat, aber dadurch wurde es etwas überzogen und zu viel, für mich als Leser. Es kann ja sein, dass es so viel Schicksale auf einmal trifft, aber ich finde das im realen Leben ein bisschen ungewöhnlich, wenn alles eine Familie trifft. Ein Buch was berührt, nachdenklich macht und trotzdem an die große Liebe glauben lässt, die alles überwindet. Wer große Gefühle und dramatische Schicksalsschläge mag, der sollte sich diesem Werk widmen und Alma mit ihren Ichimei kennenlernen.

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Liebe für ein ganzes Leben
von einer Kundin/einem Kunden am 23.12.2015

Ich habe schon viele Bücher von Isabel Allende gelesen und war jedes Mal begeistert. Ihr besonderer Schreibstil, ermöglicht es mir als Leserin ,sofort eine genaue Vorstellung der einzelnen Personen zu haben. Zur Geschichte: Alma Belasco verlässt im Alter von fast 80 Jahren ihre Familie, um fortan in einer Seniorenresidenz zu wohnen. Dort... Ich habe schon viele Bücher von Isabel Allende gelesen und war jedes Mal begeistert. Ihr besonderer Schreibstil, ermöglicht es mir als Leserin ,sofort eine genaue Vorstellung der einzelnen Personen zu haben. Zur Geschichte: Alma Belasco verlässt im Alter von fast 80 Jahren ihre Familie, um fortan in einer Seniorenresidenz zu wohnen. Dort lernt sie die junge Irina kennen. Die beiden unterschiedlichen Frauen entwickeln sofort eine starke Sympathie füreinander. Almas Enkel Seth, ist in Irina verlebt und besucht seine Großmutter aus dem Grund sehr häufig. Irina spürt, dass Alma ein Geheimnis hat. Sie bekommt regelmäßig Briefe, die sie versteckt. Danach verlässt sie das Seniorenheim für einige Tage und kommt immer glücklich zurück. Irina und Seth vermuten, dass es einen geheimnisvollen Liebhaber gibt. Nach dem Alma großes Vertrauen zu Irina entwickelt hat, erzählt sie ihre Geschichte. Sie wurde im Alter von zehn Jahren, von ihren jüdischen Eltern, zu Verwandten nach Amerika geschickt Sie konnte sich nur schwer eingewöhnen, obwohl Onkel Isaac und Tante Lilian, sich sehr um sie bemühten. Lediglich ihr Cousin Nathaniel war ihr eine große Hilfe. Als die Familie Belasco ihren Garten neugestalten lässt , lernt Alma Ichimei kennen, den Sohn des japanischen Gärtners. Sie empfinden eine starke Zuneigung, die sich später zu Liebe wandelt. Da es aufgrund der verschiedenen Kulturen keine Zukunft für die Beiden gibt, trennen sie sich . Alma heiratet ihren Cousin, Ichimei heiratet eine junge Japanerin. Trotzdem können Sie nicht voneinander lassen. Sie treffen sich ohne Wissen ihrer Ehepartner immer wieder. Eine Liebe die ein ganzes Leben hält. Auch Irina hat eine dunkle Vergangenheit ,bei deren Bewältigung ihr Seth hilft Es gibt noch mehrere Geheimnisse, die von der Autorin Stück für Stück enthüllt werden. Ich gebe eine Leseempfehlung für dieses Buch ab. Buchtitel: Der japanische Liebhaber

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Verbundenheit und Liebe
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Salzuflen am 14.12.2015

In ihrem Roman ?Der japanische Liebhaber? beschreibt Isabel Allende eine Liebes- und Lebensgeschichte, die im letzten Jahrhundert spielt. Isabel Allende Llona ist eine chilenisch-US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin, die 1942 in Peru geboren wurde. Sie ist eine Vermittlerin der lateinamerikanischen Geschichte, Kultur und Politik und gewann zahlreiche Literaturpreise. Die betuchte Alma Belasco... In ihrem Roman ?Der japanische Liebhaber? beschreibt Isabel Allende eine Liebes- und Lebensgeschichte, die im letzten Jahrhundert spielt. Isabel Allende Llona ist eine chilenisch-US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin, die 1942 in Peru geboren wurde. Sie ist eine Vermittlerin der lateinamerikanischen Geschichte, Kultur und Politik und gewann zahlreiche Literaturpreise. Die betuchte Alma Belasco mit unnahbarer Ausstrahlung lebt in einer Seniorenresidenz im kalifornischen San Francisco. Sie hat die junge und aufgeschlossene Irina Bazili als Assistentin und Sekretärin eingestellt. Diese versucht zusammen mit deren Enkel Seth herauszufinden, was es mit der wöchentlichen Lieferung eines Kistchens mit drei Gardenien und einem gelben Umschlag auf sich hat und welches Geheimnis Alma verbirgt. Der Schreibstil ist klar, verständlich und flüssig. Die einzelnen Kapitel teilen die Geschichte gut ein und die gewählten Überschriften sind passend und können im Text gut nachvollzogen werden. Dadurch entsteht eine übersichtliche Struktur, die Gegenwart und Vergangenheit trotz einiger Zeitsprünge und Wechsel der Erzählperspektive schlüssig zusammenbringt. Die einzelnen Charaktere und die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe sind stimmig ausgearbeitet. Die japanische Mentalität kommt gut zum Ausdruck. Themen wie Judenverfolgung, Fremdenhass und Internierungslager, aber auch Familie, Liebe und Leidenschaft werden angesprochen, teilweise spannend erzählt. Zum Ende hin spielen zusätzlich Homosexualität und Aids eine Rolle, wodurch meiner Meinung nach zu viele unterschiedliche Themen in eine Geschichte gepackt werden. Der Klappentext verspricht eine fesselnde und bewegende Geschichte von Freundschaft und von der unentrinnbaren Kraft einer lebenslangen Liebe. Für mich ist es eine Liebes- und Lebensgeschichte, die durch die Umstände um den 2. Weltkrieg beeinflusst wurde. Die lebenslange Liebe trat für mich durch die vielfältigen Themenschwerpunkte etwas in den Hintergrund.

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Der japanische Liebhaber
von Sylvia Mangl aus Wien am 23.10.2015

Isabel Allende erzählt die Geschichte von Alma Mendel, die als siebenjähriges Kind 1939 von ihren polnischen Eltern zu ihrem Onkel Isaac Belasco und ihrer Tante Lillian nach San Francisco geschickt wurde, um sie vor dem Zugriff der Nazis zu schützen. Alma hat Probleme, sich einzugewöhnen und klammert sich an... Isabel Allende erzählt die Geschichte von Alma Mendel, die als siebenjähriges Kind 1939 von ihren polnischen Eltern zu ihrem Onkel Isaac Belasco und ihrer Tante Lillian nach San Francisco geschickt wurde, um sie vor dem Zugriff der Nazis zu schützen. Alma hat Probleme, sich einzugewöhnen und klammert sich an Nathaniel, den Sohn des Hauses, der ihr bester Freund wird. Durch Isaac Belascos Leidenschaft fürs Gärtnern lernt sie Takao Fukuda und seinen jüngsten Sohn Ichimei kennen, in den sie sich vom ersten Augenblick an verliebt. Es ist die Geschichte einer großen Liebe, die äußerlich an den gesellschaftlichen Konventionen scheitert, aber trotzdem nie erlischt. Als Alma, mittlerweile Witwe von Nathaniel Belasco, sich in einer Seniorenresidenz niederlässt, findet sie in Irina eine Assistentin und Vertraute, der sie schlussendlich die Geschichte ihres Lebens anvertrauen kann. In einer letzten Anstrengung gibt sie ihre lebenslang gehüteten Geheimnisse preis. Es war eine Freude, dieses Buch zu lesen. Beeindruckt hat mich auch die geschilderte Stärke und vor allem die Widerborstigkeit einer Frau gegen gängige Konventionen und dagegen, das Alter so ohne weiteres zu akzeptieren. Einige Dinge waren ein wenig konstruiert, aber was solls. Das Leben trägt gelegentlich dick auf. „Der japanische Liebhaber“ ist unbedingt lesenswert. Das Cover ist sehr geschmackvoll gestaltet, obwohl mir Fotos normalerweise nicht so zusagen. Aber Weichzeichner und Sepia machen das Ganze sehr edel und runden den Gesamteindruck ab.

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Handbuch der Familientragödien
von einer Kundin/einem Kunden aus Jena am 03.10.2015

Das Buch „Der japanische Liebhaber“ war für mich der letzter Versuch, Isabel Allende für mich zu entdecken. Ich habe schon mehrmals von ihr und ihren Werken gehört und versucht, einige von diesen Büchern anfangen zu lesen. Allerdings musste ich immer wieder aufhören - keiner von den Romanen konnte mich... Das Buch „Der japanische Liebhaber“ war für mich der letzter Versuch, Isabel Allende für mich zu entdecken. Ich habe schon mehrmals von ihr und ihren Werken gehört und versucht, einige von diesen Büchern anfangen zu lesen. Allerdings musste ich immer wieder aufhören - keiner von den Romanen konnte mich in seinem Bann halten. Nun kam das neue Buch und ich dachte mir: Vielleicht kann ich damit die Autorin für mich doch noch erschließen. Den Inhalt des Buches, zusammengefasst im Klappentext, fand ich sehr interessant. Aber als ich anfing zu lesen, hatte ich schon wieder ein Problem mit dem Text, wie bei allen anderen Büchern von Isabel Allende. Jeder Satz scheint überfüllt mit Informationen zu sein, sodass man nach einer Seite so viel erfährt, dass man erstmal ein bisschen Zeit braucht, um diese Informationen zu verarbeiten. Mein ganz subjektives Gefühl. So waren die ersten Seiten für mich ziemlich schwer. In einer Buchhandlung hätte das Buch wohl nach einigen Absätzen zurück ins Regal gestellt. Aber diesmal zwang ich mich weiter zu lesen. Und das war gut so. Denn die Geschichten, die im Buch beschrieben sind, sind sehr interessant. Man lernt mindestens 10 Charaktere kennen, Lebensgeschichte von jedem Einzelnen in Details (ich dachte mir: Soll der Leser wirklich so viel Informationen bekommen?). Jede dieser Geschichten einzeln betrachtet bietet genug Stoff für einen weiteren Roman. Und das war der Punkt, der mich ein wenig gestört hat: Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die Autorin versucht hatte, alle möglichen tragischen Geschichten in einem Buch zusammenzufassen, die man sich nur erdenken kann. So geht es um den zweiten Weltkrieg, in dem eine Figur stirbt und noch eine als verstorben angenommen wird, aber tatsächlich noch lebt, allerdings ohne Erinnerungen an das bisherige Leben. Es geht um die schreckliche Verfolgung der Juden in Europa (v.a. Polen), infolge deren die Eltern der Hauptfigur Alma sterben. Es geht um Deportationen der Japaner in den USA am Beispiel der Familie Fukuda (von den KZ für Japaner wusste ich bisher nichts – danke der Autorin!). Es geht um unmögliche Lieben und andere persönliche Katastrophen. Die Mutter einer der Hauptfiguren (von Irina) begibt sich aus Polen in den Westen auf der Suche nach besserem Leben, lässt ihre kleine Tochter bei den Großeltern und landet selbst in den Händen eines Zuhälters in der Türkei, wo sie jahrelang täglich von Unmengen von Männern benutzt wird. Später flieht sie und geht mit einem Amerikaner in die USA, holt ihre Tochter aus Polen und zerstört dadurch noch ein Leben. Denn der Stiefvater entpuppt sich als ein Pädophil, der die 9-jährige Irina ebenfalls jahrelang vergewaltigt und Bilder und Videos im Internet veröffentlicht. Weitere Tragödien finden in der Familie Belasco statt. So stirbt der Mann von Alma an AIDS (das erfährt der Leser zu Ende des Buches, genauso wie dass er schwul war – da hatte ich gleich Schmunzeln im Gesicht: ein Schwuler muss unbedingt an AIDS sterben, schon wieder diese Stereotypen!). Der Liebhaber dieses Mannes stirbt später an einem Tumor. Und selbst ein Kater muss eingeschläfert werden, weil bei ihm ebenfalls ein Tumor entdeckt wurde. Das sind nur einige Tragödien, mit denen das Buch vollgestopft ist. Wie gesagt: Für mich war das ein bisschen zu viel. Ich fand so eine Konstellation der Tragödien in 3 Familien wenig realistisch, obwohl jede einzelne Lebensgeschichte glaubwürdigt ist. An den Schreibstil der Autorin konnte ich mich nach den ersten 20-30 Seiten gewöhnen und fand das Buch insgesamt schön.

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die wahre Liebe
von einer Kundin/einem Kunden aus Bergheim am 22.09.2015

Der japanische Liebhaber Es ist ein tolles Buch das Isabel Allende geschrieben hat. Es geht insgesamt um die Liebe, um das älter werden und auch darum, wie man mit einer schweren Vergangenheit umgeht. Der Schreibstil ist prima, man kann gut folgen. Personen und Umgebung sind sehr gut vorstellbar. Irina ist eine Frau die... Der japanische Liebhaber Es ist ein tolles Buch das Isabel Allende geschrieben hat. Es geht insgesamt um die Liebe, um das älter werden und auch darum, wie man mit einer schweren Vergangenheit umgeht. Der Schreibstil ist prima, man kann gut folgen. Personen und Umgebung sind sehr gut vorstellbar. Irina ist eine Frau die es nicht leicht hatte. Hinter ihr Geheimnis kommt mann erst sehr spät. Sie versuch ihre Dämonen der Vergangenheit ab zu hängen, allerdings eher indem sie davor davon läuft. Und das gelingt ihr natürlich nicht. Erst durch die Liebe und vor allem aber durch Freundschaft bezwingt Sie ihre Dämonen. Der Moment in dem sie endlich mit der Vergangenheit abschließt, ist ein sehr rührender. Da kam dann auch schon mal ein Tränchen. :-) Alma ist ein sehr stolze Frau. Aber auch ein die nicht viele Wagnisse oder Risiken eingeht. Sie entschließt sich in eine Altersresidenz zu gehen, sehr zum Erstaunen Ihrer Familie. Denn Alma ist noch sehr rüstig und kommt gut alleine klar. Sie hat ein großes Geheimnis, das sie ihr Leben lang begleitet hat. Sie bekommt geheimnisvolle Briefe und Blumen geschickt. Keiner weiß von wem diese stammen. Das Geheimnis wird nach und nach gelüftet, in dem Alma ihre Lebensgeschichte erzählt. Sie ist teilweise sehr traurig, sie ist bewegend, manchmal auch unverständlich. Aber sie ist immer begleitet von der wahren, nie endenden Liebe! Ein toller Roman.

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Liebe und noch viel mehr
von Nuigurumi am 16.09.2015

Alma Belasco ist eine alte Dame, die sich von einem Tag auf den anderen aus dem gesellschaftlichen Leben in ein Altersheim zurückgezogen hat. Engen Kontakt hat sie nur noch zu Irina, die ihr ein paar Stunden pro Tag hilft, und ihrem Enkel Seth. Die beiden helfen ihr, ihre Erinnerungen,... Alma Belasco ist eine alte Dame, die sich von einem Tag auf den anderen aus dem gesellschaftlichen Leben in ein Altersheim zurückgezogen hat. Engen Kontakt hat sie nur noch zu Irina, die ihr ein paar Stunden pro Tag hilft, und ihrem Enkel Seth. Die beiden helfen ihr, ihre Erinnerungen, in Form von Fotos, Briefen usw. in mehreren Kisten, zur ordnen und erfahren dabei ihre Lebensgeschichte, obwohl Alma zunächst nicht vorhat, den beiden ihr wahres Ich, ihre wahre Liebe und Sehnsüchte, zu zeigen. Nachdem sie auf der Flucht vor den Nazis ihre Eltern verloren hatte und zu Verwandten in den USA gezogen war, hat sie sich angewöhnt, ihre wirklichen Gefühle nicht mehr zu zeigen. Das macht sie nicht zu einer besonders liebenswerten Protagonistin, denn selbst als Leser hat man das Gefühl, sie versteckt immer etwas. Ihre Ehe mit Nathaniel war glücklich, aber sie hatte nicht auf Liebe basiert, sondern auf Freundschaft und Vertrauen, denn ihre wahre Liebe zu dem japanischstämmigen Ichimei war kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zum Scheitern verurteilt gewesen. Irina und Seth erfahren nach und nach Almas und Ichimeis Lebensgeschichten und hören von einer Liebe, die trotz allem nie geendet hat. Isabel Allende schreibt immer tolle Romane mit interessanten Handlungen und Charakteren. Auch hier musste ich das Buch an einem Wochenende durchlesen und konnte kaum Pausen machen, da ich wissen wollte, wie es weitergeht. Allerdings hat mir die "Magie" gefehlt, die mich vor allem in den früheren Romanen der Autorin so berührt hat, vor allem natürlich beim "Geisterhaus". Ich weiß nicht genau, woran es liegt: vielleicht weil die Handlung hauptsächlich in der heutigen Zeit spielt? Oder weil Alma so unnahbar ist, obwohl man immer mehr spürt, zu wie viel Liebe sie fähig ist, je weiter man liest? Oder, und das ist meine Hauptvermutung, weil das Buch mit zu vielen Themen vollgestopft ist? Es geht um den Zweiten Weltkrieg in Polen und Frankreich, die Internierung der Japaner in den USA, die Armut in Osteuropa, Kindesmissbrauch, Homosexualität und nicht zuletzt natürlich das Leben im Alter, Krankheit und Tod. Das ist ein bisschen zu viel und die meisten Themen werden noch dazu nur kurz angerissen. Trotzdem ist es ein Allende-Roman, wie man ihn sich wünscht, und wie immer ist er auch sprachlich ein Genuss, wozu auch die Übersetzerin fantastisch beigetragen hat!

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