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Der Circle

Roman

(85)
»Das ›1984‹ fürs Internetzeitalter« Zeit online
Das Kultbuch jetzt auf Deutsch
Leben in der schönen neuen Welt des total transparenten Internets: Mit »Der Circle« hat Dave Eggers einen hellsichtigen, hochspannenden Roman über die Abgründe des gegenwärtigen Vernetzungswahns geschrieben. Ein beklemmender Pageturner, der weltweit Aufsehen erregt.
Huxleys »Schöne neue Welt« reloaded: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »drei Weisen«, die den Konzern leiten – wird es keinen Schmutz mehr geben im Internet und auch keine Kriminalität. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterneköche kostenlose Mahlzeiten für die Mit-arbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles …
Mit seinem neuen Roman »Der Circle« hat Dave Eggers ein packendes Buch über eine bestürzend nahe Zukunft geschrieben, einen Thriller, der uns ganz neu über die Bedeutung von Privatsphäre, Demokratie und Öffentlichkeit nachdenken und den Wunsch aufkommen lässt, die Welt und das Netz mögen uns bitte manchmal vergessen.
Rezension
»Dave Eggers gelingt es mit seinem Buch Der Circle, das von der Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde, das Kunststück, alle Generationen anzusprechen [...].«
Portrait
Dave Eggers, geboren 1970, ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Autoren. Sein Werk wurde mit zahlreichen literarischen Preisen ausgezeichnet. Sein Roman Ein Hologramm für den König war nominiert für den National Book Award, für Zeitoun wurde ihm u.a. der American Book Award und der Albatros-Preis der Günter-Grass-Stiftung verliehen. Weit Gegangen wurde in Frankreich mit dem Prix Médicis ausgezeichnet. Eggers ist Gründer und Herausgeber von McSweeney's, einem unabhängigen Verlag mit Sitz in San Francisco. 2002 rief er ein gemeinnütziges Schreib- und Förderzentrum für Jugendliche ins Leben, 826 Valencia, das heute Ableger in mehreren amerikanischen Städten hat. Eggers stammt aus Chicago und lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Nordkalifornien.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 560, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 14.08.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783462308204
Verlag EBook by Kiepenheuer&Witsch
Verkaufsrang 3.319
eBook
9,99
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„Utopia für Utopisten“

Gregor Schwarzenbrunner, Thalia-Buchhandlung Linz, Zentrale

Die junge Mae Holland ist überglücklich einen Job im Circle, einem Internetkonzern, bekommen zu haben. Annie eine Freundin aus Studentenjahren, arbeitet bereits in dieser Firma und sie ist ihr großes Vorbild. Jeden Abend gibt es eine andere Veranstaltung in dem weitläufigen Firmengelände: eine Party oder ein prominter Sänger singt für Die junge Mae Holland ist überglücklich einen Job im Circle, einem Internetkonzern, bekommen zu haben. Annie eine Freundin aus Studentenjahren, arbeitet bereits in dieser Firma und sie ist ihr großes Vorbild. Jeden Abend gibt es eine andere Veranstaltung in dem weitläufigen Firmengelände: eine Party oder ein prominter Sänger singt für Lau für die Circelmitarbeiter. Das Essen kostet auch nichts; Spitzengastronomie von Spitzenköchen und das noch dazu tagtäglich; und als führender Internetkonzern, sind selbst Produkte des alltäglichen Bedarfs jederzeit konsumierbar, ohne sie jedoch bezahlen zu müssen. Der Circle ist nicht nur deswegen der führende Internetkonzern, weil er so viele andere Firmen geschluckt hat und seinen Mitarbeitern einen wunderbaren Arbeitsplatz beschert, sondern weil er mit TrueYou etwas Entscheidendes möglich gemacht hat: Die Anonymität im Netz gibt es nicht mehr. Niemand kann sich hinter einer falschen Identität verstecken und die Kriminalität im Netz ist auf null gesunken. Mae versucht ständig sich an die neue Arbeitswelt anzupassen, was ihr nicht immer gleich gut von der Hand geht. Als sie eines Tages auf den mysteriösen Kalden aufmerksam wird, bringt der ihr Leben gehörig durcheinander.

The Circle von Dave Eggers ist eine wirklich sehr spannende und außergewöhnliche Geschichte, die mich vom Aufbau und der Struktur her, sehr wohl an Aldous Houxleys „Schöne neue Welt“ erinnert hat. Erzählt wird aus der Sicht der Mae Holland, und es ist nicht das Jahr 632 nach Ford, sondern eigentlich die Gegenwart, oder besser gesagt: „Eine sehr, sehr nahen Zukunft.“ Meiner Meinung nach, hinkt aber im direkten Vergleich „The Circle“ hinter „Schöne neue Welt“ ein wenig her. Denn Houxleys Werk ist bereits vor 90 Jahren das erste Mal erschienen und behandelt gegenwärtige Probleme was, wenn man die lange Zeitspanne berücksichtigt, schon sehr bemerkenswert ist; Dave Eggers hingegen, schließt von einem gegenwärtigen Ausgangspunkt auf eine nahe Zukunft. Daher wäre ich ja neugierig, wie man in 90 Jahren auf The Circle zurückblickt, allerdings werde ich das wahrscheinlich nicht mehr erleben.

Eindeutig stehen im Vordergrund die Erfahrungen die Mae im The Circle macht, und die ganz besonderen und neue Innovationen, an denen sie direkt und indirekt mitwirkt, die unter anderem den Versuch innehaben, den Menschen bis zur Perfektion gläsern zu kreieren. In diesem Zusammenhang ist mir ein Satz aus diesem Buch einfach nicht mehr aus dem Kopf gegangen: „Wer könnte Utopia bauen, wenn nicht Utopisten?“ Das Schockierende ist aber in diesem Roman das unbedarfte und kindliches Verhalten der Protagonisten, das manchmal wirklich etwas zu enervierend war, und die daraus erfolgende anstößig anmutende Privatsphäre, die zur letzten Ruhe gebettet wird. bzw. worden ist. An dieser Stelle könnte man/ich dem Autor ein bisschen Langatmigkeit vorwerfen, allerdings kann es auch daran liegen, dass ich immer wieder beim Lesen pausiert habe, um das Gelesene sacken zu lassen. Ein ungerechtfertigter, zweiter Kritikpunkt wären hier die klassischen Antagonisten, die zwar den sympathischeren Part in dieser Geschichte abbekommen, aber viel zu wenig an Präsenz erhalten. Dieses Ungleichgewicht ist vom Autor so gewollt, jedenfalls vermute ich es, denn so wird dem Leser durch diese Überzeichnung und durch die Unbedarftheit erst vor Augen geführt, wie wir leichtfertig mit dem Thema Social Media umgehen! Manchmal hatte ich tatsächlich das Gefühl, hier eine durch und durch satirische Geschichte zu lesen. „The Circle“ ist ganz bestimmt eine der besten Dystopien, die ich in letzter Zeit gelesen habe und bestimmt nicht das letzte Buch, das ich von diesem wirklich ausgezeichneten Autor lesen werde.

„Hatten wir doch schon“

Marie-Therese Reisenauer, Thalia-Buchhandlung Wien

Damals hieß es allerdings noch "Schöne Neue Welt", und ward geschrieben von einem gewissen Aldous Huxley. Welcher nunmehr einen genuinen Nachfolger in Dave Eggers gefunden hat. Nae ist überglücklich, sie hat eine Anstellung bei "The Circle" gefunden. Das ist jene Firma, welche Apple, Twitter, Facebook & Co aufgekauft hat. Alle User Damals hieß es allerdings noch "Schöne Neue Welt", und ward geschrieben von einem gewissen Aldous Huxley. Welcher nunmehr einen genuinen Nachfolger in Dave Eggers gefunden hat. Nae ist überglücklich, sie hat eine Anstellung bei "The Circle" gefunden. Das ist jene Firma, welche Apple, Twitter, Facebook & Co aufgekauft hat. Alle User werden mit einer einzigartigen Internetidentität ausgestattet, mit der alles abgewickelt werden kann. Geleitet von den drei Weisen soll, bzw. wird der Internetkriminalität keine Chance mehr gegeben. Für Firmenangehörige gibt es Gratiskonzerte der Popstars, ganz zu schweigen von der täglichen Essensaufnahme, welche natürlich kostenlos ist. Allerdings, und das macht doch überhaupt nichts aus, müssen sich die Angestellten zur Verfügung stellen, als Versuchskaninchen für neue Techniken. Es kann doch nicht schlecht sein, den gläsernen Menschen vor sich zu haben, oder?

„Alles ist sichtbar“

Helmuth Fahrngruber, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

Mae Holland, eine junge und ehrgeizige IT-Spezialistin, heuert beim imaginären Unternehmen „The Circle“ an. Innerhalb kürzester Zeit legt sie einen rasanten beruflichen Aufstieg hin und findet sich rasch im Mittelpunkt einer weltweiten Community. Sie verbringt mit wenigen Ausnahmen ihre gesamte Lebenszeit am Firmen-Campus, ist rund Mae Holland, eine junge und ehrgeizige IT-Spezialistin, heuert beim imaginären Unternehmen „The Circle“ an. Innerhalb kürzester Zeit legt sie einen rasanten beruflichen Aufstieg hin und findet sich rasch im Mittelpunkt einer weltweiten Community. Sie verbringt mit wenigen Ausnahmen ihre gesamte Lebenszeit am Firmen-Campus, ist rund um die Uhr online, vernetzt und befreundet mit Millionen von Followern. Das Ziel der Firma ist die totale Transparenz menschlichen Zusammenlebens: Stetige digitale Präsenz, flächendeckend eingesetzte Webcams und Datenbrillen sorgen dafür, dass Privatsphäre zu einem Relikt der Vergangenheit wird.
Die Anspielungen auf Internetgiganten wie Google, Facebook & Co liegen auf der Hand. Viele der beschriebenen Techniken sind Alltag, einige sind gerade in Entwicklung. Unbestritten verändert die sogenannte digitale Revolution in den sozialen Medien unseren Alltag in radikaler Weise.
Das Buch zeichnet eine Dystopie der Zukunft, die an „1984“ von George Orwell bzw. „Schöne neue Welt“ von Aldous Huxley erinnert. Teilweise wirken sowohl einzelne Geschichten als auch die Persönlichkeit der Hauptfigur etwas konstruiert und nicht ganz nachvollziehbar, wodurch der Handlungsfortlauf etwas an Reiz verliert.
Nichtsdestotrotz ist es dem Autor gelungen, das brisante Thema der totalen digitalen Überwachung spannend und unterhaltsam in einen Roman zu verpacken.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
85 Bewertungen
Übersicht
37
32
11
4
1

Regt zum Nachdenken an!
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 03.02.2016

Sehr gutes Buch, hat mit mir Stunden am Strand verbracht :) die Geschichte kritisiert die Richtung, in die die Welt droht zu gehen...

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Spannender Gesellschaftsroman, dem man viele Leser wünscht
von einer Kundin/einem Kunden aus Braunschweig am 31.01.2015

In diesem sehr spannend geschriebenen Gesellschaftsroman wird nachvollziehbar, wie ein freundlich-erscheinender Internet-Konzern sich nach und nach in das Leben seiner Mitarbeiter und seiner Kunden einschleicht. Die Mitglieder des Circle gehen dabei immer tiefergehende Bindungen an das Unternehmen ein und bemerken nicht, wie sich ihr Leben dadurch schrittweise sinnentleert. Wie... In diesem sehr spannend geschriebenen Gesellschaftsroman wird nachvollziehbar, wie ein freundlich-erscheinender Internet-Konzern sich nach und nach in das Leben seiner Mitarbeiter und seiner Kunden einschleicht. Die Mitglieder des Circle gehen dabei immer tiefergehende Bindungen an das Unternehmen ein und bemerken nicht, wie sich ihr Leben dadurch schrittweise sinnentleert. Wie in einer Sekte werden außenstehende Nicht-Circler zunächst als altmodisch-versponnen abgetan, um am Ende schließlich mit allen Mitteln der Informationstechnik verfolgt zu werden. Dave Eggers schreibt über eine Zukunft, in der der Sinn des Lebens nur noch darin besteht, ohne Unterbrechung mit Tausenden fremder Menschen über das Internet verbunden und pseudo-befreundet zu sein. Darüber gerät das eigentliche Leben und die Teilhabe an einer realen Gesellschaft in Vergessenheit. Wer nun an Facebook, Twitter usw. denkt, liegt vermutlich nicht falsch.

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Big Data is watching You
von einer Kundin/einem Kunden am 01.09.2014

Dave Eggers hat es geschafft und den Roman zum "Big Data"- Problem geschaffen. Intensiv, spannend und sehr sehr gruselig führt uns der Autor in die Tiefen der Social Media - Zwänge unserer aktuellen und sicher auch zukünftigen Gesellschaft. Anhand eines Einzelschicksals der Hauptprotagonistin Mae und deren familiärem und freundschaftlichem... Dave Eggers hat es geschafft und den Roman zum "Big Data"- Problem geschaffen. Intensiv, spannend und sehr sehr gruselig führt uns der Autor in die Tiefen der Social Media - Zwänge unserer aktuellen und sicher auch zukünftigen Gesellschaft. Anhand eines Einzelschicksals der Hauptprotagonistin Mae und deren familiärem und freundschaftlichem Umfeld beschreibt er sehr glaubwürdig die Wandlung vom halbwegs freien Denker bis hin zum dem Massenphänomen anhängender Fanboys und -girls. Ein George Orwell des Digitalzeitalters hat man Dave Eggers aufgrund seines immens erfolgreichen Romans bereits genannt. Zu Recht, denn "Der Circle" lässt sich ebenso gut als Abschreckung als auch einfach als unterhaltsamer Roman zu Gemüte führen. Daher kann ich den neuen Eggers als Lesestoff für eine breite Leserschaft unbedingt empfehlen. In digitaler Form wirkt das ganze dann noch einmal viel besser!

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