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Das Kartell

Roman

(29)
Als Don Winslows Meisterwerk gilt der monumentale Roman "Tage der Toten" über den Drogenkrieg in Mexiko, für den er sechs Jahre lang intensiv recherchierte. Nun ist Art Keller, der berühmte US-Drogenfahnder aus "Tage der Toten", zurück. Mit großem Erfolg hat er sich darangemacht, in die Strukturen der mexikanischen Drogenmafia einzudringen. Mit so viel Erfolg, dass die Drogendepots aufflogen und die Narcotraficantes die Jagd auf ihn eröffneten. In "Das Kartell" wird Art Keller feststellen, dass das Drogen- und Waffengeschäft unfassbare Dimensionen angenommen hat und der Feind aus einer ganz unerwarteten Richtung kommt.
Rezension
"Don Winslow hat wieder zugeschlagen. 'Das Kartell' ist ein nervenzerfetzender Thriller allererster Güte. Darüber hinaus ist dieser Roman aber auch brillant recherchiert und zeigt uns auf sehr eindringliche Weise, wie komplex und gefährlich unsere Welt tatsächlich ist. Winslow versteht es, Ihren Horizont zu erweitern und Sie gleichzeitig zu unterhalten - für einen Autor gibt es keine größere Kunst. Bei Winslow sind Anspruch und Unterhaltung eng verzahnt. Mit diesem Buch hat er erneut bewiesen, dass er ein Meister seines Fachs ist." Michael Connelly
"Mit 'Das Kartell' hat Don Winslow seinen umfangreichsten und bislang besten Roman vorgelegt - das 'Krieg und Frieden' der Drogenkriegsliteratur. Hochspannend, brutal, ungeheuer atmosphärisch, bis ins letzte Detail durchgeplant, hinterlässt es beim Leser einen tiefen Eindruck und wirkt so beflügelnd wie ein Schuss reines Meth." James Ellroy
"'Das Kartell' ist der Hammer! Groß, außergewöhnlich, heftig und unglaublich unterhaltend. Don Winslows neuestes Werk ist ein absolutes Muss." Harlan Coben
"Sensationell gut, selbst nach dem an Perfektion grenzenden Roman 'Tage der Toten'. Weniger dessen Fortsetzung als vielmehr ein eigenständiges Werk innerhalb eines großen Œuvre." Lee Child
"'Das Kartell' ist unzweifelhaft einer der ambitioniertesten und gelungensten Thriller der letzten fünfzehn Jahre und wird diesen Rang sicherlich auch in Zukunft behalten." Bill Ott, Booklist
"Winslows meisterhafte Fortsetzung zu 'Tage der Toten' führt seine epische Erzählung über die mexikanischen Drogenkriege weiter. Dieser bis ins kleinste Detail recherchierte Roman beleuchtet nicht nur die Situation in Mexiko, sondern auch die Folgen unseres eigenen katastrophalen Kampfes gegen den Drogenhandel, der schon vierzig Jahre andauert." Publishers Weekly
"'Das Kartell' ist ein Opus magnum von Don Winslow, der für das Thema der mexikanischen Drogenkriege eine ebenso zentrale Rolle spielt wie James Ellroy für das Genre L.A. Noir. Es ist die lang ersehnte Fortsetzung zu einem seiner größten Werke, 'Tage der Toten'." New York Times
Portrait
Don Winslow wurde 1953 in der Nacht zu Halloween in New York geboren. Seine Mutter, eine Bibliothekarin, und sein Vater, ehemaliger Offizier bei der Navy, bestärkten ihn schon früh in dem Wunsch, eines Tages Schriftsteller zu werden, vor allem die Geschichten, die sein Vater von der Marine zu erzählen hatte, beflügelten die Fantasie des Autors.
Das Sujet des Drogenhandels und der Mafia, das in vielen von Don Winslows Romanen eine Rolle spielt, lässt sich ebenso mit seinen Kindheitserfahrungen erklären: Seine Großmutter arbeitete Ende der 60er für den berüchtigten Mafiaboss Carlos Marcello, der den späteren Autor mehrere Male in sein Haus einlud.
Jeden Morgen um fünf setzt er sich an den Schreibtisch. Mittags läuft er sieben Meilen, in Gedanken immer noch bei seinen Figuren, um dann am Nachmittag weiterzuarbeiten. Winslow sagt von sich, dass er bislang nur fünf Tage durchgehalten habe, ohne zu schreiben. Es ist eine Sucht, die bis heute ein Werk hervorgebracht hat, dessen Qualität, Vielseitigkeit und Spannung Don Winslow zu einem der ganz Großen der zeitgenössischen Spannungsliteratur machen.
Don Winslow wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Krimi Preis (International) 2011 für "Tage der Toten". Für die New York Times zählt Don Winslow zu einem der ganz Großen amerikanischen Krimi-Autoren.
Don Winslow lebt mit seiner Frau und deren Sohn in Kalifornien.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 832
Erscheinungsdatum 01.06.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-30429-7
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 210/137/60 mm
Gewicht 955
Originaltitel The Cartel
Buch (Paperback)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Spannender Drogenthriller
von Sandra W. am 11.05.2016

Morde, Korruption, Erpressung und viel, viel Leid. Die Fortsetzung der „Tage der Toten“ von 2005 ist Don Winslow hervorragend gelungen. Die Brutalität nimmt kein Ende. Aber auch die Macht der Korruption wird uns deutlich vor Augen geführt. Egal, wie oft der Drogenfahnder Art Keller in ein Wespennest sticht und Gewalt... Morde, Korruption, Erpressung und viel, viel Leid. Die Fortsetzung der „Tage der Toten“ von 2005 ist Don Winslow hervorragend gelungen. Die Brutalität nimmt kein Ende. Aber auch die Macht der Korruption wird uns deutlich vor Augen geführt. Egal, wie oft der Drogenfahnder Art Keller in ein Wespennest sticht und Gewalt und Greuel einen Ort überziehen, es geht immer wieder weiter. Was für eine Verschwendung von unternehmerischer Brillanz, wenn man bedenkt, bis in welche Kreise sich Korruption finden lässt. Sehr weit nach oben. Und so unglaublich sich das liest, es scheint wahr zu sein. Denn warum sind trotz der immensen von Staat und Polizei, Geheimdienst und Sonderkommissionen genutzten Aufwendungen, bis heute kein Ende abzusehen? Immer wieder tauchen in den Medien Meldungen von Verhaftungen von „Drogenbossen“ oder spektakuläre Entdeckungen von Unmengen von Drogen auf. Wie sonst ist es zu erklären, dass bis heute die Produktion von diesen unglaublichen Mengen an Drogen nicht verhindert wird. Doch welches Ausmaß würde die Armut nehmen, wenn in dem riesigen Gebiet von Mittelamerika von Mexiko bis Guatemala, plötzlich keine Drogen mehr produziert werden könnten? Unzweifelhaft unglaublich spannend bringt uns Don Winslow das Geschehen nahe. Wie es endet? Diese Frage lässt Winslow unbeantwortet. Denn keine Antwort ist auch eine Antwort. Und die Produktion läuft….

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Das Kartell
von Manuela Hahn am 29.05.2015

Inhalt: Don Winslow beschreibt den Gnadenlosen mexikanisch amerikanischen Drogenkrieg und die Feindschaft zwischen den ehemals besten Freunden Art Keller einem Drogenfahnder und Adan Barrera einem mächtigen und skrupellosen Drogenboss. Meine Meinung: Verfolgt man die Nachrichten, wird dem Leser schnell klar, dies mag eine fiktive Geschichte sein, doch ist sie erschreckend Real, auf... Inhalt: Don Winslow beschreibt den Gnadenlosen mexikanisch amerikanischen Drogenkrieg und die Feindschaft zwischen den ehemals besten Freunden Art Keller einem Drogenfahnder und Adan Barrera einem mächtigen und skrupellosen Drogenboss. Meine Meinung: Verfolgt man die Nachrichten, wird dem Leser schnell klar, dies mag eine fiktive Geschichte sein, doch ist sie erschreckend Real, auf über 800 Seiten führt Don Winslow seine Leser in eine Welt voller Gewalt, Angst und Schrecken. Der Autor hat für dieses Buch akribisch recherchiert und das merkt man dem Geschriebenen auch an, detailliert und schonungslos lässt er seine Leser teilhaben an der Welt der Kartelle, beschreibt die Beweggründe seiner Protagonisten, die er nicht schwarz oder weiß zeichnet, keiner ist gut oder böse und das lässt sogar Barrera den Drogenboss nicht unbedingt unsympathisch erscheinen. Das Kartell, ist spannendwie schon erwähnt, erschreckend realistisch und fesselnd ein Pageturner wie er im Buche steht, falls jemand zögert, einen Roman zu Hand zur nehmen der schon von seiner Dicke beeindruckend ist, die Seiten fliegen nur so dahin. Meine absolute Leseempfehlung, für dieses Buch.

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Ein Buch wie eine Keule
von einer Kundin/einem Kunden am 29.05.2015

Nach dem unfassbar spannenden Thriller "Tage der Toten" nun die Fortsetzung der Geschichte um die Todfeinde Art Keller und Adan Barrera und ihre Verstrickung in den Krieg der mexikanischen Drogenkartelle. Zwingend gelesen haben muss man den ersten Teil aus dem Jahr 2005 nicht, aber erst in Kombination entfaltet sich die... Nach dem unfassbar spannenden Thriller "Tage der Toten" nun die Fortsetzung der Geschichte um die Todfeinde Art Keller und Adan Barrera und ihre Verstrickung in den Krieg der mexikanischen Drogenkartelle. Zwingend gelesen haben muss man den ersten Teil aus dem Jahr 2005 nicht, aber erst in Kombination entfaltet sich die ganze Wucht der Geschichte. Noch härter, noch komprimierter, voll obszöner Gewalt, und doch wieder eine sehr gut recherchierte schriftstellerische Annäherung an die Tragödie der Staaten Mittelamerikas.

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Schonungslos und packend
von Zeit der Buecher am 27.11.2016

Handlung ?Das Kartell? ist die Fortsetzung des internationalen Bestsellers ?Tage der Toten?. Auch im Jahr 2004 ist der Kampf zwischen dem mächtigsten Drogenboss Mexikos, Adán Barrera, und dem exzentrischen DEA Ermittler Art Keller noch nicht ausgefochten. Eine atemlose Jagd beginnt, denn jede Partei versucht aufs Äußerste den Gegner ein für... Handlung ?Das Kartell? ist die Fortsetzung des internationalen Bestsellers ?Tage der Toten?. Auch im Jahr 2004 ist der Kampf zwischen dem mächtigsten Drogenboss Mexikos, Adán Barrera, und dem exzentrischen DEA Ermittler Art Keller noch nicht ausgefochten. Eine atemlose Jagd beginnt, denn jede Partei versucht aufs Äußerste den Gegner ein für alle Male unschädlich zu machen ? und zwar mit allen Mitteln. Der Krieg zwischen der CIA, den Narcos und natürlich zwischen Keller und Barrera erreicht neue Dimensionen, denn die Strukturen und Machtverteilungen haben sich geändert. Cover Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Die rote Schrift auf dunklem Grund und das Häufchen Kokain springen einem regelrecht ins Auge, in Zusammenhang mit dem Titel ein echter Hingucker. Charaktere Wie auch schon in ?Tage der Toten? erwartet den Leser hier eine Vielzahl an unterschiedlichen und vielschichtigen Figuren. Vom Drogenboss, über den (korrupten) Agenten, bis hin zum geweihten Priester trifft der Leser hier auf so manche (un)konventionelle Figur, bekannte Gesichter finden sich natürlich auch darunter. Wie auch schon beim Vorgängerband sind die Figuren tiefgründig, sorgsam ausgearbeitet und überzeugen mit ihrer Authentizität, nicht zuletzt deshalb, weil viele Figuren realen Personen nachempfunden sind. Auch lassen sich einige Charaktere nicht einfach in schwarz und weiß einteilen, vielmehr überzeugen hier gerade wieder die vielen Grauschattierungen. Schreibstil Wie auch schon in ?Tage der Toten? nimmt Don Winslow kein Blatt vor den Mund und schont den Leser mit seinem direkten, brutalen und ausdrucksstarkem Schreibstil von der ersten Seite an in keinster Weise. Der Thriller ist im Präsenz geschrieben und erzeugte bei mir das Gefühl nur noch näher an der Handlung zu sein und so das Buch nur noch weniger aus der Hand legen zu können. Mein Fazit Mit ?Das Kartell? hat Don Winslow einen mehr als würdigen Nachfolger für seinen Beststeller ?Tage der Toten? geschaffen, der zurecht lange in den Bestsellerlisten zu finden war. Zudem ist der Roman einer Reihe von Journalisten gewidmet ist, die dem Drogenkrieg zum Opfer gefallen sind und deren Namen zu Beginn aufgelistet sind . Der Inhalt des Buches knüpft beinahe nahtlos an den von ?Tage der Toten? an und schildert dem Leser auf packende und schonungslose Weise die Hintergründe und Brutalität des (mexikanischen/amerikanischen) Drogenkrieges der letzten zehn Jahre. Vor dem Hintergrund realer Gegebenheiten und Charaktere und werden dabei nicht nur die Machtverteilung und der Aufbau der verschiedenen Drogenkartelle, wie das Golf-Kartell oder das Sinaloa-Kartell, sondern auch das Ausmaß der Korruption bis in die höchsten Regierungskreise und die Pressezensur thematisiert. Die verschiedenen Sichtweisen basierend auf unterschiedlichen Charakteren runden das Buch in meinen Augen ab und ermöglichen einen umfassenden Einblick in das Geschehen. Insgesamt kann ich diesen Roman uneingeschränkt weiterempfehlen und vergebe 5/5 Punkten.

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gute Fortsetzung
von einer Kundin/einem Kunden aus Freising am 24.03.2016

Don Winslow hat es gewagt und versucht in seinem neuen Roman "Das Kartell" seinen Thrillererfolg "Tage der Toten" fortzusetzen. Natürlich kann man das Buch auch als Neuling lesen. Aber eigentlich macht es erst richtig Spaß, wenn man den ersten Teil auch schon gelesen hat, denn es ist sehr vieles... Don Winslow hat es gewagt und versucht in seinem neuen Roman "Das Kartell" seinen Thrillererfolg "Tage der Toten" fortzusetzen. Natürlich kann man das Buch auch als Neuling lesen. Aber eigentlich macht es erst richtig Spaß, wenn man den ersten Teil auch schon gelesen hat, denn es ist sehr vieles in der Vergangenheit passiert und man kann das Beziehungsgeflecht der Personen erst richtig nachvollziehen, wenn man auch über die Anfänge des Ganzen Bescheid weiß. Wieder ist Art Keller einer der Hauptakteure und immer noch versucht er seinen alten Feind Adan Barrera als den größten Drogenbaron Mexicos dingfest zu machen. Aber wie schon im ersten Band ist das nur der Rahmen für eine kompexe und unglaublich verwicklete Story, die gespickt ist mit tatsächlichen Ereignissen und realen Vorfällen. Es ist eine blutige Geschichte, in der Gewalt und Mord und Tod obsessiv vorkommen. Das liegt natürlich am Thema des Drogen- und Waffenschmuggels und an den mafiösen Strukturen der Gangsterclans, die es Recht und Gesetz immer schwerer machen, ihrer habhaft zu werden. Deshalb greift Art und die Polizei auch oft zu obskuren, teils ebenfalls illegalen Mitteln, um im Kampf mit dem Verbrechen nicht ganz unterzugehen. Es gibt bald kein Gut und kein Böse mehr. Die Übergänge verwischen. Art und die Seinen machen sich ebenso die Hände schmutzig, wie Adan menschliche und sympathische Züge offenbart. Mir hatte schon "Tage der Toten" von all seinen Büchern am besten gefallen. Auf Platz zwei ist nun "Das Kartell" gerückt. Die Sprache und der Erzählstil haben mich überzeugt. Ich mochte die Düsternis und die Zerrissenheit der Akteure. Wer sich nicht von vielen Toten, von Blut und Brutalität abschrecken lässt findet durchaus ein Buch über Moral und Doppelmoral und hat eine Menge Stoff, um darüber nachzudenken, wie man diesen Leuten Herr werden könnte und ob Art mit seiner Art und Weise wirklich so falsch liegt.

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Drogenkrieg in Mexiko
von einer Kundin/einem Kunden aus Wildenfels am 15.09.2015

In dem über 800 Seiten Werk geht es um den mexikanischen Drogenkrieg von 2002 bis 2012. Es ist ein heftiges Buch mit vielen grausamen Beschreibungen, dich mich teilweise nach Luft schnappend zurückließen. Es ist eine fiktive Geschichte, die uns Don Winslow hier präsentiert, durch ein wenig Recherche im Netz... In dem über 800 Seiten Werk geht es um den mexikanischen Drogenkrieg von 2002 bis 2012. Es ist ein heftiges Buch mit vielen grausamen Beschreibungen, dich mich teilweise nach Luft schnappend zurückließen. Es ist eine fiktive Geschichte, die uns Don Winslow hier präsentiert, durch ein wenig Recherche im Netz finden sich doch viele Gemeinsamkeiten mit dem realen Krieg um Geld, Macht und Drogen in Mexiko mit den einzelnen Kartellen, die vor nichts zurückschrecken um ihre Macht zu demonstrieren oder auszubauen. Hier geht es um Kinder, die in Armut aufwachsen und zu Mördermaschinen rekrutiert werden, weil sie keine andere Möglichkeit sehen um aus dem Elend herauszukommen. Es geht um korrupte Politiker und Polizei, es geht um Art Keller, einen DEA Agenten, der einzig aus Rachegefühlen handelt und um Adàn Barrera, den obersten Drogenboss - el patrón. Beide waren einst befreundet, doch das ist lange her. Keller hat Barrera hinter Gitter gebracht und nun herrscht nur noch Hass zwischen beiden. Das Kartell ist ein überragender, sehr gut recherchierter Thriller, von dem ich keine der 830 Seiten missen möchte. Wer auf Mafiageschichten steht, wen die Thematik Drogen und Waffenhandel interessiert, der wird an diesem Buch sicher seine Freude haben. Ich jedenfalls bin restlos begeistert und habe mir schon "Tage der Toten", den Vorgänger zu "Das Kartell" gekauft und werde auch diesen zeitnah lesen. Absolute Empfehlung!

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Drogenkrieg in Mexiko
von Dora am 15.09.2015

In dem über 800 Seiten Werk geht es um den mexikanischen Drogenkrieg von 2002 bis 2012. Es ist ein heftiges Buch mit vielen grausamen Beschreibungen, dich mich teilweise nach Luft schnappend zurückließen. Es ist eine fiktive Geschichte, die uns Don Winslow hier präsentiert, durch ein wenig Recherche im Netz... In dem über 800 Seiten Werk geht es um den mexikanischen Drogenkrieg von 2002 bis 2012. Es ist ein heftiges Buch mit vielen grausamen Beschreibungen, dich mich teilweise nach Luft schnappend zurückließen. Es ist eine fiktive Geschichte, die uns Don Winslow hier präsentiert, durch ein wenig Recherche im Netz finden sich doch viele Gemeinsamkeiten mit dem realen Krieg um Geld, Macht und Drogen in Mexiko mit den einzelnen Kartellen, die vor nichts zurückschrecken um ihre Macht zu demonstrieren oder auszubauen. Hier geht es um Kinder, die in Armut aufwachsen und zu Mördermaschinen rekrutiert werden, weil sie keine andere Möglichkeit sehen um aus dem Elend herauszukommen. Es geht um korrupte Politiker und Polizei, es geht um Art Keller, einen DEA Agenten, der einzig aus Rachegefühlen handelt und um Adàn Barrera, den obersten Drogenboss - el patrón. Beide waren einst befreundet, doch das ist lange her. Keller hat Barrera hinter Gitter gebracht und nun herrscht nur noch Hass zwischen beiden. Das Kartell ist ein überragender, sehr gut recherchierter Thriller, von dem ich keine der 830 Seiten missen möchte. Wer auf Mafiageschichten steht, wen die Thematik Drogen und Waffenhandel interessiert, der wird an diesem Buch sicher seine Freude haben. Ich jedenfalls bin restlos begeistert und habe mir schon "Tage der Toten", den Vorgänger zu "Das Kartell" gekauft und werde auch diesen zeitnah lesen. Absolute Empfehlung!

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spannend
von einer Kundin/einem Kunden aus Bamberg am 01.09.2015

Als eingefleischter Don Winslow-Fan war ich auf dieses Buch besonders gespannt. Der Vorgänger „Tage der Toten“ ist für mich das beste Buch dieses Autors und gehört im Bereich realistische Thriller im Drogenmilleu unangefochten an die Spitze. Im ersten Band hat man viel über die Anfänge der beiden Hauptdarsteller, Art Keller... Als eingefleischter Don Winslow-Fan war ich auf dieses Buch besonders gespannt. Der Vorgänger „Tage der Toten“ ist für mich das beste Buch dieses Autors und gehört im Bereich realistische Thriller im Drogenmilleu unangefochten an die Spitze. Im ersten Band hat man viel über die Anfänge der beiden Hauptdarsteller, Art Keller und Adan Barrera, erfahren. Wie aus ihnen das wurde, was sie heute sind. Jeder war mir auf seine Weise sympathisch; ja auch der Drogenbaron hatte durchaus interessante und nachvollziehbare Stärken und war ebenso facettenreich, wie sein Gegenspieler, der, obwohl oberflächlich einer der good guys durchaus seine Schattenseiten hatte und einige von Arts Aktionen waren nicht nur illegal sondern auch ethisch hart an der Grenze. Aber gerade diese beiden schwierigen Männer machen den ersten Teil so gut. Und Don Winslow schafft es tatsächlich, sie auch in „Das Kartell“ weiterzuführen und lässt sie so hautnah und menschlich agieren, dass einem Angst und Bange wird um sie und um ihre Umwelt. Es handelt sich um einen harten Thriller, der im Drogen- und Waffengeschäft spielt und der nichts beschönigt und die Brutalität und Grausamkeit dieses Millieus eindringlich und blutig schildert. Man muss wissen, worauf man sich hier einlässt, denn es ist keine reine Unterhaltungsliteratur, auch wenn der Spannungsfaktor hoch und die Geschichte kongenial erzählt ist. Es geht durchaus um die harten Fakten die mit guter Fiktion verwoben wurden und dem geneigten Leser vor Augen führen, wie hier mit unschuldigen Menschen und über jede Menge Leichen hinweg Geld gemacht wird. Die Gangster sind skrupellos und sie leben in allen Schichten der guten Gesellschaft sind nicht nur Randfiguren sondern mitten drinnen in Politik- und Finanzwelt und den meist „Guten“ wird es auf alle nur erdenkliche Weise schwer gemacht, diese Verbrechen aufzuklären oder gar sie zu unterbinden. Mich hat das Buch gefesselt und begeistert und ich denke, es ist eine wirklich gut gelungene Fortsetzung des Vorgängers.

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Das Kartell
von Silke aus Herten am 24.08.2015

Dieses Buch ist extrem brutal und absolut nichts für sensible Geister, es ist von vorne bis zur letzten Seite ein absoluter Knaller! Der Schreibstil kann nicht besser sein. Dieses Buch ist spannend, mitreißend, brutal, gefühlvoll und in keinem einzigen Satz oberflächlich. Man merkt, dass Winslow hier genau weiß, wovon... Dieses Buch ist extrem brutal und absolut nichts für sensible Geister, es ist von vorne bis zur letzten Seite ein absoluter Knaller! Der Schreibstil kann nicht besser sein. Dieses Buch ist spannend, mitreißend, brutal, gefühlvoll und in keinem einzigen Satz oberflächlich. Man merkt, dass Winslow hier genau weiß, wovon er schreibt.

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Das Kartell
von Sylvia Mangl aus Wien am 20.08.2015

Adan Barrera, einer der größten Drogenbosse Mexicos sitzt in Amerika im Gefängnis und wartet auf seinen Prozess. Verantwortlich dafür ist Art Keller, einer der besten Drogenfahnder. Er hat sich nach seinem durchschlagenden Erfolg in ein Kloster zurückgezogen und verbringt seine Tage mit Meditation und Bienenzucht. Es gelingt Barrera durch... Adan Barrera, einer der größten Drogenbosse Mexicos sitzt in Amerika im Gefängnis und wartet auf seinen Prozess. Verantwortlich dafür ist Art Keller, einer der besten Drogenfahnder. Er hat sich nach seinem durchschlagenden Erfolg in ein Kloster zurückgezogen und verbringt seine Tage mit Meditation und Bienenzucht. Es gelingt Barrera durch Bestechung, in ein mexikanisches Gefängnis verlegt zu werden, von wo aus er später fliehen kann und er setzt ein Kopfgeld auf Art Keller aus. Der Krieg Keller – Barrera beginnt erneut; ein Krieg der sich über mehr als zehn Jahre hinzieht, tausende von Todesopfern fordert und am Ende keine Sieger kennt. Dieses Buch von Don Winslow wurde allgemein mit sehr vielen Vorschusslorbeeren bedacht und entsprechend hoch war die Erwartungshaltung. Zweifelsohne ist das Thema hochexplosiv. Zweifelsohne hat er sich eine große Aufgabe gesetzt. Ich muß gestehen, dass mir das Buch ein wenig schwer gefallen ist. Der Anfang war sehr spannend und es ist ja als Thriller angekündigt worden – nur es ist nicht das, was man unter einem klassischen Thriller versteht. Don Winslow beschreibt hier den amerikanisch-mexikanischen Drogenkrieg in all seiner Brutalität und Härte aus allen möglichen Blickwinkeln und in allen seinen Facetten. Das ist nichts für schwache Nerven, mit dem Unterschied zu einem Thriller, dass es hier annähernd real ist. Winslow geht sehr ins Detail und er lässt sehr viele Handlungsstränge nebeneinander laufen, sodass zumindest ich, Probleme hatte, die vielen Personen und Namen auseinanderzuhalten bzw. in den richtigen Bezug zu bringen. Das ist aber wahrscheinlich gar nicht so wichtig, denn – wie schon erwähnt – echte Sieger gibt es nicht und die Schlussfolgerung nach der Lektüre lautet: sobald du mit dem Drogenkartell in Berührung kommst, bis du verloren. „Das Kartell“ ist ausgezeichnet geschrieben und offensichtlich genausogut recherchiert, trotzdem hat es eine ganze Weile gedauert, es zu lesen – ich bin nicht richtig in Schwung gekommen. Möglicherweise ist diese verstörende Wirkung aber auch beabsichtigt.

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Das Kartell
von einer Kundin/einem Kunden am 03.08.2015

Adan Barrera , ein mexikanischer Drogenboß , sitzt im Gefängnis und wartet auf seinen Prozeß . Für seine Verhaftung war Art Keller , ein ehemaliger CIA Agent und Drogenfahnder , verantwortlich . Jetzt wollte Keller eigentlich seine Ruhe von allem und hatte sich als Bienenvater in ein Kloster zurückgezogen... Adan Barrera , ein mexikanischer Drogenboß , sitzt im Gefängnis und wartet auf seinen Prozeß . Für seine Verhaftung war Art Keller , ein ehemaliger CIA Agent und Drogenfahnder , verantwortlich . Jetzt wollte Keller eigentlich seine Ruhe von allem und hatte sich als Bienenvater in ein Kloster zurückgezogen . Da Barrera die Flucht aus dem Gefängnis gelingt muß Keller doch wieder in den "aktiven Dienst " zurück . Don Winslow ist es mit diesem Thriller wieder sehr gut gelungen die Drogenkriege und die Auswirkungen auf Journalisten und Drogenfahnder , sowie die Korruption in diesen Berreichen darzustellen . Er zeigt auch die "Kämpfe" die die Drogenbosse gegeneinander führen . Viele positive Charaktere bei den Protagonisten wird man hier nicht finden . Das wäre aber bei dem Thema um das es geht auch unrealistisch . Ich war überrascht wie gut es ihm gelungen ist , die Spannung über 830 Seiten zu halten . Das Buch ist zwar die Fortsetzung von "Tage der Toten" , kann man aber denke ich auch ohne Vorkenntnisse lesen . Beide Bücher sollten zart besaitete Leser besser nicht lesen .

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Klar, stringent, umfassend, spannend
von Michael Lehmann-Pape am 23.06.2015

„Und ich hier, denkt Keller – Don Quijote im Kampf gegen Windmühlenflügel, Ahab auf der Jagd nach dem weißen Wal. Alles meine Besessenheit, wie ein Junkie an der Nadel hängt. Mein privater Drogenkrieg, meine private Sucht“. Und der „Stoff“ für den „Junkie“ Art Keller heißt Adan Barrera. Mit dem er... „Und ich hier, denkt Keller – Don Quijote im Kampf gegen Windmühlenflügel, Ahab auf der Jagd nach dem weißen Wal. Alles meine Besessenheit, wie ein Junkie an der Nadel hängt. Mein privater Drogenkrieg, meine private Sucht“. Und der „Stoff“ für den „Junkie“ Art Keller heißt Adan Barrera. Mit dem er in jungen Freunden eng war, den er in späteren Jahren, in Kellers Zeit als „Herr der Grenze“ gejagt und gefangen gesetzt hat. Der nicht mehr im Gefängnis sitzt. Der nicht zu fassen zu sein scheint, während Barrera im Hintergrund offensiv seine ehemalige Machtposition wieder erbaut und darüber hinaus die Hände ausstreckt nach der „Alleinherrschaft“ üb den mexikanischen Drogenhandel. Ein Krieg ist im Gange, hinter den Kulissen und ganz offen auf den Plätzen der umkämpften Drogen-Umschlagorten an der mexikanischen Grenze. Ein Kampf, in dem Menschen bei lebendigem Leib von den einen verbrannt werden, von den anderen kurz entschlossen mit Schüssen oder Granaten niedergestreckt werden. Kartell gegen Kartell mit wechselnden Verbindungen, Sondereinheiten gegen Kartelle, je nachdem, welches der anderen Kartelle sie entsprechend schmiert und bezahlt. Die Politik korrupt, die Leitungen der Sondereinheiten nicht einschätzbar und Keller gegen alle. In klarer, direkter Sprache, mit einfachen Sätzen, die manches Mal fast wie eine Aneinanderreihung von Stichworten wirken, stellt Winslow diese Gemengelage in Form traditioneller Mafia und Verbrechensepen dem Leser vor Augen. „Der Pate“, „Die Sopranos“, „French Connection“, sowohl vom Umfang her als auch von der (langesamen) Einführung und Vertiefung des „Personals“ stellt sich Winslow mit diesem Thriller in eine illustre Reihe harter und gewalttätiger Darstellungen des organisierten Verbrechens und ebenso gelingt es ihm, seinen Personen echte Tiefe zu verleihen, eine hohe Differenzierung im Innenleben genauso spannend zu gestalten, wie er die vielfach hin- und herwogenden Machtkämpfe minutiös gestaltet. Mitsamt des menschlichen und emotionalen Preises, den diese Lebensform auf allen Seiten fordert und kostet. Wobei auch der Hintergrund dieses umfassenden Drogensumpfes nicht zu kurz kommt, die ganz praktische, aber auch die politische Geschichte des Drogenhandels entlang der amerikanischen Grenze mitsamt einer detaillierten Erläuterung der Praxis desselben im Buch aufzeigt, dass Winslow fest im Thema verankert ist und seine Hausaufgaben der Recherche umfassend gemacht hat. Ein sehr empfehlenswerter, trockener, harter, informierter und äußerst unterhaltsamer Thriller, den man am Ende nur ungern aus der Hand legt.

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Narcocorrido
von einer Kundin/einem Kunden am 16.06.2015

Immer, wenn man denkt Don Winslow übertreibt mit seinen brutalen Schockeffekten, stellt man fest, dass alles direkt aus mexikanischen Tagesnachrichten stammt. Der Drogenkrieg der letzten Jahre hat eine Verselbständigung und Steigerung schrecklichster Gräueltaten hervorgebracht, die mit Worten kaum zu beschreiben sind. Jedem, der seine Partynacht noch ein... Immer, wenn man denkt Don Winslow übertreibt mit seinen brutalen Schockeffekten, stellt man fest, dass alles direkt aus mexikanischen Tagesnachrichten stammt. Der Drogenkrieg der letzten Jahre hat eine Verselbständigung und Steigerung schrecklichster Gräueltaten hervorgebracht, die mit Worten kaum zu beschreiben sind. Jedem, der seine Partynacht noch ein bißchen künstlich verlängern möchte, sollte klar sein wieviel Blut an jedem der weißen Kristalle klebt. Winslow lässt sich von den tatsächlichen Ereignissen der letzten Jahre inspirieren. Teilweise übernimmt er sogar die Vornamen der echten Kartellbosse. Die Schlüsselfigur ist eng an Joaquín Guzmán Loera, genannt 'El Chapo' (Check: El Chapo von Malcolm Beith bei Heyne Hardcore), angelehnt. Sein Kampf um die Vorherrschaft über die Kartelle ist zwar gnadenlos, aber noch von einer altertümlichen, patriarchalischen Tradition geprägt. Das ändert sich schnell, als die vom Golfkartell losgesagten 'Zetas' blutigst an der Macht kratzen. Zwischen all dem Morden und Taktieren, vergißt Winslow nicht den Kampf der kleinen Leute und der Journalisten ums Überleben in diesem Haifischbecken. Gerade hier schmerzt die Einsicht besonders, was alles in diesem Krieg verloren geht: Wahrheit, Integrität, Kultur. Und Winslow lässt niemals den Eindruck zu, dies alles wäre ein mexikanisches Problem. Die Verbindungen des Geldes führen überall hin, denn wer hatte noch richtiges 'Cash' als Banken gerettet werden mußten und dringend überlebenswichtige Finanzspritzen brauchten? Das Kartell. Und das ist jetzt überall.

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Das Kartell
von Calbano aus Wien am 16.06.2015

Diese Buch hat mich von der ersten Leseprobe an begeistert. Thema dieses Wälzers von Don Winslow ist die mexikanische Drogenmafia, die -aufgeteilt in Kartelle- um die Vorherrschaft über den amerikanischen und europäischen Drogenmarkt kämpft und dabei über Leichen geht. Der Ermittler Art Keller hat bereits vor Jahren an vorderster Front im... Diese Buch hat mich von der ersten Leseprobe an begeistert. Thema dieses Wälzers von Don Winslow ist die mexikanische Drogenmafia, die -aufgeteilt in Kartelle- um die Vorherrschaft über den amerikanischen und europäischen Drogenmarkt kämpft und dabei über Leichen geht. Der Ermittler Art Keller hat bereits vor Jahren an vorderster Front im Drogenkrieg gekämpft und dabei auch die Trennung von seiner Frau und seinen Kindern in Kauf genommen. Als sein Erzfeind Adan Barrera endlich hinter Schloss und Riegel ist beschließt Keller sich zur Ruhe zu setzen und sucht Stille und Frieden in einem abgelegenen Kloster wo er zum "Bienenvater" wird. Die Ruhe bleibt dem Agenten jedoch nur für wenige Jahre vergönnt denn Adan Barrerea schafft es, sich nach Mexiko überstellen zu lassen indem er einen Deal mit der Staatsanwaltschaft eingeht. Von dort aus ist es ihm ein Leichtes mithilfe seiner Clanmitglieder aus Puente Grande zu fliehen. Er will sein Kartell wieder aufbauen und für die Jahre im Gefängnis Rache üben an Art Keller der ihn mithilfe einer List verhaften konnte. Während Adans´ Aufenthalt hinter Gittern hat sich jedoch die Macht der Kartelle neu verteilt und so beginnt von neuem ein Krieg der sich immer mehr auch auf die unschuldige Zivilbevölkerung ausdehnt. Art Keller sieht sich gezwungen aus seinem selbst gewählten Exil zurück zu kehren und den Kampf gegen Adan Barrera und die Drogenkartelle erneut aufzunehmen. Jahrelang ziehen sich die Kämpfe und die blutigen Ausschreitungen hin bis Keller und Barrera sich gezwungen sehen ihre Feindschaft zu begraben um einen noch viel größereren und brutaleren Feind zu besiegen: Die mordende Bande der Zetas unter der Führung der Bosse Ochoa und Forty, die sowohl Adans´Geliebte Magda als auch Art Kellers´Stieftochter Erika auf dem Gewissen haben und seine Freundin Marisol schwer verletzten. Doch diese ungewöhnliche Allianz hat nicht lange Bestand... Ein absolut großartiger Thriller, wenn auch sehr komplex und teilweise sehr brutal. Ich musste beim Lesen immer wieder Pausen einlegen um das Gelesenen zu verarbeiten da die Schilderungen der Gewalt oft sehr ins blutige Detail gehen. Andererseits vermittelt Don Winslow mit dieser Detailgenauigkeit auch sehr gut die Ausmaße des Drogenkrieges der ja tatsächlich in Mexiko stattfindet und unter dem die Zivilbevölkerung seit Jahren zu leiden hat.

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Das Kartell
von leseratte1310 am 15.06.2015

Art Keller, ein ehemaliger Polizist, hatte sich in ein Kloster zurückgezogen und Bienen gezüchtet. Adan Barrera, der dank Keller in einem amerikanischen Hochsicherheitsgefängnis einsitzt, will den Drogenhandel wieder unter seine Kontrolle bringen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ihm jeder Weg recht, Gegner werden beseitigt, Schmiergelder gezahlt und Bündnisse... Art Keller, ein ehemaliger Polizist, hatte sich in ein Kloster zurückgezogen und Bienen gezüchtet. Adan Barrera, der dank Keller in einem amerikanischen Hochsicherheitsgefängnis einsitzt, will den Drogenhandel wieder unter seine Kontrolle bringen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ihm jeder Weg recht, Gegner werden beseitigt, Schmiergelder gezahlt und Bündnisse eingegangen. Sogar in der Regierung hat Barrera seine Handlanger. In früheren Zeiten waren Art und Adan mal Freunde, inzwischen sind sie erbitterte Feinde. Als Barrera die Flucht gelingt, muss Keller um sein Leben fürchten und macht sich auf der Jagd nach Adan, um ihn seiner Strafe zuzuführen. Es entwickelt sich ein grauenhafter und gnadenloser Drogenkrieg Die Story besticht durch raschen Szenenwechsel, was einen am Anfang etwas verwirrt, aber die Geschichte sehr spannend und actionreich macht. Da uns das Geschehen aus wechselnden Perspektiven erzählt wird, ergibt sich ein Überblick über die sehr komplexen Verflechtungen, die sogar vor Politikern und Polizisten nicht Halt machen. Obwohl ich den Vorgängerband "Tage der Toten" nicht kenne, konnte ich mich in die Geschichte problemlos hineinfinden, denn alles ist sehr detailliert erzählt. Die Strukturen und Verflechtungen der Kartelle sind sehr undurchschaubar, so dass es der Polizei fast unmöglich ist, mit legalen Mitteln diesem Sumpf beizukommen. Sowohl Art als auch Adan wollen ihr Ziel erreichen und gehen dabei über Leichen. Die Grenzen zwischen Gut und Böse werden merklich unscharf. Dabei werden die Protagonisten sehr vielschichtig geschildert. Winslow versteht es, einerseits die rücksichtslose und schreckliche Seite, andererseits aber die die zutiefst menschliche Seite der Protagonisten zu zeigen. Detailgetreu werden in diesem Buch sogar die Brutalitäten geschildert und man muss schon starke Nerven haben, um das über 800 Seiten lang wegzustecken. Dieser Thriller ist düster, brutal und sehr realistisch und stimmt nachdenklich. Spannend und fesselnd bis zum Schluss!

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Ein Epos für die Ewigkeit!
von einer Kundin/einem Kunden aus Erkelenz am 14.06.2015

Bislang bin ich von den Büchern von Don Winslow überhaupt nicht angetan gewesen. "Das Kartell" hat aber das genaue Gegenteil erreicht: Ich bin begeistert! Inhalt: US-Drogenfahnder Art Keller geht nach dem Vorgänger "Tage der Toten" erneut auf Spurensuche, nachdem er in die komplexen Strukturen der mexikanischen Drogenmafia vordringen konnte. Die... Bislang bin ich von den Büchern von Don Winslow überhaupt nicht angetan gewesen. "Das Kartell" hat aber das genaue Gegenteil erreicht: Ich bin begeistert! Inhalt: US-Drogenfahnder Art Keller geht nach dem Vorgänger "Tage der Toten" erneut auf Spurensuche, nachdem er in die komplexen Strukturen der mexikanischen Drogenmafia vordringen konnte. Die Drogendepots sind aufgeflogen, sodass die Jagd auf Keller eröffnet ist. Das Drogen- und Waffengeschäft hat nun solche Ausmaße angenommen, dass der Feind nun aus einer ganz anderen Richtung kommt. Die monumentale Fortsetzung von "Tage der Toten", die ich selbst noch gar nicht gelesen habe, erfasst den Leser bereits mit den ersten Zeilen. Es entwickelt sich ein regelrechter Sog, dem man nicht mehr entkommen kann. Eine äußerst lebendige Sprache gepaart mit unbändigem Wissen rund um den Drogenkrieg in Mexiko machen diesen Thriller zu einem echten Vergnügen. Man merkt Don Winslow die umfangreiche Recherche in diesem Buch an. Dabei fühlt man sich von der Recherche ein wenig an "Homicide" von David Simon erinnert, der eine Reportage in Buchform über den Polizeialltag in Baltimore verfasst hat. Die 830 Seiten von "Das Kartell" mögen vielleicht zunächst abschrecken, doch der Leser wird mit einer wirklichen packenden Geschichte verwöhnt. Hauptschauplatz des Buches ist Mexiko. Dabei treffen mit Adan Barrera, der Chef eines mächtigen Drogenkartells und US-Drogenfahnder Art Keller zwei erbitterte Feinde aufeinander, die sich gegenseitig ausschalten wollen. Winslow verdeutlicht in seinem Werk die Abläufe in den Kartellen. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück, die brutalen Handlungsweisen detailliert zu beschreiben. Beispielsweise werden einem Informanten Drogen verabreicht, damit er entsprechende Namen preisgibt. Es gibt die Zwangsheirat, um Nachwuchs für das Kartell heranzuziehen. Der Autor wechselt sehr oft die Perspektiven, um dem Leser einen entsprechenden Einblick in die verschiedenen Verknüpfungen zwischen Verbrechen und Politik zu geben. Auch blickt er auf die Schicksale der Menschen, die unter diesem Drogenkrieg leiden müssen. Insgesamt fühlte ich mich mit diesem Buch bestens unterhalten und gleichzeitig sehr gut informiert. So sieht für mich ein hervorragend recherchiertes Buch aus. Eine absolute Empfehlung!

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Eine spannende Fortsetzung
von Silke Schröder aus Hannover am 10.06.2015

Nachdem Don Winslow vor einigen Jahren mit "Tage des Toten" einen überwältigen Erfolg feiern konnte, folgt jetzt die Fortsetzung "Das Kartell". Die Ereignisse, von denen er erzählt, finden zwischen 2004 und 2012 statt. Und das, was der Autor beschreibt, ist wirklich erschreckend. Sicherlich ist "Das Kartell" nur ein Roman,... Nachdem Don Winslow vor einigen Jahren mit "Tage des Toten" einen überwältigen Erfolg feiern konnte, folgt jetzt die Fortsetzung "Das Kartell". Die Ereignisse, von denen er erzählt, finden zwischen 2004 und 2012 statt. Und das, was der Autor beschreibt, ist wirklich erschreckend. Sicherlich ist "Das Kartell" nur ein Roman, doch an viele der beschriebenen Ereignisse erinnern wir uns aus realen Medienberichten: Auftragsmorde und Schießereien auf offener Straße, Hochzeitsgesellschaften, die komplett ausgelöscht werden, Militäreinsätze in Armenvierteln. Detailliert beschreibt Winslow, wie die einzelnen Drogenkartelle ihre Macht ausbauen oder auch verlieren und wer mit welcher Regierung kollaboriert. Bestechungen stehen auf der Tagesordnung in einem Land, dass immer mehr die staatliche Ordnung verliert. Winslows Roman liefert ein umfassendes und sehr detailliertes Bild von Mexiko, wie es erschreckender kaum sein kann. Seine flüssig und spannend erzählte Geschichte ist auch deshalb sehr lesenswert, da sie sich weit über die üblichen Mafiaerzählungen hinausbewegt und die gesamtgesellschaftliche Misere Mexikos in den Blick nimmt. Dabei vergisst er auch nicht die vielen kleinen Helden, die sich tapfer gegen diese Strukturen wehren, selbst wenn sie dies mit dem Tod bezahlen müssen.

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Und wozu das Ganze?
von LinaLiestHalt am 09.06.2015

>> Mexiko, das Land der Pyramiden und Paläste, der Wüsten und Dschungel, der Berge und Strände, Märkte und Gärten, Boulevards und Gassen, Plazas und Patios ist jetzt nur noch ein Schlachthof. Und wozu das ganze? Damit sich die Amis mit Drogen vollpumpen können. << „Das Kartell“ ist ein monumentales Werk... >> Mexiko, das Land der Pyramiden und Paläste, der Wüsten und Dschungel, der Berge und Strände, Märkte und Gärten, Boulevards und Gassen, Plazas und Patios ist jetzt nur noch ein Schlachthof. Und wozu das ganze? Damit sich die Amis mit Drogen vollpumpen können. << „Das Kartell“ ist ein monumentales Werk und ein Monster von einem Buch! Über ein Jahrzehnt skizziert Don Winslow auf blutige und grausam detailversessene Art und Weise den Wiederaufstieg und Fall des sinaloanischen Drogenkartells und Art Kellers verbitterten Kampf gegen seinen früheren Freund Adán Barrera aus „Tage der Toten“. Schonungslos werden die sich über Jahre entwickelnden Bündnisse, Intrigen und Kriege zwischen den einzelnen Kartellen und die unzähligen Toten, die das Kräftemessen fordert, dargestellt. Dabei stellt das internationale Ausmaß der mexikanisch-amerikanischen Drogenkrise auch die Politik vor ein scheinbar unlösbares Problem. Alle sind Opfer dieses sinnlosen Krieges, der die einfachen, armen Menschen vertreibt, verstümmelt und zwischen den sich ständig wandelnden Fronten aufreibt. Niemand bleibt von der Gewalt unberührt, diejenigen, die überleben, sind gezeichnet für ihr restliches Leben. Obwohl es sich hier um ein fiktives Werk handelt, sind die Szenarien verstörend realistisch und von authentischen Ereignissen inspiriert. Die Gewalt und Grausamkeit ist stellenweise nur schwer zu ertragen und die Unterscheidung zwischen gut und böse schon lange nicht mehr möglich. Ein brutal geniales Buch, das einen genauso hilflos und geschlagen zurücklässt, wie seinen „Helden“.

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DAS KARTELL ist der Hammer!“ Harlan Coban
von Inge Weis aus Pirmasens am 07.06.2015

Ein klassischer Fall von hammerhart. Ein verdammt gutes Buch in dem Art Keller feststellen muß, dass das Drogen- und Waffengeschäft unfassbare Dimensionen angenommen hat und der Feind aus einer ganz unerwarteten Richtung kommt. Sie waren mal beste Freunde. Aber das ist viele Jahre und unzählige Tote her. Manchmal musst... Ein klassischer Fall von hammerhart. Ein verdammt gutes Buch in dem Art Keller feststellen muß, dass das Drogen- und Waffengeschäft unfassbare Dimensionen angenommen hat und der Feind aus einer ganz unerwarteten Richtung kommt. Sie waren mal beste Freunde. Aber das ist viele Jahre und unzählige Tote her. Manchmal musst du mitten reingehen. Normalerweise passt man auf sich auf. Man trifft seine Vorkehrungen. Man wartet geduldig, bis der richtige Moment gekommen ist. Aber manchmal musst du mitten reingehen. Mit dieser Erkenntnis begann sein langer Krieg gegen die Barreras, der nun schon dreißig Jahre dauert und ihm alles genommen hat, was er besaß: seine Familie, seinen Job, seine Überzeugungen, seine Ehre, seine Seele. Nun muß er feststellen, dass das Drogen- und Waffengeschäft unfassbare Dimensionen angenommen hat und der Feind aus einer ganz unerwarteten Richtung kommt. Der Drogenfahnder Art Keller tritt nun an, um Adan Barrera, dem mächtigen Drogenboss, für immer das Handwerk zu legen - den finalen Stoß zu geben. Er begibt sich auf eine atemlose Jagd und in einen entfesselten Krieg, in dem die Grenzen zwischen Gut und Böse schon längst verschwunden sind. Ein Krieg mit epischem Ausmaß, ein Krieg gegen die Gesetzlosen. Eine wahrhaft erschütternde, genau recherchierte Geschichte über die mexikanisch-amerikanischen Drogenkriege, über Gier und Korruption, Rache und Gerechtigkeit, Heldenmut und Hinterhältigkeit. Ein nervenzerfetzender Thriller allererster Güte. Absolut fesselnd und voller unerwarteter Wendungen. Wieder einmal erweist sich Don Winslow als eine der herausragendsten Entdeckungen für den hiesigen Krimimarkt. Hier in "Das Kartell" zeigt sich sein Können in Sachen erzählerischer Rasanz, fesselnden Stils und atemberaubender Spannnung, brutal, ungeheuer atmosphärisch, bis ins letzte Detail durchgeplant. Großartig bis zum brillianten Showdown. Ein dickes Dankeschön dem Droemer Knaur Verlag für diese Entdeckung! In dem Heer vieler durchschnittlicher Krimineuerscheinungen ragt dieser wie ein Fels in der Brandung hervor. Einmal mehr: Chapeau, Mr. Winslow! Wer neben dem reinen Krimiplot mehr will, der wird hier bestens bedient. Schaffen Sie Platz im Koffer, ideal für den Urlaub!

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Kaputt in Juarez
von Susanne am 06.06.2015

„Das Kartell“ ist die Geschichte zweier Männer, einst Freunde, jetzt Todfeinde: Arthur Keller ist US-Drogenfahnder, Adán Barrera ein mexikanischer Drogenbaron. Sie beginnt im Jahr 2004 genau dort, wo „Tage der Toten“ aufgehört hatte - Adán sitzt im Knast, Art Keller lebt als Bienenvater in einem Kloster in New Mexico... „Das Kartell“ ist die Geschichte zweier Männer, einst Freunde, jetzt Todfeinde: Arthur Keller ist US-Drogenfahnder, Adán Barrera ein mexikanischer Drogenbaron. Sie beginnt im Jahr 2004 genau dort, wo „Tage der Toten“ aufgehört hatte - Adán sitzt im Knast, Art Keller lebt als Bienenvater in einem Kloster in New Mexico - und endet, nach dem blutigen Einsatz eines US-Tötungskommandos in Guatemala im Jahr 2012, zwei Jahre später in Juarez. Was dazwischen geschah, von der Eskalation des „War on Drugs“, Terror und Tod, das erzählt Don Winslow in seinem neuen hochspannenden Roman. Zitat: „Al-Qaida hat dreitausend Amerikaner umgebracht. Es mag herzlos klingen, aber das ist nur ein Bruchteil dessen, was wir (die USA) an Drogenopfern haben, Jahr für Jahr.“ Dabei geht es um die Hintergründe der Drogenkriege in Mexiko und den Zweikampf der beiden Protagonisten. Adán Barrera soll vom Bundesgefängnis in San Diego, Kalifornien, nach Mexiko verlegt werden. Um an der Beerdigung seiner Tochter teilnehmen zu können, wurde er zum Verräter. Den Rest seiner Strafe will er nun in seiner Heimat absitzen. Im CEFERESO II, einem Luxus-Gefängnis, wird er von einem Cousin freudig begrüßt. Minutiös schildert der Autor den brutalen Krieg der Kartelle untereinander, um Macht, Moral und Mord. Denn der Drogenhandel zwischen Mexiko und den USA ist ein Milliardengeschäft. Zum besseren Verständnis sind dem Buch eine Landkarte mit den Schauplätzen des Romans sowie eine Aufstellung der vier wichtigsten Player beigefügt: Das Juarez-Kartell, das Golf-Kartell, das Tijuana-Kartell und das Sinaloa-Kartell. Nach seinem spektakulären Ausbruch aus dem Gefängnis will Adán Barrera, dem Teile des Sinaloa und des Tijuana-Kartells gehören, zurück auf den Thron. Zunächst zettelt er daher einen Krieg mit dem Golf-Kartell an. Aber das Golf-Kartell rüstet auf und stellt eine eigene Privatarmee zusammen, die sogenannten Zetas. Zitat: „Vielleicht weil ihr brutale Schlächter seid, Soziopathen und Sadisten. Vielleicht weil ihr alles foltert und tötet, was euch in die Hände fällt. Vielleicht weil ihr mein ungeborenes Kind ermordet habt.“ In einer Nebenhandlung geht es aber auch um das traurige Schicksal des zwölfjährigen Chuy, der durch einen dummen Zufall zum psychopathischen Killer wird und seinen Opfern, quasi als Markenzeichen, die Köpfe abschneidet. Last but not least geht es um ein tödliches Netz aus Gewalt und Korruption, in das auch der Journalist Pablo Mora verstrickt zu sein scheint. Zitat: „Dies ist kein Krieg gegen die Drogen. Dies ist ein Krieg gegen die Armen und die Ohnmächtigen, Unhörbaren und Unsichtbaren, die ihr von der Straße fegen wollt wie den Dreck, der euch um die Beine weht und eure Stiefel beschmutzt.“ Und so wundert es nicht, dass Don Winslow seinen Roman all jenen Journalisten gewidmet hat, die in den vergangenen zehn Jahren in Mexiko getötet wurden oder „verschwanden“: eine lange, zwei Seiten umfassende Auflistung von Namen. Wer ist gut, wer ist böse? Don Winslow lässt die Grenzen verschwimmen. Und so hat der Leser Verständnis für Killer Chuy, den korrupten Journalisten oder auch Art Keller, der das Töten zur Notwendigkeit macht, in seinem Streben nach Rache und Gerechtigkeit. Ein äußerst erschreckendes, doch realistisches Szenario, das der Autor sich ausgedacht hat und er ist wütend auf die Regierungen, die Geheimdienste, die Armeen, die Polizei und die Politiker. Das große Geschäft mit der Sucht, der Krieg gegen die Drogen, der jeden von ihnen reich macht, sowohl in Mexiko als auch in den USA - und sogar in Europa. Eine gelungene Mischung aus Fiktion und Fakten. Bestens recherchiert, sprachlich exzellent, packend und gekonnt in Szene gesetzt. Insgesamt ein Buch mit Herzblut, das lange nachhallt. Fazit: Hart, brutal, real. Ein Jahrhundertwerk!

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