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Beste Zeit

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Fahrtwind, Freiheit und hoffentlich bald mal der richtige Typ, das ist es, was sich Kati (Anna Maria Sturm) und ihre beste Freundin Jo (Rosalie Thomass) wünschen, wenn sie nachts von den üppigen satten Wiesen Bayerns in den Sternenhimmel schauen. Eines schönen Tages scheint dann allerdings die Zeit des Träumens vorbei zu sein. Denn Kati erhält endlich ihre lang ersehnte Zusage für den Schüleraustausch in die USA. Nichts steht also der besten und abgefahrensten Zeit ihres Lebens mehr im Weg - oder ist es vielleicht zuhause doch nicht so schlecht...?
RezensionBild
Die Bildqualität ist trotz des recht jungen Datums des Filmes enttäuschend. Vor allem fällt die mangelhafte Schärfe auf, die den ganzen Film leicht verschwommen aussehen lässt. Der Kontrast ist dagegen gut. Die Farben sind frisch und kräftig. Es gibt ein leichtes Hintergrundrauschen, das sich wiederholt bemerkbar macht. Die Kompression könnte etwas besser sein.
RezensionTon
Der Film ist dialoglastig und deswegen kommt die frontlastige Abmischung nicht ganz überraschend. Die DD 5.1-Tonspur belohnt den Zuhörer dafür mit zahlreichen Umgebungsgeräuschen, die gemeinsam mit der Musikuntermalung eine gute räumliche Klangkulisse ergeben. Irgendwelche Mängel sind auch nicht zu hören. Bei so einem Film ist eine DTS-Version eigentlich verschwendet und unnötig. Die Datenmenge hätte man in das Bild investieren sollen. Außerdem ist sie lediglich etwas lauter. Die DVD ist mit einer Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte ausgestattet. Es gibt optionale deutsche Untertitel. Angesichts des vorherrschenden Dialektes eine sehr gute Wahl.
RezensionBonus
Das Bonusmaterial ist etwas spärlich und besteht aus: „Drehorte“, einem Blick auf eine Karte und die dazugehörige Szene aus dem Spielfilm (für diejenigen, die das tiefe Bedürfnis verspüren, mal die Drehorte zu besuchen), einem unkommentierten „Blick hinter die Kulissen“ (ca. 4 min), vier Interviews (gesamt ca. 23 min) sowie sechs Darstellerinfos in Form von Texttafeln.
Portrait
Marcus H. Rosenmüller, Jahrgang 1973, studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Seinen Diplomfilm »Hotel Deepa« drehte er dank eines Stipendiums des DAAD in Indien. Schon während seines Studiums erhielt er Preise und Auszeichnungen für seine Kurzfilme »Nur Schreiner machen Frauen glücklich«, »Kümmel und Korn« und »C est la vie«. Neben Fernsehdokumentationen für den Bayrischen Rundfunk hatte er das Glück, mehrere Kinofilme drehen zu können, und machte mit »Wer früher stirbt ist länger tot«, »Räuber Kneißl«, »Schwere Jungs«, »Beste Zeit« und »Beste Gegend« den Heimatfilm wieder zu einem bei Filmkritikern und Publikum gleichermaßen beliebten Genre. Sein erster großer Kinoerfolg »Wer früher stirbt ist länger tot« wurde mit dem Deutschen Filmpreis 2007, dem Bayrischen Filmpreis 2007, dem New Face Award 2007 sowie dem Förderpreis Deutscher Film 2006 ausgezeichnet. Zuletzt war von ihm 2009 »Die Perlmutterfarbe« im Kino zu sehen.
Andreas Giebel, geboren 1958 in München, stand im Alter von 21 Jahren erstmals mit seinen Texten auf der Bühne. Seit 1986 widmet er sich ausschließlich dem Kabarett. Duoprogramme mit Urban Priol und Georg Schramm, regelmäßiger Gast in Ottis Schlachthof. Viele Auszeichnungen, darunter Passauer Scharfrichterbeil, Deutscher Kleinkunstpreis, Bayerischer Kabarettpreis, Deutscher Kabarettpreis. Auch bekannt als Schauspieler u.a. aus TATORT, Franz Xaver Bogners MÜNCHEN 7 und ROSENHEIM COPS. Giebel lebt in München.
Die 1987 geborene Schauspielerin Rosalie Thomass ist Autodidaktin und arbeitet regelmäßig mit dem Schauspielcoach Frank Betzelt zusammen. Ihre ersten Bühnenerfahrungen sammelte sie am Münchner Volkstheater. Bis 2005 war sie Mitglied der Jugendtheatergruppe der Münchner Kammerspiele. Erstmals einem breiteren Publikum bekannt wurde Rosalie Thomass 2005 in Dominik Grafs "Polizeiruf 110 Er sollte tot", für den sie u. a. den Bayerischen und den Deutschen Fernsehpreis als Beste Nachwuchsdarstellerin erhielt. Es folgten weitere Rollen u. a. in den Kinofilmen "Beste Zeit" und "Beste Gegend".
Zitat
BESTE ZEIT ist der erste Teil der „Beste“-Trilogie von Regisseur Marcus H. Rosenmüller (auch: WER FRÜHER STIRBT, IST LÄNGER TOT), die mit BESTE GEGEND fortgesetzt wurde und die mit dem bald folgenden BESTE CHANCE abgeschlossen wird. BESTE ZEIT hat etwas von einem Heimatfilm, ist er doch nicht nur in der Provinz angesiedelt, sondern bietet auch den entsprechenden Dialekt und die dazugehörigen Dorfprobleme. Die Story mag autobiographisch sein, ist aber auch alles andere als neu, ja regelrecht altbacken und hoffnungslos langweilig anzusehen. Die Konflikte bewegen sich auf dem typischen Teenager-Niveau, das irgendwo zwischen erster Liebe und Rebellion gegen die Eltern hin und her schwankt. Das bayerische Landleben wird dabei so unattraktiv gezeichnet, das man sich am Ende fragt, warum die Protagonistin doch daheim bleibt. Ein mutloses, geradezu konservatives Weltbild wird hier entworfen und verherrlicht. Statt die Chance auf eine weite Reise (mal wieder die USA) zu nutzen, wirft man in letzter Minute das Handtuch und tauscht neue Gelegenheiten, potentielle Freiheit und Selbstbestimmung gegen eine unbestimmte Dorfliebe und übermächtige Heimatgefühle ein. Zu Hause ist es doch am schönsten, geht bloß nicht weg! Das da draußen kann euch all das nicht offerieren, was Mutti und die beste Freundin bieten. Toll! Auf einmal ist die Dorfidylle besser als alles andere und die vorher angedeutete Auflehnung gegen die Eltern versinkt in plötzlicher Bedeutungslosigkeit. War doch alles nicht so gemeint! Im Film wird entsprechend dazu unendlich viel geredet und gequatscht und die Inszenierung ist mit platter Symbolik aufgeladen. BESTE ZEIT ist letztendlich nichts anderes als naives (Provinz-)Kino für schlichte und anspruchslose Stunden. Die Story ist ohne Überraschungen, die Sprache so platt wie selten. Eine Anhäufung von bedeutungsschwangeren Sprüchen, die einem Kalenderblatt entnommen scheinen. Der Dialekt kann einem dabei sehr schnell auf den Keks gehen, allein den Verweis auf sprachliche Authentizität mag man da nicht gelten lassen. Neues Deutsches Kino? Gerne, aber bitte nicht so!
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Beschreibung

Produktdetails


Medium DVD
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 6 Jahren
Erscheinungsdatum 03.12.2015
Regisseur Marcus H. Rosenmüller
Sprache Deutsch (Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte)
EAN 4011976848882
Genre Drama
Studio Universal Pictures Customer Service Deutschland/Österreich
Spieldauer 140 Minuten
Bildformat 16:9 anamorph
Tonformat Deutsch: DTS 5.1, Deutsch: Dolby Digital 5.1, Hörfilmfassung für Blinde
Film (DVD)
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Jugendträume und große Freundschaft
von lady_st.germain am 27.01.2008

Der Film erzählt eine Episode aus dem Leben der Freundinnen Kathi und Jo, welche beide in einem kleinen bayrischen Dorf nahe Dachau im bäuerlichen Milieu aufwachsen. Beide sehnen sich nach der großen Liebe, und Kathi hadert außerdem noch damit, ob sie wirklich zu ihrem Schüleraustausch nach Amerika gehen will,... Der Film erzählt eine Episode aus dem Leben der Freundinnen Kathi und Jo, welche beide in einem kleinen bayrischen Dorf nahe Dachau im bäuerlichen Milieu aufwachsen. Beide sehnen sich nach der großen Liebe, und Kathi hadert außerdem noch damit, ob sie wirklich zu ihrem Schüleraustausch nach Amerika gehen will, oder sonst hier ein Jahr lang etwas entscheidendes verpasst. Der Film ist, wie bei "Wer früher stirbt ist länger tot" in bayrischer Sprache gehalten, man sollte den Dialekt also schon gut verstehen. Gedreht wurde vorwiegend mit Laiendarstellern, es sind aber auch bekanntere Künstler wie Andreas Giebel dabei. Wer den Film "Wer früher stirbt ist länger tot" vom gleichen Regisseur gesehen hat und mit denselben Erwartungen an "Beste Zeit" rangeht, wird unweigerlich ein bißchen enttäsucht werden, denn ganz so witzig und pfiffig ist dieser Film nicht, obgleich auch lustige Szenen darin vorkommen. Der Film braucht insgesamt auch ein wenig, bis er in die Gänge kommt und die Handlung Fahrt gewinnt, es sind auch viele lange epische Szenen dabei, in denen die Freundinnen z.B. über ein Feld marschieren und dabei über das Leben philosophieren. Gefallen hat mir an dem Film die ziemlich authentische Darstellung des bayrischen kleinbäuerlichen Milieus, ich bin selber in einem kleinen Nest in der Gegend aufgewachsen, und habe mich stellenweise schon an meine Jugend erinnert gefühlt. Auch die lustigen Szenen haben überzeugt, beispielsweise als Kathis Verehrer Rocky ihre Familie mit irritzigen Manövern von ihr fern hält, damit ein in den Graben gesetzer VW-Bus heimlich wieder herausgezogen werden kann, ohne dass die Eltern es merken. Auch die Laien-Darsteller sind durchweg mit viel Spielfreude und Einsatz zugange. Am besten fanden wir aber trotzdem den Profi Andreas Giebel. Nicht so gut gefallen hat uns, dass in dem Film viel "Luft" war, man hätte die epischen Szenen etwas kürzen können, damit der Film mehr mitreißt. Auch ist die Gagdichte nicht so groß wie bei "Wer früher stirbt ist länger tot". Was mich persönlich gestört hat, war, dass sich der Film an wichtigen Stellen vor konkreten Antworten drückt. Ein paar Antworten möchte man als Zuschauer aber doch haben, schließlich verfolgt man ja den Plot gerade, weil man z.B. wissen will "kommen die beiden jetzt zusammen oder nicht?" Insgesamt kann man den Film für einen vergnüglichen Abend schon empfehlen, wenn man den Stil von Rosenmüller mag und auch mit der bayrischen Mundart keine großen Verständnisprobleme hat. Isgesamt sollte man aber kein zweites "Wer früher stirbt ist länger tot" erwarten, dieser Film ist quasi eher die Vorstufe davon.

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