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Bronsky, A: Baba Dunjas letzte Liebe/CDs

Ungekürzte Lesung. Ausgezeichnet mit dem Deutsche Hörbuchpreis 2016 für die beste Interpretin (Sophie Rois)

(44)

»Wenn ich mich in meinem Alter noch über Menschen wundern würde, käme ich nicht mal mehr zum Zähneputzen.« Baba Dunja

Baba Dunja ist eine Tschernobyl-Heimkehrerin. Wo der Rest der Welt die tickenden Geigerzähler fürchtet, baut sich die frühere Krankenschwester mit Gleichgesinnten ein neues Leben auf. Die Vögel rufen dort so laut wie nirgends sonst, die Spinnen weben verrückte Netze, und manchmal kommt ein Toter auf einen Plausch vorbei. Während der sterbenskranke Petrov in der Hängematte Liebesgedichte liest und die frühere Melkerin Marja mit dem fast hundertjährigen Sidorow anbandelt, schreibt Baba Dunja Briefe an ihre Tochter Irina, die Chirurgin bei der deutschen Bundeswehr ist. Doch dann kommt ein Fremder ins Dorf – und die Gemeinschaft steht erneut vor der Auflösung.

Portrait
Alina Bronsky, geb. 1978 in Jekaterinburg/Russland, verbrachte ihre Kindheit auf der asiatischen Seite des Ural-Gebirges und ihre Jugend in Marburg und Darmstadt. Nach abgebrochenem Medizinstudium arbeitete sie als Texterin in einer Werbeagentur und als Redakteurin bei einer Tageszeitung. Sie lebt in Frankfurt und telefoniert bis heute fast täglich mit ihren Großeltern in Sibirien
Sophie Rois, 1961 in Ottensheim bei Linz geboren, studierte am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Seit 1992 ist sie Ensemblemitglied der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, wo sie in zahlreichen Inszenierungen von Christoph Schlingensief und Frank Castorf mitwirkt. 1993 erhielt sie den Publikumspreis der Berlinale und den Bundesfilmpreis in Silber, beide für "Wir können auch anders". Für die Rolle der Erika Mann im Dreiteiler "Die Manns - ein Jahrhundertroman" wurde sie mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. 2006 wurde Sophie Rois für ihre Interpretation der "Jane Eyre" mit dem Deutschen Hörbuch Preis ausgezeichnet, ebenso 2016 für Alina Bronskys Roman "Baba Dunjas letzte Liebe".
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Sophie Rois
Anzahl 4
Erscheinungsdatum 07.10.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783864843013
Genre Belletristik
Verlag Roof Music GmbH
Auflage 4
Spieldauer 273 Minuten
Hörbuch (CD)
27,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Baba Dunja“

Gregor Schwarzenbrunner, Thalia-Buchhandlung Linz, Zentrale

Baba Dunja ist – wie ein paar andere Alte – in ihr Häuschen zurückgekehrt: Als pensionierte Hilfskrankenschwester hätte sie sich in der Stadt gar keine Mietwohnung leisten können. Das ihr Haus in der radioaktiv-verstrahlten Zone rund um Tschernobyl liegt, kümmert sie eigentlich gar nicht. Nur überfordern darf man Dunja nicht, schließlich Baba Dunja ist – wie ein paar andere Alte – in ihr Häuschen zurückgekehrt: Als pensionierte Hilfskrankenschwester hätte sie sich in der Stadt gar keine Mietwohnung leisten können. Das ihr Haus in der radioaktiv-verstrahlten Zone rund um Tschernobyl liegt, kümmert sie eigentlich gar nicht. Nur überfordern darf man Dunja nicht, schließlich ist sie auch keine 82 mehr.

Aus der Ich-Perspektive erzählt Alina Bronsky, in einfachen und ruhigen Sätzen, die Geschichte einer in die Todeszone rund um Tschernobyl Zurückgekehrten. Zwei Dinge treten deutlich hervor: Einerseits die liebevolle Beschreibungen der Charaktere und die wirklich wunderbar gelungene Erzählung, die manchmal auch ein wenig poetisch wirkt. Baba Dunja erinnert mich da ganz stark an meine eigene Baba. Leider viel zu kurz ist die gelungene Erzählung geworden, viel zu schnell hab ich die traurige und auch oft sehr skurrile Geschichte durchgelesen. Und ja eine ganz wichtige Botschaft hat sie auch: Nicht immer Angst haben, sondern auch einfach mal leben(=Auch wenn die äußeren Umstände oft ganz prekär und tödlich sind). Baba Dunja war nominiert für den deutschen Buchpreis 2015 und ist mein erster Roman von Alina Bronsky, aber bestimmt nicht mein letzter.

„großes Lesevergnügen“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

Die Katastrophe von Tschernobyl liegt lange zurück. Die Umgebung ist immer noch verstrahlt und dennoch gibt es eine kleine Gruppe von Heimkehrern. Baba Dunja gehört dazu. Wie ihre Nachbarn, ignoriert sie die Gefahr vollkommen.In aller Ruhe baut sie ihr Gemüse an und lebt gemütlich vor sich hin. Weder die Sorge ihrer Tochter Irina, noch Die Katastrophe von Tschernobyl liegt lange zurück. Die Umgebung ist immer noch verstrahlt und dennoch gibt es eine kleine Gruppe von Heimkehrern. Baba Dunja gehört dazu. Wie ihre Nachbarn, ignoriert sie die Gefahr vollkommen.In aller Ruhe baut sie ihr Gemüse an und lebt gemütlich vor sich hin. Weder die Sorge ihrer Tochter Irina, noch die Gedanken an ihre Enkelin können Baba Dunja bewegen, dieses Niemandsland wieder zu verlassen. Allerdings hat sie ihrer Familie strikt untersagt, sie zu besuchen. Baba Dunja ist alt, dickköpfig und eine Autorität. Für die Dorfbewohner ist sie die erste Ansprechperson, beinahe so etwas wie eine Bürgermeisterin.
"Baba Dunjas letzte Liebe" von Alina Bronsky ist großes Lesevergnügen

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
44 Bewertungen
Übersicht
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Eine sehr gelungene und traurige Geschichte
von Wedma am 27.08.2015

Baba Dunja ist eine starke Frau, die ihren eigenen Weg unbeirrt verfolgt, egal, wer und was zu ihren Entscheidungen sagt. Die Frau hat mich ganz schön beeindruckt. Ihre Geschichte fängt recht gemütlich an, aber je weiter, desto ernster werden die Probleme und Fragestellungen. Mit einer Prise Humor, aber doch... Baba Dunja ist eine starke Frau, die ihren eigenen Weg unbeirrt verfolgt, egal, wer und was zu ihren Entscheidungen sagt. Die Frau hat mich ganz schön beeindruckt. Ihre Geschichte fängt recht gemütlich an, aber je weiter, desto ernster werden die Probleme und Fragestellungen. Mit einer Prise Humor, aber doch recht ernst und mit einer bewundernswerten Gleichmut, erzählt sie ihr Leben vor dem Reaktorunglück 1986 und von der Zeit danach: von der Evakuierung und warum sie als Erste ins Dorf zurückkehrte. Eine ganze Epoche, in authentischen wie lebendigen Bildern, die die jungen Menschen von heute sich kaum vorstellen können, wird wieder lebendig. Helle, fröhliche Bilder von Stadtkindern, die vor 86 über die langen Sommerferien zu ihren Großeltern ins Dorf kamen und dort nach Herzenslust herumtobten - Baba Dunja, als einzige medizinische Hilfskrankenschwester im Ort, musste sie mal auch versorgen, stehen im krassen Kontrast zu den Bildern, die sie von ihrer Enkelin Laura hat. Baba Dunja durfte das Mädchen nie kennenlernen, da Laura in Deutschland geboren wurde, dort nun lebt und noch nie zu Besuch gekommen ist. Auf den Fotos, die Tochter Irina Baba Dunja geschickt hat, guckt Laura immer ernst und lächelt nie. Baba Dunja steht sinnbildlich für viele Frauen ihrer Generation. Sie haben ähnliche Schicksale: ein Leben voller Arbeit im Spagat zwischen dem Vollzeitjob, der Kindererziehung und der Arbeit im Haus und Garten, ggf. einem Mann wie ihr Egor, der eigene Interessen mehr schätzte als die der Familie. Und nun ist sie alt, lebt allein, pflegt ihren Gemüsegarten, da sie sich selbst versorgt, und spricht mit den Geistern der toten Dorfbewohner. Auch den Geist des toten Hans ihrer Nachbarin Marja sieht sie auf dem Zaun und nickt ihm im Vorbeigehen zu. Baba Dunja ist eine weise Frau, bei der die Zeit eine ganz andere Dimension hat. Die Vergangenheit ist genauso lebendig wie Gegenwart. Bloß die Zukunft, die durch ihre Tochter Irina und die Enkelin Laura zum Ausdruck gebracht wurde, sieht zunächst sehr undurchsichtig aus. Erst ist Irina so geheimnisvoll wie immer, was ihr Familienleben angeht, als sie endlich zu Besuch, nicht ohne triftigen Grund, kommt. Doch dann… Da Baba Dunja ihre Enkelin noch nie persönlich kennengelernt hat, vermutet sie zunächst, dass es Laura gar nicht gibt und stellt prompt die Frage, was alles dann für einen Sinn hätte, wenn es Laura, also ihr Nachkommen in der Übernächsten Generation, gar nicht gibt? Gute Frage. Irina ist in der Fremde nicht besonders glücklich geworden: seit sieben Jahren geschieden, zur Tochter besteht nun auch keinen Kontakt mehr. Laura fördert schon länger ein gestörtes Verhalten zutage, Irina ist hilflos, sie weiß nicht, wie sie damit umgehen soll und wie sie ihrer Tochter helfen könnte. Laura hat Baba Dunja einen Brief geschrieben, in einer Sprache, die Baba Dunja nicht versteht. Die Verbindung von der älteren zur jüngeren Generation scheint also gebrochen: Die Kontinuität, die die Zugehörigkeit zu einem Volk mit seiner Kultur und seiner Sprache da wäre, ist nicht mehr gegeben. Baba Dunja ist nicht besonders glücklich darüber, aber sie hat gelernt, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind. Sie will aber ihre Enkelin verstehen, sie will wissen, was sie stört, warum sie das macht, was sie macht. Baba Dunja wurde für mich so lebendig, ihre Gedanken und Sorgen so nah, dass ich den Wunsch verspürt habe, sie zu besuchen, mit ihr Tee zu trinken, die wundersamen Spinnennetze in ihrem Haus, ihre Pflanzen draußen zu bewundern, vllt. etwas von den Beeren aus ihrem Garten zu kosten. Von Baba Dunjas Art und ihrer Lebensweisheit kann man ein gutes Stück abschneiden. Das Reaktorunglück steht m.E. als Sinnbild für den Verfall des alten Systems. Die neue Ordnung, die die Kinder außer Landes gebracht und die Kindeskinder von ihrer Kultur und den Großeltern entfremdet hat, macht offensichtlich auch kaum glücklich, wenn man an Irina und Laura denkt. Was bedeutet das für die jungen Frauen, was bedeutet das für Baba Dunja? Die jüngere Generation hat ihre Wurzeln verloren und Baba Dunja ihre Zukunft. Deshalb hat die Geschichte ein offenes Ende, da dieses Dilemma für Baba Dunjas Nachkommen nach wie vor ungelöst bleibt. Ich habe die Ausgabe Hörbuch gewählt. Die Sprecherin Sophie Rois hat mit ihrer Darbietung Baba Dunjas Geschichte bereichert. Jede der Figuren und ihre Stimmungen konnte ich deutlich heraushören und nachvollziehen. Die Figuren wurden von der Autorin Alina Bronsky schon sehr gelungen und liebevoll gezeichnet. Von der Sprecherin Sophie Rois haben sie ihre Stimmen bekommen und wurden auf diese Weise für die Hörer lebendig. Kleine Kritik: Ich wünschte, Sophie Rois hätte es fertiggebracht, die Personennamen richtig auszusprechen. Es hätte schlicht besser, professioneller, respektvoller gegenüber den Figuren und dem Werk insgesamt geklungen. Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit dem Gesamtergebnis. Ich denke, dass ich Baba Dunjas letzte Liebe mal wieder hören werde, weil ich wieder etwas Zeit mit ihr und den Bewohnern von Tchernowo verbringen möchte. Fazit: Eine sehr gelungene wie traurige Geschichte, die der heutigen Gesellschaft ein Spiegel vors Gesicht hält und zum Nachdenken anregt. Baba Dunja wird mir noch länger in Erinnerung bleiben. Ich fühle mich geehrt, dass ich sie kennenlernen durfte.

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0 0
starke Bilder einer untergegangenen Welt...
von einer Kundin/einem Kunden am 25.08.2015
Bewertet: gebundene Ausgabe

Für Baba Dunja, den sterbenskranken Petrow, die Melkerin Marja, die Gawrilos und den fast hundertjährigen Sidorow scheint es egal , ob sie ein Jahr mehr oder weniger leben. Sie kehren zurück nach Tschernow in ihre leerstehenden Häuser und versuchen ihr altes Leben wieder aufzunehmen. Ein beschwerliches Leben und eine... Für Baba Dunja, den sterbenskranken Petrow, die Melkerin Marja, die Gawrilos und den fast hundertjährigen Sidorow scheint es egal , ob sie ein Jahr mehr oder weniger leben. Sie kehren zurück nach Tschernow in ihre leerstehenden Häuser und versuchen ihr altes Leben wieder aufzunehmen. Ein beschwerliches Leben und eine zerbrechliche Gemeinschaft , die voller Humor beschrieben wird und eine tiefe Nachdenklichkeit zurück lässt. Baba Dunja erzählt böse in sperrigen Bildern und doch voller Wärme - und sie hat viel zu erzählen , von Jegor ihrem nichtsnutzigen Mann, den sie geliebt hat , von ihrer Tochter Irina, die Pakete aus Deutschland schickt, die sie in einem beschwerlichen Marsch aus dem nächsten Ort abholt und von ihrer unbekannten Enkelin, der sie lange Briefe schreibt. Die Welt scheint fast in Ordnung, kaum fassbar nach dem Reaktorunglück von 1986, bis ein viel greifbares Unglück hereinbricht : Fremde erreichen das Dorf, ein Vater strandet mit seinem kleinen Mädchen , was einer Katastrophe gleich kommt und die Auflösung dieser Gemeinschaft bedeutet ! Ein beeindruckendes starkes Buch , was anrührend poetisch ist und einen lange nicht mehr loslässt !

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2 0
Baba Dunjas letzte Liebe
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 03.09.2015
Bewertet: eBook (ePUB)

Baba Dunjas letzte Liebe ist ein berührender Roman. Sie lebt in Tschernova und ist 80 Jahre alt. Nach dem Reaktorunfall, an den ich mich noch gut erinnere, zieht Baba Dunja zurück nach Tschernova in ihr altes Haus. Ihre Tochter Irina lebt als Chirurgin in Deutschland. Einmal im Jahr trifft sie ihre Mutter in... Baba Dunjas letzte Liebe ist ein berührender Roman. Sie lebt in Tschernova und ist 80 Jahre alt. Nach dem Reaktorunfall, an den ich mich noch gut erinnere, zieht Baba Dunja zurück nach Tschernova in ihr altes Haus. Ihre Tochter Irina lebt als Chirurgin in Deutschland. Einmal im Jahr trifft sie ihre Mutter in der Stadt und sie ist immer wieder entsetzt, das Dunja zurück in ihr Dorf will, aber die meint sie sei zu alt um woanders zu leben. Ihre Enkelin bekommt sie nie zu sehen, die Gefahr ist zu groß. Irina bringt immer wieder einmal im Jahr Kinder aus Tschernobil im Sommer nach Deutschland und dann wieder zurück. In Tschernowa leben nur wenige Menschen, die sich da zurückgezogen haben. Die Einwohner leben mit der Strahlung, aber als ein gesundes Kind dort auftaucht reagieren sie schnell, das das wieder zurück kommt. Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten und sind meist liebenswert. Jeder lebt mehr für sich, aber wenn was ausser gewöhnliches passiert halten sie zusammen. Die Autorin schreibt ihr Leben realistisch, so kann ich mir Baba Dunja und die anderen gut vorstellen und mit ihnen fühlen. Ein guter Roman mit Poesie voller Herz und Witz, angenehm zu lesen. Alina Bronskys Romane haben für mich eine besonders gute Atmosphäre. So habe ich noch ihren Roman Scherbenpark gut in Erinnerung, obwohl ich ihn schon vor 6 Jahren gelen habe. Das ist schon etwas Besonderes, bei der Menge guter Romane die ich seit dem gelesen habe. Mit diesem wird es bestimmt genauso gehen. Der Roman ist lesenswert und sehr zu empfehlen.

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