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Als wir unsterblich waren

Roman

(34)
November 1989. "Willkommen in Westberlin", dröhnt es aus einem Lautsprecher, als die Ostberliner Studentin Alex andra von der Menschenmenge in die Arme eines jungen Mannes gedrängt wird. Liebe auf den ersten Blick!
Berlin vor dem Ersten Weltkrieg. Die junge und mutige Paula setzt sich leidenschaftlich für Frauen- und Arbeiterrechte ein. Ihre Träume von einer neuen, gerechteren Welt teilt sie mit dem charismatischen Studentenführer Clemens, mit dem sie Seite an Seite kämpft.
Damals, als sie unsterblich waren, beginnt ihre dramatische Geschichte, die auch die Geschichte unseres Landes ist und die Jahrzehnte später Alexandras Welt für immer verändern wird.
Rezension
"Damals, als wir unsterblich waren, beginnt ihre dramatische Geschichte, die auch die Geschichte unseres Landes ist und die Jahrzente später Alexandras Welt für immer verändern wird" over-view.de, 31.08.2014
Portrait
Charlotte Roth, Jahrgang 1965, ist Berlinerin, Literaturwissenschaftlerin und seit zehn Jahren freiberuflich als Autorin tätig. Mit diesem Roman, der auf einem Stück ihrer eigenen Familiengeschichte basiert, hat sie sich einen langgehegten Traum erfüllt. Charlotte Roth hat Globetrotter-Blut und zieht mit Mann und Kindern durch Europa, hält an ihrem Koffer in Berlin aber unverbrüchlich fest.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 576
Erscheinungsdatum 02.05.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-51206-7
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 190/126/45 mm
Gewicht 568
Verkaufsrang 11.717
Buch (Paperback)
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„Historischer Leseschmaus“

Sabine Venek, Thalia-Buchhandlung Klagenfurt

Gekonnt verknüpft Charlotte Roth die Geschichten zweier Frauen über die Jahrzehnte hinweg. Dabei lässt sie uns Leser die damaligen Umstände und vor allem die Sichtweisen und Einstellungen der Menschen hautnah miterleben. Eine fantastische Geschichte!

Erzählt werden parallel in Kapiteln getrennt die Geschichten von Paula und Alexandra.
Gekonnt verknüpft Charlotte Roth die Geschichten zweier Frauen über die Jahrzehnte hinweg. Dabei lässt sie uns Leser die damaligen Umstände und vor allem die Sichtweisen und Einstellungen der Menschen hautnah miterleben. Eine fantastische Geschichte!

Erzählt werden parallel in Kapiteln getrennt die Geschichten von Paula und Alexandra. Beide Mädchen sind Berliner. Die eine lebt in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg und ist leidenschaftliche Sozialdemokratin und heimlich in den besten Freund Clemens ihres Bruders verliebt. Die andere erlebt den Mauerfall in Ost-Berlin mit gemischten Gefühlen, bis sie in West-Berlin auf Oliver trifft. Nach dem Prinzip des Schmetterlingseffekt wirken sich die Entscheidungen und Taten von Paula auch auf das Leben von Alexandra aus.

Wage dich in das deutsche 20.Jahrhundert und erlebe diese beiden historischen Momente, wie du sie noch in keinem Geschichtsunterricht erlebt hast!

„Dieser Roman lässt Geschichte lebendig werden“

Anne K., Thalia-Buchhandlung Wien Westbahnhof

Charlotte Roths Roman verbindet die Leben zweier Frauen, welche zu bedeutenden Zeitpunkten der deutschen Geschichte gelebt haben. Einerseits Paula, welche die Schrecken des Ersten Weltkriegs und wenige Jahre später die Machtergreifung der Nationalsozialisten miterleben muss und andererseits Alexandra aus Ostberlin, der sich nach dem Charlotte Roths Roman verbindet die Leben zweier Frauen, welche zu bedeutenden Zeitpunkten der deutschen Geschichte gelebt haben. Einerseits Paula, welche die Schrecken des Ersten Weltkriegs und wenige Jahre später die Machtergreifung der Nationalsozialisten miterleben muss und andererseits Alexandra aus Ostberlin, der sich nach dem Fall der Mauer eine neue Welt eröffnet. Gemeinsam sind den Protagonistinnen außerdem ihre Ansichten bezüglich Freundschaft und Liebe aber auch ihre Ängste und Zweifel.

"Als wir unsterblich waren" ist ein flüssig zu lesender Roman, durch welchen das in der Schule gelernte ganz nebenbei wiederholt wird. Die Gefühle und Handlungsweisen der beiden Frauen werden nachvollziehbar beschrieben. Allein sprachlich hat es mich etwas enttäuscht. Die vielen Dialoge lassen die Protagonisten zwar lebendig werden, verleihen ihnen aber keine psychologische Tiefe.
Der Roman ist eine Leseempfehlung für Alle, welche sich mal wieder mit deutscher Geschichte auseinandersetzen wollen ohne überfordert zu werden.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Diese seltsame, wilde, überbordende Zeit!
von Martina Meyen aus Sankt Augustin am 15.06.2014

Als wir unsterblich waren … das klingt nach Jugend, nach Träumen, nach Veränderung und nach Liebe. All das habe ich bekommen und noch so viel mehr. Es ist die Geschichte von Paula und Clemens, von der Arbeiterbewegung und dem Aufstieg der Sozialdemokraten, von der Frauenbewegung und von starken Frauen,... Als wir unsterblich waren … das klingt nach Jugend, nach Träumen, nach Veränderung und nach Liebe. All das habe ich bekommen und noch so viel mehr. Es ist die Geschichte von Paula und Clemens, von der Arbeiterbewegung und dem Aufstieg der Sozialdemokraten, von der Frauenbewegung und von starken Frauen, die so viel aushalten mussten und vom Krieg, der so viel verändert hat. Ich habe mich schon auf den ersten Seiten verliebt in die Geschichte von Paula, die Charlotte Roth auf ihre ganz eigene Art erzählt. Und diese Art zu erzählen ist es auch, die dieses Buch so besonders macht. Es gibt kaum jemanden, der so viel Atmosphäre schafft, der so schöne Sätze schreibt, die ich mir alle bewahren möchte. Charlotte Roth schreibt die Geschichte von Paula nicht einfach auf. Nein, sie lebt diese Geschichte mit Worten, so lebendig, so nah und macht mich zu einem Teil davon. Sie hat mich abgeholt und mit genommen auf die Reise in eine Zeit, die ich nur aus Erzählungen kenne und die so wichtig ist. Sie hat mich berührt, mich zum Lächeln und und zum Weinen gebracht und mich immer wieder aufgefangen. Ich habe mich so wohl gefühlt mit diesem Buch, selbst wenn ich traurige oder schreckliche Dinge gelesen habe. Der Schreibstil von Charlotte Roth ist so besonders. Sie hat die Atmosphäre im damaligen Berlin genau so gut eingefangen wie zum Zeitpunkt des Mauerfalls. Sie hat Figuren mit Ecken und Kanten geschaffen. Nichts ist rosarot, nichts ist tiefschwarz. Ihre Figuren sind genau so facettenreich wie das, was damals und 1989 passiert ist. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt und diese beiden Ebenen werden auf wunderbare Weise verbunden. Der letzte Satz wird bei jedem Zeitenwechsel zum ersten Satz. Das hat mich jedes mal aufs Neue begeistert und Charlotte Roth festigt damit immer wieder die Verbundenheit zwischen Paula und ihrer Enkelin Alexandra. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Vergangenheit, die Erlebnisse von Alexandra bieten dabei die perfekte Rahmenhandlung. Und am Ende, da läuft dann alles zusammen, was mir eine weitere heftige Gänsehaut beschert hat. So emotional und so atmosphärisch geschrieben, ich habe mich direkt auf den ersten Seiten in dieses Buch verliebt!

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1 0
Als wir unsterblich waren
von einer Kundin/einem Kunden am 10.06.2014

Dieser Roman schafft eine Verbindung zwischen den geschichtlichen Ereignissen im Deutschland des 20. Jahrhunderts. Die Handlung wird abwechselnd aus zwei Perspektiven geschildert, aus der Perspektive von Alexandra im Jahr 1989 und aus der Sicht ihrer Großmutter Paula von 1912 bis 19. Bei Alexandra handelt es sich um eine 23-jährige... Dieser Roman schafft eine Verbindung zwischen den geschichtlichen Ereignissen im Deutschland des 20. Jahrhunderts. Die Handlung wird abwechselnd aus zwei Perspektiven geschildert, aus der Perspektive von Alexandra im Jahr 1989 und aus der Sicht ihrer Großmutter Paula von 1912 bis 19. Bei Alexandra handelt es sich um eine 23-jährige Ostberliner Studentin, die bei ihrer 93-jährigen Großmutter lebt, welche Alexandra stets im Unklaren über ihre Vergangenheit gelassen hat. Alexandra fällt es im Gegensatz zu ihrer Freundin Meike sehr schwer, die schützenden Wände ihrer Wohnung zu verlassen. Dennoch begleitet sie Meike in der Nacht des Mauerfalls und trifft im Laufe der Nacht auf den Westberliner Oliver, woraufhin beide sich ineinander verlieben. Als Alexandra wenige Wochen später ihrer Großmutter Oliver vorstellen will, erleidet diese einen Schock. Im Krankenhaus erfährt Alexandra, dass ihre Großmutter nicht mehr lange zu leben hat und erhält die Empfehlung, dem Verhalten der Großmutter auf den Grund zu gehen, indem sie ihre Großmutter davon überzeugt, Alexandra von ihrer Geschichte zu erzählen. Nach und nach, erlangt Alexandra Kenntnis von der Vergangenheit ihrer Großmutter, sie erfährt unter anderem von Paulas Vater, ihrem Bruder und Paulas großer Liebe, dem Sozialisten Clemens. Nun wir klar, wie stark sich Paula in ihrer Vergangenheit politisch engagiert hat und welche harten Verluste sie erleiden musste. Schließlich wird auch geklärt, welche Verbindung zwischen Oliver und Paula besteht und welche furchtbare Rolle Olivers Großvater in der Vergangenheit spielte. Mir haben die Verknüpfungen dieser verschiedenen Schilderung besonders gut gefallen, meist wurde der letzte Satz aus dem Abschnitt der einen Person im nächsten Abschnitt wiederaufgenommen. Dabei fiel auf, dass für die beiden Personen diese Aussagen offenbar vollkommen unterschiedliche Bedeutungen haben. Beispielsweise der Satz „Hier dürfen Familien Kaffee kochen“, der Paula an ihren Freund Kutte und die gemeinsamen Erlebnisse erinnert. Diesen Satz verbindet Alexandra nur mit dem alten Blechschild, das so lange sie sich erinnern kann zu den Besitztümern ihrer Großmutter zählte. Dieser Roman zeigt sehr eindrucksvoll, wie viel Geschichte ein einzelner Mensch in seinem Leben erleben kann. Am Anfang könnte man Paula als eine leicht naive Idealistin charakterisieren, die in Clemens Kamphausen einen unbesiegbaren Helden der Arbeiterklasse sieht. Dieser Kampfgeist erhält einen Dämpfer, als Paula miterleben muss, dass weder Clemens noch die SPD den ersten Weltkrieg verhindern kann. Als schließlich Hitler an die Macht kommt, ist der Glanz von Clemens Kamphausen genauso erloschen, wie Paulas Glaube etwas verändern zu können. Mit 93 Jahren ist sie nur noch eine resignierte alte Frau, die alle ihre Träume hat vorüberziehen sehen, was sie zu Äußerungen wie: „Warum werden Frauen eigentlich nie klüger, warum macht sich jede Generation denselben Unsinn vor?“ und „Der Geschichte ist das egal. Die lässt sich von dir sowieso nicht aufhalten, und wenn du dich mit all deinen Kräften dagegenstemmst.“ bewegt. Dies zeigt sich zum Beispiel daran, wie wichtig die Treffen der Protagonisten am Wannsee für alle sind, dies ist der Ort, an dem sie unsterblich waren, an dem alles möglich schien und nichts einer besseren Welt im Weg zu stehen schien. „Als wir unsterblich waren“ ist die bewegende Geschichte einer uneigennützigen Kämpferin, die letztendlich an den Wirrungen der deutschen Geschichte zerbricht, eine Widerstandskämpferin, die erkennen musste, dass sie und ihre Freunde allen Träumen zum Trotz nicht unsterblich waren. Eine Geschichte, die es wert ist erzählt und gelesen zu werden. Ich kann diesen Roman auf jeden Fall weiterempfehlen.

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gelebte Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Linnich am 15.05.2014

Das Buch beginnt 1989 am Tag der Maueröffnung. Alexandra, Studentin der Völkerkunde, die alleine mit ihrer Großmutter in Ost-Berlin lebt, trifft an der, nun offenen Grenze, Oliver. Zeitsprung zurück ins Jahr 1912 : Die 15 jährige Paula verbringt einen unbeschwerten Sommer mit ihrem Bruder und dessen Freunden am Wannsee,... Das Buch beginnt 1989 am Tag der Maueröffnung. Alexandra, Studentin der Völkerkunde, die alleine mit ihrer Großmutter in Ost-Berlin lebt, trifft an der, nun offenen Grenze, Oliver. Zeitsprung zurück ins Jahr 1912 : Die 15 jährige Paula verbringt einen unbeschwerten Sommer mit ihrem Bruder und dessen Freunden am Wannsee, doch die politischen Unruhen holen auch sie ein und der 1.Weltkrieg wirft seine Schatten voraus. Als Alex ihrer Großmutter Oliver vorstellt bricht diese zusammen. Was hat sie so erschreckt? Für Alex gab es immer nur sie und ihre Momi nun möchte sie mehr über ihre Familie und das Leben ihrer Großmutter herausfinden. In Rückblicken und ihren Erzählungen ergibt sich ein Bild über ein Leben, dass zwei Weltkriege erlebt hat. Nicht nur ein Buch über Freundschaft, Liebe und den harten Kampf des Überlebens, sondern auch die Geschichte unseres Landes. Flüssig und ergreifend geschrieben, konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ein tolles Buch!

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gelebte Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 15.05.2014

Das Buch beginnt 1989 am Tag der Maueröffnung. Alexandra, Studentin der Völkerkunde, die alleine mit ihrer Großmutter in Ost-Berlin lebt, trifft an der, nun offenen Grenze, Oliver. Zeitsprung zurück ins Jahr 1912 : Die 15 jährige Paula verbringt einen unbeschwerten Sommer mit ihrem Bruder und dessen Freunden am Wannsee,... Das Buch beginnt 1989 am Tag der Maueröffnung. Alexandra, Studentin der Völkerkunde, die alleine mit ihrer Großmutter in Ost-Berlin lebt, trifft an der, nun offenen Grenze, Oliver. Zeitsprung zurück ins Jahr 1912 : Die 15 jährige Paula verbringt einen unbeschwerten Sommer mit ihrem Bruder und dessen Freunden am Wannsee, doch die politischen Unruhen holen auch sie ein und der 1.Weltkrieg wirft seine Schatten voraus. Als Alex ihrer Großmutter Oliver vorstellt bricht diese zusammen. Was hat sie so erschreckt? Für Alex gab es immer nur sie und ihre Momi nun möchte sie mehr über ihre Familie und das Leben ihrer Großmutter herausfinden. In Rückblicken und ihren Erzählungen ergibt sich ein Bild über ein Leben, dass zwei Weltkriege erlebt hat. Nicht nur ein Buch über Freundschaft, Liebe und den harten Kampf des Überlebens, sondern auch die Geschichte unseres Landes. Flüssig und ergreifend geschrieben, konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ein tolles Buch!

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1 0
Als wir unsterblich waren
von einer Kundin/einem Kunden am 01.06.2014

In zwei Erzählsträngen erzählt Charlotte Roth ein Stück deutsche Geschichte. Berlin 1989, in der Nacht der Maueröffnung lernen sich Alexandra und Oliver kennen. Berlin 1912, es wird die Geschichte von Paula erzählt, einer jungen Sozialistin. Dieser Teil geht bis in die Nazizeit und schnell ist klar, dass beide Geschichten zusammenhängen. Spannend zu... In zwei Erzählsträngen erzählt Charlotte Roth ein Stück deutsche Geschichte. Berlin 1989, in der Nacht der Maueröffnung lernen sich Alexandra und Oliver kennen. Berlin 1912, es wird die Geschichte von Paula erzählt, einer jungen Sozialistin. Dieser Teil geht bis in die Nazizeit und schnell ist klar, dass beide Geschichten zusammenhängen. Spannend zu lesen, für alle , die sich für die Geschichte des 20. Jahrhunderts interessieren!

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Bewegend
von einer Kundin/einem Kunden am 14.08.2016

Es ist ein Roman über starke Menschen, die das wilde, schöne, höllische, und alles umstürzende 20. Jahrhundert erlebt, überlebt und gestaltet haben. Es ist ein Roman über Menschen, die in diesen Zeiten über sich selbst hinauswachsen und gleichzeitig beinahe an den Wirren zerbrechen. Es ist ein Roman, der so lebendig... Es ist ein Roman über starke Menschen, die das wilde, schöne, höllische, und alles umstürzende 20. Jahrhundert erlebt, überlebt und gestaltet haben. Es ist ein Roman über Menschen, die in diesen Zeiten über sich selbst hinauswachsen und gleichzeitig beinahe an den Wirren zerbrechen. Es ist ein Roman, der so lebendig aus dieser Zeit erzählt, als sei die Autorin in diese Zeit gereist: Am Anfang steht der Paukenschlag der Wende, die Alex miterlebt, dann der Wechsel zu Paula am Vorabend des Ersten Weltkrieges, auf der der Fokus des Romans liegt. Gerade hier breitet Charlotte Roth ihr erzählerisches Können aus. Voller Wärme, aber immer realistisch erzählt sie von Paula, ihren Freunden und ihrer Familie, die in einer Zeit voller Unmenschlichkeit ihre Menschlichkeit zu bewahren versuchen. Mit Clemens, ihrer großen Liebe, kämpft sie dabei für ein selbstbestimmtes Leben. Durch und durch ein gelungener Roman!

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Beeindruckend
von Lesemaus am 03.11.2015

Also erstens Bohnenkaffee gab es in der DDR auch zu kaufen - sicher nicht in der gleichen Qualität aber doch. Aber sonst wirklich beeindruckend. ich bewundere die Frauen dieser Zeit - sie sind durch 2 Kriege gegangen und hatten trotzdem noch Lebensmut. Auch die Geschichte der SPD habe ich... Also erstens Bohnenkaffee gab es in der DDR auch zu kaufen - sicher nicht in der gleichen Qualität aber doch. Aber sonst wirklich beeindruckend. ich bewundere die Frauen dieser Zeit - sie sind durch 2 Kriege gegangen und hatten trotzdem noch Lebensmut. Auch die Geschichte der SPD habe ich noch nicht so angenehm gelesen - ist ja sonst eher trockene Lektüre. Charlotte Roth zeichnet hier ein tolles Bild der Zeit um den ersten Weltkrieg. Unbedingt lesen!

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Als wir unsterblich waren
von einer Kundin/einem Kunden aus Leer (Ostfriesland) am 26.04.2015

Dieser Roman schafft eine Verbindung zwischen den geschichtlichen Ereignissen im Deutschland des 20. Jahrhunderts. Die Handlung wird abwechselnd aus zwei Perspektiven geschildert, aus der Perspektive von Alexandra im Jahr 1989 und aus der Sicht ihrer Großmutter Paula ab 1912. Bei Alexandra handelt es sich um eine 23-jährige Ostberliner Studentin,... Dieser Roman schafft eine Verbindung zwischen den geschichtlichen Ereignissen im Deutschland des 20. Jahrhunderts. Die Handlung wird abwechselnd aus zwei Perspektiven geschildert, aus der Perspektive von Alexandra im Jahr 1989 und aus der Sicht ihrer Großmutter Paula ab 1912. Bei Alexandra handelt es sich um eine 23-jährige Ostberliner Studentin, die bei ihrer 93-jährigen Großmutter lebt, welche Alexandra stets im Unklaren über ihre Vergangenheit gelassen hat. Alexandra fällt es im Gegensatz zu ihrer Freundin Meike sehr schwer, die schützenden Wände ihrer Wohnung zu verlassen. Dennoch begleitet sie Meike in der Nacht des Mauerfalls und trifft im Laufe der Nacht auf den Westberliner Oliver, woraufhin beide sich ineinander verlieben. Als Alexandra wenige Wochen später ihrer Großmutter Oliver vorstellen will, erleidet diese einen Schock. Im Krankenhaus erfährt Alexandra, dass ihre Großmutter nicht mehr lange zu leben hat und erhält die Empfehlung, dem Verhalten der Großmutter auf den Grund zu gehen, indem sie ihre Großmutter davon überzeugt, Alexandra von ihrer Geschichte zu erzählen. Nach und nach, erlangt Alexandra Kenntnis von der Vergangenheit ihrer Großmutter, sie erfährt unter anderem von Paulas Vater, ihrem Bruder und Paulas großer Liebe, dem Sozialisten Clemens. Nun wir klar, wie stark sich Paula in ihrer Vergangenheit politisch engagiert hat und welche harten Verluste sie erleiden musste. Schließlich wird auch geklärt, welche Verbindung zwischen Oliver und Paula besteht und welche furchtbare Rolle Olivers Großvater in der Vergangenheit spielte. Mir haben die Verknüpfungen dieser verschiedenen Schilderung besonders gut gefallen, meist wurde der letzte Satz aus dem Abschnitt der einen Person im nächsten Abschnitt wiederaufgenommen. Dabei fiel auf, dass für die beiden Personen diese Aussagen offenbar vollkommen unterschiedliche Bedeutungen haben. Beispielsweise der Satz „Hier dürfen Familien Kaffee kochen“, der Paula an ihren Freund Kutte und die gemeinsamen Erlebnisse erinnert. Diesen Satz verbindet Alexandra nur mit dem alten Blechschild, das so lange sie sich erinnern kann zu den Besitztümern ihrer Großmutter zählte. Dieser Roman zeigt sehr eindrucksvoll, wie viel Geschichte ein einzelner Mensch in seinem Leben erleben kann. Am Anfang könnte man Paula als eine leicht naive Idealistin charakterisieren, die in Clemens Kamphausen einen unbesiegbaren Helden der Arbeiterklasse sieht. Dieser Kampfgeist erhält einen Dämpfer, als Paula miterleben muss, dass weder Clemens noch die SPD den ersten Weltkrieg verhindern können. Als schließlich Hitler an die Macht kommt, ist der Glanz von Clemens Kamphausen genauso erloschen, wie Paulas Glaube etwas verändern zu können. Mit 93 Jahren ist sie nur noch eine resignierte alte Frau, die alle ihre Träume hat vorüberziehen sehen, was sie zu Äußerungen verleitet, wie: „Warum werden Frauen eigentlich nie klüger, warum macht sich jede Generation denselben Unsinn vor?“ und „Der Geschichte ist das egal. Die lässt sich von dir sowieso nicht aufhalten, und wenn du dich mit all deinen Kräften dagegenstemmst.“ bewegt. Nicht nur Ruth sehnt sich ihre jugendliche Zuversichtlichkeit und ihren Kampfgeist im Laufe der Handlung zurück. Dies zeigt sich beispielsweise daran, wie wichtig die Treffen der Protagonisten am Wannsee für alle sind, dies ist der Ort, an dem sie unsterblich waren, an dem alles möglich schien und nichts einer besseren Welt im Weg zu stehen schien. „Als wir unsterblich waren“ ist die bewegende Geschichte einer uneigennützigen Kämpferin, die letztendlich an den Wirrungen der deutschen Geschichte zerbricht, eine Widerstandskämpferin, die erkennen musste, dass sie und ihre Freunde allen Träumen zum Trotz nicht unsterblich waren. Eine Geschichte, die es wert ist erzählt und gelesen zu werden. Ich kann diesen Roman auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Als wir unsterblich waren
von einer Kundin/einem Kunden am 10.10.2014

Alexandra lebt in Ostberlin, der ehemaligen DDR. Als am 9. November 1989 die Mauer fällt, geht sie mit ihrer Freundin nach Westberlin. Dort trifft sie auf Oliver und verliebt sich auf den ersten Blick in ihn. Als sie Oliver ihrer Grossmutter, die sie aufgezogen hat, vorstellt und seinen Namen... Alexandra lebt in Ostberlin, der ehemaligen DDR. Als am 9. November 1989 die Mauer fällt, geht sie mit ihrer Freundin nach Westberlin. Dort trifft sie auf Oliver und verliebt sich auf den ersten Blick in ihn. Als sie Oliver ihrer Grossmutter, die sie aufgezogen hat, vorstellt und seinen Namen nennt, bekommt Momi, so nennt Alexandra ihre Grossmutter, einen Herzanfall und verbietet Alexandra, sich weiter mit Oliver zu treffen. In diesem Werk ist die 16-jährige Paula die Hauptfigur. Wir schreiben das Jahr 1912 in Berlin-Wannsee. Paula verbringt mit ihrem Bruder Manni und seinen Freunden Clemens, Harry und Joachim den Sommer am Wannsee. Clemens ist ein grossartiger Redner und Mitglied der SPD. Er kann seine Freunde dazu bringen, auch bei dieser Partei Mitglied zu werden. Paula verliebt sich unsterblich in Clemens, der leider bereits eine Freundin hat. Die Geschichte wird aus Paulas Sicht in den Jahren 1912 bis 1933 erzählt. Als ich den Klappentext von diesem Buch gelesen habe, war ich sofort Feuer und Flamme. Den Schreibstil fand ich sehr flüssig und ich hatte Mühe, den Roman aus der Hand zu legen. Mein Kopfkino sprang sofort an, ich konnte mir alles bildlich sehr gut vorstellen. Ich fand die Geschehnisse sehr spannend und mit sehr vielen Emotionen versehen. Die Taschentücher hatte ich zum Glück auch in Reichweite, die Tränen sind reichlich geflossen. Auf alle Fälle eines der besten Bücher, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Das gibt für mich kristallklare fünf Sterne.

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Als wir unsterblich waren - erster Weltkrieg - ein aktuelles Thema
von Lese gerne am 16.07.2014

Das Buch "Als wir unsterblich waren" ist gerade so passend. Besonders da sich das Kriegsende des ersten Weltkrieges zum 100. Mal jährt. Schon im Buchumschlag kann man vorne Berlin im Jahr 1915 und ganz hinten Berlin 1989 sehen. ************************************************* Das Buch handelt in zwei Zeitebenen, bei der die erste Zeitebene von... Das Buch "Als wir unsterblich waren" ist gerade so passend. Besonders da sich das Kriegsende des ersten Weltkrieges zum 100. Mal jährt. Schon im Buchumschlag kann man vorne Berlin im Jahr 1915 und ganz hinten Berlin 1989 sehen. ************************************************* Das Buch handelt in zwei Zeitebenen, bei der die erste Zeitebene von 1912 bis 1933 den größten Teil des Buches einnimmt. November 1989. Besser gesagt, der besagte 9. November 1989 an dem der eiserne Vorhang fällt. Hier ein Auszug vom Buch: Es war der 9. November 1989, einer jener Tage, von denen es später hieß, sie seien in die Geschichte eingegangen. Für die ganze Welt wurde es der Tag, an dem die Berliner Mauer fiel, und danach war nichts mehr wie vorher. Für Alex blieb es der Tag, an dem sie Oliver traf, doch auch für sie war nichts mehr wie vorher, kein Stein auf dem anderen und keine Wand mehr intakt. Als Alex Großmutter Oliver kennenlernt ist wirklich nichts mehr wie vorher. Sie erstarrt vor Schreck, gleich so arg, dass sie ins Krankenhaus muss und es ihr sehr schlecht geht. Was ist nur mit Alex Großmutter los und was hat Oliver damit zu tun? ********************************************** Berlin vor dem ersten Weltkrieg: Paula, Paulas Bruder Manfred, Clemens und die restlichen Freunde verbringen schöne Sommer am Wannsee. Doch dann bricht der Krieg aus und die Freunde müssen teilweise um ihr Überleben kämpfen. Paula setzt sich für die Frauen- und Arbeitsrechte ein. Sie träumt von einer gerechten Welt zusammen mit Clemens. Doch alles kommt anders. *********************************************** Da das Buch in zwei Zeitebenen handelt habe ich es sehr gerne gelesen. Dadurch, dass die Zeitspanne unterbrochen wurde und erst später wieder weiterging wurde die Spannung gehalten. Besonders hervorheben möchte ich, dass eine Zeitspanne mit einem Satz endet und die nächste Zeitspanne mit dem gleichen Satz weitergeht. Das ist auffällig, toll gelöst und lässt sich so schön lesen, da die Zeitebenen so miteinander verschmelzen. Einige Seiten handeln auch von der Westfront im ersten Weltkrieg. Hier erfährt man auch, wie das Leben in den Gräben zuging. Wie vom Frontgraben in den Unterstützungsgraben zum Reservegraben gewechselt wurde um dann wieder in den Frontgraben zu gelangen. Gerade für uns junge Leute, die von diesen Schreckenstaten so weit weg sind, ist es wichtig mehr davon zu erfahren wie es an der Front wirklich zu ging. Wie diese jungen Burschen und auch die Frauen zuhause einige Jahre des Lebens dem Krieg opfern mussten. Das Thema erster Weltkrieg ist durch das, dass sich das Kriegsende dieses Jahr zum 100. Mal jährt sehr aktuell und wer mehr über diese Zeit und die Parteien von damals erfahren möchte wird mit diesem Buch viel Freude haben. *********************************************** Charlotte Roth (Pseudonym) hat unter ihrem richtigen Namen schon einige historische Roman verfasst und unter einem anderen Pseudonym Bücher geschrieben, die in fremden und exotischen Ländern handeln. Sie ist 1965 geboren, hat selber schon in Berlin gelebt und lebt jetzt gerade in London.

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Ein großes Jahrhundert
von abetterway am 25.06.2014

Es wird die Geschichte von der deutschen Demokratie am vor dem ersten Weltkrieg und zur Wende erzählt. Der Roman wird aus zwei Perspektiven und auch aus zwei Zeiten erzählt. Die erste Zeit ist Berlin 1989, der Tag an dem die Mauer fällt, Deutschland ist vereint und alle außer Rand und... Es wird die Geschichte von der deutschen Demokratie am vor dem ersten Weltkrieg und zur Wende erzählt. Der Roman wird aus zwei Perspektiven und auch aus zwei Zeiten erzählt. Die erste Zeit ist Berlin 1989, der Tag an dem die Mauer fällt, Deutschland ist vereint und alle außer Rand und Band. Alexandra die aus Ostdeutschland kommt lernt an der Grenze den Westdeutschen Oliver kennen. Es war Liebe auf den ersten Blick und es stand fest, dass sie für immer zusammenbleiben werden. Als Alexandra nach ein paar Tagen zu Ihrer Großmutter zurückkehrt, die sehr zurückgezogen lebt und Alexandra aufgezogen hat nimmt sie Oliver mit. Allerdings bekommt ihre Großmutter (Paula) einen großen Schreck und muss schließlich ins Krankenhaus gebracht werden da sie sehr große Angst hat und sich nicht mehr beruhigen lässt bis sie zusammenbricht. Die zweite Zeit spielt um den Ersten Weltkrieg herum. Die junge Paula ist in einer Arbeiter- und Frauenbewegung und schwärmt für den sympathischen Clemens. Mit ihm und Freunden versuchen sie die Welt zu ändern und wollen gegen den aufkommenden Nationalsozialismus ankämpfen bis ihre Träume zerstört werden. Alexandra und Oliver ahnen nicht, dass ihre Familiengeschichten zusammenhängen und begeben sich auf der Suche nach der Wahrheit. Ich persönlich finde das Buch außergewöhnlich. Die Autorin erzählt das Leben der beiden Frauen die mehr gemeinsam haben als sie denken. Es ist ein großartiger Roman und gibt einen guten Einblick in die Geschichte eines Jahrhunderts das sehr viel bewegt hat und es vermittelt uns auch das es an uns liegt das es so etwas nicht mehr geben darf. Fasziniert hat mich wie die Autorin auf das Thema des Nationalsozialismus heikel ist, da es doch ein heikles Thema ist, wie sie z.B. die Gefühle von Oliver beschreibt, dem das was sein Großvater gemacht hat sehr unangenehm ist und obwohl er nichts damit zu tun hatte sich für seinen Großvater schämt. Wie vielen da draußen geht es noch so? Sehr schön und flüssig geschrieben, die Spannung wird hochgehalten und ich konnte das Buch schwer aus der Hand legen. Das Ende ist etwas zu schnell gekommen, dafür ist vorher sehr ausführlich die Geschichte erzählt worden. Es ist kein Buch mit Happy end wie man es sich vielleicht wünscht, nein es ist ein Buch das geschrieben ist wie es das Leben schreibt. In dieser Geschichte steht sehr viel Wahrheit.

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Ein gelungenes buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Strausberg am 14.06.2014

Eine gut geschriebene, flüssige Handlung, die es schwer fallen lässt, das Buch aus der Hand zu legen. Sehr zu empfehlen.

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Ein bewegender Roman
von vielleser18 aus Hessen am 08.06.2014

Zwei Frauen, zwei Zeiten: 9.November 1989, die Mauer fällt. Mehr zufällig landet die ostdeutsche Alexandra (Alex) im Gewühle der Menschen, die in den Westen treiben. Dort lernt sie den Westberliner Oliver kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick. 1912: Paula, ihr Bruder Manfred und seine Freunde genießen den Berliner... Zwei Frauen, zwei Zeiten: 9.November 1989, die Mauer fällt. Mehr zufällig landet die ostdeutsche Alexandra (Alex) im Gewühle der Menschen, die in den Westen treiben. Dort lernt sie den Westberliner Oliver kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick. 1912: Paula, ihr Bruder Manfred und seine Freunde genießen den Berliner Sommer am Wannsee. Doch der Krieg wirft schon seine Schatten voraus. Das Buch ist als Taschenbuchausgabe bei Knaur erschienen. Besonders hervorheben möchte ich die Klappeninnenseiten. Vorne ist ein Berliner Stadtbild aus dem Jahre 1915 abgebildet, hinten ein Bild der deutsch-deutschen Grenze in Berlin von 1989. Ein aufwendiges Glossar erklärt noch einmal viele Begriffe und Begrifflichkeiten. Paula, die Hauptprotagonistin in diesem Buch ist 1912 erst 16 Jahre alt. Sie wird sich verlieben, sich engagieren, sich streiten und vor allem sich selbst treu sein. Sie wird viel aushalten müssen, sich einmischen und immer für ihre Freunde da sein. 1912 bis 1933, ein Stück deutscher Geschichte, bei der wir Paula begleiten dürfen. Charlotte Roth hat mit diesem Roman eine Zeit wieder aufleben lassen, und schafft es, durch ihre Protagonisten, den Leser einzubeziehen. Beim Lesen hatte ich ein Berlin vor Augen, so wie es vor 100 Jahren gewesen sein muß. Gedanken, Gespräche, Aktionen, Meinungen, all dies verschafft dem Roman eine einzigartige Atmosphäre. Ein Stück Geschichte, verpackt in einen bewegenden Roman. Zwischenduch erleben wir die Wende 1989, Alex und Oliver, die fast parallel zum Leser die Hintergründe der damaligen Zeit erfahren. Diese Bereiche der neueren Zeit sind wie Fragmentstücke immer wieder in den Roman eingebaut und wir Leser rätseln mit Alex um die Vergangenheit ihrer Großmutter Paula. Charlotte Roth´s Schreibstil hatte eine große Sogwirkung auf mich, da sie mir die Protagonisten so "lebendig" geschildert hat. Dazu vermittelt sie auf höchstem Niveau Geschichte.

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Im Spiegel,des 20. Jh.
von mellie aus Mühlheim am Main am 01.06.2014

Der Roman beginnt vor fast 100 Jahren. Dabei spannt das Buch den Bogen zwischen 1914 und 1989. der Schwerpunkt liegt also auf zwei europäischen Schicksalsjahren. 1989 wird die junge Alexandra wird von der Maueröffnung überrascht. Eine Freundin überredet sie den Sprung durch die geöffnete Mauer zu wagen, denn es... Der Roman beginnt vor fast 100 Jahren. Dabei spannt das Buch den Bogen zwischen 1914 und 1989. der Schwerpunkt liegt also auf zwei europäischen Schicksalsjahren. 1989 wird die junge Alexandra wird von der Maueröffnung überrascht. Eine Freundin überredet sie den Sprung durch die geöffnete Mauer zu wagen, denn es ginge ja nicht an, dass Alex ein Stück Weltgeschichte einfach verpennt. Egal was Alex Oma davon hält. Diese Oma namens Paula ist über 90. aus ihrer Sicht hat sie schon mehr geschichtsträchtige Ereignisse erlebt. Paula wollte die Chancen, die das neue Jahrhundert zu bieten hatte, nutzen und studieren. Dann aber hat der 1. Weltkrieg vieles zerstört; spürbar zunächst der wirtschaftliche Niedergang, dann Leid und Tod. Mit Verlauf des Krieges, der Absetzung des Kaisers und dem Marsch hin zur Machtergreifung der Nationalsozialisten verändert sich die Stimmung und der Zusammenhalt in Paulas Freundeskreis. Zunächst fast alle Sozialdemokraten zersplittert sich der Freundeskreis. Paula engagiert sich nicht nur für ihre Freunde, sondern auch für misshandelte Frauen, aber ihre große Liebe verliert sie, wie auch Vater, Bruder und auch Tochter. Ihre Enkelin läßt sie an diesen Erfahrungen nicht teilhaben. Erst als diese sich an einen Westler verliebt. Aus Paulas Sicht nicht hinnehmbar, da dessen Großvater aktiver Nazi war und seine Frau Paulas große Liebe verführt hat. Paula steht nun am Ende ihres Lebens vor der Herausforderung, sich mit ihren Anfängen und denen des Jahrhunderts auseinanderzusetzen und ihre Geschichte endlich zu teilen. Der Autorin gelingt es wunderbar diesem Jahrhundert mehr als ein Gesicht zu geben und nebenbei aufzuzeigen; was für Frau inzwischen selbstverständlich ist und wie brüchig diese Errungenschaften zum Teil sind. Sieht man die aktuellen Entwicklungen stellt sich leise die Frage, ob Europa tatsächlich etwas dazu gelernt hat. Ein empfehlenswertes Buch.

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Gelebte Geschichte
von Ritja am 18.05.2014

"Die Welt verändern." daran glaubten sie. Das sie noch Möglichkeiten haben Spuren zu hinterlassen und das politische Geschehen zu beeinflussen. Sie schlafen wenig, sie arbeiten viel und müssen doch viele Rückschläge und Niederlagen einstecken. Für manche endet das politische Engagement tödlich, für andere kommt nur noch die Flucht... "Die Welt verändern." daran glaubten sie. Das sie noch Möglichkeiten haben Spuren zu hinterlassen und das politische Geschehen zu beeinflussen. Sie schlafen wenig, sie arbeiten viel und müssen doch viele Rückschläge und Niederlagen einstecken. Für manche endet das politische Engagement tödlich, für andere kommt nur noch die Flucht in Frage. Paula, Kutte, Manfred, Clemens, Klara, Johanna und viele mehr leben in einer wilden lauten Zeit. Es 1912 und die Freunde sind noch jung, unerfahren und sie wollen die Welt ändern. Auf der anderen Seite steht Alex(andra). Es ist 1989 und sie erlebt gerade den Mauerfall. Mit ihrer Momi (93) lebt sie im Osten von Berlin und kann die Wende gerade nicht begreifen. Doch sie zieht mit ihrer Freundin los - zum Grenzübergang und läuft ihm in die Arme. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Sie verbringen die Tage miteinander und dann geschieht es. Momi bricht beim Anblick des jungen Mannes zusammen. Dies ist dann der Zeitpunkt an dem sich die beiden Handlungsstränge miteinder immer mehr verknüpfen. Der Leser wechselt immer wieder zwischen den Zeiten hin und her. Jedoch kann man den Geschichten gut folgen und lange bleibt es ein Rästel, wer der junge Mann ist und warum die Momi so eine Angst vor ihm hat. Mit jeder Geschichte wird die Verbindung offensichtlicher und man versteht Momi immer mehr. Auch ihren eigenen Wandel kann man dann nachvollziehen. Das Buch lässt den Leser in eine politisch brisante Zeit reisen. Ab 1912 bis zum zweiten Weltkrieg reicht der Rückblick der Paula Klein. Die Autorin geht sehr stark auf die politischen Vorgänge ein und man fühlt sich fast schon in diese Zeit versetzt. So manches kennt man noch aus dem Geschichtsunterricht, anderes wird durch die Geschichte deutlich und verständlicher. Wer auf eine klassische Liebesgeschichte zwischen Alex und Oliver oder Paula und Clemens hofft, wird etwas enttäuscht werden, denn der politische Wandel und die Beziehungen der Freunde stehen hier eher im Vordergrund. Die Autorin hat einen spannenden und interessanten Roman geschrieben, der den Leser in die Zeit der Weltkriege zurückführt. Durch ihren sehr guten Schreibstil lassen sich die 570 Seiten schnell lesen und am Ende hätte man dann gern noch mehr erfahren.

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Erlebte Geschichte...
von Bettina Gastager aus Bad Ischl am 16.05.2014

Alexandra im Berlin zur Zeit der Wende 89 und Paula in den Wirren des ersten Weltkriegs und der Zwischenkriegszeit - Enkelin und Grossmutter - die Geschichten der beiden sind in diesem Roman so spannend verwoben, ich konnte nicht aufhören zu lesen! Welches dunkle Geheimnis Alexandras Momi belastet und... Alexandra im Berlin zur Zeit der Wende 89 und Paula in den Wirren des ersten Weltkriegs und der Zwischenkriegszeit - Enkelin und Grossmutter - die Geschichten der beiden sind in diesem Roman so spannend verwoben, ich konnte nicht aufhören zu lesen! Welches dunkle Geheimnis Alexandras Momi belastet und ob die junge Berlinerin doch noch zu ihrer Liebe Oliver findet sollte man unbedingt herausfinden! Superinteressanter Geschichtsunterricht!

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Eine spannende und bewegende Spurensuche
von einer Kundin/einem Kunden am 15.05.2014

Die Kunststudentin Alexandra , die von ihrer geliebten Momi Großgezogen wird , da ihre Mutter sehr Jung starb. Lernt beim Mauerfall den Westdeutschen Oliver Schramm kennen. Es ist die Große Liebe auf den 1. Blick. Sie möchte ihn gerne ihrer Momi vorstellen, aber Momi erschrickt als sie Oliver sieht und... Die Kunststudentin Alexandra , die von ihrer geliebten Momi Großgezogen wird , da ihre Mutter sehr Jung starb. Lernt beim Mauerfall den Westdeutschen Oliver Schramm kennen. Es ist die Große Liebe auf den 1. Blick. Sie möchte ihn gerne ihrer Momi vorstellen, aber Momi erschrickt als sie Oliver sieht und seinen Nachnamen hört. Der schock ist so groß, das sie ins Krankenhaus muss. Oliver und Alexandra , sind Ratlos, warum war Momi so geschockt, hat es etwas mit Olivers Familie Zutun ? Sie machen sich auf die Spurensuche, ob es ihnen gelingt, das Geheimnis zu lösen ? Dort im , Krankenhaus im dahindämmern erinnert sie sich an die schönen und traurige Alten Zeiten , 1912 die Tage zu Hause am Wannsee, sie als junge Paula , im Kreise ihrer Freunde und der Familie. Die ganzen Vorgänge in der damaligen Weimarer Republik, ihre Anfänge bei der Zeitung, die Parteigründung der SPD , den Kampf der Arbeiter, der Widerstandskämpfer ,gegen den 1. Weltkrieg . Ihre ganz große liebe Clemens Kamphausen , der in der Partei hoch hinaus möchte. Den Hunger, das Elend und die große Not während des 1. Weltkriegs. Ihre Bewunderung zu Rosa Luxenburg , Bebel, Karl Liebknecht. An die goldenen dreißiger Jahre. Der Kampf gegen die Nazis an Clemens Seite, die Unterstützung misshandelnder Frauen , ihr Frauenhaus , ihre Träume und Pläne. Wie sie mit Harry einem Juden , aus Deutschland nach England flieht. Aber auch an GS , (Georg Schramm )  ein übler Mensch , ein Nazi durch und durch der es auf sie abgesehen hat. Nur Clemens flieht nicht mit . Ob Alexandra und Oliver am Ende die ganze Wahrheit noch von Momi erfahren und es ihnen gelingt das Familiengeheimnis zu lüften ....... Der Autorin Charlotte Roth ist ein Roman gelungen , der einem mitreißt. Die Geschichte ist lebendig erzählt. Ihre Sprache ist klar , kraftvoll und flüssig. Wundervoll erzählt sie die Geschichte zweier Generationen. Geschickt hat sie die Geschichte vom Mauerfall 1989 in Berlin , bis in die Vergangenheit von 1912 der Entstehung der Parteien , SPD und USPD, den Kampf der Arbeiterparteien verwebt. Das grauen im 1. Weltkrieg , der Alptraum der Soldaten in den Schützengräben in Frankreich.Den Hunger, die Not der Menschen. Die dreißiger Jahre , der Umbruch Deutschlands, Arbeitslosigkeit, die Naziherrschaft. Hat sie in den Dunkeln und gut gehüteten Familiengeheimnissen , von Alexandra und Olivers Familie verknüpft. Geschichte Lebendig gemacht..... Ein Buch dem man von der 1. Seite bis zur letzten Seite seine ganze Aufmerksamkeit schenkt . Einmal angefangen zu lesen, zieht es einem in den Bann.

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Leben im Umbruch
von einer Kundin/einem Kunden am 11.05.2014

Alexandra lebt bei ihrer Oma und studiert in Ostberlin. Am 9. November 1989 ist sie mit einer Freundin am deutsch-deutschen Grenzübergang Bornholmer Straße und erlebt, wie die Grenze geöffnet wird. Mit einer riesigen Menschenmenge drängt sie Richtung Westen. Mitten auf der Brücke trifft sie den Westberliner Studenten Oliver. Es... Alexandra lebt bei ihrer Oma und studiert in Ostberlin. Am 9. November 1989 ist sie mit einer Freundin am deutsch-deutschen Grenzübergang Bornholmer Straße und erlebt, wie die Grenze geöffnet wird. Mit einer riesigen Menschenmenge drängt sie Richtung Westen. Mitten auf der Brücke trifft sie den Westberliner Studenten Oliver. Es wird die Liebe ihres Lebens. Doch als sie Oliver ihrer Oma vorstellt, reagiert diese sehr merkwürdig. Szenenwechsel. Im Jahr 1913 besucht Paula mit ihren Freunden das neue Strandbad Wannsee in Berlin. Mit zur Gruppe gehört Clemens. Er ist ein paar Jahre älter als Paula und stammt aus einer ganz anderen Schicht. Doch nach und nach entwickelt sich eine Beziehung zwischen den beiden. Als Sozialdemokraten kämpfen sie gemeinsam für eine bessere Zukunft der Menschen in Deutschland. Die Handlung springt immer wieder zwischen Alexandra und Paula hin und her. Erst nach vielen Seiten wird klar, welcher Zusammenhang zwischen beiden besteht. Neben den beiden persönlichen Erlebnissen geht es um die geschichtlichen Zusammenhänge. An den beiden Einzelschicksalen wird exemplarisch das Leben einer ganzen Generation geschildert. Das Buch ist ein gut erzählter Roman. Darüber hinaus berichtet es von 2 großen Epochen der deutschen Geschichte: dem 1. Weltkrieg und der Weimarer Zeit auf der einen und der Wiedervereinigung auf der anderen Seite.

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Starke Frauen
von einer Kundin/einem Kunden am 09.05.2014

Berlin – einmal 1989, im November der Grenzöffnung und dann vor Beginn des ersten Weltkriegs. Alexandra kommt von Ostberlin in den Westen der Stadt und trifft einen jungen Mann, Oliver – Liebe auf den ersten Blick. Doch bei der ersten Begegnung mit seiner Mutter, die unerwartet beendet wird, muss... Berlin – einmal 1989, im November der Grenzöffnung und dann vor Beginn des ersten Weltkriegs. Alexandra kommt von Ostberlin in den Westen der Stadt und trifft einen jungen Mann, Oliver – Liebe auf den ersten Blick. Doch bei der ersten Begegnung mit seiner Mutter, die unerwartet beendet wird, muss sie erkennen, nur wenn sie herausfindet was in der Vergangenheit geschah hat diese Liebe eine Chance. Erzählt wird die Geschichte von Alexandra, Studentin zur Wendezeit in Berlin und die Geschichte von Paula im Berlin kurz vor Beginn des 1. Weltkriegs. Zwei Frauen, die mutig sind und leidenschaftlich für ihre Ziele kämpfen und sich für die Liebe ihres Lebens einsetzen. Eine Geschichte, die mehr ist als nur die Geschichte von Paula und Alexandra, auch eine Deutsch-Deutsche Frauengeschichte. Gehen sie mit Alexandra auf Entdeckungsreise… Unbedingt Lesen! Zwei Biografien und auch ein Stück deutscher Geschichte.

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Vom Glück in einer seltsamen, wilden, überbordenden Zeit.
von einer Kundin/einem Kunden am 29.04.2014

1989: Alex aus Ostberlin trifft in der Nacht, als die Grenze nach Westberlin fällt, auf Oliver. Es ist die "Liebe auf den ersten Blick" zwischen den Beiden. Warum nur reagiert ihre Großmutter so heftig auf Oliver, den sie ja vorher nie gesehen haben kann? 1912: Paula verbringt den glücklichsten Sommer... 1989: Alex aus Ostberlin trifft in der Nacht, als die Grenze nach Westberlin fällt, auf Oliver. Es ist die "Liebe auf den ersten Blick" zwischen den Beiden. Warum nur reagiert ihre Großmutter so heftig auf Oliver, den sie ja vorher nie gesehen haben kann? 1912: Paula verbringt den glücklichsten Sommer ihres Lebens mit der Clique ihres Bruders am Wannsee. Die jungen Leute sind allesamt Sozialdemokraten und träumen von großen Veränderungen im Deutschen Kaiserreich.. Aber Paula ist auch in Clemens verliebt, dem charismatischen Anführer dieser Gruppe junger Leute. Uns sie gäbe alles für seine Aufmerksamkeit. Dann bricht der Erste Weltkrieg los - und was wird aus ihren Träumen? Das Schicksal von Alex und Paula ist eng verwoben, denn sie sind Großmutter und Enkelin mit einer tragischen Familiengeschichte, von der Alex nichts weiß, weil Paula nicht darüber spricht. Bis zur Begegnung mit Oliver ...... Ein Buch mit unbedingter Leseempfehlung. Es hat mich nicht losgelassen und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Ein ganz tolles Buch, das es hier zu entdecken gibt.

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