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Alles, was wir geben mussten

Roman. Das Buch zum Film. Ausgezeichnet mit dem Corine - Internationaler Buchpreis, Kategorie Belletristik 2006

(13)
Vom Autor des Bestsellers „Was vom Tage übrigblieb“, mit Anthony Hopkins und Emma Thompson erfolgreich verfilmt.


Ein großer Sportplatz, freundliche Klassenzimmer und getrennte Schlafsäle für Jungen und Mädchen – auf den ersten Blick scheint Hailsham ein ganz gewöhnliches englisches Internat zu sein. Aber die Lehrer, so engagiert und freundlich sie auch sind, heißen hier Aufseher, und sie lassen die Kinder früh spüren, dass sie für eine besondere Zukunft ausersehen sind. Dieses Gefühl hält Kathy, Ruth und Tommy durch alle Stürme der Pubertät und Verwirrungen der Liebe zusammen – bis es an der Zeit ist, ihrer wahren Bestimmung zu folgen …


Der neue große Roman von Ishiguro erstmals im Taschenbuch.





Rezension
Wie wird unsere medizinische Zukunft aussehen? Eine Frage, die sich jeder schon mal gestellt hat. Ishiguros Roman “Alles, was wir geben mussten” entwirft hierzu ein ebenso realitätsnahes wie bedrückendes Zukunftsbild. Im Mittelpunkt hierbei steht die Dreiecksbeziehung zwischen Tommy, Ruth und Kathy, die gemeinsam ihre Kindheit in dem Internat Hailsham verleben. Doch bald schon fallen erste Schatten auf die scheinbare Schulidylle. Alle drei werden Aufgaben zu erfüllen haben. Liebe und Freundschaft werden überführt werden in die klinische Existenz als „Spender“ oder „Betreuer“. Doch wie wird das ihr Leben und ihre Gefühle verändern? Je unaufgeregter und stiller Ishiguro seine Zukunftsvision ausmalt, desto stärkere Emotionen werden beim Lesen erzeugt. Um so weniger Fragen offen von den Figuren gestellt werden, desto mehr brennen sie dem Leser unter den Fingernägeln und werden zum eigenen inneren Konflikt. Ishiguro ist mit seinem Roman ein beängstigendes Psychogramm und ein zugleich packender, tiefschürfender Zukunftsthriller gelungen. 3/07 Anna Baumann
Portrait
Kazuo Ishiguro, 1954 in Nagasaki geboren, kam 1960 nach London, wo er Englisch und Philosophie studierte. 1989 erhielt er für seinen Weltbestseller »Was vom Tage übrigblieb«, der von James Ivory verfilmt wurde, den Booker Prize. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 28 Sprachen übersetzt. Sein Roman »Alles, was wir geben mussten« (Blessing, 2005) wurde mit Keira Knightley in der Hauptrolle verfilmt. Der Autor lebt in London.

Barbara Schaden studierte Romanistik und Turkologie in Wien und München, arbeitete anschließend als Verlagslektorin und ist seit 1992 freiberufliche Übersetzerin aus dem Englischen, Französischen und Italienischen. Sie übersetzt neben Kazuo Ishiguro unter anderem Patricia Duncker und Nadine Gordimer. Barbara Schaden lebt in München.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 348
Erscheinungsdatum 06.11.2006
Sprache Deutsch, Englisch
ISBN 978-3-442-73610-2
Verlag btb
Maße (L/B/H) 189/120/30 mm
Gewicht 324
Originaltitel Never Let Me Go
Verkaufsrang 40.041
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Buchhändler-Empfehlungen

„Unbeschreibbar..“

Daniela Perhalt, Thalia-Buchhandlung Gmunden

Eigentlich ist dieses Thema, dieses Buch nicht zu umschreiben, mich hat es mitgerissen. Ich fand es unglaublich berührend und alles andere als langweilig! Menschen werden rein zum Zweck, rein für eines anderen Lebens "gezüchtet", gepflegt und herangezogen. Diese Klone genießen alle erdenklichen kreativen Zugänge und Ausbildungen die Eigentlich ist dieses Thema, dieses Buch nicht zu umschreiben, mich hat es mitgerissen. Ich fand es unglaublich berührend und alles andere als langweilig! Menschen werden rein zum Zweck, rein für eines anderen Lebens "gezüchtet", gepflegt und herangezogen. Diese Klone genießen alle erdenklichen kreativen Zugänge und Ausbildungen die möglich sind, alles um optimal für ihre "Spenderzeit" vorbereitet zu sein, sie selbst erfahren erst später das ihr eigenes Leben nur dazu dient Andere zu "versorgen". Sehr bewegend und trotz traurigem Hintergrund gelang es dem Autor ein positives Buch, sofern man bei diesem Thema von positiv reden kann, zu verfassen.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
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2
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Spannend, aufwühlend und beklemmend !
von einer Kundin/einem Kunden am 25.01.2011

Dieser Roman beginnt ganz harmlos: Eine junge Frau erzählt von ihrer Zeit in einem englischen Internat, schwelgt ein wenig in Erinnerungen, weiter passiert nichts. Doch bald merkt der Leser, dass in diesem Internat etwas anders ist, etwas nicht stimmt.... Mehr will ich hier über den Inhalt nicht verraten,... Dieser Roman beginnt ganz harmlos: Eine junge Frau erzählt von ihrer Zeit in einem englischen Internat, schwelgt ein wenig in Erinnerungen, weiter passiert nichts. Doch bald merkt der Leser, dass in diesem Internat etwas anders ist, etwas nicht stimmt.... Mehr will ich hier über den Inhalt nicht verraten, denn der Roman liest sich noch fesselnder, wenn man vorher nicht weiss, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt. Der Sprachstil dieser Geschichte ist schlicht, sachlich und unaufgeregt. Aber gerade durch die einfach gestrickte Sprache wirkt die Ungeheuerlicheit des Erzählten noch erschütternder. "Alles, was wir geben mussten" ist ein bewegender Roman, der einen nicht so schnell wieder loslässt.

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Ein spannend-literarischer Roman über die Grenzen der Gentechnologie
von Silke Schröder aus Hannover am 05.01.2009

Die jungen Leute in Kazuo Ishiguros Roman stellen selten etwas in Frage. Für sie gibt es nur die kleine abgeschlossene Welt des Internats mit seinen unumstößlichen Regeln. Und auch der weitere Lebensweg von Kathy, Tommy und Ruth scheint bereits bis ins Letzte vorhergeplant zu sein. Sie gehen ihn ohne... Die jungen Leute in Kazuo Ishiguros Roman stellen selten etwas in Frage. Für sie gibt es nur die kleine abgeschlossene Welt des Internats mit seinen unumstößlichen Regeln. Und auch der weitere Lebensweg von Kathy, Tommy und Ruth scheint bereits bis ins Letzte vorhergeplant zu sein. Sie gehen ihn ohne Widersprüche – nicht jeder hat schließlich den Mut, in unsicheren Zeiten die vertrauten Pfade zu verlassen. Es ist eine Welt, die unserer in mancher Hinsicht sehr ähnelt und die doch ganz anders ist. Denn Kazuo Ishiguro befasst sich in Wahrheit mit der aktuellen Debatte über die Genforschung und ihre Grenzen. Eine Diskussion, die noch lange nicht zu Ende ist. Sehr empfehlenswert. Aber Achtung: Beenden Sie dieses Buch niemals Montagmorgen!

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Never let me go
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 22.04.2016

"Alles, was wir geben mussten" ist ein vielfach für Auszeichnungen nominiertes und preisgekröntes Buch. Zu den Nominierungen gehören der renommierte "Booker Price", der "Arthur C. Clarke Award" und der "National Book Critics Circle Award". Gewonnen hat das Buch zum Beispiel den "Salon Book Award for Fiction", "ALA Alex Award"... "Alles, was wir geben mussten" ist ein vielfach für Auszeichnungen nominiertes und preisgekröntes Buch. Zu den Nominierungen gehören der renommierte "Booker Price", der "Arthur C. Clarke Award" und der "National Book Critics Circle Award". Gewonnen hat das Buch zum Beispiel den "Salon Book Award for Fiction", "ALA Alex Award" und den "Rooster Award" von "Tournament of Books". BookClubClassics.com listete das Buch in der Kategorie "Pushing the Boundaries of Reality" ("Die Grenzen der Realität ausreizen") als eines der "Best Books for Discussion", und das "Time Magazine" wählte es zum "Best Novel of 2005". Im Jahr 2010 wurde das Buch verfilmt (mit Keira Knightly, Carey Mulligan und Andrew Garfield in den Hauptrollen), und auch der Film wurde von Kritikern positiv aufgenommen. Und dennoch ist es ein Buch, das die Gemüter spaltet. Trotz all der Preise sprachen manche Kritiker sogar von unerträglicher Langeweile und kaum zu überbietender Banalität. Mich hat die Geschichte sehr zum Nachdenken angeregt, und obwohl ich durchaus nachvollziehen kann, warum es für manche Leser einfach nicht "funktioniert", hat es sich eingereiht in meine persönliche Liste der wichtigsten, herausragendsten Bücher unserer Zeit. Auch wenn man das erwarten könnte, ist "Alles, was wir geben mussten" keine Zukunftsvision, sondern in unserer näheren Vergangenheit angesiedelt. (Nach der beschriebenen Technologie zu urteilen, würde ich sagen, die Geschichte beginnt in den 70er- oder 80er-Jahren.) Der Autor hat diese Vergangenheit nur leicht verändert, um wissenschaftliche Erkenntnisse und Verfahren, die wir heute tatsächlich kennen und anwenden, in einem beunruhigenden Szenario auf die Spitze zu treiben und zu fragen: was darf Wissenschaft? Es ist eine ruhige, bedächtige Dystopie. Hier gibt es keine Zombies, und es gibt zwar eine kaltblütig ausgenutzte Minderheit, aber keinen Aufstand, keinen Aufschrei. Ich will noch nicht zu viel verraten, aber das Buch wird erzählt von Kathy, einem Mädchen, das zu dieser Minderheit gehört - und das dennoch ein aktiver Teil dieses menschenverachtenden Systems ist, weil sie glaubt, dass es eben so sein muss und sogar gut und richtig ist. Das ist für mich das wahrhaft Erschreckende an diesem Buch: hier werden Kinder in Internaten herangezüchtet, um klaglos ein schreckliches Schicksal anzunehmen. Das wird ganz perfide so gemacht, indem ihnen, während sie heranwachsen, häppchenweise erzählt wird, was sie erwartet - aber immer in einem Alter, in dem sie das jeweilige Häppchen noch gar nicht wirklich verstehen können. Auf diese Art und Weise haben sie es, wenn sie älter sind und es verstehen können, schon als ganz normal verinnerlicht. Ihnen wurde stets unterschwellig vermittelt, dass es sie zu etwas ganz Besonderen macht, es also sogar ein Grund ist, stolz und glücklich zu sein. Kathy plaudert über Nichtigkeiten: das wunderschöne Federmäppchen, auf das alle Kinder neidisch waren, Teenagerstreitigkeiten, Unsicherheit über Sex und Liebe... Was Kinder und Jugendliche eben so bewegt. Das unvorstellbar Entsetzliche, das die Kinder erwartet, fließt immer nur am Rande mit ein - ganz beiläufig und sogar emotionslos. Für mich machte es das nur umso bestürzender, und ich konnte das Buch kaum weglegen. Hinter der Normalität, der Banalität verbarg sich für mich ein kaltes Grauen, das den Opfern selber aber gänzlich unbewusst ist. Es geht in meinen Augen nicht nur über die Ethik der Wissenschaft, sondern es ist auch ein prägnantes, eindringliches Sinnbild der Sterblichkeit; auf eine gewisse Art und Weise kann man sich wiederfinden in diesen Kindern. Die Art und Weise, wie Kazuo Ishiguro diese Geschichte erzählt - ohne Drama, ohne großartigen Spannungsbogen - war für mich zwar gewöhnungsbedürftig, aber dennoch erstaunlich fesselnd und originell. Die Charaktere wirken merkwürdig gedämpft, und als Leser fragt man sich: wie kann man solch ein Schicksal einfach hinnehmen? Wurden diese Kinder in irgendeiner Form manipuliert, um ihre Emotionen zu bremsen, oder ist hier einfach die eben erwähnte schleichende Konditionierung am Werk? Der Leser weiß nur, was Kathy weiß - und da Kathy sich ihrer eigenen Passivität nicht bewusst ist und daher solche Fragen nicht stellt, bleibt vieles ungeklärt. Auch der Schreibstil ist gedämpft, manchmal beinahe monoton, denn Kathy erzählt stets mit sanfter Gleichmütigkeit. In diesem Buch muss man sorgfältig zwischen den Zeilen lesen, um einen schwachen Eindruck davon zu gewinnen, wer Kathy und ihre Freunde in einer anderen Gesellschaft hätten sein können. Es ist in gewisser Weise auch ein Buch über die Tragik verpasster Chancen. Fazit: Trotz allem. Trotz allem hat mich das Buch bewegt, beschäftigt, begeistert. Oberflächlich gesehen ist es scheinbar eine Ansammlung von Nichtigkeiten, von Szenen ohne Dramatik oder emotionaler Wucht - aber zwischen den Zeilen verbirgt sich eine dystopische Welt, die in ihrer nüchternen Grausamkeit ihresgleichen sucht. Es geht um Kinder, später Jugendliche, die an einem scheinbar idyllischen Ort eine hervorragende Ausbildung genießen. Ihnen wird gesagt, sie sind außergewöhnlich, etwas ganz Besonderes, auserwählt. Für was sie auserwählt sind, das wird ihnen gesagt - und dennoch nicht gesagt. Kathy, die Erzählerin, beschreibt ihre Kindheit und Jugend und ihr derzeitiges Leben als Betreuerin derjenigen, die kurz vor der "Vollendung" stehen.

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Fantastisch und traurig zugleich!
von monerl am 30.03.2013

Das Buch lässt mich bewegt und zugleich traurig zurück. Das Schicksal der drei Freunde im Buch, sowie aller Randfiguren, bewegt einen ungewollt. Man müsste schon sehr gefühlskalt sein, wenn einen die Geschichte nicht berühren würde. Ishiguro zeichnet eine Zukunft, die durchaus möglich wäre. Das ist für mich das Beängstigendste... Das Buch lässt mich bewegt und zugleich traurig zurück. Das Schicksal der drei Freunde im Buch, sowie aller Randfiguren, bewegt einen ungewollt. Man müsste schon sehr gefühlskalt sein, wenn einen die Geschichte nicht berühren würde. Ishiguro zeichnet eine Zukunft, die durchaus möglich wäre. Das ist für mich das Beängstigendste dabei! Wir wissen sehr gut, welche Glanzleistungen Menschen durch Wegschauen vollbringen können. Wie sie auf diese Art und Weise ihre Gefühle entkoppeln, nur, um sich nicht mit der Thematik beschäftigen zu müssen und sich rechtfertigen können, das hätten sie nicht gewusst. Erst dadurch ist die Geschichte der Protagonisten so möglich, wie der Leser sie erzählt bekommt. Die Geschichte hat es geschafft mich in ihren Bann zu ziehen. Da es aus Sicht von Kathy, in Ich-Form, geschrieben wurde, weiß man als Leser nie mehr, als sie durch ihre Erzählung verrät. Man ahnt, dass es schlimm kommen wird, aber wie schlimm, erfährt man erst am Ende. Zum einen fühlt man sich dann endlich erlöst und zum anderen jedoch sprachlos. Die Spannung baut sich deshalb genau durch dieses Unwissen auf. Ich war fasziniert davon, wie der Autor es geschafft hat, eine runde Geschichte daraus zu machen. Jeder angefangene Gedanke von Kathy, der nicht sofort ausgeführt wurde, fügte sich später schön und logisch ein. Meines Wissens wurde nichts vergessen, als darauf hingewiesen wurde, dass später näher darauf eingegangen werden würde. Interessante Ansätze der menschlichen Psyche / Psychologie werden am Ende angerissen. Ich ertappte mich dabei, wie ich anfing darüber nachzudenken, was tatsächlich für Kathy und die anderen besser gewesen wäre. An dieser Stelle kann ich nicht näher darauf eingehen, da es zu viel verraten würde. Ich denke, man darf diesen Roman nicht zu sehr zerpflücken und die Randbedingungen hinterfragen. Wenn man sich in Nebensächlichkeiten verrennt und die Logik darin sucht, verliert sich die Magie der Geschichte. Manches muss man einfach so stehen lassen wie es ist. Ich bin froh, dieses Buch gelesen zu haben! Absoluter Buchtipp!

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Überraschend spannend!
von Teresa Müller aus Karlsruhe am 19.12.2011

Zu Beginn kann man den Werdegang der Handlung von Internatsgeschichte zu "Zukunftsvisions-Thriller" nur leicht erahnen, weshalb es unglaublich lesenswert ist. Auch die Frage der Ethik, wie weit dürfen wir Menschen gehen um einander zu retten, wird hier sehr verständlich und angenehm angesprochen.

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Ein durchdachter Roman
von Maus aus Nürnberg am 05.01.2014

Ein wunderschöner Roman über Moral und Menschlichkeit; über das "Gehenlassen". Zugegeben: bis kurz vor dem Ende kam es mir einfach nur vor wie eine Aufzählung von Ereignissen aus dem Leben der Protagonistin. Erst am Schluss, ca. auf den letzten 60 Seiten, erhielt alles einen Sinn. Ab diesem Zeitpunkt erschien mir... Ein wunderschöner Roman über Moral und Menschlichkeit; über das "Gehenlassen". Zugegeben: bis kurz vor dem Ende kam es mir einfach nur vor wie eine Aufzählung von Ereignissen aus dem Leben der Protagonistin. Erst am Schluss, ca. auf den letzten 60 Seiten, erhielt alles einen Sinn. Ab diesem Zeitpunkt erschien mir das Buch in einem völlig neuen Licht. Diese letzten Seiten lassen den Leser erneut über das bereits gelesene nachdenken. Man betrachtet die Geschichte aus einem neuen Blickwinkel. Das hat der Autor brillant hinbekommen. So wird aus der harmlosen Erzählung doch ein tiefgründiger und nachdenklich stimmender Roman. Irgendwie geht es dem Leser wie der Hauptfigur Kathy. Sie erzählt Vorkommnisse aus ihrem Leben zuerst so, wie sie sich zugetragen haben, denkt dann aber nochmal aus anderer, reiferer Perspektive darüber nach. Aus einer Perspektive, in der sie viel mehr weiß und alles besser verstehen kann, als damals, als es gerade passierte.

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Parabelleben
von Benjamin Haase aus Bremen, Weserpark am 27.08.2009

Die Jugendlichen, die in dem Internat „Hailsham“ aufwachsen, bekommen schon frühzeitig den Eindruck vermittelt, dass sie etwas Besonderes seien, auf sich aufpassen und sich für die „Spenden“ vorbereiten müßten. – Was man anfangs nur deutlich ahnt, wird bald zur Gewißheit: Diese Schule ist ein Observatorium für Klone, die irgendwann... Die Jugendlichen, die in dem Internat „Hailsham“ aufwachsen, bekommen schon frühzeitig den Eindruck vermittelt, dass sie etwas Besonderes seien, auf sich aufpassen und sich für die „Spenden“ vorbereiten müßten. – Was man anfangs nur deutlich ahnt, wird bald zur Gewißheit: Diese Schule ist ein Observatorium für Klone, die irgendwann ihren „Originalen“ zur Verfügung stehen sollen. Als das Gerücht auftaucht, dass man sich von den Spenden freistellen lassen kann, sofern man beweist, dass man einen anderen Menschen wirklich liebt, macht sich eine Gruppe auf die Suche... Das ist für mich nicht nur ein aktuelles Veto, sondern eine Parabel auf die menschliche Existenz!

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Berührendes Ende - fader Verlauf
von Nina am 08.06.2014

Es ist total schwierig für mich, das Buch zu rezensieren. Die letzten 4 Kapitel sind toll, da hat sich der sprichwörtliche Kreis geschlossen - die ersten 250 Seiten sind eine Aneinanderreihung von Geschichten, die als sehr fad bis okay einzustufen sind. Es ist sehr schade, dass der Spannungsaufbau überhaupt... Es ist total schwierig für mich, das Buch zu rezensieren. Die letzten 4 Kapitel sind toll, da hat sich der sprichwörtliche Kreis geschlossen - die ersten 250 Seiten sind eine Aneinanderreihung von Geschichten, die als sehr fad bis okay einzustufen sind. Es ist sehr schade, dass der Spannungsaufbau überhaupt nicht vorhanden war. Erst am Schluss bekam ich auf den letzten Seiten das präsentiert, was ich mir von dem Buch erhofft habe. Ich weiß nicht, weshalb das Buch so hoch angesehen ist - es ist ein umstrittenes Thema, aber man kann es anders an den Leser rüberbringen.

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Klone
von Fugu am 01.07.2011

Klone werden geschaffen, um als Spender abzuschliessen. Haben diese Wesen keine Seele, kein Recht auf Gefühle und ein selbstbestimmtes Leben? Kazuo Ishiguro geht das Thema Gentechnologie und klonen sehr leise und dezent an. Er redet fast schon um den heissen Brei. Die Geschichte ist sehr ruhig und auch gut geschrieben.... Klone werden geschaffen, um als Spender abzuschliessen. Haben diese Wesen keine Seele, kein Recht auf Gefühle und ein selbstbestimmtes Leben? Kazuo Ishiguro geht das Thema Gentechnologie und klonen sehr leise und dezent an. Er redet fast schon um den heissen Brei. Die Geschichte ist sehr ruhig und auch gut geschrieben. Mir persönlich war es aber schon fast zu langweilig für so ein brisantes Thema. Es muss ja nicht immer reisserisch sein, aber hier was es mir ein Tick zu langatmig.

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Überwältigend
von einer Kundin/einem Kunden aus Friedberg (Hessen) am 27.04.2011

Eigentlich bin ich über Haruki Murakami auf diesen Autor gestossen. "Alles, was wir geben mussten" ist das erste Buch, welches ich von Kazuo Ishiguro gelesen habe. Ich bin hingerissen von der detaillierten Beschreibung der Gefühlswelt der Protagonisten. Gerade der sachliche Schreibstil trägt dazu bei, dass man in einen gleichen... Eigentlich bin ich über Haruki Murakami auf diesen Autor gestossen. "Alles, was wir geben mussten" ist das erste Buch, welches ich von Kazuo Ishiguro gelesen habe. Ich bin hingerissen von der detaillierten Beschreibung der Gefühlswelt der Protagonisten. Gerade der sachliche Schreibstil trägt dazu bei, dass man in einen gleichen Zustand verfällt, den man gerade liest. Viele der beschriebenen Gefühle und Gedanken kennen wir doch alle! Die ganze Geschichte ist ungemein spannend, man weiß nie so genau, um was es geht und möchte es unbedingt herausfinden. Ich werde mir jetzt einige weitere Bücher dieses Autors "reinziehen".

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Alles, was wir geben mussten
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 28.04.2009

Ein englisches Internat, in dem Kinder leben, die keine Eltern haben, keine Geschwister. Sie dürfen nicht raus. So nach und nach beim Lesen erfährt man deren Geschichte. Und, ich verspreche Ihnen, sie ist zum "Luftholen" ! Im Herbst 2005 schrieb die FAZ in einer Rezension : "Es ist ein... Ein englisches Internat, in dem Kinder leben, die keine Eltern haben, keine Geschwister. Sie dürfen nicht raus. So nach und nach beim Lesen erfährt man deren Geschichte. Und, ich verspreche Ihnen, sie ist zum "Luftholen" ! Im Herbst 2005 schrieb die FAZ in einer Rezension : "Es ist ein Meisterwerk". Und jedes Mal, wenn ich dieses Buch wiederlese, denke ich: "Ja, die Zeitung hatte recht !"

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Alles was wir geben mussten
von Anne aus Niederwerth am 25.01.2011

Der Roman behandeld das Leben von Kathy die im Internat Halisham aufwuchs und für eine ganz spezielle Zukunft ausersehen war. Sie ist als Klon zur Welt gekommen und wächst mit anderen isoliert auf. Viele Fragen bleiben den Kinder die langsam erwachsen werden unbantwortet. Beklemmend wird einem die Situation von Organspendern... Der Roman behandeld das Leben von Kathy die im Internat Halisham aufwuchs und für eine ganz spezielle Zukunft ausersehen war. Sie ist als Klon zur Welt gekommen und wächst mit anderen isoliert auf. Viele Fragen bleiben den Kinder die langsam erwachsen werden unbantwortet. Beklemmend wird einem die Situation von Organspendern bewusst und leben, die nur dafür ausersehen waren als Lebensretter für andere zu dienen. Ein sehr starkes Buch zum Nachdenken.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Eines meiner absoluten Lieblingsromane! Fesselnd, aufwühlend und herzzerreißend! Sehr empfehlenswert!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Ein Buch zu einem topaktuellen Thema, das mich tief berührt hat und lange, lange in meinem Kopf blieb. Auch wenn mir die sprachliche Umsetzung nicht so gefallen hat.

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Bedrückender Roman über ein England, welches sich sein eigenes menschliches 'Ersatzteillager' heranzüchtet. Doch auch die 'Spender' haben sowas wie ein Leben, Werte und Gefühle.

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von Julia Dyroff aus Augsburg am 16.03.2016
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Ein Buch das einen nicht so schnell loslässt und wirklich zum nachdenken bringt. Toll geschrieben, sodass man es gar nicht mehr aus der Hand legen will. Reinlesen lohnt sich.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Auf eher ungewohnte, dafür eindringliche Art und Weise wird die Frage nach dem Wert des Lebens eines jeden Menschen gestellt. Hier kommt der Schrecken in poetischen Worten daher.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Wunderschön schrecklich!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Das Grauen kommt hier auf leisen Sohlen angeschlichen und immer bleibt die Frage wie weit wir in der realen Welt gehen werden und wozu wir fähig sind. Schockierend !

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Ergreifender Roman! Absolut großartige Literatur!

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