Alles Licht, das wir nicht sehen

Roman Pulitzer Prize 2015

(29)
Pulitzer-Preis für Literatur 2015 Saint-Malo 1944:
Die erblindete Marie-Laure flieht mit ihrem Vater, einem Angestellten des «Muséum National d'Histoire Naturelle», aus dem besetzten Paris zu ihrem kauzigen Onkel in die Stadt am Meer. Verborgen in ihrem Gepäck führen sie den wahrscheinlich kostbarsten Schatz des Museums mit sich.

Werner Hausner, ein schmächtiger Waisenjunge aus dem Ruhrgebiet, wird wegen seiner technischen Begabung gefördert und landet auf Umwegen in einer Spezialeinheit der Wehrmacht, die die Feindsender der Widerstandskämpfer aufzuspüren versucht. Während Marie-Laures Vater von den Deutschen verschleppt und verhört wird, dringt Werners Einheit nach Saint-Malo vor, auf der Suche nach dem Sender, der die Résistance mit Daten versorgt - Hochspannend und mit einer außergewöhnlichen Sprachkunst erzählt Anthony Doerr die berührende Geschichte von Marie-Laure und Werner, deren Lebenswege sich für einen schicksalsträchtigen Augenblick kreuzen.
Portrait

Anthony Doerr, 1973 in Cleveland geboren, lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in Boise, Idaho. Neben Erzählungsbänden wie "Der Muschelsammler" veröffentlichte Doerr die Romane "Winklers Traum vom Wasser" und zuletzt "Alles Licht, das wir nicht sehen".
Mit "Alles Licht, das wir nicht sehen" feiert Anthony Doerr einen überragenden Erfolg: Vom Geheimtipp der Indie-Buchhändler avancierte das Buch in Kürze zum Megabestseller in den Vereinigten Staaten. Seit 38 Wochen steht das Buch auf der New York Times Bestsellerliste und hat sich mittlerweile über eine Million Mal verkauft.
Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen wurde "Alles Licht, das wir nicht sehen" unter die Finalisten des National Book Award 2014 gewählt und von der New York Times Book Review als einer von fünf belletristischen Titeln als "Bestes Buch 2014" ausgezeichnet. Zudem wurde Anthony Doerr 2015 für den Titel der Pulitzer-Preis für Literatur zugesprochen.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 519
Erscheinungsdatum 27.04.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-68063-2
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 240/160/43 mm
Gewicht 724
Originaltitel All the Light We Cannot See
Auflage 9. Auflage
Verkaufsrang 4.946
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„PULITZER PREIS 2015 Unglaublich fesselndes, großes Lesevergnügen“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

"Marie-Laure LeBlanc steht allein in ihrem Zimmer und riecht an dem Flugblatt,das sie nicht lesen kann.."Marie-Laure ist 16 Jahre alt und sie ist blind. Als die Deutschen in Paris einmarschieren, flüchten Marie-Laure und ihr Vater aus Paris nach Saint-Malo. Beim Bruder von Marie-Laures verstorbenen Großvater können sie unterkommen. "Marie-Laure LeBlanc steht allein in ihrem Zimmer und riecht an dem Flugblatt,das sie nicht lesen kann.."Marie-Laure ist 16 Jahre alt und sie ist blind. Als die Deutschen in Paris einmarschieren, flüchten Marie-Laure und ihr Vater aus Paris nach Saint-Malo. Beim Bruder von Marie-Laures verstorbenen Großvater können sie unterkommen. Es ist Madame Manec die sie ins Haus läßt. Erst Tage später lernt sie ihren Großonkel Etienne kennen. Er wohnt vollkommen zurückgezogen im 4. Stock seines Hauses. Seit vielen Jahren leidet er an schweren Depressionen. Einzig die klassische Musik hilft Etienne durch den Tag. Und er sammelt Radiogeräte....
500 Kilometer nordöstlich von Paris- Auf dem Gelände der Zeche Zollverein wächst Werner mit seiner Schwester Jutta in der Obhut von Frau Elena, einer protestantischen Nonne aus dem Elsass auf. Werner Hausner ist 8 Jahre alt, seine Schwester Jutta 6. Die frühesten Jahre der Kinder sind die magersten. Während der schlimmsten Monate hat die Leiterin des Waisenhauses an manchen Abenden nichts als Kekse und Senfpuder und Wasser für ihre Schutzbefohlenen. Und dennoch, als Werner einen Detektorempfänger findet und wieder funtionstüchtig macht - eröffnet sich und seiner Schwester eine magische neue Welt. " Jeden Abend trägt er das Radio nach unten, und Frau Elena läßt die Kinder eine Stunde lang zuhören. Eines Nachts stoßen Werner und Jutta auf eine, von einem Kratzen durchsetzte Sendung, in der ein junger Mann über das Licht spricht. Sein Französisch ist leicht und zart, mit einem besonderen Akzent. Seine Stimme ist so leidenschaftlich, so hypnotisierend".......Nur einige Jahre später wird Werners Einheit nach Saint-Malo versetzt. Sie sollen feindliche Störsender aufspüren und vernichten.......
"Alles Licht, das wir nicht sehen" von Anthony Doerr ist ein unglaublich fesselndes, ganz großes Leseerlebnis

„"Hinter der dreizehnten Tür liegt das Meer der Flammen."“

Lena B., Thalia-Buchhandlung Linz Lentia

In "Alles Licht, das wir nicht sehen" wird die atemberaubende Geschichte eines blinden französischen Mädchens und eines deutschen Waisenjungen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges erzählt.
Mit seinem unglaublich schönem Schreibstil beschreibt Anthony Doerr das Aufwachsen und die Jugendjahre der beiden und verbindet ihre Lebenswege in
In "Alles Licht, das wir nicht sehen" wird die atemberaubende Geschichte eines blinden französischen Mädchens und eines deutschen Waisenjungen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges erzählt.
Mit seinem unglaublich schönem Schreibstil beschreibt Anthony Doerr das Aufwachsen und die Jugendjahre der beiden und verbindet ihre Lebenswege in kleinen Schritten miteinander.

Dieses Buch hat mich wirklich überrascht, da es wunderschön und zugleich herzzerreissend traurig ist. Die Geschichte der beiden Kinder hat mich zutiefst berührt und der Autor hat es geschafft, ihre Leben geschickt miteinander zu verknüpfen, ohne dass die beiden sich wirklich kennen.
Die kurzen Kapitel trugen dazu bei, dass ich immer noch ein Kapitel lesen wollte.

Definitiv eines der besten Bücher, die ich bis jetzt in 2016 gelesen habe. Auch in Englisch hervorragend zu lesen.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
29 Bewertungen
Übersicht
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Wow ...
von einer Kundin/einem Kunden am 12.07.2015

... ein wunderbares Buch. Schöne kurze Kapitel und trotzdem war es ein langer Lesegenuss; tiefgründige Protagonisten, deren Schicksale mich sehr berührt haben; das kleine Städtchen Saint-Malo, in welches ich mich sofort verliebt habe; ein Hauch von einer Märchengeschichte und eine Sprache, die einem sanft durch das Buch führt. Einfach... ... ein wunderbares Buch. Schöne kurze Kapitel und trotzdem war es ein langer Lesegenuss; tiefgründige Protagonisten, deren Schicksale mich sehr berührt haben; das kleine Städtchen Saint-Malo, in welches ich mich sofort verliebt habe; ein Hauch von einer Märchengeschichte und eine Sprache, die einem sanft durch das Buch führt. Einfach lesen!

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Ein spannender und fesselnder Roman, in bezaubernder Sprache
von Nisnis aus Dortmund am 18.04.2015

Dieser besonders schöne und berührende Roman erzählt die Geschichte des erblindeten Mädchens Marie-Laure im Jahre 1944. Marie-Laure und ihr Vater, Angestellter eines Museums, fliehen aus Paris an die Küste des französischen Städtchen St. Malo, zu einem verwandten Onkel. Im Gepäck haben sie den wertvollsten Schatz des Museums. Auf dem... Dieser besonders schöne und berührende Roman erzählt die Geschichte des erblindeten Mädchens Marie-Laure im Jahre 1944. Marie-Laure und ihr Vater, Angestellter eines Museums, fliehen aus Paris an die Küste des französischen Städtchen St. Malo, zu einem verwandten Onkel. Im Gepäck haben sie den wertvollsten Schatz des Museums. Auf dem Stein soll ein Fluch liegen. Als Marie-Laures Vater von Deutschen verschleppt wird und ohne die überwältigende Liebe des Vaters auskommen muss, erträgt sie ihr Schicksal tapfer. Zur gleichen Zeit kommt der technisch begeisterte- und begabte Waise Werner Hausner in eine Spezialeinheit der Wehrmacht, die die Widerstandskämpfer an Hand von feindlichen Sendern aufspüren soll. Nach harten Lehrjahren während des Krieges kommt er schließlich nach St. Malo. „Alles Licht, was wir nicht sehen“ ist sicher eines der schönsten Bücher die ich bisher gelesen habe. Es hat mich bereits zu Beginn in die düstere Stimmung des 2. Weltkrieges gezogen und mich am Ende berührt und nachdenklich zurück gelassen. Dies war mein erster Roman von Anthony Doerr, doch ganz bestimmt ist es nicht der letzte. Die harmonische Sprache hat mich von Anfang an völlig gefesselt und nicht mehr los gelassen. Die Geschichte klingt auch heute noch in mir nach. Anthony Doerr schreibt unglaublich gefühlvoll und berührend. Ob die Protagonisten von Verzweiflung, Angst und Schmerz geplagt sind oder von Liebe begleitet werden, ich kann diese Emotionen spüren. Ganz besonders ist die Liebe zwischen der erblindeten Marie-Laure und ihrem Vater und ich kann den Sprachstil nur als wundersam, liebevoll und schön beschreiben. Sätze wie: „Die Eier schmecken wie Wolken. Wie gesponnenes Gold“. Pfirsiche essen, „wie Stücke nassen Sonnenlichts“ oder „Seine Stimme ist tief und sanft, ein Stück Seide, das man in der Schublade aufbewahrt, nur um es von Zeit zu Zeit hervorzuholen und zu berühren.“ überwältigten meine Vorstellungskraft an schöner Sprache. Der Autor beherrscht eine besondere, feine und bildgebende Sprache, die es mir erlaubt klare Bilder in meinen Gedanken zu formen. Ich kann mir Landschaften vorstellen, habe das Gefühl an den Örtlichkeiten mit anwesend zu sein und alle grausigen Kriegsgeschehnisse erlebe ich in meinen Gedanken nahezu mit. Die Protagonisten und dessen Charaktere sind liebevoll kreiert und unsagbar gut ausgearbeitet. Die verschiedenen Handlungsstränge waren interessant, spannend und logisch gestaltet, so dass ich Zeitsprünge in der Geschichte sehr gut einordnen und verstehen konnte. Kurze Kapitel und die Spannung trieben mich durch die Seiten, ich konnte es nicht abwarten, die Legenden der Protagonisten mitzuerleben und diese zusammenfließen zu sehen. Dies ist eine fiktive Geschichte und doch könnte sie sich in der Wirklichkeit genauso ereignet haben. Diese Erkenntnis erschreckt mich und rüttelt mich auf. Mich gruseln einzelne Szenen und die Ereignisse des Krieges hinterlassen eine kalte Gänsehaut. Mein Fazit: Diesen Roman möchte ich mit den schönst möglichsten Superlativen loben. Er ist unglaublich lesenswert. Empfehlen möchte ich diesen Roman allen Liebhabern von historischen Romanen, Fans von Familiengeschichten und interessierten Lesern für die Deutsche- und Französische Geschichte.

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Die bewegende Geschichte zweier junger Menschen während des 2.Weltkriegs
von mrs-lucky am 16.04.2015

Hierzulande ist der Autor Anthony Doerr noch weitgehend unbekannt, während er in Amerika mit dem Original seines Romans „Alles Licht, das wir nicht sehen“ bereits seit einiger Zeit auf der Bestsellerliste steht. Nachdem ich diesen Roman lesen durfte, kann ich mich der Begeisterung über diesen Autor nur anschließen. Sein... Hierzulande ist der Autor Anthony Doerr noch weitgehend unbekannt, während er in Amerika mit dem Original seines Romans „Alles Licht, das wir nicht sehen“ bereits seit einiger Zeit auf der Bestsellerliste steht. Nachdem ich diesen Roman lesen durfte, kann ich mich der Begeisterung über diesen Autor nur anschließen. Sein Stil ist bemerkenswert und zeugt von einer großen Beobachtungsgabe für die Menschen und ihre Gefühle. Anthony Doerr verwendet an vielen Stellen eine bildhafte, poetische Sprache, die den Leser, Landschaften aber auch Farben und Gerüche in einem völlig neuen Licht sehen lassen. Dieser Stil passt wunderbar zu der Geschichte, die er in diesem Roman erzählt. Der Roman spielt zur Zeit des 2.Weltkriegs beziehungsweise beginnt in der Zeitspanne davor und beleuchtet die Ereignisse aus der Sicht zweier Jugendlicher. Da ist zum einen der Waisenjunge Werner Hausner, der mit seiner jüngeren Schwester Jutta in einem Waisenhaus im Ruhrgebiet behütet aber unter vielen Entbehrungen aufwächst. Werner ist technikbegeistert und bringt sich selbst viel über Radio- und Sendetechnik bei. Ein Offizier aus dem Ort wird auf sein Talent aufmerksam und ermöglicht ihm den Zugang zu einer Eliteschule der Nazis. Über diesen Weg gelangt er auch an die Front des Krieges, zunächst im Osten, später in Frankreich. Der zweite Handlungsstrang dreht sich um das französische Mädchen Marie-Laure, das allein mit ihrem Vater in Paris lebt. Marie-Laure leidet an angeborenem grauem Star und ist bereits im Alter von sechs Jahren völlig erblindet. Einen großen Teil ihrer Kindheit verbringt sie bei ihrem Vater in dem Museum, in dem er arbeitet und findet Sicherheit in der kleinen Welt, in der sie sich bewegt. Als Marie 12 Jahre alt ist, wird es in Paris zu unsicher, und ihr Vater bekommt den Auftrag, einen wertvollen Edelstein des Museums, das Meer der Flammen, um den sich einige Sagen ranken, in Sicherheit zu bringen. So kommt Marie-Laure mit ihrem Vater zu dessen Familie nach Saint-Malo und erlebt dort die grausamen Folgen des Krieges. Der Roman bildet einzelne Szenen aus den Leben seiner Hauptpersonen ab in Form kleiner Momentaufnahmen. Er beobachtet und beschreibt aus der Sicht seiner Figuren. Gerade die Kinder besitzen dabei eine oft unverfälschte und unvoreingenommene Sicht der Dinge. Insbesondere bei Marie-Laure, die aufgrund ihrer Blindheit eine ganz eigene Wahrnehmung der Dinge besitzt, kommt das Talent des Autors für seine bildhafte und einfühlsame Sprache zum Tragen. Nicht nur die Handlungsstränge wechseln sich ab, sondern es gibt auch Zeitsprünge zwischen einem Hauptteil der Erzählung, der Bombardierung Saint-Malos im August 1944, bei der einige Fäden zusammen laufen, und den Rückblicken in die Zeitschiene ab 1934 mit den Entwicklungen bis zum Höhepunkt 1944. Das klingt verirrender als es ist, zudem gibt es eine detaillierte Inhaltsübersicht, die die Zeitebenen verdeutlicht. Ich bin sehr froh, auf dieses Buch aufmerksam gemacht worden zu sein und werde es auf jeden Fall meinen Kindern zu Lesen geben, wenn sie alt genug sind und sich mit dem Thema 2.Weltkrieg beschäftigen. Sicher bedient das Buch einige Klischees, hier sind aber weder alle Deutschen böse noch gehören alle Franzosen zu den Guten. Das Buch setzt voraus, das der Leser über die geschichtlichen Zusammenhänge und die Ideologien der Nationalsozialisten informiert ist, zeigt aber auf sehr eindrucksvolle Weise die Auswirkungen auf das Leben der Menschen und ihre Empfindungen.

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