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Vom Ende der Einsamkeit

Roman. Gewinner 'Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels' 2016

(60)
»Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind: Man weiß nie, wann er zuschlagen wird.«
Jules und seine beiden Geschwister wachsen behütet auf, bis ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Als Erwachsene glauben sie, diesen Schicksalsschlag überwunden zu haben. Doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein.
Ein berührender Roman über das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und über die Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist. Und vor allem: eine große Liebesgeschichte.
Portrait
Benedict Wells wurde 1984 in München geboren. Im Alter von sechs Jahren begann seine Reise durch drei bayerische Internate. Nach dem Abitur 2003 zog er nach Berlin. Dort entschied er sich gegen ein Studium und widmete sich dem Schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vielbeachtetes Debüt ›Becks letzter Sommer‹ erschien 2008, wurde mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet und 2015 fürs Kino verfilmt. Wie bereits sein dritter Roman ›Fast genial‹ steht auch sein soeben erschienener Roman ›Vom Ende der Einsamkeit‹ auf den Bestsellerlisten. Wells wurde dafür mit dem European Union Prize for Literature (EUPL) 2016 ausgezeichnet. Er lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 24.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-06958-7
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 191/126/24 mm
Gewicht 329
Auflage 10. Auflage
Verkaufsrang 3.906
Buch (gebundene Ausgabe)
22,70
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„Ein wahres Wunderwerk“

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Jules ist noch sehr jung, als beide Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen. Seine Kindheit und Jugend verbringt er deshalb in einem Heim. Auch seine Geschwister, Liz und Marty, wohnen dort, doch ihre Beziehung untereinander ist nur noch sehr schwach, jeder versucht die Trauer zu verarbeiten.
In der Schule lernt Jules Alva kennen
Jules ist noch sehr jung, als beide Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen. Seine Kindheit und Jugend verbringt er deshalb in einem Heim. Auch seine Geschwister, Liz und Marty, wohnen dort, doch ihre Beziehung untereinander ist nur noch sehr schwach, jeder versucht die Trauer zu verarbeiten.
In der Schule lernt Jules Alva kennen und die beiden werden beste Freunde. Nachdem sie die Schule abgeschlossen haben, haben die beiden nach einem Streit keinen Kontakt mehr zueinander. Und Jules merkt erst dann, dass die starken Gefühle, die er für Alva immer empfunden hat, Liebe sind.
Nach einigen Jahren treffen sie sich in einem Café wieder. Alva lebt inzwischen in den Bergen in der Schweiz und ist mit einem großen Autoren verheiratet. Jules zieht zu den Beiden, arbeitet dort an einem Buch und unterstützt Alva, die auch mit schweren Erinnerungen aus der Kindheit zu kämpfen hat. In dieser Zeit kommen sich Jules und Alva wieder näher und alte Gefühle flammen neu auf.
Doch welche schweren Schicksalsschlägen den beiden noch bevorstehen, ahnt keiner.

Dieses Buch ist ein wahres Meisterwerk, voller Gefühl und großer Worte.

„Chapeau, Chapeau Herr Wells!“

Gregor Schwarzenbrunner, Thalia-Buchhandlung Linz, Zentrale

~Ich kenne den Tod schon lange, doch jetzt kennt der Tod auch mich.~ So beginnt der neue Roman von Benedict Wells und aus Jules Sicht, aus dessen Mund wir diese erdrückende Erkenntnis hören, wird diese Geschichte erzählt. Er hatte einen sehr trostlosen Start ins Leben, denn sehr früh kommen seine Eltern durch einen tragischen Unfall ~Ich kenne den Tod schon lange, doch jetzt kennt der Tod auch mich.~ So beginnt der neue Roman von Benedict Wells und aus Jules Sicht, aus dessen Mund wir diese erdrückende Erkenntnis hören, wird diese Geschichte erzählt. Er hatte einen sehr trostlosen Start ins Leben, denn sehr früh kommen seine Eltern durch einen tragischen Unfall ums Leben. Die Geschwister kommen in ein Internat, wo sie hauptsächlich getrennt voneinander unterrichtet werden und auch getrennt voneinander aufwachsen.

Benedict Wells beginnt seine Geschichte sehr subtil. Jules liegt nach einem Motorradunfall im Krankenhaus und lässt sein Leben Revue passieren. Dabei geht er nicht immer ganz chronologisch vor, aber ganz zum Schluss findet sich der Leser wieder ganz am Anfang der Geschichte, nämlich im Krankenhaus. Und plötzlich macht der erste Satz des Romans soviel mehr Sinn, als man es zu Beginn erwartet hätte. Die Spannung steigert sich Seite für Seite, genauso wie die Charaktere, die ich am Anfang ein wenig farblos in Erinnerung hatte, die an Intensität zunehmen und damit auch die Emotionen sich vervielfachen. Was mir auch soviel Spaß und Freude beim Lesen bereitet hat, waren die feinen Nuancen und die Detailgenauigkeit, mit der Wells die Geschichte erzählt. In etwa wenn er Alva, eine weiterer Hauptcharakter, sich wünschen lässt, nur eine Person in einer Geschichte zu sein. Sie will aus ihrer Realität fliehen, wobei man als Leser ihr zurufen möchte: He, du bist doch eine Person in der Geschichte. Alva nennt Jules, an einer anderen Stelle im Roman, einen Erinnerer und Bewahrer, und ich möchte behaupten, dass es keine bessere Bezeichnung für einen Schriftsteller, wie Benedict Wells, gibt. Für mich ist er einer der besten Erinnerer und Bewahrer: Chapeau, Chapeau, Herr Benedict Wells! Wer nun ~Becks letzter Sommer~ noch nicht gelesen hat, sollte es spätestens jetzt schleunigst nachholen, es könnte allerdings sein, dass ihr genauso ein glühender Anhänger von Benedict Wells werdet, wie ich einer bin.

„Berührende Familiengeschichte“

Ursula Kutzer, Thalia-Buchhandlung Wien

Dies ist die Geschichte dreier Geschwister, Jules, Liz und Marty, die behütet und geliebt aufwachsen, bis der Unfalltod der Eltern die Familie zerstört. Die Drei kommen gemeinsam in ein Internat, doch trotz der räumlichen Nähe verlieren sie sich. Und auch als bereits Erwachsene dauert es viele Jahre, bis sie wieder zueinander finden. Dies ist die Geschichte dreier Geschwister, Jules, Liz und Marty, die behütet und geliebt aufwachsen, bis der Unfalltod der Eltern die Familie zerstört. Die Drei kommen gemeinsam in ein Internat, doch trotz der räumlichen Nähe verlieren sie sich. Und auch als bereits Erwachsene dauert es viele Jahre, bis sie wieder zueinander finden. Die Geschichte ist herzergreifend, rührt zu Tränen und regt zum Nachdenken an.. Beim Lesen habe ich mich oft gefragt, wie ein so junger Autor, Benedict Wells ist 1984 geboren, zu einer solch abgeklärten Weisheit kommt, und gleichzeitig eine literarische Perle an die nächste reiht. Beispiel gefällig? "Das Gegenteil von Einsamkeit ist Geborgenheit.". Ganz oft habe ich mir solche schönen Sätze beim Lesen unterstrichen. Für mich eine der aufregensten Neuerscheinungen dieses Frühlings, wieder einmal eine Perle aus dem bewährten, wunderbarenProgramm des Diogenes Verlag.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
60 Bewertungen
Übersicht
57
3
0
0
0

Mein Buch des Jahres
von einer Kundin/einem Kunden am 05.04.2017

Eine herzzerreißende Geschichte über Familie, Liebe, Tod, Selbstfindung, der eigene Platz im Leben, die Frage "was wäre wenn" und wie die Kindheit das spätere Leben beeinflusst. Wenn Sie dieses Buch nicht lesen, haben Sie ein literarisches Ereignis verpasst! Benedict Wells schreibt bewegend, traurig, hoffnungsvoll und mit sehr viel Talent.... Eine herzzerreißende Geschichte über Familie, Liebe, Tod, Selbstfindung, der eigene Platz im Leben, die Frage "was wäre wenn" und wie die Kindheit das spätere Leben beeinflusst. Wenn Sie dieses Buch nicht lesen, haben Sie ein literarisches Ereignis verpasst! Benedict Wells schreibt bewegend, traurig, hoffnungsvoll und mit sehr viel Talent. Ein Roman der zu Tränen rühren kann und zum nachdenken anregt. Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit, auch wenn es Ihnen schwerfallen mag das Buch wegzulegen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
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Unglaublich bewegend!
von einer Kundin/einem Kunden am 08.03.2017

Jules Leben ist perfekt. Seine Geschwister und er leben mit den Eltern in einer gemütlichen Wohnung, einmal im Jahr fahren sie gemeinsam nach Frankreich um die Großmutter zu besuchen. Das Leben ist schön und meint es gut mit der Familie. Doch dann kommen die Eltern bei einem Unfall ums Leben... Jules Leben ist perfekt. Seine Geschwister und er leben mit den Eltern in einer gemütlichen Wohnung, einmal im Jahr fahren sie gemeinsam nach Frankreich um die Großmutter zu besuchen. Das Leben ist schön und meint es gut mit der Familie. Doch dann kommen die Eltern bei einem Unfall ums Leben und nichts ist mehr wie es war. Jules und seine Geschwister kommen auf ein Internat, entfernen sich immer mehr von einander, verlieren sich jedoch nie aus den Augen. Das Leben geht weiter und damit auch die Hochs und Tiefs auf den Wegen der Geschwister. Zum Heulen schön! Ein Buch mit viel Tiefgang und Gefühl!

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Traurig-Schön
von einer Kundin/einem Kunden am 02.03.2017

Jules, Marty und Liz sind drei Geschwister, die grundverschieden sind, sich aber eine große Liebe teilen: die Eltern. Sie beten ihre Mutter an, die jedes Kind in seiner Eigenheit versteht, und blicken hoch zu ihrem Vater, der die Familie sanft aber bestimmt führt. Sie fahren jeden Sommer nach Frankreich,... Jules, Marty und Liz sind drei Geschwister, die grundverschieden sind, sich aber eine große Liebe teilen: die Eltern. Sie beten ihre Mutter an, die jedes Kind in seiner Eigenheit versteht, und blicken hoch zu ihrem Vater, der die Familie sanft aber bestimmt führt. Sie fahren jeden Sommer nach Frankreich, wo der Vater geboren wurde, und verbringen dort viel Zeit als eine glückliche Familie. Als die Eltern jedoch eines Tages, Jules ist elf, Marty ist 14 und Liz ist 15, bei einem Autounfall ums Leben kommen, müssen die Geschwister ins Internat. Weg von ihrem Zuhause und altem Leben. Dort in verschiedenen Häusern und Klassen untergebracht, entfernen sie sich immer weiter voneinander. Jules wird ein Außenseiter und Einzelgänger. Er wird eine Zielscheibe von Mobbingattacken und hat nur eine einzige Freundin: Alva. Marty, schon immer der intelligente Eigenbrödler, wird der Chef der Nerd und erkennt die Chancen des Internets in den Neunzigern. Liz, die schöne Chaotin, bringt sich nur in Schwierigkeiten und stößt ihre Geschwister vor den Kopf. Die Geschichte dreht sich im weiteren Verlauf um das Leben der Geschwister, wie sie auseinandergehen, wie sie erfolgreich werden oder auf ganzer Linie versagen, wie sie die Liebe finden oder sie verlieren und wie sie sich gegenseitig aus den Augen verlieren, um sich letztendlich wiederzufinden. Die Geschichte steuert auf kein phänomenales Finale hin. Es gibt keine Pointe, keinen Spannungsbogen. Es ist eine Geschichte über das Leben, über Verlust, Liebe und Einsamkeit. Kurzum: Es ist eine Geschichte, die dem Leser mächtig ans Herz geht. Dazu trägt besonderes die Sprache des Autors bei. Sie ist poetisch, ohne kitschig zu sein. Dadurch wirkt die Handlung an scheinbar banalen Stellen dramatisch und fesselnd. Was ebenfalls besonders gelungen ist, ist die Nähe zu den Charakteren, ganz vorneweg zu Jules. Jules erzählt hier in der Ich-Perspektive, was ihn aber nicht zum absoluten Mittelpunkt dieses Romans macht. Er hält sich eher zurück und lässt anderen Charakteren viel Platz, was ihn unglaublich sympathisch macht. Man wünscht sich den gesamten Roman über, dass die Geschichte gut für ihn ausgeht. Letztendlich ist es Jules, der alles zusammenhält.

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