Netzkiller

Kriminalroman

von Oliver Wolf

Buch

Taschenbuch (326 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Es scheint ein Traum für Computerspieler zu sein. Eine Seite, auf der illegale Downloads angeblich verfolgungssicher angeboten werden. Doch der Traum wird zum Albtraum, denn jeder, der sich einloggt, ist dem "Gamemaster" hilflos ausgeliefert und nimmt an einem ganz besonderen Spiel teil. Die Regeln sind einfach: Finde eine Person auf einem vorgegebenen Google-Street-View-Bild oder sie wird sterben. Die Kriminalbeamten André Bürkle und Antonia Ronda machen sich auf die Jagd nach dem Mörder, doch selbst als dieser gefasst wird, ist das Spiel noch lange nicht vorbei ...


Pressestimmen:

Ein topaktueller Krimi, der brisante Themen anspricht: Illegale Downloads, Datenmissbrauch im Internet und die Gefahr durch soziale Netzwerke.

Produktdetails

ISBN-10: 3-8392-1239-1
EAN: 9783839212394
Erschienen: 13.02.2012
Verlag: Gmeiner Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 326
Länge/Breite: 201mm/121mm
Gewicht: 331 g
Reihe: Krimi im Gmeiner Verlag
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Kundenrezensionen

  • Virtuelle Gefahr. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Brilli, am 19.10.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Absolut rätselhaft scheint die Verbindung zu sein, in der sie alle zueinander stehen, die jungen Leute, deren Wege sich bisher nicht gekreuzt haben.
    Da ist Marcel, ein Schüler der 9c an der Anne-Frank-Realschule in Marbach am Neckar oder Sarah, die Medizinstudentin aus London. Auch Ralf, der begeisterte Gleitschimflieger sowie sein Kumpel Jochen Winter und ebenso Jean-Michelle Le Tessiere, befreundet mit einem Mädchen aus dem Taucherclub Ostalb, dessen Mitglieder sich zum Grillfest am Bodsensee treffen, gehören dazu.
    Sie alle sind Figuren eines Spiels geworden, dass sich ein mörderisches, rachsüchtiges Gehirn ausgedacht hat.
    Der selbsternannte Chef des Spiels ist der Gamemaster, die Akteure sind Internetnutzer, die sich ständig auf der Suche nach kostenlosen Downloads befinden und damit in die Fänge des Gamemasters geraten - unentrinnbar, wie das Insekt in ein Spinnennetz.
    Die Rollen, die sie zu übernehmen haben, bestimmt allein er - er macht sie zu Tätern oder zu Opfern. Seine Spielregeln müssen eingehalten werden. Ihre Missachtung bringt unwiderruflich den Tod. Einen Tod, dessen Wegbereiter Angst und Entsetzen sind.
    Der junge Autor Oliver Wolf hat mit seinem Debutroman ein topaktuelles Thema aufgegriffen. Er läßt seine Ermittler Antonia Ronda und André Bürkle in einem Umfeld ermitteln, dass den Menschen der Gegenwart fast ausnahmslos so vertraut ist wie der Alltagsablauf. Man bewegt sich im Internet wie auf einer zweiten Lebensebene und verdrängt die Gefahr, die dort lauert. Wie gläsern wir bereits sind, wie angreifbar unsere Stabilität dadurch schon geworden ist und wie dirigierbar und manipulierbar wir unser angeblich selbstbestimmtes Leben führen, wird dem Leser erschreckend deutlich vor Augen geführt und zwingt zum Nachdenken.
    In flüssigem Stil baut Wolf Spannung auf, spiegelt Hilflosigkeiten einem "Moloch" gegenüber, dem wir selbst erlaubt haben zu wachsen. Er schildert die Folgen einer Pattform, auf der sich heute bei uns alles abzuspielen scheint - Gutes und Böses - Liebe und Rache - längst dem kontrollierten Einfluss entglitten.
    Der Roman liest sich flott und unverschnörkelt, in gut gewählter Sprache.
    Die Enttarnung des Schuldigen allerdings hätte unzweifelhaft ein wenig komplizierter ausfallen können. Ich finde, das hat sich dieses perverse, egozentrische Verbrechergehirn mit seiner perfiden Methodik "redlich" verdient.
    Alles in Allem jedoch eine empfehlenswerte Lektüre.

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  • Das soziale Netzleben Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Silke Schröder, am 04.04.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    “Netzkiller” beschäftigt sich mit den sozialen Netzphänomenen wie Google Street View und Facebook. So schön es auch ist, dass die Welt immer vernetzter wird und Menschen immer leichter in Kontakt treten oder bleiben können, es birgt unweigerlich auch Gefahren. In seinem Krimi “Netzkiller” spinnt Oliver Wolf eine Geschichte, die sich um eben diese dunkle Seite der neuen Technologien dreht: um Internetkriminalität und die schwarzen Wölfe in den sozialen Netzwerken. Dabei baut er lange Passagen übers Paragliden ein - ein deutlicher Hinweis auf das offenbar liebste Hobby des Autors. Doch die Geschichte entgleitet ihm darüber durchaus nicht. In kurzen Kapiteln schafft Wolf eine spannende Atmosphäre und switcht immer wieder gekonnt zwischen seinen einzelnen Puzzleteilen hin und her. Etwas ungewöhnlich ist seine Erzählperspektive, denn sein Ich-Erzähler bekleidet eine zwar entscheidende, aber doch untergeordnete Nebenrolle. Insgesamt merkt man, dass der Autor viel Ahnung vom sozialen Netzleben hat. Mit “Netzkiller” liefert er einen soliden, handwerklich gut gemachten Internet-Krimi aus dem Schwäbischen - ganz analog auf Papier.

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  • *~* Der Gamemaster *~* Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Melanie Enns, am 29.02.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch musste ich einige Tage wirklich sacken lassen, denn es hat mich nachdenklich und auch sprachlos gemacht. Es ist wirklich sehr beängstigend wie transparent das Internet mein Leben macht. Nach Beenden des Buches habe ich mich ergoogelt und war sprachlos auf wie vielen Seiten ich mich verselbstständigt habe und meine Spuren hinterlasse. Es ist echt zum Weinen. Wenn mir also jemand etwas Böses will, wird es ein Leichtes sein mich ausfindig zu machen. Ich muss sagen so positiv wie ich das Internet gehalten habe ist es nicht, denn jeder wirklich jeder könnte, wenn er / sie denn wollte mein Leben ausspionieren.

    Wenn ihr das Cover betrachtet, seht ihr einen Mann dessen Gesicht unkenntlich gemacht wurde. Wenn ihr es mit Google Street View zusammenbringt, dann wisst ihr, daß es eben so geschieht, wenn Bilder gemacht werden. Die Menschen, die zu sehen sind, werden unkenntlich gemacht, aber eben nicht immer und das macht sich der Gamemaster zunutze.

    Der Gamemaster? Sagt euch nix, nehme ich an. aber er ist derjenige der in diesem Buch die Fäden in der Hand hält und die Menschen manipuliert. Es ist erschreckend, denn alles beginnt am PC. Eigentlich willst du dir nur ein Spiel downloaden und gibst dabei dein Mailadresse an. Nun hängst du schon am Haken, denn den Virus den der Gamemaster schickt, zeigt genau an, daß du E-Mails löschst oder liest die er dir schickt, denn nun beginnt das Spiel und der Gamemaster hat dich komplett in seiner Hand. Du wolltest illegal ein Spiel laden und dafür wirst du bestraft. Was musst du tun? Der Gamemaster schickt dir ein Bild von einer Person, die du finden musst und ihr einen Zettel mit einer FB Adresse zustecken innerhalb eines Zeitrahmens, ansonsten stirbt die Person. So ist das Spiel und du mittendrin, aslo überlege dir vorher wem du deine E-Mail Adresse hinterlässt.

    Das ist im groben und ganzen das was uns erwartet. Ein grausames Spiel in dem viele Personen verstrickt sind. Mir hat das Buch deshalb so gut gefallen, da ich mich komplett auf dieses grausame Spiel in dem einige ihr Leben lassen mussten einlassen konnte. Für mich am Anfang eine echte Reizüberflutung, da zu viele Personen und zu viele Orte / Tatorte, die ich nicht sofort zuordnen konnte. Es fügt sich natürlich nahtlos ineinander.


    Ich fand den Thriller großartig umgesetzt und wie schon gesagt in mir hinterlässt er ein komisches Gefühl im Bauch. Werde mir die Kinder auch noch einmal vornehmen und sie auf mögliche Gefahren hinweisen. Ich würde als Chef auch niemanden einstellen, der auf FB Fotos zeigt, was er am Wochenende gemacht hat. Dem Autor ist es wirklich gelungen mich zu überzeugen. Für mich ein tolles Debüt für den Autor Oliver Wolf. Glückwunsch dazu! Sehr gut gemacht!


    Schönen Tag euch allen und lasst euch nicht vom Gamemaster verführen!

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  • Spannender Debütroman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von kiwi_, am 24.02.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Bei Oliver Wolf handelt es sich um einen neuen Debütautoren, der mit "Netzkiller" seinen ersten Krimi veröffentlicht hat.

    Das Buch passt wie die Faust aufs Auge in die jetzige Zeit. Themen wie Internetkriminalität, soziale Netzwerke oder illegale Downloads sind top aktuell.

    Um was geht es in diesem Buch? Ein Traum für viele Computernutzer scheint wahr zu werden. Eine Seite auf der man illegale Downloads verfolgungssicher laden kann. Schnell wird jedoch klar, das der vermeintliche Traum in Wahrheit ein Albtraum ist. Jeder der sich dort einloggt wird Teilnehmer eines grausamen Spiels und ist dem "Gamemaster" hilflos ausgeliefert. Dabei sind die Regeln des Spiels simpel. Finde eine vorgegebene Person auf einem Google-Street-View Bild innerhalb einer bestimmten Zeit. Findest du sie nicht, wird sie sterben.
    Die Kriminalbeamten André Bürkle und Antonia Ronda ermitteln in diesem Fall. Doch als der Mörder gefasst wird, ist das Spiel noch immer nicht vorbei...

    Der Autor versteht es durch kurze Kapitel und ständige Szenenwechsel einen kontinuierlichen Spannungsbogen zu erzeugen. Durch Cliffhanger am Ende der einzelnen Kapitel zwingt er den Leser förmlich das Buch nicht aus der Hand zu legen. Ein Ereignis reiht sich an das andere und man will ständig wissen wie es weiter geht. Als der Gamemaster schließlich gefasst wird, flaut die Spannung ein wenig ab, ist aber immer noch nicht verschwunden. Schließlich ist das Spiel noch immer nicht vorbei.

    Der Schreibstil ist flüssig und klar geschrieben und leicht zu lesen. Das einige Passagen in der Ich-Form geschrieben sind, lockert den Erzählstil angenehm auf. Mit der Kriminalbeamtin Antonia Ronda konnte ich mich im Lauf des Buchs nicht wirklich anfreunden. Vielleicht liegt es daran, das mir ein bisschen das Privatleben der Ermittler fehlt. Meiner Ansicht nach ist das für so eine Geschichte ebenso wichtig. Die Charaktere an sich sind jedoch gut gedacht und ich konnte mich in alle Personen hineinversetzen.

    Das der Autor großer Fan von Gleitschirmfliegen ist, merkt man dem Buch an. Für Laien, die sich mit dem Thema nicht auskennen, waren einige Passagen dazu eventuell zu umfangreich. Hier hätte eine etwas kürzere Fassung, meiner Meinung nach, ebenfalls gereicht.

    Für mich war es ein packender Debütroman von einem Autor, den man sich merken sollte. Leicht zu lesen, mit kontinuierlicher Spannung ist das Buch für alle Fans von Krimis und Thrillern bestens geeignet

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  • NICHT LÖSCHEN! LESEN! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von subechto, am 20.02.2012

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    Kaum zu glauben, dass Oliver Wolfs „Netzkiller“ ein Debütroman ist, noch dazu von einem deutschen Autor, denn es ist ein echter Kracher! Von wegen Regionalkrimi aus dem beschaulichen Baden-Württemberg, schon der Beginn erinnert eher an einen amerikanischen Actionthriller. Doch worum geht es?

    Eine halb verweste Leiche, ein tödlicher Unfall auf einer Skisprungschanze, eine Studentin, die nur knapp dem Tode entkommt, ein Schüler, der illegal Computerspiele aus dem Internet downloaden will… wie Puzzleteilchen reihen sich einzelne Episoden scheinbar zufällig aneinander, bevor sie nach etwa 100 Seiten zusammenlaufen und ein sinnvolles Bild ergeben.

    Ein selbsternannter ‚Gamemaster‘ treibt ein perfides Spiel. Doch warum? Die Kriminalkommissare Antonia Ronda und André Bürkle ermitteln in der Region um Stuttgart und im Schwarzwald. Weitere Morde geschehen, aber das Motiv bleibt lange im Dunkeln. Und selbst als der Täter endlich gefasst wird, ist das Spiel noch lange nicht vorbei…

    Ich mag es ja, wenn einer sich kurz fassen kann. Auf 322 Seiten kein Wort zu viel, keins zu wenig. Dabei hätte der Autor genug Stoff für zwei oder drei Romane gehabt oder auch einen dicken Schmöker von 600 Seiten schreiben können. Herausgekommen ist stattdessen ein rasanter Page-Turner zu hochaktuellen Themen. Aber Herr Wolf hat auch nicht vergessen, Leseinseln einzubauen, auf denen man auch mal ausspannen kann. Nämlich immer dann, wenn er vom Gleitschirmfliegen schreibt.

    Neue Technologien, Internetkriminalität, Online-Communities und Privacy, außerdem viele Szenen-/Ortswechsel, jede Menge Action und ein überraschendes Ende, das auf eine Fortsetzung hoffen lässt…erinnert hat mich Netzkiller ein wenig an GAME von Anders de la Motte. Aber auch ein bisschen an FÜNF von Ursula Poznanski. Denn in Netzkiller spielen GPS-Koordinaten gleichfalls eine wichtige Rolle.

    Dazu sind die Personen interessant und sehr authentisch gezeichnet: die beiden sympathischen Kommissare Antonia mit den roten Haaren und André, der u.a. gut Kochen kann. Ebenso die drei befreundeten Gleitschirmflieger Armin, Ralf und Jochen, wobei Letzterer teilweise als Ich-Erzähler fungiert, was den Erzählstil angenehm auflockert. Netzkiller hat mich bestens unterhalten, definitiv mein Krimi-Highlight des neuen Jahres!

    Meine Empfehlung: NICHT LÖSCHEN! LESEN!

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