Hörbuch
Spieldauer: 52 Minuten
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Alleinstehende Frau, welche sich endlich mal wieder niedersetzen will, sucht Sessel oder Stuhl zu kaufen. Foto erwünscht. KARL VALENTIN Karl Valentins Glück war es, Liesl Karlstadt entdeckt zu haben, Liesl Karlstadts Glück war es, von Valentin entdeckt worden zu sein...
Interpretiert wird Michael Schultes klingende Biographie von dem großartigen Schauspieler Walter Schmidinger. Josef Bierbichler, Wolf Euba und Peter Fricke zitieren Zeitgenossen Valentins in unverwechselbarer Weise. Und natürlich kommen auch Karl Valentin und Liesl Karlstadt selbst zu Wort.
| ISBN-10: | 3-933199-82-4 |
|---|---|
| EAN: | 9783933199829 |
| Sprecher: | Karl Valentin, Walter Schmidinger, Peter Fricke, Wolf Euba, Josef Bierbichler |
| Erschienen: | 03.06.2002 |
| Medium: | CD |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Spieldauer: | 52 Minuten |
Karl Valentin (d. i. Valentin Ludwig Fey), 4. 6. 1882 München - 9. 2. 1948 Planegg bei München. Der Sohn eines Möbelspediteurs, in dessen Haus hochdt. gesprochen wurde, machte eine Schreinerlehre und besuchte gleichzeitig eine Varietéschule. Nach dem Tod des Vaters (1902) übernahm er den Betrieb, musste ihn aber 1906 mit Verlust verkaufen. Danach ging er mit einem selbstgebauten großen Orchestrion als Volkssänger auf Tournee (Halle, Leipzig). Erfolg hatte er erst, als er 1907 mit dem Stegreifmonolog 'Das Aquarium' den Text in den Mittelpunkt seiner Darbietungen stellte. Er erhielt ein Engagement an der Volkssängerbühne des Frankfurter Hofs in München; hier lernte er 1911 Liesl Karlstadt (d. i. Elisabeth Wellano) kennen, mit der er bis 1939 regelmäßig auftrat. Von 1922 an bestritt er Nachtvorstellungen in den Münchner Kammerspielen mit eigenem Programm; Gastspiele gab er v. a. in Berlin und Wien. 1934 steckte er sein Vermögen in ein Anti-Museum, das Panoptikum, das bald wegen Erfolglosigkeit schließen musste. 1939 eröffnete er mit einer neuen Partnerin ein Kellerlokal, das er jedoch 1940 auf Druck der Nationalsozialisten wieder schließen musste. Er trat bis Kriegsende nicht mehr auf, danach nur noch selten. V. schrieb mehr als 500 Texte - Monologe, Dialoge, Szenen, Couplets -, die er allerdings bei den Aufführungen ständig veränderte.
Michael Schulte, 1941 in München geboren, in Bayern und Damaskus aufgewachsen, ist als Buch- und Hörspielautor bekannt. Für seine Biografien über Karl Valentin und Groucho Marx beispielsweise bekam er mehrere Literaturpreise. Er hat Erzählungen, Romane, Sachbücher und Biografien geschrieben, die in verschiedenen Verlagen erschienen sind. Sein Werk wurde mit mehreren Stipendien unterstützt und Preisen gewürdigt, zuletzt mit dem Literaturförderpreis der Stadt Hamburg.
Walter Schmidinger, 1933 in Linz geboren, spielt an allen großen deutschsprachigen Bühnen wie den Münchner Kammerspielen oder dem Deutschen Theater in Berlin und in vielen Fernsehfilmen (Tatort, Derrick u.a.).
Peter Fricke, 1940 geboren, erhielt seine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Seitdem spielte er an fast allen bekannten Bühnen, u. a. an der Städtischen Bühne der Stadt Frankfurt/Main, dem Kölner Schauspielhaus, dem Residenztheater München, der Berliner Volksbühne sowie dem Schauspielhaus Düsseldorf. Zusätzlich wirkte er in mehr als 120 TV-Produktionen mit und ist in vielen Hörspielen zu hören.§Zehn Jahre am Bayerischen Staatsschauspiel und sein Mitwirken an so beliebten Krimireihen wie Tatort sind nur zwei Stationen seiner Karriere.§Peter Fricke wurde mehrfach mit dem Hörspielpreis ausgezeichnet und ist ein begehrter Synchronsprecher. Er war unter anderem als Erzähler im Film "Die fabelhafte Welt der Amélie" zu hören.
Josef Bierbichler, geboren 1948 in Ambach am Starnberger See, ist einer der großen und das deutsche Theater prägenden Schauspieler. Er war "Mein Herbert" in dem Stück seines Freundes Achternbusch, er war Müllers "Philoktet", Marthalers "Faust" und Lopachin in Zadeks "Kirschgarten". Er spielte in Michael Hanekes Filmen "Code Inconnu" und "Das weiße Band", in Jan Schüttes Film "Abschied" den alten Brecht sowie in Hans Steinbichlers "Winterreise".