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von Oskar Panizza
EAN: 9783939850472
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Ein verirrter Wanderer stößt an das Tor einer wuchtigen, geheimnisvollen Fabrik. Im inneren findet die Erschaffung einer neuen Menschenform statt. Der Betreiber preist die neue, willige und schöne Rasse, akkurat logisch argumentierend, als Verkaufsschlager an, ganz nach dem Motto: "Wir machen Menschen, wie man Brot macht".
Eine schwarz-romantische Erzählung mit faszinierender Aktualität und ethischem Gehalt, welche einen fatalistischen Blick in nahe Zukunftsmöglichkeiten wirft und an Aldous Huxleys "Brave New World" oder Fritz Langs "Metropolis" erinnert.
Oskar Panizza, Schriftsteller, Satiriker und Publizist, vertrat individualanarchistische und atheistische Überzeugungen. Sein Stil lässt sich nur grob zwischen Naturalismus und Expressionismus einordnen. Von Poe inspiriert verband er Realisitk und Phantastik. Fast alle seine Bücher wurden schon kurz nach ihrer Veröffentlichung verboten und konfisziert.
Einfühlend, leidenschaftlich und mit Textverständnis liest Andreas Dietrich Texte der klassischen Literatur und der Philosophie. Er lässt dem Hörer Zeit, Bilder und Zusammenhänge im Geist zu formen und ist doch zügig und temperamentvoll. Ein kultivierter Hörgenuß mit einer kultivierten Stimme.
| ISBN-10: | 3-939850-47-0 |
|---|---|
| EAN: | 9783939850472 |
| Sprecher: | Andreas Dietrich |
| Erschienen: | 12.08.2008 | Verlag: | RioloMedia |
| Medium: | CX |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Spieldauer: | 46 Minuten |
| Format & Qualität: | mp3 - 128 Kb/s - 40 Mb |
| Altersempfehlung: | ab 13 |
Oskar Panizza, mit bürgerlichem Namen Leopold Hermann, 1853 in Kissingen geboren, studierte nach einer kaufmännischen Ausbildung Medizin in München. 1882 wurde er Assistenzarzt an der Oberbayerischen Kreis-Irrenanstalt in München, widmete sich jedoch ab 1884 ganz seiner literarischen Tätigkeit. Er schrieb vorwiegend Dramen und zeitkristische Pamphlete mit heftigen Provokationen gegen Staat und Kirche. Für "Das Liebeskonzil" (1884) erhielt der im konfessionellen Konflikt seiner Eltern aufgewachsene Panizza eine einjährige Zuchthausstrafe wegen Gotteslästerung. 1896 übersiedelte er nach Zürich, wurde aber 1898 als unerwünschter Ausländer ausgewiesen. Nach seiner letzten Veröffentlichung "Parisiana. Deutsche Verse aus Paris", einer grundlegenden Abrechnung mit der deutschen Obrigkeit und Wilhelm II. wurde Panizza zu einer weiteren Haftstrafe verurteilt, 1905 in eine psychiatrische Anstalt überführt. Panizza starb 1921 in Bayreuth.