Imperium

Roman. Ausgezeichnet mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis der Stadt Braunschweig und des Deutschlandfunks 2012

von Christian Kracht

Buch

gebunden (242 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Eine deutsche Südseeballade
In Imperium erzählt Christian Kracht eine Aussteigergeschichte in den deutschen Kolonien der Südsee, indem er virtuos und gut gelaunt mit den Formen des historischen Abenteuerromans eines Melville, Joseph Conrad, Robert Louis Stevenson oder Jack London spielt.
Die Welt wollte er retten, eine neue Religion stiften, gar ein eigenes Reich gründen - eine Utopie verwirklichen, die nicht nur ihn selbst, sondern die Menschheit erlöst, fernab der zerstörerischen europäischen Zivilisation, die gerade aufbricht in die Moderne und in die Katastrophen des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Doch in der Abgeschiedenheit der Südsee, in einer Kolonie des wilhelminischen Deutschland, gerät ein von einem vegetarischen Spleen besessener Sonnenanbeter in eine Spirale des Wahnsinns, die die Abgründe des 20. Jahrhunderts ahnungsvoll vorwegnimmt.In seinem vierten Roman zeichnet Christian Kracht die groteske, verlorene Welt von Deutsch-Neuguinea, eine Welt, die dem Untergang geweiht ist und in der sich doch unsere Gegenwart seltsam spiegelt. Zugleich aber ist Christian Krachts Imperium eine erstaunliche, immer wieder auch komische Studie über die Zerbrechlichkeit und Vermessenheit menschlichen Handelns.

Pressestimmen:

"Einen Satz über Christian Krachts Roman Imperium zu sagen, ist, als wollte man Goethes Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten in einen Orangenkern eingravieren. Vielleicht in eine Kokosnuß? Der Kokovore auf seiner Südseeinsel würde sie irgendwann verzehren, und die Schrift wäre dann weg. Aber im Hintergrund würden sich dann immer noch schattenhafte Schicksalsgebirge auffalten: die deutsche Geschichte hinter den Aussteigern, die sie gemacht haben, indem sie ihr entkommen sind, als der böse Schicksalszug einen Augenblick angehalten hat. Ein Abenteuerroman. Kein Zweifel. Daß es das noch gibt."
Elfriede Jelinek

Produktdetails

ISBN-10: 3-462-04131-2
EAN: 9783462041316
Erschienen: 16.02.2012
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 242
Länge/Breite: 205mm/125mm
Gewicht: 378 g
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Christian Kracht

Christian Kracht, 1966 geboren, ist Schweizer. Nach 'Faserland' (1995) schrieb er den Asien-Klassiker 'Der gelbe Bleistift' (2000). Seine Bücher sind in 14 Sprachen übersetzt. 2012 ausgezeichnet mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

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Kundenrezensionen

  • Wo ist der Skandal?? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Xirxe, am 12.09.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Nachdem ich am Rande den 'Skandal' mitverfolgt hatte den dieses Werk verursachte (an rassistisch und demokratiefeindlich kann ich mich noch erinnern), frage ich mich nicht nur nach dem Lesen der letzten Seite, ob es wohl wirklich dieses Buch war, über das damals so geurteilt wurde. Ja, es handelt von der Zeit des Kolonialismus, als viele Deutsche sich als Herren dieser Welt fühlten und auch so aufführten, sie die Bewohner ihrer Kolonien meist mehr wie Tiere denn als Menschen behandelten. Und auch ja, Christian Kracht beschreibt diese Zeit ausgesprochen detailgenau und bildhaft, aber in keiner Weise als würde er sie glorifizieren oder sogar befürworten.
    Es ist die Geschichte des Aussteigers August Engelhardt, der nicht nur vom Vegetarismus sondern auch von der Einzigartigkeit der Kokosnuss nicht nur als Lebensmittel überzeugt ist. Er emigriert nach Neu-Guinea wo er sich mit seiner ganzen Barschaft und entsprechenden Schuldscheinen ein völlig überteuertes Eiland kauft, um dort seinen Traum, die Erschaffung einer Kolonie der Kokovoren, zu verwirklichen.
    Kracht beschreibt dieses Leben nebst all den Personen und der Gesellschaft, auf die der Aussteiger trifft, in zumeist ausufernden Satzgebilden so detailliert und anschaulich, immer mit einem leicht ironischen Unterton, wie es bereits die schön gestalteten Umschlagseiten vermitteln. Das Ganze dazu in einer herrlich altmodisch klingenden Sprache, gespickt mit diversen Fremdworten, die der Autor konsequent bis zur letzten Seite durchhält. Unterhaltend fand ich zudem das Auftauchen bekannter historischer Persönlichkeiten, die zwar nie namentlich genannt wurden, aber mit gut fundiertem Halbwissen wohl leicht zu identifizieren sind.
    Wie man jedoch dazu kommt, dieses Buch als Abenteuerroman zu bezeichnen, ist mir unverständlich. Die Geschichte wirkt trotz teilweiser wirklich unappetitlicher Abschnitte immer beschaulich und voller Gelassenheit, Action und Spannung sind hier nicht zu finden.
    Vier Punkte für eine amüsant zu lesende und unterhaltsame Geschichte.

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  • Ein humorvoller und grotesker Abenteuerroman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Andreas Hack, am 06.08.2012

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    "Imperium“ erzählt vom Aussteiger August Engelhardt, der sich 1902 in die Südsee einschiffte, um sich auf einer kleinen Insel in der Kolonie Deutsch-Neuguinea ungestört der Kokosnuss, der Freikörperkultur und der Sonne zu widmen ...
    In der Geschichte des August Engelhardts geht es um Fanatismus, Verblendung und Einsamkeit.
    All dies wird vom Autor Christian Kracht sehr sprachgewandt, humorvoll und mit starker Ironie erzählt.
    Krachts Roman besticht auch durch seine intensive Atmosphäre, die mich stark an klassische Abenteuerbücher Mark Twains, Jack Londons und Joseph Conrads erinnerte.
    Für mich ist Christian Krachts "Imperium" bislang der beste deutschsprachige Roman des Jahres 2012.

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  • Wo ist die Kokosnuss...? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Martin Gaiser, am 16.06.2012

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    Auf jeden Fall auf Kabakon, aber auch in Engelhardts Vision und Mission und nach der Lektüre dieses großartigen, witzig-satirischen, lehrreichen und stilistisch brillanten Romans auch in den Köpfen hoffentlich vieler Leser! Kracht hat mit "Imperium" einen so originellen Roman vorgelegt, wie man lange keinen lesen durfte. Also schnappen Sie sich dieses Buch und eine Familienpackung Bounty und lesen Sie los - viel Spaß!

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  • Schöne Lektüre Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 04.04.2012

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    Das Buch liest sich sehr leicht und schnell (an einem Tag) durch. Die Geschichte ist interessant erzählt und ansprechend geschrieben und basiert auf einer wahren Begebenheit. Wer sich auch ein bißchen für Geschichte interessiert und ein gutes Buch sucht, das auch etwas zum Nachdenken anregt, ist hier richtig! Das Cover ist außerdem sehr schön gestaltet.

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  • Wahnwitzig gut Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Christian Schumacher, am 18.03.2012

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    Die Sprache und Erzählkraft von Christian Kracht machen dieses Buch zu einem Lesegenuss. Ein Buch voller Anspielungen und Kritik an gestrigen wie alltäglichen Denkgebaren, vollgestopft mit quergeistigem Kalkül, wahnwitzig und herrlich amüsant.

    Sie merken, dieses Buch ist schwer zu beschreiben, aber wunderbar zu lesen!

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  • toll Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 01.03.2012

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    Es ist ein seltsamer Streit um dieses neue Buch von Christian Kracht vom Zaun gebrochen, zu einem Zeitpunkt, als nur die Rezensenten über den Roman, seine literarische Qualität und seinen politischen Gehalt sich ein Bild gemacht haben konnten. Von mir, nun, nach der Lektüre, nur drei Dinge:
    1. Krachts Imperium ist süffig, leicht, weniger wie Kracht, eher wie Kehlmann. Ein etwas längerer Leseabend genügt, dann hat man die Flache ausgetrunken - wars Bionade? Wars Wein? Jedenfalls wars nichts hochprozentiges diesmal.
    2. Kracht ist sich treu geblieben darin, abseitige Figuren agieren zu lassen und zu beschreiben. Diesmal allerdings fehlt alles Bedrohliche.
    3. Den Streit, den der Spiegel-Kolumnist Georg Diez mit seinem Faschismus-Vorwurf aus heiterem Himmel anzettelte, ist schon wieder vorbei. Ich fand das Entscheidende dazu hier:
    [...]
    Fazit also: echt Kracht, aber nicht nachhaltig wie sonst. Vier Sterne.

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  • Ein Wahnsinnsbuch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ulrike Seine, am 25.02.2012

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch verfügt über das Potential zum Bestseller. Die Geschichte, die Christian Kracht erzählt, hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, und das geschieht nicht oft.

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  • Preisvorschlag Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Jens Paller, am 21.02.2012

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wiedereinmal ist Christian Kracht ein hervorragender Roman gelungen, für mich der beste deutschsprachige Autor seiner Generation. welche Sprache er benutzt, um das Leben des Eremtien August Engelhardt nach- und hinzuzuerzaehlen, gehört zum Besten in der deutschen Literatur.
    Er wird ihn wahrscheinlich nicht bekommen und wahrscheinlich auch nicht unbedingt haben wollen, aber verdient hätte der den Buchpreis 2012 (jetzt) schon...

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  • Ein spannender Blick! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Stephan Hüllmann, am 16.02.2012

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    Dem wundersamen Werdegang des -mit Verlaub- schrägen Naturapostels und Weltverbesserers folgt man
    gerne bis in die tiefste deutsche Kolonial-Provinz vor dem
    ersten Weltkrieg. Und ganz nebenbei streift man die jungen Dichter Hesse, Mann und Kafka auf sehr ungewöhnliche Weise. Das ist wahrhaft kurzweiliger Tiefsinn!

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