Rezensent im Portrait
aus Dresden
- Gesamte Rezensionen
- 9 (ansehen)
- Über mich
- schreibe selbst und arbeite aus diesem Grund mit den verschiedensten (auch angehenden) Autoren zusammen.
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Ausgezeichnetes Lesevergnügen!Rezension vom 08.05.2012Auch der zweite Band begeistert von der ersten bis zur letzten Seite und stellt zudem noch eine Steigerung zum Ersten dar. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und es war ein Genuss zu lesen.
Das Buch beginnt mit Davids Ankunft in der "richtigen" Welt. Dieser muss sich zuerst zu Leuen durchschlagen um einen Hinweis auf dessen Pläne zu finden. Zu ihm gesellt sich noch die übellaunige, aber auf ihre Art sympathische, Jess, die vor allem mit David und Kerlen im Allgemeinen ein Problem zu haben scheint. Durch, aus ihrer Sicht vermutlich unglücklichen, Zufall begegnen sich die Beiden bei dem Einbruch in Leuens Büro. Wer am Ende wen rettet, ist schwer zu sagen und die Flucht das reinste Wunder. Doch wie lange halten sie durch? Der Leser steht dauernd unter Spannung und fiebert mit den Beiden mit.
Im Gegensatz zum ersten Teil gibt es kein Spannungsauf und -ab, sondern aufbauende Dramatik, die sich durch das ganze Buch zieht und in der Erwartung auf den nächsten Teil endet.
Mit viel Liebe zum Detail beschreibt der Autor die Parallelwelt. Wunderschöne Beschreibungen reihen sich aneinander und es fällt leicht in die neue Welt einzutauchen. Es ist alles sehr echt und der Leser bekommt das Gefühl an dem Flug und den Abenteuern teilzuhaben. Der Spaß, den der Autor beim Erschaffen der Welt hatte, ist leicht herauszulesen. Wie im ersten Band ist alles sehr greifbar.
Die Personen, wie Alex, David, Jess, Mojo, Leuen, Hiller, der Großimperator und die Seherin sind gut umgesetzt und wirken lebendig, statt bloß hingestellt. Fred Ink ermöglicht tiefe Einblicke, die sofort zu einem passenden Personenbild führen. Sie wirken echt und greifbar, jeder Charakter hat seine eigene Persönlichkeit, seine Macken und Vorlieben. Und der Leser fiebert die ganze Zeit mit ihnen mit.
Der Stil ist knackig und flüssig. Der Autor nimmt sich Zeit, auf viele Details einzugehen, ohne Tempo aus der Geschichte zu nehmen oder sich zu lange bei unnötigen Dingen aufzuhalten.
Die Übergänge zwischen den Erzählenden sind gut gesetzt und laufen kurz vor Schluss zusammen.
Es hat Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen, mit den Charakteren durch dunkle Höhlen oder Hanffelder zu wandeln und die Abenteuer mitzuerleben.
Deshalb von mir fünf von fünf Sterne für ausgezeichnetes Lesevergnügen! -
Ausgezeichnete Unterhaltung!Rezension vom 06.04.2012Der Doktor nimmt den Leser und so ziemlich jeden sympathisch auf die Schippe. Nicht nur an einer Stelle konnte ich über mich selber lachen. Seine dreizehn Themen befassen sich mit Menschen, dessen Beziehungen und Irrtümern. Man erfährt etwas über sich, warum man in manchen Dingen so ist, wie man ist, warum man es nicht ändern kann und auch nicht sollte. Worin das kleine und das große Glück besteht, wie man es finden kann. Dass man zuerst über sich selber Lachen muss und sich selbst auch mal (weniger) kritisch betrachten sollte. Verpackt mit Witz lernt man etwas dazu.
Er beschreibt alltägliche Dinge, zieht sie teils ins Lächerliche und lässt uns, sich eingeschlossen, blank dastehen. Und das ist gut so!
Das Buch bietet Alltagstipps, wie man sich vieles leichter machen kann, indem man es so sieht, wie es ist: Einfach! Der Mensch verkompliziert so ziemlich alles, sieht alles zu eng und stresst sich immer mehr. Kein Wunder, dass man sich kaum noch entspannen kann und das kleine Glück übersieht. Wir sind vom Umfeld geprägt, machen so ziemlich alles um uns anzupassen, anstatt mal das zu tun, was man will.
Hirschhausen liefert erneut einen kleinen Überlebenstrainer für unterwegs, um nicht komplett durchzudrehen. Für (nicht nur) trübe Stunden genau das richtige Buch um mal wieder zu Lachen. Humor ist eben doch die beste Medizin. Ich habe es mit Genuss gelesen und werde es in Reichweite behalten.
Viel mehr kann man nicht dazu sagen, Sie müssen es selbst lesen.
Ich vergebe 5 Sterne für ausgezeichnete Unterhaltung! Gern mehr davon! -
schön erzählter Fantasy-RomanRezension vom 11.03.2012In dem ersten Band der »Thales of Partholon« von P.C. Cast geht es um die Lehrerin Shannon Parker, die durch ihre Ersteigerung, eine Urne, in eine andere Welt gelangt. In dieser Welt »Partholon« ist alles anders, bis auf die Personen. Sie sind Spiegelbilder der »echten Welt« was Shannon zuerst verwirrt.
Schnell wird klar, das Shannon und Rhiannon nur ihr Äußeres gemeinsam haben. Sie muss beweisen, dass sie in Rhiannons Fußstapfen treten und ihr Land vor den Fomorianern schützen kann. Mit Hilfe ihres Mannes, dessen Armee und ihren neuen Freunden stellt sie sich der Herausforderung.
Ein gut erzähltes Buch, dass ich am liebsten verschlungen hätte. Der Plot ist spannend verstrickt und es gibt keine Stellen, die fehlplatziert oder langweilig waren. Das Tempo ist gut durchgehalten und die Autorin lässt sich Zeit alles einzuführen und überstürzt nicht oder verstrickt sich in zu vielen Baustellen. Durch Wortspiele oder Situationskomik lockert sie die Stimmung auf und bringt den Leser zum Lachen.
Was mich dennoch gestört hat, war die manchmal nervige Shannon. P.C. Cast lässt sie zum Beispiel zu oft »mein Mann/ Pferd oder was auch immer« denken. Das wirkt, wenn es über fünfmal auf einer Seite erscheint und fortwährend auftaucht zu übertreiben. Auch sind die Gedanken von Shannon, aus deren Sicht die Geschichte auch erzählt wird, zu oft mit Klammern versehen.
Die Sprache an sich ist ab und zu wechselhaft. Shannon ist klar zu erkennen, da sie aus einer anderen Welt und auch anderen Zeit stammt. In Partholon geht es geordneter zu. Am Anfang hat die Autorin den Unterschied sehr klar gemacht, allerdings geht teils die Hochsprache verloren. Das mag jeder sehen, wie er will. Für mich wirkten die Figuren aus Partholon, vor allem ClanFintan und später Alanna zu normal und modern. Für mich hat es nicht recht in mein Bild gepasst, da es meist der einzige Unterschied zwischen den Welten war.
Die Charaktere waren gut ausgearbeitet, wirkten nur an wenigen Stellen zu ähnlich. Bei den Dialogen, wenn die schon angesprochenen Sprachähnlichkeiten auftauchten waren sie sehr ähnlich. Aber es war leicht für mich zu folgen, wer nun gerade sprach, da die Autorin mit einigen Hilfssätzen nachgeholfen hat. Gefallen hat mir ihre Darstellung der Beziehungen zwischen den einzelnen Personen, sowie deren Veränderung. Sie wirkten sehr lebendig und greifbar, wie aus dem Leben gezeichnet. Das machte das Buch auch spannender, da man ich mich einfühlen konnte und mit den jeweiligen Protagonisten mitgelebt habe.
Das Ende fand ich sehr schön aber etwas zu kurz. Es ging auf einmal rasend schnell und dann waren es nur noch zehn Seiten. Ein kleines Manko, dass allerdings durch die folgenden Bände ausgeglichen wird.
Das Buch ist für jedes Alter geeignet und bietet Spannung, Komik, Liebe und mit den Zentauren auch eine abwechslungsreiche Seite der Fantasy.
Trotz der kleinen Dinge, die mir beim Lesen aufgefallen sind, sage ich sehr gut und vergebe ich vier Sterne. Das bietet Luft nach oben und macht Neugierig auf mehr! -
Spannend, echt, intelligent und witzigRezension vom 27.02.2012In dem Buch geht es um vier Menschen, die in ihrem Leben einzeln schon genug Tiefen hatten um damit mehrere Leben füllen zu können, doch zusammen finden sie langsam aber stetig aus ihren Ängsten und Problemen heraus. Es ist nicht die klassische Liebesgeschichte oder die Geschichte vom Elend, was das Buch ausmacht, denn beides sind nur kleine Rädchen im großen Getriebe. Es geht um die Freundschaft von vier Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten aber dennoch ihre Einsamkeit gemeinsam haben.
Die Protagonisten konnten sich in langen Reden über ihre Lieblingsthemen verlieren ohne dabei langweilig zu werden und erzählten ihre Geschichte fortlaufend. Immer kommen neue Details dazu, dennoch ist es leicht den Überblick zu behalten.
Die Sprache ist typisch französisch: teils grob oder herb, direkt und ungeschönt. Die Autorin zeigt ihre Personen ungeschminkt, ohne eine Maske aus blumig, verfeinerter Sprache. Das wirkt passend und lässt sie lebendiger bzw. echter wirken. Was mir allerdings ab und an Probleme bereitete, war die wörtliche Rede. Ich liebe Bücher in denen auch viel geredet wird, mag es aber nicht, wenn ich nicht weiß, wer spricht. Es fehlen Hinweise auf die Personen vor, hinter und während der Rede. An einigen Stellen war es schwer zu folgen und über andere rätsle ich jetzt noch.
Das Buch beweist auf eindrucksvolle Art und Weise, dass man zusammen wirklich weniger allein ist, wenn man beginnt, sich anderen zu öffnen und jemanden findet, mit dem man etwas teilen kann. Es ist nicht spannend wie ein Thriller oder ein Krimi, dennoch will man fortlaufend wissen, wie sich die Personen entwickeln, was i ihnen steckt und was sie aus ihrem Talent machen, denn jeder hat ein verborgenes Talent, wie das Buch eindrücklich beweist. Anna Gavalda bleibt bis zum Ende ihrem Stil treu und schafft es, den Leser bis zur letzten Seite an sich zu binden.
Das ist ein Wälzer, den ich gern jedem empfehle, der etwas Anderes, Unübliches sucht. Ein Buch, was Respekt verdient, nicht zuletzt die Personen die ihm Leben einhauchen. Das Buch ist klug, komisch, fesselnd und viel zu schnell vorbei. Auch nach mehreren Tagen hat es mich nicht losgelassen.
Deshalb von mir fünf von fünf Sternen! -
tolles Buch mit kleinem MankoRezension vom 16.10.2011Zuerst muss wirklich das negative gesagt sein. Dieses Buch war faszinierend und seltsam zugleich. Die Autorin hat es geschafft mit einer wirklich langweiligen Handlung ein tolles Buch zu kreieren.
Die Handlung: Ein Mann wird gerettet und versteckt, sein Enkel taucht auf, er und die Frau die seinen Großvater gerettet hat versucht er herauszufinden, wer ihn entführt hat, sie reisen durch das Land usw usw. Also eher unspektakulär. Was macht das Bch stattdessen aus? Die Charaktere! Lady Katsa und Prinz Bo sind Figuren mit denen man mitfühlt, über die man sich ärgert, für die man sich freut und weint. Die Autorin hat die beiden mit wunderbaren Fähigkeiten ausgestattet und die Geschichte um die Figuren herum und zwischen ihnen wirklich klasse gestaltet. Somit ein gewöhnliches Buch mit ungewöhnlichen Protagonisten geschaffen und es ist in jedem Fall lesenswert. Sogar so sehr, dass ich es beinahe noch einmal lesen wollte. Wirklich klasse gemacht aber einen Punkt Abzug wegen der Handlung. -
aha, nicht wirklich gelungenRezension vom 19.06.2011So ein Buch habe ich lange nicht mehr gelesen. Vom Stil wie von der Sprache nicht wirklich herausragend, teilweise sogar als schlecht zu bezeichnen.
Es ist geschrieben wie ein Reisebericht, bei dem jede Tiefe fehlt und die komplette Handlung ist teils ungeordnet aufgebaut. Auf einmal ist es zehn Jahre später und der Leser bekommt davon nicht viel mit, teils fehlen auch die Kennzeichnungen mithilfe von Absätzen oder Freizeilen. Es scheint als wurde an Platz gesparrt ohne zu überlegen, welche Folgen das für den Leser hat.
Meine Anforderungen an den Titel hat es ebenfalls nicht erfüllt. Ich dachte es ginge um DIE Hexe von Freiburg, stattdessen werden immer mal wieder einige Damen erwähnt und erst auf den letzten 50 Seiten wird die Protagonistin dann doch noch verhaftet. Alles viel zu schnell dann noch abgehandelt und zu offensichtlich geschrieben. Die Handlung zieht sich wie Kaugummi und verliert jegliche Spannung durch die ellenlangen Aufzählungen wann was war... Das Leben einer Frau im Barock, die nicht wirklich viel von der Verfolgung mitbekommt, zumal die Verfolgungswelle auch nicht wirklich "schlimm" scheint. Habe ich es überlesen, oder stand davon wirklich nicht viell drin?
Ja, die Prozesse waren grausam, aber warum lässt sich die Autorin dann nicht für eben jene Stellen viel mehr Zeit? Schließlich sollte es um die Hexe gehen, da will ich doch viel mehr wissen, als ihr doch recht komisches Leben ausgeweitet zu sehen.
Ich wurde enttäuscht und kann es kaum einen weiter empfehlen. -
spannend, fesselnd, wahr!Rezension vom 19.06.2011Faszinierend und zugleich grausam. Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen und mitgerissen. Ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht und was passiert, auf der anderen Seite stand aber die Wahrheit, die Sabine Weigand mit historischen Texten belegt und so den Bezug zur Vergangenheit knüpft. Ich jage der Geschichte und vor allem der Hexenverfolgung vor allem mit diesen Büchern hinterher, habe dazu auch schon viel, und leider auch viel schlechtes gelesen. Bei "Seelen im Feuer" wurde sehr genau und detailgetreu beschrieben, sodass ich mich in die Zeit des Barock zurück versetzt fühlte. Die Grausamkeit sowie die Gier nach Folter und die Folgen des Neides waren auch zwischen den Zeilen greifbar und über allem hing des dunkle Gedanke der Wahrheit. Gerade deshalb gab es auch Passagen an die ich mich nicht getraut habe, sie erschienen mir als zu grausam um wahr zu sein, ich konnte es einfach nicht glauben. Aber so verlief der Hexenwahn in Deutschland, die Verfolgung von Unschuldigen wegen Macht und Geld.
Dieses Buch ist absolut empfehlenswert an jeden Fan von historischen Romanen und an jeden der auf der Suche ist noch einem Fünkchen Wahrheit. -
Ungeahnte Topleistung von Stephenie Meyer!Rezension vom 15.05.2011Nach der Twilight-Saga hat sie es geschafft, doch noch mit ihrer schriftstellerischen Leistung zu punkten.
Die Seelen bewohnen die Menschen und löschen damit eine Spezies aus, nur weil sie auf dem Planeten leben wollen. Oder doch nicht? Sie sind darauf bedacht die Spezies nicht zu schädigen, denn sie erkennen das Potential und den Nutzen eines jeden Planten. Für die Menschen stellen sie allerdings eine Bedrohung da, sie haben Angst um ihre Existenz.
Normalerweise übernehmen die Seelen den Wirt, sodass der Mensch wirklich wie ausgelöscht ist. Allerdings klappt das nicht so ganz bei Melanie.
Handlung sowie Personen sind nahezu perfekt ausgearbeitet und die Gespräche zwischen Wanda und Melanie sind ernst, bildreich, klärend, traurig und erheitern streckenweise auch das doch recht düstere Thema.
Sie schließen sich zusammen und suchen eine Gruppe des Widerstands zu der Melanie einst gehörte. Die Gruppe ist davon eher weniger begeistert und
Wanda und wird zum Außenseiter und beliebtesten Tötungsopfer. Erst später wird sie in die Gruppe integriert und akzeptiert. Mensch und Seele erleben einige Höhen und Tiefen, nicht nur was die Zugehörigkeit und den Zwiespalt anbelangt. Denn Wanda gibt es nur mit Melanie und Melanie nur mit Wanda. Beide müssen miteinander leben, irgendwie. Die Frage bleibt, wem es schwerer fällt. Derjenigen die auf einem fremden Planeten einen fremden Menschen voller extremer Emotionen bewohnt, oder derjenigen die Wirt für einen fremden Wurm wird und keine Kontrolle mehr über sich und ihren Körper hat?
Die beiden müssen überzeugen und das Vertrauen der Menschen gelangen. Dabei ist nicht immer offensichtlich wer Freund und wer Feind ist und schon gar nicht wer das Wohl von Melanie oder Wanda im Sinn hat. Damit konnten sie mich zumindest überzeugen und mitziehen.
Gefallen hat mir der selbstlose Charakter von Wanda, wie ihn Stephenie Meyer schon bei Bella versucht hat. Wanda lebte schon auf mehreren Planeten der Seelen und fand keinen so ungewöhnlich wie die Erde. Die Planeten und ihre Lebewesen sind in einem Detailreichtum beschrieben und wirken so lebendig, als hätte ich einen Film vor Augen gehabt. Auch die Höhlen, die Wüste und die Menschen sind sehr gut beschrieben und das Lesen wurde zum Genuss. Der Wandel der zwischen den Frauen und der Seele und den Menschen passiert ist großartig und spannend. Ich konnte nicht aufhören mit lesen.
Dieser Roman spielt zwischen Hass, Angst, Hoffnung und Liebe und beleuchtet alle Aspekte von einer ganz anderen Seite in den besten Farben.
Topleistung von Stephenie Meyer, die zeigt, was sie kann! Definitiv lesenswert.











