Rezension vom 19.03.2011
Beginn der Neuzeit. Der 30jährige wütet. Gleichzeitig sorgt eine allgemeine Klimaverschlechterung für Hagel und Unwetter. Als Schuldige werden in einer Gesellschaft, die real an Geister und Dämonen glaubt, schnell die "Hexen" ausgemacht. Jede harmlose Äußerung oder Handlung kann einem den Vorwurf einbringen, eine Hexe zu sein. Folter, die dem Beschuldigten stets ein ungünstiges Schicksal bringt. Manche Städte wie Bamberg - dem Ort des Geschehens - gehen systematisch gegen alle vor, die dem Machtstreben im Wege stehen.
Sehr lesenswert und lehrreich! Der Roman basiert auf Originalunterlagen: Den per Zufall erhalten gebliebenen Protokollen der Hexenprozesse. Welch grausame Zeit! Man kann Parallelen ziehen zu den "Glaubensstaaten" heutiger Zeit.