Der Duft der Pfirsichblüte

Eine Australien-Saga

von Dagmar Trodler

Buch

Taschenbuch (461 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Verbannt ans Ende der Welt

London 1812. Mary MacFadden verdient sich ihr Geld als »Engelmacherin« mit illegalen Abtreibungen. Als eine Adlige dabei stirbt, wird sie nach Australien verbannt. Sie erreicht, dass ihre geliebte Tochter Penelope mit aufs Schiff darf. Doch die Überfahrt wird zum Höllentrip. Penelope wird vergewaltigt und gebiert an Bord eine Tochter. In Sydney werden Frauen und Kind jäh voneinander getrennt. Mit Glück findet Penelope eine Anstellung in gutem Hause und führt fortan ein besseres Leben. Doch der Verlust von Mutter und Tochter quält sie, und sie will die beiden um jeden Preis finden. Als ein junger Arzt seine Hilfe bei der Suche anbietet und ihr seine Zuneigung offenbart, weiß sie nicht mehr, was sie fühlt - Dankbarkeit oder Liebe.

"Dagmar Trodler schreibt mit einer derart ausschweifenden Lust am Fabulieren
und einer so mitreißenden Sprachgewalt, als habe sie nie etwas Anderes getan - intelligent, authentisch und unterhaltsam." Kölner Stadtanzeiger

Pressestimmen:

"Dagmar Trodler schreibt mit einer derart ausschweifenden Lust am Fabulieren und einer so mitreißenden Sprachgewalt, als habe sie nie etwas Anderes getan intelligent, authentisch und unterhaltsam." (Kölner Stadtanzeiger)

Produktdetails

ISBN-10: 3-352-00824-8
EAN: 9783352008245
Erschienen: 12.03.2012
Verlag: Ruetten & Loening
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 461
Länge/Breite: 215mm/125mm
Gewicht: 580 g
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Dagmar Trodler

Dagmar Trodler wurde 1965 in der Eifel geboren. Seit 1987 arbeitete sie als Krankenschwester und studierte daneben Geschichte und skandinavische Philologie. Sie beherrscht mehrere nordische Sprachen, und ihre Faszination für das Eintauchen in vergangene Zeiten führte zu dem Entschluss, ihren großartigen historischen Erstlingsroman zu schreiben,

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Kundenrezensionen

  • Diese Geschichte geht unter die Haut! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Nina2401, am 26.11.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Anfang des 19. Jahrhundert werden in England viele Todesurteile in Deportationen nach Australien umgewandelt. Auch die Londoner Spitzenhäklerin Penelope teilt mit ihrer Mutter dieses Schicksal. Sie gehen nicht nur auf der beschwerlichen Überfahrt durch die Hölle.

    Die Aufmachung des Buches und der Klappentext versprechen eine Australiensaga, wie ich schon einige gelesen habe. Aber dieses Buch ist ganz anders und ich wurde sehr positiv überrascht. Denn ... ich hatte die meiste Zeit beim Lesen einen dicken Kloß im Hals. Dagmar Trodler beschreibt die Zustände so authentisch und auch schonungslos. Da wird nichts weichgespült und durch die rosarote Brille betrachtet und genau das gefällt mir an dem Buch so gut. Es ist ergreifend, es ist mitreißend, es ist glaubwürdig und es ist sehr informativ. Man merkt immer wieder, wie gründlich die Autorin recherchiert hat.

    Die Sprache steht im krassen Gegensatz zur Handlung, sie ist poetisch und atmosphärisch und eindringlich, eine Kombination, die unter die Haut geht. Es ist ein sehr intensives Buch, die Geschichte war die ganze Zeit in meinem Kopf. Sie hat mich sehr bewegt, ich war teilweise fassungslos, was Menschen damals alles aushalten mussten und auch konnten. Die Zustände auf dem Schiff und in den Gefängnissen wurden genau so unverblümt dargestellt wie die menschlichen Abgründe. Ich hatte Gänsehaut, ich hatte Mitleid und ich hatte Hochachtung vor dem Überlebenswillen.

    Dieses Buch hat mich tief beeindruckt und ich empfehle es allen, die etwas Authentisches über die Anfänge in Australien lesen möchten.

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  • Eine lesenswerte Australien-Saga Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 08.08.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Penelope McFadden ist 15 Jahre alt und lebt mit ihrer Mutter Mary in ärmlichsten Verhältnissen in London-Southwark.
    Penelope verdient sich ihr Geld als Spitzenhäklerin, ihre Mutter arbeitet als eine Art Heilerin, wobei die Haupteinnahmequelle verbotene Abtreibungen sind.
    Ihre Mutter ist es auch, die Penelope eine Arbeit in einem vornehmen Haus besorgt. Anfangs besteht ihre Aufgabe im ausführen von Flickarbeiten, als jedoch die Hausherrin erkennt, dass Penelope hervorragend Spitzen häkeln kann, steigt sie im Haushalt auf und darf fortan dieser Tätigkeit nachgehen.
    Es kommt, wie es kommen muß, eine Abtreibung geht schief und Penelope wird zusammen mit ihrer Mutter verurteilt, nach Australien in die Strafkolonie zu gehen.


    Anfangs dachte ich , na ja , ein weiterer „Kitschroman“, doch Dagmar Trodler hat es geschafft, eine Australien-Saga zu schreiben, die weder kitschig noch geschönt erscheint, sondern eher direkt, realistisch, manchmal für unsere Gemüter zu realistisch.
    Ich hatte fast den Eindruck den Dreck und Unrat, die Armut zu riechen, dann wieder der feine Duft nach Parfum und frisch gebackenem Brot.
    Penelope ist eine absolut normale, eher zurückhaltende junge Frau, die ihr Leben in die Hand nehmen muß und es nach einigem auf und ab auch schafft.
    Ihre Mutter Mary erscheint mir wie der Fels in der Brandung für Penelope. Sie wirkt sehr stark.
    Ein Buch, dass man in einem Rutsch lesen kann und bis zur letzten Seite bangen muss, ob es ein Happyend geben wird oder nicht.
    Es war mein erstes Buch von Dagmar Trodler, doch ich denke, es wird nicht das letzte gewesen sein. Mir gefällt ihr realistischer Stil.

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  • Sehr gefühlvoll Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von kessi, am 05.08.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Inhalt:
    London im Jahr 1812. In dem Armenviertel Southwark lebt Penelope mit ihrer Mutter Mary. Dieses Armenviertel ist voller Unrat, Gestank und armen Menschen, die aller versuchen auf irgend eine Weise zu überleben. Mary die Mutter, die ihr Geld als sogenannte Engelmacherin verdient, wird eines Tages festgenommen, als sie eine Abtreibung bei Penelops Herrin Lady Rose, die dies unbedingt wünscht, vornimmt. Bei dieser ist auch Penelope zu gegen um die Mutter zu unterstützen.
    Von da an beginnt eine Reise ins ungewisse, da sie zu einer Deportation verurteilt wurden. Vorerst lautete das Urteil, Tod durch den Strang. Eine lange Reise nach Australien müssen die beiden nun antreten.

    Meine Meinung:
    Ich durfte Penelope auf dieser Reise begleiten, welche von Leid, Not, Hoffnungen, aber auch von Freundschaft und sogar der Liebe geprägt sind. Der Schreibstil ist sehr gefühlvoll und mit Liebe zum Detail geschrieben. Ebenfalls habe ich erfahren, durch die intensiven Recherchen der Autorin, wie es den Sträflingen zu dieser Zeit in Australien ergangen ist, und das diese sogar nach Vollendung ihrer Strafe wieder zu angesehenen Bürgen werden konnten.
    Der Autorin ist mit diesem Buch für mich ein Meisterwerk gelungen, welches mich sehr berührt hat. Dafür vergebe ich gerne volle 5 Punkte. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der sich für diese Zeit interessiert.

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  • bedrückend realistisch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Manja Teichner, am 19.06.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Meine Meinung:
    London im Jahr 1812.
    Nachdem Mary MacFadden eine Abtreibung misslingt, wird sie zuerst zum Tode verurteilt und dann schließlich nach Australien verbannt. Penelope, ihre Tochter, geht mit ihr mit.
    Die Überfahrt mit dem Schiff wird für sie beide zur reinsten Tortur.
    Mary erwirbt sich während der Fahrt den Respekt der Aufseher und wird weitestgehend in Ruhe gelassen. Penelope allerdings begeht einen Fehler und wird von einem irischen Sträfling geschwängert. Irgendwie ist Penelope von Liam fasziniert aber ob sie ihn liebt weiß sie nicht.
    Noch auf dem Schiff bringt Penelope eine Tochter zur Welt.
    Beim Anlegen in Sydney kommt es allerdings zu einer Katastrophe auf dem Schiff und Penelope wird von ihrer Tochter und von ihrer Mutter getrennt. Nun steht sie alleine da. Nur ein deutscher Arzt, Bernhard Kreuz, kümmert sich um sie und schnell wird Penelope klar, er empfindet mehr für sie.
    Doch was passiert, wenn sie Liam wiedersieht? Und was ist mit ihrer Tochter und ihrer Mutter geschehen?

    In „Der Duft der Pfirsichblüte“ von Dagmar Trodler wird man als Leser in eine längst vergangene, grausame Zeit entführt.

    Die Protagonisten Mary und Penelope MacFadden leben im armen Viertel von London. Beide arbeiten hart um zu Überleben.
    Penelope ist jung und naiv. Sie lebt meist gedankenlos in den Tag. Sie arbeitet als Flickennäherin bzw. als Spitzenhäklerin und wenn sie ihre Arbeit gut in den vornehmeren Häusern verrichtet braucht sie keinen Hunger zu leiden und es geht ihr gut. Dies ändert sich allerdings auf der Überfahrt nach Sydney. Hier lernt Penelope noch schlimmere Zustände kennen als sie sie vom Armenviertel in London gewohnt ist. Ihr Gemütszustand ändert sich, sie wird zunehmend deprimierter und lustloser.
    Durch Liam wird Penelope, die sich weder mit Sex noch mit Kindern auskennt, schwanger und wird so gezwungen erwachsen zu werden.
    Ihre Mutter Mary hält stets eine schützende Hand über Penelope aber auch sie kann nicht verhindern, dass sie sich auf Liam einlässt.
    Tief im Inneren macht Mary sich schwere Vorwürfe, dass sie sich auf die verhängnisvolle Abtreibung eingelassen hat. Dadurch nahm ja alles erst seinen Lauf.

    Beide Frauen hat Dagmar Trodler sehr gut dargestellt. Von Mary bekommt man als Leser zwar im Handlungsverlauf recht wenig zu lesen, da sich das Geschehen zunehmend auf Penelope konzentriert, aber dennoch hat Mary ihren festen Platz im Buch.
    Penelope selber kommt sehr authentisch und glaubwürdig rüber.

    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr eindringlich.
    Teilweise schreibt sie auch schonungslos, man kann die grausame und bedrückende Stimmung regelrecht greifen.
    Dadurch und auch durch die realistische Beschreibung von Armut und Ausbeutung ist der Roman aber recht schwer zu lesen.

    Die Handlung selber ist trotzdem spannend gehalten und fesselt den Leser ans Buch.
    Das Ende wiederum ist nicht kitschig und hat mich versöhnlich gestimmt.

    Fazit:
    „Der Duft der Pfirsichblüte“ von Dagmar Trodler ist trotz der schwierigen Zeit, in der das Geschehen angesiedelt ist, ein toller Roman.
    Die Protagonisten sind glaubwürdig und die Handlung ist so realistisch dargestellt, dass ich schon froh bin heute zu leben und nicht damals.

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  • Anrührend! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Sabine Voß, am 03.05.2012

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    Penelope und ihre Mutter Mary werden verurteilt und nach Australien deportiert. Während der langen und grausamen Überfahrt wird Penelope schwanger und bekommt das Kind noch auf dem Schiff. Als bei der Ankunft das Schiff in Flammen aufgeht werden die drei getrennt. Unter schrecklichsten Umständen versucht nun jede Frau für sich, einen Platz in ihrem neuen Leben zu finden. Eine große Rolle spielt dabei Bernhard Kreuz, ein deutscher Arzt, der schon auf dem Schiff seine schützende Hand über Penelope zu halten versuchte. Eine anrührende Geschichte, die Mut macht, auch aussichtslos scheinende Kämpfe zu kämpfen.

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