BuchhändlerInnen im Portrait
aus Dresden
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Was wäre wenn nicht ? (Buch)Rezension vom 12.06.2013Hannes Stein hängt seinen ganzen Roman an ein großes Was wäre wenn nicht ?
Was wäre geschehen, wenn der österreichische Erzherzog 1914 nicht in Sarajevo erschossen worden wäre? Wie würde Europa und der Rest der Welt heute aussehen, wenn aufgrund dieser Tatsache die zwei Weltkriege einfach nicht stattgefunden hätten? Nun in seinem Roman gibt es dann im Jahre 2000 unter anderem ein riesiges K.u.K.-Reich, eine deutsche Kolonie auf dem Mond und Anne Frank wäre gerade 71 Jahre alt. Doch auch seine friedliche Welt wird bedroht und zwar durch einen Kometen aus dem All.
Eine heitere Utopie, welche den Leser schmunzeln lässt. Durch ein angehängtes Glossar werden die historischen Tatsachen erklärt, sodass Der Komet auch Geschichtskunde aus einem völlig neue Blickwinkel ist.
Lesenswert! -
Was wäre wenn nicht ? (eBook)Rezension vom 12.06.2013Hannes Stein hängt seinen ganzen Roman an ein großes Was wäre wenn nicht ?
Was wäre geschehen, wenn der österreichische Erzherzog 1914 nicht in Sarajevo erschossen worden wäre? Wie würde Europa und der Rest der Welt heute aussehen, wenn aufgrund dieser Tatsache die zwei Weltkriege einfach nicht stattgefunden hätten? Nun, in seinem Roman gibt es dann im Jahre 2000 unter anderem ein riesiges K.u.K.-Reich, eine deutsche Kolonie auf dem Mond und Anne Frank wäre gerade 71 Jahre alt. Doch auch seine friedliche Welt wird bedroht und zwar durch einen Kometen aus dem All.
Eine heitere Utopie, welche den Leser schmunzeln lässt. Durch ein angehängtes Glossar werden die historischen Tatsachen erklärt, sodass Der Komet auch Geschichtskunde aus einem völlig neue Blickwinkel ist.
Lesenswert! -
Schein und Sein (eBook)Rezension vom 12.06.2013Die Handlung dieses Romans könnte schnell erzählt sein: Ein Vater unternimmt mit seiner siebenjährigen Tochter einen Segeltörn von Dänemark bis ins niederländische Harlingen, ihren Heimathafen. Doch so einfach wird es uns natürlich nicht gemacht. In die ruhig dahingleitende Geschichte schleicht sich bald etwas seltsames, verstörendes. Wenn es sich dann plötzlich zu einem Sturm auftürmt, ist man schon mitten drin in der Geschichte und kann nicht anders, als bis zur Aufklärung im letzten Kapitel weiter zu lesen.
Ein Buch über Erwartungen und Wünsche in einer Vater-Tochter-Beziehung, raffiniert komponiert und unbedingt lesenswert. -
Schein und Sein (Buch)Rezension vom 12.06.2013Die Handlung dieses Romans könnte schnell erzählt sein: Ein Vater unternimmt mit seiner siebenjährigen Tochter einen Segeltörn von Dänemark bis ins niederländische Harlingen, ihren Heimathafen. Doch so einfach wird es uns natürlich nicht gemacht. In die ruhig dahingleitende Geschichte schleicht sich bald etwas seltsames, verstörendes. Wenn es sich dann plötzlich zu einem Sturm auftürmt, ist man schon mitten drin in der Geschichte und kann nicht anders, als bis zur Aufklärung im letzten Kapitel weiter zu lesen.
Ein Buch über Erwartungen und Wünsche in einer Vater-Tochter-Beziehung, raffiniert komponiert und unbedingt lesenswert. -
SommerschmökerRezension vom 12.06.2013Der neue Roman von Theresa Révay spielt zwischen den Jahren 1911 1918 in England und Frankreich. Eine Zeit, die besonders auch für die alten Adelshäuser von Wandel geprägt war. Standesschranken begannen aufzuweichen, die Industrialisierung zog die Arbeitskräfte in die Städte und ließ Arbeiter und insbesondere Frauen mehr politische Mitbestimmung einfordern. Und schließlich brach der erste große Weltkrieg aus.
Inmitten dieses Szenenbildes erzählt die Autorin die Geschichte zweier Adelsfamilien und schafft so ein lebendiges Zeitbild. Durch ihre lebhafte Sprache wird dieses Buch zu einem Schmöker, welcher den Leser bis zur letzten Seite gefangen hält.
Wenn Sie historisch orientierte Sommerlektüre such, lesen Sie dieses Buch. -
Liebevoll naivRezension vom 12.06.2013Das Kaninchen aus Hausnummer 34 liegt platt gefahren auf der Straße. Als Hund und Ratte dies sehen, fragen sie sich zunächst, was wohl passiert ist. Zwar kannten sie das Kaninchen nicht so genau, doch es ist klar, dass es so nicht liegenbleiben kann. Die beiden gehen in den Park und überlegen, was sie mit dem toten Tier machen sollen und kommen auf eine ungewöhnliche Idee.
Dieses wunderbar philosophische Bilderbuch kommt mit ganz einfachen Illustrationen aus.
Der kindliche Standpunkt, dass selbstverständlich auch jedes überfahrene Tierchen eine ordentliche Bestattung braucht. Ist hier wunderbar in Szene gesetzt und somit ist es nicht nur ein Buch für Kinder, sondern lehrt alle Leser Trost durch Mitgefühl. -
Farbenprächtige NeuverfilmungRezension vom 12.06.2013Wenn man einen derart häufig bearbeiteten Stoff neu verfilmt, kann und muss man sich etwas neues einfallen lassen. Anna Karenina ist ein Beispiel dafür, wie passende Schauspieler und eine eigenwillige Inszenierung neue Impulse setzen können. Der Regisseur Joe Wright bearbeitete den Stoff wie ein Theaterstück fürs Kino. Der Zuschauer fühlt sich wie ein Teil einer großen Drehbühne, wenn durch ausgeklügelte Übergänge die Szenen ineinander überfließen.
Wer sich den Film ganz ohne das Wissen um die Rahmenhandlung anschaut, mag vielleicht Schwierigkeiten haben der Handlung zu folgen.
Doch schon um der prächtigen Kostüme wegen ist der Streifen sehenswert.
Und auf jeden Fall ist es ein Grund Tolstois Original mal (wieder) zu lesen. -
Von Schönen und BiesternRezension vom 15.05.2013Aufgrund eines jahrhundertealten Familienfluches kommt Penelope mit einer Schweinenase zur Welt. Alles elterliches Jammern und auch Operationen helfen nicht: Der Rüssel bleibt dran! Um das Kind vor neugierigen Blicken und das Ansehen der altehrwürdigen Familie vor schlechter Presse zu schützen, wächst Penelope gut verborgen hinter den Mauern des Familienanwesens auf. Sie kann nur von dem Fluch befreit werden, sollte sich jemand finden, der sie so liebt, wie sie ist.
Doch alle Brautschau nützt nichts. Jeder potenzielle Bewerbe flieht, sobald er Penelopes ansichtig wird. Und auch sie hat langsam keine Lust mehr, sich einsperren zu lassen und läuft davon...
Penelope ist ein modernes Märchen voller Wärme und Witz, mit einer bezaubernden Christina Ricci und einem sympathischen James McAvoy. -
Lebensmut vs. Lebenssinn (eBook)Rezension vom 15.05.2013Der Roman beginnt zunächst ganz einfach. Die intelligente, lebenslustige 26jährige Lou weiß nicht so recht, wo es im Leben hingehen soll, traut sich nicht so recht etwas zu wagen. Als sie dann ihren Job in einem Café verliert, ist sie perspektivlos. Schließlich bekommt sie eine Stelle als Haushälterin bei einem jungen querschnittsgelähmten Mann.
Der junge Will hatte vor seinem Unfall alles, was man sich nur wünschen kann: einen erfolgreichen Job, jede Menge Spaß und eine Schönheit zur Freundin. Doch dann wurde er auf regennasser Straße von einem Motorrad erfasst und ist seither vom Hals abwärts gelähmt.
Es ist für den Leser nachvollziehbar und dennoch traurig, dass ihm seither jeder Lebenswillen fehlt.
Schnell ist klar, dass die quirlige Lou weniger als Putzfrau, sondern mehr als Unterhalterin und Aufpasserin an Wills Seite gestellt wurde. Ob sie es schafft ihm wieder neuen Lebensmut zu geben?
Ein ganzes halbes Jahr kommt als leichter Roman daher, scheut sich jedoch nicht zu fragen, welch hohe Bedeutung Lebensqualität und Selbstbestimmung haben (sollten).
Und mein Tipp zum Schluss der Empfehlung: Vergessen Sie nicht die Taschentücher bereitzulegen!













