Das geheime Spiel

Roman. Deutsche Erstausgabe

von Kate Morton

Buch

Taschenbuch (687 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Zwei Schwestern, ein geheimes Spiel und eine verbotene Liebe


Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs kommt Grace Bradley als Dienstbotin nach Riverton Manor. Selbst noch nicht erwachsen, bewundert sie die Hartford-Mädchen Hannah und Emmeline, die mit ihrer unbeschwerten Fröhlichkeit für Leben auf dem Anwesen sorgen. Doch die Begegnung mit dem jungen Dichter Lord Robert Hunter wird Hannah und Emmeline für immer verändern. Als einzige Vertraute versucht Grace die beiden Schwestern vor Unheil zu bewahren - vergeblich ...


Mehr als 75 Jahre bewahrt Grace das Geheimnis, bis sie endlich die Wahrheit über jene Tage preisgibt.


Pressestimmen:

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: Kate Morton ist DER literarische Exportschlager Australiens!

Produktdetails

ISBN-10: 3-453-29031-3
EAN: 9783453290310
Originaltitel: The Shifting Fog
Erschienen: 05.11.2007
Verlag: Diana Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 687
Länge/Breite: 187mm/118mm
Gewicht: 410 g
Übersetzer: Charlotte Breuer
Reihe: Diana Taschenbücher
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Kate Morton

Kate Morton, geboren 1976, wuchs in den Bergen im Südosten von Queensland, Australien, auf. Sie hat Theaterwissenschaften und Englische Literatur studiert. Ihr Debütroman wurde in 13 Länder verkauft und eroberte mittlerweile ein Millionenpublikum. Kate Morton lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Brisbane, Australien.

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Buchhändlertipps

  • Voller Gefühl und Spannung! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Maria Brandstetter, am 15.01.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Linz

    In diesem Buch wird einem ein guter Einblick in das 19.Jahrhundert gewährt. Tolle Charakteure, faszinierende Schauplätze, nostalgisch. An den Erzählstil muss man sich gewöhnen. Die Autorin hüpft sehr spontan zwischen Gegenwart und Vergangenheit in und her. Aber es zahlt sich aus das Buch fertig zu lesen, freuen sie sich auf das Ende!

Kundenrezensionen

  • leicht langatmig,aber trotzdem gut!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Bani, am 02.04.2013

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    Ich hab alle Bücher von Kate Morton gelesen, allerdings ist dies hier nicht ihre beste Roman, es konnte 100 Seiten weniger sein, teilweise war anstrengend, aber trotzdem ist ein schönes Buch. Bisschen Geduld braucht man um die Geschichte zu verstehen.

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  • Ein glänzener Schmöker !!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Gudrun Krull, am 03.03.2013

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    Kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges kommt Grace Bradley als Dienstbotin nach Riverton Manor. Selbst noch nicht erwachsen, bewundert sie die Hartfort Mädchen Hannah und Emmeline. Doch die Begegnung mit dem jungen Dichter Lord Robert Hunter wird das Leben von Hannah und Emmeline für immer verändern. Grace wird die Vertraute von den beiden Geschwistern. Um sie zu schützen, behält Grace ihr ganzes Leben lang ein wohlbehütetes Geheimnis in sich. Es ist alles in dem Roman enthalten. Familiensaga, Krimi und Liebesgeschichte. Unbedingt lesen !!!

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  • Das geheime Spiel Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Cora Lein, am 10.12.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Grace erzählt ihre Geschichte als alte Frau. Früher als Dienstmädchen tätig, dann als Hannahs Zofe, hat sie fast alles selbst miterlebt, was sie berichtet. – Sowas mag ich, denn beim Lesen kommt immer ein gewisses “ich war dabei” Gefühl hervor und dies hat Kate Morton super umgesetzt.

    Die Charaktere sind wie bereits beim letzten Buch alle sehr sympathisch und auch die Schauplätze wieder bebildert. Das Kopfkino lief die ganze Zeit mit.

    Das Lesen, obwohl Grace beim erzählen immer sehr viel hin und her springt, ist einfach und ich bin gut mitgekommen. Empfehlen würde ich dieses Buch jedem, der historisches und gegenwärtiges gern verbunden sieht.

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  • Das Leben ist ein Spiel Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Maria, am 23.06.2011

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    Kate Morton hat mich mit ihrem 2. Buch sehr fasziniert.

    Sie beschreibt die Verbindung zwischen den Geschwistern, dass man Seite um Seite unbedingt wissen möchte, was weiter passiert.

    Hauptrolle spielt dennoch ihre Dienerin/Zofe; diese ist auch die Erzählerin.

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  • Das geheime Spiel Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Stefanie Schedy, am 30.05.2011

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    Auch in diesem Roman von Kate Morton geht es wieder um eine Adelsfamilie in England; um deren Wandel, ein Geheimnis und den Untergang der Familie. Es ist also nicht nur ein Roman, sondern auch gleichzeitig ein Krimi. Wie schon in "der Verborgene Garten" hat mich auch dieses Buch in den Bann gezogen und ich habe die Nächte durchgelesen.

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  • Na ja .... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 27.03.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    .... leider bin ich etwas enttäuscht. Bis zur Mitte des Buches musste ich mich regelrecht durchquälen. Das Geplauder der Dienstboten nervt dann irgendwann. Die Geschichte ist interessant, allerdings sind einzelne Abschnitte zu ausführlich und wirken langatmig und langweilig. Zum Ende hin wird es doch noch etwas spannender. Aber ist ein Buch lesenswert nur wegen dem Ende ????
    Nicht zu vergleichen mit "der verborgene Garten"

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  • hatte etwas mehr erwartet Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 12.01.2011

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    Nachdem ich als erstes das Buch Der verborgene Garten von Kate Moron gelesen habe, von dem ich total gefesselt war, habe ich mir dieses Buch voller Erwartungen gekauft.
    Das Buch beginnt etwas konfus, es wird zwischen vergangener Zeit und Jetztzeit hin und her geschwitzt, man braucht einige Zeit bis man mitkommt. Nach etwas 100 Seiten war ich fast dabei, das Buch abzulegen, aber hab mich weiter gezwungen. Es hat sich gelohnt, die Handlung wurde spannender und die Verwicklungen wurden nach und nach aufgelöst. Das Buch war ganz nett zu lesen.

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  • Das geheime Spiel. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Gisela Busemann, am 26.12.2010

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Mit ihrem Buch "Das geheime Spiel" ist es der Autorin Kate Morton gelungen dem Leser große Unterhaltungsliteratur zu präsentieren. Eine erstklassige Mischung aus Familiengeschichte, Krimi und Liebesleid bzw. Liebesglück.
    Fünfundsiebzig Jahre hütet Grace Bradley, ehemals Hausmädchen der adeligen Familie Hartford Ashbury ein dunkles Geheimnis. Während einer rauschenden Ballnacht kommt der junge Dichter Lord Robert Hunter ums Leben. Zeugen sind die beiden Hartford Töchter Emmeline und Hannah. Grace hütet das schreckliche Geheimnis, um das die beiden Schwestern wissen und was sie letztendlich entzweit. Sie ist Hüterin einer großen Schuld, die sie ihr ganzes Leben begleitet.
    Kate Morton wuchs in Queensland-Australien auf, sie hat Theaterwissenschaften und englische Literatur studiert. Sie lebt heute mit ihrem Mann und Sohn in Brisbane.

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  • suppper!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 21.10.2010

    1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Phantastisch ! Nachdem ich schon "Der verborgene Garten" verschlungen habe hat mich "Das geheime Spiel" noch mehr ins 1900 Jahrhunder zurückversetzt. Spannung pur bis zur letzten Seite. Man kann einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Ich kann es nur empfehlen.

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  • Sehr fesselnd, für Liebhaber historischer Romane Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 13.09.2010

    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Eigentlich hätte mich ein Roman, der überwiegend im 20. Jahrhundert spielt, nicht so sehr interessiert. Nun ging mir im Urlaub die Lektüre aus und viel anderes war nicht zu haben. Überrascht stellte ich fest, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Fesselnd, rührend, interessant (die Etikette der Zeit insbesondere), der Schluß dann doch überraschend. Eine Mischung aus Familiensaga und Krimi.

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  • SUPER Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 24.08.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Phantastisch ! Nachdem ich schon "Der verborgene Garten" verschlungen habe hat mich "Das geheime Spiel" noch mehr ins 1900 Jahrhunder zurückversetzt. Spannung pur bis zur letzten Seite. Man kann einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Ich kann es nur empfehlen.
    Bin auch Krimi Fan ( Stieg Larsson z.Bsp. ) und Kate Morton kann da ohne Wenn und Aber mithalten.

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  • Unterschätze nie die Dienstboten! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Maria Leisibach-Schmid, am 14.07.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Buch hat alle Komponente die ein guter Schmöker braucht: Unterhaltung, Spannung und guter Schreibstil.

    Grace Bradley kommt als Dienstbotin nach Riverton Manor. Der erste Weltkrieg bricht aus, die Herrschaft und auch das Gesinde wird emanzipierter und die Gesellschaft ändert sich sukzessive. Hinzu kommt eine Geschwisterrivalität um die (vermeintlich) grosse Liebe -mit verhängnisvollem Ausgang- und das alte Leben beginnt zu bröckeln. Doch bis ans Ende ihres Lebens behält Grace das Geheimnis für sich...

    Ein herrliches Buch zum schmökern und geniessen. Morton gelingt das Kunststück nie zu übertreiben, herrlich! Endlich eine würdige "Nachfolgerin" für Lennox-Leser und Freunde englischer Landhäuser und alter Sitten.

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  • Spannende Romantik Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Brigitte Rüdiger, am 25.06.2010

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Für Freunde dunkler Geheimnisse und Familiensagas bestens geeignet. Zugleich ist dieser Roman ein Gesellschaftspotriat und bietet Ihnen ein kurzweiliges Lesevergnügen.

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  • gelungene Zeitsprünge mit wenig spektakulärem Ende Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 20.05.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Während ich das Buch las, fand ich die Geschichte toll. Die alte Dame, die sich erinnert, alles für ihren Enkel auf ein Tonband aufnimmt und kurz vor ihrem Tod immer weiter und tiefer in ihre Jugenderinnerungen eintaucht. Die Zeitsprünge sind absolut gelungen, die Handlung macht neugierig darauf, wie es weiter geht. Leider fand ich persönlich das Ende dieses ansonsten absolut gelungenen Romans etwas "platt". Da hätte gefühlt mehr kommen können. Ansonsten absolut lesenswert. Toller schreibstil, man ist sofort im Buch und bleibt auch drin.

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  • Das geheime Spiel Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 08.09.2009

    1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    """Das geheime Spiel"" von Kate Morton ist eine das 20.Jahrhundert umspanndende Geschichte voller Geheimnisse.
    Grace, die Erzählerin, berichtet nach Jahren des Schweigens über die Begebenheiten auf Riverton Manor. Fesselnd und mit unerwartendem Ende legt man dieses Buch erst wieder aus der Hand, wenn man das Geheimnis um Hannah und Emmeline erfahren hat.
    Sehr empfehlenswert für alle, die eine Zeireise zu den Anfängen des 20. Jahrhunderts unternehmen möchten und in die Zeit der Dienstmädchen und Zofen eintauchen wollen.
    Mit Spannung, Romantik und einem tollen Spannungsbogen schreibt Kate Morton eine einzigartige Geschichte, die animiert, den eigenen Familienbanden nachzuspüren!"

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  • Toller Schmöker! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von A. Wisniewski, am 03.09.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs fängt die junge Grace auf Riverton Manor als Dienstbotin an. Heimlich bewundert sie die Schwestern Hannah und Emmeline und wird langsam ihre Vertraute. Doch ein geheimes Spiel und die Liebe zu dem jungen Dichter Robert hunter lässt die Welt der Mädchen zusammenbrechen...
    Ein toller Roman, gleichzeitig ein Krimi, Familiengeschichte und Romanze!

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  • "Can you keep a secret?" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von rebellyell666, am 12.08.2009

    1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Inhalt:

    Grace Bradley, 14 Jahre, wird in die Dienste auf Riverton Manor als Dienstmädchen gestellt. Wie zuvor schon bei ihrer Mutter, sind ihre Aufgaben äußerster Gehorsam und Fleiß. Sie ist die Wand mit den Ohren und hört in ihren Dienstjahren viel...

    Erzählstil:

    Kate Morton schreibt äußerst weich. Selbst die härtesten Auseinandersetzungen umschreibt sie mit sorgfältig gewählten Begriffen. Ihre Geschichten gehen weich ineinander über, obwohl sie am Anfang Einfindungsschwierigkeiten hatte. Sie zeichnet die Charaktere ihren Berufungen getreu und weicht auch nicht von der damaligen Zeit ab.

    Meine Meinung:

    Zunächst muss ich einmal sagen, dass meine Mutter das Buch nach knapp 100 Seiten gelangweilt an mich übergeben hat. Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, die verschiedenen Handlungen (damals und heute) in Einklang zu bringen, um sie zu einer Geschichte verbinden zu können. Doch dadurch habe ich mich gewunden und wurde von einer aussagekräftigen Saga überrascht. Sie bleibt Grace, dem Charakter treu, und schwenkt hinterher auch wieder deutlich auf sie um, als Hannahs Geschichte erzählt worden ist. Leider muss ich sagen, dass ich mir mehr über Grace erhofft hatte. Vor allen Dingen wundert es mich, dass Grace nicht einmal an ihrer Stelle gezweifelt hat, doch auch dies hat Morton klar und deutlich dar gelegt und insoweit passte es auch zu Grace' Charakter.
    Die Handlung schleppte sich teilweise sehr hin, denn als Leser war ich schon sehr auf das Finale gespannt, dass ich anfing, das Unglück Hannahs zu überlesen. Hier wäre mir mehr Grace oder eine Kürzung sehr viel lieber gewesen. Auch hat Morton viel mehr Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Die richtigen Gefühle Grace', als sie als alte Frau Riverton Manor noch einmal besuchte konnte sie mir nicht vermitteln. Auch die Beziehung Alfreds zu Grace' erschien mir immer sehr oberflächlich. Eine richtige Liebe konnte ich hier leider nicht erkennen.

    Fazit:

    Morton hat ein schönes Bild von Vergangenheit und Gegenwart zusammen gepuzzelt, was als Buch sehr gut wirkt. Mir hat die Zeit des Lesens sehr viel zum Nachdenken mitgegeben, denn sie schreibt sehr gefühlvoll und hinterfragt die damaligen Sitten. Dadurch, dass sie über mehrere Jahrzehnte schreibt, kann man die Entwicklung der Gesellschaft gut nachempfinden. Die Längen des Buches aber wirkten auf mich etwas langweilig und so vergebe ich nicht die volle Punktzahl.

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  • Alte Bekannte aus anderen Büchern...... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 15.03.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    trifft man in diesem Roman wieder. Die Hauptpersonen dieses Buches und auch manche Aktionen sind, teilweise 1:1 aus anderen Büchern entliehen. Das Personal ist nahezu komplett , nur mit anderen Namen versehen, aber in seiner Denk-und Handlungsweise aus " Das Haus am Eaton Place" Auch deren Erlebnisse ähneln sich. Die Kinder der Familie Hartford spielen " Das geheime Spiel" der Geschwister Bronte. Teddy ist nahezu identisch mit einer Person aus " Was vom Tage übrigblieb" . In den Anmerkungen der Autorin bezieht sich diese u.a. auf die Bücher welche sie zu diesem Roman inspiriert haben. Aber die "Inspiration" geht zu weit indem einfach Personen und Geschehnisse übernommen und mit anderen Namen und einer anderen Geschichte versehen werden. Sogar Szene aus "Titanic" habe ich wiedergefunden wie z.B. der Tanz der Iren unter Deck wurde zu einem Tanz an Silvester und Grace als 98jährige erinnert sehr stark an die 100jährige Überlebende die sich zurückerinnert. Die anderen Bücher ,welche der Autorin zur Inspiration verhalfen, habe ich nicht gelesen, aber ich bin sicher das man auch aus diesen Personen und Ereignisse wiederfinden kann. Wenn dieser Roman eine komplett eigene Erzählung wäre hätte ich in als ganz interessanten Rückblick auf den Beginn des 20. Jahrhunderts empfunden.Leider hat es sich die Autorin etwas zu einfach gemacht. Wenn man keine der anderen Geschichten kennt und sich für diese Zeit interessiert kann man das Buch
    ohne allzu große Reue lesen. Für mich war es eher enttäuschend.

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  • begeistert von diesem buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 28.11.2008

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    wirklich seit langen eines der besten bücher das ich gelesen habe

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  • Fesselnd, zum Abtauchen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Büchereule, am 27.06.2008

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Eine vielschichtige, eng verwobene Familiengeschichte mit teilweise absehbaren, teilweise überraschenden Wendungen - ich konnte das Buch kaum weglegen!

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Teil 1


Drehbuch
Endgültige Fassung, November 1998, Seiten 1-4


Nebelschwaden
Buch und Regie Ursula Ryan © 1998


Musik: Titelmelodie. Wehmütige Musik, wie sie um die Zeit des Ersten Weltkriegs populär war. Eine romantische Melodie, in der gleichzeitig etwas Unheilvolles mitschwingt.


1. Außenaufnahme: Eine Landstraße - Abenddämmerung
Eine Landstraße, die an endlosen grünen Feldern vorbeiführt. Es ist 20:00 Uhr. Die Sommersonne zögert noch am fernen Horizont, als sträubte sie sich dagegen unterzugehen. Wie ein glänzender schwarzer Käfer gleitet ein Automobil der Zwanzigerjahre über die schmale Landstraße, fährt an alten Brombeerhecken vorbei, die im Abendlicht blau schimmern und deren Ranken über die Straße hängen.
Die Lichtkegel der Scheinwerfer wackeln, während das Auto über die holprige Straße fährt. Wir holen langsam auf, bis wir neben dem Wagen herfahren. Die Sonne ist inzwischen untergegangen, es ist Nacht. Der Vollmond wirft weißes Licht auf die dunkle, glänzende Kühlerhaube.
Im dunklen Innern des Wagens erkennen wir die Profile der Insassen: ein MANN und eine FRAU in Abendgarderobe. Der Mann sitzt am Steuer. Die Pailletten auf dem Kleid der Frau schimmern, wenn das Mondlicht darauf fällt. Beide rauchen, die orangefarben glühenden Spitzen ihrer Zigaretten bewegen sich im Takt mit den Autoscheinwerfern. Die FRAU lacht über etwas, das der MANN gesagt hat, wirft den Kopf zurück, sodass ihr blasser, schlanker Hals unter der Federboa zum Vorschein kommt.
Sie halten vor einem großen, schmiedeeisernen Tor, hinter dem eine von hohen Bäumen überschattete Allee zu sehen ist. Der Wagen biegt in die Einfahrt ein und fährt durch den dunklen Korridor aus Baumkronen. Wir schauen durch die Windschutzscheibe, bis das dichte Laub sich teilt und den Blick auf unser Ziel freigibt.
Vor uns auf einem Hügel erhebt sich ein herrschaftliches englisches Herrenhaus: drei Stockwerke mit jeweils zwölf spiegelnden Fenstern; Gauben und Kamine ragen aus dem Schieferdach. Im Vordergrund, mitten auf einem perfekt gepflegten Rasen, prangt ein großer marmorner, von Laternen beleuchteter Springbrunnen: riesige Ameisen, mächtige Adler und gewaltige feuerspeiende Drachen, dazwischen Wasserfontänen, die fast dreißig Meter hoch in die Luft schießen.
Wir behalten unsere Position bei und verfolgen, wie der Wagen ohne uns um den runden Brunnen herumfährt. Als er vor dem Hauseingang hält, öffnet ein junger DIENER die Wagentür und hilft der FRAU beim Aussteigen.
Untertitel: Riverton Manor, England. Sommer 1924.


2. Innenaufnahme: Dienstbotentrakt - Abend
Der warme, schwach beleuchtete Dienstbotentrakt von Riverton Manor. Eine Atmosphäre emsiger Betriebsamkeit. Wir befinden uns auf Knöchelhöhe und sehen die Beine der Dienerschaft in alle Richtungen über den grauen Steinboden eilen. Im Hintergrund knallen Champagnerkorken, werden Befehle erteilt, Küchenmädchen gescholten. Eine Glocke läutet. Immer noch auf derselben Sichthöhe folgen wir dem DIENSTMÄDCHEN in Richtung Treppe.


3. Innenaufnahme: Treppenhaus - Abend
Wir folgen dem DIENSTMÄDCHEN die schwach beleuchtete Treppe hinauf; ein leises Klimpern verrät uns, dass ihr Tablett mit Champagnergläsern beladen ist. Mit jedem Schritt hebt sich unser Blick - von ihren schmalen Knöcheln zu ihrem schwarzen Rocksaum, weiter zu den weißen Spitzen der Schürzenschleife und hin zu den blonden Locken in ihrem Nacken - bis wir die Umgebung schließlich mit ihren Augen sehen.
Die Geräusche aus dem Dienstbotentrakt werden leiser, während die Musik und das Lachen der Gäste lauter werden. Am Ende der Treppe öffnet sich vor uns die Tür.


4. Innenaufnahme: Eingangshalle - Abend
Gleißendes Licht, als wir die imposante, mit Marmor geflieste Eingangshalle betreten. An der Decke ein glitzernder Kronleuchter. Der BUTLER öffnet die Haustür, um das elegant gekleidete Paar aus dem Auto zu begrüßen. Ohne innezuhalten durchqueren wir die Eingangshalle und gehen zu der breiten, doppelflügeligen Glastür, die auf die Terrasse führt.


5. Innenaufnahme: Terrasse - Abend
Die Glastüren öffnen sich. Musik und Lachen schwellen an: Wir befinden uns mitten in einer glamourösen Party. Eine Atmosphäre von Nachkriegsextravaganz: Pailletten, Federn, Seide, so weit das Auge reicht. Bunte chinesische Lampions schaukeln an einer über den Rasen gespannten Schnur im leichten Sommerabendwind. Eine Jazzband spielt, und Frauen tanzen Charleston. Wir bewegen uns durch die Menge lachender Gesichter. Sie wenden sich uns zu, Hände nehmen ein Glas Champagner vom Tablett: eine Frau mit leuchtend roten Lippen; ein dicker Mann, dessen gerötetes Gesicht von Erregung und ausgiebigem Alkoholgenuss zeugt; eine magere alte Dame, über und über mit Schmuck behängt, eine lange Zigarettenspitze mit aufsteigenden Rauchkringeln in der knochigen Hand.
Plötzlich ertönt ein lauter KNALL, und alle Blicke richten sich nach oben, wo ein riesiges Feuerwerk den Nachthimmel erleuchtet. Freudenschreie und Applaus. Bunte Feuerräder spiegeln sich in den staunenden Gesichtern, die Kapelle spielt noch lauter, und die Frauen tanzen immer schneller.
Schnitt


6. Außenaufnahme: See - Abend
Einen halben Kilometer weit entfernt steht ein JUNGER MANN am dunklen Ufer des Riverton-Sees. Im Hintergrund sind Partygeräusche zu hören. Der JUNGE MANN schaut in den Himmel. Wir nähern uns und sehen, wie das rote Licht des Feuerwerks auf seinem schönen Gesicht spielt. Obwohl elegant gekleidet, strahlt er etwas Wildes, Ungezähmtes aus. Sein braunes Haar ist zerzaust, fällt ihm in die Stirn und verdeckt beinah seine dunklen Augen, mit denen er in panischer Angst in den Nachthimmel starrt. Er senkt den Blick und schaut an uns vorbei zu jemandem hinüber, der im Schatten nicht zu erkennen ist. Seine Augen sind feucht, er wirkt plötzlich entschlossen. Seine Lippen öffnen sich, als wollte er etwas sagen, aber er seufzt nur.
Wir hören ein KLICKEN. Unser Blick geht nach unten. Der JUNGE MANN hält eine Pistole in der zitternden Hand. Er bewegt die Pistole aus unserem Gesichtsfeld hinaus. Wir hören einen Schuss.
Seine andere Hand, die an seiner Seite herabhängt, zuckt plötzlich und erstarrt dann. Der JUNGE MANN stürzt auf den schlammigen Boden am Seeufer. Eine Frau schreit, während die Partymusik weiterspielt.
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Abspann: »Nebelschwaden«

Der Brief
Ursula Ryan Focus Film Productions 1264 N. Sierra Bonita Ave 32 West Hollywood, CA 90046 USA
Mrs Grace Bradley Heathview Pflegeheim 64 Willow Road Saffron Green Essex, CB10 IHQ UK


27. Januar 1999


Sehr geehrte Mrs Bradley,
bitte verzeihen Sie, dass ich mich erneut an Sie wende, aber ich habe leider keine Antwort erhalten auf meinen letzten Brief, in dem ich Ihnen mein Filmprojekt »Nebelschwaden« vorgestellt habe. Bei dem Film handelt es sich um eine Liebesgeschichte, die Geschichte des Dichters R.S. Hunter, um sein Verhältnis mit den Hartford-Schwestern und seinen Selbstmord im Jahr 1924. Zwar haben wir die Genehmigung erhalten, die Außenaufnahmen vor Ort in Riverton Manor zu drehen, werden die Innenszenen jedoch im Studio aufnehmen.
Viele Sets konnten wir anhand von alten Fotos und Beschreibungen rekonstruieren, aber ich würde sie gern von jemandem beurteilen lassen, der sie aus erster Hand kennt. Der Film liegt mir sehr am Herzen, und ich möchte um jeden Preis historische Ungenauigkeiten vermeiden, seien sie auch noch so gering. Ich wäre Ihnen also sehr zu Dank verpflichtet, wenn Sie sich bereit erklärten, sich den Set einmal anzusehen.
Ich habe Ihren Namen (Ihren Mädchennamen) auf einer Liste in einem von mehreren Notizbüchern gefunden, die dem Museum of Essex geschenkt wurden. Auf die Verbindung zwischen Ihnen und Grace Reeves bin ich nur gekommen, weil ich im Spectator ein Interview mit Ihrem Enkel Marcus McCourt gelesen habe, in dem er kurz die weit zurückreichende Verbundenheit seiner Familie mit dem Dorf Saffron Green erwähnt.
Beiliegend finden Sie einen kurzen Artikel aus der Sunday Times über meine bisherigen Filme, damit Sie sich ein Bild von meiner Arbeit machen können, sowie einen Artikel aus der LA Film Weekly über »Nebelschwaden«. Sie werden feststellen, dass es uns gelungen ist, eine Reihe hervorragender Schauspieler für die Rollen von Hunter, Emmeline Hartford und Hannah Luxton unter Vertrag zu nehmen, unter anderen Gwyneth Paltrow, die kürzlich für ihre Rolle in »Shakespeare in Love« einen Golden Globe erhalten hat.
Bitte verzeihen Sie mir meine Aufdringlichkeit, aber wir werden bereits Ende Februar in den Shepperton Studios nördlich von London mit den Dreharbeiten beginnen, und ich brenne darauf, Sie persönlich kennenzulernen. Ich hoffe sehr, Ihr Interesse für dieses Projekt geweckt zu haben, und würde mich freuen, wenn Sie uns Ihre Unterstützung zusagen könnten.
Sie erreichen mich unter folgender Adresse: Mrs Jan Ryan, 5/45 Lancaster Court, Fulham, London SW6.
Mit freundlichen Grüßen Ursula Ryan


Geister regen sich
Letztes Jahr im November hatte ich einen Albtraum. Es war das Jahr 1924, und ich war wieder in Riverton. Alle Türen standen weit offen, seidene Vorhänge bauschten sich im Sommerwind. Ein Orchester spielte auf dem Hügel unter dem alten Ahornbaum. Schwungvolle Geigenmelodien, helles Lachen und das Klirren von Kristall erfüllten die warme Luft, und der Himmel erstrahlte in einem Blau, von dem wir alle geglaubt hatten, der Krieg hätte es für immer geraubt. Einer der Diener, adrett in Schwarz und Weiß gekleidet, goss Champagner in das oberste Glas eines Turms aus Sektflöten, und alle klatschten Beifall und amüsierten sich über diese köstliche Verschwendung. Wie es oft in Träumen der Fall ist, konnte ich mich selbst zwischen den Gästen sehen. Ich bewegte mich sehr langsam, viel langsamer, als es in Wirklichkeit möglich ist, und nahm die anderen nur noch verschwommen als Meer aus Seide und Pailletten wahr. Ich suchte jemanden. Dann änderte sich das Bild, und ich befand mich in der Nähe des Sommerhauses, nur dass es nicht das Sommerhaus von Riverton war - das konnte es unmöglich sein. Es war nicht das nagelneue Haus, das Teddy selbst entworfen hatte, sondern ein alter Schuppen, umrankt von Efeu, das durch die Fenster hineinkroch und sich wie würgend um die stützenden Balken schlängelte.
Eine Frauenstimme, die ich erkannte, rief vom Seeufer hinter dem Haus meinen Namen. Als ich den Weg hinunterging, streiften meine Hände das Schilf. Am Ufer hockte eine Gestalt.
Es war Hannah in ihrem Hochzeitskleid, die am Oberteil applizierten Rosen waren mit Schlamm bespritzt. Sie blickte mit bleichem Gesicht zu mir auf. Als ich ihre Stimme hörte, lief mir ein eiskalter Schauer über den Rücken. »Du kommst zu spät.« Sie zeigte auf meine Hände. »Du kommst zu spät.«
Ich betrachtete meine Hände, junge, mit dunklem Flussschlamm bedeckte Hände; sie hielten den kalten, steifen Körper eines toten Jagdhundes.
Natürlich weiß ich, was den Traum verursacht hat. Es war der Brief von dieser Filmemacherin. Ich bekomme schon lange kaum noch Post: hin und wieder mal eine Urlaubskarte von pflichtbewussten Freunden, einen nichtssagenden Brief von der Bank, bei der ich ein Sparkonto unterhalte, eine Einladung zur Taufe eines Kindes, dessen Eltern, wie mir dann plötzlich bewusst wird, inzwischen selbst keine Kinder mehr sind.
Ursulas Brief war an einem Dienstagmorgen Ende November eingetroffen, und Sylvia hatte ihn mir ans Bett gebracht. Mit hochgezogenen Brauen hatte sie mit dem Brief in der Luft gewedelt.
»Post für Sie. Irgendwas aus den Staaten, nach den Briefmarken zu urteilen. Vielleicht von Ihrem Enkel?« Ihre linke Braue krümmte sich zu einer Art Fragezeichen, und sie senkte die Stimme zu einem heiseren Flüstern. »Schreckliche Sache. Einfach schrecklich. Dabei ist er doch so ein netter junger Mann.«
Während Sylvia seufzend den Kopf schüttelte, bedankte ich mich für den Brief. Ich mag Sylvia. Sie gehört zu den Wenigen, die hinter meinem faltigen Gesicht die Zwanzigjährige erkennen können, die noch immer in mir lebendig ist. Aber in ein Gespräch über Marcus lasse ich mich deswegen noch lange nicht von ihr verwickeln.
Als ich sie bat, die Vorhänge aufzuziehen, schürzte sie einen Moment lang die Lippen, dann ging sie zu einem ihrer anderen Lieblingsthemen über: das Wetter. Sie überlegte, wie groß die Wahrscheinlichkeit war, dass wir zu Weihnachten Schnee bekämen, und was für eine Katastrophe das für die alten, gebrechlichen Leute wäre. Ich antwortete auf ihre Fragen, war jedoch eigentlich mit dem Umschlag auf meinem Schoß beschäftigt, wunderte mich über die krakelige Schrift, die ausländischen Briefmarken, die zerknitterten Ecken, die darauf schließen ließen, dass der Brief einen langen Weg hinter sich hatte.
»Kommen Sie, ich lese Ihnen den Brief vor«, sagte Sylvia, während sie meine Kissen noch einmal aufschüttelte. »Dann können Sie Ihre Augen ein bisschen ausruhen.«
»Nein danke. Aber würden Sie mir bitte meine Brille reichen?«
Nachdem sie sich mit dem Versprechen verabschiedet hatte, noch einmal zurückzukommen und mir beim Anziehen zu helfen, sobald sie ihre Runde gemacht hatte, nahm ich mit meinen ständig zitternden Händen den Brief aus dem Umschlag, in der vagen Hoffnung, dass Marcus endlich wieder nach Hause kommen würde.
Doch der Brief war nicht von ihm. Er kam von einer jungen Frau, die einen Film über die Vergangenheit drehte. Sie wollte, dass ich mir ihre Kulissen ansah, dass ich mich an Dinge und Ereignisse erinnerte, die lange zurückliegen. Als hätte ich mich nicht mein Leben lang bemüht, all das zu vergessen.
Ich schenkte dem Brief keine weitere Beachtung. Ich faltete ihn sorgfältig wieder zusammen und steckte ihn in ein Buch, das zu Ende zu lesen ich längst aufgegeben hatte. Und dann atmete ich tief durch. Es war nicht das erste Mal, dass ich an das erinnert wurde, was Robbie und den Hartford-Schwestern auf Riverton widerfahren war. Einmal hatte ich das Ende eines Dokumentarfilms im Fernsehen gesehen, eine Sendung über Soldatendichter, die Ruth sich gerade anschaute. Als Robbies Gesicht auf dem Bildschirm erschien, darunter sein Name in geraden Buchstaben, lief ein Prickeln über meine Haut. Aber nichts passierte. Ruth zuckte nicht zusammen, der Sprecher fuhr fort, und ich trocknete weiter die Teller ab.
Ein anderes Mal entdeckte ich beim Studieren der Fernsehzeitschrift einen vertrauten Namen in einer Filmbeschreibung. Es ging um eine Sendung mit dem Titel »Siebzig Jahre britischer Film«. Mit klopfendem Herzen notierte ich mir die Uhrzeit, überlegte, ob ich es wirklich wagen würde, mir das anzusehen. Am Ende schlief ich während der Sendung ein. Emmeline wurde nur flüchtig erwähnt. Ein paar Fotos, von denen keins ihre wahre Schönheit zeigte, und ein Ausschnitt aus einem ihrer Stummfilme, The Venus Affair, in dem sie einen recht merkwürdigen Eindruck machte, hohlwangig und mit ruckartigen Bewegungen wie eine Marionette. Es gab keine Hinweise auf ihre anderen Filme, die beinahe einen Skandal ausgelöst hätten. Wahrscheinlich ist so etwas heute, in Zeiten der sexuellen Freizügigkeit, nicht mehr der Rede wert.
Ich war also durchaus schon mit solchen Erinnerungen konfrontiert worden, aber Ursulas Brief war etwas anderes. Zum ersten Mal seit über siebzig Jahren brachte jemand mich in Verbindung mit den Ereignissen, zum ersten Mal erinnerte sich jemand daran, dass eine junge Frau namens Grace Reeves in jenem Sommer auf Riverton gewesen war. Ich fühlte mich irgendwie verwundbar, ertappt und - schuldig.
Nein. Ich würde diesen Brief auf keinen Fall beantworten.
Und dabei blieb ich.
Aber dann passierte etwas sehr Merkwürdiges. Erinnerungen, die lange in den dunkelsten Ecken meines Unterbewusstseins geschlummert hatten, begannen durch Ritzen zu sickern. Bilder tauchten vor meinem geistigen Auge auf, so klar und frisch, als wäre nicht inzwischen eine halbe Ewigkeit vergangen. Und dann, nach den ersten vereinzelten Rinnsalen, kam die Sintflut: ganze Gespräche, wortwörtlich, mit allen Einzelheiten, Szenen, die wie Kurzfilme vor mir abliefen.
Ich wundere mich über mich selbst. Während mein Gedächtnis mich schon seit einigen Jahren oft schmählich im Stich lässt, stehen meine Erinnerungen an diese längst vergangenen Ereignisse klar und deutlich vor mir. Sie kommen immer häufiger, die Geister der Vergangenheit, und zu meiner eigenen Überraschung beunruhigen sie mich gar nicht sonderlich. Längst nicht so sehr, wie ich befürchtet hatte. Im Gegenteil, die Gespenster, vor denen ich ein Leben lang davongelaufen bin, haben inzwischen beinahe etwas Tröstliches, ich freue mich auf sie wie auf eine von diesen Fernsehserien, von denen Sylvia dauernd schwärmt, wenn sie sich beeilt, um mit ihrer Runde pünktlich zum Sendebeginn fertig zu sein. Ich hatte wohl ganz vergessen, dass unter all den düsteren Erinnerungen auch einige heitere wiederzuentdecken sind.

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