BuchhändlerInnen im Portrait
aus Liezen
- Gesamte Rezensionen
- 106 (ansehen)
- Alter
- 19 Jahre
- Abteilung
- Geschichte, Naturwissenschaften, Sprachen, Wirtschaft, Biographien
- Funktion
- Lehrling
- Lieblingsautoren
- Jack London, J.R.R. Tolkien, Antonia Michaelis, Michelle Paver, David Mitchell
- An meinem Beruf gefällt mir
- Nur Erbauliches wohin man guckt. Ein Leben ohne Bücher wär' Tortur!
- Im Beruf seit
- 2011
-
Zwist unter GötternRezension vom 01.02.2013"Percy Jackson" ist ein Film, dessen Handlung nur in sehr groben Zügen an den Inhalt von Rick Riordans Büchern angelehnt ist. Sehr viele Elemente sind abgeändert bzw. ausgelassen worden.
Auch finde ich persönlich, dass alle Darsteller der Hauptpersonen viel zu alt sind, um sich ganz genau an die Verkörperung der im Buch beschriebenen Figuren zu halten. Ein 12-jähriger Percy Jackson hat schließlich andere Gedankengänge als ein 16-jähriger Percy Jackson.
Nichtsdestrotz konnte mich dieser Film für sich begeistern, da er teilweise einfach zum Totlachen ist! Nicht nur deswegen, weil der Humor, den schon Rick Riordan in seine Bücher einfließen lässt, wunderbar umgesetzt worden ist, sondern auch, weil durch die vorgenommenen Änderungen neue witzige Situationen und verrückte Dialoge entstanden sind.
Ein Film, bei dem ich alleine beim Gedanken ans Anschauen grinsen muss. -
CreepyRezension vom 28.01.2013Man beginnt ein Buch zu lesen und kann nicht mehr damit aufhören.
Klingt nicht ungewöhnlich?
Ist es aber in diesem Fall schon, da "Dancing Jacks" - das in Dancing Jax von Robin Jarvis die Hauptrolle spielt - nicht nur vom Leser Besitz ergreift, sondern ihn auch noch dazu anspornt, weitere Personen zum Lesen des Buches zu animieren.
Dancing Jax, das ich keinesfalls für Kinder unter 12 Jahren empfehle, überraschte mich als eine Mischung aus "Paranormal Activity" und "Tintenherz". An sich ist der Inhalt des Buches schon interessant genug um es zu lesen, aber Robin Jarvis trumpft auch noch mit einigen anderen außergewöhnlichen Fakten auf: Erstens durch eine sehr vielfältige Sprache, die sich von heutiger "Jugendsprache" bis zu einer Ausdrucksweise, wie man sie vielleicht im Mittelalter verwendet hat, spannt. Und zweitens durch eine ungewöhnliche Erzählweise; denn der Autor hat nicht etwa einen oder zwei "Helden" dazu auswählt gegen das Böse zu kämpfen (wie es in anderen Büchern der Fall ist), sondern er lässt die Geschichte rund um ca. fünf grundverschiedene Menschen entstehen und sich selbst entfalten. Nach und nach werden die meisten Personen unter den Bann des Buches fallen.
Wer bleibt am Ende aufrecht und kann sich wehren?
Eine wichtige Frage, die mir hoffentlich der zweite Band beantworten wird! -
Eher enttäuschendRezension vom 26.01.2013Zwar hat sich hier ein Großteil der englischen bzw. amerikanischen Filmelite eingefunden um die Verfilmung des Musicalklassikers Les Misérables zu unterstützen, was aber nicht zwangsläufig bedeuted, dass die werten Damen und Herren auch die passenden Stimmen dazu haben. Auch wenn es nicht an mir ist, zu sagen, wer nun die passende Stimme für diese oder jene Rolle hat, kenne ich doch viele Musicaldarsteller, die den Charakteren von Les Misérables vor dieser neuen Verfilmung weit mehr Leben einhauchen konnten, als einige der Schauspieler, die man hier zu hören bekommt.
Wobei ich gleich beim zweiten Punkt bin, den ich bei dieser CD bemängeln muss: Ihre Kürze. Manche Hauptdarsteller kommen nur in ein oder zwei Liedern vor und lassen sich somit nicht hinreichend bewerten.
Als Les Misérables-Fan musste ich auch mit Bedauern feststellen, dass sehr viele Lieder "zurechtgeschnitten" worden sind. Meine plausible Frage: wozu einen Les Misérables-Film machen, wenn man nicht die originalen Lieder verwenden will?
Was mir allerdings gut gefällt, ist dass einige Lieder durch neue Arrangierung eine etwas andere Klangfarbe erhalten haben und wuchtiger als die Originale klingen.
Trotz allem freue ich mich also sehr auf den Film und bin gespannt, wie die Musik in Verbindung mit den Bildern auf der Leinwand wirkt! -
Geschichte purRezension vom 14.01.2013Die Geschichte des Adlons spannt sich über ein ganzes Jahrhundert und mittlerweile darüber hinaus. Gleich neben dem Brandenburger Tor hat das Hotel alle nur möglichen Schicksalsschläge bis zum heutigen Tag - mehr oder weniger - heil überstanden.
In "Das Adlon - eine Familiensaga" wurde die Familiengeschichte der Adlons mit dem Schicksal der fiktiven Familie Schadt verbunden. Gemeinsam kämpfen sich diese Familien, deren Geschichten eng mit dem Hotel verknüpft sind, durch die schwierigen Zeiten.
Der TV-Dreiteiler hält sich - abgesehen von jenen Erlebnissen der Familie Schadt - sehr genau an die tatsächlichen Geschehnisse.
Eindrucksvoll werden zwischendurch auch immer wieder Original-Filmaufnahmen aus den entsprechenden Jahren gezeigt, die dann mit der Erzählung vom Hotel verbunden werden.
Eine TV-Saga zum Nachdenken, zum Geschichte-lernen, zum Mitfühlen - kurz gesagt: eine wirklich gelungene Triologie zum Genießen und ein Highlight für all jene, die an Geschichte interessiert sind! -
WowRezension vom 11.01.2013Ein starbesetzter Politthriller, der ganz ohne Action auskommt und trotzdem von der ersten bis zur letzten Sekunde fesselnd ist.
Wo gibt's denn sowas noch?
"Der Ghostwriter" ist für jedermann sehenswert, der spannende Filme zum Mitdenken und schauspielerische Leistungen zu schätzen weiß! -
"Ich hab geträumt von Manderley"Rezension vom 06.01.2013Ein schlichter Satz mit dem Daphne du Mauriers berühmtes Buch Rebecca beginnt, das kurz nach seinem Erscheinen an die Spitze der Bestsellerlisten kletterte. Ein schlichter Satz, mit dem auch das gleichnamige Musical beginnt, das seit seiner Uraufführung mit großem Erfolg durch die Welt getourt ist.
Nun ist nach der ersten Gesamtaufnahme in Wien 2007 eine neue Gesamtaufnahme mit dem Stuttgarter Cast erschienen.
Zum Inhalt: 1926: Die Protagonistin, die nie namentlich genannt und daher als Ich bezeichnet wird, erhält von dem um viele Jahre älteren und aus einer gänzlich anderen Klasse stammenden Maxim de Winter einen Heiratsantrag. Einmal angenommen, landet sie auf Manderley, dem verwunschenen Landsitz ihres Gatten, der neben der unheimlichen Haushälterin Mrs. Danvers auch noch mit dem Geheimnis um den Tod von Maxims erster Frau aufwartet.
Im ersten Akt eher eine Liebesgeschichte, die von der undurchsichtigen Vergangenheit überschattet wird, wandelt sich der Inhalt des Musicals im zweiten Akt zu einem Krimi, der es wahrlich in sich hat. Auch wenn der zweite Teil größtenteils aus Szenen besteht, in denen nur gesprochen wird, wagt man es als Zuseher nicht, die Augen und Ohren abzuwenden, aus Sorge man könnte ein noch so kleines Detail zu verpassen, das für das Verständnis des fesselnden Geschichtsverlaufs vonnöten ist.
Im vergangenen Jahr hat Jan Ammann die Rolle des Maxim de Winter übernommen.
Er verleiht Maxim de Winter eine etwas andere Note als die Darsteller der Wiener Fassung. Statt immer wieder den verzweifelten Ehemann zu spielen, der die Vergangenheit nicht abstreifen kann und bei der kleinsten Gelegenheit ausrastet, spielt Jan Ammann einen etwas beherrschten Besitzer von Manderley, der nur ganz selten die Geduld verliert. Dies mag am Anfang etwas ungewohnt wirken, aber es macht sich mit einer etwas anderen Sichtweise und einer wunderbaren schauspielerischen und gesanglichen Hingabe von Jan Ammann auf jeden Fall bezahlt.
Die Musicaldarstellerin Pia Douwes verkörpert in Stuttgart Mrs. Danvers, die Haushälterin von Manderley, die der frischvermählten Ehefrau zu recht suspekt erscheint. Sie singt Mrs. Danvers Lieder mit einer Art, die dem Zuseher die Haare zu Berge stehen lässt und ihn wünschen lässt, dieser Frau niemals zu begegnen
Was die Protagonistin Ich - verkörpert von Valerie Link - tagtäglich erdulden muss. Valerie Link war im Gegensatz zu Jan Ammann und Pia Douwes ein relativ unbeschriebenes Blatt, als sie im vergangenen Jahr die Hauptrolle von Rebecca übernahm. Aber dieser Mangel an Berühmtheit tat der Leistung ihrer klaren und deutlichen Stimme keinen Abbruch im Gegenteil. Valerie Link spielt Ich so, wie sie im Buche steht: zu Anfang verängstigt, nur wie ein Gast im eigenen Hause; am Schluss über sich hinauswachsend um ihre Familie zu beschützend.
Auch die beiden neuen Stuttgarter Lieder von Levay und Kunze Zauberhaft natürlich und Merkwürdig tragen dazu bei, dem Ganzen eine neue Note zu verleihen. Und was gibt es Schöneres als sich beim Besuch eines gut bekannten Musicals immer wieder überraschen zu lassen?
Eine sehr gelungene Live-Aufnahme für alle Musicalfans!
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Don't stop me nowRezension vom 02.01.2013Die Mutter von Laurence und Jay befindet sich im Teufelskreis der Alkoholsucht. Manchmal kommt es vor, dass sie nach einem schlechten Arbeitstag noch von Bar zu Bar zieht und sich so sehr betrinkt, dass ihr 15-jähriger Sohn am nächsten Tag ihre Morgenschicht übernehmen muss.
Eines Tages passiert das Unvorstellbare: Laurence' Mutter kommt überhaupt nicht mehr nach Hause. Tag für Tag vertröstet er seinen 6 Jahre alten Bruder Jay damit, dass ihre Mutter unregelmäßige Arbeitszeiten hat, und dass sie sie deshalb nicht mehr zu Gesicht bekommen. Als aber schließlich sogar das Essen knapp wird, legt sich Laurence einen waghalsigen Plan zurecht, der das Überleben der Brüder sichern soll...
Obwohl es ein sehr ernstes und trauriges Thema ist, hat Dave Cousins dieses Buch in einem derart heiteren, fröhlichem Stil geschrieben, der es mir ab der ersten Seite unmöglich gemacht hat, das Buch aus der Hand zu legen.
Für jedermann lesenswert! -
God bless Robert Zemeckis!Rezension vom 22.12.2012A miracle has just begun!
"Eine Weihnachtsgeschichte" von Robert Zemeckis aus dem Jahr 2009 zählt zu einigen wenigen Filmen, bei denen jene, die die Buchvorlage kennen, auf ebenjene Sätze warten können, die die Essenz der Geschichte ausmachen - und sie dann auch wirklich in den betreffenden Szenen zu hören bekommen!
Sprich: Filme, die sich so genau an die Buchvorlage halten, sind ein Fest für jeden Büchernarren!!!
Mal abgesehen von einem Scrooge, der auf einem Eiszapfen ein Dach hinuntersurft fand ich an diesem Film nichts auszusetzen!
Auch Alan Silvestri, der an der Seite von Robert Zemeckis schon beim "Polarexpress" und "Cast Away" sein Talent als Komponist bewiesen hat, legt sich hier wieder ordentlich ins Zeug!
Von Jim Carrey - der nicht nur Ebenezer Scrooge, sondern auch den Geist der Vergangenen, der Gegenwärtigen und der Zukünftigen Weihnacht spielt - gar nicht zu sprechen!
Dieser Film ist für jeden Charles Dickens-Fan und für alle Menschen, die an den Geist (bzw. in diesem Fall: die Geister) der Weihnacht glauben, unabdingbar!!! -
Beren's GeschichteRezension vom 08.12.2012Die Originalausgabe dieser Biographie von J.R.R. Tolkien stammt ursprünglich aus dem Jahr 2001 und ist nun in dieser Sonderausgabe wieder aufgelegt worden. Leider wird im Buch weder erwähnt, wer der Autor ist, noch ob - oder in welcher - Beziehung er zu Tolkien stand. Man merkt aber auf Anhieb, dass er selbst ein sehr großer Tolkien-Verehrer ist und sich genauestens mit dessen Leben befasst hat.
Dabei ist eine wundervolle Biografie entstanden, die durch Anekdoten aus dem Leben des Schriftstellers immer wieder für heitere Momente sorgt. Allerdings ist Michael Corens Schreistil ein sehr einfacher, der manchmal auf sehr banale Sätze wie "Er war ein guter Ehemann. Sie war eine gute Ehefrau" (O-Ton) hinausläuft. Auch noch zu erwähnen ist etwa, dass Michael Coren nichts Negatives an Tolkien gefunden hat - weder an seiner Arbeit noch an seinem Lebensstil. Ich sage nicht, dass dies etwas Schlechtes ist; aber Leser, die sich eine etwas kritischere und weiter in die Tiefe reichendere Biografie erwarten, sind mit anderen Büchern besser beraten.
Nichtsdestotrotz hat man hier auch seinen Lesespaß! -
Sehr gelungenRezension vom 26.11.2012Anfangs war ich irritiert zu erfahren, dass "The Amazing Spider-Man" im Grunde dieselbe Geschichte enthalten sollte wie der Spiderman-Film aus dem Jahr 2002. Aber alleine die Besetzung hat mich schließlich doch überzeugt mir diese Verfilmung anzusehen.
Die Geschichte ist - wie bereits erwähnt - der Originalversion ähnlich; wurde jedoch um das Geheimnis, das sich um die Abwesenheit (bzw. das Verschwinden) von Peter Parkers Eltern rankt, erweitert.
Auch der Schurke ist diesmal ein anderer - er ist auch grün, aber er ist kein Kobold sondern eine überdimensionale Echse, die von einem (etwas schizophrenen, aber genialen) Rhys Ifans verkörpert wird.
Andrew Garfield spielt einen Spider-Man, der in vieler Hinsicht menschlicher als Tobey Maguires Figur ist. Denn auch seine Beziehung zu seiner Herzdame Gwen (Emma Stone) erscheint um einiges realer als im originalen Spiderman.
Zur Musik:
Ja, die originale Spiderman-Melodie, die alle Fans im Ohr haben werden, stammt von Danny Elfman, aber James Horner lässt sich davon bei "The Amazing Spider-Man" nicht beeindrucken. Er hat epische Stücke für diesen Film verfasst, wie z.B. "Crane Scene"; und wagt es beim finalen Showdown gar mit unmelodischen Klavierakkorden zu experimentieren
Fazit: Spiderman-Fans sollten ihn gesehen haben, um sich ihre eigene Meinung davon zu bilden!
Und Andrew Garfield-Fans werden hier auch nicht herumkommen.














