Chucks

Roman

von Cornelia Travnicek

Buch

Taschenbuch (186 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Punkig, zärtlich, bedingungslos ehrlich - eine starke neue Stimme!


Mae zog noch vor Kurzem als Punk durch die Straßen Wiens, lebte von Dosenbier und den Gesprächen mit ihrer Freundin über Metaphysik und Komplizierteres. Im AidsHilfe-Haus, wo sie eine Strafe wegen Körperverletzung abarbeiten muss, lernt sie Paul kennen und verliebt sich in ihn. Als bei ihm die Krankheit ausbricht, beginnt Mae gegen sein Verschwinden anzukämpfen: Sie sammelt seine Haare und Fußnägel wie Devotionalien und fängt zuletzt die Luft in seinem Krankenzimmer in einem Tupperdöschen ein. Chucks erzählt eine bezaubernde Geschichte vom Aufwachsen zwischen Liebe und Tod und ist von einem Ton durchdrungen, der mal humorvoll, mal aufwieglerisch laut, aber auch überaus zärtlich sein kann.



Pressestimmen:

"Wenn ich mit einer Figur der zeitgenössischen Literatur in einem Lift stecken bleiben möchte, dann mit Mae. Ob ich heil aus dem Lift kommen würde, weiß ich nicht, aber das wär's wert." Clemens J. Setz (Preis der Leipziger Buchmesse 2011)

Produktdetails

ISBN-10: 3-421-04526-7
EAN: 9783421045263
Erschienen: 05.03.2012
Verlag: DVA
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 186
Länge/Breite: 200mm/125mm
Gewicht: 266 g
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Cornelia Travnicek

Cornelia Travnicek, geboren 1987 in St. Pölten, lebt in Traismauer und Wien. Studium der Sinologie und der Informatik an der Universität Wien. Mehrere Preise, Auszeichnungen und Stipendien, darunter das Hans-Weigel-Literaturstipendium (2007), der Theodor-Körner-Förderpreis und die Autorenprämie des BMUKK (2008). Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien.

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Buchhändlertipps

  • Junge Literatur aus Österreich – Prädikat: Sehr lesenswert! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Judith Lehner, am 24.08.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Linz Lentia

    Mae kann den Krebstod ihres Bruders nicht überwinden und trägt täglich seine Chucks.
    Mae ist ein Punk auf den Straßen von Wien und lebt von Dosenbier und Metaphysik.
    Mae führt mit Jakob ein bürgerliches Leben, scheitert aber beim Bauen von Luftschlössern.
    Mae lernt Paul kennen und lieben, doch er ist HIV-positiv und jeder Tag kann der letzte sein.
    Mae kämpft gegen das Vergessen.
    Mae ist all das und vieles mehr…

    Chucks ist ein Roman über Verlust
    Chucks ist ein Roman über Erwachsenwerden
    Chucks ist ein Roman über Liebe
    Chucks ist ein Roman über Tod
    Chucks ist ein Roman über all das und vieles mehr…

    Die junge österreichische Autorin hat mich und viele Kritiker mit diesem Roman absolut begeistert. Ihre klare und zugleich großartige Sprache ist frech, flott, rebellisch, punkig aber auch humorvoll und lebenslustig und dabei zugleich zärtlich, ehrlich und ernst. Die episodenhafte Gliederung ist literarisch toll gelungen und nicht gekünstelt, sondern authentisch. Denn es geht um Erinnerungen und die sind nicht geradlinig – so wie das Leben selbst.
    Prädikat: Sehr sehr sehr sehr… lesenswert!
  • Chucks Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Schwarzenbrunner Gregor, am 16.08.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Lentia

    Travnicek erzählt die Geschichte von Maeva. In Momentaufnahmen erfährt der Leser mehr über den Punk, den Krebstod ihres Bruders, Tamara, über Paul und Jakob. Es ist das erste Buch der Autorin und hat mir sehr gut gefallen. Auf alle Fälle schon wegen der nicht chronologischen Reihenfolge bekommt es einen ganz eigenen Charakter. Obwohl man aus diesem Grund auch sehr konzentriert liest. Es wirkt so, als würde der Leser, tief in die verworrene Gedankenwelt der Hauptprotagonistin eintauchen.

    Was mir ein wenig fehlte war der Wiener Schmäh. Vor allem bei den Gesprächen wirkt es so, als ob die Protagonisten mit Absicht, distanziert miteinander kommunizieren. Das Gefühl fürs Detail fehlt. Vielleicht wurde ja mit Absicht darauf verzichtet. Mir hat das allerdings nicht so gut gefallen. Über allen Begebenheiten hängen, wie Damoklesschwerter, die Traurigkeit und Melancholie mehrere Menschenleben. Die Protagonistin Maeva wirkt altklug und oft ein bisschen gestellt, womit wahrscheinlich das Erwachsenwerden zum Ausdruck gebracht werden sollte. Chucks ist, finde ich, eine Hommage an eine Gesellschaft die nicht gelernt hat Abschied zu nehmen und die nicht vergessen kann und will. Der Titel verrät die fehlende Verarbeitung des Traumas, dass unweigerlich nach dem Tod ihres Bruders entstand. Ich würde mich freuen, mehr von dieser genialen Autorin zu lesen.
  • Unbedingt lesen! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ursula Kutzer, am 23.06.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Wien

    Was für ein Debüt der erst 25jährigen Cornelia Travnicek! Sie schildert in verschiedenen Rückblenden das Leben von Mae, deren Familie nach dem Tod ihres Bruders zerbricht, die als Punk auf der Straße lebt und schliesßich bei Paul landet, der mit HIV infiziert ist. Mae ringt einem mit ihrem Durchhaltewillen und ihrer trockenen
    Sichtweise der Dinge Respekt ab.
    Viele Sätze bleiben einem im
    Gedächtnis wie "Das gleichmäßige
    Piepen der Geräte ermüdet mich,
    mein Lidschlag und sein Herzschlag
    werden gemeinsam fast unmerklich
    langsamer. Ich unterdrücke ein
    Gähnen, weil sich das nicht gehört,
    das man gähnt, wenn jemand stirbt."
    Ein Buch, das den Leser beglückt und reicher zurücklässt. Ich bin schon gespannt, was man von dieser begabten Autorin noch lesen wird.

Kundenrezensionen

  • Eine Entdeckung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 13.06.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    C. Travnicek hatte mich von der ersten Seite an, eigentlich schon von der ersten Begegnung, denn Chucks gehören definitiv auch zu meinen Lieblingsschuhen, deswegen fühlte ich mich schon mal vom Cover magisch angezogen - und dann natürlich auch von der wundervollen Geschichte von Mae. Geschrieben in flüssiger, bildhafter Sprache - immer spannend und immer wissen wollend wie es weiter geht. Eine Geschichte eines wilden Mädchens, dass im Kuddelmuddel ihres Lebens nicht so recht weiß wo sie hingehört, deswegen auf der Suche ist, in Erinnerung an bessere Zeiten schwelgt und am Ende eine tragische aber bedingungslose Liebe findet...und ein bisschen sich selbst! Ein Lieblingsbuch!

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  • Eigensinnig, aber liebenswert. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Nina Brennecke, am 01.05.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die junge Mae vertreibt sich die Zeit mit Dosenbier und Punks. Sie philosophieren über das Leben, Metaphysik und weiteres Kompliziertes.

    Gleichzeitig wohnt sie mit ihrem Freund Jakob, einem Architektem, zusammen.

    Als Mae mal wieder einen Konflikt mit dem Gesetz hat und Strafarbeit in einem Aids-Hilfe-Haus leisten muss, lernt sie Paul kennen, der so ganz anders ist als Jakob: spontan, verrückt, abwechslungsreich.

    Allerdings ist Paul krank und jeder der einzigartigen, unbeschreiblichen Tage mit ihm werden weniger, da sich erste Symptome äußern.

    Paul soll nicht so in Vergessenheit geraten wie ihr Bruder, von dem ihr nur die roten Chucks geblieben sind.

    Anrührend, melancholisch schön ist die Geschichte dieser jungen Wienerin, mit der ich nur zu gern einen verrückten Tag erleben möchte.

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  • Rote Schuhe an den Füßen, Sperma im Gefrierfach Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Iris Donnert, am 30.04.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Mae lebt mit ihrem Freund Jakob, einem Architekten, zusammen, ist arbeitslos und vertreibt sich ihre Zeit, indem sie auf der Straße, bei Dosenbier, mit Punks philosophiert.
    Als sie Paul während der Strafarbeit im Aids-Hilfe-Haus kennenlernt, vergehen ihr die immerwährende Frust und Langeweile. Jeder Tag mit ihm ist einzigartig, doch bald zeigen sich bei Paul die ersten Symptome seiner Krankheit. Mae ist entschlossen ihn nicht so in Vergessenheit geraten zu lassen, wie ihren verstorbenen Bruder, von dem ihr nur seine roten Chucks geblieben sind.

    Eine schöne, melancholische Geschichte über das Leben, den Tod und die Trist- und Hilflosigkeit einer Jugendlichen in Wien.

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