Die Tochter des Magiers. Die Diebin. Blanvalet Taschenbücher, Band 26631

Originalausgabe

von Torsten Fink

Buch

Taschenbuch (413 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Eine faszinierende neue Heldin ist geboren!


Maru ist eine Sklavin. Auf sie wartet der Dienst in der Palastküche oder auf den Feldern vor der Stadt. Bis sie vom skrupellosen Grabräuber Tasil gekauft wird - der Maru als Figur in seinem gefährlichen Spiel um Reichtum und Macht missbraucht. Und auch ein uralter Daimon namens Utukku entwickelt Interesse an der jungen Frau. Denn er hat erkannt, dass in den Adern der Sklavin das Blut der mächtigen Magier der Sümpfe fließt ...


Ein neues "All-Age"-Fantasy-Debüt par excellence - voller Magie, Abenteuer, Loyalität und Verrat!


Das Schicksal von Maru wird junge wie erwachsene Leser begeistern!


Produktdetails

Verkaufsrang: 6.326
ISBN-10: 3-442-26631-9
EAN: 9783442266319
Erschienen: 14.04.2009
Verlag: Blanvalet
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 413
Gewicht: 355 g
Reihe: Blanvalet Taschenbücher
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Torsten Fink

Torsten Fink, Jahrgang 1965, arbeitete lange als Texter, Journalist und literarischer Kabarettist. Er lebt und schreibt heute in Mainz.

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Kundenrezensionen

  • Die Diebin Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Yvonne (www.lies-und-lausch.de), am 11.03.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    „Die Diebin“ ist der erste Band aus der Trilogie "Die Tochter des Magiers" von Tosten Fink. Mit seiner bildhaften Darstellung und einer fantastischen Kulisse hat er sich einen guten Einstieg in das Fantasie Genre geschaffen.
    Schon das Cover zu „Die Diebin“ ist ein Hingucker, umso mehr macht es dann noch Spaß, das Buch aufzuschlagen und man sieht eine Landkarte, in der sich der Leser gut zurecht findet. So hat man keine Probleme, dem Geschehen in der kargen Wüstenlandschaft zu folgen, in die uns Autor Torsten Fink entführt.

    Im Mittelpunkt stehen die junge Maru, ein Sklavin und der zwielichtige Tasil, der Maru gekauft hat und als seine Nichte ausgibt. Ungewöhnliche Namen sind in die Geschichte geflochten, doch ein Register im Buch, schafft einen guten Einstieg in die Story.
    Viele Figuren hat sich Torsten Fink für sein Werk einfallen lassen , die für reichlich Überraschungen sorgen und so kann sich jeder Leser selber aussuchen, wen er so mag. Bei mir ist es Tasil, der sich in die Ränkespiele zweier Herrschaftnachfolger einmischt und für reichlich Wirbel sorgt und dabei immer wieder für ungeahnte Verblüffung sorgt. Seine Pläne und Hinterlist bringen selbst Maru zum verzweifeln, die sich immer wieder fragen muss, wie geht es diesmal aus. Aber auch Maru, der blinde Geschichtenerzähler Biredh, Utukku und viele andere sind liebevoll gestaltet und geben nie zuviel von sich preis.
    Geschickt ist die Handlung verknüpft und man taucht in einer andere Welt, welche angelegt ist an die Bronzezeit des Zweistromland. So wird man beim lesen in das Reich Neu Akkesch entführt, mit seinen verschiedenen Völkern und der Stadt Serkesch, in die Tasil und Maru eintreffen.Es wird viel Platz gelassen für Spekulationen und das Geheimnis, welches Maru umgibt.
    Das Ende macht natürlich neugierig, denn es wird nicht zuviel verraten, im Gegenteil, es gibt mehr Rätsel und man hofft auf Band 2 „Die Gefährtin“, um mehr über Maru und die Anderen zu erfahren.
    Ein phänomenales Fantasiewerk, das mit reichlich faszinierenden Geschöpfen und einer spannenden Handlung nur so strotzt.

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  • "Ein guter Anfang" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von ROSI, am 05.10.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wem eigen ist, zuerst die Kurzbeschreibung auf der letzten Seite des zu erstehenden Buches zu lesen, dem ist hier gut geraten dies zu tun. Wie bereits oben erwähnt geriet die junge Maru unverhofft in das Eigentum des Diebes und Betrügers Tasil, der in einer sehr zwielichtigen Story zwischen Intoleranz und Fürsorge für Maru hin und hergerissen ist. Auch der kindliche charakter Maru an sich erlebt zwischendurch mehrere kleiner Geschichten, anhand derer sich der Leser des ersten Bandes aber noch keine Verknüpfungen schaffen kann. Hierdurch verstrickt sich der Autor meiner Meinung nach auch oft in irreführende Details und ablenkende Sackgassen sowie Wiederholungen ähnlicher Story-Parts, die nicht zur Geschichte gehören bzw. den Leser langweilen.
    Für eingefleischte und/oder erfahrene Leser der abendländlichen (Fantasy-)Belletristik fallen die sich äußerst schwer zu merkenden und daher den flüssigen Geschichtsablauf behindernden Namen nicht so sehr ins Gewicht.
    Als Einzelband völlig ungeeignet, als Auftakt zur Trilogie eventuell lesenswert. An sich ist das Buch nicht schlecht gemacht, durch die Umgebubg, die durchaus besser hätte gestaltet sein können auch mal etwas andes als viele bekannte Romane.

    Für diese Bewertung habe ich mir Rat bei einem begeisterten Leser geholt, der im Gegensatz zu mir dieses Werk als sehr empfehlenswert bezeichnete, daher:
    FAZIT: Geschmackssache, aber nur mit Fortsetzung!

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  • Die Tochter des Magiers Band 1. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von René Herrmann-Zielonka, am 18.05.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dies ist der ersten Band der Trilogie "Die Tochter des Magiers". Es ist angenehm zu lesen, sehr flüssig geschrieben und macht Lust auf mehr. - Im ersten Teil geht es um eine Sklavin, die ihre Eltern nicht kennt und die nicht ganz legal des Nachts von einem "Händler" gekauft wird. Zusammen mit ihrem neuen "Onkel", gerät sie in einen unerbitterlichen Streit um die Thronfolge der Stadt Serkesch. Auf abenteulichtste Art und Weise, bereichert sich "Onkel Tasil" an diesem Konflikt und Maru kann nicht entkommen. - Lesenswert...

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Eine mitleidlose Sonne stand hoch über der Wüste der Erschlagenen. Die roten Felsen des Glutrückens, die dem Reisenden in den Morgenstunden für kurze Zeit Schatten spendeten, warfen nun nur noch mehr Hitze in die Dünen. Die Luft flirrte. Bussarde ließen sich weit oben von den Aufwinden durch den gleißenden Himmel tragen. Es war die tote Stunde, die Zeit, in der sich selbst die Feuerkäfer im Sand vergruben, um der Sonne zu entfliehen.
Ausgerechnet jetzt tauchten zwei Punkte aus einer Senke auf. Es waren Reiter, die nahe den nackten Felsen dem endlosen Auf und Ab der Dünen folgten. Beide waren in weite, leichte Umhänge gehüllt und hatten ihre Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. Es war still. Der schleppende Schritt ihrer Pferde im tiefen Sand war das einzige Geräusch.
Voran ritt eine hagere Gestalt, die im Sattel vornüberhing und nur dem Klang dieser Schritte zu lauschen schien. Ihr Pferd wirkte völlig erschöpft, getrockneter Schweiß stand auf seinen Flanken, und es ächzte, als es sich die Düne emporquälte. Auf der Hügelkuppe hielt der Reiter kurz an und drehte sich um. Sein misstrauischer Blick galt nicht seinem Begleiter, er suchte den Horizont ab. Aber da war nichts außer Sand und roten Felsen. Hinter ihnen und im Westen war endlose Wüste, aber vor ihnen, im Süden, zeichnete sich in der Ferne eine schwache graublaue Linie ab. Ein Lächeln schlich über die rissigen Lippen des Mannes. Mit einem Druck seiner Schenkel trieb er das Pferd wieder an. Hängenden Kopfes trottete es die Düne hinab. Bei jedem Schritt sank es tief in den fließenden Sand ein.
Der zweite Reiter war kleiner und leichter. Unter seiner Kapuze schaute ein bartloses Kinn hervor. Er kauerte müde auf einem Packsattel und ließ die Zügel schleifen. Sein Tier hatte außer dem Gewicht des Jungen auch noch einen großen ledernen Sack und viele kleinere, prall gefüllte Beutel zu tragen. Vielleicht wählte es deshalb einen anderen Weg die Düne hinauf, wo der sandige Hang sanfter anstieg.
Etwas veränderte sich. Der Hagere richtete sich auf und lauschte. Seine Nackenhaare hatten sich aufgestellt. Gefahr lag in der Luft. Er konnte es fühlen. Dann hörte er es. Ein gequältes Stöhnen entrang sich der Brust des zweiten Pferdes, dann ein ängstliches Schnauben.
»Onkel!«, schrie eine helle Stimme entsetzt auf.
Der Mann riss sein Tier herum. Der Junge war nur zwei Dutzend Schritt hinter ihm und, warum auch immer, nicht in seiner Spur geritten. Jetzt saß er mit schreckgeweiteten Augen auf dem Packpferd. Das Tier schnaubte und kämpfte, aber je mehr es sich anstrengte, desto schneller versank es. Der Sand! Der ganze Hang war in Bewegung geraten, und dort, wo der Junge schrie, wuchs rasend schnell ein Trichter, der scheinbar die ganze Düne verschlingen wollte -und Reiter und Pferd mit ihr! Der Mann erstarrte für einen Augenblick, dann sprang er aus dem Sattel und rannte zurück
»Onkel Tasil!« Die Stimme des Jungen überschlug sich in heller Panik.
Tasil fluchte. Der ganze Hang vor ihm war in Bewegung. Er blieb stehen und starrte gebannt auf den Boden. »Onkel!«
Tasil löste seinen Blick vom Sand. Er sah das Pferd, er sah den Jungen inmitten des Trichters. Es war zu weit. »Den Sack!«, rief er. »Wirf mir den Sack zu!«
»Ich versinke!«
»Schneid ihn los und wirf ihn mir zu, dann wirst du leichter.«
Das Pferd schnaubte und stöhnte. Der Schweiß troff ihm vom Fell, und seine Flanken zitterten. Mit jedem verzweifelten Schritt grub es sich tiefer in den Sand. Der Junge zog seine Beine erschrocken an, als sie den trügerischen Boden berührten. Der Trichter wuchs immer weiter. Tasil sah die Veränderung im Boden, sie kroch auf ihn zu. Er wich langsam Schritt um Schritt zurück. »Maru! Nimm dein Messer und schneid den Gurt durch! Ihr müsst leichter werden. Wirf mir den Sack zu! Dann hört es auf.«
Jetzt erreichte der Sand den Packsattel. Der Junge keuchte entsetzt. Sein Atem ging hektisch, aber die Angst hatte ihn gelähmt.
»Maru, du Auswurf eines Schakals! Reiß dich zusammen! Versuch zu springen. Vergiss das verdammte Tier! Vom Rücken, du kannst vom Rücken aus hierherspringen. Und wirf mir den Sack zu!«
Der Junge nickte, zitternd versuchte er, auf den Packsattel zu klettern. Das Tier war schon fast bis zum Widerrist eingesunken. »Den Sack! Zuerst den Sack!«
Aber der Junge dachte nicht an den schweren Beutel. Ungelenk versuchte er einen Sprung, der viel zu kurz geriet. Sofort bildete sich ein neuer Trichter. Es dauerte nur wenige Augenblicke, und er war bis zur Hüfte eingesunken. Dabei war er immer noch zu weit von Tasil entfernt, sodass der ihm nicht helfen konnte - nur zusehen.
Zuerst versank das bis zuletzt kämpfende Pferd und mit ihm der lederne Sack, dann der Junge, mit in Todesangst weit aufgerissenen Augen. Tasil stand mit zusammengebissenen Zähnen am Rand des Trichters und wartete, bis es vorbei war. Der Sand füllte leise raschelnd die Vertiefungen auf, die die beiden Körper hinterlassen hatten, dann rührte sich nichts mehr. Tasil blickte zum Himmel. Die Bussarde waren verschwunden. Die Sonne stand immer noch am Scheitelpunkt ihrer Bahn und versengte mitleidlos jedem Geschöpf, das sich zu dieser Tageszeit in die offene Wüste wagte, die Haut. Es war die tote Stunde. Tasil bedachte sie mit einem Fluch. Dann stieg er auf sein Pferd und trieb es weiter nach Süden.
Die Dolche der Hakul


Verlassen und leer liegt das Land zwischen den Roten Hügeln und dem
Dhanis, und kein Korn Gerste fließt mehr von dort in die Kammern des Raik.
Kerva der Schreiber, Bericht für den Hohen Verwalter


Die Nacht war angebrochen, und die Taube hatte am Ufer des Dhanis angelegt. Sie war ein gedrungenes Schilfboot, beinahe eher ein Floß, fast so breit wie lang, mit wenig Tiefgang und einem rechteckigen Segel am kurzen Mast. Im Bug waren Fässer, Ballen und Bündel gestapelt, im Heck gab es einen Verschlag für lebende Ware. Etwa zwei Dutzend Menschen drängten sich in dem engen Holzkäfig. Es waren Sklaven, Namenlose. Sie fanden kaum genug Platz, um zu sitzen, und sicher nicht genügend, dass in der Nacht alle gleichzeitig liegen und schlafen konnten. Sie saßen dicht an dicht, einige mit dem Rücken aneinandergelehnt, und unterhielten sich flüsternd.
»Ich dachte, wir würden es heute schaffen, und jetzt müssen wir noch eine Nacht in diesem Loch verbringen«, sagte ein junger Mann.
»Ja, ich verstehe es auch nicht. Meine Knochen würden sich freuen, wenn ich sie mal wieder richtig ausstrecken könnte«, bestätigte ein älterer.
Trotz der drangvollen Enge gab es eine schmächtige Gestalt,
die alleine in einer Ecke des Käfigs saß. Es schien, als wollten die anderen ihr nicht zu nahe kommen. Zwei Krieger bewachten den Verschlag. Sie standen am Mast, und ihre Silhouetten zeigten, dass sie mit Speer und Schild bewaffnet waren.
Die Schiffsführer hatten die Taube in einer kleinen Bucht vertäut. Hier floss das Wasser des Stroms nur träge. Am Ufer hatte einst eine Siedlung gelegen, eingezwängt zwischen dem Dhanis und dem Höhenzug des Glutrückens, doch das Dorf war wohl schon vor langer Zeit zerstört worden.

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